DE102006005235A1 - Lamellenanordnung für Fassaden - Google Patents
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Abstract
Die aus mehreren vorzugsweise parallel zueinander verlaufenden Lamellen bestehende Lamellenanordnung ist vorgesehen für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergleichen. Sie besteht aus die Lamellen (1) tragenden Halteelementen (3), die an Profilschienen (2) festgelegt sind. Das Halteelement ist aus einem die Lamelle tragenden Auslegerteil (4) sowie einem in die Profilschiene (2) greifenden Fußteil (5) gebildet. Das Fußteil (5) ist an wenigstens einer seiner beiden zwischen die Schenkel der Profilschiene (2) greifenden Stirnflächen (6) mit wenigstens zwei sich über die gesamte Stirnfläche (6) erstreckenden, zueinander winkelig verlaufenden Aufnahmenuten (7) versehen, die den zur Stirnfläche (6) des Fußteils (5) hin vorstehenden Steg (8) der als C-Profil ausgebildeten Profilschiene (2) aufnimmt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine aus mehreren vorzugsweise parallel zueinander verlaufenden Lamellen bestehende Lamellenanordnung für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergl., mit die Lamellen tragenden Halteelementen, die an Profilschienen festgelegt sind.
- Derartige Lamellenanordnungen sind in vielfältigen Ausführungsformen aus der Praxis bekannt. Je nach Anwendungszweck ist es hierbei erforderlich, individuelle Halteelemente einzusetzen, die insbesondere für die jeweils erforderliche Neigung der Lamellen geeignet gestaltet sein müssen. Es sind aus der Praxis auch Halteelemente bekannt, die hinsichtlich des Winkels der Lamelle einstellbar sind; derartige Halteelemente sind jedoch aufwendig herzustellen und müssen nach der Montage entsprechend justiert werden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lamellenanordnung der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass die Ausrichtung der Lamellen mit nur einem einfach herzustellenden und leicht zu montierenden Halteelement erreicht wird.
- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass das Halteelement aus einem die Lamelle tragenden Auslegerteil sowie einem in die Profilschiene greifenden Fußteil gebildet ist, wobei das Fußteil an wenigstens einer seiner beiden zwischen die Schenkel der Profilschiene greifenden Stirnflächen mit wenigstens zwei sich über die gesamte Stirnfläche erstreckenden, zueinander winklig verlaufenden Aufnahmenuten versehen ist, die den zur Stirnfläche des Fußteils hin vorstehenden Steg der als C-Profil ausgebildeten Profilschiene aufnimmt.
- Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht im wesentlichen darin, dass das Auslegerteil in unterschiedlicher Winkellage zur Profilschiene ausgerichtet werden kann, indem das Fußteil des Halteelements mit der hierfür geeigneten Aufnahmenut in die Profilschiene eingeschoben wird. Es ist somit möglich, mit einem einheitlichen Halteelement unterschiedliche Winkellagen für die Lamellen bereits bei der Montage einzustellen. Die jeweils zu wählende Winkellage wird insbesondere auch dadurch bestimmt, ob die Profilschienen vertikal, horizontal oder aber – beispielsweise bei schrägverlaufenden Glasdächern – in schräger Ausrichtung angebracht sind.
- In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stirnflächen des Fußteils mit drei Aufnahmenuten versehen sind. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, stattdessen nur zwei oder auch mehr als drei Aufnahmenuten vorzusehen.
- Hierbei hat es sich weiter im Rahmen der Erfindung als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Aufnahmenuten unter gleichem Winkel zueinander angeordnet sind.
- Die Montage der Halteelemente lässt sich dadurch besonders vereinfachen, dass das Fußteil zylindrische Gestalt besitzt, wobei die Aufnahmenuten sich zentrisch in den kreisrunden Stirnflächen schneiden.
- Weiter hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Aufnahmenuten einen Winkel von 20° untereinander einschließen. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, hier einen kleineren oder größeren Winkel zu wählen.
- Um eine gleichmäßige Anordnung der Lamellen zu erreichen, wird im Rahmen der Erfindung vorgeschlagen, dass zwischen zwei Halteelementen jeweils ein Abstandshalter angeordnet ist.
- In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn die Aufnahmenuten beider Stirnseiten jeweils über einen in der Mantelfläche des Fußteils angeordneten Aufnahmespalt miteinander verbunden sind. Es besteht nämlich dann die im Rahmen der Erfindung vorteilhafte Möglichkeit, dass der Abstandshalter endseitig mit Einsteckleisten versehen ist, die jeweils in denjenigen Aufnahmespalt greifen, der der die Profilschienen aufnehmenden Aufnahmenut zugeordnet ist. Hierdurch wird gleichzeitig eine vollständige Abdeckung der zu den Lamellen hin offenen Profilschiene erreicht.
