DE102006003857A1 - Magnetventil - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Magnetventil mit einem Ventileinsatz (1) und einem über eine Stößelführung (11) im Ventileinsatz (1) beweglich geführten Stößel (2), welcher sich über eine Rückstellfeder (3) auf einem Ventilkörper (4) abstützt. Erfindungsgemäß sind Zentriermittel vorhanden, welche im Bereich der Rückstellfeder (3) so am Ventileinsatz (1) angeordnet sind, dass die Rückstellfeder (3) zentriert und stabilisiert ist.
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung geht aus von einem Magnetventil nach der Gattung des unabhängigen Patentanspruchs 1.
- Ein herkömmliches Magnetventil, insbesondere für ein Hydraulikaggregat, welches beispielsweise in einem Antiblockiersystem (ABS) oder einem Antriebsschlupfregelsystem (ASR-System) oder einem elektronischen Stabilitätsprogrammsystem (ESP-System) eingesetzt wird, ist in
7 dargestellt. Wie aus7 ersichtlich ist, umfasst das herkömmliche stromlos offene Magnetventil100 neben einer nicht dargestellten Magnetbaugruppe eine Ventilpatrone, welche eine Kapsel106 , einen Ventileinsatz101 , einen Stößel102 , eine Rückstellfeder103 und einen Anker107 umfasst. Bei der Herstellung des Magnetventils100 werden die Kapsel106 und der Ventileinsatz101 der Ventilpatrone durch Pressen aufeinander gefügt und durch eine Dichtschweißung108 wird die Ventilpatrone hydraulisch gegenüber der Atmosphäre abgedichtet. Zusätzlich nimmt der Ventileinsatz101 die im hydraulischen System auftretenden Druckkräfte auf und leitet diese über einen Verstemmflansch109 an einen nicht dargestellten Verstemmbereich auf einem Fluidblock weiter. Zudem nimmt der Ventileinsatz101 den so genannten Ventilkörper104 auf, welcher einen Ventilsitz110 umfasst, in welchen der Stößel102 dichtend eintaucht, um die Dichtfunktion des Magnetventils100 umzusetzen. Wie weiter aus7 ersichtlich ist, werden der Stößel102 und die Rückstellfeder103 im Ventileinsatz101 geführt, wobei der Stößel102 in einer Stößelführung111 geführt ist und die Rückstellfeder103 an einem Ende auf dem Stößel102 radial geführt und zentriert ist und am anderen Ende auf dem Ventilkörper104 axial geführt aufliegt. Der Strömungsweg des Fluids durch das Magnetventil ist schematisch durch eine Pfeilkette105 dargestellt. Somit wirkt die Federkraft der Rückstellfeder103 im Bereich der Strömungskräfte, welche aufgrund der Strömung auf die Windungen der Rückstellfeder103 wirken. Dadurch kann es zu einer unerwünschten Beeinflussung des Federverhaltens durch die Strömung kommen. So kann es beispielsweise zum Abheben der Rückstellfeder103 von ihrer Auflage am Ventilkörper104 kommen, was mit einer entsprechenden (Kraft-)Wirkung auf den Ventilstößel102 und einer unerwünschter Beeinflussung der Ventilfunktion verbunden sein kann. - Vorteile der Erfindung
- Das erfindungsgemäße Magnetventil mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass Zentriermittel vorhanden sind, welche im Bereich einer Rückstellfeder so an einem Ventileinsatz angeordnet sind, dass die Rückstellfeder zentriert und stabilisiert ist. Dadurch kann in vorteilhafter Weise verhindert werden, dass Strömungskräfte, welche auf die Windungen der Rückstellfeder wirken, zu einem seitlichem Ausbrechen der Rückstellfeder führen können, oder die Rückstellfeder von einer Auflage abheben können bzw. die Windungen der Rückstellfeder relativ zueinander in Bewegung bzw. in Schwingungen versetzen können. Insbesondere wird durch die Zentriermittel ein nur axial an einem Ventilkörper anliegendes Federende zentriert und stabilisiert, ohne die Montierbarkeit und Einstellbarkeit des Magnetventils negativ zu beeinflussen.
- Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen und Weiterbildungen sind vorteilhafte Verbesserungen des im unabhängigen Patentanspruch angegebenen Magnetventils möglich.
- Besonders vorteilhaft ist, dass die Zentriermittel mindestens einen axial verlaufenden Zentriersteg umfassen, welcher in einer Innenbohrung des Ventileinsatzes angeordnet ist. Durch den mindestens einen Zentriersteg kann die Rückstellfeder beispielsweise über eine längere Strecke geführt werden, so dass die Rückstellfeder in vorteilhafter Weise nahezu über die gesamte Länge zentriert und stabilisiert wird.
