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Die
Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung mit mindestens einer
Lichtquelle und ein Displaysystem mit einer solchen Beleuchtungseinrichtung.
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Displaysysteme
und deren Beleuchtungseinrichtungen sind beispielsweise in den Druckschriften
US 5,633,755 und
US 6,323,982 beschrieben.
Displaysysteme, wie etwa DLP-Projektoren
(kurz für „digital
light processing projector"),
umfassen eine Beleuchtungseinrichtung mit einer Lichtquelle, deren Licht
auf einen DMD-Chip (kurz für „digital
mirror device chip")
gelenkt wird. Der DMD-Chip umfasst mikroskopisch kleine schwenkbare
Spiegel, die das Licht entweder auf die Projektionsfläche lenken, wenn
das zugehörige
Pixel angeschaltet sein soll oder das Licht von der Projektionsfläche weg
lenken, beispielsweise auf einen Absorber, wenn das zugehörige Pixel
ausgeschaltet sein soll. Jeder Spiegel wirkt somit als Lichtventil,
das den Lichtfluss eines Pixels steuert. Diese Lichtventile werden
vorliegend DMD-Lichtventile genannt. Zur Farberzeugung umfasst ein
DLP-Projektor im
Falle einer Beleuchtungseinrichtung, die weißes Licht aussendet, beispielsweise
ein Filterrad, das zwischen Beleuchtungseinrichtung und DMD-Chip
angeordnet ist und Filter verschiedener Farben, beispielsweise Rot,
Grün und Blau
enthält.
Mit Hilfe des Filterrades wird aus dem weißen Licht der Beleuchtungseinrichtung
Licht der jeweils gewünschten
Farbe sequenziell durchgelassen.
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Die
Farbtemperatur solcher Displaysysteme hängt in der Regel mit dem Farbort
des Lichtes der Beleuchtungseinrichtung zusammen. Dieser ändert sich
in der Regel mit den Betriebsparametern der Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung,
wie beispielsweise Spannung, Stromstärke und Temperatur. Weiterhin
ist abhängig
von den in der Beleuchtungseinrichtung verwendeten Lichtquellen
das Verhältnis zwischen
Stromstärke
und Lichtfluss nicht notwendigerweise linear. Dies führt bei Änderung
der Stromstärke
ebenfalls zu einer Änderung
des Farbortes des Lichtes der Lichtquelle und damit zu einer Änderung
der Farbtemperatur des Displaysystems.
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Weiterhin
ist die Farbtiefe des Displaysystems durch die minimale Einschaltdauer
eines Pixels begrenzt. Zur Erhöhung
der Farbtiefe kann beispielsweise Dithering eingesetzt werden, bei
dem einzelne Pixel mit einer geringeren Frequenz als der regulären Frequenz
von 1/60 Hz geschalten werden. Hierbei kommt es allerdings in der
Regel zu einem für
den menschlichen Betrachter sichtbaren Rauschen.
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Das
Kontrastverhältnis
des Displaysystems ist durch das Verhältnis des maximalen Lichtflusses bei
vollständig
geöffneten
Lichtventilen zu minimalen Lichtfluss bei vollständig geschlossenen Lichtventilen
definiert. Zur Erhöhung
des Kontrastverhältnisses eines
Displaysystems kann beispielsweise der minimale Lichtfluss bei vollständig geschlossenen
Lichtventilen mittels einer mechanischen Blende weiter verringert
werden. Eine mechanische Blende beansprucht jedoch Platz in der
Beleuchtungseinrichtung oder dem Displaysystem, erhöht das Gewicht
der Beleuchtungseinrichtung oder des Displaysystems und stellt außerdem eine
zusätzliche
potentielle Quelle für
Störungen
dar.
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beleuchtungseinrichtung anzugeben,
deren Farbort gezielt angepasst werden kann. Eine weitere Aufgabe ist
es, ein Displaysystem mit einer solchen Beleuchtungseinrichtung
anzugeben. Weiterhin ist es wünschenswert,
eine Beleuchtungseinrichtung zur Verwendung in einem Displaysystem
anzugeben, mit deren Hilfe auf einfache Art und Weise die Farbtiefe und/oder
das Kontrastverhältnis
des Displaysystems verbessert werden kann.
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Diese
Aufgaben werden durch eine Beleuchtungseinrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruches 1 und durch ein Displaysystem mit den Merkmalen
des Patentanspruches 15 gelöst.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Beleuchtungseinrichtung beziehungsweise des Displaysystems sind
in den abhängigen
Ansprüchen
2 bis 14 sowie 16 bis 20 angegeben.
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Eine
Beleuchtungseinrichtung gemäß der Erfindung
umfasst ein Betriebsgerät,
das mit einem elektrischen Signal gemäß einer im Betriebsgerät gespeicherten
Lichtkurve mindestens eine Lichtquelle ansteuert.
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Mit
dem Begriff „Lichtkurve" ist vorliegend eine
Funktion der Beleuchtungsstärke
in Abhängigkeit
der Zeit zu verstehen. Das Betriebsgerät generiert das elektrische
Signal zur Ansteuerung der Lichtquelle entsprechend der Lichtkurve,
so dass die Lichtquelle die jeweils gewünschte Beleuchtungsstärke erzeugt.
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Bei
dem elektrischen Signal, mit dem die Lichtquelle angesteuert wird,
handelt es sich bevorzugt um ein Stromstärkesignal.
