DE102006005410A1 - Materialbearbeitungswerkzeug mit einem motorischen Antrieb, wie bspw. eine Bohrmaschine, eine Kreissäge, eine Stichsäge, eine Oberfräse o. dgl. sowie Hilfseinrichtung für ein solches Materialbearbeitungswerkzeug - Google Patents
Materialbearbeitungswerkzeug mit einem motorischen Antrieb, wie bspw. eine Bohrmaschine, eine Kreissäge, eine Stichsäge, eine Oberfräse o. dgl. sowie Hilfseinrichtung für ein solches Materialbearbeitungswerkzeug Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Materialbearbeitungswerkzeug mit einem motorischen Antrieb, wie beispielsweise eine Bohrmaschine, eine Kreissäge, eine Stichsäge, eine Oberfräse oder dergleichen, mit welchem das zu bearbeitende Material in der Teife und/oder in einem Winkel und/oder über eine bestimmte Länge bearbeitet wird. Dabei weist das Materialbearbeitungswerkzeug eine Hilfseinrichtung auf, mit welcher die Bearbeitungstiefe und/oder der Bearbeitungswinkel und/oder die Bearbeitungslänge messbar ist, wobei der motrische Antrieb bei Erreichen der voreingestellten Bearbeitungstiefe und/oder der voreingestellten Bearbeitungslänge des Materialbearbeitungswerkzeugs und/oder bei einem Abweichen des Materialbearbeitungswerkzeugs von dem voreingestellten Bearbeitungswinkel automatisch abschaltet (Figur 1).
Description
- Die Erfindung betrifft ein Materialbearbeitungswerkzeug mit einem motorischen Antrieb, wie beispielsweise eine Bohrmaschine, eine Kreissäge, eine Stichsäge, eine Oberfräse oder dergleichen, mit welchem das zu bearbeitende Material in der Tiefe und/oder in einem Winkel und/oder über eine bestimmte Länge bearbeitet wird. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Hilfseinrichtung für ein solches Materialbearbeitungswerkzeug.
- Stand der Technik
- Solche Materialbearbeitungswerkzeuge sind in vielfältiger Weise bekannt. Beispielsweise seien hier nur Bohrmaschinen, Kreis- und Stichsäge sowie Oberfräsen genannt. Mit diesen Materialbearbeitungswerkzeugen werden die unterschiedlichsten Materialien in der Tiefe, über eine bestimmte Länge oder in einem bestimmten Winkel bearbeitet.
- Bei diesen bekannten Materialbearbeitungswerkzeugen muss das Bedienpersonal nach Erreichen der gewünschten Bearbeitungstiefe beziehungsweise der gewünschten Bearbeitungslänge den Antrieb des Materialbearbeitungswerkzeugs manuell abschalten. Die gewünschte Bearbeitungstiefe beziehungsweise die gewünschte Bearbeitungslänge wird in der Regel durch eine Markierung kenntlich gemacht. Wird diese Markierung erreicht, schaltet das Bedienpersonal den Antrieb aus. Bei Materialbearbeitungswerkzeugen, welche das zu bearbeitende Material in einem vorbestimmtem Winkel bearbeitet wird, wird von dem Bedienpersonal besondere Aufmerksamkeit erwartet, da ansonsten schon durch minimale Abweichungen vom vorbestimmten Bearbeitungswinkel das Werkstück unbrauchbar werden kann. Insbesondere für ungeübtes Bedienpersonal ist die Handhabung solcher Materialbearbeitungswerkzeuge daher kompliziert und führt oftmals nicht zu den gewünschten Ergebnissen.
- Problem
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Materialbearbeitungswerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beziehungsweise eine Hilfseinrichtung für ein solches Materialbearbeitungswerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7 weiterzubilden, so dass die Handhabung derart vereinfacht wird, dass auch durch ungeübtes Bedienpersonal die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.
- Erfindung und vorteilhafte Wirkungen
- Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Materialbearbeitungswerkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 beziehungsweise durch eine Hilfseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 7. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Ansprüchen 2 bis 6 und 8 bis 18.