- In Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Magnetventils weist der mindestens eine axiale Zentriersteg eine an den Durchmesser der Rückstellfeder angepasste Führungsnut auf, deren Querschnittsform vorzugsweise einem Kreisabschnitt entspricht. Alternativ kann die Führung des Zentrierstegs auch als Sekante, d.h. als gerader Abschnitt ausgeführt sein. Durch die an die Rückstellfeder angepasste Form der Führungsnut kann die Führung der Rückstellfeder in vorteilhafter Weise weiter verbessert werden.
- Die Zentriermittel können beispielsweise aus dem Material des Ventileinsatzes ausgeformt werden, d.h. einstückig mit dem Ventileinsatz ausgeführt werden. Der Ventileinsatz mit den Zentriermitteln ist beispielsweise als Drehteil oder als Kaltschlagteil herstellbar.
- In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Magnetventils weisen die Zentriermittel des Ventileinsatzes zur Zentrierung der Rückstellfeder drei axial verlaufende Zentrierstege auf, welche vorzugsweise einen mittleren Abstand von 120° zu einander aufweisen. Die ermöglicht in vorteilhafter Weise eine genauere Zentrierung der Rückstellfeder bei der Montage. Zusätzlich können die Zentriermittel eine montagerechte Einführschräge aufweisen, wodurch die Montage erleichtert wird. Die Zentriermittel sind beispielsweise so angeordnet, dass eine Unterseite der Zentriermittel immer einen Abstand zum Ventilkörper aufweist, um während eines Montageprozesses keinen Anschlag für den Ventilkörper zu bilden.
- Zeichnung
- Vorteilhafte, nachfolgend beschriebene Ausführungsformen der Erfindung sowie das zu deren besserem Verständnis oben erläuterte, herkömmliche Ausführungsbeispiel sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
-
1 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Magnetventils, -
2 eine schematische Querschnittdarstellung entlang einer Linie A-A aus1 zur Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Ventileinsatzes, -
3 eine schematische perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des Ventileinsatzes, -
4 eine schematische Draufsicht auf die zweite Ausführungsform des Ventileinsatzes gemäß3 , -
5 eine schematische perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform des Ventileinsatzes, -
6 eine schematische Draufsicht auf die dritte Ausführungsform des Ventileinsatzes gemäß5 , und -
7 eine schematische Schnittdarstellung eines herkömmlichen Magnetventils. - Beschreibung
- Wie aus
1 ersichtlich ist, umfasst ein erfindungsgemäßes Magnetventil20 neben einer nicht dargestellten Magnetbaugruppe eine Ventilpatrone, welche analog zum herkömmlichen Magnetventil100 gemäß7 eine Kapsel6 , einen Ventileinsatz1 , einen Stößel2 , eine Rückstellfeder3 und einen Anker7 umfasst. Bei der Herstellung des Magnetventils20 werden die Kapsel6 und der Ventileinsatz1 der Ventilpatrone durch Pressen aufeinander gefügt und durch eine Dichtschweißung8 wird die Ventilpatrone hydraulisch gegenüber der Atmosphäre abgedichtet. Zusätzlich nimmt der Ventileinsatz1 die im hydraulischen System auftretenden Druckkräfte auf und leitet diese über einen Verstemmflansch9 an einen nicht dargestellten Verstemmbereich auf einem Fluidblock weiter. Zudem nimmt der Ventileinsatz1 den so genannten Ventilkörper4 auf, welcher einen Ventilsitz10 umfasst, in welchen der Stößel2 dichtend eintaucht, um die Dichtfunktion des Magnetventils20 umzusetzen. Wie weiter aus1 ersichtlich ist, werden der Stößel2 über eine Stößelführung11 und die Rückstellfeder3 über Zentriermittel12 im Ventileinsatz1 geführt, wobei die Rückstellfeder3 im Gegensatz zum herkömmlichen Magnetventil100 nicht nur einseitig auf dem Stößel2 zentriert ist, sondern durch die Zentriermittel12 nahezu über die gesamte Länge zentriert und stabilisiert wird, so dass auch das andere Ende der Rückstellfeder3 zentriert und stabilisiert ist, welches auf dem Ventilkörper4 aufliegt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel umfassen die Zentriermittel12 des Ventileinsatzes1 zur Zentrierung der Rückstellfeder3 drei axial verlaufende Zentrierstege, welche innerhalb einer Innenbohrung des Ventileinsatzes1 angeordnet sind und vorzugsweise einen mittleren Abstand von 120° zu einander aufweisen, wie aus der Querschnittdarstellung gemäß2 ersichtlich ist. Um das Einführen der Rückstellfeder3 zu erleichtern weisen die Zentrierstege12 eine montagerechte Einführschräge12.2 auf. Zudem sind die Zentrierstege so im Ventileinsatz1 angeordnet, dass eine Unterseite12.3 der Zentrierstege12 einen Abstand zum Ventilkörper4 aufweisen, so dass ein Anschlag des Ventilkörpers4 während des Montageprozesses des Magnetventils20 verhindert wird. - Durch die axialen Zentriermittel
