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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen von Informationen
in einem Fahrzeug.
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In
modernen Fahrzeugen werden bereits eine Vielzahl von Informationen
für einen
Fahrzeugnutzer bereitgestellt. So ist es üblich, Navigationsinformationen
oder aber auch Audio- und/oder Videoinformationen in Bild- und Audiosignalen
an einen Fahrzeugnutzer oder an einen Fahrzeuginsassen weiterzugeben
und diesem bereitzustellen. In der gegenwärtigen und sicherlich auch
zukünftigen
Arbeits- und Freizeitwelt benutzen die Menschen ihr Fahrzeug für die meisten
ihrer Fahrbedürfnisse,
beispielsweise für
Fahrten zum Arbeitsplatz, Fahrten in den Urlaub, Fahrten zu Bekannten
und Freunden etc. Die Zeit, die dabei im Fahrzeug verbracht wird,
ist relativ lang. Insbesondere der Fahrzeuglenker kann während der
Zeitdauer der Fahrt keine Informationsverwertung dahingehend durchführen, dass
er beispielsweise Zeitungen liest, Bücher liest oder aber auch sonstige
Nachrichten lesen kann. Allenfalls können über ein Kommunikationsendgerät, beispielsweise ein
tragbares Mobilfunkendgerät
oder über
ein Audiogerät
Nachrichten empfangen werden. Dies erfolgt jedoch nur zu bestimmten
Zeiten, an die der Fahrzeugnutzer bzw. die Fahrzeuginsassen gebunden sind
und welche nur zu bestimmten Zeiten übertragen werden. Die Zeitdauer
im Fahrzeug kann somit nur unzureichend im Hinblick auf das Vermitteln
von Nachrichteninformationen genutzt werden. Insbesondere Berufspendler
und Geschäftsreisende
verbringen eine sehr lange Zeit im Fahrzeug, welche bisher im Hinblick
auf eine effiziente und umfassende Nachrichtenübermittlung nur sehr unzureichend
genutzt werden kann.
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Aus
der deutschen Offenlegungsschrift
DE 100 21 996 A1 ist ein Informationssystem
für ortsbewegliche
Anwender bekannt, bei dem den Fahrzeuginsassen Informationen, wie
beispielsweise Wettervorhersagen, Sportnachrichten, Finanzquotierungen,
während
der Fahrt bereitgestellt werden sollen. Diese Informationen können beispielsweise
in einem XML (Extensible Markup Language)-Datenformat bereitgestellt werden. Die
Informationen können dann
durch ein Spracherkennungssystem abgerufen werden, indem der Fahrzeuginsasse
durch ein Sprachsignal zu erkennen gibt, welche Information er erhalten
möchte.
Bei dem bekannten System ist der Einsatz von Servern für die Bereitstellung
der Dienste vorgesehen und die Information wird über Mobilfunk übertragen.
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Des
Weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 101 62 653 A1 ein Verfahren
und ein System zur Anzeige von Informationen in einem Fahrzeug sowie
ein Fahrzeug-Infotainment-System bekannt. Informationen zum Themengebiet „Telefon", „Radio", „Navigation", „E-Mail" oder „Fahrzeugdaten" können auf
einem Display angezeigt werden. Die vorab genannten Informationen
können
dabei durch einen Fahrzeugnutzer vorab priorisiert werden, wodurch
abhängig
von dieser Prioritätenliste
die wesentlichen Informationen auf einem größeren Hauptbereich des Displays
angezeigt werden und die nachrangig eingestuften Informationen in
kleineren Teilbereichen des Displays angezeigt werden. Bei dem bekannten
Verfahren und dem bekannten System ist eine rein grafische Darstellung
vorgesehen. Eine individuelle Auswahl und somit eine individuelle
Anzeige bestimmter Informationen aus der Gesamtheit der bereitgestellten
Informationen ist bei dem bekannten System nicht möglich.
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Des
Weiteren ist aus der
DE
698 19 337 T2 ein Fahrzeuginformationssystem beschrieben,
bei dem die Ablage eines Informationsprofils zentral erfolgen kann
und die Versorgung der Fahrzeuginsassen mit diesen Informationen
durchgeführt
werden kann. Auch bei diesem System ist ein serverseitiger Dienst
erforderlich und es werden lediglich Nachrichten, welche dem individuellen
Profil entsprechen, an das jeweilige Fahrzeug übertragen. Darüber hinausgehende
weitere Informationen werden somit den Fahrzeuginsassen vorenthalten
und gar nicht an das Fahrzeug übertragen.
