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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Messstabreinigungsvorrichtung
gemäß Anspruch
1, sowie eine Motorölfüllstandsmesseinrichtung
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 8.
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Eine
Flüssigkeitsstandmesseinrichtung
zur Bestimmung des Motorölstandes
eines Verbrennungsmotors in Form eines Messstabes und eines Messrohres
ist hinreichend bekannt. Das Messrohr ist mit der Ölwanne des
Verbrennungsmotors verbunden. Der Messstab weist eine vorbestimmbare Länge auf
und kann in das Messrohr eingesteckt bzw. herausgezogen werden,
so dass eine endseitig des Messstabes angebrachte Skala in das in
der Ölwanne
befindliche Motoröl
eintauchen kann. Der Messstab kann aus dem Messrohr herausgezogen werden
und entsprechend der Benetzung der Skala kann der Füllstand
der Ölwanne
abgelesen werden.
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Der
Vorgang der Ölstandsmessung
mittels Messstab und Messrohr wird in zwei Schritten durchgeführt. In
einem ersten Schritt wird der Messstab aus dem Messrohr herausgezogen,
mit einem Tuch gereinigt und erneut in das Messrohr eingesteckt.
In einem zweiten Schritt wird der Messstab aus dem Messrohr herausgezogen
und der Füllstand
der Ölwanne
durch den Grad der Benetzung des Ölmesstabes abgelesen. Anschließend wird
der Messstab wieder in das Messrohr eingesteckt.
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Um
eine Ölstandsmessung
durchzuführen wird
demnach eine Messstabreinigungsvorrichtung in Form eines Tuches
oder ähnliches
zum Abwischen des Ölmesstabes
benötigt.
Ein derartiges Tuch muss separat vorgehalten werden. Darüber hinaus
ist die Wahrscheinlichkeit groß,
dass Verschmutzungen durch heruntertropfendes Öl entstehen können, da eine
Reinigung des Messstabes erst erfolgen kann, wenn der Messstab aus
dem Messrohr herausgezogen worden ist.
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Hierzu
ist bereits aus der
DE
44 43 122 A1 ein Füllstandsanzeiger
für Kraftfahrzeuge,
insbesondere Ölmeßstab für die Überprüfung der
Motorölmenge
bei PkW und LkW, bestehend aus einem bis in die Ölwanne reichenden, ausreichend
steifen Stab, bekannt geworden, der am freien Ende Markierungen
und am gegenüberliegenden,
sich am Schutzrohr abstützenden
Ende eine Handhabe aufweist, und sich ferner dadurch auszeichnet,
dass dem oberen, die Handhabe aufweisenden Ende des Ölmeßstabes
ein Abstreifer zugeordnet ist, der auf den Ölmeßstab einwirkend im Schutzrohr
gelagert und für
diesen einen veränderbaren Öffnungsquerschnitt
bzw. eine Öffnung
belassend ausgebildet ist.
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Auch
ist aus der
US 3,460,181 eine
Messstabreinigungsvorrichtung, umfassend einen Kanal, der zur Durchführung eines
Messstabes in ein Flüssigkeitsreservoir
eingerichtet ist, wobei der Kanal mit einer Reinigungseinrichtung
ausgestattet ist, wobei die Reinigungseinrichtung in einem ersten
Zustand dazu eingerichtet ist, eine unbeeinflusste, insbesondere
ungereinigte, Durchführung
des Messstabes durch den Kanal zu ermöglichen, wobei die Reinigungseinrichtung
in mindestens einen zweiten Zustand überführbar ist, bei dem die auf
dem Messstab befindliche Flüssigkeit
bei der Durchführung
des Messstabes durch den Kanal abgestreift werden kann, bekannt
geworden. Der Kanal wird hier im Wesentlichen durch eine Gummihülse definiert,
die entsprechend zusammengedrückt
werden kann, wodurch der Messstab beim herausziehen abgestriffen werden
kann.
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Auch
ist aus der
US
2004/0078914 A1 eine Messstabreinigungsvorrichtung bekannt
geworden, die flexibel ausgestaltet ist und auf ein vorhandenes Ölpeilrohr
aufgesteckt werden kann. Die hier beschriebene Messstabreinigungsvorrichtung
ist aus einem flexiblen Material ausgestaltet und kann beispielsweise
durch Ablängen
an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden.
