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DE102006008937A1 - Chipkartenmodul und Substrat für ein Chipkartenmodul - Google Patents

Chipkartenmodul und Substrat für ein Chipkartenmodul Download PDF

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DE102006008937A1
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Abstract

Ein Chipkartenmodul umfasst ein Substrat (3) mit einer ersten Seite und einer gegenüberliegenden zweiten Seite. Auf der ersten Seite sind Kontaktflächen aufgebracht, und auf der zweiten Seite ist eine erste Leiterstruktur (11) von einem Kontaktbereich (71) zu einem anderen Kontaktbereich und/oder zu einer zweiten Leiterstruktur (72), die über eine Durchkontaktierung im Substrat (3) mit den Kontaktflächen (4) verbunden ist, geführt, sodass die erste Leiterstruktur (11) zumindest zum Teil in einem zentralen Bereich (25) verläuft. Das Chipkartenmodul umfasst ferner einen Chip mit Anschlüssen, der über dem zentralen Bereich (25) auf der zweiten Seite des Substrats angeordnet ist, wobei einer der Anschlüsse mit dem einen Kontaktbereich (71) verbunden ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein vor physikalischen Angriffen geschütztes Chipkartenmodul mit einem auf einem Substrat montierten Chip. Ferner betrifft die Erfindung ein Substrat für solch ein Chipkartenmodul.
  • Chipkarten sind weit verbreitet und werden in einer Vielzahl von Anwendungen verwendet. In sicherheitsrelevanten Anwendungen dienen Chipkarten beispielsweise als Schlüssel. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr können geldwerte Informationen auf einer Chipkarte gespeichert sein. Ein Anwendungsbeispiel hierfür ist eine Geldkarte. Nicht nur bei den genannten Anwendungen ist es erforderlich, dass die auf der Chipkarte gespeicherten Daten und der Chip selbst vor Angriffen und Manipulationen geschützt sind.
  • Bei physikalischen Angriffen werden, wenn erforderlich, Teile des Chips entfernt, um eine auf dem Chip integrierte Schaltung auszuspähen. Des Weitern können Signale abgegriffen werden, um Daten auszulesen, was als „Probing" bezeichnet wird. Es ist auch denkbar, gezielt Signale von außen an Leitungen der integrierten Schaltung anzulegen, um die Funktion der integrierten Schaltung dahin gehend zu manipulieren, dass sicherheitsrelevante Daten ausgelesen werden können, oder um basierend auf einer Schaltungsreaktion die Funktionsweise der integrierten Schaltung zu ermitteln. Dieses Vorgehen wird als „Forcing" bezeichnet.
  • Bisherige Schutzmechanismen gegen solche Angriffe sind auf dem Chip selbst ausgeführt worden. Zum Schutz vor physikalischen Angriffen umfasst der Chip ein Schild das über der eigentlichen integrierten Schaltung angeordnet ist. Der Schutz durch das Schild kann entweder aktiver oder passiver Art sein.
  • Ein passives Schild umfasst eine bahnenförmige oder flächige Struktur, die die darunter liegende Schaltungsanordnung bedeckt, um Angriffe durch einfaches Ausspähen zu unterbinden und den Zugriff auf geeignete Angriffspunkte zum Probing oder Forcing zumindest zu erschweren.
  • Ein aktives Schild umfasst eine Leiterstruktur, die die Schaltungsanordnung bedeckt und an die eine Spannung oder ein Signal angelegt wird. Bei Zerstörung dieses Schildes wird eine damit einhergehende Veränderung oder Unterbrechung der Spannung oder des Signals detektiert. Auch mit Manipulationen, beispielsweise durch Probing oder Forcing, einhergehende Spannungs- oder Signalveränderungen können detektiert werden. Nach der Detektion können geeignete Abwehrmaßnahmen, beispielsweise das Herunterfahren des Schaltungsbetriebs oder Löschvorgänge in Registern der Schaltungsanordnung, eingeleitet werden.
  • Nachteil solcher Schilde ist der zusätzliche Kostenaufwand, da eine weitere Metallisierungsschicht auf der Schaltungsanordnung oder eine größere Fläche vorzusehen ist.
  • Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen Schutz vor physikalischen Angriffen für ein Chipkartenmodul vorzusehen, der kostengünstiger ist.
