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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung
von Wasserdampf.
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Bei
der herkömmlichen
Erzeugung von Wasserdampf finden im Wesentlichen zwei Verfahren
Anwendung.
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In
einem ersten Verfahren wird Wasser durch erhitzte Rohre in einem
Dampfkessel (Flammrohr-Rauchrohrkessel) verdampft, der mit Wasser gefüllt und
von Rohren durchzogen ist, in denen sich Rauchgase (Verbrennungsgase)
befinden. Dabei ist eines der Rohre ein Flammrohr, in dem ein fossiler Brennstoff
verbrannt wird. Der große
Wasserinhalt dieser Dampfkessel ermöglicht eine hohe Speicherwirkung,
erhöht
jedoch die Verluste in Abkühl-
und Anfahrphasen.
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In
einem zweiten Verfahren wird Wasser, das sich in Siederohren befindet,
die einen Dampfkessel (Wasserrohrkesseln) durchziehen, erhitzt und
verdampft. Umgekehrt zu dem oben genannten Verfahren sind die Siederohre
bei diesem Verfahren zur Dampferzeugung von Rauchgasen umgeben.
Der Wasserinhalt der Siederohre ist kleiner als der der Flammrohr-
Rauchrohrkessel, trotzdem sind hohe Abkühlungsverluste und Anfahrzeiten
weiterhin vorhanden, da die Siederohre vollständig mit Wasser durchströmt sind
und so gut durch das Wasser gekühlt
werden.
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Beiden
Dampferzeugungsverfahren ist gemeinsam, dass der Wärmeübertrag
an das Wasser an begrenzten Oberflächen (Rohrinnenfläche bzw. Rohraußenfläche) erfolgt,
wobei sich große
Massen mit hohen Temperaturunterschieden gegenüberstehen. Dies bedeutet, dass
die Temperatur an den Wärmeübertragungsflächen der
Medien bezüglich
der Verbrennungstemperatur bzw. der Rauchgastemperatur stark verringert
wird, da das Wasser, auf Grund seiner hohen Wärmekapazität, die jeweiligen Rohre stark
abkühlt.
Aufgrund dieser starken Abkühlung nimmt
die Temperatur in den Rauchgasen in Bereichen benachbart zu den
Rohren ebenfalls ab. Man spricht hier von unterkühlten Bränden.
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Um
diesen unterkühlten
Bränden
entgegenzuwirken, werden beispielsweise überdimensionierte Feuer- bzw.
Brennräume
zum Erhalt von Kernbrennzonen mit den erforderlichen hohen Temperaturen geschaffen.
Dies hat den Nachteil, dass große
Energiemengen über
die Abgase verloren gehen.
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Eine
andere Möglichkeit,
unterkühlten
Bränden
entgegenzuwirken, ist, den Brennraum bzw. Feuerraum zu schamottieren.
Dabei wird aber der Wärmeübertrag
an das Wasser reduziert, da die Schamottierung isolierend in beide
Richtungen wirkt. Um der Reduzierung des Wärmeübertrags entgegenzuwirken,
werden die Wege des Wärmeübertrags verlängert, um
somit die Oberfläche
für den
Wärmeübertrag
zu vergrößern. Dies
führt u.a.
zu einer großen
Bauweise.
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Ein
weiterer Nachteil der Schamottierung eines Brennraumes ist die langsame
Temperaturänderung
der Schamottierung. So dauert es in Anlaufphasen sehr lange, bis
die Schamottierung eine für
die Verdampfung geeignete Temperatur erreicht hat, und es dauert
ebenso lange, bis die Schamottierung in Abkühlphasen wieder abgekühlt ist.
Dadurch kann die Energie, die an die Schamottierung übertragen wurde,
nicht für
die Wasserdampferzeugung ausgenutzt werden.
