DE10358233A1 - Luftspeicherkraftanlage - Google Patents
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Abstract
Eine Luftspeicher-Kraftanlage (1) mit einer Speicherkaverne (5), Kompressoren (2a, 2b) zur Verdichtung von Luft und einer Turbine (8), die über eine Welle mit einem Generator (G1) verbunden ist, ist mit einer Dampfturbinen-Kraftanlage (10) mittels Wärmetauschern (20, 24, 30) integriert. Die von den Kompressoren (2a, 2b) verdichtete Luft wird durch Wärmetauscher (20, 24) geleitet und an Rohren gekühlt, durch die Kondensat aus dem Kondensator der Dampfkraftanlage fließt, wobei das Kondensat sich erwärmt. Die Abgase aus der Turbine (8) werden durch einen weiteren Wärmetauscher (30) geleitet, wobei durch Rohre fließendes Speisewasser erhitzt wird. Der Gesamtprozess der beiden Kraftanlagen wird durch deren Integration verbessert, indem durch die Kühlung der Luft der Leistungsbedarf der Kompressoren (2a, 2b) vermindert und die speicherbare Luftmenge vergrößert wird. Zusätzlich wird durch die Erwärmung des Kondensatos und/oder Speisewassers der Bedarf an Entnahmedampf zur Erwärmung von Wasser und Dampf vermindert und der Wirkungsgrad der Dampfkraftanlage (10) erhöht.
Description
- Technisches Gebiet
- Die Erfindung betrifft eine Luftspeicherkraftanlage sowie eine Dampfkraftanlage und Verfahren zum Betrieb der Anlagen.
- Luftspeicherkraftanlagen sind allgemein unter dem Begriff CAES oder "compressed air energy system" bekannt. Ein solche Kraftanlage ist zum Beispiel in der
1 derDE 102 35 108 offenbart. Mit solchen Anlagen wird in einer Kaverne Luft während Verbrauchs-schwachen Zeiten (z.B. nachts und an Wochenenden) mittels einem Kompressor verdichtet und bei relativ hohem Druck gespeichert. Während Zeiten hohen Strombedarfs wird die dort verdichtete Luft zunächst erwärmt und anschliessend in einer Turbine expandiert, welche einen Generator antreibt. Diese Anlagen haben dabei den Vorteil, dass die Turbinen durch die gespeicherte Luft in Kürze gestartet werden können, wobei praktisch die gesamte Turbinenleistung an den Generator übertragen werden kann ohne dass die Turbinenleistung auf Verdichter und Generatoren verteilt werden müssen. - Beim Auffüllen der Kaverne ist es von Vorteil, wenn die Temperatur der Luft möglichst wenig erwärmt ist, weil einerseits der Leistungsbedarf des Kompressors mit zunehmender Temperatur ansteigt und anderseits eine niedrigere Lufttemperatur aufgrund der kleineren Luftdichte zu einer besseren Füllung der Kaverne führt.
- Normalenrweise wird die Kavernenluft erwärmt bevor sie in die Turbinen geleitet wird, wobei eine Aufwärmung der Kavernenluft zum Beispiel mittels Rekuperator möglich ist , wie in
DE 102 35 108 gezeigt. Ein solcher Rekuperator muss jedoch für die grossen Luftmengen und hohen Drücke mit entsprechendem Volumen und entsprechenden Wanddicken ausgelegt werden. - Eine Alternative besteht in einer direkten Erwärmung der Luft in einer Brennkammer. Prozesstechnisch ist diese Lösung jedoch nur dann von Vorteil, wenn die heissen Abgase weiter genutzt werden.
- Darstellung der Erfindung
- Es ist der vorliegenden Erfindung die Aufgabe gestellt, den Gesamtprozess einer Luftspeicher-Kraftanlage zu verbessern, insbesondere bezüglich der effizienten Aufwärmung der Luft, wobei die erwähnten Nachteile des Standes der Technik vermieden werden.
