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Die
Erfindung betrifft eine elektrisch öffnende Federdruckbremse mit
einer elektromagnetischen Lüfteinrichtung,
mit einem mittels Federn oder Blattfedern axial beweglich und drehfest
an der Lüfteinrichtung
gelagerten Anker und mit einer unverdrehbar direkt oder indirekt
auf oder an einer abzubremsenden Welle gelagerten Bremsscheibe,
wobei die Federn oder Blattfedern der Lüfteinrichtung den Anker in
axialer Richtung beaufschlagen, um ihn mit der Bremsscheibe in Reibverbindung
zu bringen, wobei die Lüfteinrichtung
bei Stromzufuhr den Anker – mittels
Elektromagnet – gegen
die Kraft der Federn anzieht, um die Bremsscheibe freizugeben, und
durch eine Drehung des Ankers ein Signal auslösbar ist und für dieses
Auslösen
des Signals ein Mikroschalter vorgesehen ist, der durch einen mit
der Ankerscheibe verbundenen und/oder die Ankerscheibe durchsetzenden
Taststift in Gebrauchsstellung gehalten ist, wobei dieser Mikroschalter
durch eine Verschiebung des Taststifts insbesondere quer zu seiner
Erstreckung von dem Mikroschalter weg auslösbar ist.
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Eine
derartige Federdruckbremse ist aus der
DE 195 19 434 C1 und außerdem auch
aus der Praxis bekannt.
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Aus
DE 195 19 434 C1 geht
dabei hervor, dass durch eine ungewollte Drehung des Ankers um einen
geringen Betrag mit Hilfe des Mikroschalters ein Signal ausgelöst werden
kann. In der Praxis ist dies technisch dadurch verwirklicht, dass
durch die Drehung des Ankers der damit verbundene Taststift in Drehrichtung
mitgenommen wird und dadurch von einer zu dem Mikroschalter und
dessen Betätigung gehörenden Kontaktfläche entfernt
wird oder abrutscht, so dass der Mikroschalter ausgelöst wird.
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Da
dies aber äußerst selten
vorkommt, könnte
der Mikroschalter im Laufe der Zeit "fest hängen", so dass er dann bei der beschriebenen
Freigabe durch den Taststift dennoch nicht funktioniert.
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Aus
der
DE 40 31 245 A1 ,
der
US 2 905 289 und
dem
DE 20 2004
007 282 U1 sind vergleichbare Federdruckbremsen mit derartigen
Mikroschalter-Anordnungen bekannt, bei denen auch entsprechende vergleichbare
Probleme auftreten können,
das heißt der
jeweilige Mikroschalter könnte
im Laufe der Zeit „festhängen", so dass er bei
einer Freigabe durch den Taststift dennoch nicht seine Aufgabe erfüllt.
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Vor
allem elektromagnetisch betätigte
Federdruckbremsen der eingangs definierten Art für den Einsatz nach DIN EN81-1
betreffend die Aufzugstechnik benötigen zur Ermittlung eines
ordentlichen oder auch eines fehlerhaften Betriebszustands die Integration
von einem oder mehreren Sensoren, deren Signale von der Steuerung
der Aufzugsanlage interpretiert werden können. Eine Ausführung solcher
Sensoren bilden die vorstehend schon erwähnten Mikroschalter, die beispielsweise
in Aufzugsbremsen eingesetzt werden. Die Mikroschalter überwachen
dabei den Betriebszustand der Bremse und dabei die axiale Position
des Ankers beziehungsweise auch seine tangen tiale bzw. verdrehte
Lage. Der zur Ermittlung eines maximalen Luftspalts und zur Überprüfung der
Drehlage des Ankers eingesetzte Mikroschalter ist während des
Normalbetriebes bis zum Erreichen der Verschleißgrenze immer geschlossen.
Dies hat die schon erwähnte
Folge, dass die Funktionsgüte
des Mikroschalters nicht regelmäßig, zum
Beispiel beim "Öffnen" bzw. "Schließen" der Bremse kontrolliert
werden kann. Ein sogenannter "schlafender
Fehler" im Bereich
des Mikroschalters und bezüglich
dessen Funktionstüchtigkeit
kann also nicht ermittelt werden.
