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Die
Erfindung betrifft eine Grillvorrichtung mit einem auf einem Gehäuse aufliegenden
Grillrost zur Auflage von Grillgut und einer Wärmequelle, insbesondere einer
Grillkohleaufnahme mit Grillkohle, und einer darunter angeordneten
Ascheaufnahme.
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Bekannte
Ausführungsformen
von Grillvorrichtungen weisen im Allgemeinen den Nachteil auf, dass
aus dem Grillgut austretende Flüssigkeiten,
insbesondere Fett und/oder Wasser, unkontrolliert auf die unterhalb
des Grillgutes angeordnete glühende Grillkohle
abtropfen. Hierdurch können
sich unter bestimmten Bedingungen gesundheitsschädliche karzinogene Stoffe entwickeln.
Darüber
hinaus kann in die Grillkohle abtropfendes Fett zu Stichflammen
führen, so
dass das Grillgut zumindest teilweise verbrennt und/oder zumindest
eine erhebliche geschmackliche Beeinträchtigung des Grillguts eintritt.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, die vorstehend erwähnten Nachteile der vorbekannten
Ausführungsformen
von Grillvorrichtungen weitgehend zu vermeiden.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Grillvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
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Dadurch,
dass zur Ableitung von aus dem Grillgut austretender Flüssigkeit
unter dem Grillrost ein erstes Ablaufgitter mit einer Vielzahl von
parallel und gleichmäßig zueinander
beabstandet verlaufenden Ablaufrinnen angeordnet ist und unterhalb
des ersten Ablaufgitters ein zweites Ablaufgitter mit einer Vielzahl
von parallel und gleichmäßig zueinander
beabstandet verlaufenden Ablaufrinnen angeordnet ist, wobei die
Tropfkanten der Ablaufrinnen des ersten Ablaufgitters jeweils im
Bereich von Auffangflächen der
Ablaufrinnen des zweiten Ablaufgitters verlaufen und Zwischenräume zwischen
den Ablaufrinnen des ersten Ablaufgitters jeweils im Bereich der
Auffangflächen
der Ablaufrinnen des zweiten Ablaufgitters verlaufen, werden aus
dem Grillgut austretende Flüssigkeiten
kontrolliert abgeleitet, bevor sie auf die Wärmequelle, insbesondere in
der Form einer Grillkohleaufnahme mit darin befindlicher glühender Holzkohle
oder dergleichen, auftreffen können
und hierdurch karzinogene Stoffe und/oder Stichflammen entstehen.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Grillvorrichtung sieht vor, dass
die Ablaufrinnen des zweiten Ablaufgitters mindestens zwei verschiedene
Breitenabmessungen aufweisen.
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Durch
diesen Ausgleich mit unterschiedlichen breiten Ablaufrinnen wird
erreicht, dass die Tropfkanten der Ablaufrinnen des ersten Ablaufgitters
jeweils über
Auffangflächen
der Ablaufrinnen des zweiten Ablaufgitters und die Zwischenräume zwischen
den Ablaufrinnen des ersten Ablaufgitters gleichfalls über den
Auffangflächen
der Ablaufrinnen des zweiten Ablaufgitters verlaufen. Hierdurch
wird eine Überlappung
der Ablaufrinnen im ersten und zweiten Ablaufgitter erreicht, so
dass aus dem Grillgut austretende Flüssigkeit in jedem Fall über eines der
Ablaufgitter in eine Sammelrinne und von da aus über ein Fallrohr in einen Sammelbehälter abgeleitet werden
kann.
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In
Gemäßheit einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Grillvorrichtung ist vorgesehen, dass
das erste und das zweite Ablaufgitter einstückig ausgebildet sind. Diese
Ausgestaltung ermöglicht
die Herstellung der Ablaufgitter aus jeweils einer Blechplatte.
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Nach
Maßgabe
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass
die Ablaufrinnen des ersten und des zweiten Ablaufgitters im Wesentlichen
eine V-förmige Querschnittsgeometrie
aufweisen, wobei benachbarte Ablaufrinnen jeweils durch kurze endseitige
Stege miteinander verbunden sind und zwischen den Ab laufrinnen jeweils
ein Zwischenraum besteht.