Die Informationsübermittlung ist
daher sehr eingeschränkt.
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Aus
der deutschen Offenlegungsschrift
DE 103 24 198 A1 ist ebenfalls ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Bereitstellung von Informationen in einem
Kraftfahrzeug bekannt. Das Informationsangebot im Fahrzeug wird
dabei von der geografischen Lage des Fahrzeugs und von der jeweiligen
Fahrzeugsituation abhängig
gemacht. Der Benutzer hat darüber
hinaus die Möglichkeit,
Informationspräferenzen
anzugeben, welche gespeichert werden können. Die Informationen können dabei über Sehenswürdigkeiten,
Tankstellen, Verkehrsinformationen, Hotels, Restaurants, Veranstaltungshinweise,
Firmenstandorte bis hin zu kulturellen Informationen reichen. Es
kann auch ein „Text
to Speech"- System angewendet
werden. Dabei werden die Informationen dem Fahrzeuginsassen quasi
vorgelesen und durch Sprach- und/oder Audiosignale vermittelt. Die
Informationen werden dabei über
ein Mobilfunknetz bereitgestellt und über das Mobilfunknetz kann
eine Vorrichtung im Fahrzeug mit einem Server kommunizieren und
Dateien laden bzw. auf die geografische Position des Fahrzeugs übertragen.
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Darüber hinaus
ist aus der
DE 103
06 277 A1 ein Audiorekorder in einer Fahrzeug-Audioanlage
bekannt, bei dem die Aufnahme von Audioinhalten möglich ist.
Es können
Benutzerprofile definiert werden, um die empfangenen Audioprogramme
in Abhängigkeit
des Benutzerprofils aufzuzeichnen oder nicht.
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Alle
aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren oder Systeme sind
relativ aufwändig
konzipiert oder gewährleisten
nur eine relativ unzureichende Informationsbereitstellung für einen
Fahrzeuginsassen.
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Daher
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren anzugeben,
mit dem die Bereitstellung von Informationen möglichst aufwandsarm und individualisiert
durchgeführt
werden kann und darüber
hinaus eine sichere Auswahl der gewünschten Informationen und eine
sichere Wiedergabe dieser für
den Fahrzeugnutzer, insbesondere im Hinblick auf ein sicheres Führen des
Fahrzeugs im Straßenverkehr,
gewährleistet
werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren, welches die Merkmale nach Patentanspruch
1 aufweist, gelöst.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Verfahren zum
Bereitstellen von Informationen in einem Fahrzeug werden Informationen über ein
Rundfunknetz von einer externen Sendeeinheit an eine Empfangseinheit
im Fahrzeug drahtlos übertragen.
Die externe Sendeeinheit stellt dabei eine Vielzahl an Informationen,
insbesondere Nachrichten, zur Verfügung, die quasi an alle im
Empfangsbereich des Rundfunknetzes befindlichen Empfangseinheiten übertragen
und von diesen empfangen werden können. Gemäß der Erfindung werden die
in Form von Rundfunksignalen bzw. Radiosignalen übertragenen Informationen nach
dem Empfang im Fahrzeug strukturiert und zumindest in einem speziellen
Datenformat konvertiert. Die empfangenen Informationen sind somit
allesamt in diesem zumindest einen speziellen Datenformat zur weiteren
Verarbeitung bereitgestellt. Bereits vor dem Übertragen der Informationen über das
Rundfunknetz an die Empfangseinheit im Fahrzeug oder aber auch zu
einer im wesentlichen beliebigen anderen Zeit, kann ein Fahrzeugnutzer
spezielle Informationsprofile generieren, wodurch eine Individualisierung
und Priorisierung von gewünschten
Informationen erreicht werden kann. Dieses Generieren der speziellen
Informationsprofile erfolgt jedoch in Abhängigkeit vom Betriebszustand
des Fahrzeugs. Aus der Gesamtheit der übertragenen Informationen werden
diejenigen Informationen selektiert, welche den speziellen Informationsprofilen
des Fahrzeugnutzers zugeordnet werden können. Gemäß der Selektion sind diese
für den
Fahrzeugnutzer priorisierend und somit im Hinblick auf eine weitere
Darstellung und Wiedergabe vorrangig zu betrachten und weiterzuverarbeiten.
