-
Die
Erfindung betrifft einen Shunt-Regler. Insbesondere betrifft die
Erfindung einen in Silizium integrierten Shunt-Regler.
-
Shunt-Regler
sind aus den deutschen Offenlegungsschriften
DE 198 41 972 A1 ,
DE 102 13 515 A1 und
DE 42 31 571 A1 bekannt
und werden beispielsweise dazu eingesetzt, um aus einer hohen ungeregelten externen
Eingangsspannung eine niedrigere geregelte Ausgangsspannung zu erzeugen.
Ferner dient ein Shunt-Regler
dazu, einen überschüssigen Strom
von einer Stromquelle gegen Masse abzuführen.
-
Bei
einem Shunt-Regler wird die Ausgangsspannung auf einen vorgegebenen
Wert geregelt, indem ein Verstärker
die zu regelnde Ausgangsspannung mit einer Referenzspannung vergleicht
und dementsprechend einen Transistor ansteuert, dessen Laststrecke
zwischen das zu regelnde Potential der Ausgangsspannung und Masse
geschaltet ist. Die Referenzspannung wird üblicherweise von einer Bandabstandsreferenz-Schaltung
bereitgestellt. Ferner ist bei einem herkömmlichen Shunt-Regler zwischen
den Eingangsanschluss, an dem die ungeregelte Eingangsspannung anliegt,
und den Ausgangsanschluss, an dem die geregelte Ausgangsspannung
abgegriffen wird, ein ohmscher Widerstand geschaltet. Über dem
Widerstand fällt die
Differenzspannung zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung ab.
-
Ein
Shunt-Regler muss für
Eingangsspannungen ausgelegt sein, die wesentlich höher sind
als die Maximalspannungen, für
welche die Bauelemente des Shunt-Reglers und der von dem Shunt-Regler versorgten Last
ausgelegt sind. Dies gilt insbesondere für integrierte Shunt-Regler.
Beispielsweise können
NMOS- und PMOS-Bauelemente, die mit einer standardmäßigen 0,25 μm-CMOS-Technologie hergestellt
wurden, nur mit Spannungen von bis zu 5 V beaufschlagt werden. Die
Eingangsspannungen, die an dem Shunt-Regler anliegen, können aber
bis zu 15 V betragen und müssen
von dem Shunt-Regler auf eine Ausgangsspannung von beispielsweise
2,2 V mit einer Genauigkeit von ±9% umgewandelt werden.
-
Daneben
muss ein Shunt-Regler in der Lage sein, die unterschiedlichen Anforderungen
zu erfüllen, welche
verschiedene Last-Bauelemente hinsichtlich der Stromversorgung stellen.
Ferner dürfen
keine statischen oder dynamischen Überspannungen an den Anschlüssen sowohl
der integrierten Last-Bauelemente als auch der integrierten Bauelemente
des Shunt-Reglers
selbst auftreten. Ansonsten könnten
die Gate-Oxide von Feldeffekttransistoren aufgrund zu hoher Spannungen
irreversibel durchbrechen oder in Sperrichtung vorgespannte p-n-Übergänge könnten zusammenbrechen. Ferner
könnten Überspannungen
an integrierten Bauelementen zu einem Drain-Source-Durchbruch oder zu
einer Verschlechterung der Eigenschaften der Bauelemente aufgrund
sogenannter Hot-Electron- oder Latch-Up-Effekte führen.
-
Des
Weiteren muss ein Shunt-Regler ein sicheres Hochfahren des Systems,
dessen Versorgungsspannung er bereitstellt, gewährleistet. Dies ist von höchster Wichtigkeit,
da der Shunt-Regler
selbst auf externe Baugruppen, deren Versorgungsspannung er erzeugt,
angewiesen ist, wie etwa die oben erwähnte Bandabstandsreferenz-Schaltung.
-
Ein
weiteres Problem bei der Konzeption eines Shunt-Reglers ist die
richtige Wahl des Widerstands, der zwischen den Eingangs- und den
Ausgangsanschluss geschaltet ist und über welchem die Spannungsdifferenz
zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung abfällt. Bei einer niedrigen Eingangsspannung
muss der Widerstandswert des Widerstands klein genug sein, damit
genügend
Strom für
die Last und die Regelschleife des Shunt-Reglers zur Verfügung stehen. Demgegenüber muss
bei einer hohen Eingangsspannung der Widerstandswert vergleichsweise
groß sein,
um den durch den Widerstand fließenden Strom zu limitieren.
