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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Schalter für Sitze
mit Motorantrieb (nachstehend als Motorantriebssitze bezeichnet),
und spezieller einen Schwachstrom-Motorantriebssitzschalter.
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Vordere
Fahrzeugsitze können
auf mehrere Positionen verstellt werden, in Anpassung an die Höhe, die
Beinlänge
und das Ausmaß des
Komforts eines Insassen. Der Sitz kann in mehreren Richtungen eingestellt
werden, beispielsweise nach vorne und hinten, nach oben und unten,
verkippt nach vorne und verkippt nach hinten, und geneigt nach oben
sowie geneigt nach unten, um einen bestimmten Fahrzeug-Insassen
aufzunehmen.
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Vordere
Fahrzeugsitze, die einen Motorantrieb aufweisen, setzen einen oder
mehrere Elektromotoren zum elektrischen Einstellen des Fahrzeugsitzes
auf die gewünschte
Position ein. Fahrzeug-Motorantriebssitze sind beispielsweise in
vier bis acht Richtungen einstellbar. Typischerweise ist ein jeweiliger
Motor dazu gedacht, eine Bewegung des Sitzes in zwei Richtungen
durchzuführen
(also als Motor für
eine Gleitbewegung nach vorne oder hinten, als Motor für eine Liegesitzverstellung
der Lehne nach oben und unten, usw.). Zumindest eine Gruppe von
Sitzschaltern ist üblicherweise
an der Seite eines Sitzes oder an einem inneren Türverkleidungsfeld
angeordnet. Ein einziger Schalter kann dazu eingesetzt werden, die
Bewegung des Sitzes in mehreren Richtungen zu steuern. Wenn ein
Sitz beispielsweise ein Sitz mit Motorantrieb für sechs Rich tungen ist, weist
eine Schalterbaugruppe drei Sitzschalter-Stellglieder zum Steuern der sechs möglichen
Richtungen der Sitzbewegung auf. Ist ein Sitz ein in acht Richtungen
angetriebener Sitz, kann ein zusätzlicher
Schalter eingesetzt werden, einschließlich eines zusätzlichen
Schalter-Stellglieds zum Steuern der zusätzlichen Bewegung in zwei Richtungen
des Fahrzeugsitzes.
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Motorantriebssitzschalter
weisen Relais auf, die Starkstrom, der von der Stromversorgung geliefert
wird, an einen jeweiligen Motor übertragen.
Wenn der Sitzschalter durch den Fahrer betätigt wird, schnappt ein Kontakt
auf einen Kontakt B+ herunter (beispielsweise einen Kuppenkontakt),
wodurch die elektrische Verbindung mit dem Schalter fertig gestellt
wird. Der Schalter ist so ausgelegt, dass ein hartes Klicken auftritt,
wenn das Schütz
einen Kontakt herstellt. Dies stellt für den Fahrer ein zufrieden
stellendes "Gefühl" zur Verfügung, und
unterstützt
die Verlängerung
der Lebensdauer der elektrischen Verbindung, durch Verringerung
der Zeitdauer des Lichtbogens über
der elektrischen Verbindung. Fahrer haben sich an dieses "Gefühl" gewöhnt, da
es eine taktile Rückmeldung
für den
Fahrer zur Verfügung
stellt, um zu bestätigen,
dass ein Kontakt in dem Schalter hergestellt wurde.
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Motorantriebssitze
können
auch Motorantriebssitz-Speichermodule zum Rückrufen der Sitzposition eines
oder mehrerer Fahrer aufweisen. Dies ermöglicht es mehreren Fahrern,
dasselbe Fahrzeug dazu einzusetzen, ihre gewünschte Sitzposition in dem
Speicher des Speichermoduls zu speichern, so dass dann, wenn einer
der Fahrer einen Speicherknopf betätigt, oder das Fahrzeug passiv
den jeweiligen Fahrer erkennt, der Fahrzeugsitz automatisch auf
die gewünschte
Sitzposition des jeweiligen Fahrers eingestellt wird. Daher muss
der jeweilige Fahrer nicht mehr den Fahrzeugsitz auf die jeweilige
Sitzposition einstellen. Das Speichermodul weist entweder einen
Mikroprozessor mit Relais oder mit Festkörperelektronik auf, um benötigten Starkstrom
an den Motorantriebssitz-Motor zu übertragen. Die Fähigkeit zum
Schalten von Starkstrom sowohl in dem Speichermodul als auch in
dem Starkstromschalter stellt jedoch ein Übermaß von Starkstrom-Schaltbauteilen dar,
die zur Versorgung des Motors benötigt werden, was zu einem erhöhten Kostenaufwand
führt.
