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Die
Erfindung betrifft ein Messsystem im Kraftfahrzeugbereich zum Messen
von wenigstens zwei Füllständen.
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Ein
Messsystem der genannten Art ist in der
DE 196 10 154 beschrieben. Ein Kraftstofftank
in einem Kraftfahrzeug ist mit einem in diesem angeordneten Zusatztank
vorgesehen. Ein Füllstand
in dem Kraftstofftank wird mittels eines ersten Füllstandssensors
gemessen. Ein Füllstand
in dem Zusatztank wird mittels eines zweiten Füllstandssensors gemessen. Dazu
weisen der erste und der zweite Füllstandssensor jeweils eine
Einrichtung auf, die strukturell von der jeweils anderen Einrichtung
völlig
unabhängig
und getrennt ist. Die eine Einrichtung erzeugt ein elektrisches
Messsignal in Abhängigkeit
von dem Füllstand
in dem Kraftstofftank, und die andere Einrichtung erzeugt ein weiteres
elektrisches Messsignal in Abhängigkeit
von dem Füllstand
in dem Zusatztank.
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Nachteilig
an diesem System hat sich die Tatsache herausgestellt, dass beide
Einrichtungen völlig
getrennt voneinander bestehen, obwohl sie Bauteile mit gleicher
Funktion aufweisen. Es werden keine Synergieeffekte zwischen den
Bauteilen genutzt. Solche Synergieeffekte sollten gerade bei einer Massenproduktion,
die für den
Kraftfahrzeugbereich kennzeichnend ist, genutzt werden. Ansonsten
ergibt sich eine Vielzahl an Bauteilen mit einem hohen Platzbedarf
sowie einem hohen Montageaufwand. Die Folge sind hohe Material-
und Montagekosten.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes und einfacher
herstellbares Messsystem im Kraftfahrzeugbereich zum Messen von wenigstens
zwei Füllständen bereitzustellen.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch ein Messsystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
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Demgemäß ist ein
Messsystem im Kraftfahrzeugbereich zum Messen von wenigstens zwei
Füllständen vorgesehen,
mit einer ersten Messeinrichtung zum Messen eines ersten Füllstandes
in einem ersten Behälter,
welche eine erste Einrichtung zum Erzeugen eines ersten elektrischen
Messsignals in Abhängigkeit
von dem ersten Füllstand
aufweist und mit einer zweiten Messeinrichtung zum Messen eines
zweiten Füllstandes
in einem zweiten Behälter, welche
eine zweite Einrichtung zum Erzeugen eines zweiten elektrischen
Messsignals in Abhängigkeit von
dem zweiten Füllstand
aufweist, wobei die erste Einrichtung und die zweite Einrichtung
wenigstens ein gemeinsames Bauteil aufweisen.
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Die
der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin,
dass mindestens ein Bauteil eingespart werden kann, indem die beiden
Einrichtungen auf mindestens ein gemeinsames entsprechend ausgebildetes
Bauteil zusammen zugreifen bzw. dieses als integrierten Bestandteil
ihrer Anwendung gemeinsam verwenden.
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Die
Einsparung von Bauteilen führt
vorteilhaft zu einer Reduktion der Materialkosten des Messsystems.
Ferner entfällt
ein Montageprozess des eingesparten Bauteils beim Aufbau des erfindungsgemäßen Messsystems,
was zu weiteren Kostenvorteilen führt.
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In
den Unteransprüchen
finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen des
im Patentanspruch 1 angegebenen Messsystems.
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Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung weist die erste Einrichtung wenigstens
ein erstes elektrisches Widerstandselement auf. Dieses erste elektrische
Widerstandselement dient der Bildung des ersten, elektrischen Messsignals.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die
zweite Einrichtung wenigstens ein zweites elektrisches Widerstandselement auf.
Dieses zweite elektrische Widerstandselement dient der Bildung des
zweiten elektrischen Messsignals.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist das wenigstens eine gemeinsame Bauteil als ein Träger für elektronische
Bauteile ausgebildet. Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung,
bei der das gemeinsame Bauteil als Widerstandsträger ausgebildet ist, auf dem
das erste elektrische Widerstandselement und das zweite elektrische
Widerstandselement angeordnet sind. Als Widerstandsträger werden
gewöhnlich
Platinen bzw. Dickschicht-Träger verwendet.