  • Die Aufgabe wird durch ein Chipkartenmodul mit einem Substrat und einem Chip gelöst. Das Substrat hat eine erste Seite und eine gegenüber liegende zweite Seite, wobei auf der ersten Seite Kontaktflächen aufgebracht sind. Auf der zweiten Seite ist eine erste Leiterstruktur von einem Kontaktbereich zu einem anderen Kontaktbereich und/oder zu einer zweiten Leiterstruktur, die über eine Durchkontaktierung im Substrat mit den Kontaktflächen verbunden ist, geführt ist, sodass die erste Leiterstruktur zumindest zum Teil in einem zentralen Bereich verläuft. Der Chip umfasst Anschlüsse und ist über dem zentralen Bereich auf der zweiten Seite des Substrats angeordnet, wobei einer der Anschlüsse mit dem einen Kontaktbereich verbunden ist.
  • Ferner ist auch ein Substrat zur Lösung der Aufgabe vorgesehen. Das Substrat hat eine erste Seite und eine gegenüber liegende zweite Seite, wobei auf der ersten Seite Kontaktflächen aufgebracht sind. Auf der zweiten Seite ist eine erste Leiterstruktur von einem Kontaktbereich aus einer Mehrzahl von Kontaktbereichen zu einem anderen Kontaktbereich und/oder zu einer zweiten Leiterstruktur, die über eine Durchkontaktierung im Substrat mit den Kontaktflächen verbunden ist, geführt, sodass die erste Leiterstruktur zumindest zum Teil in einem zentralen Bereich zwischen den Kontaktbereichen verläuft.
  • Vorteil dieser Anordnungen ist, dass das durch die ersten Leiterstruktur ausgebildete Schild im selben Schritt wie die Kontaktbereiche auf dem Substrat aufgebracht werden können.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den untergeordneten Patentansprüchen angegeben.
  • Die Schildfunktion der auf dem Substrat aufgebrachten ersten Leiterstruktur wird verbessert, wenn diese sich über einen Großteil des Zentralbereichs erstreckt. Der Zentralbereich ist üblicherweise zwischen den Kontaktflächen zum Anschluss des Chips. Eine einfache und mit wenig Designaufwand einhergehende Form des Schutzes wird erreicht, indem die erste Leiterstruktur von einem Randbereich des zentralen Bereichs zu einem anderen Randbereich des zentralen Bereichs verläuft, wobei diese Randbereiche vorteilhafterweise gegenüber angeordnet sind. Um den großflächigen Schutz zu erreichen, verläuft die ersten Leiterstruktur als Leiterbahn vorteilhafterweise mehrfach zwischen den Randbereichen hin und her und erstreckt sich mäanderförmig über den Zentralbereich, sodass sie bei einem physikalischen Angriff nur schwer umgangen werden kann.
  • Vorteilhafterweise ist der Chip in Flip-Chip-Technik montiert, sodass die integrierte Schaltung unterhalb der Chipanschlüsse auf der Seite des Chips angeordnet ist, die dem Substrat mit dem Schild gegenüber liegt.
  • Um den Schutz zu verbessern, kann das Schild als aktives Schild ausgebildet sein. Hierbei wird an die erste Leiterstruktur eine Spannung oder ein Signal angelegt. Bei einem Abfall der Spannung beziehungsweise einer Veränderung des Signals kann auf einen Angriff geschlossen werden und entsprechende Maßnahmen, beispielsweise ein chipinternes Alarmsignal oder eine Alarmreaktion, ausgelöst beziehungsweise eingeleitet werden.
  • Vorteilhafterweise ist der Chip ausgebildet, über den Anschluss, der mit dem einen Kontaktbereich verbunden ist, an die erste Leiterstruktur eine Spannung oder ein Signal anzulegen, um eine detektierbare Spannung beziehungsweise ein detektierbares Signal bereitzustellen.
  • Der Chip kann ausgebildet sein, über den Anschluss, der mit dem einem oder mit dem anderen Kontaktbereich verbunden ist, eine Spannung oder ein Signal zu detektieren, anhand dessen auf einen Angriff geschlossen werden kann.