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Ein
weiterer Nachteil der herkömmlichen Dampferzeugungsverfahren
ist die unflexible Steuerung der Wasserdampfmenge, da die erzeugbare Wasserdampfmenge
direkt von der Brennraumtemperatur abhängt, d.h. die erzeugbare Wasserdampfmenge
kann nur über
die Änderung
der Rauchgastemperatur erfolgen. Da aber eine Änderung der Rauchgastemperatur
nur sehr langsam eine Energieänderung
in dem Wasser hervorruft, kann mit dem herkömmlichen Dampferzeugungsverfahren
nicht flexibel auf Schwankungen bei der Dampfentnahme reagiert werden.
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Zweckmäßigerweise
wird der in herkömmlichen
Verfahren erzeugte Wasserdampf zwischengespeichert und über eine
Steuerung an einen Verbraucher weitergeleitet. Das bedeutet einen
hohen Aufwand und weitere Verluste in dem Zwischenspeicher und in
der Steuerung.
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Als
eine weitere Verbesserung der herkömmlichen Verfahren wird z.B.
eine Zerklüftung
des Wasserkessels vorgeschlagen, wobei jedoch Rußablagerungen, Durchrostung,
Dampfschläge,
hohe Emissionen und ähnliches
entstehen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Dampferzeugung
bereitzustellen, bei denen der Wirkungsgrad verbessert wird und
die erzeugbare Dampfmenge einfach und schnell steuerbar einem Verbraucher
zuführbar
ist.
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Die
Aufgabe wird mit einem Verfahren nach Anspruch 1 und einem Dampferzeuger
nach Anspruch 12 gelöst.
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Die
abhängigen
Unteransprüche
2 bis 11 und 13 bis 20 sind auf jeweils bevorzugte Weiterbildungen
der vorliegenden Erfindung gerichtet.
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Dabei
findet das erfindungsgemäße Verfahren
zum Erzeugen von Wasserdampf in einem Dampfraum statt, welcher Metall-
und/oder Keramikschaum aufweist und vorzugsweise durch Verbrennen
eines Verbrennungsgutes in einem Brennraum unter Zuführung von
Verbrennungsluft derart erhitzt wird, dass in den Metall- und/oder
Keramikschaum eingebrachtes aerosoles Wasser darin unverzüglich zu
Wasserdampf verdampft.
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Während bei
den herkömmlichen
Verfahren eine Oberflächenvergrößerung für einen
verbesserten Wärmeübertarg
durch Vergrößern der
Bauteile, wie z.B. durch Verlängerung
der Wegstrecke zur Wärmeübertragung
erreicht wird, wird die Oberflächenvergrößerung in
der vorliegenden Erfindung durch Einsatz eines Metall- und/oder
Keramikschaums, der vorzugsweise offenporig ist, erreicht. Dadurch
steht eine um ein Vielfaches größere Oberfläche bezüglich der
Außenabmessungen
des Dampfererzeugers/Dampfkessels der herkömmlichen Dampferzeugungsverfahren
für die
Dampferzeugung zur Verfügung.
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Dabei
kann der Metall- und/oder Keramikschaum an allen Wärmeübertragungsstellen
bzw. -flächen
eingesetzt werden, an denen zwei Fluide unterschiedlicher Temperatur
einen Wärmeübertrag vollziehen.
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Weiter
wird durch die Einbringung des Wassers in aerosoler Form erreicht,
dass auch das Wasser großflächig verteilt
wird. Somit wird erreicht, dass beide am Wärmeübertrag beteiligte Medien,
der wärmeabgebende
Metall- und/oder
Keramikschaum und das wärmeaufnehmende
Wasser, eine vergrößerte Oberfläche aufweisen,
wobei der Wärmeübertrag
auf mikroskopisch kleinen Flächen
abläuft,
anstatt auf makroskopisch ausgedehnten Rohrwandungsflächen.
