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Die
Erfindung betrifft eine Ventilanordnung mit zumindest zwei pneumatischen
Wegeventilen, vorzugsweise 3/3-Wegeventilen, die mit einer Druckluftquelle über eine
gemeinsame Versorgungsleitung verbunden sind, und deren Abluft über eine
gemeinsame Entlüftung
abgeführt
wird, wobei der Querschnitt der Versorgungsleitung und/oder der
Entlüftung
an zumindest einer Stelle vor oder hinter zumindest einem der Wegeventile
mittels zumindest eines Elementes veränderbar ist, welches mittels
Druckluft aus der Versorgungsleitung betätigbar ist, weiters eine Anordnung
luftbefüllbarer
Blasen, umfassend zumindest zwei Blasen, eine Versorgungsleitung
von einer Druckluftquelle zu den Blasen, eine Ventilanordnung zur
Steuerung der Luftzu- und -abfuhr für die Blasen, sowie eine von
den Blasen wegführende
Entlüftung,
als auch einen Fahrzeugsitz, versehen mit mehreren Luftblasen, beispielsweise
zur Konturverstellung, mit einer Versorgungsleitung von einer Druckluftquelle
zu den Blasen, einer Ventilanordnung zur Steuerung der Luftzu- und
-abfuhr für
die Blasen, sowie einer von den Blasen wegführenden Entlüftung.
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Auf
vielen Gebieten der Technik wird eine Anzahl von Druckluft-Verbrauchern
aus einer gemeinsamen Druckluftquelle über eine zumindest teilweise
gemeinsame Versorgungsleitung versorgt, wobei aber zur individuellen
Versorgung vor die einzelnen Verbraucher oder vor Gruppen davon
steuerbare Ventile gesetzt werden. Beispielsweise zur Veränderung
von Fahrzeugsitzen werden in zunehmenden Maße Luftkissen eingesetzt. Damit
können
die Seitenkonturen des Sitzes ohne mechanisch bewegte Teile verändert werden,
es können
Lordosestützen geschaffen
und auch Massagesysteme für
Fahrzeugsitze realisiert werden. Für die Ansteuerung werden Ventile
mit einem festen Querschnitt verwendet. Dies führt bei der Auslegung zu einem
Konflikt zwischen Befüllgeschwindigkeit
und Regelverhalten. Ist die Befüllgeschwindigkeit
zu groß,
sind alle Regelvorgänge vom
Fahrer zu spüren
und werden als unangenehm empfunden. Wird der Durchfluss zu stark
verringert beeinträchtigt
dies die Verstellgeschwindigkeiten.
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In
der
DE 30 43 346 A1 ist
ein progressiver pneumatischer Anlasser beschrieben, bei welchem ein
Abschnitt in der Versorgungsleitung zu mehreren Verbrauchern mittels
eines Stellgliedes querschnittsveränderbar ausgeführt ist.
Die Stellung des Stellgliedes wird ohne Möglichkeit der Einwirkung von
außen durch
den Druck in der Versorgungsleitung gesteuert, so daß die Querschnittsveränderung
nicht frei einstellbar sondern vom Systemzustand vorgegeben ist.
Daher ist ein derartiges System für die Ansteuerung von Ventilen
für Luftkissen
in Komfortsitzen für Fahrzeuge
gänzlich
ungeeignet. Gleiches gilt auch für
das in der
US 5 038
813 A geoffenbarte Anlassersystem.
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Es
war daher das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Ventilanordnung
bzw. eine Anordnung luftbefüllbarer
Blasen oder einen mit mehreren Luftblasen versehenen Fahrzeugsitz
derart zu verbessern, daß mit
einer einfachen und doch funktionssicheren Anordnung frei steuerbar
sowohl eine langsame, fast unmerkliche Befüllung der Blasen als auch eine
schnelle Befüllung
ermöglicht
werden können.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß ein
pneumatisches Wegeventil der Ventilanordnung die Druckbeaufschlagung
des Elementes aus der Versorgungsleitung steuert. Über die
Ansteuerung des Wegeventils, das genau wie die anderen Wegeventile
der Ventilanordnung über
die Ventilsteuereinrichtung angesprochen werden kann, ist die Querschnittsveränderung
unabhängig
vom jeweiligen Druck im System jederzeit frei einstellbar. Zu jedem
beliebigen Zeitpunkt können
daher für
die Belüftung
oder auch Entlüftung
der Blasen die den Ventilen zugeführten Luftmengen auf mindestens
zwei Geschwindigkeiten eingestellt werden.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
ist dabei die Querschnittsverengung durch einen Ventilschieber gebildet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, daß die Versorgungsleitung und/oder
Entlüftung
für einzelne
Ventile oder Gruppen von Ventile steuerbare individuelle Querschnittsverengungen
aufweist. Damit ist eine noch größere Flexibilität gegeben,
da für
jeden Verbraucher das Verhältnis
genau auf dessen aktuellen Bedürfnisse
und Gegebenheiten angepasst werden kann.