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Diese
Ausgestaltung ermöglicht
zum einen eine leichte Herstellbarkeit der Ablaufrinnen der Ablaufgitter
durch mehrfaches Kanten eines durchgehenden Bleches, wobei die Zwischenräume bzw.
die endseitigen Stege zwischen den Ablaufrinnen durch Ausstanzen
gebildet werden. Weiterhin werden durch die V-förmige Querschnittsgeometrie
Ablagerungen in den Ablaufrinnen weitgehend vermieden, sodass die
aus dem Grillgut austretende Flüssigkeit in
jedem Fall ungehindert abfließen
kann.
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In
Gemäßheit einer
weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Grillrost
zu Reinigungszwecken vom Gehäuse
abnehmbar ausgebildet.
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Hierdurch
wird eine einfache Reinigung der beiden unter dem Grillrost liegenden
Ablaufgitter ermöglicht.
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Nach
Maßgabe
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist zumindest das obere
Ablaufgitter für
Reinigungszwecke verschwenkbar an dem Gehäuse angelenkt. Hierdurch wird
eine Reinigung des unter dem ersten Ablaufgitter liegenden zweiten
Ablaufgitters ermöglicht
bzw. erleichtert.
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Nach
Maßgabe
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind das erste und das
zweite Ablaufgitter in Richtung einer Sammelrinne geneigt angeordnet,
wobei die Sammelrinne unterhalb des zweiten Ablaufgitters läuft.
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Mittels
der Sammelrinne können
aus dem Grillgut austretende Flüssigkeiten,
insbesondere Fett und/oder Wasser, auf einfache Art und Weise zu
einem zentralen Sammelbehälter
zur späteren
Entsorgung weitergeleitet werden.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Anordnung sind in den weiteren
Patentansprüchen
dargelegt.
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In
der Zeichnung zeigt:
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1 Eine
schematische Ansicht der Grillvorrichtung,
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2 eine
perspektivische Ausschnittdarstellung des Grillrostes mit darunter angeordnetem ersten
und zweiten Ablaufgitter,
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3 eine
Seitenansicht des Grillrostes mit dem ersten und dem zweiten Ablaufgitter
sowie der darunter befindlichen Grillkohleaufnahme mit darin befindlicher
Grillkohle,
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4 eine
Seitenansicht des ersten und des zweiten Ablaufgitters mit abgehobenem
Grillrost und
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5 eine
Seitenansicht des Grillrostes mit dem ersten und dem zweiten Ablaufgitter
sowie der Grillkohleaufnahme.
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In
der Zeichnung sind gleiche konstruktive Elemente der Grillvorrichtung
jeweils mit derselben Bezugsziffer versehen worden.
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Die 1 zeigt
eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Grillvorrichtung 1.
Die Grillvorrichtung 1 umfasst unter anderem ein Gehäuse 2 mit
einem Rauchgasabzug 3 sowie einer Abdeckung 4 für den Rauchgasabzug 3,
um das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden. An seiner Unterseite weist
das Gehäuse 2 vier
Laufrollen, von denen die Laufrollen 5,6 stellvertretend
für die
beiden rückseitigen
Laufrollen mit einer Bezugsziffer versehen wurden. Im unteren Bereich
des Gehäuses 2 ist
weiterhin ein mit zwei Türen 7,8 verschließbares Ablagefach 9 vorgesehen.
Oberhalb des Ablagefaches 9 ist ein weiteres, vorzugsweise
offenes Ablagefach 10 zur Lagerung von Grillhilfsutensilien
oder dergleichen vorgesehen. Ferner weist das Gehäuse 2 zwei
Aufnahmen 11,12 zur drehbaren Lagerung eines hand- oder
motorisch betriebenen Grillspießes
oder dergleichen auf. Auf der linken und der rechten Seite des Gehäuses 2 sind
in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Grillvorrichtung 1 zwei
abklappbare Ablageflächen 13,14 vorgesehen.