Andernfalls könnten
die Last und die Regelschleife des Shunt-Reglers durch einen zu
hohen Strom beeinträchtigt werden.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es daher, einen Shunt-Regler zu schaffen, bei
welchem der die Last speisende Strom den jeweiligen Anforderungen
der Last angepasst werden kann.
-
Die
der Erfindung zugrunde liegende Aufgabenstellung wird durch die
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
-
Der
erfindungsgemäße Shunt-Regler
nimmt an einem Eingangsanschluss ein elektrisches Eingangspotential
entgegen, erzeugt aus diesem mittels einer Regelschleife ein elektrisches
Ausgangspotential und stellt das geregelte Ausgangspotential an
einem Ausgangsanschluss bereit. Dort kann es beispielsweise zur Spannungsversorgung
einer an den Ausgangsanschluss angeschlossenen Last dienen. Zwischen
den Eingangsanschluss und den Ausgangsanschluss ist bei dem erfindungsgemäßen Shunt-Regler ein Spannungsabfall-Schaltkreis
geschaltet, über
welchem beim Betrieb des Shunt-Reglers die Differenzspannung zwischen dem
Eingangspotential und dem Ausgangspotential abfällt. Der Spannungsabfall-Schaltkreis
ist derart ausgestaltet, dass der durch ihn fließende Strom einstellbar ist
oder dass alternativ ein Grenzwert dieses Stroms einstellbar ist.
Der Grenzwert ist vorzugsweise ein unterer und/oder oberer Grenzwert.
-
Der
Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass der durch den Spannungsabfall-Schaltkreis
fließende Strom
nach den Kirchhoffschen Regeln den Gesamtstrom darstellt, der in
die Last und die Regelschleife des Shunt-Reglers fließt, wobei
es sich bei der Last auch um eine Mehrzahl von an den Shunt-Regler
angeschlossenen Baugruppen oder Geräten handeln kann. Folg lich
kann der die Last speisende Strom nach oben oder unten begrenzt
werden, indem entweder der durch den Spannungsabfall-Schaltkreis
fließende
Strom eingestellt wird oder indem der Spannungsabfall-Schaltkreis
so eingestellt wird, dass der durch ihn fließende Strom auf einen vorgegebenen
Bereich begrenzt wird.
-
Typischerweise
beziehen sich das Eingangs- und das Ausgangspotential des Shunt-Reglers
auf eine gemeinsame Masse. In diesem Fall kann auch von einer Eingangs-
und einer Ausgangsspannung gesprochen werden.
-
Zur
Einstellung des durch den Spannungsabfall-Schaltkreis fließenden Stroms
bzw. zur Einstellung von dessen Grenzwerten ist vorzugsweise eine
Steuereinheit vorgesehen. Die Einstellung des Stroms bzw. seiner
Grenzwerte erfolgt in Abhängigkeit
von dem an dem Shunt-Regler anliegenden Eingangspotential und/oder
vorgegebener Werte für
den unteren und/oder oberen Grenzwert. Ferner kann die Einstellung
auch von dem Potentialwert, auf den das Ausgangspotential geregelt
werden soll, abhängig
sein. Die Grenzwerte für
den zulässigen
Strombereich richten sich beispielsweise nach Anforderungen der
dem Shunt-Regler nachgeschalteten Last.
-
Eine
einfach zu realisierende Ausgestaltung des Spannungsabfall-Schaltkreises
stellt ein ohmscher Widerstand dar, der in den Strompfad zwischen
dem Eingangsanschluss und dem Ausgangsanschluss geschaltet ist und
dessen Widerstandswert einstellbar ist. Diese Ausgestaltung erlaubt
es, den in die Regelschleife und die Last fließenden Strom bei gegebenen
Eingangs- und Ausgangspotentialen durch eine Erhöhung des Widerstandswerts zu
verringern oder durch eine Verringerung des Widerstandswerts zu
erhöhen.
-
Derselbe
Effekt kann anstelle eines einstellbaren Widerstands auch mit einem überbrückbaren
Widerstand erzielt werden. Bei einer gewünschten Verringerung des Stroms
wird der Widerstand in den Strompfad geschaltet und bei einer gewünschten
Erhöhung
des Stroms wird der Widerstand überbrückt, sodass über ihm keine
Spannung mehr abfällt
und dementsprechend kein Strom durch ihn fließt.
-
Sowohl
ein einstellbarer Widerstand als auch ein überbrückbarer Widerstand, welche
auch mit weiteren ohmschen Widerständen kombiniert werden können, bewirken
eine lineare Abhängigkeit
des Stroms von der Differenzspannung zwischen Eingangs- und Ausgangspotential.