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Typischerweise
wird gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung das Verhältnis der maximalen Querschnittsveränderung
größer als
1:20 sein, vorzugsweise im Bereich von 1:100 bis 1:150 liegen. Diese
Querschnittsverhältnisse
erlauben einen Wechsel zwischen fast unmerklicher Befüllung der Blasen,
beispielsweise um Leckagen ohne unangenehme kurzzeitige Druckstöße ausgleichen
zu können,
und rascher Befüllung,
um die Sitzkontur anzupassen, Massageeffekte zu erzielen, usw. Auch
der unmerkliche Angleich an Veränderungen
des Umgebungsdruckes ist dadurch sehr komfortabel möglich, beispielsweise
bei rascher Überwindung
großer
Höhenunterschiede
mit dem Fahrzeug ohne ungenügenden
inneren Druckausgleich.
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Eine
einfache Konstruktion kann gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
dadurch erreicht werden, daß die
Querschnittsverengungen zumindest einer Gruppen von Ventilen durch
ein allen Querschnittsverengungen gemeinsames Element steuerbar
ist.
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Vorzugsweise
ist dabei vorgesehen, daß die Versorgungsleitung
und/oder Entlüftung
einen durchgehenden Kanal konstanten Querschnitts zu allen Ventilen
aufweist, von welchem Kanal Passagen mit steuerbarem Querschnitt
zu den Ventilen führen.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
ist dabei dieser Kanal in einem Gehäuse ausgearbeitet, in welchem
auch Ausnehmungen für
die Wegeventile vorhanden sind, zu welchen Ausnehmungen die Passagen
führen.
Damit kann eine optimal geschützte und
separat komplett vorfertigbare Anordnung aufgebaut werden.
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Eine
andere Ausführungsform
dagegen sieht vor, daß der
Kanal in einem Gehäuse
ausgearbeitet ist, welches Anschlüsse für die Wegeventile aufweist, zu
welchen Anschlüssen
die Passagen führen.
Diese Lösung
erlaubt eine größere Freiheit
in Bezug auf die anschließbaren
Ventile und deren auch nachträglichen
Austausch.
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Um
dabei die Versorgung der Verbraucher mit veränderbaren Luftströmen zu gewährleisten, weisen
gemäß einem
weiteren Erfindungsmerkmal die Passagen zu den Ventilen zwei parallel
geführte Abschnitte
mit unterschiedlichem Querschnitt auf, welche parallelen Abschnitte
vorzugsweise unmittelbar vom Kanal konstanten Querschnitts ausgehen.
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Um
auch hier wieder den Vorteil zu erhalten, zwischen fast unmerklicher
Befüllung
der Blasen, etwa als Leckageausgleich, und optimaler, rascher Befüllung umschalten
zu können,
ist das Querschnittsverhältnis
der parallelen Abschnitte ebenfalls größer als 1:20, liegt vorzugsweise
im Bereich von 1:100 bis 1:150.
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Vorteilhafterweise
ist für
derartige Ausführungen
eine der Passagen, vorzugsweise jene mit größerem Querschnitt, durch ein
steuerbares Element verschließbar.
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Eine
für pneumatische
Anordnungen sehr einfach realisierbare Steuerung des Querschnitts
der Versorgungspassagen zu den Ventilen der einzelnen Verbraucher
ist möglich,
wenn das steuerbare Element eine Membrane ist, die auf der der Passage größeren Querschnitts
gegenüberliegenden
Seite mit einem Steuerdruck beaufschlagbar ist.