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Unterhalb
eines Grillrostes 15 befindet sich eine Grillkohleaufnahme 16 zur
Aufnahme von Holzkohle, Holz oder dergleichen. Die Grillkohleaufnahme 16 ist
bevorzugt mit einer herausziehbaren Schublade 17 ausgebildet.
Unterhalb der Grillkohleaufnahme 16 ist weiterhin eine
Ascheaufnahme 18 vorgesehen, die aus Gründen der leichteren Reinigung
gleichfalls mit einer herausziehbaren Schublade 19 gebildet
ist. Auf dem Grillrost 15 liegt das nicht näher dargestellte
Grillgut auf.
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Unterhalb
des Grillrostes 15 sind erfindungsgemäß ein erstes Ablaufgitter und
ein zweites Ablaufgitter zur Ableitung von aus dem Grillgut austretenden
Flüssigkeiten
angeordnet. Beide Ablaufgitter sind aus Gründen der besseren zeichnerischen Übersicht
in der 1 nicht dargestellt. Die wirksame Fläche der
Grillkohleaufnahme 16 bzw. der Schublade 17 und
damit die erzeugbare Hitze bzw. Wärme lässt sich durch eine einfache
horizontale Verschiebung von zwei Trennblechen 20,21 variieren
und damit den jeweiligen Bedürfnissen
anpassen.
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Die
Grillvorrichtung 1 ist in einer bevorzugten Ausführungsvariante
im Wesentlichen mit nicht rostenden, korrosionsfesten Blechen, zum
Beispiel mit V2A- oder V4A-Blechen,
gebildet, so dass die Grillvorrichtung 1 bei Nichtgebrauch
im Freien verbleiben kann. Abweichend hiervon können auch Stahlbleche mit einer
entsprechenden Korrosionsschutzbeschichtung verwendet werden. Die
Materialstärke
der korrosionsfesten Bleche beträgt
vorzugsweise zwischen 1 mm und 4 mm.
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Die
Grillvorrichtung 1 kann abweichend von der in der 1 dargestellten
Ausführungsvariante auch
mit Gas, insbesondere mit Propangas oder dergleichen, als Wärmequelle
betrieben werden. In diesem Fall ist unterhalb des Grillrostes 15 anstelle
der Grillkohleaufnahme 16 ein entsprechend flächig wirkender
Gasbrenner positioniert. Anstatt eines Gasbrenners kann auch eine
elektrische Beheizung, beispielsweise mit einer elektrischen Widerstandsheizung
oder dergleichen, vorgesehen sein. Für den Fall, dass die Grillvorrichtung 1 mit
Gas oder elektrisch beheizt wird, kann die Ascheaufnahme 18 in Gestalt
der Schublade 19 auf Grund der dann fehlenden bzw. geringen
Rußentwicklung
im Allgemeinen ersatzlos entfallen bzw. als weiteres Ablagefach
benutzt werden.
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Neben
dem Ablagefach 10 befindet sich ein zentraler Sammelbehälter 22 zur
Aufnahme von aus dem Grillgut austretender Flüssigkeit, bei der es sich insbesondere
um Wasser und/oder Fett handelt. Der Sammelbehälter 22 ist mit einem
Fallrohr 23 mit einer in der 1 nicht
dargestellten Sammelrinne verbunden, die wiederum mit einer nicht
eingezeichneten Ablaufrinne unterhalb der Ablaufgitter in Verbindung steht.
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Die 2 zeigt
einen vergrößerten Ausschnitt
des erfindungsgemäßen Grillrostes
mit darunter angeordnetem ersten und zweiten Ablaufgitter.
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Der
Grillrost 15 ist in bekannter Weise als gitterförmiger Rost
zur Auflage des nicht dargestellten Grillgutes ausgebildet. Unterhalb
des Grillrostes 15 ist ein erstes Ablaufgitter 24 angeordnet.
