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DE102006009071A1 - Brennstoffeinspritzventil - Google Patents

Brennstoffeinspritzventil Download PDF

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DE102006009071A1
DE102006009071A1 DE200610009071 DE102006009071A DE102006009071A1 DE 102006009071 A1 DE102006009071 A1 DE 102006009071A1 DE 200610009071 DE200610009071 DE 200610009071 DE 102006009071 A DE102006009071 A DE 102006009071A DE 102006009071 A1 DE102006009071 A1 DE 102006009071A1
Authority
DE
Germany
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valve
fuel injection
spring sleeve
recesses
pressure area
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200610009071
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English (en)
Inventor
Uwe Bruetsch
Dietmar Uhlmann
Christoph Radsak
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE200610009071 priority Critical patent/DE102006009071A1/de
Priority to PCT/EP2007/050454 priority patent/WO2007098986A1/de
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • F02M47/027Electrically actuated valves draining the chamber to release the closing pressure
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Abstract

Ein Brennstoffeinspritzventil (1), das insbesondere als Injektor für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen dient, weist einen Aktor (30) auf, der über eine Hubübersetzungseinrichtung (31) und ein Ventil (19) den Druck in einem Steuerraum (9) steuert. Dabei weist das Ventil (19) einen Ventilbolzen (22) und eine Federhülse (25) auf, wobei die Federhülse (25) einen Bolzenabschnitt (23) des Ventilbolzens (22) umschließt. Durch die Federhülse (25) wird eine gleichmäßige Beaufschlagung einer Dichtkante (37) eines Ventilsitzkörpers erreicht, der mit einem Dichtkonus (24) des Ventilbolzens (22) einen Dichtsitz bildet. Dadurch ist eine Beschädigung der Dichtkante (37) verhindert.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft ein Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen. Speziell betrifft die Erfindung einen Injektor für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen.
  • Aus der DE 101 45 862 A1 ist ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, bei dem eine Düsennadel indirekt über ein Ventil gesteuert wird. Dabei ist ein Steuerraum vorgesehen, der von einem Hochdruckbereich mittels einer Zulaufdrossel befüllbar und über eine Ablaufdrossel mit einem Ventilraum verbunden ist. Ferner ist ein Bypass vorgesehen, über den der Ventilraum direkt mit dem Hochdruckbereich in Verbindung steht. Ein Ventilbolzen dient zum Steuern eines Durchlasses aus dem Ventilraum in einen Niederdruckbereich, wobei gleichzeitig eine Steuerung des Durchflusses durch den Bypass erfolgt.
  • Das aus der DE 101 45 862 A1 bekannte Brennstoffeinspritzventil hat den Nachteil, dass speziell im drucklosen Zustand der Durchlass zum Niederdruckbereich nicht vollständig geschlossen sein kann. Beim Inbetriebnehmen des Brennstoffeinspritzventils, bei dem der Druck aufgebaut wird, kann es daher zu einer gewissen Verzögerung kommen, bis eine Betriebsbereitschaft eintritt. Es ist denkbar, dass eine Ventilfeder zum Beaufschlagen des Ventilbolzens in eine Ausgangsstellung eingesetzt wird. Eine solche Ventilfeder hat jedoch den Nachteil, dass Querkräfte auftreten, so dass ein unerwünschter Verschleiß an einem Sitz zum Niederdruckbereich auftritt und gegebenenfalls eine Beschädigung des Sitzes durch Kavitation oder dergleichen verursacht wird.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Vorteile der Erfindung
  • Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass der Ventilbolzen zumindest im Wesentlichen ohne Querkräfte oder mit verschwindenden Querkräften in Richtung der Ausgangsstellung beaufschlagt ist, so dass ein Verschleiß einer Dichtkante zum Niederdruckbereich verringert ist. Beschädigungen am Sitz, beispielsweise durch Kavitation, können ebenfalls verhindert oder verringert werden.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des im Anspruch 1 angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
  • In vorteilhafter Weise weist das Ventil einen Ventilsitzkörper auf, der mit einem Dichtkegel des Ventilbolzens zu einem Dichtsitz zusammenwirkt, um die Verbindung zwischen dem Ventilraum und dem Niederdruckbereich über die Abflussöffnung zu verschließen. Dabei ist der Dichtsitz vorzugsweise an einer Dichtkante des an einer Ventilplatte ausgebildeten Ventilsitzkörpers gebildet, wobei die Federhülse den Dichtkegel des Ventilbolzens gleichmäßig gegen die Dichtkante beaufschlagt. Dadurch wird der Dichtkegel im Ausgangszustand gleichmäßig gegen die Dichtkante des Ventilsitzkörpers gepresst, wobei insbesondere eine punktuelle Belastung der Dichtkante, wie sie bei Querkräften auftreten kann, verhindert ist, so dass ein Verschleiß des Dichtkegels und des Ventilsitzkörpers, insbesondere im Bereich der Dichtkante, verhindert ist. Dabei ist der Ventilraum im Ausgangszustand gegenüber dem Niederdruckbereich verschlossen, so dass bei einer Inbetriebnahme des Brennstoffeinspritzventils ein rascher Druckaufbau ermöglicht und das Auftreten von Kavitation am Sitz verhindert ist.
  • Vorteilhaft ist es, dass die Federhülse zumindest zwei in einer Umfangsrichtung verlaufende Aussparungen aufweist. Die Aussparungen ermöglichen ein Einfedern der Federhülse und gleichzeitig einen Durchfluss von Brennstoff, so dass beispielsweise Brennstoff aus dem Umgehungskanal in den Teil des Ventilraums zwischen der Federhülse und einer Wand des Ventilraums gelangen kann. Die Aussparungen sind dabei vorzugsweise im Wesentlichen schlitzförmig ausgestaltet, wobei die Schlitzenden der Aussparungen zum Vermeiden von Rissen und dergleichen in dem Material der Federhülse abgerundet ausgestaltet sind. Besonders vorteilhaft ist es, dass die Federhülse mehrere Aussparungen aufweist, die in einer gleichen Höhe liegen und die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgend angeordnet sind. Beispielsweise können auf einer gewissen Höhe zwei Aussparungen vorgesehen sein, die jeweils ein Bogenmaß von fast 180° haben, wobei zwischen den Aussparungen Stege ausgebildet sind. Solche Stege haben vorzugsweise in Umfangsrichtung gesehen zumindest näherungsweise die gleiche Breite. Dadurch wird ein gleichmäßiges Entfalten der Federkraft der Federhülse erreicht, wobei Querkräfte zuverlässig verhindert sind. In einer gewissen Höhe können jedoch auch mehr als zwei solcher Aussparungen vorgesehen sein, die vorzugsweise eine übereinstimmende Ausgestaltung aufweisen, so dass deren Erstreckung in Umfangsrichtung vorzugsweise gleich ist.
  • Vorteilhaft ist es, dass die Federhülse in mehreren Höhen jeweils solche Aussparungen aufweist, die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgend angeordnet sind. Dadurch kann die Federrate der Federhülse weiter reduziert werden. In einer Längs- oder Höhenrichtung gesehen benachbarte Anordnungen von Aussparungen sind vorzugsweise in Umfangrichtung zueinander versetzt angeordnet, so dass ein Auftreten von Querkräften verhindert ist.
  • Die Federhülse kann aus einem hülsenförmigen Metallblech gebildet sein, das beispielsweise eine Blechstärke von 0,1 mm, 0,15 mm oder 0,2 mm aufweist.