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Ferner
wird durch die große
Oberflächenvergrößerung erreicht,
dass die Menge des aerosolen Wassers pro Flächeneinheit innerhalb der Poren oder
in der Nähe
der Oberflächen
der Poren derart gering ist, dass die von dem Metall- und/oder Keramikschaum
an das Wasser, bis zur Verdampfung des Wassers, übertragbare Wärmemenge
so gering ist, dass die in dem Metall- und/oder Keramikschaum gespeicherte
innere Energie nur unwesentlich abnimmt.
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Zusammenfassend
lässt sich
sagen, dass die bei der Wasserdampferzeugung der vorliegenden Erfindung
beteiligten Medien zur Wärmeübertragung im
Gegensatz zu den herkömmlichen
Verfahren zur Dampferzeugung in einem besseren Masse/Oberfläche – Verhältnis vorliegen.
Einer durch Einsatz von Metall- und/oder Keramikschaum mittels Poren
vielfach vergrößerten Oberfläche stehen
mikroskopisch kleine Wassertröpfchen
für die
Verdampfung gegenüber.
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Dadurch,
dass das erfindungsgemäße Verfahren
ohne Schamottierung des Brennraumes arbeitet, können Anlauf- und Abkühlphasen
und somit deren nicht zur Dampferzeugung nutzbare Energie deutlich
verringert werden. Auch die Temperaturregelung des Dampfraumes ist
dadurch wesentlich einfacher und ist im Falle einer notwendigen
Temperaturanpassung wesentlich schneller als die bei schamottierten
Brennräumen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann jederzeit in herkömmlichen
Dampf getriebenen Prozessen wie z.B. in Dampfturbinen eingesetzt
werden werden. Hierbei ersetzt das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung
von Wasserdampf nur das herkömmliche
Verfahren zum Erzeugen von Wasserdampf. Weitere Anpassungen sind
in der Regel nicht notwendig.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Wasserdampferzeugung ist jedoch nicht nur in dampfgetriebenen
Arbeitsmaschinen einsetzbar, sondern kann vorzugsweise auch in Dampfstrahlern,
Dampfbügeleisen,
Dampfreinigungsverfahren etc. eingesetzt werden. Es wird also ein
allgemein einsetzbares Dampferzeugungsverfahren bereitgestellt.
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Vorzugsweise
wird der durch das erfindungsgemäße Verfahren
erzeugte Dampf direkt einer dampfgetriebenen Arbeitsmaschine zugeführt, ohne dass
der Dampf vorher zwischengespeichert wird. Somit können die
in einem solchen Zwischenspeicher mit nachgeschaltetem Steuersystem
entstehenden Verluste vermieden werden.
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Vorzugsweise
wird die Erwärmung
des Metall- und/oder Keramikschaums durch eine Verbrennung eines
Verbrennungsgutes in einem Brennraum unter Zuführung von Verbrennungsluft
erzeugt. Die dabei entstehende Abluft, welche eine hohe Energiemenge
mit sich führt,
wird dabei so abgeführt,
dass sie vorzugsweise die Verbrennungsluft, das Verbrennungsgut
und/oder das Wasser, d.h. die Edukte des Dampferzeugungsverfahrens,
erwärmt.
Dies hat den Vorteil, dass die Edukte des erfindungsgemäßen Verfahrens
schon vorgewärmt
an ihre jeweilige Verarbeitungsposition gelangen und weniger Energie
aufgewendet werden muss, um das erfindungsgemäße Verfahren mit den optimalen
Betriebsbedingungen zu betreiben.
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Vorzugsweise
erwärmt
die Abluft nicht nur eines der Edukte, sondern nacheinander alle
Edukte. Noch warmes Abgas nach der Erwärmung der Edukte kann weiterhin
zum Wärmetausch
vorzugsweise in einem Restwärmespeicher
benutzt werden.
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Weiterhin
kann die schon durch die Abluft erwärmte Verbrennungsluft dazu
benutzt werden, das Verbrennungsgut und/oder das Wasser zu erwärmen.