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Vorteilhafterweise
ist für
diese Ausführungsform
der Erfindung eine Steuerleitung von der Druckluftquelle zu jener
Seite der Membrane vorgesehen, die der Passage mit größerem Querschnitt
gegenüberliegt,
wobei eines der Ventile der Ventilanordnung diese Steuerleitung
steuert. Bei Zusammenfassung der Ventile der Anordnung in einem
Ventilblock kann das mit der Druckluftversorgungsleitung gespeiste erste
Ventil im Ventilblock die Steuerung der Membrane oder jedes anderen
pneumatisch schaltbaren Steuerelementes übernehmen. Wird die zuschaltbare
Drosselung des Luftstroms nicht benötigt, kann dieses Ventil auch
für die
Steuerung der Luftzufuhr zu einem Verbraucher, beispielsweise für die Befüllung von
Blasen, verwendet werden. Damit ergibt sich ein modulares System,
das unterschiedlichen Anforderungen angepasst werden kann. Selbstverständlich ist
aber auch ein separates Steuerventil möglich.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung kann das steuerbare Element ein Schlauch sein, dessen
Innenraum mit dem Steuerdruck beaufschlagbar ist und der in zumindest
teilweise belüftetem
Zustand eine der Passagen, vorzugsweise jene mit größerem Querschnitt,
abdeckt und verschließt. Die
Einbaulage eines schlauchartigen Elementes in Relation zum Gehäuse kann
beliebig gewählt
werden, da kein Deckel für
die Abdichtung des Steuerraumes mehr notwendig ist.
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Die
beschriebenen Lösungen
mit einer Membran oder auch einem Schlauch als Steuerelement für die Querschnittsveränderung
haben auch den Vorteil, daß damit
einfach eine Steuerung sowohl des Versorgungs- als auch den Entlüftungsquerschnittes mit
dem gleichen Steuerelement möglich
ist. Lediglich müssen
dazu die Druck- und Entlüftungspassagen
pneumatisch getrennt werden, was eine einfache bauliche Maßnahme darstellt.
Die Steuerseite könnte
dabei auch gemeinsam vorhanden sein.
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Eine
eingangs beschriebene Anordnung von luftbefüllbaren Blasen, wie sie beispielsweise
für Konturverstellsysteme
bei Fahrzeugsitzen zur Anwendung kommen kann, ist erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß die
Ventilanordnung gemäß einem
der vorhergehenden Absätze
ausgeführt ist.
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Ein
Fahrzeugsitz mit integrierten Luftblasen, insbesonders als Lordosestütz-, Konturverstellungs- bzw.
Massagesystem, ist zur Lösung
der eingangs gestellten Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung
gemäß einem
der vorhergehenden Absätze
ausgeführt
ist.
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In
der nachfolgenden Beschreibung soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden.
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Dabei
zeigt die 1 einen pneumatischen Schaltplan
einer ersten Ausführungsform
der Erfindung, 2 ist eine teilweise Schnittansicht
einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
der Ventilanordnung im Bereich des Versorgungsanschlusses mit Schieber
als den Querschnitt steuerndes Element, 3 zeigt
eine teilweise Ansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung mit diesem Schieber, 4 ist ein
Querschnitt durch einen Luftversorgungskanal in einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
mit membranartigem Element zur Querschnittssteuerung, 5 ist
ein Querschnitt entsprechend 4, jedoch
für eine
dreistufige Querschnittsveränderung
der Versorgungsleitung, und 6 ist ein pneumatischer
Schaltplan für
eine erfindungsgemäße Anordnung
mit dreistufiger Luftversorgung.
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In 1 ist
ein prinzipieller pneumatischer Schaltplan dargestellt, wie beispielsweise
eine Ventilanordnung für
die Be- und Entlüftung
von luftbefüllbaren
Blasen in Komfortsitzen von Fahrzeugen gestaltet sein könnte. Drei
3/3-Wegeventile 1 sind über von
einer gemeinsamen Versorgungsleitung 2 abzweigende Passagen 3 mit
einer Druckluftquelle 4 verbunden und steuern, über eine
nicht dargestellte Steuereinrichtung angesprochen, die Luftzu- bzw. Abfuhr
zu den Verbrauchern. Die Verbindungsleitungen 5 zu den
Blasen sind auch vollständig
verschließbar.
