DE102006005774A1 - Sandale oder Hausschuh mit auswechselbarem Oberteil - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf Sandalen oder Hausschuhe mit einem waschbaren Oberteil, das mit wenigen Handgriffen auswechselbar ist. Dazu ist das Oberteil mit der Sohle durch einen in seiner vorderen Umfassung durch Zug formschlüssigen eingepassten, federnden Draht verbunden, der in eine Nut oder hinter einen Überstand am oberen Rand des Sohlenteils eingreift, und durch einen Gummizug, der über das Fersenteil gespannt wird, unter Zugspannung gesetzt ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf Sandalen oder Hausschuhe mit einem waschbarem Oberteil, das mit wenigen Handgriffen auswechselbar ist.
- Schuhwerk, und insbesondere Sandalen, mit abtrennbaren Oberteilen sind seit längerer Zeit bekannt. So waren schon in der Antike Sandalen bekannt, die mit Riemchen oder Gamaschen am Fuß befestigt werden konnten.
- Ein Problem war jedoch stets das umständliche An- und Ausziehen, bzw. die aufwändige Handhabung der Befestigungsteile.
- Hierzu wurde 1939 mit
US 2.205.091 ein Vorschlag von Geffner bekannt, Sohle und Oberteil von Schuhwerk mit einem Reißverschluss zu verbinden. Das Problem der Verschmutzung und daher Störanfäligkeit dieser Verschlussart verhinderte jedoch die Verbreitung. - Eine Lösung mit Riemchen, die durch Druckknöpfe oder Haken am Sohlenteil befestigt werden sollten, schlägt Jneid 1998 in
US 5.992.058 vor. Auch diese Lösung erscheint in der Handhabung zu aufwändig und konnte sich daher niccht durchsetzen. - Eine schnell lösbare und wieder anpassbare Ausführung schlugen Kanesaka und Takeuchi mit JP 2000-260458 vor. Hier werden Ober- und Unterteil durch eine flächigen Klettverschluß miteinander verbunden. Der Nachteil ist, dass die flächige Verbindung von Ober- und Unterteil mit Klettverschlüssen keine Ausbildung eines Fußbettes zulässt. Zudem verfilzt beim Waschen des Oberteils der Klettverschluss mit anderen Wäscheteilen, weil die Gegenseite an der Sohle sitzt, die nicht mit gewaschen wird. Weiter erfordert das passgenaue Aufbringen des Ober- auf das Unterteil nach der Wäsche Übung und Sorgfalt, damit die Ränder fluchten, und die Verbindung neigt bereits nach wenigen Wäschen dazu, an den Rändern aufzustehen bzw. nicht mehr zuverlässig zu haften.
- Ein früherer Vorschlag des Antragstellers (PCT/DE2004/000551) bezog sich daher auf eine Befestigung mittels eines das Obertreil umfassenden Gummi- oder Gewebebandes, das in eine umlaufende Nut oder hinter eine überstehenden Rand der Sohle (dem sog. Rahmen) eingreift. Auch diese Lösung erwies sich als nicht praxistauglich, denn ist die Sohle flexibel, kann das Gummiband abspringen. Auch ist es nur mit großer Übung möglich, das Oberteil so aufzubringen, dass es nicht verschoben sitzt.
- Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Verbindung zu schaffen, die ein müheloses und möglichst einhändiges Auswechseln der Schuh-Oberteile ermöglicht und auch bei Ausführungen mit ausgeprägtem Fußbett anwendbar ist.
- Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass in einen Saum oder Umfassungsband am unteren Rand des Schaftes (= Oberteils) ein federndes Formstück oder Draht, vorzugsweise aus hitzebeständigem Kunststoff, eingearbeitet ist, das in eine umlaufende Nut oder hinter den Rahmen der Sohle eingelegt wird und formschlüssig eingreift, wenn seine Rückstellkraft durch ein Zugband aufgehoben wird.
- Ein ösenförmiger Aufhänger in der Mitte des Zugbandes ermöglicht dabei ein schnelles Auf- oder Abziehen des Oberteils.
- Je nach Federwirkung des Drahtes oder Kunststoffstrangs kann das Zugband fest oder seinerseits als Gummiband ausgelegt sein.
