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Die
Erfindung bezieht sich auf einen Grill mit einer zum Grillen mit
Unterhitze oder Seitenhitze zwischen Füßen drehbaren Glutschale, die
eine mit einem Rost abzudeckende Wanne mit zwei Stirnseiten umfasst,
wobei jeweils zwei stirnseitige Füße miteinander und unter Zwischenanordnung
einer Rasteinrichtung mit der jeweiligen Stirnseite der Glutschale verbunden
sind.
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Die
CH 451 447 A offenbart
einen Grill nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, der einen kastenförmigen Aufbau
aufweist und bei dem ein flacher, prismatischer, oben offener Kohlenbehälter zwischen den
Seitenwänden
am oberen Rand der Rückwand eingehängt wird,
dessen Seitenwände
und Rückwand
aus einer Blechtafel hergestellt sind und dessen Boden und und Vorderwand
aus Streckmetall oder einem Drahtnetz bestehen.
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Aus
der Praxis ist ein Grill bekannt, der eine Glutschale mit einem
darauf aufliegenden Rost umfasst. An der Glutschale sind Füße derart
befestigt, dass sich die Glutschale zumindest um 90° um ihre Längsachse
drehen lässt,
damit ein Grillen sowohl mit Unterhitze als auch mit Seitenhitze
möglich
ist, wobei im Zusammenhang mit der Unterhitze das Grillgut auf dem
Rost aufliegt und beim Grillen mit Seitenhitze der Rost die Holzkohle
in der Glutschale zurück
hält. Als
problematisch erweist sich bei diesem Grill die aufwändige Handha bung
beim Umbau zum Grillen mit Seitenhitze oder mit Unterhitze, die mangelhafte
Standfestigkeit, die aus der schwenkbaren Anordnung der Glutschale
zwischen den Füßen resultiert,
und die Verwendung des Rostes sowohl als Auflage für das Grillgut
als auch zum Halten der Holzkohle, da es oftmals als unhygienisch
empfunden wird, auf einen Rost, an dem Asche und Holzkohlereste
anhaften, Grillgut zu legen.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, einen Grill der eingangs genannten Art
zu schaffen, der bei einem geringen Verbrauch von Holzkohle und
einem stabilen Aufbau einfach und sicher zu handhaben ist.
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Erfindungsgemäß wird die
Aufgabe bei einem Grill nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch
gelöst,
dass an jeder der freien Längsseiten der
im Querschnitt halbkreisförmigen
Wanne eine Breitseite eines Kohlerostes befestigt ist, die sich schräg in die
Wanne erstreckt, wobei der Kohlerost eine über die Länge der Wanne verlaufende Abwinklung
aufweist, die die Wanne in zwei Fächer unterteilt, von denen
das eine Fach in der Betriebsart Seitenhitze zur Aufnahme der Kohle
und in der Betriebsart Unterhitze der sich vertieft zu den Längsseiten
in die Wanne erstreckende Kohlerost zur Auflage der Kohle dient.
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Aufgrund
der Anordnung der Rasteinrichtungen ist ein werkzeugloser Umbau
des Grills für
ein Grillen mit Unterhitze oder Seitenhitze möglich, da lediglich die in
den entsprechenden Stellungen verrastende Glutschale relativ zu
den Füßen zu verdrehen ist,
was einfach zu bewerkstelligen ist. Durch die Befestigung der Füße an den
Stirnseiten der Glutschale ist eine große Standsicherheit gewährleistet,
die nicht durch Montagearbeiten zum Umbau des Grills beeinträchtigt wird.
Insbesondere kastenförmige Strukturen
neigen zu einem Verzug bei der während des
Grillens herrschenden Hitze. Ein solcher Verzug ist durch den halbkreisförmigen Querschnitt
der Wanne nahezu ausgeschlossen. Im Weiteren wird in der Position
der Glutschale zum Grillen mit Seitenhitze die Holzkohle derart
in die Wanne gefüllt,
dass sie von dem Kohlegitter gehalten wird. In der Betriebsart Unterhitze
wirkt sich die Unterteilung der Wanne durch das Kohlegitter nicht
störend
aus, da die Holzkohle auf dem Kohlegitter liegt.