- Dadurch dass das Materialbearbeitungswerkzeug eine Hilfseinrichtung aufweist, mit welcher die Bearbeitungstiefe und/oder der Bearbeitungswinkel und/oder die Bearbeitungslänge voreinstellbar ist, wobei der motorische Antrieb bei Erreichen der voreingestellten Bearbeitungstiefe und/oder der voreingestellten Bearbeitungslänge des Materialbearbeitungswerkzeugs und/oder bei einem Abweichen des Materialbearbeitungswerkzeugs von dem voreingestellten Bearbeitungswinkel automatisch abschaltet, ist sicher gewährleistet, dass auch im Umgang mit solchen Materialbearbeitungswerkzeugen ungeübtes Bedienpersonal die gewünschten Ergebnisse erzielt. Sobald nämlich die vorbestimmte Bearbeitungstiefe beziehungsweise die vorbestimmte Bearbeitungslänge erreicht ist oder sobald das Materialbearbeitungswerkzeug nicht mehr den vorbestimmten Bearbeitungswinkel einhält, wird der motorische Antrieb automatisch abgeschaltet. Eine Fehlbearbeitung des Werkstückes ist somit auch durch ungeübtes Bedienpersonal ausgeschlossen.
- Nach einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Hilfseinrichtung eine Sensoreinheit auf, welche mittels einer Bedieneinheit steuerbar ist und deren Einstellungen auf einer Anzeigeeinheit darstellbar sind. Durch die Sensoreinheit sind die gewünschten Bearbeitungsdaten wie zum Beispiel die Bearbeitungstiefe, die Bearbeitungslänge oder der Bearbeitungswinkel in einfacher Weise kontrollierbar. Mittels der Bedieneinheit und der Anzeigeeinheit sind diese Daten der Hilfseinrichtung und damit der Sensoreinheit auch für ungeübtes Bedienpersonal einfach kontrollierbar.
- Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Sensoreinheit wenigstens eine elektromagnetischen Strahlungsquelle und wenigstens einen Sensor zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung sowie eine Prozessoreinheit zur interferometrischen Kontrolle der Bearbeitungstiefe, der Bearbeitungslänge und des Bearbeitungswinkels aufweist. Mittels solcher elektromagnetischen Strahlungsquellen und Sensoren zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung lassen sich Abstände in einfacher Weise interferometrisch bestimmen. Die von der elektromagnetischen Strahlungsquelle ausgesandte Strahlung wird von dem zu bearbeitenden Werkstück und/oder von einem Anlage für das Werkstück zumindest zum Teil in Richtung des wenigstens einen Sensors reflektiert, der aus reflektierten elektromagnetischen Strahlung interferometrisch die Abstände bestimmt. Aus diesen interferometrisch bestimmten Abständen lässt sich in einfacher Weise auf die Bearbeitungstiefe beziehungsweise Bearbeitungslänge und mit Hilfe von trigonometrischen Funktionen auch auf den Bearbeitungswinkel schließen. Mittels der Prozessoreinheit erfolgt die Berechnung dieser Daten vollautomatisiert in Echtzeit, so dass auf der Anzeigeeinheit jeweils die aktuellen Werte für diese einzelnen Daten angezeigt werden.
- Als besonders vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, dass die Sensoreinheit als elektromagnetische Strahlungsquellen drei Laser, insbesondere drei Laserdioden aufweist. Mittels drei Strahlungsquellen lassen sich über die trigonometrischen Funktionen in einfacher Weise insbesondere auch die Bearbeitungswinkel bestimmen. Natürlich ist es auch denkbar anstatt Laser Infrarotstrahler oder andere elektromagnetische Strahler als elektromagnetische Strahlungsquellen zu verwenden.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Sensoreinheit zur Detektion von metallischen Gegenständen und/oder Fremdmaterialien im Bearbeitungsbereich des Materialbearbeitungswerkzeugs ausgebildet. Dadurch können in einfacher Weise beispielsweise beim Bohren von Wänden Versorgungsleitungen detektiert werden, so dass deren Beschädigung durch das Materialbearbeitungswerkzeug vermieden ist.