- Eine Luftspeicher-Kraftanlage weist eine Speicherkaverne, einen oder mehrere Kompressoren, und eine oder mehrere Turbinen auf, die auf einer Welle mit einem Generator verbunden ist. Erfindungsgemäss ist die Luftspeicherkraftanlage mit einer Dampfkraftanlage integriert, die einen Wasser-dampf-Kreislauf aufweist mit einem Kessel, einer oder mehreren Turbinen und eine Kondensations- und Wasseraufbereitungsanalge. Insbesondere ist der Luft-Gas-Kreislauf der Luftspeicher-Kraftanlage mit dem Wasser-Dampf-Kreislauf einer Dampfkraftanlage mittels einem oder mehreren Wärmetauschern geschaltet.
- Die eine oder mehreren Turbinen der Luftspeicher-Kraftanlage sind Luft- und/oder Gasturbinen, denen gegebenenfalls eine Brennkammer vorgeschaltet ist.
- In einer ersten Ausführung sind einer oder mehrere Wärmetauscher luftseitig jeweils zwischen einzelnen Kompressoren und/oder zwischen einem Kompressor und der Speicherkaverne geschaltet und wasserseitig im Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfturbinen-Kraftanlage geschaltet. Vorzugsweise sind die Wärmetauscher in der Wasseraufbereitungsanlage zwischen einem Kondensator und dem Kessel der Dampfkraftanlage geschaltet.
- Während des Verdichterbetriebs der Kraftanlage wird die verdichtete Luft durch Wärmetausch mit dem in Rohren fliessenden Kondensat oder Speisewasser der Dampfkraftanlage abgekühlt. Die Abkühlung der verdichteten Luft erbringt den Vorteil eines verminderten Leistungsbedarfs der Kompressoren sowie einer Erhöhung der in die Speicherkaverne eingebrachten Luft aufgrund erhöhter Luftdichte.
- Vorzugsweise ist der erwähnte Wärmetauscher bezüglich des Wasser-Dampf-Kreislaufs einem Kondensat- oder Speisewasservorwärmer parallel geschaltet. Dies bewirkt, dass der betreffende Vorwärmer entlastet wird und weniger Dampf aus der Dampfturbine entnommen werden muss, was eine Erhöhung der Turbinenleistung ermöglicht.
- Gesamthaft betrachtet bedeutet die Integration der beiden Kraftanlagen einen Wirkungsgradverbesserung beider Anlagen.
- In einer Variante dieser ersten Ausführung ist der eine oder sind die mehreren Wärmetauscher direkt in den Wasserdampf-Kreislauf der Dampfkraftanlage geschaltet statt parallel statt parallel zu den Wärmetauschern der Wasseraufbereitungsanlage.
- In einer zweiten Ausführung der Erfindung ist eine Abgasleitung, die von einer Turbine der Luftspeicheranlage wegführt, mit einem Abhitzekessel verbunden, der wasserseitig mit dem Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfanlage verbunden ist. Der Abhitzekessel wird hier zur Erhitzung des Speisewassers und/oder Kondensats eingesetzt. Ähnlich wie in oben erwähnter Ausführung wird die Vorwärmung des Speisewassers/Kondensats entlastet, sodass weniger Dampf den Turbinen entnommen werden muss und dadurch die Turbinenleistung erhöht wird.
- In einer Variante dieser Ausführung ist der Abhitzekessel dampfseitig direkt mit einer Dampfturbine verbunden. Hier wird der Abhitzekessel zur Erzeugung von überhitztem Dampf eingesetzt.
- Abgasseitig ist der Abhitzekessel mit dem Kessel der Dampfturbinen-Kraftanlage verbunden. Die heissen Abgase werden direkt in den Kessel geleitet und erwärmen dort die Verbrennungsluft des Kessels.
