DE102005062458A1 - Schutzhaube für ein Handwerkszeug - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schutzhaube für ein Handwerkszeug mit einem Rotationswerkzeug, mit einer Axialwand zum bereichsweisen Abdecken des Rotationswerkzeuges. Es wird vorgeschlagen, dass die Axialwand (3) axial versetzt zueinanderliegende, miteinander verbundene, insbesondere einstückig verbundene, Wandbereiche (4) aufweist. Ferner wird ein Handwerkszeug vorgeschlagen, das eine solche Schutzhaube (1) aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Schutzhaube für ein Handwerkszeug nach Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner ein Handwerkszeug mit einer solchen Schutzhaube.
- Stand der Technik
- Handwerkszeuge mit Rotationswerkzeugen, beispielsweise Winkelschleifer, werden universell und in den vielfältigsten Bereichen eingesetzt. Durch eine Vielzahl an Rotationswerkzeugen kann diese Art Handwerkszeug für vielfältige Zwecke eingesetzt werden und ist aufgrund seiner Leistungsfähigkeit sehr beliebt. Insbesondere bei Verwendung mit scheibenförmigen Rotationswerkzeugen müssen solche Handwerkszeuge mit Schutzhauben versehen sein. Diese halten nicht nur Funken und abgetragene Materialpartikel vom Bediener fern, sondern verhindern auch, dass mit hoher Geschwindigkeit weggeschleuderte Teile eines zerborstenen Rotationswerkzeuges in den Bereich des Bedieners gelangt und diesen verletzt. Solche Schutzhauben sind bekannt. Sie weisen einen Überdeckungsbereich zum rotierenden Werkzeug auf, und geben das Rotationswerkzeug in einem anderen Bereich frei, so dass es dort an das zu bearbeitende Werkstück angelegt werden kann. Diese Schutzhauben werden, um ihre Aufgabe des Schutzes des Bedieners und der diesen umgebenden Bereiche wirksam erfüllen zu können und um einen ausreichenden Schutz insbesondere vor berstenden Rotationswerkzeugen zu bieten, die eine hohe Energie freisetzen, aus kräftigem, meist zähem und starkwandigem Material hergestellt. Im Regelfall bestehen sie aus einem kräftigen Blechformteil.
- An diesen Schutzhauben ist nachteilig, dass sie aufgrund ihrer materialstarken, kräftigen Ausführung relativ schwer sind und einen hohen Materialverbrauch aufweisen.
- Vorteile der Erfindung
- Dem gegenüber bietet die Erfindung den Vorteil, dass die Axialwand axial versetzt zueinanderliegend miteinander verbundene, insbesondere einstückig verbundene Wandbereiche aufweist. Durch diese Ausführungsform ergibt sich bereits bei geringerer Materialstärke eine vergleichsweise hohe Festigkeit, so dass eine Material- und Gewichtseinsparung erfolgt.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass mehrere der Wandbereiche flächen- und/oder geometriegleich sind. Flächengleich bedeutet, dass die einzelnen Wandbereiche den im Wesentlichen selben Flächeninhalt haben; geometriegleich bedeutet, dass die Wandbereiche ähnliche Winkel aufweisen.
- In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Wandbereiche radial verlaufende Stoßflächen aufweisen. Damit ist gemeint, dass die genannten Wandbereiche so aneinander grenzen, dass diese Stoßbereiche jeweils auf einem Radius betreffend den Außenumfang der Schutzhaube verlaufen.
- In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Stoßflächen als Stufen ausgebildet sind. Eine stufenweise Ausbildung der Stoßflächen zwischen den einzelnen Wandbereichen ergibt eine besondere Materialsteifigkeit bei gleichem Materialaufwand oder, bei zumindest gleicher Steifigkeit einen geringeren Materialaufwand und damit eine Kosten- und Gewichtseinsparung. Gleichzeitig führen die als Stufen ausgebildeten Stoßzonen dazu, dass Materialpartikel oder auch Teile geborstener Rotationswerkzeuge in ihrer Flugbahn innerhalb der Schutzhaube abgebremst und abgelenkt werden, so dass ein Durchschlagen der Schutzhaube aufgrund des bereits vorher eintretenden starken Energieverlustes nicht möglich ist.