- Vorteilhafter Weise weist die Sensoreinheit einen Schwingkreis zur Detektion von stromführenden und/oder stromlosen metallischen Gegenständen auf, um insbesondere elektrische Versorgungsleitungen während der Bearbeitung des Werkstücks nicht zu beschädigen.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Hilfseinrichtung die Sensoreinheit auf, welche mittels einer Bedieneinheit der Hilfseinrichtung steuerbar ist und deren Einstellungen auf einer Anzeigeeinheit der Hilfseinrichtung darstellbar sind.
- Alternativ ist die Sensoreinheit mittels einer Bedieneinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges steuerbar und deren Einstellungen sind auf einer Anzeigeeinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges darstellbar.
- Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, dass die Hilfseinrichtung eine Sensoreinheit mit wenigstens einer elektromagnetischen Strahlungsquelle und wenigstens einen Sensor zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung sowie eine Schnittselle zum Anschluss an eine Prozessoreinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist. Dabei ist mittels der Prozessoreinheit die Bearbeitungstiefe und der Bearbeitungswinkels interferometrisch kontrollierbar. Durch diese Ausgestaltung der Erfindung können Materialbearbeitungswerkzeuge mit der erfindungsgemäßen Hilfseinrichtung nachgerüstet werden, sofern eine kompatible Schnittstelle des Materialbearbeitungswerkzeug zur Verfügung steht.
- Vorteilhaft ist es dabei, dass die Hilfseinrichtung eine Bedieneinheit zur Steuerung der Sensoreinheit aufweist. Eine solche Hilfseinrichtung kann dann für verschiedene Materialbearbeitungswerkzeuge benutzt werden beziehungsweise ist nicht an ein Materialbearbeitungswerkzeug gebunden.
- Alternativ kann es natürlich vorgesehen sein, dass die Hilfseinrichtung eine Schnittstelle zum Anschluss an eine Bedieneinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist, wobei mittels der Bedieneinheit die Sensoreinheit steuerbar ist. In diesem Fall ist eine separate Bedieneinheit für die Hilfseinrichtung nicht notwendig.
- Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Hilfseinrichtung eine Anzeigeeinheit auf, auf welcher die Einstellungen für die Sensoreinheit darstellbar sind. In diesem Fall ist es nicht notwendig, dass das Materialbearbeitungswerkzeug eine Anzeigeeinheit aufweist.
- Alternativ weist die Hilfseinrichtung eine Schnittstelle zum Anschluss an eine Anzeigeeinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges auf, wobei mittels der Anzeigeeinheit die Einstellungen für die Sensoreinheit darstellbar sind.
- Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Sensoreinheit der Hilfseinrichtung eine Schnittstelle zum Anschluss an eine Prozessoreinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist. In diesem Fall ist ein separate Prozessoreinheit der Hilfseinrichtung überflüssig, da die Prozessoreinheit des Materialbearbeitungswerkzeugs die Daten der Sensoreinheit der Hilfseinrichtung weiterverarbeiten kann.