- In einer weiteren Ausführung der Luftspeicher-Kraftanlage ist der Turbine eine Brennkammer vorgeschaltet, die der Erwärmung der Luft dient, bevor sie in der Turbine entspannt wird. Ein Rekuperator ist hier nicht notwendig. Bezüglich des Wirkungsgrades der Gesamtanlage ist dies in der erfindungsgemässen Kraftanlage vertretbar, da die Energie der Abgase aus der Brennkammer schlussendlich für die Erwärmung von Speisewasser sowie der Verbrennungsluft im Kessel eingesetzt werden.
- In einem erfindungsgemässen Verfahren zum Betrieb einer Luftspeicherkraftanlage wird die in einem oder mehreren Kompressoren verdichtete Luft über eine Leitung in einen Wärmetauscher geführt, in dem die verdichtete Luft im Wärmetausch mit durch Rohre fliessendem Kondensat aus der Dampfturbinen-Kraftanlage steht, und die dort gekühlte Luft über eine Leitung entweder in einen nachfolgenden Kompressor oder direkt in die Luftspeicherkaverne geleitet wird.
- In einem weiteren Verfahren werden die Abgase aus der Turbine durch einen Wärmetauscher geleitet, in dem die Abgase mit durch Rohre fliessendem Speisewasser aus dem Wasser-Dampfkreislauf der Dampfturbinenanlage im Wärmetausch steht und danach in den Kessel und/oder über einen Kamin in die Atmosphäre geleitet wird.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt ein Prinzipschaltbild einer erfindungsgemässen Luftspeicher-Kraftanlage integriert mit einer Dampfkraftanlage mit einer Abwärmeeinkopplung der Luftspeicheranlage in die Kondensat- und Speisewasseranlage der Dampfkraftanlage. -
2 zeigt eine Prinzipschaltbild einer erfindungsgemässen Luftspeicher-Kraftanlage integriert mit einer Dampfkraftanlage mit einer Variante der Abwärmeeinkopplung der Luftspeicheranlage in die Leitungen der Kondensat- und Speisewasseranlage der Dampfkraftanlage. -
3 zeigt eine Variante der erfindungsgemässen Kraftanlage mit einer Antriebsturbine für den Verdichterantrieb. -
4 zeigt eine weitere Variante der integrierten Kraftanlagen mit einem zusätzlichen Dampferzeuger. - Ausführung der Erfindung
-
1 zeigt schematisch eine mit gestrichelter Linie umrandete Luftspeicher-Kraftanlage1 , wie sie im Stand der Technik bekannt ist und eine ebenfalls mit gestrichelter Linie umrandete konventionelle Dampfkraftanlage10 . - Die Luftspeicheranlage
1 weist im wesentlichen mehrere in Serie geschaltete Kompressoren2a und2b , die mittels eines Motors M angetrieben werden. (Es kann auch nur ein einziger Kompressor eingesetzt werden). Während des Verdichterbetriebs verdichten die Kompressoren2a uns2b Luft aus der Atmosphäre3 auf einen Druck von typischerweise 60 bis 100 bar. Die verdichtete Luft wird über eine Leitung4 in eine Speicherkaverne5 geleitet. oder Expansionsbetrieb der Luftspeicherkraftanlage sind die Kompressoren2a ,2b nicht in Betrieb. Im Turbinenbetrieb wird die gespeicherte Druckluft von der Kaverne5 über eine Leitung6 in eine Brennkammer7 geleitet, in der sie unter Einsatz von Brennstoff erhitzt wird. Das resultierende Heissgas wird in der Turbine8 , die über eine Welle9 mit einem Generator G1 verbunden ist, bis fast auf Atmosphärendruck expandiert. Je nach Ausführung der Anlage ist auch eine Zwischenüberhitzung des Gases in einer zusätzlichen Brennkammer möglich. - Die Dampfkraftanlage