- In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Stufen Versteifungsstufen bilden. Durch diese besonderer Ausgestaltung der Stufen in Hinblick auf ihre Materialdicke und den Verlauf der Stufe von Wandfläche zu Wandfläche lässt sich eine die Struktur der Schutzhaube verstärkende und versteifende Wirkung erzielen.
- In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass an die Axialwand ein Kragen vorzugsweise einstückig angrenzt. Hiermit ist gemeint, dass die Axialwand in einem im Wesentlichen 90° betragenden Winkel in Axialrichtung angeformt ist, wobei vorzugsweise Axialwand und Kragen aus einem Stück bestehen.
- In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Kragen eine Mantelfläche aufweist, die mit gleichem koaxialen Abstand zur Drehachse des Rotationswerkzeuges verläuft. Hiermit ist gemeint, dass sich die axial versetzt liegende Ausführungsform der Wandbereich der Axialwand im Kragen nicht oder nicht wesentlich weiter fortsetzt, sondern dass die Mantelfläche im Wesentlichen glattflächig ausgeformt ist. In Verbindung mit der axial versetzten Ausführung der einzelnen Wandbereiche ergibt sich hierdurch eine noch bessere Versteifung der Schutzhaube.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schutzhaube einen Rotationswerkzeugfreigabebereich aufweist, der zumindest entlang eines Abschnitts als Krempelrand aus gebildet ist. Unter Rotationswerkzeugfreigabebereich wird der Bereich verstanden, in dem das Rotationswerkzeug von der Schutzhaube nicht überdeckt wird, sondern zum Arbeitseinsatz frei rotiert und dem zu bearbeitenden Werkstück angelagert wird. Die wenigstens abschnittsweise Ausführung des Rotationswerkszeugfreigabebereichs als Krempelrand führt zu einer besonders stabilen, steifen Konstruktion.
- In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schutzhaube zu ihrer abnehmbaren Befestigung am Handwerkszeug eine Spannvorrichtung aufweist. Mit einer solchen Spannvorrichtung ist die lösbare Befestigung der Schutzhaube an dem Handwerkszeug möglich.
- Die Erfindung umfasst ferner ein Handwerkszeug mit einer Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche. Handwerkszeuge mit einer erfindungsgemäßen Schutzhaube sind durch die genannten Konstruktionsvorteile gewichtssparend und im Einsatz vielseitiger und flexibler, hierbei auch kräfteschonender für den Bediener.
- Die Erfindung wird im Nachfolgenden anhand von Figuren näher erläutert.
- Es zeigen
-
1 eine Schutzhaube in Aufsicht -
2 eine Schutzhaube in Teilperspektive. -
1 zeigt eine Schutzhaube1 für ein nicht dargestelltes Handwerkszeug. Diese weist, im Wesentlichen einseitig von einem Spannring2 abgehend, eine Axialwand3 auf. Diese erstreckt sich im Wesentlichen in Radialrichtung R von dem Spannring abgehend, und bildet hierbei Wandbereiche4 aus, die axial versetzt zueinander angeordnet sind. Zwischen den einzelnen Wandbereichen4 befinden sich Stoßzonen5 , die als Stufen6 ausgebildet sind. Die Wandbereiche4 sind – in Axialrichtung gesehen – abwechselnd erhöht und zurücktretend angeordnet, und hierbei über die als Stufen6 ausgebildeten Stoßzonen5 einstückig miteinander verbunden. Statt einer einstückigen Ausführung (beispielsweise aus einem einzigen Prägeteil bestehend) ist es selbstverständlich auch möglich, einzelne Wandbereiche4 beispielsweise durch Verschweißen oder eine andere Verbindungstechnik miteinander zu verbinden und so die beschriebene Ausführungsform herbeizuführen. Gerade eine Verbindung einzelner Wandbereiche4 durch Verschweißen ergibt eine besonders gute Versteifung bei vorgegebener Materialstärke, ist aber in der Fertigung etwas aufwendiger. Von den Wandbereichen4 bilden mehrere jeweils ein Ringsegment7 aus, wobei jedes Ringsegment7 durch einen am Spannring2 angelagerten Bund8 innenumfangseitig und durch einen Kragen9 außenumfangseitig begrenzt wird. Die in einem ersten Endbereich10 