Das zweite elektrische Widerstandselement kann dabei auf prozesstechnisch
sehr einfache Art zusätzlich
zu dem wenigstens ersten elektrischen Widerstandselement auf die
Platine oder die Dickschicht mit aufgedruckt werden. Ein separater
Widerstandsträger
für das
zweite elektrische Widerstandselement entfällt somit. Ebenso ent fällt ein
separater Montageprozess für
das zweite elektrische Widerstandselement. Typischerweise sind das
erste und/oder das zweite Widerstandselement als herkömmliche
elektrische Widerstände
ausgebildet.
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Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung weist die zweite Einrichtung eine Schalteinrichtung auf,
wobei die Schalteinrichtung zum Erzeugen des ersten Messsignals
oder des zweiten Messsignals schaltbar ist. Bei einer ersten Anordnung
ist die Schalteinrichtung mit dem zweiten elektrischen Widerstandselement
parallel und das erste elektrische Widerstandselement mit dem zweiten
elektrischen Widerstandselement in Serie elektrisch verbunden. Bei
einer alternativen Anordnung kann die Schalteinrichtung mit dem
ersten Widerstandselement in Serie und das erste Widerstandselement
mit dem zweiten Widerstandselement parallel elektrisch verbunden sein.
Bei der ersten Anordnung der Schalteinrichtung bewirkt ein Öffnen oder
Schließen
der Schalteinrichtung ein Hinzuschalten (Ausgabe des zweiten Messsignals)
bzw. Wegschalten (Ausgabe des ersten Messsignals) des zweiten Widerstandselementes. Bei
der zweiten Anordnung der Schalteinrichtung bewirkt ein Öffnen oder
Schließen
der Schalteinrichtung ein Wegschalten (Ausgabe des zweiten Messsignals) bzw.
Hinzuschalten (Ausgabe des ersten Messsignals) des ersten Widerstandselementes.
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In
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Schalteinrichtung
magnetisch und/oder mechanisch und/oder elektromagnetisch schaltbar. Daraus
ergibt sich eine große
Flexibilität
bei der Wahl einer geeigneten Schalteinrichtung.
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Ferner
weist die erste Messeinrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform
einen ersten Schwimmer auf, welcher sich in Abhängigkeit von dem ersten Füllstand
in dem ersten Behälter
positioniert. Ein in dem ersten Behälter vom Schwimmer verdrängtes Fluid
erzeugt eine Auftriebskraft, die den Schwimmer im Bereich des ersten
Füllstandes
hält.
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Weiterhin
weist die zweite Messeinrichtung in einer Weiterbildung einen zweiten
Schwimmer auf, welcher sich in Abhängigkeit von dem zweiten Füllstand
in dem zweiten Behälter
positioniert. Ein in dem zweiten Behälter durch den Schwimmer verdrängtes Fluid
erzeugt eine Auftriebskraft, die den Schwimmer im Bereich des zweiten
Füllstandes
hält.
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In
einer weiteren Ausgestaltung ist die Schalteinrichtung in Abhängigkeit
von einer Bewegung des zweiten Schwimmers schaltbar. Erreicht der
Füllstand
eine vorbestimmten Schwellwert, so bewegt sich der zweite Schwimmer
in eine vorgegebene Position, bei welcher die Schalteinrichtung
geschaltet wird.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
sind die erste Einrichtung und die zweite Einrichtung innerhalb
des zweiten Behälters
angeordnet. Eine räumliche
Zusammenfassung der ersten und zweiten Einrichtung kann zu einer
kompakteren Bauweise führen
und somit den Montageaufwand zum Montieren des Messsystems weiter
reduzieren.
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Vorzugsweise
ist der erste Behälter
als ein Kraftstofftank in einem Kraftfahrzeug ausgebildet. Der zweite
Behälter
ist als ein in dem Kraftstofftank angeordneter Beruhigungstopf ausgebildet.