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Ein
weiteres Ventil 6, dessen Eingang ebenfalls von der Versorgungsleitung 2 abzweigt,
dient, ebenfalls extern angesprochen, vorzugsweise über die
gleiche Steuereinrichtung wie die übrigen Ventile 1,
zur Steuerung einer Drosseleinrichtung 7. Diese Drosseleinrichtung 7 bewirkt,
daß zumindest
ein Abschnitt in der Versorgungsleitung 2, querschnittsveränderbar
ausgeführt
ist. Durch diesen veränderbaren Querschnitt
in der Luftversorgung der Ventile 1 und damit der nachgeschalteten
Blasen kann die den Ventilen 1 und den Blasen zugeführten Luftmengen auf
zwei Geschwindigkeiten eingestellt werden, so daß sowohl eine langsame, fast
unmerkliche Befüllung
der Blasen als auch eine schnelle Befüllung ermöglicht sind. Ein gleichartiger
Aufbau ist ergänzend oder
alternativ auch für
die Entlüftung
der Ventile 1 möglich.
In der dargestellten Ausführungsform
der 1, wo auch die Entlüftung über den parallel zur Ventilanordnung 1, 6 geführten Abschnitt
der Versorgungsleitung 2 erfolgt, wäre dann die Drosseleinrichtung 7 an
dem der Druckluftquelle 4 entgegengesetzten Ende der Versorgungsleitung 2 vorgesehen,
bzw. wäre
eine zweite Drosseleinrichtung an diesem Ende vorgesehen. Die nachfolgenden
Ausführungen über die
Ausgestaltungen der Querschnittsveränderung betreffen daher immer
alle Varianten mit Be- und/oder
Entlüftung
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Eine
mögliche
Ausführung
dieser Drosseleinrichtung 7 ist in 2 im Detail
dargestellt. Die Druckluftquelle 4 wird mit dem Versorgungsstutzen 8 verbunden,
in welchem ein Schieber 9 gleitend und luftdicht geführt aufgenommen
ist. Der Schieber 9 ist mit einer Drossel versehen, so
daß in
der in 2 dargestellten Stellung, in welcher der Schieber 9 die Öffnung der
Versorgungsleitung 2 verschließt, nur eine reduzierte Luftmenge
zu den Ventilen 1 gelangt. An der dem Versorgungsstutzen 8 gegenüberliegenden
Seite des Schiebers 9 liegt der Steuerdruck an bzw. ist
dieser Bereich im Ruhezustand mit der Umgebung verbunden. Dann wirkt
nur mehr die Feder 10, welche den Schieber 9 gegen
die Öffnung
der Versorgungsleitung 2 drückt. Wenn am Versorgungsstutzen 8 der
Druck der Druckluftquelle 4 anliegt, wird durch die Wirkung
dieses Drucks die Feder 10 zusammengedrückt, der Schieber 9 hebt
von der Öffnung
der Versorgungsleitung 2 ab und gibt somit den gesamten
Querschnitt frei, so daß die
maximale Luftmenge zu den Ventilen 1 gelangen kann.
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Die
Ventile 1 der erfindungsgemäßen Ventilanordnung sind, wie
dies in 3 dargestellt ist, vorteilhafterweise
in einer Reihe angeordnet und einzeln austauschbar. Die Versorgungsleitung 2 ist
dabei als im wesentlichen gerade Versorgungsleiste 20 ausgebildet,
an der die einzelnen Ventile 1 angeschlossen sind. Vorteilhafterweise
ist diese Versorgungsleiste 20 in einem Gehäuse ausgearbeitet,
wie in 3 dargestellt, in welchem auch Ausnehmungen für die Wegeventile 1, 6 vorhanden
sind, zu welchen Ausnehmungen dann von der Versorgungsleiste 20 abzweigende
Kanäle
oder Leitungen führen.
Möglich wäre es aber
auch, nur den Kanal der Versorgungsleitung 2 und die Drosseleinrichtung 7 in
einem Gehäuse
zu vereinen, welches dann Anschlüsse
für den externen
Anbau der Wegeventile 1, 6 aufweist, zu welchen
Anschlüssen
dann von der Versorgungsleitung ausgehende Passagen führen.