Das erste Ablaufgitter 24 ist mit einer Vielzahl von im
Wesentlichen parallel und gleichmäßig zueinander beabstandet
angeordneten Ablaufrinnen gebildet, von denen stellvertretend für die Übrigen die
Ablaufrinnen 25 bis 27 mit einer Bezugsziffer
versehen wurden. Die Ablaufrinnen 25 bis 27 des
ersten Ablaufgitters 24 weisen jeweils in etwa dieselben
Breitenabmessungen und die gleiche im Wesentlichen V-förmige Querschnittsgeometrie
auf. Das Ablaufgitter 24 kann beispielsweise aus einem
einstückigen
Edelstahlblech durch mehrfaches Kanten gebildet werden, wobei die Zwischenräume 28,29 durch
Ausstanzen entstehen. Die Zwischenräume 28,29 erstrecken
sich im Wesentlichen über
die gesamte Tiefenerstreckung des ersten Ablaufgitters 24.
Lediglich an ihren Enden werden die Ablaufrinnen 25 bis 27 durch
die nicht ausgestanzten, verbleibenden schmalen Stege 30,31 zusammengehalten.
Durch den Grillrost 15 wird ein Festbrennen des Grillgutes
auf dem ersten Ablaufgitter 24 vermieden, sodass aus dem
Grillgut austretende Flüssigkeit
durch die Ablaufrinnen des Ablaufgitters 24 ungehindert
ablaufen kann.
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Ein
zweites, unterhalb des ersten Ablaufgitters 24 angeordnetes
Ablaufgitter 32 entspricht vom konstruktiven Aufbau her
im Wesentlichen dem ersten Ablaufgitter 24. Das zweite
Ablaufgitter 32 ist mit Ablaufrinnen 33 bis 36 gebildet,
wobei die Ablaufrinnen 33,34 im Vergleich zu den
Ablaufrinnen 35,36 jedoch etwas breiter ausgebildet
sind. Durch die Überlappung
bzw. versetzte Überdeckung
der Ablaufgitter 24,32 infolge der unterschiedlichen
Breitenabmessungen werden aus dem aufliegenden Grillgut austretende
Flüssigkeiten
entweder vom ersten oder vom zweiten Ablaufgitter 24,32 aufgefangen.
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Weiterhin
befinden sich die Auffangflächen 37 bis 40 der
Ablaufrinnen 33 bis 36 stets unterhalb der Zwischenräume 28,29 bzw.
der Tropfkanten 41 bis 43 der Ab laufrinnen 25 bis 27 des
ersten Ablaufgitters 24. Durch die Überdeckung des ersten und des
zweiten Ablaufgitters 24,32 wird erreicht, dass aus
dem Grillgut austretende Flüssigkeit
in keinem Fall in die Grillkohleaufnahme abtropfen kann. Zwischen
den Ablaufrinnen 33 bis 36 verbleiben drei Stege 44,45,46,
um den mechanischen Zusammenhalt zwischen den Ablaufrinnen zu gewährleisten.
Im hinteren, endseitigen, nicht dargestellten Bereich des ersten
und des zweiten Ablaufgitters 24,32 befinden sich
in Entsprechung zu den vorderen Stegen 30,31 sowie 44 bis 46 jeweils
in gleicher Position weitere hintere Stege, um einstückige im
Wesentlichen plattenförmige
Ablaufgitter 24,32 zu erzielen. Zwischen den Ablaufrinnen 33 bis 36 bestehen
in Entsprechung zu den Zwischenräumen 28,29 im
ersten Ablaufgitter 24 gleichfalls Zwischenräume mit
einer im Wesentlichen gleichen Breite, die der besseren zeichnerischen Übersichtlichkeit
halber in der 2 nicht näher bezeichnet wurden. Auch
diese Zwischenräume
werden durch Ausstanzen gebildet, während die schmalen Stege 44 bis 46 stehen
bleiben und den Zusammenhalt der Ablaufrinnen 33 bis 36 des
zweiten Ablaufgitters 32 sicherstellen. Im Übrigen entspricht
der Aufbau des zweiten Ablaufgitters 32 dem Aufbau des
ersten Ablaufgitters 24, so dass an dieser Stelle auf dessen
Beschreibung verwiesen werden kann.