Die Messung der Füllstände in dem
Kraftstofftank und in dem Beruhigungstopf dient unter Anderem dazu,
einen Fahrer des Kraftfahrzeuges möglichst genau über das
vorhandene Kraftstoffvolumen zu informieren.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung ist das erste elektrische Widerstandselement
Bestandteil eines änderbaren
Widerstands, beispielsweise eines Spannungsteilers. Der änderbare
Widerstand besitzt ein Stellelement zum Ändern der an dem änderbaren Widerstand
abfallenden Spannung zur Erzeugung des ersten Messsignals. Das Stellelement
ist dabei in Abhängigkeit
der Bewegung des ersten Schwimmers bewegbar. Bei dieser Anordnung
steht die am änderbaren
Widerstand abfallende Spannung in einem Verhältnis zu dem ersten Füllstand
und ist somit ein Maß für den ersten
Füllstand.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
zeigt eine mit der ersten Messeinrichtung und/oder der zweiten Messeinrichtung
verbundene Anzeigevorrichtung den ersten Füllstand und/oder den zweiten Füllstand
an. Im Speziellen kann dem Fahrer des Kraftfahrzeuges das in dem
Kraftstofftank und in dem Beruhigungstopf vorhandene Kraftstoffvolumen
angezeigt werden.
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Ferner
sieht das Messsystem in einer weiteren Ausgestaltung einen mit wenigstens
der zweiten Messeinrichtung verbundenen Warnsignalgeber vor, der
ein akustisches, haptisches und/oder optisches Warnsignal ausgibt,
wenn das zweite Messsignal unterhalb eines vorbestimmten Schwellwertes
liegt. Im Speziellen kann der Fahrer des Kraftfahrzeuges gewarnt
werden, wenn das Kraftstoffvolumen im Beruhigungstopf derart niedrig
ist, dass die Gefahr eines Ansaugens von Luft durch die Kraftstoffpumpe
besteht. Wird der Fahrer durch einen Warnsignalgeber, beispielsweise
eine Lichtquelle oder einen Lautsprecher, gewarnt, dann kann der
Fahrer die Brennkraftmaschine abschalten, bevor diese Luft ansaugt.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen
dabei:
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1 ein
Blockschaltbild eines Aufbaus eines Messsystems gemäß einem
ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2A eine
perspektivische Ansicht eines Messsystems gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2B eine
vergrößerte Darstellung
des Teilausschnitts des Beruhigungstopfes aus 2A;
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2C eine
rechtsseitige Ansicht des Beruhigungstopfes aus 2B;
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2D ein
elektrisches Schaltbild des Messsystems gemäß dem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel;
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3A eine
perspektivische Ansicht eines Messsystems gemäß einem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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3B eine
vergrößerte Darstellung
des Teilausschnitts des Beruhigungstopfes aus 3A;
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3C eine
rechtsseitige Ansicht des Beruhigungstopfs aus 3B;
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3D ein
elektrisches Schaltbild eines Messsystems gemäß dem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel;
und
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4 ein
Blockschaltbild einer Anzeigeeinrichtung des Messsystems gemäß dem ersten,
zweiten oder dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel.
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In
allen Figuren der Zeichnung sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente – sofern
nichts Anderes angegeben ist – mit
jeweils denselben Bezugszeichen versehen worden.
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1 zeigt
ein Blockschaltbild eines Aufbaus eines Messsystems 21 zum
Messen von Füllständen gemäß einem
ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Das Messsystem 21 weist eine
erste Messeinrichtung 22, die mit einem ersten Behälter 1 gekoppelt
ist, und eine zweite Messeinrichtung 23, die mit einem
zweiten Behälter 2 gekoppelt
ist, auf. Der erste Behälter 1 weist
ein Fluid mit einem ersten Füllstand 20 auf.
Der zweite Behälter 2 weist
einen zweiten Füllstand 3 auf. Die
erste Einrichtung 30 und die zweite Einrichtung 31 sehen
ein gemeinsames Bauteil 5 zum Aufnehmen von elektronischen
Bauteilen vor.
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Die
erste Messeinrichtung 22 misst den ersten Füllstand 20 im
ersten Behälter 1.
Dazu sieht die erste Messeinrichtung 22 eine erste Einrichtung 30 zum
Erzeugen eines ersten, elektrischen Messsignals M1 in Abhängigkeit
von dem ersten Füllstand 20 vor.