12 wird in vorteilhafter Weise verhindert, dass es durch eine schematisch als Pfeilkette5 dargestellte Strömung eines Fluids durch das Magnetventil20 zu einer unerwünschten Beeinflussung des Federverhaltens kommt. So kann beispielsweise ein seitliches Ausbrechen der Rückstellfeder3 und/oder ein Abheben der Rückstellfeder3 vom Ventilkörper4 und/oder eine Relativbewegung bzw. Schwingungen der Windungen der Rückstellfeder3 verhindert werden. - Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die
2 bis6 verschiedene Ausführungsformen des Ventileinsatzes1 beschrieben. Wie aus2 ersichtlich ist, sind die drei axialen Zentrierstege12 einer ersten Ausführungsform des Ventileinsatzes1 über eine Führungsnut12.1 an den Durchmesser der Rückstellfeder3 angepasst, wobei die Führungsnut12.1 die Form eines Kreisabschnitts aufweist. Alternativ können die Führungen der axialen Zentrierstege12 auch als gerade Abschnitte ausgeführt werden. Wie weiter aus2 ersichtlich ist, sind die axialen Zentrierstege12 aus dem Material des Ventileinsatz1 ausgeformt, beispielsweise durch mehrere Bohrungen, wobei beispielsweise über eine mittlere Bohrung die Rückstellfeder3 geführt ist und durch drei weitere Bohrungen Kanäle zur Fluidführung zur Verfügung gestellt werden. -
3 und4 zeigen eine zweite Ausführungsform des Ventileinsatzes1 mit drei schmalen axialen Zentrierstegen12 , welche durch ihre Abmessungen an den Durchmesser der Rückstellfeder3 angepasst sind. Die zweite Ausführungsform des Ventileinsatzes1 wird beispielsweise als Kaltschlagteil hergestellt, welches bei Bedarf spangebend nachbearbeitet wird. -
5 und6 zeigen eine dritte Ausführungsform des Ventileinsatzes1 mit drei axialen Zentrierstegen12 , welche, analog zur ersten Ausführungsform gemäß2 , über eine Führungsnut12.1 an den Durchmesser der Rückstellfeder3 angepasst sind. Die Zentrierstege12 weisen eine Querschnittsform auf, die einem Kreisringsegment entspricht. Die dritte Ausführungsform des Ventileinsatzes1 wird beispielsweise als Drehteil hergesellt.
Claims (8)
- Magnetventil mit einem Ventileinsatz (
1 ) und einem über eine Stößelführung (11 ) im Ventileinsatz (1 ) beweglich geführten Stößel (2 ), welcher sich über eine Rückstellfeder (3 ) auf einem Ventilkörper (4 ) abstützt, gekennzeichnet durch Zentriermittel (12 ), welche im Bereich der Rückstellfeder (3 ) so am Ventileinsatz (1 ) angeordnet sind, dass die Rückstellfeder (3 ) zentriert und stabilisiert ist. - Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriermittel (
12 ) mindestens einen axial verlaufenden Zentriersteg umfassen, welcher in einer Innenbohrung des Ventileinsatz (1 ) angeordnet ist. - Magnetventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine axiale Zentriersteg (
12 ) eine an den Durchmesser der Rückstellfeder (3 ) angepasste Führungsnut (12.1 ) aufweist, deren Form vorzugsweise einem Kreisabschnitt entspricht. - Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriermittel (
12 ) aus dem Material des Ventileinsatz (1 ) ausgeformt sind. - Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventileinsatz (
1 ) mit den Zentriermitteln (12 ) als Drehteil herstellbar ist. - Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventileinsatz (
1 ) mit den Zentriermitteln (12 ) als Kaltschlagteil herstellbar ist. - Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriermittel (
12 ) des Ventileinsatzes (1 ) zur Zentrierung der Rückstellfeder (3 ) drei axial verlaufende Zentrierstege umfassen, welche vorzugsweise einen mittleren Abstand von 120° zu einander aufweisen. - Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriermittel (
12 ) eine montagerechte Einführschräge (12.2 ) aufweisen, wobei jeweils eine Unterseite (12.3 ) der Zentriermittel (12 ) einen Abstand zum Ventilkörper (4 ) aufweist.
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