-
Sofern
eine nicht-lineare Abhängigkeit
zwischen Strom und Differenzspannung gewünscht ist, kann vorzugsweise
ein Transistor mit seiner Laststrecke in den Strompfad des Spannungsabfall-Schaltkreises
geschaltet werden. In diesem Fall wird der Transistor über seinen
Steueranschluss von der Steuereinheit angesteuert.
-
Des
Weiteren können
eine Mehrzahl von Transistoren mit ihren Laststrecken in den Strompfad
geschaltet werden. Daneben können
zusätzliche
ohmschen Widerstände,
deren Widerstandswerte eventuell einstellbar sind oder die eventuell überbrückbar sind,
mit den Laststrecken der Transistoren in Reihe geschaltet werden.
-
Gemäß einer
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Shunt-Reglers
sind die in den Strompfad geschalteten Transistoren durch Feldeffekttransistoren
realisiert. Die Feldeffekttransistoren werden über ihre Gate-Anschlüsse von
der Steuereinheit angesteuert und werden je nach Gate-Potential
im ohmschen Bereich oder im Abschnürbereich betrieben.
-
Der
ohmsche Bereich wird in der englischsprachigen Fachliteratur als „triode
region" bezeichnet
und stellt bei einer Auftragung des Drain-Stroms gegen die Drain-Source-Spannung
den Teil der Transistorkennlinie dar, bei welchem die Kennlinie
nahezu linear durch den Ursprung verläuft und somit ein Verhalten
wie bei einem ohmschen Widerstand vorliegt. Demgegenüber verlaufen
die Kennlinien im Abschnürbereich
nahezu waagrecht. In der englischsprachigen Fachliteratur wird der
Abschnürbereich
als „saturation
region" bezeichnet.
Nähere
Angaben zu dem ohmschen Bereich und dem Abschnürbereich finden sich in dem
Abschnitt 3.1.1 des Buchs „Halbleiter-Schaltungstechnik" von U. Tietze und
Ch. Schenk, Springer-Verlag,
Berlin, 12. Auflage, 2002, Seiten 174 bis 177, welcher hiermit in
den Offenbarungsgehalt der Anmeldung aufgenommen wird.
-
Beim
Betrieb eines Feldeffekttransistors im ohmschen Bereich fällt nur
eine vergleichsweise geringe Spannung zwischen dem Drain- und dem
Source-Anschluss ab. In diesem Betriebszustand fungiert der Feldeffekttransistor
als reiner Schalter. Der Betrieb im ohmschen Bereich wird bei dem
erfindungsgemäßen Shunt-Regler
dann gewählt,
wenn das Eingangspotential klein ist und der Last ein ausreichend
großer
Strom zur Verfügung
gestellt werden soll.
-
Beim
Betrieb im Abschnürbereich
erzeugt der Feldeffekttransistor einen wesentlich größeren Spannungsabfall
zwischen Drain- und Source-Anschluss. Ferner ist in diesem Fall
mittels des Gate-Potentials der Stromfluss durch die Drain-Source-Strecke einstellbar.
Der Betrieb im Abschnürbereich
ist bei einem vergleichsweise großen Eingangspotential vorteilhaft.
-
Sofern
mehrere Feldeffekttransistoren mit ihren Drain-Source-Strecken seriell
zwischen Eingangs- und Ausgangsanschluss geschaltet sind, werden
bei einem ansteigenden Eingangspotential zunehmend mehr Transistoren über ihre
Gate-Potentiale in den Abschnürbereich
geschaltet, sodass ein Teil der Differenzspannung zwischen Eingangs-
und Ausgangspotential über
diese Transistoren abfällt.
Der durch den Strompfad fließende
Strom kann mittels einer geeigneten Wahl der Gate-Potentiale der
Feldeffekttransistoren mitbestimmt werden.
-
Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Shunt-Reglers vergleicht
die Steuereinheit das Eingangspotential oder ein von dem Eingangspotential
abgeleitetes Potential mit einem Schwellwert und steuert in Abhängigkeit
von dem Ergebnis des Schwellwertvergleichs den oder die in den Strompfad geschalteten
Transistoren.
-
Des
Weiteren kann vorteilhafterweise ein Spannungsteiler vorgesehen
sein, der mit dem Eingangspotential gespeist wird und der an seinen
Abgriffen Teilwerte des Eingangspotentials bereitstellt. Der Steuereinheit
werden diese Teilpotentiale als Eingangspotentiale übergeben
und sie stellt anhand der Teilpotentiale den durch den Spannungsabfall-Schaltkreis
fließenden
Strom oder dessen unteren und/oder oberen Grenzwert ein.
