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Die
Erfindung betrifft einen Verschlußdeckel mit Griff zum Verschließen einer Öffnung in
einer Wand, wie Türblatt,
Garagentor, Gehäusedeckel,
Gehäusewand
oder dgl., welche Öffnung
zum optimalen Einbau einer z.B. mit Handhabe oder Griff versehenen
Verschlusses oder dgl. vorgesehen ist und vorzugsweise eine langgestreckte
Form, wie ovale oder rechteckige Form aufweist.
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Verschlußdeckel
zum Verschließen
von Öffnungen
in Wandbereichen sind in vielfältiger
Form bereits bekannt. So werden beispielsweise Abzweigdosen in einer
Wand durch einen flachen Kunststoffdeckel verschlossen, der mittels
Schrauben festgelegt wird, die in Gewindebohrungen eingeschraubt werden,
die von der Dose gebildet werden. Alternativ können aber auch Deckel verwendet
werden, die mit Spreizfedereinrichtungen sich innerhalb der Dose
an deren Innenwand verklemmen.
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Derartige
Abzweigdosen sind rund oder viereckig und sind im letzten Fall meist
mit vier in den vier Ecken angeordneten Kopfschrauben befestigt.
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Bei
größeren Wandflächen stehen
jedoch Seitenwände
zur Stützung
von Federbeinen nicht zur Verfügung,
auch ist der Einsatz von mehreren Schrauben umständlich, so daß dort andere
Lösungen
gefunden werden müssen,
um einen Deckel, zumal einen Deckel mit Griff, in der Öffnung sicher
festzuhalten. Die vorliegende Erfindung hat es sich zur Aufgabe
gemacht, derartige Lösungen
anzubieten.
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Gelöst wird
die Aufgabe dadurch, daß der Verschlußdeckel
mit Griff ein erstes (inneres) kalottenförmige Teil mit einer an den
Außenrand
der zu verschließenden Öffnung angepaßten ersten
Schulter, und ein zweites kalottenförmiges Teil mit einer ebenfalls
an den Außenrand
der zu verschließenden Öffnung angepaßten zweiten
Schulter, welche Schultern einen an die Wandstärke der Wand anpassbaren Abstand
aufweisen, und mit von dem Inneren der jeweiligen Kalotte sich aus
der Kalotte heraus erstreckenden ersten bzw. zweiten Führungsschienen,
wobei die zweiten Führungsschienen
in den ersten Führungsschienen
gleitend geführt
sind, und mit jeweils einer die Enden der Führungsschienen miteinander verbindenden
ersten bzw. zweiten Querwand, wobei die beiden Querwände einen
Abstand zueinander haben, der im wesentlichen dem Abstand der Schultern
zueinander entspricht und mit diesem veränderlich ist, und mit einer
Zugeinrichtung, wie Schraube, um die beiden Querwände und
damit die erste und die zweite Schulter aufeinander zu zu bewegen
und dadurch den Verschlußdeckel
an dem Rand der zu verschließenden Öffnung festzulegen.
Durch diese Maßnahme
wird also erreicht, daß sich
der Verschlußdeckel
mit Griff beidseitig des Randes der Öffnung abstützen kann, wobei die Kalottenform
eine besonders hohe Stabilität
der Verschlußdeckelfläche ermöglicht,
weil die Führungsschienen
dafür Sorge tragen,
daß die
Kalottenränder
zueinander ausgerichtet sind, und die beiden Kalotten zwecks Montage beidseitig
der Öffnung
auf die Wand aufgesetzt werden, wonach sie ineinander geschoben
werden und schließlich
mit einer Zugeinrichtung soweit zusammen gedrückt werden können, daß der den
Griff bildenden Verschlußdeckel
mit einem gewissen Druck die Ränder
der Wandöffnung
einschließt
und dadurch eine rüttelsichere
Stellung in der Öffnung
aufrecht erhält.
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Als
Zugeinrichtung ist eine Anordnung besonders geeignet, die mindestens
eine Kopfschraube und mindestens eine Blechstreifenmutter umfaßt, wobei
der Kopf der Schraube sich auf der nach innen weisenden Fläche der
zweiten Querwand abstützt, und
die Blechstreifenmutter mit zwei sich gegenüberliegenden Enden des mit
einer Gewindebohrung versehenem Blechstreifens sich durch schräge Lage
bezüglich
der Oberfläche
der ersten Führungsschienen durch
Keilwirkung auf den Flächen
der ersten Führungsschiene
abstützt.
