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Die
Erfindung betrifft nichtflüchtige
Speicherung unter Verwendung von Widerstandselementen, insbesondere
unter Verwendung von Phase-Change-Memory-Elementen (PCM).
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Speicherzellen
werden in allen Anwendungen benötigt,
die eine Datenspeicherung erfordern. Typische Halbleiter-Schaltkreise
umfassen Datenspeicherzellen, die entweder zwischen logischen Elementen,
wie z. B. Auffangregistern (latch), oder die als Blockspeicher,
wie beispielsweise SRAM (Static Random Access Memory), ausgebildet
sind. Ein Blockspeicher besteht typischerweise aus einem Array von
Speicherzellen, wobei gleichzeitig nur einige wenige Zellen einer
Schreib- oder einer Auslese-Operation unterworfen werden. Daher
können
die Spalten eines Blockspeicher-Arrays gemeinsame flächenaufwändige Elemente
aufweisen, wie z. B. Leseverstärker,
die die Speicher- oder Auslese-Operation unterstützen. Andererseits kann es
im Falle von verteilten Datenspeicherzellen, die z. B. ein Teil
eines logischen Schaltkreises sind, erforderlich sein, dass diese
Zellen die gespeicherte Information dauerhaft liefern, wenn die
Zelle andauernd ausgelesen wird.
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Es
gibt eine Vielzahl von Implementierungen der flüchtigen Speicherzellen, bei
denen die gespeicherte Information beim Abschalten der Versorgungsleistung
verloren geht, und von nichtflüchtigen Speicherzellen.
In 9a bis 9c sind
einige aus dem Stand der Technik bekannte Speicherzellen dargestellt,
wobei in 9a eine 6T-SRAM-Zelle, in 9b eine
Flash-Zelle, und 9c eine Latch-Zelle gezeigt
ist.
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Nachteilig
an den SRAM-Zellen und den Latch-Zellen ist, dass sie flüchtig sind
und einen erheblichen Flächenbedarf
aufweisen. Die Flash-Technologie benötigt eine zweite, hohe Versorgungsspannung
(12 V–18
V), zu deren Erzeugung flächen verbrauchende
Spannungspumpen, die z. B. ein Übersprechen
verursachen, notwendig sind. Die Flash-Technologie zeichnet sich
ferner durch ein nur begrenztes Skalierungspotential aus und erlaubt
nur eine begrenzte Anzahl von Schreibzyklen.
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Moderne
Speichertechnologien umfassen typischerweise große Speichermodule, die auf
Wiederstandselementen, wie z. B. ferroelektrische Direktzugriffspeichern
(Random Access Memory; RAM), magnetoresistiven RAMs oder Phasenwechsel-RAMs (Phase-Change RAMs) basieren.
Diese Architekturen zielen jedoch meist auf die oben genannten Array-basierten
Blockspeicher ab, wobei nur einige Zellen gleichzeitig ausgelesen
werden.
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Eine
vielversprechende Technologie für Speicherschaltkreise
ist die bereits erwähnte
Phasenwechsel-Speicher-Technologie (Phase-Change-Memory; PCM), deren
Charakteristik der Charakteristik von zwei programmierbaren Widerstandselementen
R1 und R2 nahe kommt. Das grundlegende Prinzip der PCM-Elemente
basiert auf einem thermisch herbeigeführten, reversiblen Phasenwechsel
zwischen einer amorphen und einer kristallinen (z. B. polykristallinen)
Phase eines Chalkogenid-Glases.
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Der
amorphe Zustand ergibt einen hohen, der polykristalline Zustand
hingegen einen niedrigen Widerstand. Der Phasenwechsel wird durch
Wärme herbeigeführt, die
aufgrund eines Stromflusses durch das Widerstandselement entsteht.
Die Dauer und die Stärke
des Stroms bestimmt, ob das Element anschließend einen hohen oder einen
niedrigen Widerstandswert aufweist. Die Phase-Change-Technologie wird
gegenwärtig
hinsichtlich deren Verwendung insbesondere in Blockspeichern intensiv
erforscht. Typische Werte für
Phase-Change-Elemente sind ein Rücksetzstrom
(Reset-Strom, an to off) von 200 μA über 10 ns
und ein anschließender
Widerstandswert Roff im Bereich von 1 MΩ, sowie ein Setzstrom (Set-Strom,
off to on) von etwa 50 μA
und 50 ns Dauer, der in einem anschließenden Widerstandswert Ron
im Bereich von 10 kΩ resultiert.
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Nichtflüchtige Speicherzellen,
die programmierbare Widerstandselemente verwenden, sind aus dem
Stand der Technik bekannt.
US 2004/0125643 A1 offenbart eine nichtflüchtige Speicherzelle,
die in
10 dargestellt ist. Der Schaltkreis
umfasst einen Schreib-/Lese-Controller (
20), zwei programmierbare Widerstandselemente
(R1 und R2) sowie einen Schalter (SW2). Die Widerstandselemente
werden basierend auf der PCM-Technologie
programmiert. Während
der Schreib-Operation wird durch eine Wahl der geeigneten Polaritäten der
Kontrollsignale WRC1, WRC2 und WRC3 ein Strom durch die Widerstandselemente
R1 oder/und R2 erzwungen, wodurch sie programmiert werden. Während der
Auslese-Operation wird durch ein Anlegen eines niedrigen WRC2 (WRC2
= low) und eines hohen WRC3 (WRC3 = high) ein Transmissions-Tor
(
20, transmission gate) in einen nichtleitenden Zustand überführt, sodass
sich am Knoten F, in Abhängigkeit
von den Zuständen
der Widerstandselemente und der Knoten D und E, ein Spannungspegel
einstellt, der den Schalter SW2 steuert.
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Nachteilig
an dem obigen Konzept ist die unflexible Schreib-Operation. PCM-Elemente werden typischerweise
in den hochohmigen Zustand unter Verwendung eines Stroms einer hohen
Amplitude für eine
kurze Zeitdauer und in den niederohmigen Zustand unter Verwendung
eines niedrigeren Stroms für
eine längere
Zeitdauer programmiert. Hierzu müssen über R1 und
R2 verschiedene Spannungen erzeugt werden, sodass die Amplituden
der Ströme durch
die Widerstandselemente durch eine Differenz der Spannungen über den
Widerstandselementen erzeugt werden. Die Amplituden der Ströme hängen somit
voneinander ab, sodass deren genaue und individuelle Einstellung
nicht möglich
ist. Darüber
hinaus müssen über den
Widerstandselementen unterschiedliche Spannungen erzeugt werden,
was mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Es entstehen ferner hohe
Verluste (leakage), weil die PCM-Elemente in dem hochohmigen Zustand
einen Widerstandswert im Bereich von 1 MΩ erreichen. Läge man eine Spannung
von etwa 1 V zwischen die Knoten D und E, so würde ein Kreuzstrom von etwa
1 μA fließen. Ein
derartiger Verluststrom (Leckage-Strom) ist für die meisten Anwendungen nicht
akzeptabel. Ein weiterer Nachteil an dem obigen Konzept ist, dass
beim Auslesen der Speicherzellen eine Gefahr eines destruktiven
Auslesens besteht. Ein Strom, der zum Auslesen der gespeicherten
Information durch R1 und R2 fließt, könnte die gespeicherte Information
bei einer ungenauen Einstellung löschen.
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US 2004/0141363 A1 offenbart
einen nichtflüchtigen
Flip-Flop. Der Basisschaltkreis ist in
11a dargestellt.
Es handelt sich dabei um eine konventionelle SRAM-Zelle, die um
einen Pass-Transistor (
9,
10) und um ein Widerstandselement
(
11,
12), das eine Metallisierung (Plate-line,
PL) mit jedem der Inverter (
5,
6) verbindet, erweitert
wurde. Die Bit-Leitungen (BL1, BL2) sind mit den kreuzgekoppelten
Invertern über
Transistoren (
7,
8) verbunden. Ein in
11b dargestelltes Zeitdiagramm zeigt ein Beispiel
für eine
Schreib-Operation, bei der beide Widerstandselemente zunächst durch
eine geeignete Pulssequenz der Signale ”CL” und ”PL” zurückgesetzt werden. Danach wird
mit einem kurzen Puls auf der gemeinsamen Steuersignalleitung (CL)
eines der beiden Widerstandselemente in einen Zustand mit einem
niedrigen Widerstand gesetzt. Es hängt von dem Zustand der Knoten
5 und
6 ab,
welches der beiden Elemente in den niederohmigen Zustand überführt (gesetzt)
wird. Wie in
11b dargestellt, können sich
die Reset-Operation
oder die Set-Operation entweder in einer Pulslänge oder in der angelegten Spannung
unterscheiden.
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In 11d ist ein Zeitdiagramm bei einer Lese-Operation
dargestellt, wobei ein Puls auf die ”CL”-Leitung gelegt wird, während ein
Potential der ”PL”-Leitung
in Richtung der vollen Versorgungsspannung rampenförmig erhöht wird.
In Abhängigkeit des
Widerstands der PCM-Elemente werden die Knoten 5 und 6 mit
unterschiedlicher Geschwindigkeit aufgeladen. Während des rampenförmigen Erhöhens des
Potentials der ”PL”-Leitung
wird die Versorgungsspannung für
die Inverter eingeschaltet, so dass die Inverter die Ausgangssignale
gemäß den vorgeladenen
Knoten 5 und 6 ausgeben.
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Nachteilig
an der obigen Zelle ist, dass das Auslesen fehleranfällig ist.
Nachteilig ist ferner, dass ein destruktives Auslesen der PCM-Elemente,
bei dem die gespeicherte Information während des Auslesens gelöscht wird,
nur durch eine genaue Spannungsrampe auf der ”PL”-Leitung verhindert werden kann.
Das erhöht
die Herstellungskosten, weil hierfür zwangsläufig Bauelemente mit geringeren
Toleranzen vorzusehen sind. Darüber
hinaus wird aufgrund der zur Vermeidung der Auslesefehler notwendig
genauen Steuerung der Steuerungsaufwand erhöht, was eine Komplexitätserhöhung nach
sich zieht. Ferner sind die n-MOS-Passtransistoren nicht in der
Lage, den vollen Spannungshub zu übertragen, wodurch eine fehlerfreie
Ausführung
der Schreib-Operation bei den PCM-Elementen verhindert werden kann.