Abhängig
vom Betriebszustand des Fahrzeugs wird dann eine Wiedergabeart der
selektierten Informationen ausgewählt und zumindest Teile der
selektierten Informationen wiedergegeben.
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Durch
das erfindungsgemäße Verfahren kann
erreicht werden, dass in aufwandsarmer Weise ein individualisiertes
Bereitstellen von Informationen für einen Fahrzeuginsassen durchgeführt werden kann.
Der Fahrzeuginsasse wird somit ohne große eigene Aktivität stets
mit den für
ihn wichtigen und wesentlichen Informationen auch während der
Fahrt versorgt. Indem sowohl das Generieren von speziellen Informationsprofilen
als auch das Auswählen
der Wiedergabeart der selektierten Informationen abhängig vom
Betriebszustand des Fahrzeugs erfolgt, kann dem Aspekt einer hohen
Sicherheit der Führung
des Fahrzeugs entsprochen werden. Dieses Verfahren wird in einem
modularen Konzept (Application Safety Manager) umgesetzt, das neben
dem Betriebszustand des Fahrzeugs weitere Informationen in die Ermittlung
der Interaktionsmenge einbeziehen kann, die in der aktuellen Situation
den Fahrer nicht „überfordern". Dazu zählen unter
anderem Informationen über
die Fahrsituation (z.B. GPS Position -> Kartendaten Navigation -> Gefahrenstelle, Geschwindigkeit,
Regen-/Lichtsensor) sowie Informationen über die Belastung des Fahrers
selbst (z.B. Anzahl messbarer aktiver Nebentätigkeiten [z.B. Bedienung Navigation,
Telephon, Radio], Liedschlagfrequenz). Die aggregierten Informationen
werden bevorzugt in einer landesspezifischen Matrix abgebildet,
die eine sichere Führung
des Fahrzeuges (laut Landesgesetzgebung) definiert.
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In
bevorzugter Weise werden über
das Rundfunknetz digitale Informationen übertragen. Das Rundfunknetz
ist bevorzugt als digitales Radio, beispielweise digitales Satellitenradio
oder als DAB (Digital Audio Broadcast) ausgebildet.
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Prinzipiell
werden jedoch alle Broadcast-Medien, wie auch DRM (Digital Radio
Mondiale) oder DVB (Digital Video Broadcasting) umfasst.
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Die
zu sendenden, wie bevorzugt auch die empfangenen Informationen werden
in vorteilhafter Weise gemäß dem XML-Datenformat
strukturiert. Dies ermöglicht
eine sehr effektive und effiziente Bereitstellung der empfangenen
Informationen. Die Kompatibilität
für eine
sichere und zuverlässige
Weiterverarbeitung kann dadurch gewährleistet werden. In bevorzugter
Weise wird das Generieren der speziellen Informationsprofile nur
bei einer Geschwindigkeit des Fahrzeugs freigegeben, welche kleiner
oder gleich einem Geschwindigkeits-Schwellwert ist. Bevorzugt kann
vorgesehen sein, dass der Geschwindigkeits-Schwellwert kleiner 10
km/h, insbesondere kleiner 5 km/h, insbesondere gleich 0 km/h, ist.
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Dadurch
kann ermöglicht
werden, dass der Fahrzeugnutzer nur bei sehr geringen Geschwindigkeiten
des Fahrzeugs zum Generieren der speziellen Informationsprofile
vom Führen
des Kraftfahrzeugs abgelenkt wird und somit eine Unfallgefahr deutlich reduziert
werden kann.
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Die
selektierten Informationen werden in vorteilhafter Weise durch Audiosignale
und/oder Sprachsignale an den Fahrzeugnutzer wiedergegeben, wenn
das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit über einem Geschwindigkeits-Schwellwert
bewegt wird, und zumindest durch eine grafische Anzeige auf einem
Display im Fahrzeug an den Fahrzeugnutzer wiedergegeben, wenn die
Geschwindigkeit des Fahrzeugs kleiner oder gleich dem Geschwindigkeits-Schwellwert
ist. Auch dadurch kann der sicheren Führung des Fahrzeugs in besonderem
Maße Rechnung
getragen werden, da eine ausschließlich grafische Wiedergabe
oder zumindest eine grafische Wiedergabe der selektierten Informationen
nur dann erfolgt, wenn das Fahrzeug eine sehr geringe Geschwindigkeit,
beispielsweise wiederum kleiner 10 km/h, aufweist oder sich sogar
im Stillstand befindet.