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Bei
der Versorgungsleiste 20 ist besonders einfach eine erfindungsgemäße Ausführungsform
zu verwirklichen, bei welcher vor und/oder auch nach einzelnen Ventilen 1 oder
Gruppen von Ventilen 1 steuerbare individuelle Querschnittsverengungen vorhanden
sind, so daß eine
noch größere Flexibilität für das individuelle
Verhältnis
zwischen fast unmerklicher und schneller Befüllung für jeden Verbraucher gegeben
ist.
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Wie
dies beispielsweise erreicht werden kann, zeigt der Querschnitt
durch eine erfindungsgemäße Ausführungsform
einer Versorgungsleiste 20 in 4. Von einem
durchgehenden Kanal 21 konstanten Querschnitts, der gerade
entlang der Reihe von Ventilen 1 verläuft, gehen zwei parallel geführte Abschnitte 22, 23 mit
unterschiedlichem Querschnitt aus, die in einen gemeinsamen Abschnitt 24 zusammenlaufen,
an welchem dann das Ventil 1 angeschlossen ist. Vorteilhafterweise
der Abschnitt 23 mit dem größeren Querschnitt als der Abschnitt 22 ist durch
ein steuerbares Element in Form einer flexiblen Membran 25 verschließbar, wenn
an der den Abschnitten 22, 23 gegenüberliegenden
Seite der Membran 25, im Steuerkanal 26 Druckluft
anliegt. Allenfalls kann die Schließwirkung auch noch durch ein – nicht
dargestelltes – Federelement
verstärkt
werden. Die Membran 25 überspannt
vorzugsweise als gemeinsames Steuerelement für eine Gruppe von Ventilen 1 oder
sogar alle Ventile 1 den Luftversorgungskanal 21 über einen
Teil oder die gesamte Länge.
Als alternative Ausführungsform
kann anstelle der Membran 25 auch ein Schlauch vorgesehen
sein, dessen Innenraum mit dem Steuerdruck beaufschlagbar ist und
der in zumindest teilweise belüftetem
Zustand vorzugsweise den Abschnitt 23 mit größerem Querschnitt
abdeckt und verschließt.
Um ein besseres Schließverhalten
der Membran 25 auch ohne Federelement zu gewährleisten,
ist der zu verschließende Querschnitt
kleiner ausgeführt
als die eigentliche Dichtfläche,
die mit der Membran 25 in Berührung kommt.
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Der
Abschnitt 22 kann auch durch Einpressen von unterschiedlichen
Drosseln dem jeweiligen Ventil 1 bzw. dem angeschlossenen
Verbraucher angepasst werden. Auch der von der Membrane 25 steuerbare
Abschnitt 23 größeren Querschnitts
kann gegebenenfalls durch Einpressen einer Drossel den Anforderungen
angepasst werden. Wird die Membrane 25 von oben her, d.h.
durch Beaufschlagung des Steuerkanals 26 mit Druck beaufschlagt,
dann wird der große
Querschnitt in Abschnitt 23 verschlossen und das jeweilige
Ventil 1 nur noch über
den geringeren Querschnitt des Abschnitts 22 versorgt,
der vorteilhafterweise immer mit Druckluft beaufschlagt ist. Ist
der obere Membranraum 26 hingegen drucklos, wölbt sich
die Membran 25 durch den größeren Druck im Kanal 21 auf
und gibt den großen
Querschnitt des Abschnitts 23 zum jeweiligen Ventil 1 frei. Im
Fehlerfall des Druckluftausfalls der Steuerluft bzw. des Steuerventils
ist damit immer die Luftversorgung zu den Ventilen 1 sichergestellt.
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Vorteilhafterweise
wird – wie
durch die 1 gezeigt ist – die versorgende
Druckluft als Steuerluft genutzt und wird auch ein Ventil 6 der
erfindungsgemäßen Ventilanordnung
als Steuerventil genutzt. Dazu wird diesem Steuerventil 6 die
versorgende Druckluft beim Verbraucheranschluss zugeführt. Wird
die Regelung nicht benötigt,
ist der Anschluss auch des ersten Ventils 6 für einen
weiteren Verbraucher frei.
