-
Stand der Technik
-
Die
Erfindung geht aus von einem Schallwandler-Magnetsystem nach der
Gattung des unabhängigen
Anspruchs.
-
In
der
DE 28 21 663 A1 ist
ein Kopfhörer
als ein Beispiel eines Schallwandlers beschrieben, welcher eine
Membran aufweist, der eine Schwingspule zugeordnet ist, die in einem
Luftspalt eines Magnets schwingt. Zur Erzielung einer hohen Dynamik
und einer guten Linearität
zwischen dem Eingangssignal und dem Schalldruck werden ein Magnetfeld
mit hoher magnetischer Flussdichte und ein homogenes Magnetfeld
im Bereich der Schwingspule benötigt. Zum
Einsatz gelangen Sintermagnete, die insbesondere Seltene Erden wie
beispielsweise Samarium enthalten.
-
Die
Herstellung eines solchen Sintermagnets ist beispielsweise in der
DE 698 26 631 T2 beschrieben.
Der vorbekannte Sintermagnet aus hexagonalem Ferrit stellt ein Magnetfeld
mit einer hohen magnetischen Flussdichte bereit und weist eine hohe Koerzitivkraft
auf. Der vorbekannte Sintermagnet kann in einem Lautsprecher oder
in einem Kopfhörer eingesetzt
werden. Konkrete Angaben zur Ausgestaltung des Magnetsystems eines
solchen Schallwandlers sind nicht vorhanden.
-
In
der
DE 691 04 858
T2 ist ein anisotroper Verbundmagnet und ein Verfahren
zur Herstellung des Verbundmagnets beschrieben, der ein Magnetpulver
basierend auf einem anisotropen Neodym-Eisen-Bor-System enthält. Das
Magnetpulver mit den magnetisierbaren Magnetpartikeln wird in einen Kunststoff
eingebracht, der als Binder vorgesehen ist. Die Magnetpartikel können während der
Herstellung des Magnets im Kunststoff einerseits gezielt positioniert
und andererseits durch ein externes Magnetfeld gezielt ausgerichtet
werden. Die Aufmagnetisierung der Magnetpartikel kann nach dem Aushärten des
Kunststoffs erfolgen. Derartig hergestellte Magnete werden als kunststoffgebundene
Magnete bezeichnet, die in den unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt
werden, bei denen ein Magnetfeld benötigt wird. In dem Dokument
sind Lautsprecher erwähnt,
ohne dass konkrete Angaben zur Ausgestaltung des Magnetsystems eines
derartigen Lautsprechers angegeben sind.
-
Kunststoffgebundene
Magnete in unterschiedlichen Bauformen werden beispielsweise von der
Magnetfabrik Schrammberg GmbH & Co.
KG, Max-Planck-Str.
15, D-78713 Schramberg-Sulgen angeboten. Magnetpulver kann beispielsweise
von der BARLOG plastics GmbH, Overather Str. 37, D-51766 Engelskirchen
bezogen werden.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schallwandler-Magnetsystem
anzugeben, das einfach herzustellen und rationell zu montieren ist.
-
Offenbarung der Erfindung
-
Die
Aufgabe wird durch die im unabhängigen Anspruch
angegebenen Merkmale gelöst.
-
Das
erfindungsgemäße Schallwandler-Magnetsystem
ermöglicht
insbesondere eine rationelle Fertigung durch die Vereinfachung oder
den vollständigen
Wegfall von einzelnen Montageschritten. Einsparungen werden dadurch
insbesondere in der Serienfertigung von Schallwandler-Magnetsystemen
erzielt.
-
Die
einfache Herstellung des kunststoffgebundenen Magnets, der im erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystementhalten
ist, reduziert weiterhin die Kosten.