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Aus
der
DE 77 12 869 U1 ist
ein Niveau-Peilstab mit Abstreifvorrichtung für Flüssigkeitsbehälter, insbesondere
ein Ölmessstab
für Brennkraftmaschinen
bekannt geworden. Die hier vorgeschlagene Messstabreinigungsvorrichtung
zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Reinigung des Ölpeilstabes
in Abhängigkeit
von seiner Drehwinkelstellung zu dem Ölpeilrohr durchgeführt werden kann.
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Ferner
ist aus der
DE 10 23
599 B eine Messstabreinigungsvorrichtung bekannt geworden,
bei der eine Verriegelung zwischen Ölpeilstab und Stopfen in Abhängigkeit
von seiner Drehwinkelstellung vorgenommen werden kann, wobei der
Stopfen wahlweise hiermit wahlweise zum Abstreifen des Ölpeilstabes
oder zum Abdichten der Peilstaböffnung eingerichtet
ist.
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Die
vorgeschlagenen Messstabreinigungsvorrichtungen, insbesondere die
nachrüstbaren
Systeme, zeichnen sich dadurch aus, dass das ausgewählte Material
flexibel ist. In der
DE
44 43 122 A1 ist beispielsweise ein flexibler Schlauch
vorgesehen, der zur Abstreifung des Ölstabs an irgend einer Stelle zusammengedrückt werden
kann.
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Dies
eröffnet
zwar Vorteile hinsichtlich der Anpassbarkeit der Messstabreinigungsvorrichtungen an
unterschiedliche Einbausituationen und Ölpeilrohrquerschnitte, führt aber
dazu, dass der flexible Schlauch nur in sehr undefinierter Weise
von außen zur
Reinigung eines Ölmesstabes
zusammengedrückt
werden kann. Bei einer schlauchförmigen Messstabreinigungsvorrichtung
ist von außen
nicht ersichtlich, welcher Bereich des Schlauches in dem Moment
der Herausziehen des Ölmesstabes
die Oberfläche
des Ölmesstabes
reinigt, noch ob sich der Ölmessstab
beim Herausziehen in der Mitte des Schlauches befindet. Nur dort
würde er
eine Reinigung erfahren, da die Innenflächen des zusammengedrückten Schlauches
nie vollständig
aufeinander liegen würden.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr darin, eine Messstabreinigungsvorrichtung bereitzustellen,
bei der die Reinigungseinrichtung in von vornherein bestimmbarer
und wiederholbarer Weise mit dem Ölmessstab interagieren kann.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch eine Messstabreinigungsvorrichtung gelöst, bei
der der Kanal innerhalb eines hohlzylinderförmigen Führungsrohres mit einem kopfseitig
angebrachten Ring ausgestaltet ist, wobei die Reinigungseinrichtung mindestens
eine in dem Ring angeordnete und radial in den Kanal verschiebbare
Backe umfasst, wobei die mindestens eine Backe auf der dem Kanal
zugewandten Seite eine zum Abstreifen von Flüssigkeiten, vorzugsweise Öl geeignete
Oberfläche
aufweist, wobei das Betätigungsmittel
als Druckknopf ausgestaltet ist, der vom Rand des Rings erreichbar
und zur Verschiebung der mindestens einen Backe in Richtung des
Kanals geeignet ist. Durch die Zweiteilung von Backe und Druckknopf,
sowie die Verwendung eines Ringes und der verschiebbaren Aufnahme
der Backe innerhalb des Ringes, wird eine äußerst stabile und hinsichtlich
der Bewegung der Reinigungsbacken vorbestimmbare Messstabreinigungsvorrichtung
bereitgestellt. Beispielsweise muss nicht zwangsläufig auf
elastische schlauchförmige Messstabreinigungsvorrichtungen
zurückgegriffen werden,
die nur in sehr undefinierter Weise von außen zur Reinigung eines Ölmesstabes
zusammengedrückt
werden können.
Bei einer schlauchförmigen Messstabreinigungsvorrichtung
ist von außen
nicht ersichtlich, welcher Bereich des Schlauches in dem Moment
der Herausziehen des Ölmesstabes
die Oberfläche
des Ölmesstabes
reinigt, noch ob sich der Ölmessstab
beim Herausziehen in der Mitte des Schlauches befindet. Nur dort
würde er
eine Reinigung erfahren, da die Innenflächen des zusammengedrückten Schlauches
nie vollständig
aufeinander liegen würden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden erfindungsgemäßen Messstabreinigungsvorrichtung
kann vorgesehen sein, dass die Messstabreinigungsvorrichtung mit
einer Anschlusseinrichtung zum Anschluss an einem zu dem Flüssigkeitsreservoir
führenden
Messrohr ausgestattet ist. Dementsprechend kann die Messstabreinigungsvorrichtung
in vorteilhafter Weise endseitig eines Messrohres angeschlossen
werden. Denkbar ist selbstverständlich
auch eine unmittelbare Befestigung an einem Flüssigkeitsreservoir, beispielsweise
an dem Motor eines Rasenmäher,
dessen Ölwanne
unmittelbar zugänglich
ist.
