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Stand der
Technik
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Materialbahnen
müssen,
bevor sie versandt werden können,
zu Versand- oder Fertigrollen aufgewickelt werden. Als Rollenkerne
werden hierfür üblicherweise
Wickelhülsen
verwendet, die vorzugsweise aus Pappe bestehen. Die Fertigrollen
werden dadurch erzeugt, dass so genannte Mutter- oder Tambourrollen,
die am Ausgang einer Papier- oder Kartonmaschine oder nach der Satinage
der Materialbahn erzeugt werden, abgewickelt, in Längsrichtung geschnitten
und dann jeweils auf Wickelhülsen
aufgewickelt werden. Diese Wickelhülsen liegen in einem von zwei
Tragrollen einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine gebildeten Wickelbett.
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Im
Fall einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine, wie sie beispielsweise
in den beiden Druckschriften
DE 200 13 319 U1 und
EP 0 792 245 B1 beschrieben
ist, ist mindestens eine der beiden Tragwalzen angetrieben. Auf
diese Weise liegen entsprechend der Anzahl der aus der ursprünglichen
Materialbahn durch Längsschnitte
erzeugten einzelnen Materialbahnen mehrere Wickelhülsen nebeneinander in
dem Wickelbett, auch wenn nachfolgend aus Gründen der einfachen Darstellung
stets nur eine einzige Wickelhülse
in Verbindung mit einem auf ihr aufgewickelten Materialbahnwickel
angesprochen wird. Es ist jedoch auch möglich, lediglich eine einzige
Wickelrolle in einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine zu wickeln.
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Die
Wickelhülsen
sind über
Führungsköpfe, welche
mittels Führungsschlitten
in Führungsschienen
einer Linearführung
in vertikaler Richtung geführt sind,
axial im Wickelbett gehalten. Dabei ist der einzelne Führungsschlitten
durch einen Hydraulik- oder gegebenenfalls Pneumatikzylinder, welcher
durch einen konstanten Druck für
eine entlastende Kraft zwecks einer Gewichtsentlastung an der Achslosen sorgt,
beaufschlagt.
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Dieses
vertikale Bewegungssystem weist in nachteilhafter Weise den so genannten
Stick-Slip-Effekt auf, so dass nach einem Setwechsel nicht fortwährend eine
punktgenaue, das heißt
horizontal fluchtende Positionierung des Führungskopfs mit den Wickelhülsen (Leerhülsensatz)
gewährleistet
werden kann. Der Stick-Slip-Effekt bezeichnet das Ruckgleiten von
gegeneinander bewegten Festkörpern.
Dabei üben
gedämpft
gekoppelte Oberflächenteile
eine schnelle Bewegungsfolge aus Haften, Verspannen, Trennen und
Abgleiten aus. Dies führt
je nach Tribosystem zur Anregung von Schwingungen, die von einer
resonanzfähigen
Oberfläche
als Geräusch
abgestrahlt werden. Der Effekt verschwindet zumeist, sobald die
Reibpartner durch einen Zwischen- beziehungsweise Schmierstoff getrennt
werden.
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Zudem
besteht bei der Verwendung von Fremdmedien, insbesondere Hydrauliköl, im Bereich des
vertikalen Bewegungssystems die Gefahr einer zumindest leichten
Leckage über
die Zeit hinweg. Infolge des Tropfens von Hydrauliköl, wie dies
bei herkömmlichen
Systemen oftmals zu sehen ist, wird die Funktionsfähigkeit
des vertikalen Bewegungssystems, insbesondere die Gewichtsentlastungsfunktion,
zusehend verschlechtert. Zudem kann die Materialbahn nicht unwesentlich
verschmutzt werden, so dass eine erhöhte Ausschussquote produziert
wird.
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Aufgabe der
Erfindung
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rollenwickelvorrichtung
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass sie einerseits
eine verbesserte Gewichtsentlastung an der Achslosen fortwährend sicherstellt
und andererseits eine punktgenaue Positionierung des Führungskopfs mit
den Wickelhülsen
ermöglicht
und auch gewährleistet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass zumindest eine elektromechanische Antriebseinheit zum jeweiligen
Antrieb des in der Linearführung
bewegbar angeordneten Führungsschlittens
vorgesehen ist.