-
Des
Weiteren kann die Steuereinheit derart ausgeführt sein, dass sie die Teilpotentiale
jeweils mit einem Schwellwert vergleicht und anhand der Ergebnisse
dieser Vergleiche die Betriebsmodi der einzelnen Transistoren festlegt.
-
Eine
weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Steuereinheit
das Gate-Potential zumindest eines Feldeffekttransistors, sofern
dieser Feldeffekttransistor im Abschnürbereich betrieben wird, mit
steigendem Eingangspotential erhöht.
-
Sowohl
das Eingangspotential als auch das Ausgangspotential werden vorteilhafterweise
gegen ein gemeinsames festes Referenzpotential, insbesondere ein
Massepotential, gemessen.
-
Vorzugsweise
ist der Shunt-Regler monolithisch auf einem gemeinsamen Substrat
integriert und wird beispielsweise mittels CMOS(complementary metal
oxide semiconductor)-Technologie hergestellt.
-
Die
Regelschleife, die das Ausgangspotential auf einen vorgegebenen
Wert regelt, ist bei dem erfindungsgemäßen Shunt-Regler vorzugsweise wie bei einem herkömmlichen
Shunt-Regler aufgebaut. Dazu ist ein steuerbares Bauelement, beispielsweise
ein weiterer Feldeffekttransistor, mit seiner Laststrecke zwischen den
Ausgangsanschluss und Masse geschaltet. Ein Steuerelement; beispielsweise
ein Operationsverstärker, steuert
das Bauelement derart an, dass an dem Ausgangsanschluss das vorgegebene
Ausgangspotential anliegt.
-
Vorzugsweise
vergleicht das Steuerelement das Ausgangspotential oder ein davon
abgeleitetes Potential mit einem Referenzpotential und generiert
anhand dieses Vergleichs das Steuersignal für das Bauelement. Das Referenzpotential
kann von einer Bandabstandsreferenz-Schaltung erzeugt werden.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. In
diesen zeigen:
-
1 ein
Blockschaltbild eines Shunt-Reglers 100 gemäß dem Stand
der Technik;
-
2 ein
Blockschaltbild eines Shunt-Reglers 200 als erstes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Shunt-Reglers;
-
3 ein
Blockschaltbild eines Shunt-Reglers 300 als zweites Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Shunt-Reglers;
und
-
4 ein
Blockschaltbild eines Shunt-Reglers 400 als drittes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Shunt-Reglers.
-
In 1 ist
das Blockschaltbild eines herkömmlichen
mittels CMOS-Technologie realisierbaren Shunt-Reglers 100 darge stellt,
an den eine Last L angeschlossen ist. Der Shunt-Regler 100 wird mit einer externen
Eingangsspannung VIN beaufschlagt und wandelt
die Eingangsspannung VIN in eine geregelte
Ausgangsspannung VDDSHUNT um. Dazu liegt
an einem Eingang IN des Shunt-Reglers 100 das positive
Potential der Eingangsspannung VIN an und
an einem Ausgang OUT kann das positive Potential der Ausgangsspannung VDDSHUNT abgegriffen werden. Sowohl die Eingangsspannung
VIN als auch die Ausgangsspannung VDDSHUNT beziehen sich auf eine gemeinsame Masse
VSS. In dem vorliegenden Beispiel ist der Ausgang OUT des Shunt-Reglers 100 mit
der Last L verbunden.
-
Zwischen
den Eingang IN und den Ausgang OUT ist ein Widerstand RDUMP geschaltet. Über dem
Widerstand RDUMP fällt die Differenzspannung zwischen
der Eingangsspannung VIN und der Ausgangsspannung VDDSHUNT ab.
-
Zur
Regelung der Ausgangsspannung VDDSHUNT weist
der Shunt-Regler 100 einen
Operationsverstärker
OPA, einen n-Kanal-Feldeffekttransistor
MSINK, Widerstände Rx und
Ry sowie eine Bandabstandsreferenz-Schaltung
BG auf. Der Operationsverstärker
OPA ist als nicht-invertierender Verstärker beschaltet. Dazu sind
die Widerstände
Rx und Ry in Reihe
angeordnet und diese Reihenschaltung ist wie in 1 dargestellt zwischen
den Ausgang OUT und die Masse VSS geschaltet. Der zwischen den Widerständen Rx und Ry befindliche
Knoten ist mit dem nicht-invertierenden Eingang des Operationsverstärkers OPA
verbunden. Der invertierende Eingang des Operationsverstärkers OPA
wird von der Bandabstandsreferenz-Schaltung BG mit einer Referenzspannung
VBG beaufschlagt, die stabil gegenüber Temperatur-,
Prozess- sowie Versorgungsspannungsschwankungen ist. Der Ausgang
des Operationsverstärkers
OPA ist mit dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors MSINK verbunden. Die Drain-Source-Strecke
des Feldeffekttransistors MSINK ist zwischen
den Ausgang OUT und die Masse VSS geschaltet. Ferner sind die Versorgungsanschlüsse des
Operationsverstärkers
OPA und der Bandabstandsreferenz-Schaltung BG zur Spannungsversorgung
mit der Ausgangsspannung VDDSHUNT beaufschlagt.