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Die
Ablaufrinnen 25,26 und 27 des ersten Ablaufgitters 24 mit
einer im Wesentlichen V-förmigen
Querschnittsgeometrie weisen in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
eine Breite von etwa 35 mm bei einer Tiefe der Kantung von ungefähr 5 mm auf.
Hieraus ergibt sich jeweils ein Öffnungswinkel von
etwa 148° zwischen
beiden Schenkeln der jeweiligen im Wesentlichen V-förmigen Auffangfläche einer
Ablaufrinne.
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Die
schmaleren Ablaufrinnen 35,36 im zweiten Ablaufgitter 32 mit
einer gleichfalls im Wesentlichen V-förmigen Querschnittsgeometrie
weisen eine Breite von ungefähr
30 mm bei einer Tiefe der Kantung von etwa 5 mm auf, um die erwünschten Überlappungen
zwischen den Ablaufgittern 24 und 32 zu erreichen.
Hieraus ergibt sich ein Öffnungswinkel
von etwa 143° zwischen
den beiden Schenkeln der Ablaufrinnen 35,36 zur
Bildung der Auffangflächen 39,40.
Die Ablaufrinnen 33 und 34 mit ihren Auffangflächen 37,38 entsprechen
in ihren räumlichen
Abmessungen in etwa den Ablaufrinnen 25,26 und 27 des
ersten Ablaufgitters 24.
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Die
Ablaufrinnen 25 bis 27 sowie die Ablaufrinnen 33 bis 36 sind
mit Edelstahlblechen, insbesondere mit V2A oder mit V4A-Blechen,
mit einer Dicke von vorzugsweise ungefähr 2 mm gebildet. Die vorderen
Stege 30 und 31 sowie 44,45 und 46 zwischen den
Ablaufrinnen 25 bis 27 und 33 bis 36 weisen
jeweils eine Breite sowie eine Tiefenerstreckung von etwa 10 mm
auf, um eine ausreichende Durchgängigkeit
für die
von der Grillkohleaufnahme 16 bzw. der Grillkohle aufsteigende
heiße
Luft zu erreichen. Entsprechend sind die Zwischenräume 28,29 ebenfalls
ungefähr
10 mm breit. Die Zwischenräume 28,29 erstrecken
sich hierbei – abgesehen
von der Tiefe der endseitigen Stege 30,31 – über die
gesamte Tiefe der Ablaufgitter 24,32. Der Grillrost 15 und
die Ablaufgitter 24,32 können eine Breite von bis zu
120 cm bei einer Tiefe von bis zu 90 cm aufweisen. Bevorzugt weisen
der Grillrost 15 sowie die Ablaufgitter 24,32 eine Breite
von etwa 80 cm und eine Tiefe von 60 cm auf. Andere geometrische
Abmessungen, insbesondere der Breite und der Tiefe der Kantung der
Ablaufrinnen, der genannten konstruktiven Elemente der Grillvorrichtung
sind gleichfalls möglich.
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Die
Ablaufgitter 24 und 32 lassen sich somit auf einfache
Art und Weise durch mehrfaches Kanten und anschließenden Stanzen
jeweils eines Blechabschnitts fertigen. Abweichend von der gezeigten V-förmigen Querschnittsgeometrie
können
die Ablaufrinnen auch eine Querschnittsgeometrie in der Form eines
Kreisbogensegments aufweisen. Die genannten, beispielhaften Abmessungen
der Ablaufrinnen in den Ablaufgittern 24,32 gewährleisten
eine optimale Energieausnutzung der Grillkohle, so dass die erfindungsgemäße Grillvorrichtung 1 bei
guten Grillergebnissen einen geringen Grillkohleverbrauch aufweist.
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Die 3 zeigt
eine Seitenansicht des Grillrostes mit dem ersten und dem zweiten
Ablaufgitter sowie der darunter befindlichen Grillkohleaufnahme mit
darin befindlicher Grillkohle.
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Auf
dem Grillrost 15 liegt das Grillgut 47, beispielsweise
in der Form von Fleischstücken,
Würstchen,
Brot oder dergleichen. Unterhalb des Grillrostes 15 verläuft das
erste Ablaufgitter 24 sowie das zweite Ablaufgitter 32.