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Es
kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Messstabreinigungsvorrichtung mit
einer Befestigungseinrichtung zur Befestigung an einem zu dem Flüssigkeitsreservoir
führenden
Messrohr ausgestattet ist. Dementsprechend kann die Messstabreinigungsvorrichtung
für einen
dauerhaften Anschluss an dem Messrohr eingerichtet sein.
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In
einer vorteilhaften Weiterbildung einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Messstabreinigungsvorrichtung kann vorgesehen sein, dass
der Ring zwei radial in den Kanal verschiebbare Backen umfasst.
Die Anordnung zweier gegenüberliegender
Backen führt
zu besonders guten Ergebnissen, was die gleichmäßige Reinigung des Messstabes
betrifft.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Außenseite
des Führungsrohrs
zumindest abschnittsweise als Anschlusseinrichtung ausgestaltet
und zum Einstecken in ein Messrohr geeignet ist. Eine derartige
Anschlusseinrichtung eignet sich insbesondere um die vorgeschlagene
Messstabreinigungsvorrichtung weitestgehend innerhalb des Messrohres
anzubringen. Durch die vorgeschlagene Bauart wird die Messstabreinigungsvorrichtung
vom Benutzer kaum wahrgenommen werden.
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Vorteilhafterweise
kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Außenseite des Führungsrohrs
zumindest abschnittsweise als Befestigungseinrichtung in Form von
Gumminoppen ausgestaltet ist. Dementsprechend kann ein guter Halt
und Passsitz sichergestellt werden, wenn die Messstabreinigungsvorrichtung
in einem Messrohr eingesteckt worden ist.
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Es
kann weiterhin vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass der Ring
mit einer Aussparung zur Aufnahme eines Messstabkopfes ausgestattet
ist. Ein Messstab umfasst im Wesentlichen einen Messstabkopf und
einen sich von dem Messstabkopf erstreckenden Messstabschaft. Für die Füllstandsmessung
ist es von Bedeutung, dass sich der Messstabschaft mit einer vorbestimmten
Länge in
das Messrohr erstreckt. Diese vorbestimmte Länge ist erreicht, wenn der
Messstabkopf an vorbestimmter Position in das Messrohr eingesteckt
ist. Der Messstabkopf wirkt hier zusammen mit dem Messrohr wie ein
Anschlag. Durch die Aussparung im kopfseitigen Ring der Messstabreinigungsvorrichtung
wird der durch die Messstabreinigungsvorrichtung entstehende Versatz ausgeglichen,
d.h. die Messung wird durch die Messstabreinigungsvorrichtung nicht
beeinflusst. Dieses Merkmal ist besonders für die Nachrüstung von beispielsweise Kraftfahrzeugen
interessant, da dementsprechend keine weiteren Maßnahmen
durchgeführt werden
müssen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Motorölfüllstandsmesseinrichtung,
umfassend ein sich von einer Ölwanne
erstreckendes Messrohr, sowie ein zur Füllstandsmessung in das Messrohr
einsteckbaren Messstab, vorzuschlagen, bei der die Reinigungseinrichtung
in von vornherein bestimmbarer und wiederholbarer Weise mit dem Ölmessstab
interagieren kann.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe dadurch gelöst,
dass das Messrohr endseitig mit einer Messstabreinigungsvorrichtung
gemäß einem
der Ansprüche
1 bis 7 ausgestattet ist. Durch die Zweiteilung von Backe und Druckknopf,
sowie die Verwendung eines Ringes und der verschiebbaren Aufnahme
der Backe innerhalb des Ringes, wird eine äußerst stabile und hinsichtlich
der Bewegung der Reinigungsbacken vorbestimmbare Motorölfüllstandsmesseinrichtung
bereitgestellt. Beispielsweise muss nicht zwangsläufig auf
elastische schlauchförmige Messstabreinigungsvorrichtungen
zurückgegriffen werden,
die nur in sehr undefinierter Weise von außen zur Reinigung eines Ölmesstabes
zusammengedrückt
werden können.