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Es
besteht deshalb die Aufgabe, eine Federdruckbremse beziehungsweise
eine Anordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher
der Mikroschalter zum Beispiel bei Wartungs- bzw. Reparaturarbeiten
oder in vorgegebenen Intervallen auf möglichst einfache Weise geprüft oder
getestet werden kann. Dabei soll auch eine Ausbildung möglich sein,
bei welcher eine Veränderung
oder Neujustage der Mikroschaltereinstellung vermieden werden kann.
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Zur
Lösung
der Aufgabe ist die eingangs definierte Federdruckbremse dadurch
gekennzeichnet, dass der Taststift in seiner axialen Erstreckungsrichtung
gegen eine Rückstellkraft
oder Rückstellfeder axial
von dem Mikroschalter oder von dessen Kontaktstelle wegbewegbar
und selbstständig
wieder in seine Gebrauchsstellung zurückverstellbar ist.
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Somit
ist es möglich,
beispielsweise anlässlich
einer Wartung oder Reparatur der Federdruckbremse oder eines diese
aufweisenden Antriebs, beispielsweise eines Aufzugsantriebs, den
Taststift bewusst von dem Mikroschalter wegzubewegen und dadurch
festzustellen, ob der Mikroschalter nun auslöst oder fest hängt. Es
genügt
also, den zweckmäßigerweise
entsprechend geformten oder gestalteten Taststift beispielsweise
ge genüber
seiner Gebrauchsstellung zurückzuziehen,
um zu erkennen, ob der Mikroschalter weiterhin gebrauchsfähig ist. Vor
allem die Rückstellung
in die Gebrauchslage ist dabei durch die vorhandene Rückstellkraft
oder Rückstellfeder
vereinfacht.
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Eine
abgewandelte Ausführungsform
kann darin bestehen, dass der Taststift mittels Gewinde von dem
Mikroschalter weg bewegbar ist. Auch dadurch kann die Funktionsfähigkeit
des Mikroschalters überprüft werden.
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Der
Taststift kann in seiner den Mikroschalter beaufschlagenden Gebrauchsstellung
in axialer Richtung an einem Anschlag gehalten sein, der die größte Annäherung des
Taststifts und seiner Stirnseite zu dem Mikroschalter – und damit
das Eindrücken des
entsprechenden Elements des Mikroschalters – vorgibt. Durch das Verstellen
des Taststifts nach einem Test wieder zurück an diesen Anschlag wird
sichergestellt, dass der Taststift seine ursprüngliche Gebrauchslage hat,
was vor allem dann vorteilhaft ist, wenn mit Hilfe dieses Taststifts
gleichzeitig der maximale Luftspalt der Bremse an dem Mikroschalter eingestellt
werden kann.
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Besonders
günstig
ist es dabei, wenn eine für
den Mikroschalter vorgesehene Einstellschraube, mit welcher die
Rückschaltposition
des Mikroschalters und insbesondere auch der in diesem Zusammenhang
wichtige maximale Luftspalt der Bremse einstellbar ist, innerhalb
einer mit einem Innengewinde angeordneten, gegen die Rückstellkraft
oder Rückstellfeder
verschiebbaren Hülse
oder Buchse eingeschraubt ist und mit dieser zusammen den Taststift
bildet. Somit kann die Einstellschraube in üblicher Weise zur Einstellung
des Mikroschalters bei maximalem Luftspalt der Bremse benutzt werden, zusammen
mit der sie aufnehmenden Hülse
oder Buchse aber zum Testen des Mikroschalters von diesem wegbewegt
werden, ohne dass sich dadurch aber die Einstellung des maximalen
Luftspalts, bei welchem der Schalter auch im Betrieb öffnen soll,
geändert
wird. Eine Überprüfung der
Schalterfunktion ist dann ohne jegliche Änderung der Einschraubposition
dieser Einstellschraube möglich.
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Die
die Einstellschraube erfassende, mit dieser zusammen axial verstellbare
Hülse oder
Buchse kann in Gebrauchsstellung an dem in der Ankerscheibe angeordneten
Anschlag mit ihrer Stirnseite anliegen. Somit ist die gewünschte Gebrauchslage des
aus Einstellschraube und Buchse bestehenden Taststifts festgelegt
und dennoch kann mit Hilfe der Einstellschraube zuvor oder auch
später
die Einstellung des Mikroschalters entsprechend einem maximalen
Luftspalt der Bremse durchgeführt
werden.