-
Die
bei der Fertigung eines aus dem Stand der Technik bekannten Schallwandler-Magnetsystems anfallenden
Metallspäne
stellen bei Anwesenheit von magnetischem Material stets ein Problem dar
und erhöhen
den Aufwand für
Reinigung und Qualitätssicherung,
der zur Sicherstellung erforderlich ist, dass insbesondere in einem
Luftspalt keine Späne
zurückbleiben.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
ergibt sich durch eine Reduzierung oder den möglichen vollständigen Wegfall
von spanabhebenden Metall-Bearbeitungsschritten in der Fertigung.
Dadurch ergeben sich weitere Kostenvorteile in der Serienfertigung.
-
Das
erfindungsgemäße Schallwandler-Magnetsystem
ermöglicht
eine gezielte Bereitstellung eines Magnetfelds, in welchem eine
Schwingspule schwingen kann. Die gezielte Bereitstellung des Magnetfelds
kann durch entsprechende Vorgaben bei der Fertigung eines aus dem
kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellten Teilvolumens oder
Volumens beeinflusst werden. Die Konzentration der Magnetpartikel
im kunststoffgebundenen Magnet kann positionsabhängig vorgegeben werden. Ebenso
kann die Ausrichtung der Magnetpartikel während der Fertigung vorgegeben
werden.
-
Das
erfindungsgemäße Schallwandler-Magnetsystem
ermöglicht
die Bereitstellung eines Magnetfelds mit einer hohen Flussdichte.
Bei einem gegebenen Strom in einem Leiter oder in einer Spule, wobei
diese Bauteile im Folgenden allgemein als Schwingspule bezeichnet
werden, wird mit einer hohen Flussdichte des Magnetfelds eine hohe
Kraft erzielt, die eine entsprechend hohe Dynamik des Schallwandlers
ermöglicht.
-
Ein
Vorteil des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
ergibt sich durch eine Gewichtsreduzierung aufgrund der hohen erzielbaren Flussdichte
bei vergleichbar kleinerem Magnetvolumen. Der Vorteil einer Gewichtsreduzierung
macht sich insbesondere bemerkbar, wenn als Schallwandler ein Kopfhörer vorgesehen
ist.
-
Ein
weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems ergibt
sich durch die Bereitstellung eines homogenen Magnetfelds über einen
vorgebbaren Bereich, beispielsweise in einem Luftspalt, welcher
die Schwingspule aufnimmt. Dadurch schwingt die Schwingspule auch
bei großen
Auslenkungen innerhalb eines homogenen Magnetfelds. Erzielt wird
dadurch eine sehr hohe Linearität
des Schallwandlers.
-
Vorteilhafte
Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
ergeben sich aus abhängigen
Ansprüchen.
-
Eine
erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schallwander-Magnetsystems
sieht vor, dass beide Teilvolumina aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial
hergestellt sind.
-
Eine
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
sieht vor, dass das innere Teilvolumen, welches aus dem kunststoffgebundenen
Magnetmaterial hergestellt sein kann, ringförmig ausgestaltet ist. Alternativ
kann das innere Teilvolumen scheibenförmig realisiert sein. Durch
diese Ausgestaltung wird eine kreisförmige Anordnung zum Zusammenwirken
mit einer entsprechenden kreisförmigen
Schwingspule vorgegeben. Die rotationssymmetrische Anordnung eignet
sich insbesondere für
die Schallaufnahme oder die Schallabstrahlung mit einer Membran,
welcher die Schwingspule zugeordnet ist.
-
Eine
Weiterbildung sieht vor, dass beide Teilvolumina ringförmig ausgestaltet
sind. Der damit erzielte rotationssymmetrische Aufbau und der ringförmige Luftspalt eignen
sich insbesondere für
die Aufnahme einer kreisförmigen
Schwingspule, die einer Membran zur Schallaufnahme oder Schallwiedergabe
zugeordnet ist.
-
Eine
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
sieht vor, dass das äußere und
innere Teilvolumen auf einem unmagnetischen Träger angeordnet sind. Die beispielsweise ringförmig ausgestalteten
Teilvolumina können
in einem einfachen Montageschritt auf den unmagnetischen Träger aufgepresst
oder aufgeklebt werden.