und in einem zweiten Endbereich11 der Axialwand3 belegenen Wandbereiche4 sind so ausgebildet, dass sie zum jeweils innenseitig benachbarten, als Ringsegment7 ausgeführten Wandbereich4 eine als Stufe6 ausgebildete Stoßzone5 , zum ersten Endbereich beziehungsweise zum zweiten Endbereich hin jedoch einen Krempelrand12 aufweisen. Der Krempelrand12 ist einstückig zur Axialwand3 . Die am ersten Endbereich10 beziehungsweise am zweiten Endbereich11 gelegenen Wandbereiche4 sind nicht ringsegmentförmig ausgebildet, sondern dergestalt, dass sie innenumfangseitig an den Außenumfang des Spannrings anschließen, wobei der erste Endpunkt13 und der zweite Endpunkt14 des ersten Endbereiches10 und des zweiten Endbereiches11 durch die Mittelachse15 des Spannrings2 querverbunden eine 180°-förmige Überdeckung eines nicht dargestellten Rotationswerkzeuges ergibt, mithin also, begrenzt durch eine gedachte Querverbindung zwischen dem ersten Endbereich10 und dem zweiten Endbereich11 durch die Mittelachse15 mit einer Mantelfläche16 des Kragens9 , einen Halbkreis bildet. Durch die Ausführung als Ringsegmente7 der Axialwand3 ergibt sich in Verbindung mit den Stufen6 eine erhebliche Versteifung der Axialwand3 im Vergleich zu einer flächigen Ausführung. Diese wird durch eine wiederum ebenenversetzte Ausführung der äußeren Wandbereiche4 und die Anordnung eines Krempelrandes12 jeweils im ersten Endbereich10 und dem zweiten Endbereich11 der Axialwand3 noch deutlich verstärkt. - Je nach Ausgestaltung der einzelnen Wandbereiche
4 und der Stufen6 , insbesondere auch in Hinblick auf Materialstärke und Vertiefungsgrad (Ebenenversatz) können unterschiedliche Versteifungsgrade der Axialwand3 erzielt werden. -
2 zeigt eine Teilperspektive der Schutzhaube1 mit dem zweiten Endbereich11 und dem dort umfangsseitig angeordneten Krempelrand12 . Die einzelnen Wandbereiche4 , insbesondere die Ringsegmente7 , verlaufen in einem Winkelbereich17 dergestalt in die Mantelfläche16 des Kragens9 , dass sie einen gleichen koaxialen Abstand zur Drehachse des nicht dargestellten Rotationswerkzeuges aufweisen, ihr oben beschriebener Axialversatz folglich im Winkelbereich17 endet und sich nicht in der Mantelfläche16 fortsetzt. Dies trägt wiederum zu einer erheblichen Versteifung der Konstruktion bei.
Claims (10)
- Schutzhaube für ein Handwerkszeug mit einem Rotationswerkzeug, mit einer Axialwand (
3 ) zum bereichsweisen Abdecken des Rotationswerkzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialwand (3 ) axial versetzt zueinander liegende miteinander verbundene, insbesondere einstückig verbundene, Wandbereiche (4 ) aufweist. - Schutzhaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wandbereiche (
4 ) flächen- und/oder geometriegleich sind. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbereiche (
4 ) radial verlaufende Stoßflächen aufweisen. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßflächen aufweisenden Stoßzonen (
5 ) als Stufen (6 ) ausgebildet sind. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufen (
6 ) Versteifungsstufen bilden. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die Axialwand (
3 ) ein Kragen (9 ) vorzugsweise einstückig angrenzt. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragen (
9 ) eine Man telfläche (16 ) aufweist, die mit gleichem koaxialen Abstand zur Drehachse des Rotationswerkzeuges verläuft. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube (
1 ) einen Rotationswerkzeugfreigabebereich aufweist, der zumindest entlang eines Abschnitts als Krempelrand (12 ) ausgebildet ist. - Schutzhaube nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhaube (
1 ) zu ihrer abnehmbaren Befestigung am Handwerkszeug eine Spannvorrichtung aufweist. - Handwerkszeug mit einer Schutzhaube (
1 ) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
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