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Zweckmäßigerweise
bilden die gegenüberliegenden
Rasteinrichtungen mit den zugeordneten Befestigungen eine Drehachse.
Vorzugsweise umfassen die Rasteinrichtungen jeweils um 90° zueinander
versetzte Vertiefungen, in die entsprechende Erhöhungen eingreifen. Die Vertiefungen
können
beispielsweise als Nuten oder Kerben geformt sein, wobei die Erhebungen
eine dementsprechend korrespondierende Geometrie aufweisen. Selbstverständlich ist
es möglich,
zu den um 90° zueinander
versetzten Raststellungen weitere Raststellungen vorzusehen.
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In
Ausgestaltung sind die Vertiefungen in die Stirnseiten oder eine
an der jeweiligen Stirnseite drehfest befestigte Scheibe und die
Erhöhungen
in die Füße miteinander
verbindende Knotenbleche oder eine an dem entsprechenden Knotenblech drehfest
befestigte Scheibe eingeprägt.
Eine einfach zu fertigende und stabile Variante ist das direkte
Prägen
der Stirnseite bzw. des Knotenblechs. Sollte dies aus fertigungstechnischen
Gesichtspunkten nicht oder nur schwer möglich sein, können auch
entsprechende Scheiben geprägt
und mit der Stirnseite bzw. dem Knotenblech verschweißt oder
vernietet werden.
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Nach
einer Weiterbildung sind die Knotenbleche gegenüber den Stirnseiten federnd
vorgespannt. Vorzugsweise sind die Knotenbleche mit den Stirnseiten
verschraubt, wobei die Schrauben durch das Zentrum der Rasteinrichtung
ragen und die Federn tragen. Beim Verdrehen der Glutschale werden die
beispielsweise als Tellerfedern oder Druckfedern ausgebildeten Federn
zusammengedrückt
und die Erhöhungen
der Rastungen kommen außer
Eingriff mit den Vertiefungen. Mit dem Erreichen einer der Rastpositionen,
in der die Glutschale zum Grillen mit Unterhitze oder Seitenhitze
ausgerichtet ist, kommen die Erhöhungen
der Rastungen unter der Wirkung der Federn in Eingriff mit den Vertiefungen
und die Glutschale ist sicher positioniert.
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Vorteilhafterweise
sind die Stirnseiten kreisförmig
ausgebildet. Zur weitergehenden Stabilisierung des Grills sind die
Stirnseiten mit einer Verdickung, insbesondere einem Rundstahl,
an ihrem äußeren Umfang
versehen. Im Weiteren lässt
sich der Rundstahl beim Verdrehen der Wanne gut mit der Hand ergreifen.
Um die Reibung beim Verdrehen der Glutwanne zu reduzieren und gleichzeitig
für einen sicheren
Stand des Grills zu sorgen, sind bevorzugt die Füße im Bereich der Stirnseiten
derart angeordnet und geformt, dass jeder Fuß an zwei zueinander beabstandeten
Punkten an der Verdickung der Stirnseite anliegt. Das bedeutet,
dass die Füße im Bereich der
Stirnseiten eine im Wesentlichen C-förmige Geometrie aufweisen,
wobei die Füße derart
an dem Knotenblech befestigt sind, dass die Bögen zur Mitte ausgerichtet
sind.
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Um
die Glutschale zu versteifen, trägt
zweckmäßigerweise
die Wanne an jeder ihrer freien Längsseiten ein im Querschnitt
zylindrisches Rohr. Bevorzugt ist in jedes Rohr Rundmaterial als
Lagerstelle für verschließbare Klappen
in der Wanne eingesetzt, wobei das Rundmaterial über einen einen Schlitz im Rohr
durchragenden Steg mit der Klappe verbunden ist. Das Rohr mit dem
beabstandet darin aufgenommenen Rundmaterial stellt eine Scharnierlösung für die Klappen
dar, wobei die Scharniere verdeckt angeordnet und leicht zu reinigen
sind.
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Vorzugsweise
befindet sich im Bereich der Fächer
der Wanne jeweils eine Klappe.