In der Schublade 17 befindet sich die Grillkohle 48 als
Wärme-
bzw. Hitzequelle. Um den Verbrennungsprozess zu fördern, können zumindest
in den Boden der Schublade 17 eine Vielzahl von Öffnungen 49 zur
Belüftung
eingebracht sein. Das erste Ablaufgitter 24 sowie das zweite
Ablaufgitter 32 sind mittels eines Drehgelenks 50 verschwenkbar
am Gehäuse 2 aufgenommen.
Aus dem Grillgut 47 tritt infolge der Hitzeeinwirkung Flüssigkeit 51,
beispielsweise in der Form von Wasser und/oder Fett, aus. Die Flüssigkeit 51 wird
entweder vom ersten Ablaufgitter 24 oder vom zweiten Ablaufgitter 32 aufgefangen
und mittels einer nicht dargestellten Sammelrinne zu einem Sammelbehälter weitergeleitet.
Aus der 3 ist ersichtlich, dass aus
dem Grillgut 47 austretende Flüssigkeit 51 von den
Tropfkanten 41 bis 43 in die Ablaufrinnen 33,34,36 gelangt und
im Bereich der Zwischenräume 28,29 austretende
Flüssigkeit 51 insbesondere
von den beiden Ablaufrinnen 34,35 aufgefangen
wird, so dass im Ergebnis keine Flüssigkeit 51 in die
Grillkohle 48 bzw. in eine anders geartete Heizvorrichtung – beispielsweise
in der Form eines Gasbrenners, einer elektrischen Heizung oder dergleichen – gelangen
bzw. abtropfen kann. Die Entstehung von karzinogenen Stoffen und/oder
von Stichflammen infolge von auf glühende Grillkohlen auftreffendem
Fett wird daher wirkungsvoll verhindert.
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Die 4 zeigt
eine Seitenansicht des ersten und des zweiten Ablaufgitters mit
abgehobenem Grillrost und einer Sammelrinne.
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Das
erste und das zweite Ablaufgitter 24,32 sind durch
das Drehgelenk 50 an dem Gehäuse 2 verschwenkbar
angelenkt. Darüber
hinaus können die
Ablaufgitter 24,32 auch herausnehmbar ausgebildet
sein. Der Grillrost 15 liegt mittels der Abstandhalter 52,53 lose
auf dem ersten Ablaufgitter 24 auf. Hierdurch kann der
Grillrost 15 zu Reinigungszwecken leicht von dem ersten
Ablaufgitter 24 abgehoben werden. Unterhalb des zweiten
Ablaufgitters 32, bevorzugt in dessen Endbereich, befindet
sich eine quer zu den Längsachsen
der Ablaufrinnen 25 bis 27 sowie 33 bis 36 der
Ablaufgitter 24,32 verlaufende Sammelrinne 54,
die zur Ableitung der von den Ablaufgittern 24,32 aufgenommenen
Flüssigkeiten
in einen nicht dargestellten Sammelbehälter dient. Zu diesem Zweck
weist die Sammelrinne 54 ein geringes Gefälle von
bis zu 15° auf.
Unterhalb der Sammelrinne 54 befindet sich wiederum die
Schublade 17 der Grillkohleaufnahme 16.
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Die 5 zeigt
eine Seitenansicht des Grillrostes mit dem ersten und dem zweiten
Ablaufgitter sowie der Grillkohleaufnahme.
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Aus
der Darstellung der 5 ist ersichtlich, dass sowohl
der Grillrost 15 als auch das erste und das zweite Ablaufgitter 24,32 ein
Gefälle
aufweisen, um einen ausreichend schnellen Abfluss der gesammelten
Flüssigkeit
in die Sammelrinne 54 zu gewährleisten. Das Gefälle der
Ablaufgitter 24,32 sowie des Grillrostes 15 beträgt bis zu
15°. Weiterhin
zeigt die 5 die herausziehbare Schublade 17 der
Grillkohleaufnahme 16 mit der darin angeordneten Grillkohle 48 als
Wärme-
bzw. Hitzequelle für
das Grillgut. Zwischen der Sammelrinne 54 und der Schublade 17 befindet
sich ein Trennblech 55, um eine Entzündung der durch die Sammelrinne 54 fließenden Flüssigkeiten
infolge der hohen Hitzeentwicklung durch die von der Schublade 17 aufgenommene
glühende
Grillkohle 48 zu vermeiden. Die Sammelrinne 54 befindet sich
bevorzugt unterhalb eines Endbereichs 56 des ersten und
des zweiten Ablaufgitters 24,32.