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Die
Beleuchtungseinrichtung kann bevorzugt in einem Displaysystem eingesetzt
werden, dessen Farben sequenziell angesteuert sind. Mit Hilfe der Lichtkurve
kann der Lichtfluss der Beleuchtungsquelle für jede Farbe vorteilhafterweise
derart gezielt zeitlich variiert werden, dass bei Verwendung der
Beleuchtungseinrichtung in einem Displaysystem mit sequenzieller
Farbsteuerung, der Lichtfluss der Beleuchtungseinrichtung für jede Farbe
gesondert derart auf gewünschte
Art und Weise eingestellt werden kann, dass die Farbtemperatur des
Displaysystems an einen gewünschten
Wert angepasst ist.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Beleuchtungseinrichtung weist die Lichtkurve Segmente mit zeitlich
konstanter Beleuchtungsstärke auf.
Besonders bevorzugt setzt sich die Lichtkurve aus Segmenten mit
zeitlich konstanter Beleuchtungsstärke zusammen. Dies bedeutet,
dass für
eine Zeit tx die Lichtkurve eine zeitlich
konstante Beleuchtungsstärke
Bx aufweist und dem darauf folgenden Zeitintervall
tx+1 eine ebenfalls zeitlich konstante Beleuchtungsstärke Bx+1. Wird die Beleuchtungseinrichtung in
einem Displaysystem mit sequenzieller Farbsteuerung verwendet, ist
bevorzugt während
des Zeitintervalls tx eine einzige Farbe
des Displaysystems angeschaltet und während des darauf folgenden
Zeitintervalls tx+1 eine andere Farbe.
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Beim
Wechsel auf die andere Farbe wechselt auch die Lichtkurve auf eine
andere zeitlich konstante Beleuchtungsstärke, falls für die Einstellung einer bestimmten
Farbtemperatur eine andere Helligkeit dieser Farbe notwendig sein
sollte. So wird die Lichtquelle bei jeder Farbe mit einem entsprechenden
elektrischen Signal versorgt, um die Farbtemperatur des Displaysystems
an einen gewünschten Wert
anzupassen.
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Der
Wechsel zwischen den Beleuchtungsstärken der einzelnen Segmente
kann beispielsweise durch eine Variation des Betriebsstromes und/oder Ansteuerung
der Lichtquellen mittels eines pulsweitenmodulierten Signals (PWM-Signal)
erreicht werden. Eine Variation des Betriebsstromes wird bevorzugt
bei Gasentladungslampen eingesetzt, während PWM-Signale in der Regel
zur Ansteuerung von Leuchtdioden angewendet wird. Ein pulsweitenmoduliertes
Signal, vorzugsweise ein Rechtecksignal, signalisiert innerhalb
einer festen Grundperiode für eine
bestimmte Zeit tein den Zustand „ein" und für die restliche
Dauer der Grundperiode taus den Zustand „aus". Das Verhältnis aus
Einschaltzeit und Grundperiode tein/(tein + taus) bezeichnet
man als Tastverhältnis. Es
gibt den prozentualen zeitlichen Anteil an, über den das Rechtecksignal
innerhalb der Grundperiode angeschaltet ist.
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Enthält die Lichtkurve
kurze Segmente mit sehr niedriger Beleuchtungsstärke, so kann dadurch bei gleicher
Einschaltdauer der Lichtventile die von der Beleuchtungseinrichtung
ausgesandte Lichtmenge verringert werden, wodurch sich vorteilhafterweise
die Farbtiefe des Displaysystems erhöhen lässt, ohne beispielsweise ein
sichtbares Rauschen zu erzeugen, wie bei dem oben beschriebenen
Dithering. Die minimale Dauer, die ein kurzes Segment aufweisen
kann, hängt
von den verwendeten Lichtventilen ab. Bei DMD-Lichtventilen beträgt diese
bevorzugt ca. 8 μs,
bei LCD-Lichtventilen ca. 1 ms.
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Vorliegend
wird mit „LCD-Lichtventil" ein Lichtventil
bezeichnet, das mittels einer flüssigkristallinen
Matrix realisiert ist. Die Beleuchtungsstärke weist während dieser kurzen Segmente
bevorzugt einen der folgenden Werte auf: 50 %, 25 %, 12,5 %. Jede
Halbierung bringt in der Regel ein zusätzliches Bit an Farbtiefe.
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Bevorzugt
weist die Lichtkurve ein periodisches Signal auf, dessen Periode
zwischen 16 ms und 20 ms beträgt,
wobei die Grenzen eingeschlossen sind, oder besteht aus einem solchen.
Eine periodische Wiederholung mit einer Periodendauer zwischen 16
ms und 20 ms bietet den Vorteil, dass für das menschliche Auge kein
Flimmern zu erkennen ist.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Beleuchtungseinrichtung ist das Betriebsgerät dazu geeignet, dass die Lichtkurve
beispielsweise durch einen Benutzer oder durch ein externes Steuersignal
während
des Betriebs gezielt verändert
wird. Hierdurch kann beispielsweise durch eine Variation der Lichtkurve
der Farbort des Lichtes der Beleuchtungseinrichtung so angepasst
werden, dass die Farbtemperatur des Displaysystems, in dem die Beleuchtungseinrichtung
Verwendung findet, durch einen Benutzer oder automatisch an eine
gewünschte
Anwendung angepasst wird.