Die zweite Messeinrichtung 23 misst den zweiten Füllstand 3 in
dem zweiten Behälter.
Dazu sieht die zweite Messeinrichtung eine zweite Einrichtung 31 zum
Erzeugen eines zweiten elektrischen Messsignals M2 in Abhängigkeit
von dem zweiten Füllstand 3 vor.
Das Bauteil 5 erfüllt
dabei eine der ersten und der zweiten elektronischen Einrichtung 30, 31 gemeinsame
Funktion.
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2A zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Messsystems 21 gemäß einem
zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel.
Ein Kraftstofftank 1 in einem Kraftfahrzeug umfasst einen
Beruhigungstopf 2. Der Beruhigungstopf 2 stellt
sicher, dass eine Brennkraftmaschine auch für einen Fall, dass der Kraftstofftank
eine Beschleunigung erfährt,
mit Kraftstoff versorgt werden kann. Die Kraftstoffentnahme für die Kraftstoffversorgung
der Brennkraftmaschine erfolgt dabei aus dem Beruhigungstopf 2.
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Der
Kraftstofftank 1 weist einen ersten Füllstand 20 und der
Beruhigungstopf 2 einen zweiten Füllstand 3 auf. Der
Beruhigungstopf 2 ist derart hoch ausgebildet, dass er
knapp unter die obere Wandung 42 des Kraftstofftanks 1 reicht.
An seiner Unterseite 43 schließt der Beruhigungstopf mit
dem Kraftstofftank 1 ab. Der Beruhigungstopf faßt dabei
ungefähr
2 Liter und ist oben offen ausgebildet. Ein erster Schwimmer 15 ist
mittels eines ersten Schwimmerhebels 14, welcher durch
den Durchtritt 10 im Beruhigungstopf reicht und schwenkbar
zu diesem gelagert ist, mit einer elektrisch leitenden Kontaktfeder 6 verbunden.
Die Kontaktfeder 6 weist einen Kontaktniet 7 auf,
der sich mit einem ersten auf dem Widerstandsträger 5 angeordneten
Widerstandselement 34 in elektrischem Kontakt befindet.
Ein zweiter Schwimmer 4 ist mittels eines Schwenkhebels 16 an
einer Drehachse 9 schwenkbar gelagert. Der Betätigungsnocken 8 ist
fest mit dem Schwenkhebel 16 verbunden.
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Der
erste Schwimmer 15 schwenkt in Abhängigkeit des Füllstandes 20 des
Kraftstofftanks 1 relativ zu dem Durchtritt 10.
Der zweite Schwimmer 4 bewegt sich in Abhängigkeit
des Füllstandes 3 in
dem Beruhigungstopf 2 um die Drehachse 9. Vorzugsweise
ist der zweite Schwimmer 4 in einem oberen Bereich des
Beruhigungstopfes 2 angeord net. Somit kann eine Kraftstoffentnahme
aus dem Beruhigungstopf 2 früh erkannt werden.
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2B und 2C illustrieren
eine Teilansicht bzw. eine rechtsseitige Ansicht des Beruhigungstopfes
aus 2B des zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Gemäß den 2B bzw. 2C sind
ein zweites Widerstandselement 13, eine Kontaktfläche 34A des
zweiten Widerstandselementes 13, ein Anschluss 33 des
ersten Widerstandselementes sowie Anschlußkontakte 18, 19 in
dem System vorgesehen.
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Der
Widerstandsträger
ist als eine herkömmliche
Platine ausgebildet. Das erste und das zweite Widerstandselement 13, 34 werden
in einem Druckprozess auf die Platine aufgedruckt.
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Der
Anschlußkontakt 18 ist
mittels eines elektrischen Leiters 12 mit der Kontaktfeder 6 und dem
Widerstand 13 verbunden. Der Anschlußkontakt 19 ist mit
dem Widerstand 13 und dem Anschluss 33 mittels
eines elektrischen Leiters 11 verbunden.
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Der
in 2B dargestellte zweite Füllstand 3 entspricht
einem gefüllten
Kraftstofftank 1. Auf den Schwenkhebel 16 wirkt
mittels des durch den Schwimmer 4 verdrängten Kraftstoffvolumens eine Kraft,
die ein Drehmoment um den Drehachse 9 (hier im Uhrzeigersinn
dargestellt) verursacht. Ein Anlageelement 40 verhindert
jedoch ein Drehen des Schwenkhebels 16 im Uhrzeigersinn.