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Die
erfindungsgemäße Aufgabe
wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
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Die
Erfindung zeichnet sich also durch die erfolgreiche Realisierung
zweier Ziele, das heißt
zweier Teilaufgaben mittels einer einzigen Maßnahme aus. Infolge des Vorsehens
einer keinen Stick-Slip-Effekt aufweisenden Antriebseinheit kann
also nach jedem Setwechsel eine punktgenaue, das heißt horizontal fluchtende
Positionierung des Führungskopfs
mit den Wickelhülsen
(Leerhülsensatz)
fortwährend
gewährleistet
werden. Zudem wird aufgrund der Verwendung eines bereits im Bereich
der Wickelmaschine ohnehin vorhandenen Mediums, nämlich Elektrizität, von keinem
weiteren Fremdmedium, insbesondere Hydrauliköl, zum Betrieb des vertikalen
Bewegungssystems Gebrauch gemacht. Da eine elektromechanische Antriebseinheit
zudem keinen Gebrauch eines möglicherweise
austretenden Mediums macht, kann die Funktionsfähigkeit des vertikalen Bewegungssystems,
insbesondere die Gewichtsentlastung an der Achslosen, zu jedem Betriebszeitpunkt garantiert
werden.
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Überdies
weist die erfindungsgemäße Bewegungseinrichtung
im Gegensatz zu den bekannten Zylindereinheiten, insbesondere Hydraulik-
oder Pneumatikzylinder, keine Hysterese auf. Diese beim Stand der
Technik auftretende Hysterese führt
unter Umständen
dazu, dass die Führungsköpfe nicht mehr
genau mit der Wickelhülse
fluchten, der eine Führungskopf
dann etwas höher
als der andere Führungskopf
steht. Dies führt
wiederum dazu, dass die Wickelhülse
tendenziell etwas verspannt wird. Tritt diese Art der Verspannung
auf, dann löst
sie zwangsläufig
durch den taumelnden Lauf der Wickelrolle Vibrationen aus, die Wickelfehler
verursachen können. Dies
wird aufgrund der Verwendung der erfindungsgemäßen Bewegungseinrichtung vermieden.
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In
einer ersten bevorzugten Ausführungsform
umfasst die elektromechanische Antriebseinheit wenigstens einen
vorzugsweise steuer-/regelbaren Elektromotor und wenigstens ein
Riemengetriebe. Das nahezu lautlos arbeitende Riemengetriebe nutzt hierbei
bevorzugt einen Flachriemen, einen Keilriemen, einen Zahnriemen,
eine Keilflach-/Zahnflachriemen, einen Rundriemen oder dergleichen
zur Kraftübertragung.
Ein derartiges Bewegungssystem zeichnet sich überdies insbesondere durch
seine Funktionalität
bei gleichzeitig verringertem Wartungsaufwand aus.
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Die
elektromechanische Antriebseinheit kann in einer weiteren praktischen
Ausführungsform auch
wenigstens einen vorzugsweise steuer-/regelbaren Elektromotor und
wenigstens ein Spindelgetriebe umfassen. Dabei nutzt das präzise arbeitende Spindelgetriebe
bevorzugt wenigstens eine Spindelstange und wenigstens eine Spindelmutter
zur Kraftübertragung.
Dieses Bewegungssystem eignet sich insbesondere zur Übertragung
von großen
Kräften, die
bei größeren Rollenwickelvorrichtungen
vermehrt auftreten können.
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Und
in einer bevorzugten Ausführungsform umfasst
die elektromechanische Antriebseinheit wenigstens einen vorzugsweise
steuer-/regelbaren Elektromotor und wenigstens eine Zahnstange samt Zahnrad
zur Kraftübertragung.
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Unter
praktischen Aspekten ist es weiterhin von Vorteil, wenn ein vorzugsweise
lineares Messsystem vorgesehen ist, welches entweder an der elektromechanischen
Antriebseinheit oder an der Linearführung angeordnet ist. Dieses
Messsystem kann mit einem Regelsystem zusammenwirken und dabei sicherstellen,
dass die Führungsköpfe beim Spannen
der Wickelrolle im Wickelbett stets genau auf der Mitte der Wickelhülse positioniert
werden und dass die Führungsköpfe der
Wickelachse immer radialkraftfrei folgen. Die elektromotorische
Antriebseinheit kann zudem auch zu einer aktiven Schwingungsdämpfung benutzt
werden.