  • Vorteilhafterweise ist der Chip ausgebildet, ein an dem Anschluss, der mit dem einem Kontaktbereich verbunden ist, anliegendes erstes Signal und ein an dem Anschluss, der mit dem anderen Kontaktbereich verbunden ist, anliegendes zweites Signal zu vergleichen und Unterschiede der Signale zu detektieren, um auf einen Angriff zu schließen.
  • Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen erklärt.
  • Es zeigen:
  • 1 einen Schnitt durch eine Chipkarte mit einem Chipkartenmodul, auf dem ein Chip in Flip-Chip-Technik montiert ist,
  • 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der als Schild ausgebildeten Leiterstruktur,
  • 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der als Schild ausgebildeten Leiterstruktur,
  • 4 ein drittes Ausführungsbeispiel der als Schild ausgebildeten Leiterstruktur,
  • 5 ein viertes Ausführungsbeispiel der als Schild ausgebildeten Leiterstruktur,
  • 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel der als Schild ausgebildeten Leiterstruktur und
  • 7 ein sechstes Ausführungsbeispiel der als Schild, ausgebildeten Leiterstruktur.
  • 1 zeigt einen Querschnittsausschnitt einer Chipkarte mit einem Chipkartenmodul. In einem Kartenkörper 1 ist eine Kavität 2 eingebracht, in der ein Chipkartenmodul positioniert ist. Da sich die Darstellung auf das Chipkartenmodul konzentriert, ist nur ein Teil der Kartenkörpers 1, dessen Außenmaße denen der Chipkarte entsprechen, dargestellt.
  • Das Chipkartenmodul umfasst ein Substrat 3 mit einer ersten Seite 31 und einer zweiten Seite 32. Auf der ersten Seite 31 sind Kontaktflächen 4 aufgebracht.
  • Auf der zweiten Seite 32 des Substrats 3 sind Leiterstrukturen 7 aufgebracht, die über Durchkontaktierungen 9 im Substrat 3 mit den Kontaktflächen 4 verbunden sind.
  • Auf der zweiten Seite 32 des Substrats 3 ist ein Chip 5 mit Anschlüssen 6 in Flip-Chip-Technik montiert. Der Chip ist derart positioniert, dass die Anschlüsse 6 auf der dem Substrat 3 zugewandten Seite des Chips 5 sind. Die Verbindung der Chipanschlüsse 6 mit gegenüberliegenden Kontaktbereichen 71 der Leiterstrukturen 7 erfolgt mittels Verbindungselementen 8, die auch als „Bumps" bezeichnet werden, zwischen den Chipanschlüssen 6 und den Leiterstrukturen 7. Bei den Bumps 8 handelt es sich um beispielsweise kugelförmige Metallelemente, die den Kontakt zwischen den Anschlüssen 6 und den Kontaktbereichen 71 beim Aufbringen von Druck auf den Chip herstellen.
  • Der Chip 5 ist durch einen Kleber 17, der zwischen dem Chip 5 und der zweiten Seite 32 des Substrats 3 aufgebracht ist, fixiert. Dieser Kleber 17 dient auch dem Schutz der Anschlüsse 6. Auch andere Montagetechniken oder eine direkte Verbindung zwischen den Chipanschlüssen 6 und den Leiterstrukturen 7 sind denkbar. Auch eine Wire-Bonding-Montage des Chips ist denkbar. Der Chip kann ferner mit einer, in 1 nicht dargestellten, Verkapselung versehen werden.
  • Das Chipkartenmodul wird in die Kavität 2 des Kartenkörpers 1 eingebracht und fixiert. Die Fixierung erfolgt auf der zweiten Seite 32 des Substrats 3 in den Randbereichen des Chipkartenmoduls mittels einer Klebeschicht 10, die das Chipkartenmodul mit dem Kartenkörper 1 verbindet.
  • Der Zugriff auf die auf der Chipkarte gespeicherten Daten erfolgt über die von außen zugänglichen Kontaktfelder 4.
  • Ein Angriff auf eine im Chip 5 umschlossene, integrierte Schaltung erfolgt auf der Chipseite, auf der die Anschlüsse 6 positioniert sind, das heißt im Falle eines Chipkartenmoduls mit dem in Flip-Chip-Technik montierten Chip von der Substratseite her.
  • Im Folgenden ist der Aufbau eines Schildes, zum Schutz vor solch einem Angriff, auf dem Substrat beschrieben.