- Ausführungsbeispiele
- Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
- Es zeigen:
-
1 eine Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bohrmaschine in einer perspektivischen Ansicht, -
2 die Bohrmaschine gemäß1 in einer Frontansicht, -
3 eine Detailansicht der Bohrmaschine gemäß den1 und2 , -
4 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kreissäge in perspektivischer Ansicht, -
5 die Kreissäge gemäß4 in einer Frontansicht, -
6 die Kreissäge gemäß4 in einer Draufsicht, -
7 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Stichsäge in einer perspektivischen Ansicht, -
8 eine Frontansicht der Stichsäge gemäß7 , -
9 eine Draufsicht der Stichsäge gemäß7 , -
10 eine perspektivische Ansicht einer auf ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Oberfräse, -
11 die Oberfräse gemäß10 in einer Ansicht von unten und -
12 die Oberfräse gemäß10 in einer anderen perspektivischen Ansicht. - In den
1 bis3 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bohrmaschine100 dargestellt. Die Bohrmaschine100 weist dabei eine Bedieneinheit110 auf. Mittels der Bedieneinheit110 sind unterschiedliche Arbeitsparameter der Bohrmaschine100 einstellbar. Bei herkömmlichen Bohrmaschinen sind dies bspw. die Umdrehungszahl des Bohrers pro/min., die Größe des Bohrers, das Material des Bohrers, das Material des zu bearbeitenden Werkstoffes etc. mittels der Bedieneinheit110 einstellbar. Die durch die Bedieneinheit110 vorgenommenen Einstellungen können auf einer Anzeigeeinheit120 dargestellt werden. - Die vorliegende Bohrmaschine
100 weist aber auch noch eine Hilfseinrichtung130 auf. Mittels der Hilfseinrichtung130 kann während des Bohrens die Bohrtiefe und der Bearbeitungswinkel, mit welchem der Bohrer in das zu bearbeitende Werkstück eindringt, kontinuierlich während des Bohrens kontrolliert werden. Die Bohrtiefe bzw. der Bearbeitungswinkel werden dabei auf der Anzeigeeinheit120 in Echtzeit angezeigt. - Zum Messen der Bearbeitungstiefe und des Bearbeitungswinkels weist die Hilfseinrichtung
130 eine Sensoreinheit140 auf. Die Sensoreinheit140 ist dabei mittels der Bedieneinheit steuerbar, so dass die Bearbeitungstiefe und der Bearbeitungswinkel vor dem Bohren voreingestellt werden können. Diese Toreinstellungen sind ebenfalls auf der Anzeigeeinheit120 darstellbar. Die Sensoreinheit140 der Bohrmaschine100 weist im vorliegenden Fall drei elektromagnetiche Strahlungsquellen in Form von Laserdioden150 sowie Sensoren160 zur Erfassung der von dem zu bearbeitenden Werkstück reflektierten elektromagnetischen Strahlung der Laserdioden140 auf. Mittels interferometrischer Messungen können Gangunterschiede zwischen der durch die Laserdioden abgestrahlten elektromagnetischen Strahlung und der von dem Werkstück zurückgestrahlten elektromagnetischen Strahlung durch die Sensoren150 erfasst und mittels eines nicht dargestellten aber in jeder modernen Bohrmaschine vorhandenen Prozessors verarbeitet werden. Aus diesen Daten lässt sich in Echtzeit die Bearbeitungstiefe und der Bearbeitungswinkel bestimmen. - Nachfolgend wird nun die Arbeitsweise mit der Bohrmaschine
100 beschrieben. Nachdem mittels der Bedieneinheit110 die üblichen Arbeitsparameter, wie bspw. das Material des Bohrers und des zu bohrenden Werkstückes, die maximale Umdrehungszahl und der gleichen mittels der Bedieneinheit110 eingegeben und über die Anzeigeeinheit120 kontrolliert wurden, werden zusätzlich die gewünschte Bohrtiefe und der gewünschte Bohrwinkel mit der Bedieneinheit110 eingestellt und ebenfalls über die Anzeigeeinheit120 kontrolliert. Danach wird die Bohrmaschine100 mit ihrem Bohrer170 an dem zu bearbeitenden Werkstück angesetzt. Mittels der Dioden150 wird darauf hin in Echtzeit der Winkel auf der Anzeigeeinheit120 angezeigt, in welchem der Bohrer170 zu dem zu bearbeitenden Werkstück steht. Sobald der voreingestellte Winkel erreicht ist, kann mittels einer Bohrmaschinenbetätigung180 der Bohrvorgang beginnen. Ist der voreingestellte Bearbeitungswinkel (in einem gewissen Toleranzbereich) nicht eingehalten, ist ein Starten des motorischen Antriebes der Bohrmaschine100 durch die Bohrmaschinenbetätigung180 nicht möglich. - Wird der voreingestellte Winkel (in einem bestimmten Toleranzbereich) eingehalten, wird mittels der Bohrmaschinenbetätigung
180 der motorische Antrieb der Bohrmaschine100 gestartet. Während des Bohrvorgangs wird nun mittels der Laserdioden150 und der Sensoren160 sowie der Prozessoreinheit kontinuierlich die Bohrtiefe und er Bearbeitungswinkel des Bohrers170 kontrolliert. Die von dem Prozessor berechneten Daten werden dabei auf der Anzeigeeinheit120 dargestellt. Wenn während des Bohrvorgangs der Bearbeiturgswinkel von dem voreingestellten Bearbeitungswinkel (in einem gewissen Toleranzbereich) abweicht, wird der Antrieb der Bohrmaschine100 gestoppt. Ebenfalls wird der Antrieb der Bohrmaschine100 gestoppt, wenn die gewünschte Bearbeitungstiefe erreicht ist. - Durch diese Maßnahme ist erreicht, dass während des Bohrers immer der gewünschte Bearbeitungswinkel beibehalten und die voreingestellte Bearbeitungstiefe nicht überschritten wird.