-
Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die beiden
Teilvolumina auf einer einen Luftspalt begrenzenden Unterseite unmittelbar aneinander
grenzen und damit ein einziges Volumen bilden. Mit dieser Maßnahme kann
das erfindungsgemäße Schallwandler-Magnetsystem
als ein einziges U-förmiges
Bauteil realisiert werden, bei dem zumindest ein Teilvolumen aus
dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial gefertigt ist, in welchem
ein Magnet herausgebildet ist.
-
Eine
Weiterbildung dieser Ausgestaltung sieht vor, dass die beiden Teilvolumina
in einem Stück
aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt sind und
ein Volumen bilden.
-
Dadurch
kann das einzige zu fertigende Bauteil vollständig in einem Fertigungsschritt
hergestellt werden.
-
Ein
ganz besonderer Vorteil wird erzielt, wenn beide Teilvolumina wenigstens
näherungsweise
den gleichen Rauminhalt aufweisen. Mit dieser Maßnahme wird ein möglichst
homogenes Magnetfeld mit einer maximalen Flussdichte bei gegebenem Rauminhalt
des Schallwandler-Magnetsystems erzielt, wobei das Magnetsystem
des Schallwandlers mit einem einzigen Bauteil realisierbar ist.
-
Eine
Ausgestaltung sieht vor, dass die Magnetpartikel des kunststoffgebundenen
Magnetmaterials in dem wenigstens einen Teilvolumen gezielt derart
positioniert und ausgerichtet sind, dass nahezu im gesamten Luftspalt
ein homogenes Magnetfeld auftritt. Dadurch wird eine hohe Linearität des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
erzielt.
-
Weitere
vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems
ergeben sich aus weiteren abhängigen
Ansprüchen.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert.
-
Es
zeigen:
-
1 ein
Schnittbild eines Schallwandler-Magnetsystems gemäß dem Stand
der Technik,
-
2 ein
Schnittbild eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems,
-
3 ein
Schnittbild eines anderen Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems,
-
4 eine
Draufsicht auf eine erste Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems,
-
5 eine
Draufsicht auf eine andere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems,
-
6 ein
Schnittbild einer weiteren Ausgestaltung eines Schallwandler-Magnetsystems,
-
7 ein
Schnittbild eines Ausführungsbeispiels
eines Magnetsystems des Schallwandlers,
-
8 ein
Schnittbild eines anderen Ausführungsbeispiels
des Magnetsystems,
-
9 eine
perspektivische Ansicht des Magnetsystems,
-
10 eine
Draufsicht auf das Magnetsystem und
-
11 eine
Draufsicht auf die Unterseite des Magnetsystems.
-
1 zeigt
ein Schnittbild eines Schallwandler-Magnetsystems 10 gemäß dem Stand
der Technik. Zwischen einer Stahlplatte 11 und einer Polplatte 12 ist
ein Permanentmagnet 13 angeordnet. Die Polplatte 12 führt das
Magnetfeld des Permanentmagnets 13 zu einem Magnettopf 14.
-
Der
Magnettopf 14 ist in einem Kunststoffgehäuse 15 angeordnet,
an welchem weiterhin die Polplatte 12 angrenzt, die während der
Fertigung von der Unterseite in das Kunststoffgehäuse 15 eingepresst
wird.
-
Aufgrund
des geringen magnetischen Widerstands der Stahlplatte 11,
der Polplatte 12 und des Magnettopfs 14 tritt
der überwiegende
Teil des Magnetfelds 16 in einem Luftspalt 17 auf,
welchen die Stahlplatte 11 und der Magnettopf 14 begrenzen.
-
Der
Luftspalt 17 ist zur Aufnahme zumindest eines elektrischen
Leiters, im gezeigten Ausführungsbeispiel
einer Schwingspule 18 vorgesehen. Im Folgenden wird nur
noch auf die Schwingspule 18 Bezug genommen. Die Schwingspule 18 ist
einer Membran 19 zugeordnet.