-
Der
Operationsverstärker
OPA, der üblicherweise
als einstufiger Transkonduktanzverstärker realisiert ist, steuert
aufgrund seiner äußeren Beschaltung
den als Ausgangsstufe betriebenen Feldeffekttransistor M
SINK so an, dass sich eine Ausgangsspannung
VDD
SHUNT gemäß folgender Gleichung einstellt:
-
Ferner
wird über
die Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors MSINK ein überschüssiger Strom gegen
Masse VSS abgeführt.
-
Wie
oben bereits beschrieben wurde, fällt über dem Widerstand R
DUMP die Differenzspannung zwischen der Eingangsspannung
V
IN und der Ausgangsspannung VDD
SHUNT ab. Dies ist besonders dann von entscheidender
Bedeutung, wenn der Wert der Eingangsspannung V
IN größer ist
als die zulässige
Maximalspannung der Bauelemente der Last L oder des Shunt-Reglers
100.
Durch den Widerstand R
DUMP fließt ein Strom I
L, der nach den Kirchhoffschen Regeln die
Summe der in die Regelschleife, die Bandabstandsreferenz-Schaltung
BG und die Last L fließenden
Ströme
darstellt. Der Strom I
L lässt sich
gemäß folgender
Gleichung bestimmen:
-
Der
Strom IL muss ausreichend groß sein,
um die von der Regelschleife, der Bandabstandsreferenz-Schaltung
BG sowie der Last L benötigten
Ströme
bereitzustellen und den Feldeffekttransistor MSINK vorzuspannen.
-
In 2 ist
als erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung das Blockschaltbild eines mittels CMOS-Technologie
realisierbaren Shunt-Reglers 200 dargestellt, an den eine
Last L angeschlossen ist. Die um den Operationsverstärker OPA
aufgebaute Regelschleife zum Regeln der Ausgangsspannung VDDSHUNT auf einen vorgegebenen Wert entspricht
der in 1 gezeigten Regelschleife des Shunt-Reglers 100.
Daher sind einander entsprechende Bauelemente in den 1 und 2 mit
denselben Bezugszeichen gekennzeichnet. Das Gleiche gilt auch für die weiter
unten beschriebenen Ausführungsbeispiele
der Erfindung gemäß den 3 und 4.
-
Im
Unterschied zu dem herkömmlichen
Shunt-Regler 100 gemäß 1 ist
bei dem in 2 dargestellten Shunt-Regler 200 anstelle
des ohmschen Widerstands RDUMP eine aus
einem ohmschen Widerstand RL und p-Kanal-Feldeffekttransistoren
Ta, Tb, ..., TN aufgebaute Reihenschaltung vorgesehen.
Der Widerstand RL ist dabei hinter den Eingang
IN geschaltet und hinter dem Widerstand RL sind
die Feldeffekttransistoren TN bis Ta mit ihren Drain-Source-Strecken seriell
angeordnet.
-
Die
Gate-Anschlüsse
der Feldeffekttransistoren Ta bis TN werden von einer Steuereinheit 201 angesteuert.
Die Steuerspannungen, die an den Gate-Anschlüssen der Feldeffekttransistoren
Ta bis TN anliegen, sind
mit den Bezugszeichen Va bis VN versehen.
Eingangsseitig wird die Steuereinheit 201 mit der Eingangsspannung
VIN und einem Steuersignal MODE gespeist.
-
Mittels
des Steuersignals MODE wird der Steuereinheit 201 der Betriebsmodus
der Last L mitgeteilt. Insbesondere wird der Steuereinheit 201 dabei
der von der Last L benötigte
minimale Laststrom mitgeteilt als auch der Laststrom, mit welchem
die Last maximal gespeist werden darf. Anhand dieser Informationen und/oder
der an dem Shunt-Regler 200 anliegenden Eingangsspannung
VIN entscheidet die Steuereinheit 201 über die
Ansteuerung der Feldeffekttransistoren Ta bis
TN. Ziel dabei ist es, den Anforderungen
bezüglich
des minimalen und maxima len Laststroms zu genügen sowie ein sicheres Hochfahren
der Last L und einen ausreichenden Überspannungsschutz zu gewährleisten.