- Auch ist es möglich, die Hilfseinrichtung
130 von der Bohrmaschine abnehmbar auszubilden und über geeignete Schnittstellen. mit verschiedenen Bohrmaschinen oder anderen Materialbearbeitungswerkzeugen zu verbinden. - Die
4 bis6 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kreissäge200 . Diese Kreissäge weist eine Hilfseinrichtung230 auf, mittels welcher die Bearbeitungslänge und der Bearbeitungswinkel des zu bearbeitenden Werkstücks eingestellt werden kann. Wie im Falle der zuvor beschriebenen Bohrmaschine100 weist auch diese Kreissäge200 beziehungsweise deren Hilfseinrichtung230 eine Sensoreinheit240 auf. Bei dieser Kreissäge besteht die Sensoreinheit unter anderem aus zwei Laserdioden, mittels welchen der Bearbeitungswinkel festgelegt werden kann. Die beiden Leuchtdioden, deren Laserstrahlen241 ,242 gegen einen werkzeuganschlag243 strahlen, sind in5 nicht explizit dargestellt. Die Laserstrahlen241 ,242 werden von dem Werkzeuganschlag243 reflektiert. Aus den reflektierenden Strahlen lässt sich mittels Sensoren und einer Prozessoreinheit der Winkel des Sägeblatts250 gegenüber dem Werkstückanschlag243 und somit gegenüber dem Werkstück selbst bestimmen. Die Sensoreinheit240 weist noch drei weitere Leuchtdioden auf, deren Strahlen245 ,246 ,247 in den4 und6 dargestellt sind. Mittels dieser Strahlen lässt sich die Bearbeitungslänge bestimmen, indem die Strahlen245 bis247 von einem in den Figuren nicht dargestellten Anschlag für das Werkstück reflektiert werden. - Vor Beginn des Sägevorgangs wird deshalb mittels einer Bedieneinheit
210 der gewünschte Bearbeitungswinkel und die gewünschte Bearbeitungslänge eingestellt, und die so vorgenommenen Einstellungen auf einer Anzeigeeinheit220 dargestellt. Danach wird die Kreissäge an das zu bearbeitende Werkstück angesetzt. Sofern der Bearbeitungswinkel zwischen Werkstückanschlag243 und Sägeblatt250 dem des voreingestellten Winkels entspricht, lässt sich die Kreissäge mittels einer Betätigungsvorrichtung280 starten. Wenn der Bearbeitungswinkel zwischen Werkstückanschlag243 und Sägeblatt250 nicht mit diesem voreingestellten Winkel (in einem vorgegebenen Toleranzbereich) übereinstimmt, ist ein Starten des motorischen Antriebs der Kreissäge200 mittels der Betätigungsvorrichtung280 nicht möglich. - Sobald der motorische Antrieb der Kreissäge
200 gestartet wurde, wird dann die Kreissäge200 über das zu bearbeitende Werkstück geführt. Dabei wird die sich während des Sägevorgangs verändernde Bearbeitungslänge kontinuierlich in Echtzeit auf der Anzeigeeinheit dargestellt. Sobald die voreingestellte Bearbeitungslänge erreicht wird, wird der motorische Antrieb der Kreissäge200 vollautomatisch abgestellt. Durch diese Maßnahme ist immer gewährleistet, dass sowohl der voreingestellte Bearbeitungswinkel als auch die voreingestellte Bearbeitungslänge für das zu bearbeitende Werkstück eingehalten wird und es somit zu keinem unnötigen Verschnitt kommt. - Als weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Materialbearbeitungswerkzeuges ist in den
7 bis9 eine Stichsäge300 dargestellt. Die Stichsäge weist ebenfalls einen Werkstückanschlag343 und ein Sägeblatt350 auf. Weiterhin vorgesehen ist eine Hilfseinrichtung330 mit einer Sensoreinheit340 . Diese Sensoreinheit340 weist bei der vorliegenden Kreissäge300 fünf Laserdioden350 sowie dazugehörige Sensoren360 zur Erfassung der elektromagnetischen Strahlung auf. - In den Figuren sind die Strahlen der Laserdioden