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Es
kann vorgesehen sein, dass zumindest die den speziellen Informationsprofilen
zugeordneten empfangenen Informationen durch diesbezüglich empfangene
neue Informationen aktualisiert, insbesondere fortlaufend aktualisiert,
werden und die aktualisierten Informationen in bevorzugter Weise
automatisch wiedergegeben werden. Der Fahrzeugnutzer wird somit
stets mit den aktuellsten Informationen versorgt und kann insbesondere
seine durch die speziellen Informationsprofile priorisiert bereitgestellten Informationen
stets in aktuellster Form erfahren.
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In
vorteilhafter Weise wird die Wiedergabeart der selektierten Informationen
automatisch ausgewählt,
insbesondere nach vordefinierten Regeln ausgewählt. Dadurch kann verhindert
werden, dass ein Fahrzeugnutzer selbst in ungewollter oder unerwünschter
Weise die Wiedergabeart der Informationen derart wählt, dass
sie für
ihn eine Erhöhung
der Unfallgefahr beim Führen
des Fahrzeugs bedeuten würden.
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Es
kann vorgesehen sein, dass die von der Sendeeinheit übertragenen
Informationen von einem Serviceprovider vorselektiert und/oder vorverarbeitet werden
und nachfolgend an das Fahrzeug drahtlos übertragen werden. Die von dem
Serviceprovider vorselektierten und/oder vorverarbeiteten Informationen
können
bevorzugt zur Audio- und/oder Sprachausgabe im Fahrzeug bereits
vorab aufbereitet werden. In bevorzugter Weise erfolgt dies durch
die Verwendung von standardisierten Markup-Sprachen, wie beispielweise
auch SSML (Speech Synthesis Markup Language). Dadurch kann erreicht
werden, dass die übertragenen
Informationen bereits in einer derartigen Weise und in einer derartigen
Menge übertragen
werden, dass der weitere Verarbeitungsaufwand im Fahrzeug, insbesondere
in der Empfangseinheit des Fahrzeugs, minimiert werden kann, wodurch
Ressourcen im Fahrzeug, insbesondere im Hinblick auf den Platzbedarf
und den Energiebedarf, reduziert werden können.
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In
bevorzugter Weise wird das Wiederholen und/oder Anhalten und/oder
die Auswahl des Detailgrades der wiedergegebenen Informationen der durchgeführten Wiedergabe
durch den Fahrzeugnutzer durchgeführt. Es kann auch ein Wechsel
zwischen den Informationen, insbesondere den Nachrichten, oder Informationskategorien
durchgeführt werden.
Dies kann beispielsweise analog der Bedienung eines CD (Compact
Disc)-Spielers erfolgen. Es kann auch vorgesehen sein, dass quasi
ein Ringschluss vorgesehen sein, derart, dass beim Erreichen einer
an letzter Stelle angeordneten Nachricht und nachfolgendem Weitergehen
in der Nachrichtenliste wieder die an erster Stelle eingeordnete
Nachricht erscheint. Dadurch kann in einfacher Weise erreicht werden,
dass der Fahrzeugnutzer dann, wenn er eine wiedergegebene Information
nur teilweise inhaltlich und/oder akustisch verstanden hat, diese
jederzeit nochmals gesamt oder in Teilausschnitten abrufen kann.
Darüber
hinaus kann ermöglicht
werden, dass Informationen, welche Textnachrichten oder dergleichen
betreffen, zunächst
lediglich mit einer Schlagzeile oder einem Auszug des gesamten Nachrichtentextes
bereitgestellt werden und bei tiefer gehendem Interesse des Fahr zeugnutzers
der gesamte Nachrichtentext grafisch und/oder akustisch dem Fahrzeugnutzer
bereitgestellt wird.
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Es
kann auch vorgesehen sein, dass dieses Wiederholen und/oder Anhalten
und/oder das Bestimmen der Auswahl des Detailgrades der wiedergegebenen
Informationen automatisch oder aber auch aktiv durch den Fahrzeugnutzer
selbst, beispielsweise durch Betätigen
eines Bedienelements und/oder durch Sprachsignale des Fahrzeugnutzers, durchgeführt werden
kann.