  • 2 zeigt eine Aufsicht auf die zweite Seite 32 des Substrats 3 und die darauf aufgebrachten Kontaktbereiche und Leiterstrukturen.
  • Auf dem Substrat 3 sind Kontaktbereiche 71, 73 sowie erste Leiterstrukturen 11, 13 und zweite Leiterstrukturen 72 aufgebracht. Diese sind als Metallschicht oder leitende Schicht auf dem Substrat 3 strukturiert. Die Kontaktbereiche 71, 73 werden bei der Chipmontage mit den Chipanschlüssen verbunden.
  • Die Konturlinie 12 zeigt die Außenkante eines Substratbereichs, über dem der Chip 5 angeordnet wird, an. Die Kontaktbereiche 71, 73 sind innerhalb der Konturlinie 12 positioniert, sodass sie gegenüber den Anschlüssen 6 des zu montierenden Chips 5 angeordnet sind. Die Anschlüsse 6 des Chips 5 werden beim Montageschritt mit den Kontaktbereichen 71, 73 verbunden. Der Übersichtlichkeit halber sind beispielhaft lediglich zwei Kontaktbereiche 71, 73 dargestellt. Zur Kontaktierung eines Chips sind üblicherweise mehr als zwei Kontaktbereiche vorgesehen.
  • Die Kontaktbereiche 71, 73 sind über die ersten Leiterstrukturen 11, 13 mit den zweiten Leiterstrukturen 72, 74, die außerhalb der Konturlinie 12 positioniert sind, verbunden. Die zweiten Leiterstrukturen 72, 74 sind zu den Durchkontaktierungen 9 benachbart und berühren diese, sodass in diesem Bereich durch das Substrat 3 die Verbindung zu den Kontaktfeldern 4 auf der gegenüber liegenden Seite 31 des Substrats 3 erfolgt.
  • Konventionellerweise ist der Kontaktbereich 73 in unmittelbarer Nähe zur zweiten Leiterstruktur 74, sodass die verbindende erste Leiterstruktur 13 sehr kurz ist und auf direktem Wege geführt ist. Dieses ist beispielhaft für den Kontaktbereich und die Leiterstrukturen mit den Bezugszeichen 73 beziehungsweise 13 und 74 veranschaulicht.
  • Im Gegensatz dazu erstreckt sich die erste Leiterstruktur 11, die den Kontaktbereich 71 mit der zweiten Leiterstruktur 72 verbindet, über einen Großteil eines Zentralbereichs 25 innerhalb der Konturlinie 12. Dadurch wird der Chip über zumindest einem Teil der ersten Leiterstrukturen 11 montiert und durch diese vor Angriffen auf das Chipkartenmodul von der Substratseite her geschützt.
  • In der 1 ist das Schild beispielsweise als hin und her verlaufende Leiterbahn ausgebildet. Auch andere Ausbildungen der ersten Leiterstruktur 11 sind denkbar, beispielsweise schlangenlinienförmig, mäanderförmig oder zickzackförmig. Auch eine flächige Ausbildung der ersten Leiterstruktur 11 ist möglich.
  • Der Schutzeffekt ist bereits erreicht, wenn die erste Leiterstruktur 11 derart ausgeführt ist, dass sie im zentralen Bereich 25 verläuft, an dessen Rand die Kontaktbereiche 71, 73 angeordnet sind. Dieses wäre im einfachsten Fall durch eine direkte Verbindung, quer durch den zentralen Bereich 25, des Kontaktbereichs 71 mit der zweiten Leiterstruktur 72 erfüllt. Vorteilhafterweise ist die erste Leiterstruktur 11 als Leiterbahn ausgebildet, die so verläuft, dass sie sich über einen möglichst großen Teil des Zentralbereichs 25 und damit auch des Bereichs innerhalb der Konturlinie 12 erstreckt. Die Abstände benachbarter Leiterbahnbereich sind möglichst gering, sodass der Schutz des dadurch ausgebildeten Schildes nicht durch Angriffe zwischen den Leiterbahnbereichen umgangen werden kann.