  • Zeichnung
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils in einer auszugsweisen schematischen Schnittdarstellung;
  • 2 den in 1 mit II bezeichneten Ausschnitt des Brennstoffeinspritzventils des ersten Ausführungsbeispiels im weiteren Detail und
  • 3 die in 2 gezeigte Federhülse in einer Seitenansicht.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Brennstoffeinspritzventils 1 der Erfindung in einer teilweisen, schematischen Schnittdarstellung. Das Brennstoffeinspritzventil 1 kann insbesondere als Injektor für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen dienen. Insbesondere eignet sich das Brennstoffeinspritzventil 1 für Nutzkraftwagen oder Personenkraftwagen. Ein bevorzugter Einsatz des Brennstoffeinspritzventils 1 besteht für eine Brennstoffeinspritzanlage mit einem Common-Rail, das Dieselbrennstoff unter hohem Druck zu mehreren Brennstoffeinspritzventilen 1 führt. Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil 1 eignet sich jedoch auch für andere Anwendungsfälle.
  • Das Brennstoffeinspritzventil 1 weist ein aus mehreren Teilen bestehendes Gehäuse 2 auf, das mit einem Düsenkörper 3 verbunden ist. Der Düsenkörper 3 ist dabei mittels einer Düsenspannmutter 5 mit einem Haltekörper 10 des Gehäuses 2 verbunden. An dem Düsenkörper 3 ist ein Nadelsitz 4 ausgebildet, der mit einer Düsennadel 6 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Dabei ist die Ventilnadel 6 so ausgebildet, dass sie an einem dem Dichtsitz abgewandten Ende mit einer Hülse 7 und einer Drosselplatte 8 einen Steuerraum 9 einschließt.
  • Ein Haltekörper 5 des Ventilgehäuses 2 weist einen Brennstoffeinlassstutzen 12 auf, der mittels einer geeigneten Brennstoffleitung mit einem Common-Rail verbindbar ist. Über den Brennstoffeinlassstutzen 12 gelangt Brennstoff in einen im Inneren des Haltekörpers 5 des Ventilgehäuses 2 vorgesehenen Brennstoffkanal 13 und über diesen in einen Brennstoffraum 14. Der Brennstoffkanal 13 und der Brennstoffraum 14 sind Teil eines Hochdruckbereichs 15. Im Betrieb des Brennstoffeinspritzventils befindet sich im Hochdruckbereich 15 unter hohem Druck stehender Brennstoff.
  • Der Steuerraum 9 ist über eine Zulaufdrossel 16 mit dem Brennstoffkanal 13 des Hochdruckbereichs 15 verbunden. Außerdem ist eine Ablaufdrossel 17 vorgesehen, über die der Steuerraum 9 mit einem Ventilraum 18 eines Ventils 19 verbunden ist. Der Ventilraum 18 ist dabei in einer Ventilplatte 20 ausgebildet. Ferner steht der Ventilraum 18 über einen Umgehungskanal 21 mit dem Brennstoffraum 14 des Hochdruckbereichs 15 in Verbindung. Der Umgehungskanal 21 ist ein Bypass 21 und insbesondere als Bypassbohrung 21 ausgestaltet. Über den Umgehungskanal 21 besteht daher eine direkte Verbindung zwischen dem Hochdruckbereich 15 und dem Ventilraum 18 des Ventils 19. Das Ventil 19 weist einen Ventilbolzen 22 auf, der einen Bolzenabschnitt 23 und einen Dichtkegel 24 aufweist. Ferner weist das Ventil 19 eine Federhülse 25 auf, die den Dichtkegel 24 des Ventilbolzens 22 gegen einen Ventilsitzkörper 26 der Ventilplatte 20 mit einer Schließkraft beaufschlagt.