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Der
einzelne Führungskopf
kann mit dem in der Linearführung
bewegbar angeordneten Führungsschlitten
vorzugsweise unmittelbar verbunden sein oder er kann stirnseitig
auf einer vorzugsweise steuer-/regelbaren Bewegungseinrichtung angeordnet
sein, die wiederum mit dem entsprechenden in der Linearführung bewegbar
angeordneten Führungsschlitten
verbunden ist. Die zweiter Lagerungsart zeichnet sich durch eine
reduzierte Anzahl an Bauteilen bzw. -gruppen bei gänzlich verbesserter Funktionalität aus. Möglicherweise
störende,
gar kritische Schwingungen verursachende Bauteile bzw. -gruppen
sind nicht mehr vorhanden, wodurch wiederum die Verwendungsmöglichkeit
der Vorrichtung verbessert wird.
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Die
Bewegungseinrichtung ist bevorzugt eine mit einem Fluid betriebene
Zylindereinheit, insbesondere ein Hydraulikzylinder, oder eine Spindeleinheit.
Diese Arten der Bewegungseinrichtungen zeichnen sich durch eine
hohe Funktionalität
bei guter Runnability aus.
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Damit
ein mögliches
Schwingen der Randrollen infolge wirkender Radialkräfte weitestgehend vermieden
wird, weist die Bewegungseinrichtung bevorzugt mindestens eine Führung zur
Aufnahme etwaiger radialer Kräfte
auf. Das mögliche
Schwingen der Randrollen kann Schwingungen auslösen, die die Wickelqualität der Einzelrollen
beeinträchtigt
und im schlimmsten Fall sogar so weit gehen, dass der gesamte Rollenwurf
unabsichtlich und frühzeitig
ausgeworfen wird.
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Der
Führungskopf
kann mit der Bewegungseinrichtung auf vielerlei Arten kraft- oder
formschlüssig
verbunden sein:
- – so kann er unmittelbar mit
der Bewegungseinrichtung verbunden sein,
- – er
kann kraftschlüssig
mit der Bewegungseinrichtung verbunden sein,
- – er
kann mindestens ein elastisches Element, insbesondere aus Gummi,
aufweisen, über
das er in einem Führungselement
gelagert ist, wobei das Führungselement
mit der Bewegungseinrichtung verbunden ist, und/oder
- – er
kann mit einem Führungselement
verbunden sein, wobei das Führungselement
mindestens ein elastisches Element, insbesondere aus Gummi, aufweist, über das
es an der Bewegungseinrichtung gelagert ist.
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Ferner
kann die Bewegungseinrichtung anstatt oder ergänzend mindestens ein elastisches
Element, insbesondere aus Gummi, aufweisen, über das sie mit dem in der
Linearführung
bewegbar angeordneten Führungsschlitten
verbunden ist.
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Durch
die dargelegten Verbindungsarten wird auf einfache Weise ein radialer
Freiheitsgrad in der Lagerung der Wickelrolle realisiert. Aufgrund
von Schwingungen der Rollenwickelvorrichtung insgesamt und der Wickelrolle
insbesondere kann auf diesen Freiheitsgrad nicht verzichtet werden.
Die radiale Beweglichkeit der Achslosen oder des Führungskopfes
wird durch federnde Elemente, vorzugsweise durch Gummielemente,
erreicht. Die Elemente sind an der Linearachse, an dem Führungsrohr
oder an dem Führungskopf
befestigt. Die elastischen Elemente haben außerdem den Vorteil, dass sie
die Schwingungen des Systems dämpfen.
Deshalb können
auch zusätzliche
Dämpfer
eingesetzt werden. Dadurch werden überdies Masse an Material und Kosten
eingespart.
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Ferner
ist die Bewegungseinrichtung mit dem in der Linearführung bewegbar
angeordneten Führungsschlitten
leicht lösbar
verbunden, so dass beste Voraussetzungen für ein leichtes Wechseln der zumindest
aus der Bewegungseinrichtung und dem Führungskopf bestehenden Einheit
gegeben sind. Die leicht lösbare
Verbindung kann beispielsweise mindestens eine Schraubverbindung
umfassen, die optional mit wenigstens einem Positionsstift zur besseren
Positionierung der Einheit versehen ist.