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Die
Verbrennungsluft kann aber auch dadurch erwärmt werden, dass sie an dem
Dampfraum vorbei zu dem Brennraum hin geführt wird, wobei sie sich bei
dem Vorbeiströmen
an dem Dampfraum erwärmt.
Vorzugsweise strömt
die Verbrennungsluft dabei ebenfalls durch Metall- und/oder Keramikschaum,
da dieser auch hier die Oberfläche
für den Wärmeübertrag
an die Verbrennungsluft vorteilhaft vergrößert.
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Vorzugsweise
wird zumindest ein Teil der so erwärmten Verbrennungsluft durch
das Verbrennungsgut geleitet, sodass sie das Verbrennungsgut erwärmt. Hierbei
ist es nicht notwendig, dass der Gesamtstrom an zuzuführender
Verbrennungsluft durch das Verbrennungsgut geleitet wird, sondern
es kann auch ein Teil direkt dem Brennraum zugeführt werden.
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Welche
Energiemenge, d.h. die Menge heißer Abluft oder erwärmter Verbrennungsluft,
welche durch das Verbrennungsgut geleitet werden muss, ist von der
Beschaffenheit des Verbrennungsgutes abhängig und kann flexibel von
dem erfindungsgemäßen Verfahren
gesteuert werden. Als Verbrennungsgut können alle hinlänglich bekannten
Brennstoffe, insbesondere fossile Brennstoffe, aber auch Biomasse
zur Anwendung kommen. Je nach eingesetztem Brennstoff als Verbrennungsgut
wird für
eine optimale Verbrennung eine unterschiedlich hohe Vorwärmung notwendig
sein.
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Wird
z.B. Biomasse als Verbrennungsgut eingesetzt, so ist es höchst wahrscheinlich,
dass ein großer
Teil der bei der Verbrennung entstehenden heißen Abluft bzw. der erwärmten Verbrennungsluft durch
die Biomasse hindurch geleitet wird, um der Biomasse eine eventuelle
Restfeuchtigkeit zu entziehen.
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Nicht
nur die Eingangstemperatur bzw. Eingangsfeuchtigkeit des Verbrennungsgutes
ist ein wichtiger Faktor der optimalen Funktionsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens,
sondern auch die Vorwärmung
des in den Dampfraum aerosol eingebrachten Wassers. Dabei gilt,
je energiereicher das aerosole Wasser zum Zeitpunkt der Einbringung
in den Dampfraum desto weniger Energie muss aufgebracht werden,
um dies zu verdampfen.
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Hierzu
wird das Wasser vorzugsweise durch den heißen Abluftstrom vorgewärmt, so
dass die Verdampfung im Dampfraum noch schneller abläuft und der
Dampf den Dampfraum energiereicher verlässt.
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Wie
schon oben erwähnt,
kann der durch das erfindungsgemäße Verfahren
erzeugte Wasserdampf direkt oder durch Zwischenspeicherung einer dampfbetriebenen
Arbeitsmaschine zugeführt
werden. In der dampfbetriebenen Arbeitsmaschine wird sich der Wasserdampf
teilweise entspannen und abkühlen
und aus der dampfbetriebenen Arbeitsmaschine als noch warmer Wasserdampf
austreten. Dieser aus der dampfbetriebenen Arbeitsmaschine austretende
warme Wasserdampf weist jedoch immer noch ein hohes Energieniveau
auf, das vorzugsweise als Kondensationswärme in einem Kondensator abgeführt werden
kann. Als kühlendes
Mittel des Kondensators kann z.B. die der Dampferzeugung zuströmende Verbrennungsluft
oder das zur Dampferzeugung notwendige Wasser dienen. Es ist auch denkbar,
das Verbrennungsgut als Kühlmittel
für derartige
Zwecke einzusetzen.