Die Blechstreifenmutter, die aus Metall bestehen kann, aber auch
ein Kunststoffteil darstellen könnte,
ist soweit nachgiebig, daß sie unter
Vorspannung in die Betriebsstellung der Arretierung eingeschoben
werden kann, wonach nur noch zur Erhöhung der Festigkeit die Zugeinrichtung, d.
h. die Schraube angezogen werden kann. Günstigerweise kann die Schulter
des ersten kalottenförmigen
Teils durch die Stirnkante eines ersten umgebogenen Randes und durch
die äußere Seitenfläche eines
innerhalb des ersten Randes verlaufenden zweiten Randes gebildet
sein. Dadurch ergibt sich automatisch eine Dichtungslippe mit gewissen
Federungseigenschaften, die gewisse Unebenheiten der Randfläche der Öffnung federnd
ausgleichen kann.
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Die
erste Führungsschiene
wird gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung von einer innerhalb des ersten kalottenförmigen Teils
angeordneten ersten Stützkalotte
gebildet.
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Gemäß einer
noch anderen Ausführungsform
sind die Führungsschienen
von Schlitzen innerhalb einer innerhalb des zweiten kalottenförmigen Teils
angeordneten zweiten Stützkalotte
gebildet.
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Besonders
günstig
ist eine Ausführungsform, bei
der die erste Stützkalotte
derart geformt ist, daß sie über die
zweite Stützkalotte
gesteckt werden kann und dabei den Griff bilden.
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Die
Schulter des ersten kalottenförmigen Teils
kann durch die inneren Winkelflächen
eines Winkels gebildet sein, der vom Rand des ersten kalottenförmigen Teils
gebildet wird.
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Die
zweite Schulter des zweiten kalottenförmigen Teils kann nachgiebig
gebildet sein.
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Die
kalottenförmigen
Teile sind vorzugsweise aus Kunststoff gespritzt.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die
in den Zeichnungen dargestellt sind.
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Es
zeigt:
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1A in
annähernd
fünffacher
Verkleinerung eine Gehäusewand
bzw. Wandteil mit Draufsicht, mit dem eine ovale Öffnung durch
einen erfindungsgemäßen Verschlußdeckel
mit Griff verschlossen ist;
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1B eine
Ansicht von oben auf den Wandteil gemäß 1A;
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1C eine
Schnittansicht entlang der Linie B-B der 1A;
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1D eine
Ansicht von rechts auf die Anordnung gemäß 1A;
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1E eine
Schnittansicht entlang der Linie A-A der 1A;
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1F eine
perspektivische Ansicht des Wandteils mit dem erfindungsgemäßem Verschlußdeckel;
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2A eine
annähernd
maßstäbliche Seitenansicht;
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2B eine
Ansicht von oben;
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2C eine
um 90° gegenüber 2A gedrehte
Seitenansicht;
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2D eine
perspektivische Ansicht des einen kalottenförmigen Teils;
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3A eine
Seitenansicht;
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3B eine
Draufsicht;
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3C eine
um 90° gegenüber 3A gedrehte
Seitenansicht;
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3D eine
perspektivische Darstellung des anderen kalottenförmigen Teils;
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4 eine
um annähernd
den Faktor 2 vergrößerte Schnittansicht
durch die in einem Gehäusedurchbruch
angeordneten kalottenförmigen
Teile;
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5A eine
Draufsicht;
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5B eine
Ansicht von unten gemäß 5A;
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5C eine
Seitenansicht von rechts gemäß 5A;
und
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5D eine
perspektivische Ansicht der Metallstreifenmutter.
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1A zeigt
eine Draufsicht auf einen einen Griff 11 bildenden Verschlußdeckel 12,
der eine Öffnung 14 in
einer Wand, wie Türblatt,
Garagentor, Gehäusedeckel,
Gehäusewand 10 verschließt, welche Öffnung 12 zum
optionalen Einbau einer mit Handhabe versehenen Beschlages wie Verschluß oder dgl. vorgesehen
ist, und welche Öffnung
vorzugsweise eine langgestreckte Form, nämlich hier ovale Form aufweist,
so daß die
Länge L
des Verschlußdeckels 12 viel
größer als
die Breite B ist (3A, 3C).