350 mit den Bezugszeichen345 bis349 versehen. Mittels der Laserstrahlen348 und349 kann mit dieser Stichsäge auch der Bearbeitungswinkel, der zwischen Sägeblatt370 und Werkstückanschlag343 beziehungsweise dem nicht dargestellten Werkstück eingestellt werden muss, gemessen und festgehalten werden. Die Funktionsweise ist die gleiche wie die bei der zuvor beschriebenen Kreissäge200 der4 bis6 . Mit Hilfe der Laserstrahlen345 bis347 der Laserdioden350 kann entsprechend der für die Kreissäge der4 bis6 beschriebenen Funktion auch hier die Bearbeitungslänge in Echtzeit gemessen werden. - Auch die Stichsäge
300 weist eine Bedieneinheit310 und eine Anzeigeeinheit320 auf. Mittels der Bedieneinheit310 können sowohl der Bearbeitungswinkel als auch die Bearbeitungslänge voreingestellt werden und mittels der Anzeigeeinheit320 die vorgenommenen Einstellung kontrolliert werden. Während des Bearbeitens des Werkstücks ist mit Hilfe der Anzeigeeinheit320 der Bearbeitungswinkel sowie die Bearbeitungslänge in Echtzeit kontrollierbar. Auch für die vorliegende Stichsäge300 lässt sich deren Antrieb nur starten, wenn der Winkel zwischen Sägeblatt370 und Werkzeuganschlag343 beziehungsweise dem Werkstück, dem voreingestellten Winkel entspricht. Auch bei einem Abweichen erfolgt hierbei ein Abschalten des motorischen Antriebs, so dass der vorgegebene Winkel immer eingehalten wird. - Mit der hier dargestellten Kreissäge
300 lässt sich die Bearbeitungslänge ebenfalls exakt einhalten, wie dies auch bei der Kreissäge200 der4 bis7 der Fall ist. Der motorische Antrieb wird ebenfalls abgestellt, wenn die Bearbeitungslänge erreicht wird. - Als weiteres Ausführungsbeispiel wird in den
10 bis12 eine Oberfräse400 dargestellt. Auch diese Oberfräse400 weist eine Hilfseinrichtung430 mit einer Sensoreinheit440 auf. Die Sensoreinheit440 besteht dabei aus einer Laserdiode450 und einem Sensor460 zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung. Weiterhin weist die Oberfräse400 eine Bedieneinheit410 und eine Anzeigeeinheit420 auf. Auch bei dieser Oberfräse400 kann mittels der Bedieneinheit410 die Bearbeitungstiefe eingestellt werden und auf der Anzeigeeinheit420 dargestellt werden. Sobald die Werkstückauflage443 auf das zu bearbeitende Werkstück aufgesetzt wurde, wird mittels der Bedieneinheit410 die Anzeige für die Bearbeitungstiefe auf der Anzeigeeinheit420 auf Null gestellt. Sodann beginnt der Bearbeitungsvorgang und die Oberfräse bearbeitet das zu bearbeitende Werkstück bis in die gewünschte Tiefe. Ist die voreingestellte Tiefe erreicht, schaltet der motorische Antrieb der Oberfräse automatisch ab. Auch bei dieser Oberfräse ist somit exaktes Arbeiten gewährleistet und ein Verschnitt ausgeschlossen. -
- 100
- Bohrmaschine
- 110
- Bedieneinheit
- 120
- Anzeigeeinheit
- 130
- Hilfseinrichtung
- 140
- Sensoreinheit
- 150
- Laserdiode
- 160
- Sensor
- 170
- Bohrer
- 180
- Bohrmaschinenbetätigung
- 200
- Kreissäge
- 210
- Bedieneinrichtung
- 220
- Anzeigeeinrichtung
- 230
- Hilfseinrichtung
- 240
- Sensoreinheit
- 241
- Laserstrahl
- 242
- Laserstrahl
- 243
- Werkzeuganschlag
- 245
- Laserstrahl
- 246
- Laserstrahl
- 247
- Laserstrahl
- 250
- Sägeblatt
- 280
- Betätigungsvorrichtung
- 300
- Stichsäge
- 310