-
In
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
werden die Feldeffekttransistoren Ta bis
TN zur Erfüllung der vorstehend genannten
Aufgaben entweder im ohmschen Bereich oder in dem Abschnürbereich
betrieben. Bei einer kleinen Eingangsspannung VIN wählt die
Steuereinheit 201 die Steuerspannungen Va bis
VN derart, dass sich die Feldeffekttransistoren
Ta bis TN im ohmschen
Bereich befinden. In diesem Betriebszustand fällt über den Drain-Source-Strecken
der Feldeffekttransistoren Ta bis TN eine relativ geringe Spannung ab. Bei einer
ansteigenden Eingangsspannung VIN werden
die Feldeffekttransistoren Ta bis TN nach und nach in den Abschnürbereich
geschaltet. Dieser Betriebszustand bewirkt einen relativ großen Spannungsabfall
zwischen den Drain- und Source-Anschlüssen der einzelnen Feldeffekttransistoren
Ta bis TN. Dadurch
wird gewährleistet,
dass an jedem einzelnen Feldeffekttransistor Ta bis
TN eine Spannung anliegt, die geringer als
die Durchbruchsspannung ist. Ferner bewirkt dieser Betriebszustand
der Feldeffekttransistoren Ta bis TN, dass der Strom IL begrenzt wird.
-
Neben
dem Widerstand RL können weitere Widerstände vorgesehen
sein, die mit dem Widerstand RL und den
Feldeffekttransistoren Ta bis TN in
Reihe geschaltet sind und insbesondere einen einstellbaren Widerstandswert
aufweisen oder überbrückbar sind.
-
In 3 ist
als zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung das Blockschaltbild eines Shunt-Reglers 300 dargestellt,
bei dem das in 2 gezeigte Prinzip weiter ausgestaltet
ist. Dazu ist die Steuereinheit 201 in 3 detaillierter
ausgeführt.
-
Bei
dem Shunt-Regler 300 ist jedem der Feldeffekttransistoren
Ta bis TN eine Steuereinheit 301a , 301b , ...
bzw. 301N zugeord net, welche die
Steuerung des jeweiligen Feldeffekttransistors Ta bis
TN übernimmt.
Die Steuereinheiten 301a bis 301N werden eingangsseitig neben dem Steuersignal
MODE mit einer Steuerspannung VCa, VCb, ... bzw. VCN gespeist.
Die Steuerspannungen VCa bis VCN werden
mittels einer Reihenschaltung von Widerständen Ra,
Rb, ..., RN+1 erzeugt.
Die Widerstände
Ra bis RN+1 sind
wie in 3 dargestellt in Reihe angeordnet und die sich
daraus ergebende Reihenschaltung ist zwischen den Eingang IN des Shunt-Reglers 300 und
die Masse VSS geschaltet. Die zwischen jeweils zwei benachbarten
Widerständen
Ra bis RN+1 liegenden
Knoten bilden die Abgriffe für
die Steuerspannungen VCa bis VCN.
-
Jede
der Steuereinheiten 301a bis 301N vergleicht die an ihrem Eingang anliegende
Steuerspannung VCa bis VCN mit
einer vorgegebenen Schwellwertspannung Vthresh.
Falls die jeweilige Steuerspannung VCa bis VCN kleiner als die Schwellwertspannung Vthresh ist und das Steuersignal MODE einen
vorgegebenen Wert aufweist, steuert die betreffende Steuereinheit 301a bis 301N den
ihr zugeordneten Feldeffekttransistor Ta bis
TN derart an, dass er im ohmschen Bereich
betrieben wird. Sofern die Steuerspannung VCa bis
VCN die Schwellwertspannung Vthresh überschreitet
und das Steuersignal MODE einen vorgegebenen Wert aufweist, schaltet die
betreffende Steuereinheit 301a bis 301N den
von ihr angesteuerten Feldeffekttransistor Ta bis
TN in den Abschnürbereich.
-
Der
Strom IL, der durch die aus dem Widerstand
RL und den Feldeffekttransistoren Ta bis TN gebildete Reihenschaltung
fließt,
wird von der Spannungsdifferenz VIN – VDDSHUNT, von dem Widerstandswert des Widerstands
RL und den Betriebszuständen der Feldeffekttransistoren
Ta bis TN bestimmt.
Bei der maximal zulässigen
Eingangsspannung VIN werden alle Feldeffekttransistoren
Ta bis TN im Abschnürbereich
betrieben und der Strom IL wird durch die über dem
Widerstand RL abfallende Spannung bestimmt.