  • Ein im Inneren des Haltekörpers 5 des Ventilgehäuses 2 angeordneter piezoelektrischer Aktor 30 wirkt über einen hydraulischen Koppler 31, welcher insbesondere als Hubübersetzungseinrichtung 31 ausgestaltet sein kann, auf den Ventilbolzen 22 ein. Dabei wird der Ventilbolzen 22 mittels eines Betätigungselements (Kolben) 32, das auf ein Anlageelement 33 des Ventilbolzens 22 einwirkt, entgegen der Kraft der Federhülse 25 mit einer Betätigungskraft beaufschlagt. Dadurch wird ein zwischen dem Dichtkegel 24 und dem Ventilsitzkörper 26 der Ventilplatte 20 gebildeter Dichtsitz an einer Dichtkante 37 (2) geöffnet, so dass eine Verbindung zwischen einem Ventilraum 18 und einem Niederdruckbereich 34 geöffnet wird.
  • Beim Inbetriebnehmen des Brennstoffeinspritzventils 1 wird unter hohem Druck stehender Brennstoff in den Hochdruckbereich 15 eingeleitet. Dadurch fließt Brennstoff über die Zulaufdrossel 16 in den Steuerraum 9, so dass der Druck im Steuerraum 9 ansteigt. Ferner fließt Brennstoff über die Ablaufdrossel 17 in den Ventilraum 18. Auf Grund der Kraft der Federhülse 25, die vorgespannt ist, ist der zwischen dem Dichtkegel 24 und der Ventilplatte 20 gebildete Dichtsitz in der Ausgangsstellung geschlossen, so dass zusätzlich eine Verbindung über den Umgehungskanal 21 geöffnet ist und der Druck im Ventilraum 18 rasch ansteigt.
  • Bei einer Betätigung des Brennstoffeinspritzventils 1 mittels des Aktors 30 wird der Dichtsitz des Ventilbolzens 22 geöffnet, so dass der Druck im Ventilraum 18 abfällt und Brennstoff über die Ablaufdrossel 17 aus dem Steuerraum 9 abfließt. Durch den Druckabfall im Steuerraum 9 kommt es zu einem Öffnen der Düsennadel 6, so dass der zwischen der Düsennadel 6 und dem Nadelsitz 4 des Düsenkörpers 3 gebildete Dichtsitz geöffnet wird und Brennstoff aus dem Brennstoffraum 14 über den geöffneten Dichtsitz und zumindest eine Düsenöffnung 35 aus dem Brennstoffeinspritzventil 1 eingespritzt wird. Nach der Betätigung des Brennstoffeinspritzventils 1 wird der Ventilbolzen 22 auf Grund der Kraft der Federhülse 25 in die Ausgangsstellung zurückgestellt, in der die Verbindung des Ventilraums 18 zum Niederdruckbereich 34 unterbrochen und die Verbindung zum Hochdruckbereich 15 über den Umgehungskanal 21 geöffnet ist, so dass ein rascher Druckanstieg im Ventilraum 18 erzeugt wird. Dabei kann es auch zum Befüllen des Steuerraums 9 mit Brennstoff (Kraftstoff) über die Ablaufdrossel 17 kommen. Der bedingte Anstieg des Druckes im Steuerraum 9 führt dann zum Schließen der Düsennadel 6, so dass der Einspritzvorgang beendet ist. Das Ventil 19 ermöglicht eine vorteilhafte Vorgabe des Einspritzverlaufs und insbesondere kurze Einspritzzeiten.