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Ein
Schwachstrom-Steuersignal könnte dazu
verwendet werden, ein Steuersignal für das Speichermodul zu erzeugen,
um die Übertragung von
Strom an den Sitzmotor zu steuern, ohne einen Starkstrom über den
Schalter zu übertragen.
Der Kuppenkontakt, wie er in dem Starkstromschalter verwendet wird,
ist für
Anwendungen mit Schwachstrom unerwünscht. Um die Kosten des Schalters
zu verringern, sollte vorzugsweise ein Schwachstrom-Gleitkontaktschalter
eingesetzt werden. Der Gleitkontaktschalter kann ein flexibles elektrisches Schütz aufweisen,
das eine Gleitberührung
mit Stromleiterbahnen zur Herstellung des elektrischen Kontakts
durchführt.
Die Gleitbewegung reibt die Kontakte sauber, wodurch eine ordnungsgemäße Schaltung
in Schwachstromanwendungen aufrechterhalten wird; Schwachstromschalter,
beispielsweise ein Schalter mit Gleitkontakt, erzeugen jedoch keine taktile
Rückmeldung,
an welche sich die Bedienungsperson gewöhnt hat.
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Die
vorliegende Erfindung weist den Vorteil auf, einen Schwachstromschalter
einzusetzen, der eine taktile Rückmeldung
eines Starkstromschalters simuliert, während er Steuersignale für einen
Motor zum Steuern des Motors zur Verfügung stellt.
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Bei
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine Schalterbaugruppe
zur Bereitstellung von Steuersignalen an einen Elektromotor in einem
Fahrzeug eine Leiterplatte auf, die Leiterbahnen zum Übertragen
der Steuersignale an den Elektromotor aufweist. Ein Schützmodul
weist eine Gruppe herunterdrückbarer
Stempel und eine Gruppe von Schützteilen
auf. Das Schützmodul
kann in Bezug auf die Leiterplatte gleiten, zwischen einer betätigten Position,
in welcher die Gruppe von Schützteilen
die Leiterbahnen berührt,
und einer nicht aktivierten Position, in welcher die Gruppe von
Schützteilen
nicht die Leiterbahnen berührt.
Ein Gehäuse
dient zum Umschließen
der Leiterplatte und des Schützmoduls. Das
Gehäuse
weist eine Gruppe von Arretierungen zum variablen Herunterdrücken der
Gruppe herunterdrückbarer
Stempel auf, wenn das Schützmodul
in Bezug auf die Leiterplatte gleitet. Eine taktile Rückmeldung
wird in Reaktion auf die Arretierungen hervorgerufen, welche die
herunterdrückbaren
Stempel herunterdrücken.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert, aus
welchen weitere Vorteile und Merkmale hervorgehen. Es zeigt:
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1 eine
Darstellung eines Fahrzeugsitzes gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 ein
Diagramm der Kraft in Abhängigkeit
von der Bewegung für
einen Starkstromschalter nach dem Stand der Technik;
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3 ein
Diagramm der Kraft in Abhängigkeit
von der Bewegung für
einen Schwachstromschalter nach dem Stand der Technik;
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4 eine
Darstellung einer Schalterbaugruppe gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
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5 eine
geschnittene Perspektivansicht eines Schützmoduls gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 eine
Ansicht in Explosionsdarstellung eines Schützmoduls gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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7 eine
Ansicht von unten eines Schützmoduls
und eines Gehäuses
gemäß einer
ersten bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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8 eine
Ansicht von unten eines Schützmoduls
und eines Gehäuses
gemäß einer
zweiten bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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9 eine
Ansicht von unten des Schützmoduls
von 8, in einer verschwenkten Position der Arretierung.