-
Die
maximale Eingangsspannung VIN, die an den
Shunt-Regler 300 angelegt werden darf, ist die N-fache
Durchbruchsspannung Vbreakdown der für die Herstellung
der Last L und des Shunt-Reglers 300 verwendeten Technologie.
Beispielsweise beträgt
die Durchbruchspannung Vbreakdown für eine standardmäßige 0,25 μm-CMOS-Technologie
5 V.
-
Bei
der Wahl der Steuerspannungen Va bis VN zur Steuerung der Feldeffekttransistoren
Ta bis TN muss beachtet
werden, dass die Spannungsdifferenz zwischen den Gate-Spannungen
zweier benachbarter Feldeffekttransistoren Ta bis
TN typischerweise nicht größer als
die Durchbruchsspannung Vbreakdown sein
sollte. Beispielsweise beträgt
die Steuerspannung Va entweder 0 V oder
VDDSHUNT und die Steuerspannung Vb beträgt entweder
0 V oder VDDSHUNT + 0,8·Vbreakdown
-
In
den 2 und 3 sind mittels gestrichelter
Linien zwischen jeweils zwei benachbarte Feldeffekttransistoren
Ta bis TN Widerstände Ra/b, ..., RN-1/N eingezeichnet.
Die Widerstände
Ra/b bis RN-1/N können optional vorgesehen
sein und sollen zusätzlich
dazu beitragen, Überspannungen
zwischen den Drain- und
Source-Anschlüssen
zu verhindern.
-
In 4 ist
als drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung das Blockschaltbild eines Shunt-Reglers 400 dargestellt.
An Ausgängen
OUT1 und OUT2 des
Shunt-Reglers 400 sind Lasten L1 und
L2 angeschlossen. Zwischen den Eingang IN
und die Ausgänge
OUT1 und OUT2 sind
Widerstände
RL1 und RL2 sowie
p-Kanal-Feldeffekttransistoren
T1, T2 und T3 in Reihe geschaltet. Mittels der genannten
Bauelemente wird der Strom IL, der die Regelschleife,
die Bandabstandsreferenz-Schaltung BG und die Lasten L1 sowie
L2 speist, begrenzt und die Spannungsdifferenz
VIN – VDDSHUNT erzeugt. Ein aus Widerständen R1, R2 und R3 aufgebauter Spannungsteiler, der zwischen
den Eingang IN und die Masse VSS geschaltet ist, dient zusammen
mit dem Steuersignal MODE dazu, die Gate-Spannungen V1,
V2 und V3 der Feldeffekttransistoren
T1, T2 und T3 einzustellen.
-
Zwischen
dem aus den Widerständen
R1, R2 und R3 aufgebauten Spannungsteiler und der Reihenschaltung
aus den Bauelementen RL1, RL2,
T1, T2 und T3 ist eine Schaltung angeordnet, die aus
der Eingangsspannung VIN, den Steuerspannungen
VC1 und VC2 sowie
dem Steuersignal MODE die Gate-Spannungen V1, V2 und V3 bestimmt.
Diese Schaltung umfasst ein OR-Gatter G1,
ein NOR-Gatter G2, einen p-Kanal-Feldeffekttransistor T4, einen n-Kanal-Feldeffekttransistor T5 sowie Widerstände R4 und
R5.
-
Die
Eingänge
des OR-Gatters G1 sind an den Knoten zwischen
den Widerständen
R1 und R2 bzw. an den
Ausgang des NOR-Gatters
G2 angeschlossen. Zu beachten ist, dass
das Ausgangssignal des NOR-Gatters G2 am
Eingang des OR-Gatters G1 invertiert wird.
Der Ausgang des OR-Gatters G1 ist mit dem
Gate-Anschluss des
Feldeffekttransistors T1 verbunden. Der
eine Eingang des NOR-Gatter G2 ist mit dem
Knoten zwischen den Widerständen
R2 und R3 verbunden,
während
der andere Eingang des NOR-Gatters G2 von
dem Steuersignal MODE angesteuert wird.
-
Der
Transistor T4 ist durch die Verbindung seines
Gate-Anschlusses
mit seinem Source-Anschluss als Diode beschaltet. Der Drain-Anschluss
des Transistors T4 ist mit dem Eingang IN
verbunden und an seinen Source-Anschluss ist sowohl der eine Anschluss
des Widerstands R4 als auch der Gate-Anschluss
des Transistors T3 gekoppelt. Der andere
Anschluss des Widerstands R4 ist mit dem
Drain-Anschluss des Transistors T5, dem
einen Anschluss des Widerstands R5 und dem
Gate-Anschluss des Transistors T2 verbunden.