- Um eine zusätzliche Fixierung der Einsteckleisten zu erreichen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Einsteckleiste einen mit Abstand von ihrem freien Ende angeordneten Rastvorsprung für in jede der Aufnahmespalten vorgesehene Rastnuten aufweist.
- Schließlich ist im Rahmen der Erfindung noch vorgesehen, dass das Auslegerteil an seinem dem Fußteil abgewandten freien Ende eine Aufnahmehalterung für den einen Rand der Lamelle aufweist, und dass im Bereich des Fußteils beidseitig des Auslegerteils jeweils eine Einrasthinterschneidung für den anderen Rand der Lamelle angeordnet ist. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die Lamelle wahlweise auf der einen oder der anderen Seite des Halteelements anzuordnen, wodurch sich eine weitere Möglichkeit der Winkeleinstellung für die Lamelle ergibt.
- Zweckmäßigerweise ist dabei die am freien Ende des Auslegerteils vorgesehene Aufnahmehalterung rund ausgebildet, so dass sich die Lamelle problemlos von der einen oder der anderen Seite befestigen lässt.
- Im folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert; es zeigen:
-
1 eine Lamellenanordnung nach der Erfindung in perspektivischer sowie in Seitenansicht, -
2 eine detailierte Wiedergabe eines Ausschnitts aus der1 , -
3 das Halteelement in perspektivischer Darstellung, -
4 eine Draufsicht lediglich auf das Fußteil des Halteelements, -
5 eine Detaildarstellung des Abstandshalters, -
6 eine Lamellenanordnung in unterschiedlicher Winkelausrichtung bei vertikaler Profilschiene, -
7 den Gegenstand nach6 , jedoch mit horizontal verlaufender Profilschiene, -
8 den Gegenstand nach7 , jedoch mit hängender Anordnung der Halteelemente. - Die in der Zeichnung wiedergegebene besonders aus
1 ersichtliche Lamellenanordnung, die aus mehreren, vorzugsweise parallel zueinander verlaufenden Lamellen1 besteht, ist beispielsweise für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergleichen vorgesehen. - Im einzelnen weist die Lamellenanordnung Profilschienen
2 auf, an denen Halteelemente3 festgelegt sind, die die Lamellen1 tragen. - Wie sich insbesondere aus den
2 und3 ergibt, besteht das Halteelement3 aus einem die Lamelle1 tragenden Auslegerteil4 sowie aus einem in die Profilschiene2 greifenden Fußteil5 . Das Fußteil5 ist an seinen beiden zwischen die Schenkel der Profilschiene2 greifenden Stirnflächen6 mit drei sich über die gesamte Stirnfläche6 erstreckenden Aufnahmenuten7 versehen, die zueinander winklig verlaufen. Diese Aufnahmenuten7 greifen in montiertem Zustand in die beiden vorstehenden Stege8 der als C-Profil ausgebileten Profilschiene2 , wie dies aus1 erkennbar ist. - Die Aufnahmenuten
7 sind hierbei zweckmäßigerweise unter gleichem Winkel zueinander angeordnet, wie sich dies insbesondere aus4 ersehen lässt. Darüber hinaus besitzt das Fußteil5 zylindrische Gestalt, wobei die Aufnahmenuten sich zentrisch in den kreisrunden Stirnflächen6 schneiden. Dadurch kann das Fußteil5 problemlos in beliebiger Winkellage in der Profilschiene2 angeordnet werden. - In dem Ausführungsbeispiel schließen die Aufnahmenuten
7 einen Winkel von 20° untereinander ein; grundsätzlich besteht hier jedoch auch die Möglichkeit, hiervon abweichende Winkelmaße vorzusehen. - Zwischen jeweils zwei Halteelementen
3 ist jeweils ein Abstandhalter9 vorgesehen, wodurch sichergestellt ist, dass die Halteelemente3 auch untereinander gleichmäßigen Abstand einhalten. - Wie sich insbesondere aus der
4 ergibt, sind die Aufnahmenuten7 beider Stirnseiten6 jeweils über einen in der Mantelfläche des Fußteils5 angeordneten Aufnahmespalt10 miteinander verbunden. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Abstandhalter9 endseitig mit Einstecklaschen11 zu versehen, die jeweils in denjenigen Aufnahmespalt greifen, der der die Profilschiene2 aufnehmenden Aufnahmenut7 zugeordnet ist. Der Abstandshalter9 verläuft damit nahezu bündig mit den vorstehenden Stegen8 der Profilschiene2 , so dass deren Inneres durch die Abstandshalter9 verschlossen wird. - Die Einsteckleiste