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In
den Zeichnungen, insbesondere in 1, ist ein
Fahrersitz 12 eines Fahrzeugs gezeigt. Der Fahrersitz 12 weist
einen Lehnenabschnitt 14 und einen Sitzabschnitt 16 auf.
Sowohl der Lehnenabschnitt 14 als auch der Sitzabschnitt 16 sind
dazu einstellbar, um den Fahrersitz in eine gewünschte Position zu bewegen.
Der Lehnenabschnitt 14 kann unabhängig auf eine obere oder untere
Liegesitzposition eingestellt werden. Der Sitzabschnitt 16 und
der Lehnenabschnitt 14 können zusammen auf eine vordere oder
hintere Position, eine obere oder untere Position, und eine nach
vorne oder nach hinten verkippte Position eingestellt werden. Wenn
der Fahrzeugsitz 12 auf die vordere oder hintere Position
eingestellt wird, wird ein Motorantriebssitzschalter 15 von
der Person betätigt,
die in dem Fahrzeugsitz 12 sitzt. Der Motorantriebssitzschalter 15 überträgt ein Steuersignal
an einen Servogleitmotor 18. Der Servogleitmotor steht
im Eingriff mit einer Sitzschiene 17, um den Fahrzeugsitz 12 nach
vorne oder hinten entlang der Sitzschiene 17 in die gewünschte Position
zu bewegen.
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Um
den Fahrzeugsitz 12 auf eine obere oder untere Position
einzustellen, wird der Motorantriebssitzschalter 15 betätigt, um
den Fahrzeugsitz 12 entweder anzuheben oder abzusenken.
Der Motorantriebssitzschalter 15 überträgt ein Steuersignal an einen
hinteren Hebemotor 20. Der hintere Hebemotor 20 kann
direkt im Eingriff mit einem Einstellmechanismus zur Vertikalverstellung
des Fahrzeugsitzes 12 stehen, oder kann Kraft über ein
Kabelsystem an den Einstellmechanismus übertragen, um den Fahrzeugsitz 12 in
Vertikalrichtung zu verstellen.
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Der
Fahrzeugsitz 12 kann auch in eine Liegesitzposition eingestellt
werden. Um den Fahrzeugsitz 12 auf eine Liegesitzposition
einzustellen, wird ein Motorantriebssitzschalter 15 auf
eine solche Weise betätigt,
dass die Lehne 14 entweder nach oben oder unten in die
gewünschte
Liegesitzposition verstellt wird. Der Motorantriebssitzschalter 15 überträgt das Steuersignal
an einen Liegesitzmotor 22. Der Liegesitzmotor 22 überträgt Kraft
direkt oder über
ein Kabelsystem an einen Einstellmechanismus zum Einstellen der
Lehne in die gewünschte
Position. Entsprechend kann der Fahrzeugsitz 12 auf eine
verkippte Position unter Verwendung eines Sitzkippmotors (nicht
gezeigt) eingestellt werden.
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Typischerweise
ist ein Motorantriebssitzschalter entweder ein Starkstromschalter
oder ein Schwachstromschalter. Wenn ein Starkstromschalter verwendet
wird, arbeitet der Schalter als ein Relais, durch Übertragung
von Starkstrom von einer Energiequelle, wie beispielsweise einer
Batterie, an einen jeweiligen Motor. Die gesamte Strombelastung
erfolgt über
die Kontakte des Schalters. 2 ist ein Diagramm
der Kraft in Abhängigkeit
von der Bewegung eines Stellgliedständers, welches das Kraftniveau
für einen
typischen Starkstrom-Sitzschalter erläutert. Eine Änderung
des Kraftniveaus, mit dem Bezugszeichen 23 bezeichnet,
gibt an, an welcher Stelle der Kontakt in eine Position "EIN" schnappt. Wenn ein
Schwachstromschalter verwendet wird, erzeugt der Schalter Schwachstromsteuersignale
(beispielsweise Milliampere) zum Steuern der an einen jeweiligen
Motor übertragenen
Kraft. Daher tritt in dem Schalter kein Starkstrom auf. 3 ist
ein Diagramm der Kraft in Abhängigkeit
von der Bewegung eines Stellgliedständers, welches ein Kraftniveau
für einen typischen
Schwachstrom-Sitzschalter erläutert.