Die Schreib-Operation ist darüber
hinaus unflexibel, weil entweder nur die Pulslänge für die Set/Reset-Operation geändert (genauere
Anforderungen an die PCM-Technologie)
oder eine zweite Versorgungsspannung benötigt wird, was mit zusätzlichen Kosten
verbunden ist.
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Ein
weiterer Nachteil an der bekannten Zelle ist, dass nach einem Abschalten
der Versorgungsspannung die Sequenz des genau hochgerampten ”PL”-Signals,
synchronisiert auf eine scharfe Rampe der Gesamtversorgungsspannung,
und ein Puls des ”CL”-Signals
einen hohen Aufwand erfordern, um ein robustes Wiederherstellen
der richtigen Werte zu gewährleisten,
und um ein destruktives Auslesen zu verhindern.
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Aus
dem Stand der Technik, z. B. aus
US 2004/0141363 A1 , sind Schreibmechanismen
bekannt, bei denen die Speicherung (d. h. das Beschreiben) eines
hohen oder eines niedrigen Widerstandszustands in dem programmierbaren
PCM-Element entweder durch eine Änderung
einer Dauer einer Breite eines Programmierungs-Strompulses, wie in
12a dargestellt, oder durch ein Anlegen einer höheren Spannung,
wie in
12b darge stellt, erfolgt. Nachteilig
dabei ist, dass bei einer ausschließlichen Änderung der Strompulsbreite
Anforderungen an die PCM-Technologie gestellt werden, die gegenwärtig von
den meisten PCM-Prozesstechnologien nicht erfüllt werden. Die Bereitstellung
von verschiedenen Spannungspegeln ist auch nicht zweckmäßig. Bei
vielen Anwendungen gibt es keine zweite, geeignete Spannungsversorgung
auf dem Chip. Eine Erzeugung und Verteilung einer zweiten Spannung durch
eine Ladungspumpe ist mit einem zusätzlichem Flächenverbrauch und somit mit
zusätzlichen Kosten
verbunden. Eine Ableitung einer Spannung mit einem niedrigen Spannungswert
aus einer Spannung mit einem höheren
Spannungswert verursacht ferner neben einem Steuerungsaufwand (Overhead) auch
Probleme aufgrund eines reduzierten Signalhubs.
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Es
ist die Aufgabe der Erfindung, ein effizientes Konzept zum Beschreiben
und zum Auslesen von Speicherelementen mit Widerstandselementen,
die in verschiedenen Zuständen
verschiedene Widerstandswerte aufweisen, zu schaffen, wobei eine
einzige Versorgungsspannung sowohl zum Beschreiben als auch zum
Auslesen benötigt
wird.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Speicherausleselement gemäß Anspruch 1 und durch eine
Speicherzelle gemäß Anspruch
10 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand
von Unteransprüchen.
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Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass beim Beschreiben des
Speicherelements, d. h. beim Überführen der
Widerstandselemente in die für die
Widerstandswerte charakteristischen Zustände, auf eine zweite Versorgungsspannung
verzichtet werden kann, wenn die Widerstandselemente in die jeweiligen
Zustände
bei derselben Spannung ausschließlich durch Ströme überführt werden.
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Handelt
es sich bei den Widerstandselementen beispielsweise um die bereits
erwähnten PCM-Elemente,
so kann erfindungsgemäß der Übergang
von einem kristallinen Zustand, der durch einen niedrigen Widerstandswert
gekennzeichnet ist, in einen amorphen Zustand, der durch einen hohen
Widerstandswert gekennzeichnet ist, dadurch realisiert werden, dass
durch das Widerstandselement ein Strom mit einer Amplitude erzeugt
wird, die ausreichend ist, um genügend Wärme zu erzeugen, sodass der
Zustandsübergang
stattfindet. Sollte hingegen von dem amorphen Zustand in den kristallinen
Zustand gewechselt werden, so wird durch das sich im amorphen Zustand
befindende Widerstandselement ein Strom mit einer beispielsweise
niedrigeren Amplitude erzeugt, sodass genügend Wärme erzeugt wird, um das Widerstandselement
von dem amorphen in den kristallinen, beispielsweise in den polykristallinen,
Zustand zu überführen.
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Um
einen Strom mit einer hohen Amplitude zu ermöglichen, muss über einem
PCM-Element oft eine Aktivierungsspannung erzeugt werden, die im Bereich
von 1 V (z. B. 0.8 V–0.9
V oder 0.9 V–1
V) liegen kann. Wird die Aktivierungsspannung überschritten, dann gilt die
lineare Strom-Spannungsbeziehung gemäß dem Ohmschen Gesetz nicht.
Daher kann ein Strom mit einer großen Amplitude durch eine relativ geringe
Spannungsänderung
erzeugt werden. Eine Darstellung der Strom-Spannungs-Abhängigkeit
bei PCM-Elementen findet sich in A. Pirovano, A. L. Lacaita: Low-Field
Amorphous State Resistance and Threshold Voltage Drift in Chalcogenide
Materials, IEEE Transactions an Electronic Devices, Vol. 51, No.
5, Mai 2004, und in A. Redelli et al.: Electronic Switching Effect
and Phase-Change
Transition in Chalcogenide Materials, IEEE Electronic Device Letters,
Vol. 25, No. 10, Oktober 2004.
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Um
die mit Hilfe des Stroms zusätzlich
zu erzeugende Leistung zu minimieren oder um beispielsweise die
Schaltzeiten zu verkürzen,
kann es vorteilhaft sein, dass über
dem Widerstandselement eine höhere
Spannung, beispielsweise 1.2 V oder 1.5 V, erzeugt wird. Somit kann
das Widerstandselement beispielsweise schneller in den jeweiligen
Zustand überführt werden.
Eine höhere
Spannung kann jedoch dazu führen,
dass der Zustand des Widerstandselements beim Auslesen der Speicherzelle
geändert
wird, was mit einer Löschung
der gespeicherten Information gleichzusetzen ist (destruktives Auslesen).
Dies kann insbesondere dann problematisch sein, wenn das Speicherelement
zusätzlich
zu dem Widerstandselement ein weiteres Widerstandselement aufweist,
wobei ein Verhältnis
der Widerstandswerte des Widerstandselements und des weiteren Widerstandselements
den Speicherzustand darstellt. In diesem Fall kann beim Auslesen
der Speicherzelle der Fall auftreten, dass über dem Widerstandselement
mit dem höheren
Widerstandswert eine höhere Spannung
abfällt,
die zu einer Umprogrammierung des Widerstandselementes führen kann,
bei der das Widerstandselement in einen anderen Zustand überführt wird.
Um das destruktive Auslesen zu verhindern, wird gemäß einem
Aspekt der Erfindung beim Auslesen des Speicherelements eine Potentialdifferenz über demjenigen
Widerstandselement reduziert, das einen größeren Widerstandswert aufweist.
Somit kann trotz der höheren
Spannung, die im Falle einer Beschreibung der Elemente vorteilhaft
sein kann, dennoch verhindert werden, dass eine Umprogrammierung
der Widerstandselemente beim Auslesen des Speicherelementes auftritt.
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Ein
Vorteil der folgenden Erfindung liegt darin, dass eine einzige Versorgungsspannung
ausreichend ist, um die Widerstandselemente in beide Zustände zu überführen. Die
erfindungsgemäßen Schaltkreise
arbeiten daher bevorzugt mit einer einzigen Versorgungsspannung.
Aufgrund der Stromsteuerung ist eine höhere Spannung, z. B. eine weitere
Versorgungsspannung, um z. B. einen Reset durchzuführen, jedoch
nicht notwendig.
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Ein
weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass der Steuerungsaufwand
gering ist. Zum Erzeugen der Ströme
kann eine Stromerzeugungseinrichtung, die z. B. eine Stromquelle
umfassen kann, eingesetzt werden. Besteht die Stromerzeugungseinrich tung beispielsweise
aus zwei Transistoren, wobei jedem Widerstandselement ein Transistor
zugeordnet ist, so kann das Setzen und das Zurücksetzen (Set/Reset) der Widerstandselemente
in die jeweiligen Zustände separat
gesteuert werden.
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Das
erfindungsgemäße Konzept
zeichnet sich ferner durch eine hohe Flexibilität aus, weil eine Stromamplitude
und eine Pulsbreite in Abhängigkeit von
der durchzuführenden
Set- und Reset-Operation eingestellt werden können, wodurch auch eine Verwendung
einer einfachen PCM-Prozesstechnologie ermöglicht wird.
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Ein
weiterer Vorteil ist, dass die Pulsbreiten symmetrisch sein können. Eine Änderung
der Stromamplitude ermöglicht
eine Verwendung von Schreibpulsen mit gleichen Pulslängen für das Setzen
und für
das Zurücksetzen
der Widerstandselemente. Bei einer Anpassung der PCM-Prozesstechnologie
an das erfindungsgemäße Konzept
könnten
beispielsweise die Pulsbreiten oder auch die Pulsamplituden reduziert
werden, wodurch beispielsweise eine Leistungsreduktion erzielt werden
könnte.
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Das
erfindungsgemäße Konzept
ist nicht auf PCM-Elemente beschränkt, sondern kann überall dort
eingesetzt werden, wo eine Informationsspeicherung mit Hilfe von
Widerstandselementen, die mindestens zwei Zustände reversibel annehmen können (z.
B. magnetoresistive Elemente), durchgeführt werden kann.
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Weitere
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden mit Bezug auf die beiliegenden-Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
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1 ein
prinzipielles Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Speicherelements gemäß einem
Ausführungsbeispiel;
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2 Programmierströme für PCM-Elemente;
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3a–3d Speicherelemente
gemäß weiteren
Ausführungsbeispielen
der Erfindung;
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4a–4f Speicherelemente
gemäß weiteren
Ausführungsbeispielen
der Erfindung;
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5a ein
Speicherausleseelement gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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5b–5c Speicherausleseelemente gemäß weiteren
Ausführungsbeispielen
der Erfindung;
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6a eine
Speicherzelle gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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6b Signaldiagramme
für die
Speicherzelle aus 6a gemäß einem Ausführungsbeispiel;
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7 eine
Speicherzelle gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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8a eine
Speicherzelle gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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9a eine
SRAM-Zelle;
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9b eine
Flash-Zelle;
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9c eine
Latch-Zelle;
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10 eine
nichtflüchtige
Speicherzelle;
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11a eine nichtflüchtige Speicherzelle;
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11b–11d Zeitdiagramme für die Speicherzelle aus 11a; und
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12a–12b Programmierung von PCM-Elementen.