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Besonders
bevorzugt skaliert das Betriebsgerät die Lichtkurve proportional
zu einem vorgegebenen Referenzwert. Hierdurch kann der durchschnittliche
Lichtfluss der Beleuchtungseinrichtung mithilfe des Betriebsgerätes abgesenkt
oder auch angehoben werden, je nachdem, welcher Farbort der Beleuchtungseinrichtung
für die
jeweilige Anwendung erwünscht
ist. Besonders bevorzugt erfolgt die Skalierung linear. Durch eine
Absenkung oder Anhebung des Lichtflusses mittels der Lichtkurve
kann das Kontrastverhältnis
des Displaysystems in dem die Beleuchtungseinrichtung Verwendung
findet, vorteilhafterweise verbessert werden.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Beleuchtungseinrichtung erfasst das Betriebsgerät Betriebsparameter
der Lichtquelle. Betriebsparameter der Lichtquelle sind beispielsweise Spannung,
Temperatur, Stromstärke
und Farbe des Lichtes. Ist in dem Betriebsgerät etwa die Abhängigkeit
des Spektrums der Lichtquelle von deren Betriebsparametern abgespeichert,
so kann das Betriebsgerät
vorteilhafterweise das elektrische Signal zur Ansteuerung der Lichtquelle
derart regeln, dass Änderungen
im Spektrum der Lichtquelle aufgrund geänderter Betriebsparameter ausgeglichen
und damit der Farbort der Beleuchtungseinrichtung sowie die Farbtemperatur
des Displaysystems, in dem die Beleuchtungseinrichtung verwendet
ist, konstant gehalten wird. Weiterhin können auf diese Art und Weise
Nichtlinearitäten
in der Beleuchtungsstärke-Stromstärke-Kennlinie
dynamisch ausgeglichen werden.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
hält das
Betriebsgerät
den Lichtfluss der Lichtquelle mittels einer Regelschleife aus den
Betriebsparametern der Lichtquelle und dem vorgegebenen Referenzwert
konstant. Hierdurch kann vorteilhafterweise der Farbort der Beleuchtungseinrichtung
konstant gehalten werden.
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Weiterhin
verändert
das Betriebsgerät
bevorzugt während
des Betriebs den Referenzwert gezielt, beispielsweise auf Grund
der Eingabe entsprechender Werte durch einen menschlichen Benutzer. So
kann der Farbort der Beleuchtungseinrichtung vorteilhafterweise
während
des Betriebs durch einen Benutzer in gewünschter Art und Weise verändert werden.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Beleuchtungseinrichtung ist in dem Betriebsgerät die Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
der Lichtquelle gespeichert. Dies ermöglicht, dass das Betriebsgerät das elektrische
Signal zur Ansteuerung der Lichtquelle derart regelt, dass der Lichtfluss
der Lichtquelle konstant gehalten wird. Weiterhin ist es so möglich, die
relativen Beziehungen der Beleuchtungsstärke einzelner Segmente untereinander
trotz einer nichtlinearen Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
einzuhalten. Umfasst die Beleuchtungseinrichtung mehrere Lichtquellen,
so kann in dem Betriebsgerät
entweder eine Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
gespeichert sein, falls die Lichtquellen alle dieselbe Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
aufweisen, oder es können
mehrere Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
in dem Betriebsgerät
gespeichert sein, falls die Lichtquellen unterschiedliche Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
aufweisen. Letzteres ist in der Regel der Fall, wenn Lichtquellen verschiedener
Farbe in der Beleuchtungseinrichtung verwendet sind.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der Beleuchtungseinrichtung umfasst diese eine oder mehrere Lichtquellen,
die Licht mit einem Farbort im weißen Bereich der CIE-Norm-Farbtafel
aussenden. Eine solche Beleuchtungseinrichtung ist insbesondere
dazu geeignet, in einem Displaysystem verwendet zu werden, dessen
Farben sequenziell mittels eines Farbmodulators, wie einem Filterrad,
erzeugt werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
der Beleuchtungseinrichtung umfasst diese mindestens zwei Lichtquellen,
die Licht unterschiedlicher Farben aussenden. Eine solche Beleuchtungseinrichtung kann
insbesondere in einem Displaysystem verwendet werden, das keinen
Farbmodulator aufweist. Die Farben werden bei dieser Ausführungsform
direkt durch die Lichtquellen erzeugt, die sequenziell nacheinander
gemäß der Lichtkurve
mit einem elektrischen Signal angesteuert werden. Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung
weist die Lichtkurve hierbei Segmente mit konstanter Beleuchtungsstärke jeweils während den
Zeitintervallen auf, in denen die einzelnen Farben eingeschaltet
sind. Auf diese Art und Weise wird die Helligkeit jeder Farbe gemäß der Beleuchtungsstärke des
jeweiligen Lichtkurvensegmentes eingestellt und damit der Farbort
der Beleuchtungseinrichtung auf einen gewünschten Wert eingestellt.
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Besonders
bevorzugt umfasst die Beleuchtungseinrichtung eine rote, eine grüne und eine
blaue Lichtquelle. Eine solche Beleuchtungseinrichtung kann mithilfe
der Lichtkurve rotes, grünes
und blaues Licht sequenziell hintereinander erzeugen, derart dass
bei einem menschlichen Betrachter ein weißer Farbeindruck hervorgerufen
wird.
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Als
Lichtquellen sind in der Beleuchtungseinrichtung beispielsweise
Gasentladungslampen, Halbleiterleuchtdioden, organische Leuchtdioden oder
Laserdioden verwendet.