  • Wenn die schützende Leiterbahn 11 im Rahmen eines Angriffs zerstört wird, wird der Chip nicht mehr mit Strom versorgt. Wenn die Leiterbahn 11 nicht zur Versorgung dient, kann der Chip auch derart ausgebildet sein, dass er die fehlende Spannung oder das fehlende Signal detektiert, dass an dem Anschluss, der mit dem Kontaktbereich 71 verbunden ist, anzuliegen hat. Der Chip kann auch derart ausgebildet sein, dass er eine über die Leiterbahn 11 zugeführte Spannung hinsichtlich Spannungsschwankungen detektiert, Diese lassen auf einen Angriff schließen, der Manipulationen der Leiterbahn 11 umfasst.
  • 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Schildes auf dem Substrat. Der Übersichtlichkeit halber sind in 3 nur zwei Kontaktbereich 71, 75 innerhalb der Konturlinie 12 sowie eine diese Kontaktbereich 71, 75 verbindende hin und her verlaufende bahnförmige erste Leiterstruktur 11 dargestellt. Diese beiden Kontaktbereiche 71, 75 können für zwei Extra-Anschlüsse des Chips vorgesehen sein, die nicht mit den Kontaktflächen verbunden werden. Die Extra-Anschlüsse des Chips sind nach der Chipmontage durch die als Leiterbahn ausgebildeten ersten Leiterstruktur 11 zwischen den Kontaktbereichen 71, 75 verbunden.
  • Über einen der Extra-Anschlüsse werden Testsignale an die Leiterbahn 11 angelegt, die mittels des anderen Extra-Anschlusses detektiert werden. Der Chip umfasst entsprechende Einrichtungen zum Generieren und Detektieren des Testsignals. Beim Vergleich der detektierten Signale mit den angelegte Signalen kann gegebenenfalls ein Unterschied detektiert werden, welcher als Angriff interpretiert wird. Im einfachsten Fall ist das Testsignal eine konstante Spannung. Auch die Verwendung von Bitfolgen als Testsignal ist möglich.
  • 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel. Auch in diesem Fall ist der Übersichtlichkeit halber lediglich die Konturlinie 12 sowie zwei Kontaktbereiche 71, 75, die erste Leiterstruktur 11 und die zweite Leiterstruktur 72 vorgesehen. Die als Leiterbahn ausgebildete erste Leiterstruktur 11 verbindet im Zentralbereich 25 hin und her verlaufend die Kontaktbereiche 71 und 75, von dort zum wird die Leiterbahn 11 zur zweiten Leiterstruktur 72 geführt. Die Kontaktbereiche 71, 75 können für Chipanschlüsse vorgesehen sein, die als Eingangs-/Ausgangsanschlüsse ausgebildet sind. Von diesen auch als I/O-Anschlüssen bezeichneten Anschlüssen wird bei einer nach dem ISO-Standard betriebenen Chipkarte lediglich einer zur bidirektionalen Datenkommunikation benötigt. Durch die Leiterbahn 11 zwischen den Kontaktbereichen 71, 75 werden die I/O-Anschlüsse sowohl miteinander als auch, über die zweiten Leiterstruktur 72, mit den Kontaktflächen 4 verbunden.
  • Bei einer Beschädigung der Leiterbahn 11 wird die Datensignalübertragung unterbrochen, sodass die Signale nur noch an einem der Kontaktbereiche 71, 75 anliegen. Eine Vergleichseinrichtung des Chips ist ausgebildet, Signalunterschiede zwischen den beiden I/O-Anschlüssen zu erkennen. Diese Unterschiede deuten auf einen Angriff. Die Detektion erstreckt sich sowohl auf gesendete als auch auf empfangene Signale.
  • Selbstverständlich können auch mehr als zwei Leiterbahnen 11 innerhalb des Zentralbereichs 25 angeordnet werden. Dabei können die Merkmale der bisherigen Ausführungsbeispiele beliebig miteinander kombiniert werden.
  • 5 zeigt als viertes Ausführungsbeispiel eine Anordnung mit einer denkbaren Kombination der bisher beschriebenen Merkmale mit zwei Leiterbahnen 11 als ersten Leiterstrukturen innerhalb der Konturlinie 12. Eine dieser Leiterbahnen 11 ist zwischen zwei Kontaktbereichen 71, 73 hin und her verlaufend ausgeführt. Über diese Leiterbahn 11 kann ein Testsignal übertragen werden. Die zweite Leiterbahn 11 ist zwischen einem weiteren Kontaktbereich 75 und einer zweiten Leiterstruktur 72 geführt.