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Das
in 1 dargestellte Speicherelement umfasst ein Widerstandselement 101 mit
einem ersten Anschluss 103 und einem zweiten Anschluss 105.
Das Speicherelement umfasst ferner eine Stromerzeugungseinrichtung 107,
deren Ausgang mit dem ersten Anschluss 103 des Widerstandselements 101 gekoppelt,
beispielsweise elektrisch verbunden, ist.
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Die
Stromerzeugungseinrichtung 107 kann ferner einen Anschluss 109 umfassen,
an den ein Bezugspotential, beispielsweise ein Massepotential, anlegbar
ist.
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Das
Widerstandselement 101 weist in einem ersten Zustand einen
ersten Widerstandswert und in einem zweiten Zustand einen zweiten
Widerstandswert auf, wobei sich beide Widerstandswerte voneinander
unterscheiden. Darüber
hinaus sind die Zustände
reversibel, sodass das Widerstandselement 101 sowohl von
dem ersten in den zweiten als auch von dem zweiten in den ersten
Zustand überführbar ist.
Bei dem Widerstandselement 101 kann es sich beispielsweise
um ein PCM-Element handeln, bei dem der erste Zustand beispielsweise
ein amorpher Zustand und bei dem der zweite Zustand ein kristalliner
Zustand, beispielsweise ein polykristalliner Zustand ist, was im
Folgenden angenommen wird. Die folgenden Darstellungen gelten jedoch
auch für
den Fall, dass der erste Zustand der kristalliner und der zweite
Zustand ein amorpher ist, und auch für den Fall, dass das Widerstandselement 101 kein PCM-Element
ist.
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Die
Stromerzeugungseinrichtung 107 ist ausgebildet, um beim
Anliegen eines vorbestimmten Potentials, beispielsweise des Versorgungspotentials,
an dem zweiten Anschluss 105 des Widerstandselements 101 einen
Strom mit einer ersten Amplitude durch das Widerstandselement 101 zu
erzeugen, um das Widerstandselement zum Einstellen des ersten Widerstandswertes
in den ersten Zustand zu überführen, und/oder
um beim Anliegen des vorbestimmten Potentials an dem zweiten Anschluss 105 des Widerstandselements 101 einen
Strom mit einer zweiten Amplitude, die sich von der ersten Amplitude unterscheidet,
durch das Widerstandselement 101 zu erzeugen, um das Widerstandselement
zum Einstellen des zweiten Widerstandswerts in den zweiten Zustand
zu überführen.
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Handelt
es sich bei dem ersten Zustand des Widerstandselements 101 um
einen amorphen Zustand, so beträgt
der Widerstandswert etwa 1 MΩ. Handelt
es sich bei dem zweiten Zustand um den kristallinen Zustand, so
beträgt
der zweite Widerstandswert beispielsweise etwa 10 kΩ. Die erste
Amplitude kann beispielsweise 200 μA, die zweite Amplitude kann
beispielsweise 50 μA
betragen.
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Um
das Widerstandselement 101 zu beschreiben, kann das in 1 dargestellte
Speicherelement ausgebildet sein, um das vorbestimmte Potential,
beispielsweise das Versorgungspotential (Versorgungsspannung) von
1.2 V–1.5
V oder 3 V, an den zweiten Anschluss 105 des Widerstandselements 101 zu
legen. Um die bereits erwähnte
Aktivierungsspannung (beispielsweise 0.8 V, 0.9 V oder 1 V) über dem
Widerstandselement zu erzeugen, kann das Speicherelement ferner
ausgebildet sein, um an den Anschluss 109 der Stromerzeugungseinrichtung 107 ein
Bezugspotential, beispielsweise ein Massepotential, zu legen, sodass
sich zwischen den Anschlüssen 103 und 105 des
Widerstandselements 103 eine Potentialdifferenz, die beispielsweise
die Aktivierungsspannung übersteigt,
ausbildet. Das vorbestimmte Potential kann jedoch auch ein Bezugspotential
sein, das beispielsweise ein Massepotential repräsentiert und das sich von dem
Versorgungspotential unterscheidet.
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Das
in 1 dargestellte Speicherelement kann, wie bereits
erwähnt,
ausgebildet sein, um das vorbestimmte Potential an den Anschluss 105 des Widerstandselements 101 und
um das Bezugspotential an den Anschluss 109 der Stromerzeugungseinrichtung 107 zu
legen. Hierzu kann das Speicherelement beispielsweise einen Spannungs-Controller aufweisen,
der ausge bildet ist, um die Potentiale an die Anschlüsse 105 und 109,
beispielsweise beim Beschreiben des Widerstandselements 101,
zu legen. Gemäß einem
weiteren Aspekt können
die Anschlüsse 105 und 109 jedoch
mit Spannungsversorgungsanschlüssen
verbunden sein.
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Erfindungsgemäß kann die
Stromerzeugungseinrichtung 107 ausgebildet sein, um den Strom
mit der ersten Amplitude für
eine erste Zeitdauer zu erzeugen, und um den Strom mit der zweiten
Amplitude für
eine zweite Zeitdauer zu erzeugen, sodass Strompulse entstehen,
die gleiche Pulsbreiten und unterschiedliche Pulsamplituden aufweisen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt ist es jedoch möglich,
dass beide Pulse neben unterschiedlichen Amplituden auch unterschiedliche
Pulsbreiten aufweisen, sodass die Pulsbreite als ein zusätzlicher Steuerungsfreiheitsgrad
ausgenutzt werden kann.
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Gemäß einem
Aspekt umfasst die Stromerzeugungseinrichtung 107 eine
Stromquelle, die ausgebildet ist, um die Ströme mit einer ersten und/oder mit
einer zweiten Amplitude zu erzeugen. Gemäß einem weiteren Aspekt kann
die Stromerzeugungseinrichtung 107 ausgebildet sein, um
eine Amplitude eines Stroms auf die erste und/oder auf die zweite
Amplitude zu begrenzen. Hierzu kann die Stromerzeugungseinrichtung 107 eine
Transistorschaltung aufweisen.
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2 zeigt
ein Beispiel von (idealisierten) Programmierströmen zum Programmieren von PCM-Elementen.
Der Puls mit der Amplitude 200 μA kann eingesetzt werden, um
das Widerstandselement in den amorphen Zustand zurückzusetzen,
wobei die Pulsbreite 20 ns beträgt (Reset, amorph). In 2 ist
ferner ein weiterer Strompuls mit der Amplitude 50 μA dargestellt,
der zum Überführen des
Widerstandselements in den polykristallinen Zustand erzeugt wird,
wobei die Pulsdauer beispielsweise 50 ns betragen kann (Set, poly-X).
Wie oben er wähnt, können die
beiden Pulse jedoch gleiche Pulsbreiten zwischen 20–50 ns aufweisen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt können
die erste und die zweite Amplitude gleich sein. In diesem Fall werden
Ströme
gleicher Amplituden und unterschiedlicher Zeitdauer erzeugt, um
das Widerstandselement in den ersten oder in den zweiten Zustand zu überführen.
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Die
erfindungsgemäßen Schaltkreise
beziehen sich generell auf Speicherzellen, die Widerstandselemente
R verwenden, welche programmiert werden können, um idealerweise entweder
leitend (R = 0 Ω)
oder nicht-leitend (R = ∞)
zu sein. Die Widerstandselemente können beispielsweise durch einen
Strom für
eine vorbestimmte Zeitdauer programmiert werden, wie beispielsweise
in 2 dargestellt. Der programmierte Widerstandswert
wird auch bei Abwesenheit einer Versorgungsspannung beibehalten. Somit
liefert die erfindungsgemäße Implementierung nichtflüchtige Speicherelemente
bzw. nichtflüchtige Speicherzellen.
Ein Widerstandselement wird mit Hilfe eines Stroms programmiert,
sodass eine zweite Versorgungsspannung nicht notwendig ist. Da die Widerstandselemente
in den oberen Lagen, beispielsweise auf einem Metallstapel (metal
stack) eines CMOS-Prozesses, auf einem oberen Ende eines Transistors
implementiert werden können,
ist die erfindungsgemäße Lösung flächeneffizient.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt liefert die folgende Erfindung Basisschaltkreise,
die ausgebildet sind, um die erfindungsgemäßen Set- und Reset-Operationen
durchzuführen.
Die erfindungsgemäßen Lösungen erlauben
eine Variierung einer Amplitude eines Programmierstroms während der
Set- und Reset-Operation.
Der Programmierstrom ist der Strom, der zum Überführen des Widerstandselements
in den ersten oder in den zweiten Zustand durch das Widerstandselement
erzeugt wird. Gemäß einem
Aspekt der Erfindung können
die Amplituden der Programmierströme im Bereich der typischen Ion-Ströme (Einschaltströme) der
Transistoren in gegenwärtigen
CMOS-Prozesstechnologien
liegen. Ein Transistor kann daher verwendet werden, um einen Maximalstrom
durch das Widerstandselement zu begrenzen, um z. B. eine Beschädigung desselben
oder um ein destruktives Auslesen zu vermeiden.
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3a zeigt
ein Speicherelement mit einem Widerstandselement R1, das einen ersten
Anschluss 301 und einen zweiten Anschluss 303 aufweist.
Das Speicherelement umfasst ferner eine Stromerzeugungseinrichtung,
die mit dem ersten Anschluss des Widerstandselements R1 gekoppelt
ist. Die Stromerzeugungseinrichtung umfasst einen ersten Transistor N1b
zum Erzeugen des Stroms mit der ersten Amplitude und einen zweiten
Transistor N1a zum Erzeugen des Stroms mit der zweiten Amplitude.