Wie aus dem Diagramm hervorgeht, nimmt die Steigung der Kurve allmählich zu,
ohne eine signifikante Einbuchtung in dem Kraftniveau, bis der Schalter
vollständig
heruntergedrückt
ist. Dies führt
dazu, dass die Person, welche diesen typischen Schalter herunterdrückt, nicht
fühlt,
dass der Kontakt hergestellt ist.
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4 zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform
eines Schwachstromschalters. Eine Gruppe abnehmbarer Sitzsteuerknöpfe 24 ist
auf einer oberen Oberfläche
der Schalterbaugruppe 15 angeordnet. Die Steuerknöpfe 24 sind
gleitbeweglich an mehreren festen Vorsprüngen 28 angebracht,
die von einer Abdeckungsplatte 26 ausgehen. Die Abschnitte 25 an
der Unterseite des Steuerknopfs 24, welche die festen Vorsprünge 28 der
Abdeckungsplatte 26 aufnehmen, sind geschlitzt, damit sich
die Steuerknöpfe 24 bewegen
und um die festen Vorsprünge 28 verschwenken
können.
Mehrere bewegliche Teile 30 sind unterhalb der Abdeckplatte 26 angeordnet.
Die mehreren beweglichen Teile 30 weisen von ihnen ausgehende
Vorsprünge 32 auf.
Die Abdeckplatte 26 weist mehrere Öffnungen 29 auf, damit
sich die Vorsprünge 32 dort
hindurch erstrecken können,
zur Verbindung mit den Steuerknöpfen 24.
Bei der bevorzugten Ausführungsform
sind zwei der Öffnungen
kreuzförmig,
während
die dritte Öffnung
geschlitzt ist. Die kreuzförmige Öffnung ermöglicht es
den Vorsprüngen,
sich in Richtung zur Seite als auch in Richtung nach oben und unten
zu bewegen. Wird beispielsweise ein jeweiliger erster Steuerknopf
nach vorne oder hinten bewegt, so entspricht dies dem Befehl eines Insassen,
dass der Fahrzeugsitz 12 nach vorne oder hinten gleiten
soll. Wird der erste jeweilige Steuerknopf nach oben oder unten
bewegt, so entspricht dies dem Befehl des Insassen, den Fahrzeugsitz 12 nach
oben oder unten zu bewegen. Wird der erste jeweilige Steuerknopf
im Gegenuhrzeigersinn oder im Uhrzeigersinn gedreht, entspricht
dies dem Befehl des Insassen, den Fahrzeugsitz 12 nach
vorne oder hinten zu verkippen. Ein zweiter jeweiliger Steuerknopf,
bei dem ein jeweiliger Vorsprung sich durch die geschlitzte Öffnung erstreckt,
kann nur in zwei Richtungen bewegt werden. Die Bewegung des zweiten
jeweiligen Steuerknopfs in eine der Richtungen entspricht dem Befehl
des Insassen, die Lehne nach vorne oder hinten in eine Liegesitzposition
zu verstellen.
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Die
beweglichen Teile 30 sind gegen eine obere Oberfläche eines
Gehäuses 34 anliegend
angeordnet, und können
entlang der oberen Oberfläche des
Gehäuses 34 gleiten.
Das Gehäuse 34 umschließt mehrere
Schützmodule 36 und
eine Leiterplatte 38. Die Leiterplatte 38 weist
Leiterbahnen zur Übertragung
von Steuersignalen an einen jeweiligen Sitzmotor auf. Vorzugsweise
sind die Leiterbahnen der Leiterplatte doppelseitig in Kupfer mit
einer Deckschicht aus Gold ausgeführt. Das Material der Leiterplatte
ist CFM3. Mehrere Öffnungen 35,
die geschlitzt ausgebildet sind, sind entlang der oberen Oberfläche des
Gehäuses 34 angeordnet.