11 weist, wie sich aus der5 ergibt, mindestens einen mit Abstand von ihrem freien Ende angeordneten Rastvorsprung12 für in jede der Aufnahmespalten10 vorgesehene Rastnuten13 auf. Auf diese Weise wird eine sichere Verbindung zwischen den Abstandshaltern9 und den Halteelementen3 gewährleistet. Dadurch ergibt sich bei der Montage eine spürbare Endstellung, ferner ergibt das Einrasten dafür, dass Toleranzen unwirksam werden, also ein Wackeln des Halters vermieden wird. - Das Auslegerteil
4 des Halteelements3 weist an seinem dem Fußteil5 abgewandten freien Ende eine Aufnahmehalterung14 für den einen Rand der Lamelle1 auf, während im Bereich des Fußteils5 beidseitig des Auslegerteils4 jeweils eine Einrasthinterschneidung15 für den anderen Rand der Lamelle1 angeordnet ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Lamelle1 wahlweise auf der einen oder der anderen Seite des Halteelements3 anzuordnen, wie sich dies beispielhaft aus den7 und8 ersehen lässt. Die am freien Ende des Auslegerteils4 angeordnete Aufnahmehalterung14 ist hierbei vorteilhafterweise kreisrund ausgebildet, was die wahlweise Montage der Lamelle1 von der einen oder anderen Seite her erleichtert.
Claims (10)
- Aus mehreren vorzugsweise parallel zueinander verlaufenden Lamellen bestehende Lamellenanordnung für Fassaden, auskragende Vorsprünge, verglaste Dächer und dergleichen, mit die Lamellen (
1 ) tragenden Halteelementen (3 ), die an Profilschienen (2 ) festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement (3 ) aus einem die Lamelle (1 ) tragenden Auslegerteil (4 ) sowie einem in die Profilschiene (2 ) greifenden Fußteil (5 ) gebildet ist, wobei das Fußteil (5 ) an wenigstens einer seiner beiden zwischen die Schenkel der Profilschiene (2 ) greifenden Stirnflächen (6 ) mit wenigstens zwei sich über die gesamte Stirnfläche (6 ) erstreckenden, zueinander winkelig verlaufenden Aufnahmenuten (7 ) versehen ist, die den zur Stirnfläche (6 ) des Fußteils (5 ) hin vorstehenden Steg (8 ) der als C-Profil ausgebildeten Profilschiene (2 ) aufnimmt. - Lamellenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen (
6 ) des Fußteils (5 ) mit drei Aufnahmenuten (7 ) versehen sind. - Lamellenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmenuten (
7 ) unter gleichem Winkel zueinander angeordnet sind. - Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußteil (
5 ) zylindrische Gestalt besitzt, wobei die Aufnahmenuten (7 ) sich zentrisch in den kreisrunden Stirnflächen (6 ) schneiden. - Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmenuten (
7 ) einen Winkel von 20 Grad untereinander einschließen. - Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Halteelementen (
3 ) jeweils ein Abstandshalter (9 ) angeordnet ist. - Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmenuten (
7 ) beider Stirnseiten (6 ) jeweils über einen in der Mantelfläche des Fußteils (5 ) angeordneten Aufnahmespalt (10 ) miteinander verbunden sind. - Lamellenanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (
9 ) endseitig mit Einstecklaschen (11 ) versehen ist, die jeweils in denjenigen Aufnahmespalt (10 ) greifen, der der die Profilschiene (2 ) aufnehmenden Aufnahmenut (7 ) zugeordnet ist. - Lamellenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsteckleiste (
11 ) mindestens einen mit Abstand von ihrem freien Ende angeordneten Rastvorsprung (12 ) für in jede der Aufnahmespalten (10 ) vorgesehene Rastnuten (13 ) aufweist. - Lamellenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslegerteil (
4 ) an seinem dem Fußteil (5 ) abgewandten freien Ende eine Aufnahmehalterung (14 ) für den einen Rand der Lamelle (1 ) aufweist, und daß im Bereich des Fußteils (5 ) beidseitig des Auslegerteils (4 ) jeweils eine Einrasthinterschneidung (15 ) für den anderen Rand der Lamelle (1 ) angeordnet ist.
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