- In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden Passung und Zusammenhalt von Schuhsohle und Oberteil dadurch verbessert, dass das Sohlenteil eine – bevorzugt gerundete – Einsenkung zwischen Vorderteil und Absatz aufweist, in der ein Halteband, das beidseitig am Oberteils ansetzt, Sohle und Oberteil zusätzlich verbindet.
- Dieses Band muss zum Auswechseln bzw. Waschen des Oberteils lösbar sein. Es besteht daher vorzugsweise aus den beiden Teilen eines Klettverschlusses. Es ist jedoch auch möglich, hier zwei miteinander verknüpfbare Schuhbändsel, oder mit Schnapp-, Haken- oder Druckknopfverbindung etc. zugfest miteinander zu verbindende Riemen oder Bänder zu benutzen, die für waschbare Oberteile jeweils Maschinen-waschfest und -trockenbar ausgeführt sein sollten.
- Der Einsatz waschbarer Obertteile, die weich und hautsympathisch, dabei aber schnell trocknend (und daher ungefüttert) ausgeführt sein sollen, führt bei Ausführungen mit Naturfasern dazu, dass diese Oberteile beim Waschen und Trocken schrumpfen ("eingehen") und sich beim Gebrauch wieder weiten.
- Während dies hinsichtlich des Sitzes auf der Sohle deshalb unwesentlich ist, weil hier der Umfang durch das Halteband bestimmt wird, wirkt sich dies bei Sandalen für die den Fuß über den Spann haltende Kappe so aus, dass diese nach der Wäsche eng erscheinen, sich bei Gebrauch aber zusehends weiten und dann kein fester Sitz des Fußes im Schuhwerk mehr gewährleistet ist. Bei einfachen Ausführungen kann dem dadurch begegnet werden, dass diese Kappe mit Gummibändernversehen ist. Dies ist jedoch sowohl vom Tragegefühl her unangenehm, wie auch unsicher hinsichtlich des Halts im Schuhwerk.
- Hinzu tritt die Problematik, dass bei einem adäquat geformten Fußbett die Passtoleranzen für verschiedene Fußgrößen hoch ist, die bei kleineren Füßen tiefer, bei größeren geringer ins Fußbett einsinken. Dies wirkt sich jedoch in zunehmend unterschiedlicher Höhenposition des Fußspanns aus, der sich zudem auch bei gleicher Schuhgröße individuell unterscheidet.
- In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist daher die Kappe bzw. das Oberband des Hausschuhs oder der Sandale geteilt und auf unterschiedlichen Höhen des Spanns von Füßen anpassbar ausgeführt.
- Dies erfolgt vorzugweise durch Aufteilung in zwei Band- oder Klappenteile, die wiederum mit geeigneten Verschlüssen zusammen gefügt und dabei auf die gegebene Höhe des Fussspanns angepasst werden können. Zwar sind derartige Oberbänder bei Kunststoff-Sandalen weit verbreitet, bei waschbaren Oberteilen aber nicht bekannt, wo sie eine andere Aufgabe erfüllen, als nur die Anpassung an verschiedene Fußgrößen.
- Als Verschlussart sind hier wiederum Klettverschlüsse bevorzugt, die auch bei Kunstoff-Badesandalen verbreitet sind, es sind aber auch alle anderen bei Schuhwerk bzw. Sandalen und Kleidung üblichen Verschlussarten denkbar.