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1B ist
eine Ansicht von oben auf die Wand mit erfindungsgemäßem Verschlußdeckel 14, 1C,
eine Ansicht entlang der Linie B-B der 1A zur
besseren Darstellung einer Schnittansicht durch den Verschluß und die
entsprechenden Bereiche der Wand 10, 1D eine
Ansicht von links auf die Anordnung gemäß 1A, 1E eine Schnittansicht
entlang der Linie A-A der 1A und 1F eine
perspektivische Darstellung des in 1A dargestellten
Wandteils mit Verschlußdeckel einschließlich Griff
gemäß der Erfindung.
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Der
Verschlußdeckel 12,
siehe auch 4, eine um annähernd einen
Faktor von 2 vergrößerte Schnittansicht ähnlich der 1E,
zeigt, daß der
Verschlußdeckel 12 aus
zwei ineinander steckbaren kalottenförmigen Teilen besteht, wobei
ein erstes (inneres) kalottenförmiges
Teil 16 mit einer an den Außenrand 18 der zu
verschließenden Öffnung 14 angepaßten ersten
Schulter 20, und ein zweites (äußeres) kalottenförmiges Teil 22 mit
einer an den Innenrand 24 der zu verschließenden Öffnung 14 angepaßten zweiten
Schulter 26, welche Schultern 20, 26 einen an
die Wandstärke 28 der
Wand 10 angepaßten
Abstand aufweisen, und mit von dem Inneren des jeweiligen kalottenförmigen Teils 16 bzw. 22 heraus
sich erstreckenden ersten bzw. zweiten Führungsschienen 30, 32,
wobei die einen Führungsschienen 32, 30 in
den anderen Führungsschienen 30, 32 gleitend
geführt
sind, und mit jeweils einer die Enden der Führungsschienen 30,
bzw. 32 miteinander verbindenden ersten bzw. zweiten Querwänden 34 bzw. 36, wobei
die beiden Querwände 34, 36 im
montierten Zustand einen Abstand 38 zueinander haben, der
im wesentlichen der Wandstärke
bzw. dem Abstand 28 der Schultern 20, 26 zueinander
entspricht (genauer: stets etwas größer ist) und mit diesem veränderlich ist,
und mit einer Zugeinrichtung 44, wie Schraube 40 mit
zugehöriger
Metallstreifen oder Blattfedermutter 42, die die beiden
Querwände 34, 36 und
damit die erste und die zweite Schulter 20, 26 aufeinander
zu bewegen und dadurch den Verschlußdeckel 12 an den
Rändern 18, 24 außen und
innen der zu verschließenden Öffnung festzulegen.
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Die
Mutter könnte
auch von der Querwand 34 gebildet sein, jedoch ist es günstiger,
wenn die Zugeinrichtung 44 eine Kopfschraube, hier eine
Senkkopfschraube 40 und eine Blechstreifenmutter 42 umfaßt, wobei
der Kopf 46 der Schraube 40 sich auf der nach
innen weisenden Fläche 48 der
einen Querwand 34 abstützt,
und die Blechstreifenmutter 42 mit zwei sich gegenüberliegenden
Enden 50, 52 des mit einem Gewinde 54 versehenem
Blechstreifens 42 sich durch schräge Lage bezüglich der Oberfläche der
ersten Führungsschienen 30 durch
Keilwirkung auf den Flächen
der ersten Führungsschiene 30 abstützt.
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Wie
die 3C zeigt, ist die Schulter 26 des zweiten
kalottenförmigen
Teils 22 durch die Stirnkante 56 eines umgebogenen
Randes 58 und durch die äußere Seitenfläche 60 eines
innerhalb des ersten Randes 58 verlaufenden zweiten Randes 62 gebildet.