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Die
Sammelrinne 54 kann abweichend von der in 5 gezeigten
vorderen Anordnung – jeweils von
vorne auf die Grillvorrichtung 1 gesehen – auch links
(wie in der 4 mit gestrichelten Linien angedeutet),
rechts oder hinten unterhalb der Ablaufgitter 24,32 innerhalb
des Gehäuses 2 angeordnet
sein. Auch in diesem Fall muss das Gefälle der Ablaufgitter 24,32 jeweils
in Richtung der Sammelrinne 54 weisen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
der 5 beträgt
das Gefälle
der Ablaufgitter 24,32 in etwa 4°. Das Gefälle bzw.
die Neigung der Ablaufgitter 24,32 kann jedoch
hiervon abweichend, um insbesondere eine ausreichend schnelle Ableitung
der aus dem Grillgut 47 austretenden Flüssigkeiten 51 und
einen ausreichenden Selbstreinigungseffekt zu gewährleisten,
Werte zwischen 0,5° und
10°, besonders
bevorzugt jedoch zwischen 2° und
5°, aufweisen.
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Weiterhin
kann es zusätzlich
erforderlich sein, sowohl den Sammelbehälter 22, als auch
das Fallrohr 23 und die Sammelrinne 54 beabstandet
zur Grillkohleaufnahme 16 und/oder zur Ascheaufnahme 18 anzuordnen.
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Da
aus dem Grillgut austretende Flüssigkeiten
nicht mehr auf die Grillkohle 48 treffen, ist ein nahezu
rauchfreies Grillen möglich,
so dass die erfindungsgemäße Grillvorrichtung 1 beispielsweise
in eng bebauten Wohngebieten oder auf Balkons in Mehrfamilienhäusern ohne
die geringste Geruchs- und Rauchbelästigung für die Nachbarn einsetzbar ist.
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- 1
- Grillvorrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Rauchgasabzug
- 4
- Abdeckung
- 5
- Laufrolle
- 6
- Laufrolle
- 7
- Tür
- 8
- Tür
- 9
- Ablagefach
- 10
- Ablagefach
- 11
- Aufnahme
- 12
- Aufnahme
- 13
- Ablagefläche
- 14
- Ablagefläche
- 15
- Grillrost
- 16
- Grillkohleaufnahme
- 17
- Schublade
- 18
- Ascheaufnahme
- 19
- Schublade
- 20
- Trennblech
- 21
- Trennblech
- 22
- Sammelbehälter
- 23
- Fallrohr
- 24
- erstes
Ablaufgitter
- 25
- Ablaufrinne
- 26
- Ablaufrinne
- 27
- Ablaufrinne
- 28
- Zwischenraum
- 29
- Zwischenraum
- 30
- Steg
- 31
- Steg
- 32
- zweites
Ablaufgitter
- 33
- Ablaufrinne
- 34
- Ablaufrinne
- 35
- Ablaufrinne
- 36
- Ablaufrinne
- 37
- Auffangfläche
- 38
- Auffangfläche
- 39
- Auffangfläche
- 40
- Auffangfläche
- 41
- Tropfkante
- 42
- Tropfkante
- 43
- Tropfkante
- 44
- Steg
- 45
- Steg
- 46
- Steg
- 47
- Grillgut
- 48
- Grillkohle
- 49
- Öffnungen
- 50
- Drehgelenk
- 51
- Flüssigkeit
- 52
- Abstandhalter
- 53
- Abstandhalter
- 54
- Sammelrinne
- 55
- Trennblech
- 56
- Endbereich