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Die
Beleuchtungseinrichtung ist insbesondere dazu geeignet in einem
Displaysystem verwendet zu werden. Bevorzugt handelt es sich bei
dem Displaysystem um einen DLP-Projektor. Weiterhin kann die Beleuchtungseinrichtung
beispielsweise auch in einem LCD-Bildschirm verwendet sein, bei
dem die Lichtventile mittels einer flüssigkristallinen Matrix erzeugt
sind. Die Farben können
in einem LCD-Display entweder direkt durch die Hinterleuchtung erzeugt werden
oder mittels einer Filterplatte. Sollen die Farben direkt durch
die Hinterleuchtung erzeugt werden, so ist beispielsweise eine Beleuchtungseinrichtung geeignet,
die mindestens zwei Lichtquellen unterschiedlicher Farben aufweist,
wie oben beschrieben.
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Weiterhin
ist die Beleuchtungseinrichtung insbesondere zur Verwendung mit
einem Displaysystem geeignet, dessen Farben sequenziell angesteuert
sind.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
des Displaysystems wird die Lichtkurve über eine Kommunikationsschnittestelle
an die darzustellenden Bildinhalte angepasst (insbesondere die Leistung/mittlere
Beleuchtungsstärke).
Das bietet den Vorteil, dass beispielsweise die Beleuchtungsstärke der Lichtquelle(n)
dynamisch an die Helligkeit der Bildinhalte angepasst werden kann.
Hierdurch können
sowohl Kontrast als auch Farbtiefe verbessert werden.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des Displaysystems passt das Betriebsgerät die Lichtkurve durch zeitliche
Skalierung an die Geschwindigkeit des Synchronisationssignals an. Das
Synchronisationssignal weist in der Regel eine Frequenz von 50 Hz
oder 60 Hz auf und entspricht damit der Frequenz eines Videosignals.
Die Synchronisation erfolgt derart, dass sämtliche Segmente der Lichtkurve
linear skaliert werden, bis eine volle Periode der Lichtkurve in
eine volle Periode des Synchronisationssignals passt. Danach wird
noch die Phasenbeziehung der beiden Signale auf einen festen Wert
eingestellt. Die Lichtkurve weist dann in der Regel eine Dauer von
16,67 ms oder 20 ms auf. Wird ein Filterrad verwendet, so spielt
das Filterrad in dieser Zeit zwischen einmal und achtmal alle Farben
durch. Die Lichtkurve beinhaltet also in der Regel mehrere Farbfilterperioden.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des Displaysystems ist das Synchronisationssignal mit einem sequenziellen
Farbmodulator verbunden. Als sequenzieller Farbmodulator wird eine
Vorrichtung bezeichnet, die aus Licht mit einem Farbort im weißen Bereich
der CIE-Normfarbtafel nacheinander, also sequenziell, unterschiedliche Farben
selektiert. Bei einem Farbmodulator kann es sich beispielsweise
um ein Filterrad handeln.
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Bei
einer Ausführungsform
des Displaysystems sind in dem Betriebsgerät mehrere Lichtkurven abgespeichert,
die abhängig
von dem Synchronisationssignal von dem Betriebsgerät ausgewählt werden können, um
entsprechende elektrische Signale zur Ansteuerung der Lichtquellen
auszugeben. Auf diese Art und Weise ist es möglich, die Farbtemperatur des Displaysystems
durch Wahl der Lichtkurve anzupassen.
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Weitere
Vorteile, Ausführungsformen
und bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
im Folgenden in Verbindung mit den 1A bis 5 beschriebenen
Ausführungsbeispielen.
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Es
zeigen:
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1A und 1B,
schematische Darstellungen zweier Ausführungsbeispiele der Beleuchtungseinrichtung,
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2A,
eine schematische Schnittdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Displaysystems,
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2B,
ein schematisches Diagramm einer Lichtkurve, die bei dem ersten
Ausführungsbeispiel des
Displaysystems verwendet ist,
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3,
eine schematische Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines Displaysystems,
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4A bis 4C,
schematische Diagramme von drei beispielhaften Lichtkurven zum Betrieb einer
Beleuchtungseinrichtung gemäß der Erfindung,
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4D,
eine tabellarische Darstellung der Lichtkurve aus 4C,
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4E bis 4G,
schematische Diagramme dreier weiterer beispielhaften Lichtkurven
zur exemplarische Erläuterung
des Aufbaus einer Lichtkurve,
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5,
ein schematisches Diagramm einer beispielhaften Stromstärken-Beleuchtungsstärken-Kennlinie
einer Lichtquelle zum Betrieb einer Beleuchtungseinrichtung gemäß der Erfindung.
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In
den Ausführungsbeispielen
und Figuren sind gleiche oder gleich wirkende Bestandteile jeweils
mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die dargestellten Elemente
sind grundsätzlich
nicht als maßstabsgerecht
anzusehen. Vielmehr können
einzelne Elemente, wie zum Beispiel Lichtquellen, zum besseren Verständnis übertrieben
groß dargestellt sein.
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Die
Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß dem Ausführungsbeispiel der 1A umfasst
eine Lichtquelle 1, vorliegend eine Gasentladungslampe,
die Licht mit einem Farbort im weißen Bereich der CIE-Normfarbtafel
aussendet. Bei der Gasentladungslampe 1 handelt es sich
um eine Punktlichtquelle mit einem sehr kleinen Bogenabstand, die
eine hohe Energiedichte von ca. 300 W/mm3 aufweist.
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Alternativ
ist die Verwendung beispielsweise von organischen Leuchtdioden (OLED),
Halbleiterleuchtdioden (LED) oder Laserdioden (LD) möglich.