Bei einer schlauchförmigen Messstabreinigungsvorrichtung
ist von außen
nicht ersichtlich, welcher Bereich des Schlauches in dem Moment
der Herausziehen des Ölmesstabes
die Oberfläche
des Ölmesstabes reinigt,
noch ob sich der Ölmessstab
beim Herausziehen in der Mitte des Schlauches befindet. Nur dort
würde er
eine Reinigung erfahren, da die Innenflächen des zusammengedrückten Schlauches
nie vollständig
aufeinander liegen würden.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich
anhand der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
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1 eine
an einem Messrohr angebrachte Messstabreinigungsvorrichtung gemäß dem Stand der
Technik in einer perspektivischen Ansicht;
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2 eine
Messstabreinigungsvorrichtung gemäß dem Stand der Technik in
einer Explosionsdarstellung mit jeweils angedeutetem Messstab und Messrohr;
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3 eine
Querschnittdarstellung des Schlauches gemäß dem Stand der Technik mit
innenliegendem Kanal sowie ein Betätigungsmittel in Form einer
Klemme, wobei sich die Reinigungseinrichtung in einem ersten Zustand
befindet, d.h. der Messstabschaft kann ohne Reinigung hindurchgeführt werden;
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4 eine
Querschnittdarstellung des Schlauches gemäß dem Stand der Technik mit
innenliegendem Kanal sowie ein Betätigungsmittel in Form einer
Klemme, wobei sich die Reinigungseinrichtung in einem zweiten Zustand
befindet, d.h. auf dem Messstabschaft befindliche Flüssigkeit
würde abgestriffen;
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5 ein
Betätigungsmittel
in Form einer Klemme aus einem federnden Material gemäß dem Stand
der Technik;
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6 ein
Kabelbinder zur Unterstützung
des Anschlusselementes gemäß dem Stand
der Technik;
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7 ein
Moosgummischlauch gemäß dem Stand
der Technik;
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8 eine
erfindungsgemäße Messstabreinigungsvorrichtung;
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9 eine
erfindungsgemäße Messstabreinigungsvorrichtung,
eingesteckt in einem Messrohr;
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10 eine
erfindungsgemäße Messstabreinigungsvorrichtung
in einer Draufsicht, mit der Reinigungseinrichtung in einem ersten
Zustand;
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11 eine
erfindungsgemäße Messstabreinigungsvorrichtung
in einer Draufsicht, mit der Reinigungseinrichtung in einem zweiten
Zustand.
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Zunächst wird
auf 1 bis 7 Bezug genommen, die zur Einführung in
den Stand der Technik eine Messstabreinigungsvorrichtung 1 gemäß dem Stand
der Technik beschreiben.
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Eine
Messstabreinigungsvorrichtung 1 umfasst im Wesentlichen
einen hohlzylinderförmigen elastischen
Schlauch 5 mit einem innenliegenden Kanal 7, durch
den ein Messstab 3 hindurchführbar ist. Der Kanal 7 weist
in der hier vorgeschlagenen bevorzugten Ausführungsform einen kreisrunden
Querschnitt auf. Grundsätzlich
sind jedoch beliebige Querschnittformen denkbar, die zur Durchführung eines
Messstabes 3 geeignet sind.
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Der
Kanal 7 ist zumindest abschnittsweise als Anschlusseinrichtung
ausgebildet, mit welcher der Schlauch 5 auf einem Messrohr 2 befestigt
werden kann. Vorzugsweise ist die Anschlusseinrichtung als Abschnitt
des Kanals 7 ausgebildet und weist einen Innendurchmesser
auf, der dem Außendurchmesser
des Messrohres 2 abzüglich
eines geeigneten Untermaßes
entspricht, so dass der Schlauch 5 durch seine Elastizität eine kraftschlüssige Verbindung
mit dem Messrohr 2 eingehen kann. Vorteilhafterweise kann
weiterhin eine Befestigungseinrichtung, beispielsweise in Form eines
Kabelbinders 6 oder einer Schlauchschelle, vorgesehen sein,
mit welcher der Schlauch 5 auf dem Messrohr 2 alternativ
oder zusätzlich
fixiert werden kann.