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Für die Einstellung
von mehr als zwei Geschwindigkeiten kann in einfacher Weise die
in 4 dargestellte Konstruktion wie in 5 dargestellt
um eine weitere Drosselstufe 8 erweitert werden, wobei dann
ein dritter strömungstechnisch
paralleler Abschnitt 27 zu den Abschnitten 22, 23 vorgesehen
ist, welcher Abschnitt 27 wieder durch ein beispielsweise als
Membran 28 ausgeführtes
Steuerelement steuerbar ist. Der dieser Membran 28 zugehörige Steuerraum 29 ist
komplett vom Steuerraum 26 der Membran 25 getrennt
und gesteuert über
vorteilhafterweise das bereits zur Steuerung der Membran 25 genutzte 3/3-Wegeventil 6 der
Anordnung steuerbar. Üblicherweise
ist der Versorgungskanal 21 über eine, sich dann vorzugsweise über die
Länge des
Versorgungskanals 21 erstreckende, oder mehrere diskrete
Verbindung 21a mit dem strömungstechnisch gesehen vor
der Membran 28 liegenden Raum verbunden. Alternativ dazu
könnte
auch ein zweiter, vom Versorgungskanal 21 getrennte und
parallel verlaufender Versorgungskanal für den Abschnitt 27 vorgesehen sein.
Das zugehörige
pneumatische Schaltbild ist in 6 dargestellt.
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Bei
der in 6 dargestellten Variante mit einem 3/3-Wege-Steuerventil 6 sind
für die
drei Stellungen des Steuerventils 6 folgende Querschnittseinstellungen
möglich:
Wenn beide Membranen 25, 28 drucklos sind, können diese
durch den Druck im Versorgungskanal 21 und dem Bereich 21a aus
ihrer Dichtstellung ausgelenkt werden und die Luftzufuhr zu den
Ventilen 1 erfolgt über
die Abschnitte 22, 23 und 27 und daher
mit höchster
Geschwindigkeit. In einer zweiten Stellung des Steuerventils 6 ist
nur die Membran 29 druckbeaufschlagt, so daß lediglich
die Passagen 22 und 23 durchströmbar sind,
wodurch sich eine etwas geringere Luftversorgung der Ventile 1 ergibt.
Wenn schließlich
in der dritten Schaltstellung des Ventils 6 nur die Membran 26 druckbeaufschlagt
ist, ergibt sich die niedrigste Geschwindigkeit für die Luftzufuhr
zu den Ventilen 1, da die Luftzufuhr nur über die
beiden Passagen 22 und 27 mit geringem Querschnitt
erfolgen kann.
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Selbstverständlich könnte auch
ein zweites Schaltventil vorgesehen sein, um beide Membranen 25, 28 unabhängig voneinander
zu schalten, was für gewisse
Anwendungen zweckmäßig ist.
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Anstelle
der immer mit dem gleichen Versorgungsdruck wie im Luftversorgungskanal 21 beaufschlagten
Verbindung 21a bzw. parallel verlaufendem Versorgungskanal
könnte
auch eine gleichzeitig mit dem Abschnitt 23 von der Membran 25 gesteuerte
Verbindungsstrecke vom Versorgungskanal 21 zum Abschnitt 27 vorgesehen
sein. In diesem Fall ist für
das Schaltbild der 6 in den drei Stellungen des
Steuerventils 6 folgende Wirkung gegeben: Entweder sind
beide Membranen 25, 28 drucklos, dann erfolgt
die Luftzufuhr mit höchster
Geschwindigkeit durch parallele Durchströmung der Abschnitte 22, 23 und 27.
Wenn in der zweiten Schaltstellung des Ventils 6 nur die
Membran 29 druckbeaufschlagt ist, erfolgt eine erste Drosselung
auf mittlere Geschwindigkeit, wobei nur die Passagen 22 und 23 durchströmbar sind.
In der dritten Schaltstellung hingegen ist schließlich nur
die Membran 26 druckbeaufschlagt. Da diese aber auch die
Verbindungspassage zum Abschnitt 27 absperrt, wirkt sich
die drucklos geschaltete Membran 28 nicht aus und der Zustrom
zu den Ventilen 1 erfolgt mit niedrigster Geschwindigkeit nur über die
Passage 22.