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Bevorzugt
dient in der Betriebsart Seitenhitze die dem Fach zur Aufnahme der
Kohle zugeordnete Klappe zum Einfüllen der Kohle und das andere Fach
zum Auffangen der Asche und die entsprechende Klappe zum Entnehmen
der Asche aus der Wanne. Die Asche kann wahlweise durch eine der
Klappen oder selbstverständlich
auch durch beide Klappen entfernt werden.
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Zum
Auflegen des Grillgutes beim Grillen mit Unterhitze ist zweckmäßigerweise
der Glutschale ein Grillrost zugeordnet. Sonach umfasst der Grill
einen Grillrost und einen Kohlerost und es ist nicht erforderlich,
einen Rost für
beide Zwecke zu verwenden, wie es aus dem Stand der Technik bekannt
ist.
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Vorzugsweise
weist der Grillrost zu seiner Höhenverstellung
an seinen Schmalseiten im Wesentlichen mittig sowie senkrecht zu
seiner Rostfläche
abstehende Stege auf, von denen jeder mit einem Bolzen und einem
dazu beabstandeten Schraubbolzen versehen ist, wobei der Bolzen
und der Schraubbolzen in einem Schlitz in der Stirnseite der Glutschale
geführt
sind. Durch die übereinander liegende
Anordnung des in dem Schlitz geführten Bolzens
sowie Schraubbolzens befindet sich der Grillrost in einer definierten
Lage zur Glutschale. Falls der Gri llrost zum Auffangen und Ableiten
von Flüssigkeiten
ausgebildet ist, ist er selbstverständlich mit seiner Auflagefläche entsprechend
geneigt und nicht exakt horizontal ausgerichtet. Nach dem Lösen der
beiderseitigen Schraubbolzen kann der Grillrost in seiner Höhe über die
Länge der
Schlitze beliebig verstellt werden und nach einem Festdrehen der Schraubbolzen
mit der Hand ist der Grillrost arretiert. Bevorzugt erstreckt sich
der Schlitz in der Stirnseite der Glutschale von der der Wanne gegenüberliegenden
Seite der Rasteinrichtungen bis ins Freie.
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Alternativ
weisen die Stirnseiten Einhängungen
für den
Grillrost in unterschiedlichen Höhen
auf. Die Einhängungen
können
beispielsweise als horizontale oder schräge Schlitze ausgebildet sein,
in die entsprechende Ansätze
des Grillrostes eingreifen.
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Zweckmäßigerweise
tragen die Füße unterhalb
der Wanne eine Saftauffangschale und/oder eine Ascheauffangschale.
Damit der Grill nicht durch Witterungseinflüsse geschädigt wird, ist er aus einem rostfreien
Stahl gefertigt. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine in
der Nahrungsmittelindustie verwendete Legierung handeln.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung
ist nur durch die Ansprüche
definiert.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbei spieles unter Bezugnahme
auf die zugehörigen
Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigt:
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1 eine
Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Grills in einer Position
zum Grillen mit Unterhitze,
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2 eine
Draufsicht auf den Grill nach 1,
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3 eine
vergrößerte Teildarstellung
einer Seitenansicht des Grills nach 1,
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4 eine
vergrößerte Schnittdarstellung gemäß der Linie
IV-IV nach 1,
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5 eine
vergrößerte Teilschnittdarstellung gemäß der Linie
V-V nach 2 und
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6 eine
um 90° gedrehte
vergrößerte Schnittdarstellung
gemäß der Linie
IV-IV nach 1 mit einer Glutschale mit einer
geöffneten
Klappe.
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Der
Grill umfasst eine Glutschale 1, die aus einer im Querschnitt
halbkreisförmigen
Wanne 2 mit endseitigen kreisförmigen Seitenteilen 3 zusammengesetzt
ist. An den freien Längsseiten 4 der
Wanne 2 sind im Querschnitt zylindrische Rohre 5 angeschweißt, in die
Rundmaterial 6 als Lagerstelle 7 für Klappen 8 eingesetzt
ist, wobei die die Wanne 2 verschließenden Klappen 8 zum
einen über
Stege 9 mit dem Rundmaterial 6 und zum anderen
mittels Verschlüssen 10 mit
der Wanne 2 in Verbindung stehen. Im Weiteren ist an jedem
Rohr 5 der Wanne 2 eine Breitseite 11 eines
Kohlerostes 12 angeschweißt, die sich schräg in die
Wanne 2 erstreckt, wobei die beiden Breitseiten 11 durch
eine Auflagefläche 13 verbunden
sind, die eine derartige Abwinklung 14 aufweist, dass die
Wanne 2 in zwei ungleich große Fächer 15, 16 unterteilt
ist, von denen sich jedes im Zugriffsbereich einer Klappe 8 befindet.