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Ein
weiterer Abschnitt des Kanals 7 ist als Reinigungseinrichtung
ausgebildet. Dieser Abschnitt zeichnet sich insbesondere dadurch
aus, dass der Kanalquerschnitt verändert werden kann. Mit einem verjüngten Kanalquerschnitt
kann die Schlauchinnenwand wie ein Wischblatt wirken und Flüssigkeit auf
dem vorbeigeführtem
Messstab abwischen oder aber der Kanalquerschnitt kann so ausgeführt sein, dass
der Messstab berührungslos
durch den Kanal 7 hindurchgeführt werden kann. Vorteilhafterweise
ist der Schlauch 5, insbesondere im Bereich der Reinigungseinrichtung,
elastisch ausgestaltet, so dass der Kanalquerschnitt beispielsweise
mit zwei Fingern des Benutzers zusammengedrückt werden kann. Vorteilhafterweise
kann jedoch ein Betätigungsmittel, beispielsweise
in Form einer Klemme 4 vorgesehen sein, die den Schlauch 5 im
Bereich der Reinigungseinrichtung umgibt, und über die ein Druck auf den Schlauch 5 ausgeübt werden
kann, so dass der Schlauch 5 und damit der Kanal 7 in
einen zusammengedrückten
Zustand überführt werden
kann. Vorteilhafterweise weist die Klemme 4 entsprechende Betätigungsfahnen 8 auf, über welche
der Benutzer die Klemme 4 zusammendrücken kann.
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Weitere
Details ergeben sich anhand einer Beschreibung der Funktionsweise
einer erfindungsgemäßen Messstabreinigungsvorrichtung 1,
insbesondere in Zusammenschau mit einem bevorzugten Anwendungsfall
im Bereich der Ölstandsmessung
in der Ölwanne
eines Verbrennungsmotors.
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In
einem Ausgangszustand ist die Messstabreinigungsvorrichtung 1 über die
Anschlusseinrichtung mit dem Messrohr 2 verbunden und der
Messstab 3 durch den Kanal 7 der Messstabreinigungsvorrichtung 1 in
das Messrohr 2 eingesteckt. Die Messstabreinigungsvorrichtung
befindet sich in einem ersten Zustand, d.h. die Reinigungseinrichtung
ist dazu eingerichtet eine unbeeinflusste, insbesondere ungereinigte,
Durchführung
des Messstabes 3 durch den Kanal 7 zu ermöglichen.
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Die
Klemme 4 ist scherenförmig
um den Schlauch 5 gelegt und kann vom Benutzer zusammengedrückt werden.
Vorzugsweise kann der Benutzer die Klemme 4 an den Haltefahnen 8 ergreifen
und zusammendrücken.
Wird die Klemme 4 zusammengedrückt, wird der Kanalquerschnitt
verjüngt
und die Innenseite des Schlauches 5 kann wie ein Wischblatt auf
den Messstab 3 wirken. Die Messstabreinigungsvorrichtung
befindet sich in einem zweiten Zustand, bei dem die auf dem Messstab
befindliche Flüssigkeit bei
der Durchführung
des Messstabes durch den Kanal 7 abgestreift werden kann.
Wird der Messstab 3 nunmehr aus dem Messrohr 2 herausgezogen,
so streift die Reinigungseinrichtung, insbesondere die an dem Messstab 3 anliegenden
Innenwände
des Schlauches 5, die auf dem Messstab 3 befindliche Flüssigkeit
ab. Der Messstab 3 ist nunmehr sauber und im Übrigen von
Flüssigkeitsresten,
die zu einer Fehlmessung führen
könnten,
befreit.
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Vor
einem nächsten
Schritt wird die Klammer 4 gelöst, so dass der Schlauch 5,
und insbesondere der Kanal 7 seine ursprüngliche
zylindrische Gestalt annehmen kann. Dementsprechend vergrößert sich der
Innendurchmesser des Kanals 7 auf ein Normalmaß, so dass
die Innenwand des Schlauchs 5 nicht länger an dem Messstab 3 anliegt.
Die Messstabreinigungsvorrichtung befindet sich wieder in dem oben bereits
beschriebenen ersten Zustand. Der gesäuberte Messstab 3 kann
in das Messrohr 2 eingesteckt werden.
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Der
Messstab 3 kann nunmehr aus dem Messrohr 2 herausgezogen
werden und der Füllstand
des Reservoirs, hier der Ölwanne,
abgelesen werden. Anschließend
wird der Messstab 3 in das Messrohr 2 zurückgesteckt.