Jedes Schützmodul ist
so ausgerichtet, dass ein Abschnitt jedes jeweiligen Schützmoduls
zu einer jeweiligen, geschlitzten Öffnung ausgerichtet ist, und
sich dort hindurcherstreckt, zum Eingriff mit einem jeweiligen,
beweglichen Teil. Wenn ein jeweiliges bewegliches Teil entlang einer
oberen Oberfläche
in einer Richtung gleitet, die zum jeweiligen Schlitz ausgerichtet
ist, gleitet ein jeweiliges Schützmodul,
das im Eingriff mit dem jeweiligen beweglichen Teil steht, entlang
der Leiterplatte, wodurch die erforderlichen elektrischen Kontakte
zur Übertragung
des Steuersignals an einen jeweiligen Sitzmotor hergestellt werden.
Das Steuersignal, das über
den Schalter 12 übertragen
wird, ist ein Schwachstrom-Steuersignal.
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5 zeigt
das Schützmodul 36 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform.
Das Schützmodul 36 ist über einer
oberen Oberfläche 39 der
Leiterplatte 38 angeordnet. Das Schützmodul 36 weist eine Gruppe
von Kontaktteilen 40 zur Fertigstellung einer elektrischen
Verbindung über
einer Gruppe von Leiterbahnen 41 auf. Vorzugsweise ist
die Gruppe der Kontaktteile 40 ein federartiger Leiter,
der aus Nickel-Silber mit einer Goldbeschichtung besteht. Die Enden
der Gruppe der Kontaktteile 40 sind gegabelte Federn für redundante
Schaltungen. Wenn das Schützmodul 36,
wie in 5 gezeigt, zwischen der Gruppe der Leiterbahnen
sitzt, befindet sich das Schützmodul 36 in
einer Neutralposition. Die Neutralposition ist eine abgeschaltete
Position, so dass keine elektrische Verbindung zwischen den Kontaktteilen 40 und
der Gruppe der Leiterbahnen 41 hergestellt wird. Eine betätigte Position
liegt dann vor, wenn eine elektrische Verbindung zwischen den Kontaktteilen 40 und
der Gruppe der Leiterbahnen 41 hergestellt ist. Wenn das
Schützmodul 36 von
einer neutralen Position zu einer Betätigungsposition entweder nach
vorne oder nach hinten verstellt wird, stellt die Gruppe von Kontaktteilen 40 eine
elektrische Verbindung über
ein jeweiliges Paar von Leiterbahnen her, und überträgt ein Steuersignal zur Stromversorgung
des jeweiligen Motors entweder im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn,
abhängig
von der Richtung, in welche das Schützmodul 36 verstellt
wird. Wenn beispielsweise das Schützmodul 36 in eine
erste Richtung (beispielsweise nach vorne) zu einer ersten Betätigungsposition
gleitet, wird ein elektrischer Kontakt zwischen den Kontaktteilen 40 und
einer ersten jeweiligen Gruppe von Leiterbahnen hergestellt, um
ein Schwachstromsteuersignal zu übertragen,
damit der Elektromotor in Uhrzeigerrichtung betrieben wird. Gleitet
das Schützmodul 36 in
einer zweiten Richtung (beispielsweise nach hinten) zu einer zweiten
Betätigungsposition,
so wird ein elektrischer Kontakt zwischen den Kontaktteilen 40 und
einer zweiten jeweiligen Gruppe von Leiterbahnen hergestellt, um
ein Schwachstromsteuersignal zu übertragen,
damit der Elektromotor in Gegenuhrzeigerrichtung mit Strom versorgt
wird.
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6 zeigt
eine Ansicht in Explosionsdarstellung des Schützmoduls 36 gemäß der bevorzugten
Ausführungsform.
Das Schützmodul 36 weist
einen Stellgliedkörper 42 auf.
Der Stellgliedkörper 42 besteht
vorzugsweise aus einem nicht leitenden Kunststoffmaterial. Alternativ
kann der Stellgliedblock 42 aus jedem nicht leitenden Material
bestehen. Eine obere Verlängerung 43 des
Stellgliedblocks 42 weist solche Abmessungen auf, dass
sie sich über
eine entsprechende Öffnung 35 des
Gehäuses 34 (gezeigt
in 4) hindurch erstreckt. Verriegelungszungen 47 sind
einstückig
mit dem Stellgliedblock 42 ausgebildet, um gleitbeweglich
das Schützmodul 36 in
Eingriff mit der oberen Oberfläche des
Gehäuses 34 zu
versetzen. Alternativ können andere
Rückhalteverfahren
für den
Gleiteingriff der oberen Oberfläche
des Gehäuses 34 eingesetzt
werden. Das Kontaktteil 40 ist so an dem Stellgliedblock 42 angebracht,
dass sich jede gegabelte Blattfeder unter den Stellgliedblock 42 erstreckt,
um einen Kontakt mit der Leiterplatte 38 herzustellen.