Ein erster Anschluss des Transistors N1a ist mit einem ersten Anschluss
des Transistors N1b verbunden. Ein zweiter Anschluss des Transistors
N1a ist mit einem zweiten Anschluss des Transistors N1b verbunden.
Die zweiten Anschlüsse
der Transistoren N1a und N1b sind mit dem ersten Anschluss 301 des
Widerstandselements R1 verbunden. Wie in 3a dargestellt, sind
die ersten Anschlüsse
der Transistoren N1a und N1b mit einem Massepotential, welches das
Bezugspotential darstellt, verbunden. Der zweite Anschluss 303 des
Widerstandselements R1 ist hingegen mit dem vorbestimmten Potential,
das ein Versorgungspotential ist (z. B. 1.2 V oder 1.5 V), verbunden.
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Die
Transistoren N1a und N1b können
beispielsweise N-Kanal-Feldeffekttransistoren
sein. Um die Ströme
mit der unterschiedlich hohen Amplitude zu erzeugen, kann eine Gate-Breite
WNa des Transistors N1a geringer als eine
Gate-Breite WN1b des Transistors N1b sein.
Gemäß einem
weiteren Aspekt können
die Transistoren N1a und N1b derart beschaffen sein, dass eine Schwellenspannung
VTh_N1b des Transistors N1b geringer als
eine Schwellenspannung VThN_1a des Transistors
N1a ist.
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Die
Transistoren N1a und N1b weisen Steueranschlüsse (Steuereingänge) auf,
an die Steuersignale (Set und Reset) anlegbar sind. Beim Anlegen des
Reset-Steuersignals an den Steueranschluss des Transistors N1b wird
beispielsweise der Strom mit der ersten Amplitude erzeugt, um das
Widerstandselement R1 in den ersten Zustand, bei dem es sich beispielsweise
um den amorphen Zustand im Falle von PCM-Elementen handeln kann,
zu überführen. Beim
Anlegen eines Set-Steuersignals
an dem Steueranschluss des Transistors N1a wird hingegen ein Strom
mit der zweiten Amplitude erzeugt, um das Widerstandselement R1
in den zweiten Zustand, bei dem es sich um einen kristallinen Zustand
handeln kann, zu überführen. Bei
dem Set-Steuersignal und bei dem Reset-Steuersignal kann es sich
um komplementäre
Signale handeln, sodass zu einem Zeitpunkt nur einer der Transistoren
N1a und N1b aktiv ist.
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3b zeigt
ein Speicherelement gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Das Speicherelement umfasst ein Widerstandselement
R2 mit einem ersten Anschluss 305 und einem zweiten Anschluss 307,
und eine Stromerzeugungseinrichtung, die einen ersten Transistor
P2b und einen zweiten Transistor P2a umfasst. Die Transistoren sind,
wie in 3a dargestellt, miteinander
verbunden. Insbesondere sind die ersten Anschlüsse der Transistoren P2b und
P2a mit dem ersten Anschluss 305 des Widerstandselements
R2 verbunden.
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Im
Unterschied zu dem in 3a dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der zweite Anschluss 307 des Widerstandelements R2
mit dem Massepotential, das ein Bezugspotential darstellt, verbunden.
Darüber
hinaus sind die zweiten Anschlüsse
der Transistoren P2b und P2a mit dem durch einen Pfeil gekennzeichneten
Versorgungspotential, das das vorbestimmte Potential darstellt,
verbunden.
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Der
Transistor P2b ist ausgebildet, um den Strom mit der ersten Amplitude
zu erzeugen, um das Widerstandselement R2 in den ersten Zustand,
bei dem es sich um den amorphen Zustand handeln kann, zu überführen. Der
zweite Transistor P2a ist hingegen ausgebildet, um den Strom mit
der zweiten Amplitude zu erzeugen, um das Widerstandselement R2
in den zweiten Zustand, beispielsweise in den kristallinen Zustand,
zu überführen. Die
Steuerung der Transistoren entspricht der im Zusammenhang mit dem
in 3a dargestellten Ausführungsbeispiel beschriebenen
Steuerung. Eine Gate-Breite WP2b des Transistors
P2b ist z. B. größer als
eine Gate-Breite WP2a des Transistors P2a.
Gemäß einem
weiteren Aspekt kann ein Betrag |VTh_P2a|
der Schwellenspannung des Transistors P2a größer als ein Betrag |VTh_P2b| der Schwellenspannung des Transistors
P2b sein.
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Die
unterschiedliche Anordnung der in 3a und 3b dargestellten
Stromerzeugungseinrichtung ist darin begründet, dass die Stromerzeugungseinrichtung
aus 3a aus N-Kanal-Feldeffekttransistoren
und die Stromerzeugungseinrichtung aus 3b aus
P-Kanal-Feldeffekttransistoren aufgebaut ist. Bei einer Aktivierung
eines der Transistoren N1a oder N1b aus 3a wird
das Massepotential weitgehend unverfälscht an den ersten Anschluss 301 des
Widerstandselements R1 übertragen,
sodass sich über
dem Widerstandselement R1 die gewünschte Potentialdifferenz zwischen
dem Versorgungspotential und dem Bezugspotential einstellt. Bei
einer Aktivierung eines der Transistoren P2b oder P2a aus 3b wird
hingegen das Versorgungspotential an den Anschluss 305 des
Widerstandelements R2 weitgehend unverfälscht übertragen, sodass sich über dem
Widerstandselements R2 die gewünschte
Potentialdifferenz zwischen dem Versorgungspotential und dem Massepotential
einstellt.
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Erfindungsgemäß kann es
sich bei den Set-Signalen aus 3a und 3b sowie
bei den Reset-Signalen um jeweils komplementäre Signale handeln. Daher können z.
B. die Transistoren N1a und P2b unter Verwendung eines Signals sowie
deren komplementären
Version gleichzeitig aktiviert werden.
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Die
erfindungsgemäße Stromerzeugungseinrichtung
ist generell ausgebildet, um beim Anliegen einer vorbestimmten Spannung (Potentialdifferenz) über dem
Widerstandselement einen Strom mit der ersten Amplitude durch das
Widerstandselement zu erzeugen, um das Widerstandselement zum Einstellen
des ersten Widerstandswertes in den ersten Zustand zu überführen und/oder
um beim Anliegen der vorbestimmten Spannung über dem Widerstandselement
einen Strom mit der zweiten Amplitude durch das Widerstandselement
zu erzeugen, um das Widerstandselement zum Einstellen des zweiten
Widerstandswertes in den zweiten Zustand zu überführen. Die vorbestimmte Spannung
wird durch eine Differenz der an den Anschlüssen des Widerstandselements
anlegbaren Potentiale, beispielsweise Versorgungspotential und Bezugspotential,
das ein Massepotential sein kann, bestimmt. Somit wird lediglich eine
Spannungsquelle benötigt,
um das Widerstandselement in den ersten und/oder in den zweiten
Zustand zu überführen. Bei
der vorbestimmten Spannung kann es sich um eine Spannung handeln,
die die bereits erwähnte
Aktivierungsspannung von 1–3 V übersteigt.
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3c zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Speicherelementes. Im Unterschied zu dem in 3a dargestellten
Ausführungsbeispiel sind
die zweiten Anschlüsse
der Transistoren N1a und N1b getrennt ausgeführt und nicht miteinander verbunden.
Dadurch wird ermöglicht,
dass die Bezugspotentiale an die zweiten Anschlüsse der Transistoren N1a und
N1b unabhängig
voneinander anlegbar sind. So kann die Pulsbreite der erzeugten Ströme durch
ein Anlegen der Bezugsspannung an die zweiten Anschlüsse der
Transistoren gesteuert werden.
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3d zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Speicherelements. Der Unterschied zu dem in 3b dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist, dass die zweiten Anschlüsse
der Transistoren P2a und P2b voneinander getrennt sind, sodass an
diese, unabhängig
voneinander, beispielsweise ein Versorgungspotential anlegbar ist.
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Die
in 3a bis 3d dargestellten Schaltkreise
erzeugen zwei verschiedene Programmierströme unter Verwendung von zwei Transistoren.
Einer der Transistoren ist ausgebildet, um einen relativ hohen Ion für
die Reset-Operation (z. B. Überführung in
den ersten Zustand) zu erzeugen. Der andere Transistor ist ausgebildet,
um einen relativ niedrigen Ion für die Set-Operation
(z. B. Überführung in den
ersten Zustand) zu erzeugen. Der Strom Ion kann durch
eine Wahl eines unterschiedlichen Breiten-/Längenverhältnisses der Gate-Bereiche
der Transistoren oder der unterschiedlichen Schwellenspannung der
Transistoren variiert werden.
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4a zeigt
ein Speicherelement gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel.
Im Unterschied zu dem in 3a dargestellten
Ausführungsbeispiel umfasst
die Stromerzeugungseinrichtung einen einzigen Transistor N1, der
ein N-Kanal-Feldeffekttransistor
sein kann. Ein erster Anschluss des Transistors N1 ist mit dem ersten
Anschluss 301 des Widerstandselements 303 verbunden.
An einen zweiten Anschluss des Transistors N1 ist ein Bezugspotential, beispielsweise
ein Massepotential, anlegbar, um die gewünschte Potentialdifferenz über dem
Widerstandselement R1 zu erzeugen. Der Strom mit der ersten Amplitude
und der Strom mit der zweiten Amplitude werden durch ein Anlegen
von verschiedenen Potentialen an einen Steuereingang des Transistors
N1 erzeugt. Der Passtransistor N1 kann beispielsweise mit Hilfe
eines Hochpegels (H-Pegels, Vdd_set), der z. B. aus der Versorgungsspannung
abgeleitet werden kann (durch z. B. einen Passtransistor oder einen Spannungsteiler),
und der notwendig ist, um den Transistor N1 in einen leitfähigen Zustand
zu überführen, aktiviert
werden. Der Passtransistor N1 kann jedoch mit einem höheren Spannungspegel (Vdd_reset),
z. B. mit dem Versorgungsspannungspegel, der den Passtransistor
N1 in einen Übersteuerungsmodus überführt, aktiviert
werden, was einen höheren
Ion ermöglicht.
An den Steueranschluss (Gate-Anschluss) des Transistors N1 ist ferner
Vss anlegbar, um den Transistor zu öffnen.