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Weiterhin
umfasst die Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß der 1A ein
Betriebsgerät 2,
wie beispielsweise einen Funktionsgenerator, der elektrische Signale
mit einer Leistung von 300 W bereitstellen kann. Das Betriebsgerät 2 steuert
die Lichtquelle 1 mit einem elektrischen Stromstärkesignal
an, das einer Lichtkurve 3 folgt. Lichtkurven 3 werden
später in
Zusammenhang mit den 2A und 4A bis 4C näher erläutert.
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Die
Beleuchtungseinrichtung 11 gemäß der 1B umfasst
ein Betriebsgerät 2 wie
das der Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß 1A, mit
dem Unterschied, dass die Beleuchtungseinrichtung 11 drei
Lichtquellen 1 umfasst, die Licht verschiedener Farben
aussenden. Vorliegend handelt es sich um eine LED, die rotes Licht
aussendet (im Folgenden kurz „rote
LED" genannt), um
eine LED, die grünes Licht
aussendet (im Folgenden kurz „grüne LED" genannt) und um
eine LED, die blaues Licht aussendet (im Folgenden kurz „blaue LED" genannt). Die rote LED
ist in den Figuren mit dem Bezugszeichen 1R, die grüne LED mit
dem Bezugszeichen 1G und die blaue LED mit dem Bezugszeichen 1B gekennzeichnet.
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Wie
bei der Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß der 1A steuert
das Betriebsgerät 2 die Lichtquellen 1R, 1G, 1B der
Beleuchtungseinrichtung 11 mit einem elektrischen Signal
an, das einer Lichtkurve 3 entspricht. Die LEDs 1R, 1G, 1B sind
auf einen Träger 4,
beispielsweise eine Metallkernplatine montiert und mit dem Betriebsgerät 2 elektrisch
leitend verbunden. In dem Betriebsgerät 2 der Beleuchtungseinrichtung 11 gemäß 1B ist
wie in dem Betriebsgerät 2 der
Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß 1A eine
Lichtkurve 3 gespeichert, gemäß derer elektrische Signale
von dem Betriebsgerät 2 zur
Ansteuerung der LEDs 1R, 1G, 1B erzeugt
werden.
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Das
Displaysystem gemäß 2A umfasst eine
Beleuchtungseinrichtung 10 gemäß dem Ausführungsbeispiel der 1A.
Diese Beleuchtungseinrichtung 10 sendet weißes Licht
aus, das mittels einer Optik 51, beispielsweise einer Linse,
auf farbige Filter eines Filterrads 6 gebündelt wird.
Dem Filterrad 6 ist in Abstrahlrichtung der Beleuchtungseinrichtung 10 eine
weitere Optik 52, beispielsweise ebenfalls eine Linse,
nachgeordnet, die das von dem Filterrad 6 selektierte Licht
auf einen DMD-Chip 71 lenkt.
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Der
DMD-Chip 71 umfasst, wie in der Beschreibungseinleitung
bereits beschrieben, mikroskopisch kleine schwenkbare Spiegel, die
das farbige Licht entweder auf eine Projektionsoptik 8 lenken oder
von dieser weg, je nachdem ob das zugehörige Pixel ausgeschaltet sein
soll oder nicht. Der DMD-Chip 71 umfasst mit anderen Worten
die Lichtventile zur Steuerung der einzelnen Pixel des Displaysystems.
Das Filterrad 6 fungiert vorliegend als Farbmodulator,
der sequentiell nacheinander einzelne Farben aus dem weißen Licht
der Beleuchtungseinrichtung 10 selektiert. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
enthält
das Filterrad 6 einen roten Filter, einen grünen Filter
und einen blauen Filter. Ein alternatives Filterrad 6 mit
weiteren Farben ist weiter unten in Verbindung mit 4C beschrieben.
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Die
in dem Betriebsgerät 2 des
Displaysystems gemäß der 2A gespeicherte
Lichtkurve 3 der 2B umfasst
vorliegend drei Segmente SR, SG,
SB, die den einzelnen Farben der Filter
des Filterrades 6, Rot, Grün und Blau zugeordnet sind.
Das erste Segment SR hat ein Zeitintervall
tR, während dem
die Lichtkurve 3 eine konstante Beleuchtungsstärke BR aufweist. Das erste Segment SR ist
der Farbe Rot zugeordnet, das heißt, dass während des Zeitintervalls tR der rote Filter des Filterrades 6 rotes Licht
aus dem weißen
Licht der Beleuchtungseinrichtung 10 selektiert. Nach dem
Zeitintervall tR wechselt die Beleuchtungsstärke der
Lichtkurve auf die Beleuchtungsstärke BG,
die während
eines Zeitintervalls tG des zweiten Segmentes
SG konstant gehalten wird, das der Farbe
Grün zugeordnet
ist. Daher selektiert während
des Zeitintervalls tG der grüne Filter
des Filterrads 6 grünes
Licht aus dem weißen
Licht der Beleuchtungseinrichtung 10. Nach Ablauf des Zeitintervalls
tG wechselt das Filterrad 6 auf
den blauen Filter und die Lichtkurve 3 in das dritte Segment
SB. Das bedeutet, dass die Beleuchtungsstärke der
Lichtkurve 3 auf den Wert BB wechselt,
der während
eines Zeitintervalls tB konstant gehalten
wird. Aufgrund der unterschiedlichen Werte der Beleuchtungsstärke innerhalb
der verschiedenen Segmente SR, SG, SB der Lichtkurve 3,
die den einzelnen Farben Rot, Grün
und Blau der Filter des Filterrades 6 zugeordnet sind,
wird die Beleuchtungsstärke
der Beleuchtungseinrichtung 10 so angepasst, dass die Helligkeiten
der einzelnen Farben Rot, Grün
und Blau einem gewünschten
Wert entsprechen, die zu einer vorgegebenen Farbtemperatur des Displaysystems
führen.