Der Source-Anschluss des Transistors T5 und
der andere Anschluss des Widerstands R5 sind
mit der Masse VSS beaufschlagt.
-
Die
Funktionsweise des Shunt-Reglers 400 ist die Folgende.
Der Shunt-Regler 400 ist für eine maximale Eingangsspannung
VIN von 15 V ausgelegt. Die Regelschleife
des Shunt-Reglers 400 ist so eingestellt, dass die Ausgangsspannung
VDDSHUNT 2,2 V beträgt. Bei einer Eingangsspannung
VIN unterhalb von 4 V liegt an allen Gate-Anschlüssen der
Feldeffekttransistoren T1, T2 und
T3 das Massepotential VSS an und die Feldeffekttransistoren
T1, T2 und T3 befinden sich dementsprechend im ohmschen
Bereich. In diesem Zustand wird der Strom IL,
der die Regelschleife, die Bandabstandsreferenz-Schaltung sowie
die Lasten L1 und L2 speist, durch
die Widerstände
RL1 und RL2 bestimmt
und lässt
sich mittels des Terms (VIN – VDDSHUNT)/(RL1 + RL2) berechnen.
-
Bei
einer Eingangsspannung VIN von 4 V ändert das
OR-Gatter G1 seine Ausgangsspannung V1 von 0 V auf 2,2 V. Dadurch geht der Feldeffekttransistor
T1 in den Abschnürbereich über, während die Feldeffekttransistoren
T2 und T3 im ohmschen
Bereich verbleiben. In diesem Zustand fällt eine erhöhte Spannung über der
Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors T1 ab.
Ferner wird der Strom IL nicht mehr allein
von den Widerständen
RL1 und RL2 bestimmt,
sondern auch von der Gate-Spannung V1.
-
Bei
einer Eingangsspannung VIN von 7 V ändert sich
die Ausgangsspannung des NOR-Gatters G2 von 0
V auf 2,2 V. Dies bedingt, dass auch die Feldeffekttransistoren
T2 und T3 in den
Abschnürbereich
wechseln. Bei einer Eingangsspannung VIN von
7 V betragen die Gate-Spannungen V1, V2 und V3 2,2 V, 4
V bzw. 5 V. Der Spannungsabfall zwischen der Eingangsspannung VIn und der Ausgangsspannung VDDSHUNT wird
nunmehr über
die widerstände
RL1 und RL2 sowie
alle Feldeffekttransistoren T1, T2 und T3 verteilt.
Der Strom IL wird durch die Widerstände RL1 und RL2 sowie
die Gate-Spannungen V1, V2 und
V3 bestimmt.
-
Bei
einer Eingangsspannung VIn zwischen 7 V
und 15 V besteht der einzige Unterschied zum dem vorstehenden Fall
darin, dass die Gate-Spannungen V2 und V3, die von dem Spannungsteiler aus den Widerständen R4 und R5 erzeugt
werden, näherungsweise
linear mit der Eingangsspannung VIN ansteigen.
-
Das
Verhalten der Feldeffekttransistoren T1,
T2 und T3 wird des
Weiteren durch das Steuersignal MODE bestimmt. Das Steuersignal
MODE kann zwei Zustände
annehmen und wird von einer externen Steuereinheit erzeugt. In dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird mittels des Steuersignals MODE unterschieden, ob die Last L1 mit dem Shunt-Regler 400 verbunden
ist oder nicht. Die Last L1 benötigt in
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
einen relativ hohen Strom von 250 μA, während die Last L2 einen
Strom von 50 μA und
die Regelschleife zusammen mit der Bandabstandsreferenz-Schaltung
BG einen Strom von etwa 39,5 μA benötigen. Dementsprechend
beträgt
der minimal benötigte
Strom IL im Fall einer nicht zugeschalteten
Last L1 150 μA und der maximal zulässige Strom
IL 400 μA.
In diesem Fall liegt die Eingangsspannung VIN je
nach Betriebsmodus in einem Bereich von 3,0 V bis 3,9 V oder in
einem Bereich von 4,3 V bis 5,3 V. Für den Fall, dass die Last L1 von dem Shunt-Regler 400 versorgt werden
soll, beträgt
der Strom IL, der minimal zur Verfügung gestellt
werden muss, 350 μA,
während
der maximale Strom IL 1 mA nicht überschreiten
darf. In diesem Fall liegt die Eingangsspannung VIN je
nach Betriebsmodus in einem Bereich von 4,3 V bis 5,3 V oder in
einem Bereich von 5,6 V bis 15,0 V.