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Durch
eine geringfügige
Veränderung
von z. B. der Gatespannung kann daher unter Ausnutzung einer nichtlinearen
Strom-Spannungskennlinie
eines Feldeffekttransistors ein Strom mit einer großen Amplitude
erzielt werden. Somit kann z. B. bei einer Substratsteuerung der
Reset mit einem geringeren Spannungshub durchgeführt werden.
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4b zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Speicherelements. Im
Unterschied zu dem in 3b dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst die Stromerzeugungseinrichtung einen einzigen P-Kanal-Feldeffekttransistor P2,
dessen erster Anschluss mit dem ersten Anschluss 305 des
Widerstandselements R2 verbunden ist. Um einen Strom mit der ersten
Amplitude zu erzeugen, wird an einen Steueranschluss (Gate-Anschluss)
des Transistors P2 ein Potential Vss_reset angelegt. Um einen Strom
mit der zweiten Amplitude zu erzeugen wird hingegen Vss_set angelegt.
Zum Öffnen
des Transistors P2 wird an dessen Steuereingang Vdd angelegt. Ein
zweiter Anschluss des Transistors P2 ist beispielsweise mit einem
durch einen Pfeil gekennzeichneten Versorgungspotential verbunden,
sodass das Versorgungspotential beim Aktivieren von P2 unverfälscht an
den ersten Anschluss 305 des Widerstandselements R2 übertragen
wird.
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4c zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Speicherelements. Im Unterschied zu dem in 4a dargestellten
Ausführungsbeispiel umfasst
das in 4c dargestellte Speicherelement einen
Transistor 401, der ein N-Kanal-Transistor sein kann. Ein
erster Anschluss des Transistors 401 ist mit dem ersten
Anschluss 305 des Widerstandselements R1 gekoppelt. An
einen zweiten Anschluss des Transistors 401 ist ein Bezugspotential,
beispielsweise ein Massepotential, anlegbar. Der Transistor 401 weist
ferner einen ersten Steueranschluss 403 auf, der beispielsweise
ein Gate-Anschluss sein kann. Der Transistor 401 umfasst
ferner einen zweiten Steueranschluss 405, bei dem es sich
um einen Substratanschluss (z. B. Bulk-Anschluss) handeln kann.
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4d zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Speicherelements, das,
im Unterschied zu dem in 4b dargestellten Ausführungsbeispiel,
einen Transistor 407 aufweist, der ein P-Kanal-Feldeffekttransistor
sein kann. Ein erster Anschluss des Transistors 407 ist
mit dem ersten Anschluss 305 des Widerstandselements R2
verbunden. An einen zweiten Anschluss des Transistors 407 ist
beispielsweise ein durch den Pfeil angedeutetes Versorgungspotential
anlegbar. Der Transistor 407 umfasst ferner einen ersten
Steueranschluss 409, bei dem es sich um einen Gate-Anschluss
handeln kann, und einen zweiten Anschluss 411, bei dem es
sich um einen Bulk-Anschluss handeln kann.
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In
den in 4c und 4d dargestellten Ausführungsbeispielen
wird die Stromerzeugungseinrichtung von den Transistoren 401 bzw. 407 gebildet.
Zum Erzeugen der Ströme
mit der ersten und der zweiten Amplitude wird an den ersten Steuereingang 403 des
Transistors 401 beispielsweise ein Signal Set1 angelegt,
um den Transistor 401 zu aktivieren. Die Stromamplitude
kann hingegen über
das an den zweiten Steueranschluss 405 (Bulk-Anschluss)
anzulegende Signal Set1bias eingestellt werden. Zum Erzeugen eines
Stroms mit der ersten oder mit der zweiten Amplitude wird gemäß dem in 4d dargestellten
Ausführungsbeispiel
an den ersten Steueranschluss 409 des Transistors 407 ein
Signal Set2 angelegt, um den Transistor zu aktivieren. Die Strom-Amplitude
kann beispielsweise über
den Bulk-Anschluss 411 mit Hilfe des Signal-Sets2bias eingestellt
werden. Wie es in den 4c und 4d dargestellt
ist, wird ein Betrieb in Sperr- und/oder in Vorwärtsrichtung (reverse biasing,
forward biasing) durchgeführt,
um die verschiedenen Programmierströme zu realisieren. Die notwendigen
Spannungspegel für
Biasing stehen insbesondere in den Schaltungen zur Verfügung, bei
denen Biasing z. B. zur Leakage-Minimierung
(Back-Biasing) bzw. zur Geschwindigkeitssteuerung (Forward-Biasing)
für die Logik-Schaltungen
eingesetzt wird (z. B. Tripple-Well-Prozess-Transistoren)
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4e zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Speicherelementes. Die
Stromerzeugungseinrichtung umfasst den Transistor N1b sowie einen
Transistor 413, bei dem es sich um einen P-Kanal-Feldeffekttransistor
handeln kann (z. B. P2a aus 3b). Die
ersten Anschlüsse der
Transistoren 413 und N1b sind miteinander und mit dem ersten
Anschluss 301 des Widerstandselements R1 verbunden. Die
zweiten Anschlüsse
der Transistoren 413 und N1b sind miteinander verbunden,
wobei an diese ein Bezugspotential, beispielsweise ein Massepotential,
anlegbar ist.
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4f zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Speicherelementes mit
einer Stromerzeugungseinrichtung, die den Transistor P2a sowie einen
Transistor 415 umfasst, bei dem es sich um einen N-Kanal-Feldeffekttransistor handeln
kann, beispielsweise um den Transistor N1a aus 3a.
Die an die Steuereingänge
der in den 4e und 4f dargestellten
Transistoren anlegbaren Signale set” und reset” sind komplementär zu einander.
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In
den in 4e und 4f dargestellten Ausführungsbeispielen
werden verschiedene Elemente für
die Set- oder für
die Reset-Operation verwendet. Um einen hohen Strom (und um eine Übertragung
der Spannung Vss-Level) zu ermöglichen, wird
für die
Reset-Operation ein NMOS-Element 413 bzw. 413 Verwendet.
Um einen niedrigeren Strom (und um nur eine Übertragung des Spannungspegels Vss – Vth_pmos
zu ermöglichen,
wird für
die Set-Operation z. B. ein PMOS-Element 413 bzw. 413 Verwendet.
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Wie
in den 3a bis 3d und 4a bis 4f dargestellt,
werden die Programmierströme über die
Steueranschlüsse
der jeweiligen Transistoren eingestellt. Die erfindungsgemäße Stromerzeugungseinrichtung
ist, im Allgemeinen, steuerbar und beispielsweise ausgebildet, um
ein erstes Steuersignal zu empfangen und, ansprechend auf das erste Steuersignal,
um den Strom mit der ersten Amplitude zu erzeugen, und um ein zwei tes
Steuersignal zu empfangen, und, ansprechend auf das zweite Steuersignal,
um den Strom mit der zweiten Amplitude zu erzeugen. Bei den Steuersignalen
kann es sich beispielsweise um den in 3a bis 3d sowie 4a und 4f dargestellten
Steuersignale Set, Reset, Vdd_set, Vdd_reset, Vss, Vss_set, Vss_reset, Vdd,
set1, set1bias, set2, set2bias oder set” handeln.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt kann das Speicherelement ein Steuerelement aufweisen,
das ausgebildet ist, um das erste und/oder um das zweite Steuersignal
zu erzeugen. Das Steuerelement kann beispielsweise ausgebildet sein,
um Daten mit unterschiedlichen Signalpegeln zu empfangen und um,
in Abhängigkeit
von den Signalpegeln, das erste oder das zweite Steuersignal zu
erzeugen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt umfasst das Speicherelement ein weiteres Widerstandselement mit
einem ersten Widerstandswert in dem ersten Zustand und einem zweiten
Widerstandswert in dem zweiten Zustand. Das weitere Widerstandselement und
das Widerstandselement können
identisch sein. Die Stromerzeugungseinrichtung kann beispielsweise
mit einem ersten Anschluss des weiteren Widerstandselementes gekoppelt
und ausgebildet sein, um beim Anliegen des vorbestimmten Potentials
an dem zweiten Anschluss des weiteren Widerstandselements einen
Strom mit der ersten oder zweiten Amplitude durch das weitere Widerstandselement
zu erzeugen, um das weitere Widerstandselement in den ersten oder
in den zweiten Zustand zu überführen. Mit
anderen Worten ausgedrückt
ist die Stromerzeugungseinrichtung ausgebildet, um bei einer vorbestimmten
Spannung (Potentialdifferenz der an den Anschlüssen des weiteren Widerstandselements
anliegenden Potentiale) über
dem weiteren Widerstandselement den Strom mit der ersten oder mit
der zweiten Amplitude zu erzeugen, wobei die vorbestimmte Spannung
einen Spannungswert aufweist, der notwendig ist, um einen Stromfluss
durch das weitere Widerstandselement zu ermöglichen. Somit kann ein Speicherzustand
des Speicherele ments beispielsweise durch ein Verhältnis der
Widerstandswerte des Widerstandselements und des weiteren Widerstandselements
dargestellt werden. Die Überführung des
weiteren Widerstandselements in den jeweiligen Zustand kann wie
im Zusammenhang mit dem Widerstandselement bereits beschrieben durchgeführt werden.
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Handelt
es sich bei den Passtransistoren beispielsweise um Transistoren
mit 500 mV Schwellenspannung, was z. B. einer Nominalspannung eines 90
nm CMOS-Prozesses mit High-Vt-Transistoren (Hochschwellenspannungstransistoren)
entspricht, so kann die Versorgungsspannung (bzw. das Versorgungspotential
z. B. 1.2 V betragen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt schafft die Erfindung ein Speicherausleseelement,
das ausgebildet ist, um einen Speicherzustand eines Speicherelements
auszulesen.