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Zwischen
der Stirnseite der Einstellschraube und der Kontaktfläche des
Mikroschalters kann ein Zwischenstift oder Zwischenbolzen zur Überbrückung des
Abstandes des Mikroschalters von dem Anker vorgesehen sein. Es ist
also nicht erforderlich, dass der Taststift selbst unmittelbar an
dem Mikroschalter ansteht, sondern zwischen Taststift und Mikroschalter
kann die erwähnte Überbrückung vorgesehen
sein, um die Unterbringung des Mikroschalters innerhalb der Federdruckbremse
unabhängig
von der axialen Position des Taststifts zu machen.
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Für die erfindungsgemäße Betätigung des Taststifts
ist es besonders günstig,
wenn der Taststift an seinem die Ankerscheibe auf der dem Mikroschalter
abgewandten Seite befindlichen oder überragenden Bereich oder Ende
eine Verformung, einen Vorsprung, einen Kopf, eine Mutter oder einen
Angriff für ein
Werkzeug aufweist. An der Verformung oder dergleichen Vorsprung
kann also der Taststift gegebenenfalls von Hand oder mit Hilfe eines
Werkzeugs erfasst und zum Testen des Mikroschalters in axialer Richtung
von diesem wegbewegt werden. Soll dabei diese Angriffsstelle die
Ankerscheibe nicht überragen,
könnte
die Ankerscheibe zur Aufnahme dieser Verformung oder dieses Angriffs
an dieser Stelle eine Mulde oder dergleichen Vertiefung haben.
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Eine
zweckmäßige Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Federdruckbremse
kann dabei vorsehen, dass in einer axialen Ausnehmung oder Bohrung
der Ankerscheibe die Hülse
oder Buchse angeordnet ist, die mit ihrer dem Mikroschalter zugewandten
Stirnseite an dem Anschlag innerhalb der Ankerscheibe anliegt und
mit der Einstellschraube formschlüssig über deren Einstellgewinde verbunden ist
und die in axialer Richtung durch eine Rückstellkraft oder Druckfeder
beaufschlagt und in dieser Gebrauchslage gehalten ist, welche sich
insbesondere innerhalb der Ankerscheibe an einer Gegenschulter oder
einem Gegenring – beabstandet
zu dem Anschlag – abstützt, und
dass die Einstellschraube über die
Ankerscheibe übersteht
und insbesondere an ihrem Überstand
die Verformung, den Vorsprung, den Kopf, die Mutter zum Erfassen
des Taststifts oder einen Angriff für ein Rückzugswerkzeug hat.
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Vor
allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen
Merkmale und Maßnahmen
ergibt sich eine Federdruckbremse mit einem an dem Anker vorgesehenen
Taststift und einem Mikroschalter zur Überwachung des maximalen Luftspalts
der Bremse und/oder einer unerwünschten Verdrehung
der Ankerscheibe, bei welcher die Einstellschraube nicht mehr direkt
in den Anker, sondern in eine im Anker gegen eine Druckfeder axial
bewegliche und drehsteif angeordnete Buchse eingeschraubt ist. Die
Buchse wird über
die Druckfeder gegen eine Anschlagschulter der Ankerbohrung gedrückt. In
dieser Position wird die Einstellung des Mikroschalters vorgenommen.
Ein Deckel schließt
die entsprechende Auslösevorrichtung
und bildet gleichzeitig die zweite Abstützung für die Druckfeder.
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Soll
bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten die einwandfreie Funktion des
Mikroschalters überprüft werden,
wird von Hand oder mit einem Werkzeug, zum Beispiel mit einem Schraubendre her
die verdrehgesicherte Einstellschraube mit der Buchse zusammen gegen
die Kraft der Druckfeder zurückgezogen.