Vorzugsweise ist das Kontaktteil mit dem Stellgliedblock 42 vernietet.
Eine rohrförmige
Bohrung 46 ist in dem Stellgliedblock 42 vorgesehen,
und erstreckt sich von einer ersten Seitenoberfläche 50 zu einer zweiten
Seitenoberfläche 51.
Eine Gruppe von Stempeln 44 ist teilweise in der rohrförmigen Bohrung 46 angeordnet. Eine
Druckfeder 45 ist zwischen der Gruppe der Stempel 44 zur
Aufrechterhaltung einer Widerstandskraft vorgesehen, die auf die
Gruppe der Stempel 44 einwirkt, wenn eine Druckkraft auf
die Druckfeder 45 einwirkt.
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7 zeigt
eine Ansicht von unten des in das Gehäuse 34 eingebauten
Schützmoduls 36.
Das Schützmodul 36 ist
so dargestellt, dass es an der Innenseite 55 der Oberseite
des Gehäuses 34 angeordnet
ist. Das Schützmodul 36 ist
zwischen einer ersten Führungsschiene 56 und
einer zweiten Führungsschiene 57 angeordnet.
Die erste Führungsschiene 56 und
die zweite Führungsschiene 57 unterstützen die
Aufrechterhaltung einer gerichteten Gleitbewegung, wenn das Schützmodul 36 eine
Gleitbewegung nach vorne oder hinten durchführt. Das Gehäuse 34 weist
eine Gruppe von Arretierungen 52 auf, die einstückig an
der Innenseite 55 vorgesehen sind. Die Gruppe der Arretierungen 52 ist
winkelförmig
ausgebildet. Eine Spitze 53 jeder Arretierung ist am weitesten
entfernt von dem Schützmodul 36 entsprechend
der abgeschalteten Position des Schalters vorgesehen. Die Schenkel 58 jeder
Arretierung 52 erstrecken sich im Winkel nach außen von
jeder Arretierung 52 zum Schützmodul 36 hin.
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Die
Gruppe der Arretierungen 52 halten ein Positionsgleichgewicht
zwischen jedem fehlerbelasteten Stempel in der rohrförmigen Bohrung 46 aufrecht.
Dies ist das Ergebnis der Widerstandskräfte, die durch die auf jeden
Stempel 44 einwirkende Federkraft hervorgerufen werden,
und der Rückhaltekraft,
die von den Schenkeln jeder Arretierung 52 aufgebracht
wird. Das Schützmodul 36 befindet
sich in einer neutralen Position, wenn die Gruppe der Stempel 44 an
der Spitze 53 jeder Arretierung 52 sitzen. Ein
Insasse, der einen jeweiligen Steuerknopf betätigt, zwingt das Schützmodul 36 dazu,
sich in einer entsprechenden Richtung zu bewegen, wie dies voranstehend
erläutert
wurde. Wenn das Schützmodul 36 eine
Gleitbewegung in der jeweiligen Richtung durchführt, steht jeder Stempel 44 in
Gleitkontakt mit einem jeweiligen Schenkel jeder Arretierung 52.
Der jeweilige geneigte Schenkel jeder Arretierung 52 übt eine
ansteigende Widerstandskraft auf den jeweiligen Stempel 44 aus,
so dass die Feder 45 zusammengedrückt wird. Jeder Stempel 44 zieht
sich teilweise in die rohrförmige
Bohrung 46 zurück.