Bei gefülltem Kraftstofftank 1 befindet
sich die um die Drehachse 9 schwenkbare Kontaktfeder 6 mit
dem Kontaktniet 7 in einer Position zwischen einem mit
F bezeichneten vollen und einem mit E bezeichneten leeren Kraftstofftank 1 in
Abhängigkeit
des ersten Schwimmers 15. Ist der Kraftstofftank 1 vollständig geleert,
so befindet sich die Kontaktfeder 6 in der Position E.
Der zweite Füllstand 3 senkt
sich bei weiterer Kraftstoffentnahme aus dem Beruhigungstopf 2 unter
den mit 3A in 2B gekennzeichneten Schwellwert
ab. Der Schwellwert im Beruhigungstopf entspricht einem Kraftstoffvolumen,
wenn etwa 0,6 Liter aus diesem entnommen worden sind. Das im Beruhigungstopf 2 verbleibende
Kraftstoffvolumen reicht typischerweise aus, um eine Tankstelle
zu erreichen. Sowie sich der Beruhigungstopf 2 weiter leert,
schwenkt der Schwimmer 4 durch sein Eigengewicht in Richtung des
in 2B mit dem Bezugszeichen 32 gekennzeichneten
Pfeils. Dabei kommt der Betätigungsnocken 8 mit
der elastischen Kontaktfeder 6 an deren Ende in Kontakt.
Wird weiterhin Kraftstoff aus dem Beruhigungstopf entnommen, dann
hebt der Betätigungsnocken 8 den
Kontaktniet 7 von der Kontaktfläche 34A des ersten
Widerstandselements 34 ab.
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2D zeigt
ein elektrisches Schaltbild des zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung. Ein änderbarer
elektrischer Widerstand 7, 34 ist mit einer Schalteinrichtung 35 verbunden.
Das zweite Widerstandselement 13 ist parallel zu dem änderbaren
Widerstand 7, 34 und zu der Schalteinrichtung 35 verbunden
angeordnet. Eine Ausgangsspannung VOUT wird über die Kontakte 18 und 19 gemessen.
Bei gefülltem
Kraftstofftank 1 ist die Schalteinrichtung 35 geschlossen.
Die Ausgangsspannung VOUT ändert
sich mit dem elektrischen Widerstand des änderbaren Widerstandes 7, 34,
welcher von der Position des ersten Schwimmers 15 abhängt. Sinkt der
Füllstand 3 im
Beruhigungstopf unter den Schwellwert 3A, so hebt der Betätigungsnocken 8 den
Kontaktniet 7 mittels Abhebens der Kontaktfeder 6 von
der Kontaktfläche
des zweiten Widerstands 34A ab. Dies entspricht einer geöffneten
Schalteinrichtung 35. Die Ausgangsspannung VOUT entspricht
der am zweiten Widerstandselement 13 anliegenden elektrischen
Spannung.
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Das
erste Messsignal M1 entspricht der Ausgangsspannung VOUT bei geschlossener
Schalteinrichtung 35. Das zweite Messsignal M2 entspricht
der Ausgangsspannung bei geöffneter
Schalteinrichtung 35. Folglich kann zwischen den Kontakten 18, 19 sowohl
das erste Messsignal als auch das zweite Messsignal abgegriffen
werden.
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Im
Folgenden wird anhand der 3A bis 3D ein
Messsystem zur Füllstandserkennung gemäß einem
dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung näher
erläutert.
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Es
wird auf die Ausführungen
bezüglich
des zweiten Ausführungsbeispiels
verwiesen, wobei im Folgenden im Wesentlichen die sich davon unterscheidenden
Merkmale ausführlicher
beschrieben werden.
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3A illustriert
eine perspektivische Ansicht und die 3B und 3C eine
Teilansicht bzw. eine rechtsseitige Ansicht des Messsystems gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel.
Die zweite Messeinrichtung 23 weist gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine Halterung 37 auf, welche einen unteren Anschlag 27 besitzt.