- Bedieneinheit
- 320
- Anzeigeeinheit
- 330
- Hilfseinrichtung
- 340
- Sensoreinheit
- 345
- Laserstrahl
- 346
- Laserstrahl
- 347
- Laserstrahl
- 348
- Laserstrahl
- 349
- Laserstrahl
- 350
- Laserdiode
- 360
- Sensor
- 370
- Sägeblatt
- 380
- Betätigungsvorrichtung
- 400
- Oberfräse
- 410
- Bedieneinheit
- 420
- Anzeigeeinheit
- 430
- Hilfseinrichtung
- 440
- Sensoreinheit
- 443
- Werkstückauflage
- 450
- Laserdiode
- 460
- Sensor
Claims (18)
- Materialbearbeitungswerkzeug mit einem motorischen Antrieb, wie beispielsweise eine Bohrmaschine (
100 ), eine Kreissäge (200 ), eine Stichsäge (300 ), eine Oberfräse (400 ) oder dergleichen, mit welchem das zu bearbeitende Material in der Tiefe und/oder in einem Winkel und/oder über eine bestimmte Länge bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Materialbearbeitungswerkzeug eine Hilfseinrichtung (130 ,230 ,330 ,430 ) aufweist, mit welcher die Bearbeitungstiefe und/oder der Bearbeitungswinkel und/oder die Bearbeitungslänge messbar ist, wobei der motorische Antrieb bei Erreichen einer voreingestellten Bearbeitungstiefe und/oder einer voreingestellten Bearbeitungslänge des Materialbearbeitungswerkzeugs und/oder bei einem Abweichen des Materialbearbeitungswerkzeugs von einem voreingestellten Bearbeitungswinkel automatisch abschaltet. - Materialbearbeitungswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (
130 ,230 ,330 ,430 ) eine Sensoreinheit (140 ,240 ,340 ,440 ) aufweist, welche mittels einer Bedieneinheit (110 ,210 ,310 ,410 ) steuerbar ist und deren Einstellungen auf einer Anzeigeeinheit (120 ,220 ,320 ,420 ) darstellbar sind. - Materialbearbeitungswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) wenigstens eine elektromagnetischen Strahlungsquelle und wenigstens einen Sensor (160 ,260 ,360 ,460 ) zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung sowie eine Prozessoreinheit zur interferometrischen Kontrolle der Bearbeitungstiefe, der Bearbeitungslänge und des Bearbeitungswinkels aufweist. - Materialbearbeitungswerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) als elektromagnetische Strahlungsquellen drei Laser, insbesondere drei Laserdioden (150 ,250 ,350 ,450 ) aufweist. - Materialbearbeitungswerkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) zur Detektion von metallischen Gegenständen und/oder Fremdmaterialien im Bearbeitungsbereich des Materialbearbeitungswerkzeugs ausgebildet ist. - Materialbearbeitungswerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) einen Schwingkreis zur Detektion von stromführenden und/oder stromlosen metallischen Gegenständen aufweist. - Hilfseinrichtung für ein Materialbearbeitungswerkzeug mit einem motorischen Antrieb, wie beispielsweise eine Bohrmaschine (
100 ), eine Kreissäge (200 ), eine Stichsäge (300 ), eine Oberfräse (400 ) oder dergleichen, mit welchem das zu bearbeitende Material bis in der Tiefe und/oder über eine bestimmte Länge und/oder in einem Winkel bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (130 ,230 ,330 ,430 ) zur Einstellung einer vorbestimmten Bearbeitungstiefe und/oder einer vorbestimmten Bearbeitungslänge und/oder eines vorbestimmten Bearbeitungswinkel ausgebildet ist, wobei die Hilfseinrichtung (130 ,230 ,330 ,430 ) den motorischen Antrieb bei Erreichen der voreingestellten Bearbeitungstiefe und/oder der voreingestellten