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In
vorteilhafter Weise werden als Informationen Textnachrichten und/oder
Audio- und/oder Videodaten über
das Rundfunknetz übertragen
und dem Fahrzeugnutzer im Fahrzeug wiedergegeben und angezeigt.
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In
bevorzugter Weise können
zumindest Teile der wiedergegebenen Informationen oder ein Verweis
(Link) auf die Information an eine E-Mail-Adresse in bevorzugter
Weise durch Benutzung eines Kommunikationsendgerät des Fahrzeugnutzers übertragen
werden. Es kann dabei vorgesehen sein, dass den jeweiligen Informationsprofilen
(optional inklusive der Email Adresse des Fahrzeugnutzers) der SIM
eines Mobilfunkendgerätes
zugeordnet wird. Dies ermöglicht
die automatische Erkennung des Dienstenutzers durch sein Mobilfunkendgerät und daraus
resultierend die automatische Anwendung der im Profil hinterlegten
Personalisierungsinformationen.
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Es
kann auch vorgesehen sein, dass den über das Rundfunknetz übertragenen
Informationen, und insbesondere den speziellen Informationsprofilen
zugeordneten Informationen, Inhalte zugrunde liegen, welche es einem
Fahrzeugnutzer ermöglichen,
weiterführende
Dienste oder Informationen in Anspruch nehmen zu können, welche
beispielsweise kostenpflichtig sind und über ein Mobilfunknetz, beispielsweise
GPRS oder UMTS, abgerufen werden können. Auch dies kann sowohl
automatisch oder aber auch durch den Fahrzeugnutzer aktiv veranlasst durchgeführt werden.
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In
vorteilhafter Weise werden die generierten speziellen Informationsprofile
mit einem Code eines zum Betreiben des Fahrzeugs berechtigenden
tragbaren elektronischen Fahrzeugschlüssels und/oder einem Sicherungscode
eines Kommunikationsendgeräts
verknüpft.
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In
bevorzugter Weise kann auch vorgesehen sein, dass Informationen,
welche lediglich in einem regional begrenzten Bereich relevant sind,
von einem in die sem regionalen Bereich angeordneten weiteren Sender
an die Empfangseinheit im Fahrzeug übertragen werden. In bevorzugter
Weise werden die regional relevanten Informationen über eine
WLAN-Kommunikationsverbindung übertragen.
Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass in einer Stadt oder
in einer Ortschaft, in der Verkehrsampeln angeordnet sind, welche
mit WLAN-Kommunikationseinheiten
ausgestattet sind, regional relevante Informationen an die Fahrzeuge übertragen
werden können. Dadurch
können
dem Fahrzeugnutzer Unterstützungen
bei der optimalen Fahrzeugführung
gegeben werden, indem zum Beispiel der Geschwindigkeitsbereich signalisiert
wird, in dem der Fahrer (noch) an einer grünen Verkehrsampel vorbeifahren
kann. Ebenfalls ist es möglich,
dass die Unterstützung
des Fahrers in sicherheitsrelevanten Situationen verbessert werden
kann, indem beispielsweise die Warnung vor lokal überfrierender
Nässe oder
Gefährdung durch
Stau als Information bereitgestellt wird.
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Nachfolgend
wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
schematisches Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
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2 ein
für die
Wiedergabe gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
generiertes spezielles Informationsprofil eines Fahrzeugnutzers;
und
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3a bis 3d Displayanzeigen
eines Personalisierungsvorgangs des erfindungsgemäßen Verfahren.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zum Bereitstellen von Informationen in einem Fahrzeug ist im Ausführungsbeispiel
durch das bei der AUDI AG realisierte Informationssystem bzw. Nachrichtensystem MACS
(Mobil Automotive Cooperative Services) My News realisiert. Dieser
MACS My News-Dienst stellt dem Fahrzeugnutzer ständig aktualisierte Nachrichten,
die auf seine persönlichen
Bedürfnisse
zugeschnitten sind, zu Verfügung.