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Das
Speicherausleseelement umfasst erfindungsgemäß eine Potentialreduktionseinrichtung, die
ausgebildet ist, um ein Potential an dem Widerstandselement beim
Auslesen des Speicherelements zu reduzieren, wenn der Widerstandswert
größer als der
weitere Widerstandswert ist, oder um ein Potential an dem weiteren
Widerstandselement beim Auslesen des Speicherelements zu reduzieren,
wenn der weitere Widerstandswert größer als der Widerstandswert
ist. Die Potentialreduktionseinrichtung kann z. B. ausgebildet sein,
um das Potential, das an einem Anschluss des Widerstandselementes
anliegt, hinsichtlich eines an einem weiteren Anschluss des Widerstandselementes
anliegenden Potentials zu reduzieren, so dass eine Potentialdifferenz über dem Widerstandselement
reduziert wird, wodurch ein destruktives Auslesen verhindert werden
kann.
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Liegen
beispielsweise an einem ersten Anschluss des ersten Widerstandselements
ein Versorgungspotential und an einem zweiten Anschluss des Widerstandselements
ein Massepotential an, so kann die Potentialdifferenz über dem
Widerstandsele ment (d. h. die Spannung) zu hoch sein, sodass beim
Auslesen des Widerstandselements dessen Zustand geändert und
somit die gespeicherte Information gelöscht wird (destruktives Auslesen).
Um dies zu verhindern und um dennoch die Verwendung von einer einzigen
Versorgungsspannung zu ermöglichen,
ist die Potentialreduktionseinrichtung ausgebildet, um das Potential
an dem Widerstandselement zu reduzieren. Dabei wird das Potential
bezüglich
eines weiteren Potentials reduziert. Liegt beispielsweise an dem
ersten Anschluss des Widerstandselements das Versorgungspotential,
so ist die Potentialreduktionseinrichtung ausgebildet, um das Potential an
dem zweiten Anschluss des Widerstandselements in Bezug auf das Potential
an dem ersten Anschluss des Widerstandselements zu erhöhen, so daß die Potentialdifferenz
verringert wird. Dies ist gleichbedeutend damit, dass das Potential
des zweiten Anschlusses des Widerstandselements, im Falle einer
positiven Versorgungsspannung, bezüglich des Massepotentials erhöht wird.
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Um
die Potentialdifferenz über
dem Widerstandselement zu verringern, kann die Potentialreduktionseinrichtung
jedoch ausgebildet sein, um das an dem ersten Anschluss des Widerstandselements anliegende
Versorgungspotential hinsichtlich des an dem zweiten Anschluss anliegenden
Bezugspotentials, z. B. Massepotentials, zu verringern.
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Zum
Auslesen des Speicherzustands des Speicherelements kann das Speicherausleseelement
gemäß einem
Aspekt ausgebildet sein, um an einen Anschluss des Widerstandselements
ein erstes Potential, beispielsweise das Versorgungspotential, zu
legen, und an einen Anschluss des weiteren Widerstandselements ein
zweites Potential, beispielsweise ein Bezugspotential, das ein Massepotential
sein kann, zu legen, sodass sich über dem Widerstandselement
und über
dem weiteren Widerstandselement eine Potentialdifferenz ausbildet,
die den Speicherzustand des Speicherelements repräsentiert.
Das Speicherausleseelement kann ferner ausgebildet sein, um ein
Po tential an einem Knoten zwischen den beiden, gekoppelten Widerstandselementen
abzugreifen, um den Speicherzustand auszulesen, wobei das Potential
den Speicherzustand darstellt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt umfasst die Potentialreduktionseinrichtung einen
Schalter, der mit dem Widerstandselement gekoppelt ist und mit diesem
eine erste Anordnung bildet, und einen weiteren Schalter, der mit
dem weiteren Widerstandselement gekoppelt ist und mit diesem eine
zweite Anordnung bildet. Die erste Anordnung und die zweite Anordnung
sind beispielsweise in Reihe geschaltet und über einen Knoten verbunden.
Das Speicherausleseelement ist bevorzugt ausgebildet, um eine Spannung über der
ersten Anordnung zu erzeugen, um eine Spannung über der zweiten Anordnung zu
erzeugen, um den Schalter und den weiteren Schalter gleichzeitig
zu aktivieren, um an dem Knoten ein Potential, das den Speicher
repräsentiert,
zu erzeugen, und um, zum Auslesen des Speicherzustands, das Potential
abzugreifen.
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Um
die gewünschte
Potentialreduktion zu erzielen, kann der Schalter ausgebildet sein,
um eine Spannung, beispielsweise um eine Gegenspannung, zu erzeugen,
die über
dem Schalter abfällt
und die größer als
eine Spannung ist, die über
dem weiteren Schalter abfällt,
wenn der Widerstandswert größer als
der weitere Widerstandswert ist, um eine Spannung über dem
Widerstandselement zu reduzieren, sodass ein destruktives Auslesen
verhindert wird. Analog kann der weitere Schalter ausgebildet sein, um
eine Spannung zu erzeugen, die über
dem weiteren Schalter abfällt,
beispielsweise eine Gegenspannung, und die größer als eine Spannung ist,
die über dem
Schalter abfällt,
wenn der weitere Widerstandswert größer als der Widerstandswert
ist, sodass eine Spannung über
dem weiteren Widerstandselement reduziert wird.
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5a zeigt
ein Speicherausleseelement gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Das Speicherausleseelement umfasst das Widerstandselement
R1, das in Reihe mit einem P- Kanal-Feldeffekttransistor
P1 geschaltet ist, wodurch eine erste Anordnung 501 gebildet
wird. Das Speicherausleseelement umfasst ferner das zweite Widerstandselement
R2, das in Reihe mit einem N-Kanal-Feldeffekttransistor N2 geschaltet
ist, wodurch eine zweite Anordnung 503 gebildet wird. Die
Transistoren P1 und N2 sind über
einen Knoten 505 miteinander verbunden. Die beiden Transistoren
P1 und N2 werden mit Hilfe der Signale read” und read, die komplementär zueinander
sind, gleichzeitig aktiviert.
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Zum
Auslesen des Speicherzustands kann das Speicherelement ausgebildet
sein, um an den ersten Anschluss 303 des Widerstandselements
R1 das Versorgungspotential und an den zweiten Anschluss 307 des
Widerstandselements R2 das Bezugspotential, beispielsweise das Massepotential,
zu legen. Befindet sich das Widerstandselement R1 in einem hochohmigen
Zustand und befindet sich das Widerstandselement R2 in einem niederohmigen
Zustand, so wird beim gleichzeitigen Aktivieren der Schalter P1
und N2 das niedrigere Bezugspotential über den Transistor N2 an den
Knoten 505 übertragen
und repräsentiert
somit den Speicherzustand. Gleichzeitig erzeugt der Transistor P1
eine Schwellenspannung, die über
P1 abfällt,
und die eine Potentialdifferenz über
R1 verringert, sodass ein destruktives Auslesen verhindert wird.
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Befindet
sich beispielsweise das Widerstandselement R1 in einem niederohmigen
Zustand und das Widerstandselement R2 in einem hochohmigen Zustand,
so wird beim gleichzeitigen Aktivieren der Schalter P1 und N2 das
hohe Versorgungspotential über
den Schalter P1 an den Punkt 505 übertragen. Gleichzeitig erzeugt
der Transistor N2 eine Schwellenspannung, die die Potentialdifferenz über R2 verringert
und somit einem destruktiven Auslesen entgegenwirkt. Das Potential
an dem Knoten 505 repräsentiert
somit den Speicherzustand für
diese Kombination der Widerstandswerte und kann beispielsweise über einen
Anschluss Y, der mit dem Knoten 503 Verbunden ist, abgegriffen
werden. Diese Aufgabe kann beispielsweise das Spei cherausleseelement übernehmen.
Das Speicherausleseelement kann ferner ausgebildet sein, um die
Potentiale an die Anschlüsse 303 und 307 der
Widerstandselemente zu legen. Gemäß einem weiteren Aspekt können die
Anschlüsse 303 und 307 fest
mit Potentialebenen verbunden sein.
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5b zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Speicherausleseelementes. Im Unterschied zu dem in 5a dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist die Reihenfolge der Elemente in der jeweiligen Reihenschaltung
bestehend aus dem Transistor P1 und dem Widerstandselement R1 sowie
bestehend aus dem Transistor N2 und dem Widerstandselement R2 vertauscht.
Zum Auslesen des Speicherzustands wird an die freien Anschlüsse der
Transistoren P1 und N2, d. h. an die Anschlüsse, die nicht mit einem der
Widerstandselemente verbunden sind, beispielsweise das Versorgungs-
und das Bezugspotential gelegt, sodass ein Potential, das sich bei
einer Aktivierung der Transistoren P1 und N2 einstellt, über den
Abgriffspunkt Y abgegriffen werden kann.
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Beim
Anliegen des Versorgungspotentials an dem freien Anschluß des Transistors
N2 und beim Anliegen des Bezugspotentials an dem freien Anschluß des Transistors
P1 fallen über
P1 und N2 Schwellenspannungen ab, so daß an Y ein verringerter Spannungshub übertragen
wird. Dennoch ist die Anordnung von Vorteil, weil bei gleichzeitiger
Deaktivierung von P1 und N2 die Widerstandselemente R1 und R2 z.
B. von äußeren Anschlußpunkten
vollständig
entkoppelt werden. Wird z. B. an Y eine Lastkapazität angeschlossen,
so wird sich kein Leakage-Strom
durch die Widerstandselemente ausbilden, was zu einer erhöhten Stabilität des Speicherelementes
führt.
Der geringere Spannungshub kann z. B. durch einen Detektor erfaßt werden,
dessen Entscheidungsschwelle den verringerten Spannungshub bereits
berücksichtigt.
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5c zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Speicherausleseelements. Im Unterschied zu dem in 5a darge stellten
Speicherausleseelement umfasst das in 5c dargestellte
Speicherausleseelement eine Kapazität 507 (Kapazitätselement
Cload), die zwischen den Knoten 505 und Masse
geschaltet ist. Der zweite Anschluss 303 des Widerstandselements
R1 ist mit dem Versorgungspotential und der zweite Anschluss 307 des
Widerstandselements R2 ist mit dem Massepotential verbunden.