  • 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel der als Schild ausgebildeten ersten Leiterstrukturen mit mehreren Leiterbahnen 11. Die Leiterbahnen 11 sind mäanderförmig ineinander verschachtelt beziehungsweise verwoben, sodass in einer Schlaufe einer Leiterbahnen 11, die zwischen den Kontaktbereichen 75 und 72 verläuft, eine Schlaufe einer anderen Leiterbahn, die von den Kontaktbereichen 83 nach 85 verläuft, hineinreicht. Auch die Kontaktbereiche 87, 77, 79, 83, 81, 85 können in Schlaufen von Leiterbahnen 11, die nicht mit diesen Kontaktbereichen 87, 77, 79, 83, 81, 85 verbunden sind, angeordnet sein.
  • Mit einer solchen verschachtelten Anordnung geht einher, dass es Bereiche gibt, in denen benachbarte Leiterbahnbereiche das gleiche Signal führen, sodass Schlaufen überbrückt werden können. Einzelne oder mehrere Schlaufen einer Leiterbahn können beispielsweise durch das Aufbringen von Leitsilber überbrückt werden, um die Schildfunktion zumindest bereichsweise auszuschalten. Im von den überbrückten Schlaufen bedeckten Bereich kann somit ein Angriff erfolgen.
  • 7 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Schildes mit mehreren Leiterbahnen 11. Dieses Ausführungsbeispiel zeigt zwei mäanderförmige Leiterbahnen 11, die in gleicher Weise wie in 5 angeordnet sind. Ferner ist eine dritte und eine vierte Leiterbahn 11a, 21 vorgesehen. Die dritte Leiterbahn 11a verläuft zwischen zwei Kontaktbereichen 73, 75 und weist Verzweigungen auf, die in die Schlaufen der Leiterbahnen 11 hineinreichen. Die vierte Leiterbahn 21 hat eine kammförmige Struktur mit Verzweigungen, die in die Schlaufen der Leiterbahnen 11 hineinreichen. Jedoch ist diese Leiterbahn lediglich an einen Kontaktbereich 77 gekoppelt, über den eine Spannung an die vierte Leiterbahn 21 angelegt werden kann.
  • Durch die kammförmige oder fingerförmig Leiterstruktur der dritten und vierten Leiterbahn 11a, 21 führen zwei benachbarte Leiterbahnbereiche nicht das gleiche Signal, was die Überbrückung einer Schlaufe verhindert. Es ist es auch denkbar eine kammförmige Struktur ohne dazwischen verlaufende mäanderförmige Strukturen vorzusehen, sodass die Zweige der kammförmigen Leiterstrukturen ineinander greifen.
  • Auch die Merkmale der Ausführungsbeispiele für Schilde mit mehreren Leiterbahnen können beliebig miteinander kombiniert werden.
  • Bei Detektion eines Angriffs kann das Chipkartenmodul derart ausgebildet sein, dass geeignete Abwehrmaßnahmen eingeleitet werden. Diese können darin bestehen, die integrierte Schaltung des Chips herunterzufahren oder beispielsweise einzelne Register der Schaltung zu löschen, um das Auslesen sicherheitsrelevanter Daten zu verhindern.
  • 1
    Kartenkörper
    2
    Kavität
    3
    Substrat
    31
    erste Substratseite
    32
    zweite Substratseite
    4
    Kontaktflächen
    5
    Chip
    6
    Chipanschlüsse
    7
    Leiterstrukturen
    8
    Bump
    9
    Durchkontaktierung
    10
    Klebefläche
    11, 13
    erste Leiterstruktur
    17
    Kleber
    12
    Konturlinie
    25
    zentraler Bereich
    71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 87
    Kontaktbereiche
    72, 74
    zweite Leiterstruktur

Claims (23)

  1. Chipkartenmodul mit – einem Substrat (3) mit einer ersten Seite (31) und einer gegenüber liegenden zweiten Seite (32), wobei auf der ersten Seite (31) Kontaktflächen (4) aufgebracht sind, und auf der zweiten Seite (32) eine erste Leiterstruktur (11) von einem Kontaktbereich (71) zu einem anderen Kontaktbereich (75) und/oder zu einer zweiten Leiterstruktur (72), die über eine Durchkontaktierung (9) im Substrat (3) mit den Kontaktflächen (4) verbunden ist, geführt ist, sodass die erste Leiterstruktur (11) zumindest zum Teil in einem zentralen Bereich (25) verläuft, und – einem Chip (5) mit Anschlüssen (6), der über dem zentralen Bereich (25) auf der zweiten Seite (32) des Substrats (3) angeordnet ist, wobei einer der Anschlüsse (6) mit dem einen Kontaktbereich (71) verbunden ist.