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Durch
die Abgabe der Kondensationswärme des
Wasserdampfs erwärmt
sich die an dem Kondensator vorbeiströmende Verbrennungsluft, das vorbeifließende Wasser
oder das vorbeigeführte
Verbrennungsgut vorzugsweise von einer Umgebungstemperatur auf eine
erste erwärmte
Stufe des Eduktes. Nachfolgend kann eine weitere Erwärmung, wie oben
beschrieben, erfolgen. Hierbei wird erreicht, dass ein möglichst
großer
Teil der anfangs eingesetzten Energie, die nach der Umwandlung in
mechanische Arbeit noch in Form von Wärmeenergie vorliegt, dem Dampferzeugungsverfahren
wieder zugeführt wird.
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Das
bei der Kondensation entstehende Wasser, welches im Normalfall eine
höhere
Temperatur aufweist als z.B. dem Dampferzeugungsprozess zugeführtes Leitungswasser,
kann wiederum zu einer Erwärmung
der Edukte des Dampferzeugungsprozesses verwendet werden.
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Besonders
bevorzugt besteht die Möglichkeit,
das bei der Kondensation entstehende Wasser direkt wieder dem Dampferzeugungsprozess
zuzuführen.
Hierbei kann mit der Zuführung
des noch warmen Kondensationswassers an den Dampferzeuger ein geschlossener
Wasserkreislauf gebildet werden.
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Vorzugsweise
kann das Kondensationswasser aber auch einem Nutzwassersystem, wie
z.B. einer Heizungsanlage oder einem Trinkwasseraufbereiter zugeführt werden.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird der zur Erzeugung der mechanischen
Arbeit notwendige Wasserdampf für
die dampfbetriebene Arbeitsmaschine in einem erfindungsgemäßen Dampferzeuger
hergestellt. Dieser weist einen Dampfraum auf, der zumindest teilweise
aus Metall- und/oder
Keramikschaum ausgebildet oder befüllt ist. Dieser Dampfraum ist
von einem Brennraum aufheizbar. Auf den Dampfraum ist zumindest
eine Düse
gerichtet, durch welche Wasser in aerosoler Form in den Metal- und/oder Keramikschaum
einbringbar ist. Zweckmäßigerweise
sind die Düsen
so angeordnet, dass der nach der Verdampfung durch den Metall- und/oder
Keramikschaum strömende
Wasserdampf sich weiter in diesem erhitzt und an einem Dampfaustritt
energiereicher zur Verfügung
steht.
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Bevorzugt
ist der Dampfraum derart ausgebildet, dass ein Brennraum von dem
Dampfraum umgeben ist, welcher Brennraum von einem angrenzenden
Brenner aufheizbar ist. Der Brenner kann hierbei jede Art von Wärme erzeugende
Energiequelle sein. Vorzugsweise werden Energiequellen eingesetzt,
die eine Aufheizung des Dampfraumes, d.h. des Metall- und/oder Keramikschaums
bis in die dunkelrote Phase gewährleisten,
wobei der Metall- und/oder
Keramikschaum bevorzugt auch an einer Innenfläche des Brennraumes angeordnet
ist.
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Dabei
muss der um den Brennraum angeordnete Dampfraum nicht zwangsweise
aus nur einem Raum bestehen, sondern kann auch in mehrere Räume unterteilt
sein. Diese Räume
können
in verschiedenen Anordnungen, wie z.B. in einer Umlaufrichtung nebeneinander
oder koaxial parallel angeordnet sein. Denkbar sind auch Anordnungen,
bei denen zur selben Zeit Wasserdämpfe unterschiedlicher Energieniveaus
erzeugt werden.
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Auch
ist die wärmeerzeugende
Energiequelle nicht auf einen Brenner, d.h. auf ein Verbrennungsverfahren
begrenzt, sondern kann auch durch andere wärmeerzeugende Verfahren erfolgen.