Die drei Segmente SR, SG,
SB der Lichtkurve 3 bilden eine
Periode der Lichtkurve 3, die eine Dauer zwischen 16 ms
und 20 ms aufweist, wobei die Grenzen eingeschlossen sind.
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Das
Displaysystem des Ausführungsbeispieles
gemäß 3 umfasst
eine Beleuchtungseinrichtung 11 gemäß 1B. Weiterhin
umfasst das Displaysystem gemäß 3 keinen
sequentiellen Farbmodulator 6, wie etwa ein Filterrad,
wie das Displaysystem gemäß der 2A.
Die einzelnen Pixel des Displaysystems gemäß der 3 werden
nicht mittels eines DMD-Chips 71 an- und ausgeschalten, sondern
mittels einer flüssigkristallinen
Matrix 72. Diese flüssigkristalline
Matrix 72 ist der Beleuchtungseinrichtung 11 in
deren Abstrahlrichtung nachgeordnet. Zur Farberzeugung schaltet
vorliegend das Betriebsgerät 2 die
einzelnen Lichtquellen verschiedener Farbe 1R, 1G, 1B der
Beleuchtungseinrichtung nacheinander einzeln gemäß einer in dem Betriebsgerät 2 gespeicherten
Lichtkurve 3 mittels eines elektrischen Signals an. Als
Lichtkurve 3 kann beispielsweise die oben beschriebene
Lichtkurve 3 gemäß der 2B oder
eine ähnliche
Lichtkurve 3 verwendet sein, mittels derer die Helligkeit
der einzelnen Lichtquellen 1R, 1G, 1B unterschiedlicher
Farbe gemäß einer
vorgegebenen Farbtemperatur des Displaysystems angesteuert werden.
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Die
Lichtkurve 3 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der 4A umfasst
eine periodische Abfolge von jeweils drei Segmenten SR,
SG, SB. Das erste
Segment SB ist der Farbe Blau zugeordnet,
das zweite Segment SR der Farbe Rot und
das dritte Segment SG der Farbe Grün. Diese
Lichtkurve 3 kann beispielsweise alternativ zu der Lichtkurve 3 gemäß der 2B in
dem Betriebsgerät 2 der
Beleuchtungseinrichtungen 10, 11 abgespeichert
sein, die in den Displaysystemen gemäß der 2A und 3 verwendet
sind.
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Das
erste Segment SB der Lichtkurve der 4A ist
der Farbe Blau zugeordnet und weist eine Dauer tB von
ca. 1300 μs
auf. Während
dieses Zeitintervalls tB beträgt der Lichtfluss
der Beleuchtungseinrichtung 10, 11 ca. 120 %.
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An
das erste Segment SB schließt sich
ein zweites Segment SR an, das der Farbe
Rot zugeordnet ist und eine Dauer von tR aufweist.
Während
eines ersten Zeitintervalls tR1 des Zeitintervalls
tR beträgt
der Lichtfluss der Beleuchtungseinrichtung 10, 11 kurzfristig
ca. 150 %, während
der Lichtfluss in einem zweiten Zeitintervall tR2,
das sich an das erste Zeitintervall tR1 direkt
anschließt
und mit diesem das Zeitintervall tR ausbildet,
ca. 120 % beträgt.
Das Zeitintervall tR1 ist hierbei deutlich
kürzer
als das Zeitintervall tR2. Das Zeitintervall
tR1 beträgt
vorliegend ca. 100 μs,
während
das Zeitintervall tR2 vorliegend ca. 1200 μs beträgt.
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An
das zweite Segment SR schließt sich
ein drittes Segment SG an, das der Farbe
Grün zugeordnet
ist und eine Dauer tG von ebenfalls ca.
1300 μs aufweist.
Auch das Zeitintervall tG teilt sich wie
das Zeitintervall tR in zwei Zeitintervalle
tG1 und tG2 auf,
wobei das erste Zeitintervall tG1 deutlich
länger
ist als das zweite Zeitintervall tG2. Das
erste Zeitintervall tG1 beträgt vorliegend
ca. 1200 μs,
während
das zweite Zeitintervall tG 2 des
grünen
Segmentes eine Dauer von ca. 100 μs
aufweist. Während
des ersten Zeitintervalls tG1 weist die
Lichtkurve 3 einen konstanten Wert von ca. 85 % auf, der
für das
Zeitintervall tG 2 kurzfristig
auf einen Wert von ca. 45 % abgesenkt ist.
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Nach
Ablauf dieser drei Segmente SR, SG, SB erfolgt eine
im Wesentlichen periodische Wiederholung dieser drei Segmente SR, SG, SB,
wobei die Anordnung der kurzen Zeitintervalle tR1,
tG 2 innerhalb der Segmente,
in denen der Lichtfluss gegenüber
dem restlichen Segment SR, SG deutlich
angehoben oder abgesenkt ist von der Periodizität abweicht. Die kurzen Zeitintervalle
der Lichtkurve 3, in denen die Beleuchtungsstärke stark
abgesenkt ist, dienen der Erhöhung
der Farbtiefe wie bereits im allgemeinen Beschreibungsteil beschrieben.