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Die
in 5a bis 5c dargestellten
Ausführungsbeispiele
der Speicherelemente zum Auslesen von zwei komplementären Widerstandselementen
verwenden jeweils Passtransistoren, um die Widerstandselemente von
einem Ausgangsknoten zu isolieren und auch einen Stromfluss durch
die Widerstandselemente zu verhindern. Während der Auslese-Operation
wird das ”read”-Signal
aktiv und es wird eine Spannung am Ausgang Y erzeugt, die von den Widerstandswerten
der beiden Elemente R1 und R2 abhängt. Im Falle eines dauerhaften
Auslesens speichert die Ausgangslast Cload einen
Ausgangswert, der regelmäßig durch
ein gepulstes ”read”-Signal
stabilisiert werden könnte
(refresh). Es wird jedoch angenommen, dass ein kurzer Auslesepuls
ausreichend ist, um die Ausgangslast zu entladen, aufzuladen/aufzufrischen,
worauf eine lange Periode eines inaktiven Auslesesignals folgt.
PCM-Elemente werden üblicherweise
bei einer niedrigeren Spannung ausgelesen als während der Schreib-Operation,
um ein destruktives Auslesen zu verhindern. Mit dem erfindungsgemäßen Auslesemechanismus
kann dieselbe Spannung zum Auslesen und zum Beschreiben verwendet
werden. Die bevorzugte Implementierung ist in 5a gezeigt.
Eine alternative Lösung zeigt 5b.
In 5c ist ein Ausführungsbeispiel eines Schaltkreises
gezeigt, das ein in der Speicherzelle gespeichertes Informationsbit
an die Lastkapazität
Cload überträgt.
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Die
in 5a bis 5c dargestellten
Passtransistoren können
ferner mit Hilfe von anderen Transistortypen, wie z. B. zwei NMOS-Transistoren, implementiert
werden. Obwohl zwei Passtransistoren desselben Typs aufgrund derselben
Polarität der Steuersignale
sowie der Möglichkeit
eines dichteren Layouts einfacher zu implementieren wären, wäre es hier
nicht möglich,
den vollen Spannungshub zu übertragen.
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Die
Erfindung schafft ferner eine Speicherzelle mit dem erfindungsgemäßen Speicherelement und
dem erfindungsgemäßen Speicherausleseelement,
wobei das Speicherelement ein weiteres Widerstandselement aufweist.
Das Widerstandselement und das weitere Widerstandselement werden bevorzugt
in komplementäre
Zustände überführt, sodass
ein Verhältnis
der Widerstandswerte, die sich in den Zuständen einstellen, den Speicherzustand
bzw. den Speicherinhalt darstellt.
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6a zeigt
ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Speicherzelle.
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Das
Speicherelement umfasst das Widerstandselement R1, das weitere Widerstandselement R2,
einen Transistor N3, der ein N-Kanal-Feldeffekttransistor sein kann
und der zwischen einen Eingang 601 der Speicherzelle und
den ersten Anschluss 301 des Widerstandselements R1 gekoppelt
ist. Das Speicherelement umfasst ferner einen Transistor N1, der
ein N-Kanal-Feldeffekttransistor
sein kann, und der zwischen den ersten Anschluss 301 des
Widerstandselements R1 und einen Potentialknoten, an den ein Potential
anlegbar ist, geschaltet ist.
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Das
Speicherelement umfasst ferner einen Transistor P3, der ein P-Kanal-Feldeffekttransistor sein
kann, und der zwischen den Eingang 601 der Speicherzelle
und den ersten Anschluss 305 des Widerstandselements R2
geschaltet ist. Das Speicherelement umfasst ferner einen Transistor
P2, der ein P-Kanal-Feldeffekttransistor
sein kann, der zwischen den ersten Anschluss 305 des Widerstandselements R2
und einen Potentialknoten, an den beispielsweise das Versorgungspotential
anlegbar ist, geschaltet ist. Die Stromerzeugungseinrichtung umfasst
die Transistoren N1, N3, P2 und P3.
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Das
Speicherausleseelement umfasst einen Transistor P1, der ein P-Kanal-Feldeffekttransistor sein
kann, und einen Transistor N2, der ein N-Kanal-Feldeffekttransistor
sein kann. Die Transistoren P1 und N2 sind über einen Knoten miteinander
verbunden und ergeben eine Schaltung, die zwischen den ersten Anschluss 301 des
Widerstandselements R1 und den ersten Anschluss 305 des
Widerstandselements R2 geschaltet ist. Der Knoten zwischen den Transistoren
P1 und N2 ist mit einem Ausgangsanschluss 603 der Speicherzelle
verbunden.
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Die
Speicherzelle umfasst ferner einen Eingangs-Treiber 605 und
einen Ausgangs-Treiber 607. Der Eingangs-Treiber 605 und
der Ausgangs-Treiber 607 sind identisch aufgebaut und bestehen,
wie in dem in 6a dargestellten Ausführungsbeispiel, aus
zwei Feldeffekttransistoren verschiedenen Typs, die mit den Steueranschlüssen (Gate)
miteinander verbunden sind. Statt des Inverters kann jedoch auch ein
Nand-Gatter vorgesehen werden.
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Der
Treiber 605 ist vorgesehen, um ein Signal zu empfangen,
das beispielsweise durch einen Spannungspegel charakterisiert ist,
und um dieses Signal zu stabilisieren, sodass an dem Anschluss 601 der
Speicherzelle ein Signal (data) mit einem stabilen Spannungspegel
anliegt.
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Gemäß einem
Aspekt ist der Treiber 605 ausgebildet, um denjenigen Strom
möglichst
unverfälscht
zur Verfügung
zu Stellen, der von der Stromerzeugungseinrichtung erzeugt wird.
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Der
Ausgangs-Treiber 607 ist vorgesehen, um das an dem Anschluss 603 der
Speicherzelle anliegende Signal zu stabilisieren, und um über einen Ausgang
Z ein stabiles Signal auszugeben.
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Die
Stromerzeugungseinrichtung ist ausgebildet, um Steuersignale (write” und write),
die komplementär
zueinander sein können,
zu empfangen, um entweder das Widerstandselement R1 oder das weitere
Widerstandselement R2 beispielsweise von dem ersten, amorphen Zustand
in den zweiten, kristallinen Zustand zu überführen. Beim Anliegen eines Versorgungspotentials
an dem zweiten Anschluss 303 des Widerstandselements R1
und beim Anliegen eines Bezugspotentials, beispielsweise des Massepotentials,
an dem zweiten Anschluss 307 des weiteren Widerstandselements
R2, wird bei einer Aktivierung des Transistors N3 das Widerstandselement
R1 nur dann in den zweiten Zustand überführt, wenn an dem Anschluss 601 beispielsweise
das Bezugspotential anliegt, das eine Amplitude (Pegel) eines Signals
(data) darstellen kann, und wenn durch R1 der Strom mit der zweiten
Amplitude erzeugt wird. Liegt an dem Anschluss 601 hingegen
das Versorgungspotential an, das einen zweiten Amplitudenwert des Signals
darstellen kann, so fließt
durch R1 kein Strom, sodass ein Zustandswechsel nicht herbeigeführt wird.
Das positive Potential wird hierdurch durch den Transistor P3 an
den Anschluss 305 transferiert, sodass R2 in den zweiten
Zustand überführt werden kann,
wenn durch R2 der Strom mit der zweiten Amplitude erzeugt wird.
Zum Überführen der
Widerstandselemente R1 und R2 in den amorphen Zustand (Zurücksetzen),
werden an die Steueranschlüsse
der Transistoren N1 und P2 Steuersignale reset und reset” angelegt.
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Gemäß einem
Aspekt ist der Anfangszustand der Widerstandselemente R1 und R2
der erste Zustand (hochohmiger Zustand).
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Im
Allgemeinen ist die Stromerzeugungseinrichtung ausgebildet, um ein
an dem Eingang 601 der Speicherzelle anlegbares Signal
(data) zu empfangen und um einen Strom mit der zweiten Amplitude nur
durch R1 zu erzeugen, wenn das Signal einen ersten Signalpegel,
beispielsweise das Bezugspotential, aufweist, und um den Strom mit
der zweiten Amplitude nur durch R2 zu erzeugen, wenn das Signal
einen zweiten Signalpegel, beispielsweise Versorgungspotential,
aufweist. Die Transistoren P3 und N3 werden dabei bevorzugt und
gleichzeitig aktiviert.
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6b zeigt
ein mit einem Betrieb der Speicherzelle zusammenhängendes
Signal- und Zustandsdiagramm.
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Während der
Ausleseoperation können
die ”write” und ”reset”-Signale einen niedrigen
Pegel aufweisen (low), wobei das ”read”-Signal gepulst werden kann.
Unter der Annahme, dass die Widerstandselemente R1 und R2 sich während eines
hohen Pegels des ”read”-Signals
stets in einem Komplementärzustand
befinden (z. B. R1 hochohmig, R2 niederohmig), kann am Knoten Y
entweder ein niedriger oder ein hoher Spannungspegel erzeugt werden,
der sich beispielsweise bei einer Versorgungsspannung von 1 V für einen
Widerstandswert von 1 MΩ für R1 und
einem Widerstandswert von 10 kΩ für R2 einem
Spannungspegel von 0,01 V nähert.
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Weist
das ”read”-Signal
einen niedrigen Pegel auf, so wird der vorherige Wert in einer Kapazität eines
Ausgangs-Tors (z. B. Inverter) gespeichert. Im Falle von typischen
130 nm CMOS-Elementen mit regulären
Schwellenspannungen Vth (Cinput = 4fF, Vdd = 1 V, Ioff < 0,2 nA) sinkt der
gespeicherte Spannungspegel lediglich auf 75% über zumindest 5 μs. Bei einer
Betriebsfrequenz von 100 MHz ist es daher notwendig, in jedem 500-ten
Zyklus einen Refresh durchzuführen.
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Bevor
die Widerstandselemente komplementär programmiert werden, können sie
durch Erzeugen eines kurzen Pulses des ”reset”-Signals zurückgesetzt
werden, der einen hohen Reset-Strom durch
R1 und R2 triggert und der R1 und R2 in den amorphen Zustand, in
dem sie hochohmig sind, übergehen
läßt. Der
hohe Strom kann z. B. durch ein grosses W/L-Verhältnis der Transistoren N1 und
P2 gewährleistet
werden. Ein anschließender
langer Puls des ”write”-Signals
erzwingt einen niedrigeren Set-Strom durch einen der beiden Widerstandselemente
in Abhängigkeit
von „data” (ist ”data” beispielsweise
hoch, dann fließt
ein Set-Strom durch R2 und es fließt kein Strom durch R1). Der
niedrigere Strom kann z. B. durch ein geringeres W/L-Verhältnis der Transistoren
N3 und P3 gewährleistet
werden.