Vorstellbar ist hierbei eine Anwendung einer elektrischen Heizung oder
eines stark exothermen chemischen Prozesses.
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Bei
Einsatz eines Verbrennungsverfahren als Energiequelle entsteht heiße Abluft,
die vorzugsweise durch einen Abluftschacht, der den Brennraum nach
außen
hin durchdringt, ableitbar ist. In diesem Abluftschacht, welcher
ebenfalls mit Metall- und/oder Keramikschaum ausgekleidet oder ummantelt
sein kann, wird bevorzugt eine Zuleitung des zu verdampfenden Wassers
angeordnet, so dass die heiße
Abluft das Wasser vor dem Austritt aus den Düsen erwärmt. Nach Erwärmung des
zugeführten
Wassers wird die Abluft meist noch wärmer sein als die Umgebungsluft,
und somit ist ihre Restenergie zur Erwärmung der Verbrennungsluft
einem Wärmetauscher zuführbar. Zur
weiteren Abkühlung
und Energierückführung an
den Dampferzeugungsprozess ist die Abluft aber auch direkt nach
dem Erwärmen
des Wassers durch einen Speicher, in dem sich Verbrennungsgut befindet,
hindurchleitbar.
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Für die Erwärmung der
Verbrennungsluft ist der Dampferzeuger vorzugsweise so ausgeführt, dass
der Dampfraum von einem Gehäuse
umgeben ist, welches in einem Abstand von dem Dampfraum angeordnet
ist, so dass die eintretende, gegebenenfalls durch ein Gebläse eingeblasene,
Verbrennungsluft vor ihrem Eintritt in den Brennraum um den Dampfraum
herumführbar
ist. Dabei ist es nicht notwendig, dass die gesamte eintretende
Verbrennungsluft direkt dem Brenner zuführbar ist, sondern diese kann
auch teilweise oder komplett zur Erwärmung des Verbrennungsgutes
in den Speicher des Verbrennungsgutes einleitbar sein. Beide zusammen,
Verbrennungsluft und Verbrennungsgut, sind dann dem Brennraum für die Verbrennung
zuführbar.
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Die
Zuführung
des vorgewärmten
Verbrennungsgutes zusammen mit der vorgewärmten Verbrennungsluft geschieht
vorzugsweise derart, dass ein Rückbrand,
d.h. ein Durchschlagen der Verbrennung, in den mit Verbrennungsgut
gefüllten
Speicher sicher vermieden wird.
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Bei
Verwendung einer elektrischen Heizung als Energiequelle zur Erwärmung des
Metall- und/oder Keramikschaums kann der Dampferzeuger einfacher
aufgebaut sein, da keine Verbrennungsluft, kein Verbrennungsgut
zuzuführen
ist und daher auch keine Abluft entsteht. In dieser Ausführungsform
wird bevorzugt das nach einer Entspannung in einem Kondensationsvorgang
gewonnene Wasser wieder der Dampferzeugung zugeführt.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Verfahrens
und des erfindungsgemäßen Dampferzeugers werden
nun anhand eines Ausführungsbeispieles
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen detailliert erläutert.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Dampferzeugers.
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2 zeigt
eine schematische Schnittdarstellung durch einen erfindungsgemäßen Dampferzeuger.
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In 1 ist
ein erfindungsgemäßer Dampferzeuger
dargestellt, der einen Brenner 1 unterhalb eines Brennerraumes 6 angeordnet
aufweist. Dem Brenner 1 sind über die Verbrennungsluftzufuhr 9 und
die Verbrennungsgutzufuhr 8 die Edukte des Verbrennungsprozesses
zugeführbar.