Je weiter das Schütz 36 gegenüber der
neutralen Position verstellt wird, desto weiter zieht sich jeder
Stempel 44 in die rohrförmige
Bohrung 46 zurück,
wodurch eine höhere
Druckkraft in der Feder 45 erzeugt wird. Das Kontaktteil 40 führt eine
Bewegung über
der Leiterplatte 38 durch, um elektrisch eine Gruppe von
Leiterbahnen zu verbinden, damit das Steuersignal an den jeweiligen
Motor weitergeleitet wird. Nachdem der Insasse den jeweiligen Steuerknopf
freigibt, kann sich die Feder 45 entspannen, wodurch eine
nach außen
gerichtete Kraft gegen jeden Stempel 44 einwirkt. Die Gruppe
der Stempel 44 kann sich entlang jedem zunehmend geneigten
Schenkel ausdehnen, bis jeder Stempel 44 die neutrale Position
erreicht hat. Wenn jeder Stempel 44 in der Spitze 53 sitzt, verhindern
die Schenkel der Spitze 53, dass sich der Stempel in irgendeine
Richtung bewegt.
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Wie
voranstehend erläutert,
weist der typische Schwachstromschalter kein Kontaktteil auf, das auf
einen Kuppenkontakt herunterschnappt, um hierdurch eine taktile
Rückmeldung
zu erzeugen, die anzeigt, dass ein Kontakt hergestellt wird. Um
eine taktile Rückmeldung ähnlich wie
bei einem Starkstromschalter zu simulieren, weist zumindest eine
Arretierung des Gehäuses 34 eine
mit einer Erhebung versehene Oberfläche 54 entlang einem
jeweiligen Schenkel auf. Vorzugsweise ist die mit einer Erhebung
versehene Oberfläche 54 eine
abgestufte Oberfläche,
die eine abrupte Bewegung eines jeweiligen Stempels hervorruft,
im Vergleich zu einer konstanten Änderungsrate, die sich ergibt,
wenn eine Bewegung entlang einer geradlinig geneigten Oberfläche eines
jeweiligen Schenkels erfolgt. Die abrupte Bewegung des jeweiligen
Stempels erzeugt eine ungleichförmige Änderungsrate
des Niederdrückens des
jeweiligen Stempels, wodurch eine taktile Rückmeldung zur Verfügung gestellt
wird, welche das "Gefühl" eines Starkstromschalters
simuliert. Alternativ können
andere Arten von Schrägflächen eingesetzt
werden, im Vergleich zur abgestuften Oberfläche, zur Erzeugung der taktilen
Rückmeldung.
Eine zweite, mit einer Erhebung versehene Oberfläche kann auf einem entgegengesetzten
Schenkel der gleichen jeweiligen Arretierung vorgesehen sein, oder
auf einer entgegengesetzten Arretierung, so dass die taktile Rückmeldung
erzeugt wird, wenn das Schützmodul 36 in
entgegengesetzter Richtung betätigt
wird.
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Die 8 und 9 erläutern eines
zweite bevorzugte Ausführungsform
zur Erzeugung einer taktilen Rückmeldung.
Das Gehäuse 35 weist
eine erste Arretierung 60 auf, die verschwenk bar ist. Wie voranstehend
erläutert,
führt dann,
wenn ein Steuerknopf durch einen Insassen betätigt wird, das Kontaktmodul 36 eine
Gleitbewegung in einer jeweiligen Richtung durch. Wenn das Kontaktmodul 36 eine Gleitbewegung
entlang der jeweiligen Richtung durchführt, gelangt die Gruppe der
Stempel an einem Schwenkpunkt der ersten Arretierung 60 vorbei,
so dass die erste Arretierung 60 verschwenkt wird. Die Schwenkbewegung
der ersten Arretierung 60 erzeugt eine taktile Rückmeldung ähnlich jener
eines Starkstromschalters. Die Feder 45, die durch die zweite
Arretierung 61 und die erste Arretierung 60 zusammengedrückt wird,
stellt die erforderliche Kraft zum Zurückstellen des Schützmoduls 36 in
die neutrale Position zur Verfügung,
wenn der Steuerknopf von einem Insassen freigegeben wird.
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Aus
der voranstehenden Beschreibung können Fachleute einfach die
wesentlichen Eigenschaften der vorliegenden Erfindung erkennen,
und können,
ohne von deren Wesen und Umfang abzuweichen, verschiedene Änderungen
und Modifikationen bei der Erfindung vornehmen, um sie an verschiedene
Einsatzzwecke und Bedingungen anzupassen.