Die kurzen Segmente innerhalb derer die Beleuchtungsstärke stark
angehoben sind, sind zur Stabilisierung der Elektroden von Gasentladungslampen
vorgesehen, falls solche als Lichtquellen 1 verwendet werden.
Werden andere Lichtquellen 1, beispielsweise LEDs verwendet,
sind solche kurzen angehobenen Segmente innerhalb der Lichtkurve 3 nicht
notwendig.
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Die 4B zeigt
zwei Lichtkurven 3. Die Diagramme stellen die Beleuchtungsstärke und
die Farbe in Abhängigkeit
der Zeit dar. Sie enthalten jeweils eine volle Periode der Lichtkurvenform,
in der Regel mit einer Dauer zwischen 16 und 20 ms. Bei weißen Lichtquellen
werden die Farben durch Farbfilter erzeugt, bei mehreren farbigen
Lichtquellen, beispielsweise LEDs, schaltet das Betriebsgerät 2 zwischen
den Farben um.
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Die
Lichtkurve des Ausführungsbeispiels
gemäß 4C ist
auf ein Filterrad 6 mit sechs verschiedenen Filtern mit
den Farben Gelb, Grün,
Magenta, Rot, Cyan und Blau ausgelegt. Dementsprechend setzt sich
die Lichtkurve 3 aus einer periodischen Abfolge sechs verschiedener
Segmente SY, SG,
SM, SR, SC, SB zusammen, die
der jeweiligen Farbe zugeordnet sind. Die Segmente SY,
SG, SM, SR, SC, SB werden in
Folgenden mit der Farbe bezeichnet, der sie zugeordnet sind. Jedes
Segment SY, SG,
SM, SR, SC, SB der Lichtkurve 3 weist
hierbei einen konstanten Wert des Lichtflusses während dem größten Teil
der Dauer des jeweiligen Segmentes auf.
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Den
einzelnen Segmenten SY, SG,
SM, SR, SC, SB sind wieder
Zeitintervalle tY, tG,
tM, tR, tC, tB zugeordnet,
die sich in zwei oder drei Zeitintervalle tY1,
tY2, tG1, tG2, tM1, tM2, tM3, tR1, tR2, tC1, tC2, tC3, tB1, tB2 aufteilen, wobei jeweils eines der Zeitintervalle
deutlich länger
ist als die anderen. Diese Zeitintervalle werden im Folgenden als „lange
Zeitintervalle" bezeichnet.
Die Werte des Lichtflusse in den langen Zeitintervallen der einzelnen
Segmente sind der Tabelle in 4D in
der Zeile „segment
light level" zu
entnehmen. Das gelbe und das grüne
Segment SY, SG weisen
einen konstanten Lichtfluss von 80 % während des langen Zeitintervalls
auf. Das magentafarbene und das rote Segment SM,
SR weisen einen Lichtfluss von 120 % während des
langen Zeitintervalls auf, während
das cyanfarbene Segment SC einen Lichtfluss
von 80 % während
des langen Zeitintervalls aufweist und das blaue Segment SB einen Lichtfluss von 120 % während des
langen Zeitintervalls. Am Ende eines jeden Segmentes befindet sich
eine kurze Zeitdauer, während
derer das Lichtniveau gegenüber
dem langen Zeitintervall stärker
abgesenkt ist. Diese Werte sind der Tabelle in 4D unter
der Zeile „negative
pulse light level" zu
entnehmen. Bei dem gelben und bei dem grünen Segment SY,
SG ist der Lichtfluss auf einen Wert von
40 %, bei dem magentafarbenen und dem roten Segment SM,
SR auf einen Wert von 60 %, bei dem cyanfarbenen
Segment SC, auf einen Wert von 40 % und
bei dem blauen Segment SB auf einen Wert
von 60 % abgesenkt. Weiterhin findet am Ende des magentafarbenen
Segmentes SM und am Ende des cyanfarbenen
Segmentes SC eine Kommunikation statt, die
mit Pfeilen symbolisiert ist und jeweils mit einem gegenüber dem
langen Zeitintervall angehobenen Lichtfluss verknüpft ist.
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Die
Segmentgrößen der
unterschiedlichen Farben sind, wie der Tabelle in 4D in
der Zeile „segment
size" zu entnehmen,
nicht identisch, sondern betragen bei dem gelben und dem grünen Segment
SY, SG einen Wert
von 60°,
bei dem magentafarbenen Segment SM einen
Wert von 40°,
bei dem roten Segment SR einen Wert von
70°, bei
dem cyanfarbenen Segment SC einen Wert von
62° und
bei dem blauen Segment SB einen Wert von
68°. Diese
Werte sind auf die Lichtkurve 3 abgestimmt.
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In
Verbindung mit einer Lichtkurve 3, deren Segmente SR, SG, SB den
Farben Rot, Grün
und Blau zugeordnet sind, wie beispielsweise in den 2B und 4A gezeigt,
findet in der Regel ein Filterrad 6 mit zwei roten, zwei
blauen und zwei grünen
Filtern Anwendung. Die Filter sind hierbei bevorzugt in der Reihenfolge,
Rot, Grün,
Blau, Rot, Grün,
Blau angeordnet. Die Größen der
einzelnen Farbfiltersegmente können
hierbei gleich sein (60° für alle sechs
Filter) oder unterschiedlich, abgestimmt auf die verwendete Lichtkurve 3.
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Im
Folgenden werden anhand der 4E, 4F und 4G die
Funktionen der einzelnen Zeitintervalle innerhalb der Segmente SR, SG, SB beispielhaft
näher erläutert.