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Darüber hinaus
ist der Glutschale 1 ein zur Ableitung von Flüssigkeiten
aus Winkelstäben 17 zusammengesetzter
Grillrost 18 höhenverstellbar
zugeordnet. Der Grillrost 18 weist an seinen Schmalseiten 19 senkrecht
zu seiner Rostfläche 20 abstehende Stege 21 auf,
von denen jeder mit einem Bolzen 22 und einem dazu beabstandeten
Schraubbolzen 23 versehen ist, die in einem Schlitz 24 in
der Stirnseite 3 der Glutschale 1 zur Höhenverstellung
arretierbar geführt
sind. Der Schlitz 24 erstreckt sich von der der Wanne 2 gegenüberliegenden
Seite einer zwischen Füßen 25 und
der Glutschale 1 wirkenden Rasteinrichtung 26 durch
eine das Seitenteil 3 einfassende, als Rundstahl 27 ausgeführte Verdickung 28 in
Freie. An dem Rundstahl 27 der Seitenteile 3 liegen
die im Bereich der Wanne 2 über ein Knotenblech 29 und unterhalb
der Wanne 2 mit einem Winkelstahl 36 verbundenen
Füße 25 punktförmig an,
wozu die Füße 25 im
Bereich der Wanne 2 im Wesentlichen C-förmig gebogen sind. Zwischen
den Stirnseiten 3 der Glutschale 1 und den Knotenblechen 29 sind
die Rasteinrichtungen 26 vorgesehen, wobei die gegenüberliegenden
Rasteinrichtungen 26 eine Drehachse der Glutschale 1 bilden
und eine verrastende Verstellung der Glutschale 1 zum Grillen
mit Unterhitze gemäß 4 oder
mit Seitenhitze nach 6 ermöglichen.
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Die
Rasteinrichtungen 26 umfassen jeweils um 90° zueinander
versetzte Vertiefungen 30, die in die jeweilige Stirnseite 3 eingeprägt sind.
In die Vertiefungen 30 rasten in entsprechenden Drehstellungen
Erhöhungen 31 ein,
die in an den Knotenblechen 29 drehfest befestigten Scheiben 32 eingeprägt sind. Die
Knotenbleche 29 sind mit den Stirnseiten 3 verschraubt,
wobei die Schrauben 33 durch das Zentrum der Rasteinrichtungen 26 ragen
und als Tellerfedern 34 ausgebildete Federn 35 zum
federnden Vorspannen der Knotenbleche 29 gegenüber den
Stirnseiten 3 tragen.
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Zum
Grillen mit Unterhitze ist die Glutschale 1 derart verrastet
positioniert, dass sich der Grillrost 18 im Wesentlichen
parallel zu den Rohren 5 verlaufend oberhalb des Kohlerostes 12,
auf dem beispielsweise Holzkohle aufliegt, erstreckt. Zum Grillen
mit Seitenhitze wird der Grillrost 18 entfernt und die
Glutschale 1 um 90° in
ihre weitere verrastete Position gedreht, in der der Kohlerost 12 im
Wesentlichen vertikal ausgerichtet ist. In die Schlitze 24 in
den Seitenteilen 3 wird ein Drehspieß zur Halterung des Grillgutes
eingesetzt, wobei im Bereich unterhalb des Drehspießes eine
Saftauffangschale und im Bereich unterhalb der Wanne eine Ascheauffangschale
auf die Füße 25 einer
Seite verbindenden Winkelstähle 36 aufgelegt
wird. Die nun oben stehende Klappe 8 wird zum Einfüllen der
Kohle in das große
Fach 16 geöffnet.
Die entstehende Asche sammelt sich in dem kleinen Fach 15 und
kann durch das Öffnen
der entsprechenden unteren Klappe 8 in die Ascheauffangschale abgelassen
werden.