  • 2 zeigt den in 1 mit II bezeichneten Ausschnitt des Brennstoffeinspritzventils 1 in weiterem Detail. Der Bolzenabschnitt 23 des Ventilbolzens 22 ist innerhalb des Ventilraums 18 vorgesehen. Der mit dem Bolzenabschnitt 23 verbundene Dichtkegel 24 ist teilweise innerhalb des Ventilraums 18 vorgesehen und verschließt in der in der 2 dargestellten Ausgangsstellung eine Abflussöffnung 36 des Ventilraums 18. Über die Abflussöffnung 36 ist der Ventilraum 18 mit dem Niederdruckbereich 34 verbunden, wobei die Verbindung mittels des Ventilbolzens 22 geöffnet und geschlossen werden kann. Aus dem Niederdruckbereich 36 kann der Brennstoff über eine Rückleitung in einen Tank der Brennkraftmaschine geleitet werden. In der dargestellten Ausgangsstellung ist zwischen einer Dichtkante 37 des Steuerventilsitzkörpers 26 der Ventilplatte 20 und dem Dichtkegel 24 ein Dichtsitz gebildet, so dass die Abflussöffnung (Kanal) 36 verschlossen ist. Bei der Betätigung des Ventilbolzens 22 entgegen der Kraft der Federhülse 25 wird dieser Dichtsitz geöffnet, so dass Brennstoff aus dem Ventilraum 18 in den Niederdruckbereich 36 abfließen kann.
  • Die Federhülse 25 umschließt den Bolzenabschnitt 23 des Ventilbolzens 22 umfänglich, wobei ein Innendurchmesser 38 der Federhülse 25 etwas größer als ein Durchmesser 39 des Bolzenabschnitts 23 gewählt ist, so dass zwischen dem Bolzenabschnitt 23 und der Federhülse 25 ein schmaler Spalt 40 der Breite 41 vorgesehen ist. Die Federhülse 25 ist bezüglich einer Achse 42 des Bolzenabschnitts 23 des Ventilbolzens 22 zentriert angeordnet, wobei auf Grund der geringen Breite 41 des schmalen Spalts 40 eine wesentliche Veränderung der Lage der Federhülse 25 über die Lebensdauer des Brennstoffeinspritzventils 1 verhindert ist. Um eine Vorspannung der Federhülse 25 zu erreichen, ist eine Einbauhöhe H1 der Federhülse 25 kleiner als eine Ausgangshöhe H0 (3) gewählt. Die Federhülse 25 weist eine Vielzahl von Aussparungen 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49 auf, um ein Einfedern der Federhülse 25 bei einer dynamischen Belastung zu ermöglichen. Die Aussparungen 43 bis 49 ermöglichen außerdem einen Durchfluss von Brennstoff aus dem Spalt 40 in den übrigen Teil des Ventilraums 18. Dadurch kann Brennstoff aus dem Umgehungskanal 21 in den Ventilraum 18 einfließen, wenn eine Öffnung 55 des Umgehungskanals 21 zumindest teilweise geöffnet ist. In dem in der 2 dargestellten Ausgangszustand, in dem der Dichtkegel 24 an der Dichtkante 37 anliegt, ist die Öffnung 55 des Umgehungskanals 21 maximal geöffnet. Durch die Ausgestaltung und die Anzahl der Aussparungen 43 bis 49 kann die Federrate der Federhülse 25 vorgegeben werden. Die Aussparungen 43 bis 49 sind dabei gleichmäßig über die Federhülse 25 verteilt, um eine gleichmäßige Kraftentfaltung der Federhülse 25 zur gleichmäßigen Beaufschlagung der Dichtkante 37 mittels des Dichtkegels 24 des Ventilbolzens 22 zu erreichen. Speziell erfolgt die Beaufschlagung des Ventilbolzens 22 zumindest im Wesentlichen in Richtung der Achse 42 und ohne das Auftreten von Querkräften. Dadurch ist auch sichergestellt, dass in dem in der 2 dargestellten Ausgangszustand ein vollständiges Verschließen der Abflussöffnung 36 erreicht ist, so dass insbesondere Beschädigungen durch Kavitation verhindert sind. Die Stirnflächen 56, 57 der Federhülse 25 sind eben ausgestaltet und gegebenenfalls geschliffen ausgeführt. Dadurch wird eine gleichmäßige Anlage der Federhülse 25 an der Drosselplatte 8 beziehungsweise dem Dichtkegel 24 erreicht, so dass eine axiale Ausrichtung der Federhülse 25 erzielt und eine gleichmäßige Kraftübertragung erreicht werden kann.