-
Sofern
die Schwingspule 18 von einem elektrischen Strom durchflossen
wird, wirkt in Verbindung mit dem Magnetfeld 16 eine Lorentzkraft
auf die Schwingspule 18. Sofern die Schwingspule 18 von einem
Wechselstrom durchflossen wird, wird die Membran von der Schwingspule 18 in
eine hin- und hergehende Bewegung 20 versetzt. Wenn die
Frequenz des Wechselstroms im Audio-Frequenzbereich liegt, findet
eine hörbare
Schallabstrahlung statt. Diese Anordnung entspricht einem Lautsprecher
oder einem Kopfhörer.
-
Sofern
die Membran 19 von einer Schallwelle beaufschlagt und in
die hin- und hergehende Bewegung 20 versetzt wird, tritt
bei vorhandenem Magnetfeld 16 eine Induktionsspannung in
der Schwingspule 18 auf. Diese Anordnung entspricht einem
Mikrofon.
-
Das
Schallwandler-Magnetsystem 10 kann sowohl rotationssymmetrisch
als auch beispielsweise rechteckförmig realisiert werden.
-
2 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems 30.
Diejenigen in 2 gezeigten Teile, die mit den
in 1 gezeigten Teilen übereinstimmen, tragen jeweils
dieselben Bezugszeichen.
-
Bei
diesem Ausführungsbeispiel
entfällt
der Permanentmagnet 13 zwischen der Stahlplatte 11 und
der Polplatte 12. Stattdessen ist ein Magnetleitstück 31 an
dieser Stelle vorgesehen. Die Stahlplatte 11, das Magnetleitstück 31 sowie
die Polplatte 12 haben die Aufgabe, das Magnetfeld eines äußeren, aus einem
kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellten Teilvolumens 32 zu
führen.
Das Magnetfeld 16 tritt überwiegend im Luftspalt 17 auf,
den das äußere Teilvolumen 32 sowie
die Stahlplatte 11 begrenzen.
-
Durch
den Wegfall der für
die Anordnung des bislang erforderlichen Permanentmagnets 13 benötigten Montageschritte
ergibt sich bereits eine Vereinfachung und somit Kostenreduzierung
gegenüber dem
aus dem Stand der Technik bekannten Magnetsystem. Anstelle des ohnehin
im Stand der Technik erforderlichen Magnettopfs 14 wird
nunmehr das äußere Teilvolumen 32 montiert,
das aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt ist.
-
Im äußeren Teilvolumen 32 ist
schematisch ein im kunststoffgebundenen Magnetmaterial herausgebildeter
Magnet 33 eingetragen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
grenzt der magnetische Nordpol des Magnets 33 an den Luftspalt 17 an,
während
der magnetische Südpol über die
Polplatte 12, das Magnetleitstück 31 sowie über die
Stahlplatte 11 an den Luftspalt 17 geführt wird.
-
3 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems 30.
Diejenigen in 3 gezeigten Teile, die mit den
in den vorhergehenden Figuren gezeigten Teilen übereinstimmen, tragen wieder
jeweils dieselben Bezugszeichen.
-
Gegenüber dem
in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel entfallen die
Polplatte 12 sowie das Magnetleitstück 31. Vorgesehen
ist ein äußeres Teilvolumen 40,
das aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt ist.
Das äußere Teilvolumen 40 ist
an einem unmagnetischen Träger 41 angeordnet.
Vorgesehen ist weiterhin ein inneres Teilvolumen 42, das
ebenfalls aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt
ist.