- Die Erfindung wird in nachfolgenden Zeichnung
1 und2 näher erläutert: -
1 stellt eine erfindungsgemäße Badehaus-Sandale in der Schrägsicht dar. Dabei bezeichnet1 den waschbaren Stoff-Oberteil mit der oberen Verschlussklappe2 , dem unteren Verschluss-Klappenteil3 und dem Aufhänger18 . Nicht erkennbar ist unter frisch gewaschenem, und daher gespanntem Stoff-Oberteil das Fußbett4 des Sohlenteils5 . -
2 Stellt das Sohlenteil5 ohne Oberteil in der Schrägsicht dar. Zu erkennen ist hier das Fußbett4 und der Überstand der Sohlen-Oberkante (= Rahmen)6 , hinter den die Umfassung des Oberteils eingreift. -
3 stellt das Sohlenteil in der Schrägsicht von unten dar. Hier ist die Absenkung7 zwischen Sohlen-Vorderteil8 und Absatz9 mit seiner Rundung10 zur angepassten Führung des Verschlussbandes (15 und16 in4 ) des Oberteils, sowie wiederum der umlaufende Überstand6 der Oberkante erkennbar. -
4 stellt das abgezogene Oberteil in der Sicht von unten dar. Erkennbar sind hier das in seine Form durch den unter Zug der Umfassung11 zu einem Bogen geformte flexible Kunststoff- bzw. Drahtstück17 und die vernähten Ansätze12 und13 des das Hinterteil der Sohle unter Zug umschließende Gummibandes14 . Die Ziffern.2 und3 bezeichnen wiederum die Klappen, die bei Verbindung durch die Klett-Verschlüsse15 und16 das Oberband bilden, während der Aufhänger18 zur leichteren Handhabung des Gummibandes14 dient.
Claims (11)
- Sandale oder Hausschuh mit auswechselbarem Oberteil, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil mit der Sohle durch einen durch Zug formschlüssigen eingepassten, federnden Draht verbunden ist, der in eine Nut oder hinter den Rahmen am oberen Rand der Sohle eingreift.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch ein Zugband im Fersenteil des abnehmbaren Oberteils bewirkt wird.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das federnde Drahtstück aus Metall oder Kunststoff besteht.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Drahtstück in einen Saum oder Umfassungsband des Oberteils so unter Zugspannung der Umfassung und damit Zusammendrücken des Drahtes eingepasst ist, dass sich eine Bogenform ergibt, deren Länge und ungefähre Biegung dem Innenrand der Nut bzw. des Überstandes im entsprechenden Sohlenteil entspricht.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der genannte Bogen unter Zug des dahinter ansetzenden Gummibandes dem Sohlen-Vorderteil, auf den das Oberteil aufgezogen wird, formschlüssig anpasst.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine sichere Verbindung zwischen Oberteil und Sohle weiter dadurch bewirkt wird, dass ein am Oberteil beidseitig befestigtes Band den Sohlenteil umschließend fixiert.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Befestigungsband aus zwei voneinander lösbaren Teilen besteht, die auf jeweils einer Seite des Oberteils befestigt sind.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass dies Verbindung der beiden Teile des Befestigungsbandes durch Klett- oder andere bei Schuhwerk oder Kleidung übliche Verschlüsse bewirkt wird.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorzugsweise einteilig ausgeführte Sohle zwischen Vorderteil und Absatz eine Absenkung aufweist, in dem das unter Anspruch 6 genannte Befestigungsband sicher und mit Abstand zum belaufenen Boden eingreifen kann.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass diese Absenkung an ihren Flanken gerundet ist, so dass sich das Befestigungsband leichter spannen und fixieren lässt.
- Sandale oder Hausschuh nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Fersenteil angenähter Aufhänger die Handhabung des Gummizuges erleichtert.
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Publications (1)
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| DE200610005774 Ceased DE102006005774A1 (de) | 2006-02-07 | 2006-02-07 | Sandale oder Hausschuh mit auswechselbarem Oberteil |
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| DE (1) | DE102006005774A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010009129A1 (de) * | 2010-02-23 | 2011-08-25 | Bräuning, Eberhard, 89079 | Hausschuh ohne Fersenteil |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2236367A (en) * | 1939-04-04 | 1941-03-25 | Gruber John | Shoe |
| DE10315435A1 (de) * | 2003-04-04 | 2004-10-21 | Genima Innovations Marketing Gmbh | Hotel- und Badehaus-Sandale |
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2006
- 2006-02-07 DE DE200610005774 patent/DE102006005774A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
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| US2236367A (en) * | 1939-04-04 | 1941-03-25 | Gruber John | Shoe |
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| DE102010009129A1 (de) * | 2010-02-23 | 2011-08-25 | Bräuning, Eberhard, 89079 | Hausschuh ohne Fersenteil |
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