  • 3 zeigt die in der 2 dargestellte Federhülse in einer Seitenansicht aus der in 2 mit III bezeichneten Blickrichtung. Dabei sind in der 3 weitere Aussparungen 50, 51, 52 der Federhülse 25 gezeigt, während die Aussparungen 48, 49 hinter den Aussparungen 44 und 46 liegen. Dadurch liegen auf jeder Höhe 70, 71, 72, 73, 74, die in Richtung der Achse 42 definiert sind, jeweils zwei der Aussparungen 43 bis 52. Beispielsweise liegen auf der Höhe 70 die Aussparungen 43, 50, die jeweils eine Bogenlänge von fast 180° haben, so dass zwischen diesen ein Steg 58 mit einer Breite 59 verbleibt. Dabei sind die Aussparungen 43, 50 in einer Umfangsrichtung 60 betrachtet hintereinander angeordnet. Die den Aussparungen 43, 50 am Nächsten liegenden Aussparungen 44, 58, die auf der Höhe 71 angeordnet sind, sind in Umfangsrichtung 60 gesehen um 90° versetzt zu den Aussparungen 43, 50 angeordnet, um eine gleichmäßige Kraftentfaltung der Federhülse 25 zu gewährleisten. Entsprechend sind die Aussparungen 45, 51, die auf der Höhe 72 liegen, um 90° versetzt zu den Aussparungen 44, 48 angeordnet, so dass deren Anordnung in Umfangsrichtung 60 gesehen mit der Anordnung der Aussparungen 43, 50 übereinstimmt. Dies gilt auch für die Aussparungen 47, 52, während die Aussparungen 46, 49 in Umfangsrichtung 60 gesehen entsprechend der Aussparungen 44, 48 angeordnet sind.
  • Die Aussparungen 43 bis 52 sind alle gleich ausgestaltet. Insbesondere sind die Aussparungen 43 bis 52 als schlitzförmige Aussparungen ausgebildet, wobei im Bereich der Enden der Aussparungen 43, 52 Abrundungen 61 vorgesehen sind, wie es am Beispiel der Aussparung 52 gezeigt ist. Durch eine Aussparungshöhe 62 und eine in Umfangsrichtung 60 vorgesehene Krümmung 63 der Aussparungen 43 bis 52 kann in gewissen Grenzen die Federrate der Federhülse 25 vorgegeben werden. Ein wesentlicher Einfluss wird allerdings durch die Stegbreite 59 des Steges 58 und weiterer Stege zwischen den Aussparungen 43 bis 52, von denen in der 3 die Stege 80, 81 gekennzeichnet sind, ermöglicht. Die Vorspannkraft der Federhülse 25 wird durch die Differenz zwischen der Ausgangslänge H0 und der Einbaulänge H1 vorgegeben. Dabei kann die Federhülse 25 zusätzlich gesetzt werden, um eine Abnahme der Vorspannkraft über die Lebensdauer des Brennstoffeinspritzventils 1 zumindest zu verringern. Das Setzen der Federhülse 25 kann beispielsweise durch Beaufschlagen der Federhülse 25 mit dem 1,3- bis 1,5-fachen der Vorspannkraft erfolgen. Zusammen mit der Wahl einer Wanddicke der Federhülse 25 und dem Material der Federhülse 25 kann die Federrate der Federhülse 25 mit den oben beschriebenen Möglichkeiten in einem großen Bereich vorgegeben werden. Die Federhülse 25 kann beispielsweise aus einem nahtlos gezogenen Rohrabschnitt aus einem Blech mit einer Wanddicke von 0,1 mm, 0,15 mm oder 2 mm hergestellt werden. Der Innendurchmesser 38 der Federhülse sowie die Ausgangshöhe H0 können beispielsweise jeweils einige Millimeter betragen.
  • Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt.