10 ist eine konventionelle Kraftanlage ihrer Art mit einem Kessel11 , Hoch- und Niederdruckdampfturbinen12 bzw.13 , die über eine Welle17 mit einem Generator G2 verbunden sind, einem Kondensator15 und dem Kondensator nachgeschaltete Kondensat- und Speisewasservorwärmer15 und16 . Die Vorwärmer15 und16 repräsentieren Kondensat- und Speisewasservorwärmer, die je nach Anwendungsfall in unterschiedlicher Anzahl vorhanden sein können. Von den Hochdruck- und Niederdruckturbinen12 bzw.13 führen je eine Dampfentnahmeleitung18 und19 zu den Vorwärmern16 bzw.15 . - Wie eingangs erwähnt, ist eine Abkühlung der zu verdichtenden Luft sowie auch der verdichteten Luft wünschenswert, da der Leistungsbedarf eines Kompressors bei tieferer Temperatur begünstigt ist und grössere Luftmengen bei tieferen Temperaturen speicherbar sind. Zwecks Abkühlung der verdichteten Luft ist erfindungsgemäss zwischen den zwei nacheinander geschalteten Kompressoren
2a und2b ein Wärmetauscher20 und nach dem zweiten Kompressor2b und vor der Speicherkaverne5 ein weiterer Wärmetauscher24 geschaltet, der dem Wärmetauscher20 stromaufwärts geschaltet ist. Die verdichtete Luft durchströmt also zunächst den Wärmetauscher20 und sodann den Wärmetauscher24 . Die Wärmetauscher20 ,24 sind wasserseitig mit dem Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfanlage mittels der Leitungen25 und26 , vorzugsweise parallel zum Kondensatvorwärmer15 , geschaltet. - Die Wärmetauscher
15 und16 weisen jeweils eine Vielzahl von Rohren auf, durch die das Kondensat aus dem Kondensator14 aus der Dampfanlage fliesst. Die Luft aus dem Kompressor2a wird über die Leitung21 in den Wärmetauscher20 geleitet, in dem sie um die Rohre herumströmt und sich dabei abkühlt, wobei eine Abkühlung beispielsweise in einem Temperaturbereich von 100 bis 400°C erzielt wird. Bei einer Abkühlung der Luft reduziert sich der Leistungsbedarf des Kompressors proportional der absoluten Lufttemperatur. Die abgekühlte Luft wird danach über die Leitung22 dem nachfolgenden Kompressor2b zugeleitet. - Die verdichtete Luft aus dem Kompressor
2b wird über Leitung23 zwecks weiterer Abkühlung in den Wärmetauscher24 , der dem Wärmetauscher20 wasserseitig stromaufwärts geschaltet ist, und nach dessen Durchströmung über die Leitung4 in die Speicherkaverne5 geleitet. Der Wärmetauscher24 dient einer Abkühlung auf eine Temperatur im Bereich von beispielsweise 400°C bis auf 70°C. Dies erbringt eine Vergrösserung der zu speichernden Luftmenge entsprechend dem Verhältnis der absoluten Lufttemperaturen. - Durch den Wärmetausch erwärmt sich das durch die Rohre der Wärmetauscher fliessende Kondensat, sodass für den Wärmetauscher
15 weniger Entnahmedampf aus der Turbine13 geleitet werden muss. Dies wirkt sich positiv auf den Wirkungsgrad der Turbine13 aus. Die Integration der beiden Kraftanlagen mittels der Wärmetauscher21 und24 erbringt während des Verdichterbetriebs der Luftspeicheranlage einen Wirkungsgradvorteil für beide Anlagen. - Die Anzahl Wärmetauscher zur Abkühlung der Luft ist an sich beliebig, wobei die Anzahl Apparate gegen den Leistungsgewinn abgewogen werden muss.