-
In
beiden Teilvolumina 40, 42 ist jeweils wenigstens
ein Magnet 43, 44 herausgebildet. Das Magnetfeld 16 tritt
insbesondere im Luftspalt 17 auf, welchen das erste und
zweite Teilvolumen 40, 42 begrenzen. Außerhalb
des Luftspalts 17, insbesondere im Bereich des Kunststoffträgers 41,
tritt ein Streumagnetfeld auf. Das Schallwandler-Magnetsystem 40 kann
besonders einfach hergestellt werden beispielsweise durch ein Aufkleben
oder Einpressen der beiden Teilvolumina 40, 42 auf
den unmagnetischen Träger 41.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Magnet 43 im äußeren Teilvolumen 40 in
Querrichtung herausgebildet. Sofern das Schallwandler-Magnetsystem 30 rotationssymmetrisch
ist, entspricht die Querrichtung einer radialen Ausrichtung. Weiterhin ist
der Magnet 44 im inneren Teilvolumen 42 in Längsrichtung
herausgebildet. Sofern das Schallwandler-Magnetsystem 30 rotationssymmetrisch
ist, entspricht die Längsrichtung
einer axialen Ausrichtung. Prinzipiell können die Magnete 43, 44 wahlweise
in Querrichtung oder Längsrichtung
angeordnet werden, solange sichergestellt ist, dass am Luftspalt 17 ungleichnamige
Magnetpole gegenüberstehen.
-
Die 4 und 5 zeigen
spezielle Ausgestaltungen des inneren und äußeren Teilvolumens 40, 42.
In 4 wird von einer ringförmigen Ausgestaltung des inneren
Teilvolumens 42 ausgegangen, während 5 von einer
scheibenförmigen
Ausgestaltung des inneren Teilvolumens 42 ausgeht.
-
Eine
weitere Ausgestaltung betrifft die gezielt herausgebildete abschnittsweise
Anordnung der Magnete 43, 44. Ausgegangen wird
bei beiden Volumina 40, 42 von einer Herausbildung
der Magnete 43, 44 im kunststoffgebundenen Magnetmaterial
in radialer Richtung. Vorgesehen sind jeweils mehrere nebeneinander
angeordnete Magnete 43, 44, die hinsichtlich der
Polung im inneren und im äußeren Teilvolumen 40, 42 jeweils
gleich ausgerichtet sind.
-
Bei
den in den 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispielen
wird davon ausgegangen, dass im äußeren Teilvolumen 40 nur
magnetische Nordpole und im inneren Teilvolumen 42 nur
magnetische Südpole
an den Luftspalt 17 grenzen. Die abschnittsweise Anordnung
der Magnete 43, 44 ermöglicht eine variable Ausgestaltung
des gesamten im Luftspalt 17 auftretenden magnetischen
Flusses bei gegebenen geometrischen Verhältnissen.
-
6 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Schallwandler-Magnetsystems 30, welches gegenüber dem
in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel auf das inneren
Teilvolumen 42 verzichtet. Vorgesehen ist deshalb nur das äußere Teilvolumen 40, das
auf dem unmagnetischen Träger 41 angeordnet ist.
Ein Luftspalt im eigentlichen Sinn tritt bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 6 nicht
auf. Stattdessen ist die Schwingspule 18 in der Nähe eines Magnetpols
des Magneten 43 angeordnet.
-
Das äußere Teilvolumen 40,
das aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt ist, kann
sich in Längsrichtung
des Schallwandler-Magnetsystems 30 erstrecken
oder ringförmig
ausgestaltet sein. Aufgrund der mit dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial
erzielbaren hohen Flussdichte des Magnetfelds 16 und der
vorgebbaren Positionierung der Magnetpartikel im kunststoffgebundenen
Magnetmaterial, kann auch bei der in 6 gezeigten Anordnung
ein vergleichsweise homogenes Feld in unmittelbarer Nähe des Magnets 43 erhalten
werden, in welchem die Schwingspule 18 angeordnet werden kann.
-
7 zeigt
ein Schnittbild eines Magnetsystems 50 des Schallwandlers 30 gemäß einer
weiteren Ausgestaltung. Das Magnetsystem 50 enthält zwei
Teilvolumina 51, 52, wobei ein erstes Teilvolumen
als äußeres Teilvolumen 51 und
ein zweites Teilvolumen als inneres Teilvolumen 52 bezeichnet
sein soll. Zumindest eines der beiden Teilvolumina 51, 52 ist
aus einem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt, in welchem
zumindest abschnittsweise ein Magnet 53, 54 herausgebildet
ist. Die beiden Teilvolumina 51, 52 entsprechen
den in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems 30 gezeigten Teilvolumina 30; 40, 42.