Um dem Gesamtgebilde eine innere Stabilität zu geben, ist es vorgesehen,
daß die
ersten Führungsschienen 30 von
einer innerhalb des ersten kalottenförmigen Teils 16 angeordneten
ersten Stützkalotte 64 gebildet
oder gestützt
sind. Aus den gleichen Gründen
sind die zweiten Führungsschienen 32 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
und gemäß der dargestellten
beispielhaften Konstruktion von Schlitzen 66 innerhalb
einer innerhalb des zweiten kalottenförmigen Teils 16 angeordneten
zweiten Stützkalotte 64 gebildet.
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Die
erste Stützkalotte 64 ist
derart geformt, daß sie über die
zweite Stützkalotte 68 gesteckt
werden kann, wie in 4 erkennbar wird. Zweckmäßigerweise
erstrecken sich die beiden Stützkalotten
jeweils über
die im wesentlichen gesamte Länge
des langgestreckten kalottenförmigen
Teils und bilden so in diesem einen versenkten Griff 11.
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Die
Schulter des ersten kalottenförmigen Teils 16 wird
im übrigen
durch die innere Winkelfläche 70 eines
Winkels gebildet wird, der vom Rand des ersten kalottenförmigen Teils 16 gebildet
wird.
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Um
eine möglichst
satte Anliegensweise des zweiten kalottenförmigen Teils 22 mit
seinem Rand auf dem Öffnungsrand
zu gewährleisten,
ist es günstig,
wenn die zweite Schulter des zweiten kalottenförmigen Teils 22 nachgiebig
ist.
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Die
Nachgiebigkeit kann dadurch erreicht werden, daß die kalottenförmigen Teile
aus Kunststoff gespritzt sind.
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Durch
die Innenwölbung
des ersten 16 wie auch des zweiten kalottenförmigen Teils 22,
wie auch durch die Wölbung
der Stützkalotten 64, 68 wird
eine große
Stabilität
für die
beiden Teile und damit dem Griff 11 gewährleistet, so daß sie mit
ausreichend großer
Kraft sich auf dem Rand 18, 24 des Durchbruchs
oder Öffnung 14 abstützen und
so eine gute Stabilität
erreichen, wie auch eine relativ große Dichtheit.
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Durch
die Blattfedermutter 42 wird auch die Montage erleichtert,
in dem einfach die beiden Teile 16, 22 ineinander
gesteckt werden, wobei die Blattfedermutter 42 nachgebend
in den zwischen den Innenwandflächen 72, 74 der
zweiten Stützkalotte 68 gebildeten
Verkantungsbereich eindringt, der von der die Mutter 42 haltenden
kalottenartigen Anordnung 22 gebildet wird. Anschließend kann
durch Anziehen der Schraube 40 die Kraft, mit der die beiden
Ränder 18, 24 des
Durchbruchs 14 umfaßt
werden, noch verstärkt
werden.
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Zum
Lösen und
Demontieren der Anordnung genügt
es, die Schraube 40 zu entfernen, woraufhin die beiden
kalottenförmigen
Teile 16, 22 auseinander gezogen und aus der Öffnung 14 herausgenommen werden
können.
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- 10
- Wand
- 11
- Griff
- 12
- Verschlußdeckel
- 14
- Öffnung
- 16
- erstes
(äußeres) kalottenförmiges Teil
- 18
- Außenrand
- 20
- erste
Schulter
- 22
- zweites
(inneres) kalottenförmiges
Teil
- 24
- Innenrand
- 26
- zweite
Schulter
- 28
- Wandstärke
- 30
- erste
Führungsschienen
- 32
- zweite
Führungsschienen
- 34
- (erste)
Querwand
- 36
- (zweite)
Querwand
- 38
- Abstand
- 40
- Schraube
- 42
- Blattfedermutter,
Blechstreifenmutter
- 44
- Zugeinrichtung
- 46
- Kopf
- 48
- Fläche
- 50
- Ende
- 52
- Ende
- 54
- Gewindebohrung
- 56
- Stirnkante
- 58
- erster
Rand
- 60
- Seitenfläche
- 62
- zweiter
Rand
- 64
- erste
Stützkalotte
- 66
- Schlitzen
- 68
- Zweite
Stützkalotte
- 70
- Winkelflächen
- 72
- Innenwandfläche
- 74
- Innenwandfläche
- L
- Länge
- B
- Breite