- Während des Turbinenbetriebs der Luftspeicheranlage sind vorteilhafterweise die beiden Anlagen durch einen weiteren Wärmetauscher
30 integriert, genauer einem Abhitzewärmetauscher. Dieser ist wasserseitig im Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfanlage über Leitungen31 und32 geschaltet, vorzugsweise parallel zum Vorwärmer16 . In einer Variante dieser Ausführung, ist die Kondensatvorwärmung ausschliesslich über die Wärmetauscher20 und24 realisiert. - Die heissen Abgase werden nach ihrer Entspannung in der Turbine
8 über eine Abgasleitung33 in den Abhitzewärmetauscher30 geleitet, in welchem sie Rohre umströmen, durch die das Speisewasser der Dampfanlage fliesst und dabei erhitzt wird. Dadurch ist der Bedarf an Entnahmedampf aus der Turbine12 über die Leitung18 verringert, wobei der Wirkungsgrad der Turbine12 entsprechend erhöht wird. Bei der Nutzung der Abwärme aus der Turbine kann ca. 40% der Turbinenleistung an Wärmeenergie in den Wasser-Dampf-Kreislauf eingekoppelt und zur Vorwärmung des Wassers eingesetzt werden. Die Zusatzleistung, die durch den Abhitzewärmetauscher erzielt wird, ist vergleichsweise hoch, da der Wärmetausch auf höherem Temperaturniveau erfolgt. - Während des Turbinenbetriebs können die beiden Anlagen auch durch eine weitere Schaltung des Abhitzewärmetauschers in Bezug auf die Dampfkraftanlage integriert werden. Der Abhitzewärmetauscher und/oder einer der Wärmetauscher zur Kühlung der verdichteten Luft ist in dieser Variante zur Erzeugung von überhitztem Dampf eingesetzt. Je nach vorhandenem Druckniveau und des herrschenden Aggregatzustandes nach der Erwärmung wird der Dampf über eine Leitung vom Abhitzewärmetauscher und/oder Wärmetauscher für Kühlung der verdichteten Luft entweder vor dem Kesselüberhitzer im Kessel
11 oder direkt vor einer der Turbinen12 oder13 zugeführt. Diese Variante erhöht die Generatorleistung G2 durch die Erhöhung des Massenstroms. - Die Abgase werden nach Austritt aus dem Abhitzewärmetauscher
30 über die Leitung34 direkt in den Kessel11 geleitet, wo sie die Verbrennungsluft anwärmen. -
2 zeigt eine Variante der in1 gezeigten integrierten Kraftanlage. Sie unterscheidet sich von der Anlage von1 in der Reihenfolge des Luftdurchflusses durch die als Luftkühler eingesetzten Wärmetauscher20 und24 . Die Reihenfolge der Luftdruchströmung der Wärmetauscher24 und20 ist also im Vergleich zur Anlage in1 in Bezug auf das Druckniveau der komprimierten Luft vertauscht, indem zuerst verdichtete Luft aus dem Verdichter2a durch den Wärmetauscher24 geleitet wird und danach dem Verdichter2b zugeführt wird. Die in Verdichter2b verdichtete Luft wird sodann dem Wärmetauscher20 zur weiteren Abkühlung und schliesslich in die Kaverne5 geführt. Da in der Regel die Verdichterluft heisser ist als die Luft in der Leitung21 , ist diese Anordnung für den Wärmetausch mit dem Kondensat und damit für den Wirkungsgrad des Wasser-Dampf-Kreislaufs thermodynamisch günstiger. -
3 zeigt eine weitere Variante der Anlage von2 , die zum Antrieb der Verdichter eine Antriebsturbine27 anstelle eines Motors aufweist. Die Antriebsturbine wird beispielsweise direkt aus dem Dampfnetz des Wasser-Dampf-Kreislaufs gespeist, wobei ihr Abdampf direkt in den Kondensator geleitet wird. Die Anzapfstelle für den erforderlichen Dampf sowie die Stelle der Rückführung des Abdampfes sind an sich beliebig, und sind je nach Anlage optimierbar. Die Anordnung mit Antriebsturbine erreicht einen höheren Gesamtwirkungsgrad, da zumindest die Übertragungsverluste des notwendigen elektrischen Stroms zum Antrieb des Verdichtermotors in der Anlage von2 entfallen. -
4 zeigt eine Anlage nach1 , die jedoch einen zusätzlichen Dampferzeuger38 aufweist, zu dem von der Turbine8 eine Leitung33 führt. Er dient der direkten Dampferzeugung aus den heissen Abgasen aus der Turbine B. Der direkt erzeugte Dampf wird über Leitung40 in den Frischdampfstrom zur Turbine12 und/oder über Leitung39 in den Dampfstrom zur zweiten Turbine13 geführt. - Kraftanlagen mit verschiedenen Kombinationen der hier dargestellten Varianten sind auch realisierbar.