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Nach
einem Abschalten der Versorgungsspannung und einem anschließenden Einschalten der
Versorgungsspannung ist ein einfacher ”read”-Puls ausreichend, um den
gespeicherten Wert am Ausgang der Zelle auszugeben.
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Wenn
eine Auffrischung (refresh) eines Ausgangs-Treibers nicht zweckmäßig ist,
können
Halteschaltkreise eingesetzt werden, um den auszulesenden Wert am
Ausgang der Speicherzelle aufzufangen (latch). Ferner kann einr
Rückkopplung
von Z auf Y, über
z. B. einen Inverter, vorgesehen werden.
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7 zeigt
eine Speicherzelle gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Im Unterschied zu dem in 6a dargestellten
Ausführungsbeispiel
umfasst die Speicherzelle ein Auffangregister 701 (latched
Output), dessen Eingang mit dem Ausgangsanschluss 603 der
(Kern-)Speicherzelle verbunden ist (die Kern-Speicherzelle umfasst die
umrandeten Elemente).
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Das
Auffangregister 701 (Latch-Register) umfasst N-Kanal-Feldeffekttransistoren
N4, N5 und P-Kanal-Feldeffekttransistoren
P4 und P5, die in der in 7 dargestellten Weise verschaltet
sind. Das Auffangregister 701 umfasst ferner einen N-Kanal-Feldeffekttransistor
und einen P-Kanal-Feldeffekttransistor,
der der Schaltung bestehend aus den Transistoren N4, N5, P4 und
P5 nachgeschaltet ist.
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Die
Funktionsweise der Speicherzelle, die in 7 dargestellt
ist, ist ähnlich
zu der Funktionsweise der gepulsten Speicherzelle aus 6a mit
Ausnahme der Auslese-Operation. Während der Auslese-Operation
wird der rückgekoppelte
Schaltkreis P4, P5, N5 und N4 durch P4 und N4 abgeschaltet, während P1
und N2 leitend sind und den gespeicherten Wert zu den Ausgangsknoten
Y und Z hin treiben. Nachdem der Auslesepuls beendet ist, funktioniert der
Rückkopplungsschaltkreis
wie ein Halteelement und überführt den
Ausgangswert in einen stabilen Wert.
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Die
erfindungsgemäßen Basisschaltkreisstrukturen
für das
Beschreiben und das Auslesen der PCM-Elemente können in allen Schaltkreistypen
eingesetzt werden, die eine Programmierung der PCM-Elemente oder
eine Detektion von deren Widerstandswerten erfordern. Die erfindungsgemäße nichtflüchtige Speicherzellenstruktur
ist ein Beispiel für
einen Schaltkreis, der die Vorteile der erfindungsgemäßen Substrukturen,
z. B. der Speicherelemente und der Speicherausleseelemente, ausnutzt.
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Mögliche Anwendungen
der erfindungsgemäßen nichtflüchtigen
Speicherzelle könnten
beispielsweise im Bereich der konfigurierbaren Logikschaltkreise
(z. B. FPGAs) liegen, wo verteilte Konfigurationsspeicherzellen
zum Steuern von Schaltern, um geeignete Verbindungen zu erzeugen,
und zum Implementieren von Look-up-Tabellen benötigt werden.
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8a zeigt
eine Speicherzelle gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel.
Im Unterschied zu der in 7 dargestellten Speicherzelle
umfasst die Speicherzelle einen Schalter 801, der beispielsweise
ein Transistor sein kann, dessen Steueranschluss mit dem Ausgangsanschluss 603 der
Speicherzelle verbunden ist, wobei das Bezugspotential das Massepotential
ist.
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8b zeigt
eine Speicherzelle gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Im Unterschied zu dem in 7 dargestellten
Ausführungsbeispiel
umfasst die in 8b dargestellte Speicherzelle
zusätzlich
ein Ausgangstor 803, das ein Transmissions-Gate sein kann.
Das Ausgangstor 803 umfasst bevorzugt einen N-Kanal-Feldeffekttransistor
und einen P-Kanal-Feldeffekttransistor und ist mit der Speicherzelle,
wie in 8b dargestellt, verbunden. Das
Ausgangstor 803 dient dazu, um sowohl einen niedrigen Spannungspegel,
beispielsweise 0 V, als auch einen hohen Spannungspegel, beispielsweise
3 V, unverfälscht
an einen Ausgang zu übertragen.
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Die
erfindungsgemäße Speicherzelle
ist, verglichen mit einer SRAM-Zelle, aufgrund ihres nichtflüchtigen
Charakters sowie der Fehlerresistenz vorteilhaft. Verglichen mit
einer Flash-Zelle
benötigt die
erfindungsgemäße Speicherzelle
eine einzige Versorgungsspannung. Darüber hinaus kann die der Speicherzelle
zugrunde liegende Prozesstechnologie einfach an die neuesten Logikprozesse,
bei denen die PCM-Zelle beispielsweise in einer Metallschicht implementiert
werden kann (BEOL), angepasst werden. Im Vergleich mit bekannten
PCM-Zellen ist die erfindungsgemäße Speicherzelle
vorteilhaft, weil sie beispielsweise ein destruktives Auslesen verhindert.
Die Leckstrom-Verluste werden darüber hinaus auf ein akzeptables
Niveau reduziert. Darüber
hinaus wird eine Programmierung der Widerstandselemente durch eine
veränderliche
Strom-Amplitude und/oder Pulsbreite ohne eine zweite Versorgungsspannung
ermöglicht.
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Das
erfindungsgemäße Speicherausleseelement,
das beispielsweise in den 5a bis 5c dargestellt
ist, und das von der Speicherzelle verwendet werden kann, trägt durch
eine starke Reduktion eines konstanten Stromflusses durch die Widerstandselemente
R1 und R2 zu einer Verlustreduktion bei, weil ein Widerstand eines
Transistors im ausgeschalteten Zustand im Bereich von GΩ liegt,
während ein
Widerstand eines PCM-Elements im Bereich von MΩ liegt.
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Erfindungsgemäß wird eine
einzige Spannung zum Auslesen und zum Beschreiben der Widerstandselemente
benötigt.
Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel
ist das Speicherausleseelement ausgebildet, um ein Steuersignal
zu erzeugen, das eine Form eines kurzen Auslesepulses, beispielsweise
5 ns aufweist, und das die Passtransistoren P1 und N2 zum Auslesen
des Speicherzustandes aktiviert.
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Ein
destruktives Auslesen wird verhindert, weil ein kurzer Auslesepuls
innerhalb von R1 und R2 keine Wärmeentwicklung ermöglicht,
die einen unerwünschten
Phasenwechsel herbeiführen
könnte.
Ein derartiger Schaltkreis erlaubt es, identische Versorgungsspannung
für das
Auslesen und für
das Beschreiben der PCM-Element einzusetzen. Des Weiteren wird durch
die Wahl der Passtransistoren (N- bzw. P-Typ) P1 und N2 gewährleistet,
dass beim Auslesen eine um die Schwellenspannung reduzierte Potentialdifferenz über den
Widerstandselementen abfällt.
Hingegen fällt
die volle Potentialdifferenz beim Schreiben über den zu programmierenden
Widerstandselementen durch die Wahl des Typs der Passtransaistoren
(N- bzw. P-Typ) P3 und N3 ab.
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Bei
den Widerstandselementen handelt es sich bevorzugt um PCM-Elemente.
Es können
jedoch andere Elemente vorgesehen werden, die in der Lage sind,
dauerhaft verschiedene Widerstandswerte anzunehmen. Ein Vorteil
der PCM-Technologie ist, dass eine Skalierung nicht nachteilig sondern
von Vorteil ist. Je kleiner die Strukturen werden, desto geringere
Ströme
werden benötigt,
um einen Phasenwechsel herbeizuführen.
Darüber
hinaus können
die Phasenwechselelemente (Phase-Change-Elemente) mit sublithografischen Techniken
in den oberen Schichten eines CMOS-Prozesses realisiert werden und
können
daher über
die Transistoren gestapelt werden, z. B. über die Transistoren, die notwendig sind,
um die Speicherzelle zu bilden. PCM-Elemente weisen ferner eine
gute Stabilität
der Betriebstemperatur auf. Darüber
hinaus zeichnen sich PCM-Elemente
durch eine gute Charakteristik hinsichtlich einer Aufrechterhaltung
der Eigenschaften aus (mehr als 10 Jahre Aufrechterhaltung bei 110°C). Die Erfindung
verwendet Elemente, deren Widerstandswert derart geändert werden
kann, dass er auch ohne Vorliegen einer Versorgungsspannung beibehalten
wird (Nichtflüchtigkeit).
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Die
Erfindung schafft Basisschaltkreise, die mit Widerstandselementen
zusammenwirken. Es werden beispielsweise zwei programmierbare Widerstandselemente
eingesetzt, die komplementär
angeordnet sind. Die erfindungsgemäßen Prinzipien sind jedoch auch
bei Anordnungen mit einzelnen Widerstandselementen anwendbar. Die
Set- und die Reset-Operationen werden so durchgeführt, dass
es möglich
ist, nicht nur eine Pulslänge
des Programmierstroms zu variieren, sondern auch dessen Amplitude,
wie es beispielsweise in 3a und 3b dargestellt
ist.
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Der
Widerstandswert der PCM-Elemente kann ohne eine Änderung der PCM-Elemente evaluiert
werden, d. h., dass eine Auslese-Operation
bei derselben Versorgungsspannung wie die Schreib-Operation (Speicher-Operation)
und mit minimalen Leckstrom-Verlusten
durchgeführt
wird, wie beispielsweise in 5b dargestellt.
Das bevorzugte Ausführungsbeispiel
in 6a verdeutlicht die Datenspeicherung in nichtflüchtigen
Speicherzellen, die die erfindungsgemäßen Vorteile ausnutzt.