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Beispiel
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
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Es
zeigen
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1 eine
stirnseitige Ansicht einer erfindungsgemäßen Rollenwickelvorrichtung
mit einer Linearführung
zur Lagerung einer Wickelrolle;
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2 einen
Ausschnitt einer längsseitigen Ansicht
der Rollenwickelvorrichtung gemäß 1;
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3 bis 5 drei
Ansichten der aus Führungskopf,
Bewegungseinrichtung und Linearführung gebildeten
Baugruppe;
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6 und 7 zwei
Schnittdarstellungen der an der Linearführung angeordneten Bewegungseinrichtung;
und
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8 eine
waagrechte Schnittansicht durch einen Führungskopf mit einem anschließenden Führungselement.
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Die
in der 1 in stirnseitiger Ansicht dargestellte Rollenwickelvorrichtung 1 umfasst
zwei nebeneinander liegend angeordnete Tragwalzen 2, 3, von
denen mindestens eine angetrieben ist und die zusammen ein Wickelbett 4 zum
Aufwickeln einer Materialbahn 5 auf eine Wickelhülse 6 zu
einer Wickelrolle 7 bilden. Es versteht sich, dass anstelle
einer einzigen Wickelrolle 7 eine Mehrzahl von in axialer
Richtung nebeneinander liegenden Wickelrollen 7 in dem
Wickelbett 4 aufgewickelt werden können.
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Bei
der Materialbahn 5 kann es sich beispielsweise um eine
Papierbahn handeln, die zu einer Papierbahnrolle aufgewickelt wird.
Die Erfindung ist jedoch auch bei anderen Materialbahnen, die ebenfalls
zu Wickelrollen aufgewickelt und auf ähnliche Weise gehandhabt werden
müssen,
wie beispielsweise Bahnen aus Karton, Kunststoff- oder Metallfolie,
entsprechend anwendbar.
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Entsprechend
dem während
des Betriebs der Rollenwickelvorrichtung 1 zunehmenden
Durchmessers der Wickelrolle 7 sind zwei stirnseitig die
Wickelrolle 7 aufnehmende Führungsköpfe 8 jeweils mittels
eines in einer Linearführung 9 geführten Führungsschlittens 11 in
vertikaler Richtung R (Doppelpfeil; Z-Achse) bewegbar angeordnet.
Die dargestellte Linearführung 9 umfasst,
wie dargestellt, eine einzige Führungsschiene 10.2 oder
auch zwei Führungsschienen
für die
Führungsschlitten 11.
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Zum
Antrieb des jeweiligen in der Linearführung 9 bewegbar angeordneten
Führungsschlittens 11 ist
eine elektromechanische Antriebseinheit 12 vorgesehen,
die zumindest einen vorzugsweise steuer-/regelbaren Elektromotor 13 umfasst.
Der lediglich schematisch angedeutete Elektromotor 13 ist
eine bekannte Drehfeldmaschine in Ausgestaltung eines Asynchronmotors,
eines Synchronmotors, eines Kondensatormotors, eines Spaltpolmotors,
eines Reluktanzmotors oder dergleichen.
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Die
in der 1 dargestellte elektromechanische Antriebseinheit 12 umfasst
weiterhin wenigstens ein Riemengetriebe 14, das einen Flachriemen 15 zur
Kraftübertragung
nutzt. Der Flachriemen 15 ist über eine vom dem Elektromotor 13 beaufschlagte Antriebsscheibe 16.1 und eine
Umlenkscheibe 16.2 geführt,
wobei beide Scheiben 16.1, 16.2 mit der Führungsschiene 10.2 in
Verbindung stehen, insbesondere endseitig an ihr befestigt sind.
Der Führungsschlitten 11 steht
in fester Verbindung mit dem Flachriemen 15, beispielsweise
durch zumindest eine verschraubte Klemmung 17, eine ausschließliche Verschraubung
oder dergleichen.
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Das
Riemengetriebe 14 kann selbstverständlich alternativ oder ergänzend auch
ein anderes bekanntes Bauteil, beispielsweise einen Keilriemen, einen
Zahnriemen, einen Keilflach-/Zahnflachriemen, einen Rundriemen oder
dergleichen, zur Kraftübertragung
nutzen. Auch kann die elektromechanische Antriebseinheit wenigstens
ein Spindelgetriebe, das heißt
wenigstens eine Spindelstange und wenigstens eine Spindelmutter,
und/oder wenigstens eine Zahnstange samt Zahnrad zur Kraftübertragung
umfassen.