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In
den 8 bis 11 ist eine erfindungsgemäße Messstabreinigungsvorrichtung 10 abgebildet.
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Die
hier vorgeschlagene Messstabreinigungsvorrichtung 10 umfasst
im Wesentlichen hohlzylinderförmiges
Führungsrohr 11,
welches kopfseitig mit einem Ring 12 ausgestattet ist.
Der Ring 12 weist vorzugsweise einen größeren Durchmesser als das zylinderförmige Führungsrohr 11 auf
und weist eine ebenfalls hohlzylinderförmige Gestalt auf. Der Kanal 7 führt durch
den Ring 12 und das hohlzylinderförmige Führungsrohr 11.
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Der
Ring 12 ist mit zwei radial verschiebbaren Backen 14 ausgestattet.
Des Weiteren sind die Backen 14 mit geeigneten Druckknöpfen 15 versehen,
die eine Betätigung
der Backen 14 durch den Benutzer ermöglichen.
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In
einem ersten Zustand sind die Backen 14 in etwa außerhalb
bzw. im Randbereich des Kanals 7 angeordnet. Durch Druck
auf die Druckknöpfe 15 können die
Backen in den Kanal 7 verfahren werden und die Messstabreinigungsvorrichtung 10 in
einen zweiten Zustand überführt werden,
der zur Reinigung eines Messstabes 3 geeignet ist. Sofern
ein Messstab 3 durch die Messstabreinigungsvorrichtung 10 gezogen
wird, wird die auf dem Messstab 3 befindliche Flüssigkeit, vorzugsweise Öl, durch
die Backen 14 abgestreift. Nachdem die Druckknöpfe 15 losgelassen
werden, sind die Backen 14 so eingerichtet, dass sie in
die ursprüngliche
Position zurückfahren. Dies
kann beispielsweise durch einen Federmechanismus sichergestellt
werden. Denkbar ist z.B., dass die Backen 14, Druckknöpfe 15,
Ring 12 und Führungsrohr 11 einstückig hergestellt
sind, und die Backen endseitig von axial verlaufenden Federbeinen angebracht
sind.
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Es
ist vorgesehen, dass die Messstabreinigungsvorrichtung 10 mit
dem Führungsrohr 11 in
ein Messrohr 2 eingesteckt werden kann. Vorteilhafterweise
entspricht der Außendurchmesser
des Führungsrohres 11 dem
Innendurchmesser des Messrohres 2, in welches die Messstabreinigungsvorrichtung 10 eingesteckt
werden soll. Zur Verbesserung der Befestigung ist das Führungsrohr 11 mit
Gumminoppen 13 ausgestattet.
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Es
ist weiterhin vorgesehen, dass der Ring 12 mit einer Aussparung 16 zur
Aufnahme eines Messstabkopfes 20 ausgestattet ist. Ein
Messstab 3 umfasst im Wesentlichen einen Messstabkopf 20 und einen
sich von dem Messstabkopf 20 erstreckenden Messstabschaft 21.
Für die
Füllstandsmessung
ist es von Bedeutung, dass sich der Messstabschaft 21 mit einer
vorbestimmten Länge
in das Messrohr 2 erstreckt. Diese vorbestimmte Länge ist
erreicht, wenn der Messstabkopf 20 an vorbestimmter Position
in das Messrohr 2 eingesteckt ist. Der Messstabkopf 20 wirkt
hier zusammen mit dem Messrohr 2 wie ein Anschlag. Durch
die Aussparung im kopfseitigen Ring 12 der Messstabreinigungsvorrichtung 10 wird
der durch die Messstabreinigungsvorrichtung 10 entstehende
Versatz ausgeglichen, d.h. die Messung wird durch die Messstabreinigungsvorrichtung 10 nicht beeinflusst.
Dieses Merkmal ist besonders für
die Nachrüstung
von beispielsweise Kraftfahrzeugen interessant, da dementsprechend keine
weiteren Maßnahmen,
wie beispielsweise eine Anpassung der Messstabschaftlänge durchgeführt werden
müssen.
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Die
erfindungsgemäße Messstabreinigungsvorrichtung 1, 10 eignet
sich grundsätzlich
für jede Art
von Messeinrichtung, bei welcher der Füllstand eines Reservoirs durch
einen herausziehbaren Messstab 3 bestimmt wird. Auch kann
das Messrohr 2 grundsätzlich
auf die Länge
eines Stutzens zur Befestigung der Messstabreinigungsvorrichtung 1, 10 reduziert
sein.