Die Halterung 37 ist mit einer Führung 25 verbunden,
welche durch einen oberen Anschlag 28 begrenzt wird. Ein
ringförmiger
Schwimmer 4 mit einem eingesetzten Magneten 24 ist
auf der Führung 25 in
vertikaler Richtung bewegbar gelagert. Das Innere der Führung 25 weist eine
sogenannte Reed-Schalteinrichtung mit Kontakten 26A, 26B auf.
Die Kontakte 26A, 26B sind von einem hermetisch
abschließenden
Glaskörper
umschlossen. Wird ein magnetisches Feld, beispielsweise mittels
eines Permanentmagneten, den Kontakten angenähert, so schließen sich
die Kontakte 26A, 26B (Position P1). Bei Entfernen
des magnetischen Feldes entfernen sich die Kontakte 26A, 26B wieder voneinander
(Position P2). Die Kontakte 26A, 26B weisen jeweils
die Kontaktanschlüsse 27A, 27B auf.
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Bei
gefülltem
Kraftstofftank 1 bewegt sich beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
die Kontaktfeder 6 in Abhängigkeit von dem zweiten Schwimmer 15 und
verändert
somit den Widerstand zwischen dem Kontaktniet 7 und dem
Anschluss des ersten Widerstandselementes 33. Ist der Kraftstofftank 1 geleert,
so befindet sich die Kontaktfeder 6 in der Position E.
Bei einem Füllstand 3 des
Beruhigungstopfs 2 oberhalb des Schwellwerts 3A erzeugt
das von dem Schwimmer 4 verdrängte Kraftstoffvolumen eine
Auftriebskraft auf den Schwimmer 4 und presst diesen gegen
den oberen Anschlag 28. Der Magnet 24 ist in dieser
Position derart von den Kontakten 26A, 26B beabstandet,
dass das magnetische Feld, welches auf die Kontakte 26A, 26B wirkt,
sehr gering ist. Somit sind die Kontakte 26A, 26B miteinander
in elektrischem Kontakt (Position P1). Alternativ dazu kann auch
ein Reed-Kontakt mit umgekehrter Funktion verwendet werden, wobei
sich die Kontakte 26A, 26B sich unter Einwirkung
eines Magnetfeldes schließen und
sich bei Entfernen des Magnetfeldes öffnen.
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Sinkt
der Füllstand 3 in
dem Beruhigungstopf 2 unter den Schwellwert 3A,
so senkt sich der Schwimmer 4 in Richtung 32 ab.
Liegt der Schwimmer 4 am unteren Anschlag 29 an,
so ist das magnetische Feld an den Kontakten 26A, 26B derart
groß, dass
diese voneinander beabstandet sind. Somit ist der Kontakt geöffnet (Position
P2). Es kann kein Strom zwischen den Anschlüssen 27A, 27B fließen. In 3C ist
der Anschlußkontakt 18 mit
der Kontaktfeder 6 leitend verbunden. Der Anschluss 33 des ersten
Widerstandselements 34 ist mit dem Widerstand 13,
welcher auf dem Widerstandsträger 5 angeordnet
ist, elektrisch verbunden. Das Widerstandselement 13 ist
mit dem Anschluss 19 elektrisch verbunden. Ferner ist der
An schluss 33 mit dem Kontaktanschluß 27B des Reed-Kontaktes 26A, 26B elektrisch
verbunden. Der zweite Kontaktanschluß 27A der Reed-Kontakte 26A, 26B ist
mit dem Außenanschluss 19 verbunden.
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3D zeigt
ein elektrisches Schaltbild des Messsystems 21 gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel.
Der veränderbare
Widerstand 7, 34 ist mit dem Widerstandselement 13 elektrisch
in Serie verbunden. Die Schalteinrichtung 35 ist elektrisch
parallel mit dem Widerstandselement 13 verbunden. Die Schalteinrichtung
ist hier im Wesentlichen durch die Reed-Kontakte 26A, 26B und
den Permanentmagneten 24 ausgebildet. Eine Ausgangsspannung VOUT
wird zwischen den Anschlüssen 18 und 19 gemessen.