-
Beide
Teilvolumina 51, 52 begrenzen einen Luftspalt 55,
in welchem ein Magnetfeld 56 auftritt. Der Luftspalt 55 ist
für das
Eintauchen einer Schwingspule 57 vorgesehen, die auf einer
nicht näher
gezeigten Membran angeordnet ist. Auch der Luftspalt 55,
das Magnetfeld 56 sowie die Schwingspule 57 entsprechen
dem in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems 30 gezeigten Luftspalt 17,
dem Magnetfeld 16 sowie der Schwingspule 18.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
wird davon ausgegangen, dass im Magnet 53 im ersten Teilvolumen 51 auf
der den Luftspalt 55 begrenzenden Seite ein magnetischer
Nordpol und im Magnet 54 im zweiten Teilvolumen 52 auf
der den Luftspalt 55 begrenzenden Seite ein magnetischer
Südpol
herausgebildet ist. Die Magnetpartikel können während der Herstellung des Magnetsystems 50 in
wenigstens einem Teilvolumen 51, 52, vorzugsweise
jedoch in beiden Teilvolumina 51, 52 mit dem Ziel
positioniert ausgerichtet werden, dass in nahezu dem gesamten Luftspalt 55 ein
homogenes Magnetfeld 56 auftritt. Die erforderliche Positionierung
und Ausrichtung der Magnetpartikel im kunststoffgebundenen Magnetmaterial
kann experimentell ermittelt werden.
-
Eine
vorteilhafte Ausgestaltung, die im Ausführungsbeispiel gemäß 7 dargestellt
ist, sieht vor, dass die beiden Teilvolumina 51, 52 auf
einer Unterseite 58, welche den Luftspalt 55 auf
einer Seite begrenzt, aneinander grenzen. In diesem Fall kann das
Magnetsystem 50 in besonders vorteilhafter Weise als ein
einziges U-förmiges
Bauteil hergestellt werden, bei welchem zumindest ein Teilvolumen 51, 52 aus
dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt ist.
-
8 zeigt
eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Magnetsystems 50 des
Schallwandlers 30, bei welchem ein äußeres Teilvolumen 60 und ein
inneres Teilvolumen 61 aus dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial
hergestellt sind und zusammen ein Volumen 62 bilden. Im
Volumen 62 ist ein Magnet 63 herausgebildet, dessen
Nordpol und Südpol
jeweils am Spalt 17 auftreten.
-
Der
Magnet 63 ist im gesamten kunststoffgebundenen Magnetmaterial
herausgebildet. Das Magnetsystem 50 gemäß dieser Ausgestaltung kann
wieder in besonders vorteilhafter Weise als ein einziges U-förmiges Bauteil
hergestellt werden. Die Positionierung des Magnetmaterials sowie
die Ausrichtung der Magnetpartikel im kunststoffgebundenen Magnetmaterial
kann für
das gesamte Volumen 62 in einem Arbeitsgang während der
Herstellung des Magnetsystems 50 vorgenommen werden.
-
Der
Magnet 63 des Magnetsystems 50 des Schallwandlers 30 kann
gemäß den in
den 4 und 5 gezeigten Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems 30 abschnittsweise
herausgebildet sein.
-
Das
Magnetsystem 50 kann beispielsweise derart ausgestaltet
sein, dass sich der Luftspalt 55 linear über eine
vorgegebene Distanz erstreckt. Alternativ kann eine rotationssymmetrische
Ausgestaltung vorgesehen sein.
-
9 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines derartigen rotationssymmetrisch
ausgestalteten Magnetsystems 50 des Schallwandlers 30.