Claims (10)

  1. Brennstoffeinspritzventil (1), insbesondere Injektor für Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen, mit einem Aktor (30), einem Ventil (19), das einen Ventilraum (18) und einen Ventilbolzen (22) aufweist, einem Steuerraum (9), der über eine Zulaufdrossel (16) mit einem Hochdruckbereich (15) verbunden ist, einer Ablaufdrossel (17), die den Steuerraum (9) mit dem Ventilraum (18) verbindet, einem Umgehungskanal (21), der den Ventilraum (18) mit dem Hochdruckbereich (15) verbindet, wobei der Ventilraum (18) eine Abflussöffnung (36) aufweist, über die der Ventilraum (18) mit einem Niederdruckbereich (34) verbunden ist, wobei der Ventilbolzen (22) zum Steuern eines Durchflusses von dem Hochdruckbereich (15) zu dem Ventilraum (18) durch den Umgehungskanal (21) und zum Steuern eines Durchflusses von dem Ventilraum (18) zu dem Niederdruckbereich (34) durch die Abflussöffnung (36) des Ventilraums (18) mittels des Aktors (30) betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (19) eine Federhülse (25) aufweist, dass die Federhülse (25) einen Bolzenabschnitt (23) des Ventilbolzens (22) umfänglich zumindest teilweise umschließt und dass die Federhülse (25) den Ventilbolzen (22) in Richtung einer Ausgangsstellung beaufschlagt, in der die Verbindung zwischen dem Ventilraum (18) und dem Niederdruckbereich (34) über die Abflussöffnung (36) geschlossen und die Verbindung zwischen dem Hochdruckbereich (15) und dem Ventilraum (18) über den Umgehungskanal (21) geöffnet ist.
  2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (19) einen Ventilsitzkörper (26) aufweist, der zum Schließen der Verbindung zwischen dem Ventilraum (18) und dem Niederdruckbereich (34) über die Abflussöffnung (36) mit einem Dichtkonus (24) des Ventilbolzens (22) zu einem Dichtsitz zusammenwirkt.
  3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtsitz zwischen dem Dichtkonus (24) und dem Ventilsitzkörper (26) im Ausgangszustand an einer Dichtkante (37) des Ventilsitzkörpers (26) gebildet ist und dass die Federhülse (25) den Dichtkonus (24) des Ventilbolzens (22) zumindest näherungsweise gleichmäßig gegen die Dichtkante (37) beaufschlagt.
  4. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federhülse (25) zumindest eine in einer Umfangsrichtung (60) verlaufende Aussparung (4352) aufweist.
  5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4352) als zumindest im Wesentlichen schlitzförmige Aussparung (4352) ausgestaltet ist.
  6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4352) an zumindest einem Schlitzende abgerundet ausgestaltet ist.
  7. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federhülse (25) in zumindest einer ersten Höhe (70) mehrere Aussparungen (43, 50) aufweist, die in Umfangsrichtung (60) aufeinanderfolgend angeordnet sind.
  8. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 7, dadurch kennzeichnet, dass zwischen den Aussparungen (4352) Stege (58, 80, 81) ausgebildet sind, wobei die Stege (58, 80, 81) in Umfangsrichtung (60) zumindest näherungsweise eine gleiche Breite (59) aufweisen.
  9. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (4352) zumindest näherungsweise eine übereinstimmende Ausgestaltung aufweisen.
  10. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Federhülse (25) in einer zweiten Höhe (71) mehrere Aussparungen (44, 48) aufweist, die in Umfangsrichtung (60) aufeinanderfolgend angeordnet sind, und dass die in der zweiten Höhe (71) ausgebildeten Aussparungen (44, 48) in Umfangsrichtung (60) versetzt zu den in der ersten Höhe (70) ausgebildeten Aussparungen (43, 50) angeordnet sind.
DE200610009071 2006-02-28 2006-02-28 Brennstoffeinspritzventil Withdrawn DE102006009071A1 (de)

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