Bearbeitungslänge des Materialbearbeitungswerkzeugs und/oder bei einem Abweichen des Materialbearbeitungswerkzeugs von dem voreingestellten Bearbeitungswinkel automatisch abschaltet. - Hilfseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) aufweist, welche mittels einer Bedieneinheit (110 ,210 ,310 ,410 ) der Hilfseinrichtung steuerbar ist und deren Einstellungen auf einer Anzeigeeinheit (120 ,220 ,320 ,420 ) der Hilfseinrichtung darstellbar sind. - Hilfseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) aufweist, welche mittels einer Bedieneinheit (110 ,210 ,310 ,410 ) des Materialbearbeitungswerkzeuges steuerbar ist und deren Einstellungen auf einer Anzeigeeinheit (120 ,220 ,320 ,420 ) des Materialbearbeitungswerkzeuges darstellbar sind. - Hilfseinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) wenigstens eine elektromagnetischen Strahlungsquelle und wenigstens einen Sensor (160 ,260 ,360 ,460 ) zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung sowie eine Prozessoreinheit zur interferometrischen Kontrolle der Bearbeitungstiefe und des Bearbeitungswinkels aufweist. - Hilfseinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) wenigstens eine elektromagnetischen Strahlungsquelle und wenigstens einen Sensor (160 ,260 ,360 ,460 ) zur Erfassung elektromagnetischer Strahlung sowie eine Schnittselle zum Anschluss an eine Prozessoreinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist, wobei mittels der Prozessoreinheit die Bearbeitungstiefe und der Bearbeitungswinkels interferometrisch kontrollierbar ist. - Hilfseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (
130 ,230 ,330 ,430 ) eine Bedieneinheit (110 ,210 ,310 ,410 ) zur Steuerung der Sensoreinheit (140 ,240 ,340 ,440 ) aufweist. - Hilfseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (
130 ,230 ,330 ,430 ) eine Schnittstelle zum Anschluss an eine Bedieneinheit (110 ,210 ,310 ,410 ) des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist, wobei mittels der Bedieneinheit (110 ,210 ,310 ,410 ) die Sensoreinheit (140 ,240 ,340 ,440 ) steuerbar ist. - Hilfseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (
130 ,230 ,330 ,430 ) eine Anzeigeeinheit (120 ,220 ,320 ,420 ) aufweist, auf welcher die Einstellungen für die Sensoreinheit (140 ,240 ,340 ,440 ) darstellbar sind. - Hilfseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (
130 ,230 ,330 ,430 ) eine Schnittstelle zum Anschluss an eine Anzeigeeinheit (120 ,220 ,320 ,420 ) des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist, wobei mittels der Anzeigeeinheit (120 ,220 ,320 ,420 ) die Einstellungen für die Sensoreinheit (140 ,240 ,340 ,440 ) darstellbar sind. - Hilfseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) zur Detektion von metallischen Gegenständen und/oder Fremdmaterialien im Bearbeitungsbereich des Materialbearbeitungswerkzeugs ausgebildet ist. - Hilfseinrichtung nach Anspruche 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) einen Schwingkreis zur Detektion von stromführenden und/oder stromlosen metallischen Gegenständen aufweist. - Hilfseinrichtung nach Anspruche 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (
140 ,240 ,340 ,440 ) eine Schnittstelle zum Anschluss an eine Prozessoreinheit des Materialbearbeitungswerkzeuges aufweist.
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