Bei einwandfreier Funktion verschiebt sich dann der entsprechende
zu dem Mikroschalter gehörende
Kontaktbolzen beziehungsweise es kann festgestellt werden, ob der
Mikroschalter "fest
hängt". Wird die zusammen
mit der Buchse zurückgezogene und
als Taststift wirkende Einstellschraube wieder losgelassen oder
das entsprechende Rückzugswerkzeug
entfernt, erfolgt eine selbständige
Rückstellung des
Taststifts und der Einstellschraube in ihre Ausgangsstellung. Somit
wird die Einstellung des Mikroschalters dabei nicht verändert.
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Günstig ist
es dabei, wenn die Einstellschraube gegen unbeabsichtigtes Verdrehen
gesichert ist, was zum Beispiel mit einem thermoplastischen Sicherungsfaden
geschehen kann.
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Insgesamt
ergibt sich so eine kostengünstige und
schnelle Überprüfungsmöglichkeit
der Funktionsgüte
von Mikroschaltern, die in Federdruckbremsen angeordnet sind, wobei
bei der bevorzugten Ausführungsform
auch die Überwachung
des maximal möglichen
Luftspalts möglich
ist, ohne die Einstellposition des Mikroschalters zu verändern.
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Nachstehend
ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt in
zum Teil schematisierter Darstellung:
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1 einen
Axial- oder Längsschnitt
durch die Drehachse eine erfindungsgemäße Federdruckbremse mit einem
Mikroschalter und einer zusammen mit einer Buchse als Taststift
ausgebildeten Einstellschraube, wobei zwischen deren stirnseitigen Ende
und dem Mikroschalter ein Zwischenbolzen angeordnet ist, sowie
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2 in
vergrößertem Maßstab die
Anordnung des Mikroschalters, des Zwischenbolzens und des Taststifts.
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Eine
im ganzen mit 1 bezeichnete, elektromagnetisch öffnende
Federdruckbremse 1, im folgenden auch "Federdruckbremse 1" oder "Bremse 1" genannt, weist eine
elektromagnetische Lüfteinrichtung
auf, die im wesentlichen aus einem Magnetgehäuse 2 und einer darin
angeordneten Magnetspule 3 gebildet ist. In nicht näher dargestellter
Weise kann diese Federdruckbremse 1 beispielsweise an einer Anbaufläche eines
Motors befestigt sein, der gleichzeitig auch von einer Bremsscheibe 4 beaufschlagt werden
kann.
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Die
Federdruckbremse 1 weist außerdem einen mittels Federn 5,
im Ausführungsbeispiel Schraubfedern,
gegebenenfalls aber auch Blattfedern axial beweglichen und mittels
Blattfedern 17 drehfest an der Lüfteinrichtung gelagerten Anker 6 und
die schon erwähnte,
unverdrehbar direkt oder indirekt auf oder an einer abzubremsenden
Welle 7 gelagerte Bremsscheibe 4 auf, wobei die
Federn 5 der Lüfteinrichtung
den – im
Ausführungsbeispiel
scheibenförmigen – Anker 6 in
axialer Richtung beaufschlagen, um ihn mit der Bremsscheibe 4 in
Reibverbindung zu bringen. Bei Stromzufuhr zu der oder den Magnetspulen 3 wird
der Anker 6 gegen die Kraft der Federn 5 angezogen,
um die Bremsscheibe 4 freizugeben, so dass bei Stromausfall
dann die Federn 5 den Anker 6 gegen die Bremsscheibe 4 drücken und dadurch
die Bremswirkung erzielt wird.
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Die
Bremse 1 weist außerdem
einen Mikroschalter 8 auf, um bei einer an sich nicht gewollten Drehung
des Ankers 6 oder einer durch Verschleiß bedingten zu großen Abmessung
des maximalen Luftspalts der Bremse ein Signal auslösen zu können. Insbesondere
in 2 erkennt man dabei sowohl diesen Mikro schalter 8 als
auch einen mit dem Anker 6 bzw. mit der Ankerscheibe verbundenen und/oder
die Ankerscheibe 6 durchsetzenden, im ganzen mit 9 bezeichneten
Taststift, womit der Mikroschalter 8 bei Normalbetrieb
in Offenstellung gehalten ist. Der Mikroschalter 8 kann
durch eine Verschiebung des Taststifts 9 quer zu seiner
Erstreckung bei einer Verdrehung der Ankerscheibe 6 von
dem Mikroschalter 8 wegbewegt werden, so dass der Mikroschalter 8 in
einem solchen Falle ausgelöst
wird und das erforderliche Signal abgibt, wie er auch ein Signal
abgibt, wenn durch Verschleiß der
maximale Lüftungs- oder Luftspalt der
Bremse überschritten
wird.