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Die
Lichtkurve 3 gemäß der 4E umfasst wie
die Lichtkurve 3 gemäß der 4A eine
periodisches Abfolge eines Segmentes SB,
das der Farbe blau zugeordnet ist, eines Segmentes SR,
das der Farbe Rot zugeordnet ist und eines Segmentes SG, das
der Farbe Grün
zugeordnet ist. Jedes Segment SR, SG, SB weist eine
Dauer von ca. 1500 μs
auf. Das Zeitintervall tB, das Zeitintervall
tR und das Zeitintervall tG,
die dem jeweiligen Segment SR, SG, SB zugeordnet
sind, weisen daher gleiche Länge
auf. Innerhalb eines Segmentes SR, SG, SB weist die Lichtkurve 3 jeweils
einen konstanten Wert auf. Während
des Zeitintervalls tB weist die Lichtkurve 3 einen
Wert von ca. 95 % auf, während
des Zeitintervalls tR einen Wert von ca.
100 % und während
des Zeitintervalls tG einen Wert von ca.
110 %. Mittels der unterschiedlichen Niveaus der Lichtkurve 3 wird
der Lichtfluss der Beleuchtungseinrichtung derart angepasst, dass
ein Displaysystem mit dieser Beleuchtungseinrichtung eine gewünschte Farbtemperatur
aufweist.
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Die
Lichtkurve 3 gemäß der 4F zeigt
exemplarisch kurze Zeitintervalle tB2, tB3, tR2, tG1, tG2, tG3 zum Ende jedes Segmentes SR,
SG, SB, ähnlich wie sie
bereits oben in Verbindung mit 4A beschrieben
wurden. Die Lichtkurve 3 setzt sich wiederum aus einer
periodischen Abfolge eines Segmentes SB, das
der Farbe Blau zugeordnet ist, eines Segmentes SR,
das der Farbe Rot zugeordnet ist und eines Segmentes SG,
das der Farbe Grün
zugeordnet ist, zusammen. Das Zeitintervall tB,
tR, tG jedes Segmentes unterteilt
sich vorliegend in drei Zeitintervalle eines langen Zeitintervalls
t1B, t1R, t1G zu Beginn jeden Segmentes SR,
SG, SB und zweier
kurzer Zeitintervalle tB2, tB3,
tR2, tG1, tG2, tG3 jeweils zum
Ende jedes Segmentes SR, SG,
SB. Während
der kurzen Zeitintervalle tB2, tB3, tR2, tG1, tG2, tG3 ist der Lichtfluss der Lichtkurve 3 stufenweise
abgesenkt. Beispielhaft sei hier das Segment SB,
das der Farbe Blau zugeordnet ist, beschrieben. Während dem
Zeitintervall tB1 beträgt die Lichtkurve 3 einen
Wert von ca. 110 %. In dem Zeitintervall tB2,
das direkt auf das Zeitintervall tB1 folgt,
beträgt
die Lichtkurve 3 einen Wert von ca. 55 %, während der
Wert der Lichtkurve 3 in dem an das Zeitintervall tB2 anschließenden Zeitintervall tB3 auf ca. 30 % abgesenkt ist. Das Zeitintervall
tB1 weist eine Dauer von ca. 1300 μs auf, während die
Zeitintervalle tB2 und tB3 jeweils
eine Dauer von ca. 10 μs
aufweisen. Die restlichen Segmente SR, SG der Lichtkurve sind identisch aufgebaut,
wie das Segment SB, das der Farbe Blau zugeordnet
ist. Die Absenkung der Lichtkurve 3 während der kurzen Zeitintervalle
tB2, tB3, tRZ, tG1, tG2, tG3 dient dazu,
die Farbtiefe des Displaysystems, in dem die Beleuchtungseinrichtung
Verwendung findet, zu verbessern.
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Die
Lichtkurve 3 gemäß der 4G zeigt
die beiden anhand der 4E und 4F bereits
erläuterten
Lichtkurvenformen gemeinsam in einer Lichtkurve 3, wie
sie auch in einer Beleuchtungseinrichtung Anwendung finden kann.
Die Beschreibung der kurzen Segmente tB2,
tB3, tR2, tG1, tG2, tG3 zum Ende jedes Segmentes SR,
SG, SB der 4F ist
hierbei auch für
die kurzen Zeitintervalle tB2, tB3, tR2, tG1, tG2, tG3 der 4G gültig, während die
Niveaus der Lichtkurve 3 während des langen Zeitintervallen
tB1, tR2, tG3 jedes Segmentes SR,
SG, SB dem Wert
gemäß der Lichtkurve 3 der 4E entspricht.
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Die
Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie
des Ausführungsbeispiels
gemäß der 5 ist annähernd linear.
Sie gibt auf der y-Achse eine Stromstärke in Prozent an und auf der
y-Achse ein Lichtlevel in Prozent.
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Mittels
der Stromstärke-Beleuchtungsstärke-Kennlinie,
die ebenfalls in dem Betriebsgerät 2 der Beleuchtungseinrichtung 10, 11 gespeichert
sein kann, ist es möglich,
dass bei veränderten
Lampenbetriebsparametern, wie etwa der Stromstärke, die Helligkeit der Lichtquelle 1, 1R, 1G, 1B der
Beleuchtungseinrichtung 10, 11 auf der von der
Lichtkurve 3 vorgegebenen Beleuchtungsstärke gehalten
wird.
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Die
Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr
umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination
von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in
den Patentansprüche
beinhaltet auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst
nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen
angegeben ist.