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Weiterhin
ist an der Rollenwickelvorrichtung 1 ein lineares Messsystem 34 bekannter
Bauart und bekannter Funktionsweise vorgesehen, welches an der elektromechanischen
Antriebseinheit 12 angeordnet ist. Alternativ oder ergänzend kann
das lineare Messsystem 34 auch an der Linearführung 9 angeordnet
sein. Das lineare Messsystem 34 wirkt ferner mit einem
Regelsystem 35 zusammen und stellt dabei sicher, dass die
Führungsköpfe 8 beim
Spannen der Wickelrolle 7 im Wickelbett 4 stets
genau auf der Mitte der Wickelhülse 6 positioniert
werden und dass die Führungsköpfe 8 der
Wickelachse immer radialkraftfrei folgen.
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Die 2 zeigt
einen Ausschnitt einer längsseitigen
Ansicht der Rollenwickelvorrichtung 1 gemäß 1.
Der jeweilige Führungskopf 8 ist
stirnseitig und unmittelbar auf einer vorzugsweise steuer-/regelbaren
Bewegungseinrichtung 18 (Y-Achse) angeordnet, die wiederum
mit den entsprechenden in der Linearführung 9 bewegbar angeordneten
Führungsschlitten 11 verbunden
ist. Die unmittelbare Anordnung erfolgt vorzugsweise mittels einer
leicht lösbaren
und kraftschlüssigen
Verbindung 19 (vgl. 6), beispielsweise
mittels eines Morsekegels 19.1. Zum Lösen der Verbindung 19 wird
die bewegte Einheit der Bewegungseinrichtung 18 soweit
zurückgefahren,
dass der Führungskopf 8 aus
dem Morsekegel 19.1 gedrückt wird.
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In
alternativer, jedoch nicht dargestellter Ausführung kann der einzelne Führungskopf 8 mit dem
in der Linearführung 9 bewegbar
angeordneten Führungsschlitten 11 vorzugsweise
unmittelbar verbunden sein.
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Die
Bewegungseinrichtung 18 ist in der Darstellung der 2 eine
mit einem Fluid betriebene Zylindereinheit 20, insbesondere
ein Hydraulikzylinder. In weiterer Ausgestaltung kann sie auch eine Spindeleinheit
oder dergleichen sein.
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Die 3 bis 5 zeigen
drei Ansichten der aus Führungskopf 8,
Bewegungseinrichtung 18 und Linearführung 9 gebildeten
Baugruppe 21.
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Die
Bewegungseinrichtung 18 und die Linearführung 9 samt Grundteil 10.1,
Führungsschiene 10.2 und
der zwei Führungsschlitten 11 der
in der 3 in perspektivischer Ansicht dargestellten Baugruppe 21 sind
leicht lösbar
miteinander verbunden. Die leicht lösbare Verbindung 22 umfasst
darstellungsgemäß mehrere
zwischen der Bewegungseinrichtung 18 und den beiden Führungsschlitten 11 wirkende
Schraubverbindungen 23, die optional mit wenigstens einem
Positionsstift zur besseren Positionierung der Einheit versehen
sein können.
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Die
beiden 4 und 5 zeigen die jeweils aus dem
Führungskopf 8,
der Bewegungseinrichtung 18 und der Linearführung 9 gebildete
Baugruppe 21 in zwei verschiedenen Ansichten.
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In
der Darstellung der 4 ist wiederum erkennbar, dass
der Führungskopf 8 unmittelbar,
also direkt an der Bewegungseinrichtung 21 angeordnet ist.
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Die
beiden 6 und 7 zeigen zwei Schnittdarstellungen
der an der Linearführung 9 angeordneten
Bewegungseinrichtung 18.
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Dabei
zeigt die teilweise geschnittene Darstellung der 6 erneut,
dass der nicht dargestellte Führungskopf
unmittelbar, also direkt an der Bewegungseinrichtung 18 angeordnet
ist. Die unmittelbare Anordnung erfolgt zum Beispiel mittels der
leicht lösbaren
und kraftschlüssigen
Verbindung 19, deren Morsekegel 19.1 erkennbar
ist.