Vorzugsweise ist das Magnetsystem 50 entsprechend der in 7 oder
insbesondere der in 8 mit dem Volumen 62 gezeigten
Ausgestaltung als ein einziges Bauteil realisiert.
-
Im
Folgenden wird davon ausgegangen, dass das in 9 gezeigte
Magnetsystem 50 gemäß 8 mit
dem äußeren und
inneren Teilvolumen 60, 61 realisiert ist, die
zusammen das Volumen 62 bilden. Das in 9 gezeigte
Magnetsystem 50 kann jedoch auch auf der in 7 gezeigten
Grundlage ausgestaltet sein. Die beiden Teilvolumina 60, 61 begrenzen
den Luftspalt 55, in welchen eine kreisförmig ausgestaltete,
nicht näher
gezeigte Schwingspule eintauchen kann.
-
In 9 ist
grafisch angedeutet, dass das äußere Teilvolumen 60 eine
geringere Radiendifferenz als das innere Teilvolumen 61 aufweist.
Damit wird optisch darauf aufmerksam gemacht, dass gemäß einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Magnetsystems 50 das äußere und
innere Teilvolumen 60, 61 zumindest näherungsweise
denselben Rauminhalt aufweisen. Mit dieser Maßnahme kann die höchstmögliche Flussdichte
im Luftspalt 55 bei vollständiger Ausnutzung des kunststoffgebundenen
Magnetmaterials erzielt werden. Neben der höchstmöglichen Flussdichte im Luftspalt 55 wird
mit dieser Maßnahme
ein homogenes Magnetfeld 56 nahezu im gesamten Luftspalt 55 erzielt.
-
10 zeigt
eine Draufsicht auf das Magnetsystem 50 des Schallwandlers 30.
Die Draufsicht ermöglicht
einen Blick auf wenigstens eine Öffnung 64, die
auf der Unterseite 58 des Luftspalts 55 vorgesehen
ist. Die wenigstens eine Öffnung 64 ermöglicht beispielsweise
einen Druckausgleich bei einer hin- und hergehenden Bewegung der Schwingspule 57 im
Luftspalt 55, der insbesondere erforderlich ist, wenn der
Durchmesser des elektrischen Leiters der Schwingspule 57 nahezu
der Breite des Luftspalts 55 entspricht und somit den Luftspalt 55 daher
nahezu abdichtet. Die Öffnung 64 kann
weiterhin mit einem Gewinde versehen werden.
-
11 zeigt
eine Draufsicht auf die Unterseite 58 des in 7 gezeigten
Magnetsystems 50 des Schallwandlers 30. Die wenigstens
eine Öffnung 64 kann,
wie im Ausführungsbeispiel
gemäß 11 dargestellt,
durch eine Bohrung im kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt
werden.
-
Die
in 7 gezeigte Trennlinie 59 zwischen dem äußeren und
inneren Teilvolumen 51, 52 sowie die in 11 eingezeichnete,
die wenigstens eine Öffnung 64 verbindende
Trennlinie 59 dient nur zur Orientierung. Eine derartige
Trennlinie 59 ist nur vorhanden, wenn nur ein Teilvolumen 51, 52 entsprechend
der Ausgestaltung gemäß 7 aus
dem kunststoffgebundenen Magnetmaterial hergestellt ist. Die Trennlinie 59 ist
nicht vorhanden, wenn beide Teilvolumina 60, 61 gemäß der in 8 gezeigten Ausgestaltung
einstückig
als Volumen 60 hergestellt sind.
-
Eine
Ausgestaltung des in 7 gezeigten Magnetsystems 50 kann
die nicht näher
gezeigte abschnittsweise Herausbildung von Magneten 53, 54 vorsehen,
die der in 4 gezeigten Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Schallwandler-Magnetsystems 30 entspricht.
Wesentlich ist auch hier, dass sämtliche
einzeln herausgebildete Magnete 53, 54 in einem
Teilvolumen 51, 52 hinsichtlich der magnetischen
Polung gleich ausgerichtet sind.