  2. Chipkartenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterstruktur (11) von einem Randbereich des zentralen Bereichs (25) zu einem anderen Randbereich des zentralen Bereichs (25) verläuft.
  3. Chipkartenmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche gegenüber angeordnet sind.
  4. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass erste Leiterstruktur (11) als hin und her verlaufende Leiterbahn ausgebildet ist.
  5. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als eine erste Leiterstruktur (11) vorgesehen ist.
  6. Chipkartenmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einer von einer ersten Leiterstruktur (11, 11a) ausgebildeten Schlaufe ein Bereich einer anderen ersten Leiterstruktur (11, 11a) angeordnet ist.
  7. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterstruktur (11a) Verzweigungen aufweist.
  8. Chipkartenmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzweigungen fingerförmig oder kammförmig angeordnet sind.
  9. Chipkartenmodul einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterstruktur (11) oder die ersten Leiterstrukturen (11) in einem Großteil des zentralen Bereichs (25) verlaufen.
  10. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Kontaktbereich (71) am Rand des zentralen Bereichs (25) angeordnet ist.
  11. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (5) in Flip-Chip-Technik montiert ist.
  12. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (5) ausgebildet ist, über den Anschluss (6), der mit dem einen Kontaktbereich (71) verbunden ist, an die erste Leiterstruktur (11) eine Spannung oder ein Signal anzulegen.
  13. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (5) ausgebildet ist, über den Anschluss, der mit dem einem oder mit dem anderen Kontaktbereich (71, 75) verbunden ist, eine Spannung oder ein Signal zu detektieren.
  14. Chipkartenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (5) ausgebildet ist, ein an dem Anschluss (6), der mit dem einem Kontaktbereich (71) verbunden ist, anliegendes erstes Signal und ein an dem Anschluss (6), der mit dem anderen Kontaktbereich (75) verbunden ist, anliegendes zweites Signal zu vergleichen und Unterschiede der Signale zu detektieren.
  15. Substrat (3) mit einer ersten Seite (31) und einer gegenüber liegenden zweiten Seite (32), wobei auf der ersten Seite (31) Kontaktflächen (4) aufgebracht sind, und auf der zweiten Seite (32) eine erste Leiterstruktur (11) von einem Kontaktbereich (71) aus einer Mehrzahl von Kontaktbereichen (71, 73, 75) zu einem anderen Kontaktbereich (75) und/oder zu einer zweiten Leiterstruktur (72), die über eine Durchkontaktierung (9) im Substrat (3) mit den Kontaktflächen (4) verbunden ist, geführt ist, sodass die erste Leiterstruktur (11) zumindest zum Teil in einem zentralen Bereich (25) zwischen den Kontaktbereichen (71, 73, 75) verläuft.
  16. Substrat (3) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterstruktur (11) von einem Randbereich des zentralen Bereichs (25) zu einem anderen Randbereich des zentralen Bereichs (25) verläuft.
  17. Substrat (3) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche gegenüber angeordnet sind.
  18. Substrat (3) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass erste Leiterstruktur (11) als hin und her verlaufende Leiterbahn ausgebildet ist.
  19. Substrat (3) nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als eine erste Leiterstruktur (11) vorgesehen ist.
  20. Substrat (3) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass in einer von einer ersten Leiterstruktur (11, 11a) ausgebildeten Schlaufe ein Bereich einer anderen ersten Leiterstruktur (11, 11a) angeordnet ist.
  21. Substrat (3) nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterstruktur (11a) Verzweigungen aufweist.
  22. Substrat (3) nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzweigungen fingerförmig oder kammförmig angeordnet sind.
  23. Substrat (3) einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterstruktur (11) oder die ersten Leiterstrukturen (11) in einem Großteil des zentralen Bereichs (25) verlaufen.
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