Dieses Informationssystem zeichnet sich durch die Personalisierbarkeit, Berücksichtigung
der Fahrsicherheit und vor allem durch die hybride Verwendung verfügbarer Datenübertragungstechnologien
aus. Diese beinhalten sowohl Datendienste des digitalen Rundfunks,
wie beispielsweise DAB, als auch breitbandige Mobilfunktechnologien,
wie beispielsweise GPRS oder UMTS. Die Grunddatenübermittlung
des Dienstes bzw. des Informationssystems erfolgt über die
Datendienste des digi talen Rundfunks. Diese umfassen neben der gesamten
Nachrichtenstruktur auch kostenfreie Inhalte sowie Verweise auf
Premium- und Bezahlinhalte. Diese können durch den Benutzer mittels
Mobilfunktechnologie angefordert und individuell über den Mobilfunkanbieter
des Kunden bzw. des Fahrzeugnutzers abgerechnet werden. Dabei kann
vorgesehen sein, dass der Nutzer zwischen einer Flatrate oder nutzungsbasierter
Abrechnung für
kostenpflichtige Inhalte wählen
kann.
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In
dem in 1 in schematischer Weise dargestellten Ablaufdiagramm
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden zunächst
in einem ersten Schritt S1 von einer Sendeeinheit, welche extern
angeordnet ist und im Ausführungsbeispiel
ortsfest positioniert ist, Nachrichten als Informationen über ein Rundfunknetz,
im Ausführungsbeispiel
per digitalem Radio, ausgestrahlt. Diese Nachrichten können von allen
Fahrzeugen empfangen werden, welche sich im Empfangsbereich der
externen Sendeeinheit befinden und eine zum Empfang dieser digitalen
Nachrichten ausgebildete Empfangseinheit aufweisen. Gemäß einem
Schritt S2 werden die durch die Empfangseinheit im Fahrzeug empfangenen
Nachrichten strukturiert und im Ausführungsbeispiel in Form des XML-Datenformats
bereitgestellt. Dieses definierte XML-Datenformat der empfangenen
Nachrichten ermöglicht
dem Nutzer bzw. einem Fahrzeuginsassen definierte Kategorien bzw.
von dem Fahrzeugnutzer priorisierend generierte spezielle Informationsprofile auszuwählen.
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Dieses
Generieren von speziellen Informationsprofilen durch einen Fahrzeugnutzer
erfolgt im Ausführungsbeispiel
gemäß Schritt
S3. Es sei jedoch angemerkt, dass dieses Generieren von speziellen Informationsprofilen
und somit eine Prioritätenliste, welche
Informationen bzw. Nachrichten der Fahrzeugnutzer vorrangig erhalten
möchte,
quasi auch zu jedem anderen beliebigen Zeitpunkt erfolgen kann. Ebenso
kann natürlich
ein einmal generiertes spezielles Informationsprofil jederzeit von
einem Fahrzeugnutzer geändert
werden.
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Das
Generieren von speziellen Informationsprofilen durch den Fahrzeugnutzer
erfolgt abhängig vom
Betriebszustand des Fahrzeugs. Im Ausführungsbeispiel kann ein Fahrzeugnutzer
spezielle Informationsprofile nur dann generieren, wenn sich das Fahrzeug
im Stillstand befindet und somit im wesentlichen die Geschwindigkeit
0 km/h aufweist. Damit wird der erforderlichen Sicherheit beim Führen eines Fahrzeugs
Rechnung getragen.
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Gemäß einem
weiteren Schritt S4 werden die über
das Rundfunknetz empfangenen Nachrichten selektiert und zwar abhängig davon,
welche empfangenen Informationen den vom Fahrzeugnutzer generierten
speziellen Informationsprofilen zugeordnet werden können. In
diesen speziellen Informationsprofilen, welche der gewünschten
Prioritätenliste für Nachrichten
des Fahrzeugnutzers entsprechen, befinden sich Nachrichten, die
den Fahrzeuginsassen bzw. dem Fahrzeugnutzer abhängig vom Betriebszustand des
Fahrzeugs in einer zugeordneten Wiedergabeart bereitgestellt werden.
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Gemäß Schritt
S5 wird die Wiedergabeart in automatischer Weise abhängig vom
Betriebszustand des Fahrzeugs ausgewählt. Im Ausführungsbeispiel werden
dabei die in den speziellen Informationsprofilen enthaltenen Nachrichten
einem Fahrzeugnutzer lediglich als Sprachsignale und/oder Audiosignale übermittelt,
wenn sich das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit größer 5 km/h
bewegt. In einer derartigen Fahrsituation werden die gewünschten
Nachrichten somit lediglich mit einem „Text to Speech"-System vorgelesen.