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Dieser
Taststift 9 ist in Richtung seiner axialen Erstreckung
von dem Mikroschalter 8 und von dessen Kontaktstelle beispielsweise
bei einer Überprüfung oder
Wartung durch eine Bedienungsperson wegbewegbar und kann danach
wieder in seine Gebrauchsstellung zurückverstellt werden. Somit kann bewusst
durch diese Bewegung des Taststifts 9 aus seiner Gebrauchslage
von dem Mikroschalter 8 weg zu beliebigen Zeiten überprüft werden,
ob der Mikroschalter 8 funktionstüchtig ist, so dass zwischen
solchen Überprüfungen,
beispielsweise zwischen entsprechenden Wartungsintervallen von einer
Funktionstüchtigkeit
des Mikroschalters 8 ausgegangen werden kann, das heißt bei einer
verschleißbedingten
Vergrößerung des
maximalen Luftspalts oder bei einer unerwünschten Verdrehung des Ankers 6 kann mit
einem entsprechenden Signal durch den Mikroschalter 8 gerechnet
werden. Somit ist die Bremse 1 auch für Aufzugsbremsen geeignet,
bei denen besonders hohe Sicherheitsanforderungen bestehen.
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Der
Taststift 9 ist dabei gegen die Rückstellkraft einer Rückstellfeder 10 axial
von dem Mikroschalter 8 wegbewegbar, so dass seine Rückverstellung
in Gebrauchslage automatisch erfolgen kann. Der Benutzer braucht
also den Taststift 9 nur von Hand oder mit Hilfe eines
Werkzeugs zurückzubewegen,
wonach dieser nach dem Loslassen von selbst in seine Ausgangslage
zurückkehrt.
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Vor
allem in 2 erkennt man dabei, dass der
Taststift 9 an seinem die Ankerscheibe 6 auf der dem
Mikroschalter 8 abgewandten Seite überragenden oder auf dieser
Seite befindlichen Bereich oder Ende eine Verformung, einen Vorsprung,
eine Mutter oder einen Angriff für
ein Werkzeug, im Ausführungsbeispiel
einen Kopf 11a aufweist, an welchem also dieser Taststift 9 für die erwähnte Verstellung
erfasst werden kann.
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Dabei
ist im Ausführungsbeispiel
gleichzeitig eine für
den Mikroschalter 8 vorgesehene Einstellschraube 11 vorgesehen,
mit welcher der maximale Luftspalt, bei welchem der Mikroschalter 8 ansprechen
soll, eingestellt werden kann. Mit Hilfe dieser Einstellschraube 11 ist
also die Rückschaltposition des
Mikroschalters 8 einstellbar.
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Diese
Einstellschraube 11 ist im Ausführungsbeispiel innerhalb einer
mit einem Innengewinde versehenen, gegen die Rückstellkraft oder Rückstellfeder 10 verschiebbaren
Hülse 12 oder
Buchse eingeschraubt und bildet mit dieser zusammen den Taststift 9.
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Dadurch
ist es möglich,
die Einstellschraube 11 in üblicher Weise zum Einstellen
der Rückschaltposition
des Mikroschalters zu verwenden, sie aber gleichzeitig zusammen
mit der formschlüssig über das
Gewinde mit ihr verbundenen Hülse 12 zum
Testen des Mikroschalters von diesem wegzubewegen.
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Dabei
wird dieser Taststift 9 und im einzelnen die die Einstellschraube 11 erfassende
und mit dieser zusammen den Taststift 9 bildende und axialverstellbare
Hülse 12 oder
Buchse in Gebrauchsstellung an einem in der Ankerscheibe 6 angeordneten,
durch eine Querschnittsverminderung gebildeten Anschlag 13 gehalten,
welcher die größte Annäherung des Taststifts
bzw. der Stirnseite der Einstellschraube 11 zu dem Mikroschalter 8 vorgibt.