Dabei tritt die Verbrennungsluft an dem Verbrennungslufteinlass 10 in
ein Gehäuse 12 des
Dampferzeugers ein. Wie aus der 1 ersichtlich,
ist die dem Brenner 1 zuführbare Verbrennungsluft um
einen Dampfraum 5 herumleitbar. Daraus ist ersichtlich,
dass sich die Verbrennungsluft zunächst an der Dampfraumaußenseite
erhitzt und im weiteren Verlauf an einer Wasserzuführleitung
vorbeiströmt,
wobei die Verbrennungsluft das in der Wasserzuführleitung befindliche Wasser
erwärmt.
Im weiteren Verlauf erhitzt sich die Verbrennungsluft weiter an
der Außenseite
des Dampfraumes 5. Vor ihrem Eintritt in den Brenner 1 umströmt die heiße Verbrennungsluft
die Verbrennungsgutzufuhr 8 und erwärmt das darin befindliche Verbrennungsgut.
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2 zeigt
eine Schnittdarstellung durch den erfindungsgemäßen Dampferzeuger, wobei der Brennraum 6,
der Dampfraum 5 und ein Verbrennungsluftvorwärmraum 15 in
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
koaxial angeordnet sind. Weiterhin zeigt 2, dass
der Brennraum 6 des bevorzugten Ausführungsbeispiels an der Innenseite
des mit Metall- und/oder Keramikschaum gefüllten Dampfraumes 5 mit
Metall- und/oder Keramikschaum versehen ist. Für eine effektive Vorwärmung der
Verbrennungsluft, die um den Dampfraum 5 herumführbar ist, ist
der Verbrennungsluftvorwärmraum 15 ebenfalls zumindest
teilweise mit Metall- und/oder
Keramikschaum ausgebildet.
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Durch
das Verbrennen des Verbrennungsgutes und der Verbrennungsluft in
dem Brennraum 6 erhitzt sich der Dampfraum 5 vorzugsweise
bis in den tiefroten Bereich. Wasser, das über eine Wasserzuleitung 4 zunächst in
einem Wärmetauscher
zuführbar
ist, der innerhalb einer Abluftabfuhr 11 angeordnet ist,
erwärmt
sich in dem Wärmetauscher.
Das erwärmte
Wasser wird über
die Wasserzuführleitung
an die Düsen 2 geleitet.
Die Düsen 2 bringen
das Wasser in einer aerosolen Form in den Dampfraum 5 ein, wobei
das Wasser schon vor den Düsen 2 in
aerosolem Zustand vorliegen kann und durch die Düsen 2 weiter aufspaltbar
ist. Dadurch, dass das Wasser bereits vorgewärmt und fein verteilt ist,
wird es in dem Dampfraum schlagartig verdampft, ohne dass es zu einer
wesentlichen Abkühlung
des Dampfraumes im Bereich der Düsen 2 (aerosole
Wassereinbringung) kommt. Der sich im Dampfraum befindliche Wasserdampf
erhöht
rasch sein Volumen und wird daher zwangsgeführt zum Dampfaustritt 7 geleitet.
Auf dem Weg zum Dampfaustritt 7 wird der Wasserdampf jedoch
von dem heißen
Dampfraum weiter erhitzt, so dass die Strömungsgeschwindigkeit und die
Temperatur des Wasserdampfes mit der Entfernung zu den Düsen 2 innerhalb
des Dampfraumes 5 zunimmt.
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Die
schnelle Strömung
bzw. der überhitzte Wasserdampf
bewirkt einen selbstreinigenden Effekt für den Metall- und/oder Keramikschaum.
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- 1
- Brenner
- 2
- Düsen
- 3
- Wassererwärmer
- 4
- Wasserzuleitung
- 5
- Dampfraum
- 6
- Brennraum
- 7
- Dampfaustritt
- 8
- Verbrennungsgutzufuhr
- 9
- Verbrennungsluftzufuhr
- 10
- Verbrennungslufteinlass
- 11
- Abluftabfuhr
- 12
- Gehäuse
- 13
- Wasserzuführleitung
- 14
- Metall-
und/oder Keramikschaum
- 15
- Verbrennungsluftvorwärmraum