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Es
kann vorgesehen sein, dass zunächst
lediglich Teile, beispielsweise Schlagzeilen oder Zusammenfassungen
von einem gesamten Nachrichtentext, an den Fahrzeugnutzer durch
Vorlesen bereitgestellt werden.
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Gemäß einem
weiteren Schritt S6 kann der Fahrzeugnutzer abhängig davon, ob er die vorgelesene
Kurzfassung in ausführlicher
und gesamter Form erhalten möchte,
insbesondere vorgelesen haben möchte,
durch ein Sprachsignal oder durch Betätigen eines Bedienelements
auf einem MMI-Bedienfeld bewirken.
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Es
kann auch vorgesehen sein, dass sich dann, wenn sich das Fahrzeug
mit einer Geschwindigkeit kleiner oder gleich einem Geschwindigkeits-Schwellwert,
im Ausführungsbeispiel
kleiner oder gleich 5 km/h, bewegt, die selektierten Nachrichten
alternativ lediglich als Text auf einem Display angezeigt werden
oder zusätzlich
zur Sprachausgabe auch in grafischer Form auf dem Display angezeigt
werden. Es ist im Ausführungsbeispiel
vorgesehen, dass nicht sofort bei Erreichen oder Unterschreiten
der kritischen Geschwindigkeit (in bevorzugter Weise 5 km/h) die
volle textuelle Darstellung aktiv wird. Erst bei Präsentation
der folgenden Nachricht wird diese grafische Darstellungsform aktiv.
Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass ein „Flackern" mit ständigem Ein- und Ausschalten
der Nachrichtentexte auf dem Display bei „Stop-and-Go" Verkehr (z.B. innerstädtischer
Berufsverkehr/Stau auf Autobahn etc.) und dadurch bedingter Irritation
des Fahrers unterbleibt.
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Gemäß einem
weiteren Schritt S7 kann der Fahrzeugnutzer das Wiederholen und/oder
Anhalten der vorgelesenen und/oder grafisch angezeigten selektierten
Nachrichten durchführen.
Auch hier kann vorgesehen sein, dass dies durch ein Sprachsignal des
Fahrzeugnutzers und/oder durch Betätigen zumindest eines Bedienelements
eingeleitet werden kann.
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Ein
wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht auch
darin, dass die Bereitstellung der Informationen zeitunabhängig erfolgen
kann. Die über
das Rundfunknetz übertragenen Informationen
werden fortlaufend aktualisiert und im Hinblick auf die dem Fahrzeugnutzer
priorisierend anzuzeigenden Nachrichten, welche durch das Generieren
der speziellen Informationsprofile angegeben werden, in stets aktualisierter
Weise wiedergegeben.
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Die
von einem Radiosender über
das Rundfunknetz ausgestrahlten Nachrichten können von einem Serviceanbieter,
welcher auch der Radiosender selbst sein kann, zusammengestellt
sein. Es kann vorgesehen sein, dass die Daten vor dem Versenden über das
Rundfunknetz und somit vor dem Empfangen der Nachrichten im Fahrzeug
im Hinblick auf eine Sprachausgabe im Fahrzeug bereits in voroptimierter Weise
bearbeitet werden.
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Das
MACS My News-Informationssystem, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren
realisiert wird, kann durch den Fahrzeugnutzer auf seine Bedürfnisse
angepasst werden, wobei hierbei für eine Mehrzahl an Fahrzeuginsassen
eine Personalisierung durchgeführt
werden kann. Diese Personalisierung im Rahmen des angesprochenen
Nachrichtendienstes erfolgt anhand von den bereits oben erläuterten
speziellen Informationsprofilen. Der Start des Dienstes erfolgt
entsprechend den im speziellen Informationsprofil hinterlegten Präferenzen.
Hierbei bestehen eine Mehrzahl an verschiedenen Möglichkeiten.