Die Hülse 12 liegt
dabei mit ihrer Stirnseite an diesem Anschlag 13 an und wird
an diesem durch die Feder 10 angedrückt.
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Zwischen
der Stirnseite der Einstellschraube 11 bzw. des Taststifts 9 und
der Kontaktfläche
des Mikroschalters 8 erkennt man im Ausführungsbeispiel noch
einen Zwischenstift oder Zwischenbolzen 14 zur Überbrückung des
Abstands des Mikroschalters 8 von dem Anker 6.
Somit kann der Mikroschalter 8 in einer platzgünstigen
Lage in axialer Verlängerungsrichtung
der Einstellschraube 11 angeordnet werden, da deren Position
und Wirkung über
diesen Zwischenbolzen 14 auf den Mikroschalter 8 übertragen
wird.
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In
einer axialen Ausnehmung oder Bohrung 15 der Ankerscheibe 6 ist
also die Hülse 12 oder Buchse – als Teil
des Taststifts 9 – angeordnet,
die mit ihrer dem Mikroschalter zugewandten Stirnseite an dem Anschlag 13 innerhalb
der Ankerscheibe 6 anliegt und mit der Einstellschraube 11 formschlüssige über das
Einstellgewinde verbunden ist. In axialer Richtung wird die Hülse 12 durch
eine Rückstellkraft oder
Druckfeder 10 in Richtung zu diesem Anschlag 13 hin
beaufschlagt, wobei sich diese Druckfeder 10 außerdem innerhalb
der Ankerscheibe 6 an einer Gegenschulter oder einem Gegenring
oder Deckel 16 abstützt,
welcher die Bohrung 15 bis auf einen Durchtritt für die Einstellschraube 11 verschließt, so dass die
Feder 10 etwas vorgespannt sein kann.
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Dabei
erkennt man vor allem in 2, dass die Einstellschraube 11 über die
Ankerscheibe 6 auf der dem Mikroschalter 8 abgewandten
Seite übersteht
und an ihrem Überstand
die schon erwähnte Verformung,
den Vorsprung, die Mutter oder den im Ausführungsbeispiel vorgesehenen
Kopf 11a aufweist, an welchem beispielsweise mit einem
Werkzeug die einem Schraubendreher oder dergleichen durch Untergreifen
dieses Vorsprunges oder Kopfes 11a angegriffen werden kann,
um die Einstellschraube 11 zusammen mit der Hülse oder
Buchse 12 gegen die Kraft der Feder 10 zurückziehen
zu können, um
den Mikroschalter 8 zu testen.
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Es
sei noch erwähnt,
dass die zu dem Taststift 9 gehörende Einstellschraube 11 gegen
unbeabsichtigtes Verdrehen gesichert sein kann, damit vor allem
die Einstellung des maximalen Luftspalts auch bei einem solchen
Test des Mikroschalters 8 nicht verändert wird. Als derartige Verdrehsicherung
kann beispielsweise ein thermoplastischer Sicherungsfaden vorgesehen
sein.
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Bei
einer elektromagnetisch öffnenden
Federdruckbremse 1 ist zur Überwachung des maximalen Luftspalts
und der korrekten Drehlage der Ankerscheibe 6 ein Mikroschalter 8 vorgesehen,
der von einer mit dem Anker 6 verbundenen Taststift 9 beaufschlagt
wird. Nimmt der Luftspalt zu oder wird die Ankerscheibe 6 ungewollt
verdreht, so dass der Taststift 9 den Mikroschalter nicht
mehr beaufschlagt, gibt dieser ein entsprechendes Signal ab.
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Um
diese Anordnung ohne Änderung
der Einstellung einer den Mikroschalter in diesem Zusammenhang beaufschlagenden
Einstellschraube 11 überprüfen zu können, ist
der diese Einstellschraube 11 aufweisende Taststift 9 insbesondere
gegen eine Rückstellkraft
unabhängig
von einer Betätigung
der Bremse 1 von dem Mikroschalter 8 wegbewegbar,
so dass durch eine solche Bewegung des Taststifts 9 überprüft werden
kann, ob der Mikroschalter 8 auslöst.