Bei gefülltem
Kraftstofftank 1 ist die Schalteinrichtung 35 geöffnet. Keine
Spannung fällt
in diesem Fall an dem zweiten Widerstandselement 13 ab. Sinkt
der zweite Füllstand
im Beruhigungstopf 2 unter den Schwellwert 3A ab,
so öffnet
sich die Schalteinrichtung 35. Das zweite Widerstandselement 13 ist
in diesem Fall stromdurchflossen und verändert die Spannung VOUT.
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4 zeigt
ein Blockschaltbild einer Erweiterung des Messsystems gemäß dem ersten,
zweiten bzw. dritten Ausführungsbeispiel.
Eine Anzeigeeinrichtung 8 und eine Lautsprechervorrichtung 39 empfangen
die Messsignale M1, M2. Die Messsignale M1, M2 werden auf der Anzeigevorrichtung 38 einem Fahrer
des Fahrzeuges dargestellt. Dabei ist die Anzeigevorrichtung 38 vorzugsweise
als digitale optische Literanzeige ausgebildet. Die Lautsprechervorrichtung 39 erzeugt
einen Warnton, wenn das erste und/oder das zweite Messsignal M1,
M2 einen vorbestimmten wert aufweisen. Alternativ oder zusätzlich zu
der Lautsprechervorrichtung 39 kann eine Lichtquelle vorgesehen
sein, die ein optisches Warnsignal für den Fahrer erzeugt. Somit
kann der Fahrer effektiv gewarnt werden, wenn beispielsweise ein
Kraftstoffmangel einzutreten droht. Die optische Warnfunktion kann
vorzugsweise in bereits vorhandene Elemente integriert werden. Beispielsweise
kann eine Tankreservekontrollleuchte auf einen Blinkmodus und/oder
eine Motorkontrollleuchte angeschaltet werden, wenn das erste und/oder
zweite Messsignal einen vorbestimmten Wert aufweisen oder unterschreiten
oder überschreiten.
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Die
Erfindung ist nicht auf die in den vorstehenden Figuren dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiel
beschränkt.
Aus Gründen
der Übersichtlichkeit
und Allgemeingültigkeit,
sind die wesentlichen Funktionen des Messsystems in den 1 und 4 als
Funktionsschaubilder dargestellt.
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- 1
- erster
Behälter
- 2
- zweiter
Behälter
- 3
- Füllstand
im zweiten Behälter
- 3A
- Schwellwert
des Füllstands
im zweiten Behälter
- 4
- zweiter
Schwimmer
- 5
- gemeinsames
Bauteil (Widerstandsträger)
- 6
- Kontaktfeder
- 7
- Kontaktniet
- 8
- Betätigungsnocken
- 9
- Drehachse
- 10
- Durchtritt
für Schwimmerhebel
- 11,12
- elektrische
Leiter
- 13
- zweites
Widerstandselement
- 14
- Schwimmerhebel
- 15
- erster
Schwimmer
- 16
- Schwenkhebel
- 18,
19
- Anschlußkontakte
- 20
- Füllstand
im ersten Behälter
- 21
- System
- 22
- erste
Messeinrichtung
- 23
- zweite
Messeinrichtung
- 24
- Magnet
- 25
- Führung
- 26A,
26B
- Reed-Kontakte
- 27A,
27B
- Reed-Kontaktanschlüsse
- 28
- oberer
Anschlag
- 29
- unterer
Anschlag
- 30
- erste
Einrichtung
- 31
- zweite
Einrichtung
- 32
- Bewegungsrichtung
des zweiten Schwimmers
- 33
- Anschluss
des ersten Widerstandselements
- 34
- Erstes
Widerstandselement
- 35
- Schalteinrichtung
- 34A
- Kontaktflächen der
ersten Widerstandselemente
- 36
- Drehachse
der Kontaktfeder
- 37
- Halterung
- 38
- Anzeigeeinrichtung
- 39
- Lautsprechervorrichtung
- 40
- Anlageelement
- 41
- obere
Wandung des Kraftstofftanks
- 42
- Unterseite
des Beruhigungstopfs
- M1
- erstes
Messsignal
- M2
- zweites
Messsignal
- P1
- geschlossene
Kontakte
- P2
- offene
Kontakte
- VOUT
- Ausgangsspannung