-
- 1
- Luftspeicher-Kraftanlage
- 2a,2b
- Kompressoren
- 3
- Lufteinlass
- 4
- Leitung zur Speicherkaverne
- 5
- Speicherkaverne
- 6
- Leitung zu Brennkammer
- 7
- Brennkammer
- 8
- Turbine
- 9
- Welle
- 10
- Dampfturbinen-Kraftanlage
- 11
- Kessel
- 12
- Hochdruckturbine
- 13
- Niederdruckturbine
- 14
- Kondensator
- 15
- Wärmetauscher/Kondensatvorwärmer
- 16
- Wärmetauscher/Speisewasservorwärmer
- 17
- Welle
- 18
- Entnahmedampfleitung
- 19
- Entnahmedampfleitung
- 20
- Wärmetauscher
- 21
- Leitung
- 22
- Leitung
- 23
- Leitung
- 24
- Wärmetauscher
- 25
- Kondensatleitung
- 26
- Kondensatleitung
- 30
- Wärmetauscher
- 31
- Speisewasserleitung
- 32
- Speisewasserleitung
- 33
- Abgasleitung
- 34
- Abgasleitung
- 35
- Leitung
- 36
- Kamin
- G1
- Generator
- G2
- Generator
- M
- Motor
- T
- Turbine zum Antrieb der Kompressoren
Claims (16)
- Eine Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) weist einen Luft-Gas-Kreislauf auf mit einer Speicherkaverne (5 ), einem oder mehreren Kompressoren (2a ,2b ) und einer oder mehreren Turbinen (8 ), die über eine Welle mit einem Generator (G1) verbunden sind dadurch gekennzeichnet, dass die Luftspeicher-Kraftanlage (1 ) mit einer Dampfturbinen-Kraftanlage (10 ) integriert ist, die einen Wasser-Dampf-Kreislauf mit einem Kessel (11 ), einer oder mehreren Turbinen (12 ,13 ), die mit einem Generator (G2) verbunden sind, und einer Wasseraufbereitungsanlage aufweist, wobei der Luft-Gas-Kreislauf der Luftspeicher-Kraftanlage (1 ) mit dem Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfkraftanlage (10 ) mittels einem oder mehreren Wärmetauschern (20 ,24 ,30 ) geschaltet ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Wärmetauscher (20 ,24 ) wasserseitig im Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfkraftanlage (10 ) und luftseitig im Luftstrom der Kompressoren (2a ,2b ) zur Kühlung von verdichteter Luft geschaltet sind. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Wärmetauscher (20 ,24 ) einem Kondensat- oder Speisewasservorwärmer des Wasser-Dampf-Kreislaufs parallel geschaltet ist oder direkt im Wasser-Dampf-Kreislauf geschaltet ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass ein in Strömungsrichtung des Wasser-Dampf-Kreislaufs der Dampf-Kraftanlage (10 ) erster Wärmetauscher (24 ) luftseitig zwischen dem Austritt eines Kompressors (2b ) und der Speicherkaverne (5 ) geschaltet ist, und ein in Strömungsrichtung des Wasser-Dampf-Kreislaufs der Dampf-Kraftanlage (10 ) zweiter Wärmetauscher (20 ) luftseitig zwischen einem ersten Kompressor (2a ) und einem zweiten Kompressor (2b ) in Richtung des Luftstroms durch die Kompressoren (2a ,2b ) geschaltet ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass ein in Strömungsrichtung des Wasser-Dampf-Kreislaufs der Dampf-Kraftanlage (10 ) erster Wärmetauscher (24 ) luftseitig zwischen einem ersten Kompressor (2a ) und einem zweiten Kompressor (2b ) in Richtung des Luftstroms durch die Kompressoren (2a ,2b ) geschaltet ist, und ein in Strömungsrichtung des Wasser-Dampf-Kreislaufs der Dampf-Kraftanlage (10 ) zweiter Wärmetauscher (20 ) luftseitig zwischen dem Austritt eines Kompressor (2b ) und der Speicherkaverne (5 ) geschaltet ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Luftspeicher-Kraftanlage (1 ) einen Motor (M) zum Antrieb der Kompressoren (2a ,2b ) aufweist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Luftspeicher-Kraftanlage (1 ) eine Turbine (27 ) zum Antrieb der Kompressoren (2a ,2b ) aufweist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein Wärmetauscher (30 ) gasseitig in einer Abgasleitung (33 ) zwischen dem Austritt einer Turbine (8 ) und dem Kessel (11 ) der Dampfturbinen-Kraftanlage (10 ) und wasserseitig zur Erhitzung von Wasser im Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfturbine geschaltet ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein Wärmetauscher (30 ) gasseitig in einer Abgasleitung (33 ) zwischen dem Austritt einer Turbine (8 ) und einem Kessel (11 ) der Dampfturbinen-Kraftanlage (10 ) und dampfseitig zur Erzeugung von überhitztem Dampf im Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfkraftanlage geschaltet ist und direkt mit einer Dampfturbine (12 ,13 ) der Dampfkraftanlage verbunden ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (30 ) ein Abhitzewärmetauscher (30 ) ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass der Abhitzewärmetauscher (30 ) parallel zu einem Speisewasservorwärmer (16 ) im Wasser-Dampf-Kreislauf der Dampfkraftanlage (10 ) geschaltet ist. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 2 oder 8 dadurch gekennzeichnet, dass vom Abhitzewärmetauscher (30 ) und/oder von einem Wärmetauscher (20 ,24 ) zur Kühlung der verdichteten Luft eine Leitung zum Kessel (11 ) oder zu einer Turbine (12 ,13 ) der Dampfkraftanlage (10 ) zur Leitung von überhitztem Dampf führt. - Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der einen oder mehreren Turbinen (8 ) der Luftspeicher-Kraftanlage (1 ) ein Dampferzeuger (38 ) nachgeschaltet ist, von dem eine oder mehrere Dampfleitungen (39 ,40 ) jeweils zu einer Turbine (12 ,13 ) der Dampfkraftanlage (10 ) führen. - Verfahren zum Betrieb einer Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass verdichtete und/oder zu verdichtende Luft durch Wärmetausch mit in Rohren fliessendem Wasser aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf einer Dampfturbinen-Kraftanlage gekühlt wird und Wasser aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf in diesem Wärmetausch erwärmt wird. - Verfahren zum Betrieb einer Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Wasser oder Dampf des Wasser-Dampf-Kreislaufs der Dampfkraftanlage (10 ) durch Wärmetausch mit Abgasen aus der Turbine (8 ) erhitzt wird und die Abgase der Verbrennungsluft im Kessel (11 ) der Dampfkraftanlage (10 ) zugemischt werden. - Verfahren zum Betrieb einer Luftspeicher-Kraftanlage (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Dampf des Wasser-Dampf-Kreislaufs der Dampfkraftanlage durch Wärmetausch mit Abgasen aus der Turbine (8 ) überhitzt wird.
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