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Der
Querschnitt der 7 zeigt, dass die Bewegungseinrichtung 18 zwei
gegenseitig angebrachte Führungen 24 zur
Aufnahme etwaiger radialer Kräfte
aufweist. Die einzelne Führung 24 umfasst
einen an dem Gehäuse 25 der
Bewegungseinrichtung 18 ortsfest angeordneten Stift 26,
der außenseitig
in einem Führungsschlitten 11 der
Linearführung 9 ortsfest
angeordnet ist. Die ortsfeste Anordnung kann beispielsweise durch
Klemmung mittels der vorbeschriebenen Schraubverbindungen 23 erfolgen. Überdies
ist die X-Achse in die 7 eingezeichnet.
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Die 8 zeigt
eine waagrechte Schnittansicht durch einen Führungskopf 8 mit einem
anschließenden
Führungselement 29.
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In
dieser Ausführung
weist der Führungskopf 8 über einen
zylinderförmigen
Vorsprung 27 ein diesen umgebendes elastisches und hohlzylinderförmiges Element 28,
insbesondere aus Gummi, auf, über das
er in dem Führungselement 29 gelagert
ist. Das als Führungsrohr
oder als Führungsbuchse,
allgemein als Zwischenstück
ausgebildetes Führungselement 29 ist
wiederum mit der Bewegungseinrichtung 18 verbunden.
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Statt
des Einsatzes des elastischen Elements 28 bei einem Führungskopf 8,
der einen Ansatz 30 zum Aufschieben einer Wickelhülse umfasst, lässt sich
die Erfindung auch bei Spannköpfen
einsetzen, auf die die Wickelhülsen
aufgespannt werden und die im Sinne der Erfindung ebenfalls als
Führungsköpfe angesehen
werden.
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In
der Ausführung
weist auch das Führungselement 29 ein
entsprechendes elastisches Element 31, insbesondere aus
Gummi, auf, über
das es an einem aus der Bewegungseinrichtung 18 herausragenden
zylindrischen Vorsprung 32 gelagert ist.
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In
weiterer Ausführung
weist, wie in 7 dargestellt, die Bewegungseinrichtung 18 zwei
elastische Elemente 33, insbesondere aus Gummi, auf, über die
sie jeweils mit dem in der Linearführung 9 bewegbar angeordneten
Führungsschlitten 11 verbunden
ist. Das jeweilige elastische und hohlzylindrische Element 33 ist
dabei am dazugehörigen
Stift in dessen Klemmbereich angeordnet.
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Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine Rollenwickelvorrichtung
der eingangs genannten Art derart weitergebildet wird, dass einerseits
eine verbesserte Gewichtsentlastung an der Achslosen fortwährend sichergestellt
und andererseits eine punktgenaue Positionierung des Führungskopfs
mit den Wickelhülsen
ermöglicht
und auch gewährleistet
ist.
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- 1
- Rollenwickelvorrichtung
- 2
- Tragwalze
- 3
- Tragwalze
- 4
- Wickelbett
- 5
- Materialbahn
- 6
- Wickelhülse
- 7
- Wickelrolle
- 8
- Führungskopf
- 9
- Linearführung
- 10.1
- Grundteil
- 10.2
- Führungsschiene
- 11
- Führungsschlitten
- 12
- Elektromechanische
Antriebseinheit
- 13
- Elektromotor
- 14
- Riemengetriebe
- 15
- Flachriemen
- 16.1
- Antriebsscheibe
- 16.2
- Umlenkscheibe
- 17
- Verschraubte
Klemmung
- 18
- Bewegungseinrichtung
- 19
- Verbindung
- 19.1
- Morsekegel
- 20
- Zylindereinheit
- 21
- Baugruppe
- 22
- Verbindung
- 23
- Schraubverbindung
- 24
- Führung
- 25
- Gehäuse
- 26
- Stift
- 27
- Vorsprung
- 28
- Elastisches
Element
- 29
- Führungselement
- 30
- Ansatz
- 31
- Elastisches
Element
- 32
- Vorsprung
- 33
- Elastisches
Element
- 34
- Messsystem
- 35
- Regelsystem
- R
- Vertikale
Richtung (Doppelpfeil)
- X
- X-Achse
- Y
- Y-Achse
- Z
- Z-Achse