Die Nutzung kann beispielsweise anhand eines fahrzeugbezogenen Standardprofils,
das jeder Fahrzeugnutzer des Fahrzeugs verwenden und modifizieren
kann, erfolgen. Darüber
hinaus besteht auch die Möglichkeit,
benutzerspezifische Informationsprofile zu erstellen, die zum Beispiel
mit der SIM (Subscriber Identification Module) eines Kommunikationsendgeräts, insbesondere
eines Mobilfunkendgeräts,
oder einem tragbaren elektronischen Fahrzeugschlüssel verknüpft werden können. Der
Dienst ist auch jederzeit unabhängig
von einem speziellen Informationsprofil durch die direkte Auswahl
von Nachrichten nutzbar. Für
die Verwendung von Premium- und Bezahlinhalten von Informationen
und Nachrichten ist die Verfügbarkeit
eines Kommunikationsendgeräts erforderlich.
Für die
Grundinhalte ist eine DAB-Funkabdeckung erforderlich. Während der Dienstenutzung
werden der Index der aktuellen Nachrichten mit Verknüpfungen
zu den einzelnen Nachrichten in Text- oder Audioformat, sowie kostenlose
Inhalte laufend per DAB (Push-Technologie) empfangen und aktualisiert.
Bezahlende Kunden können
zusätzlich
gemäß der Nutzerpräferenzen
aus ihrem generierten speziellen Informationsprofilen die gewünschten
Nachrichten per Kommunikationsendgerät vom Dienstanbieter herunterladen
(Pull-Technologie).
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Der
Fahrzeugnutzer hat jederzeit die Möglichkeit zwischen den selektierten
Informationen bzw. den selektierten Nachrichten vor- und zurückzuspringen,
in eine andere Nachrichtenkategorie zu wechseln, die aktuelle Nachricht
zu pausieren oder von vorne vorlesen zu lassen.
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Der
Fahrzeugnutzer hat darüber
hinaus die Möglichkeit
einzelne vorgelesene oder angezeigte Nachrichten oder einen Verweis
darauf an seine im generierten speziellen Informationsprofil hinterlegte E-Mail-Adresse übertragen
zu lassen, wenn eine Mobilfunkintegration vorliegt.
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Die
Inhalte werden in Bezug auf den Nachrichtenumfang laufend aktualisiert.
Der Rundfunksender verschickt immer den aktuellsten Stand, der in
der Empfangseinheit im Fahrzeug die alten Nachrichten ersetzt. Hierbei
kann es sich neben Texten auch um Audio-, Bild- und Videoformate
handeln. Alle Nachrichten werden anhand einer vorgegebenen Inhaltsstruktur
zur Verfügung
gestellt.
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In 2 ist
in schematischer Weise eine mögliche
Inhaltsstruktur für
den MACS My New-Dienst gezeigt. Wie hierbei zu erkennen ist, sind eine
Mehrzahl an übergeordneten
Bereichen angegeben, welche durch „Top News", „Politik
und Wirtschaft", „Mobilität", „Sport", „Kultur", „Wetter" und „Special
Interest" charakterisiert
sind. Wie in 2 zu erkennen ist, weist jede
dieser übergeordneten Bereiche
zugeordnete Unterbereiche auf. Im Ausführungsbeispiel nimmt der übergeordnete
Bereich „Top News" eine Sonderstellung
der Nachrichtenstruktur ein. Hier hat der Fahrzeugnutzer die Möglichkeit, Nachrichten
von spezifischen Anbietern, wie z. B. Tagesschau, Spiegel etc.,
gezielt zu selektieren. Die Haupt- und Unterkategorien bilden die Basis
für die Personalisierung
bzw. für
die Ge nerierung von speziellen Informationsprofilen zur priorisierten
Darstellung für
einen individuellen Fahrzeugnutzer.
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Der
Fahrzeugnutzer kann den Dienst so anpassen, dass nur die für ihn relevanten
Nachrichten in gewünschter
Form präsentiert
werden, wie dies bereits oben erläutert wurde. Diese Personalisierung durch
das Generieren von speziellen Informationsprofilen des Informationssystems
bzw. des MACS My News-Dienstes
erfolgt lokal im Fahrzeug. Der Fahrzeugnutzer wählt die für ihn interessanten Nachrichtenkategorien
gemäß der in 2 beschriebenen
Inhaltsstruktur aus. Darauf aufbauend lässt sich aus den selektierten
Kategorien die präferierte
Reihenfolge festlegen. Der Fahrzeugnutzer hat die Möglichkeit,
die gewünschte
Dauer der Nachrichtenausgabe festzulegen. Pendelt er beispielsweise
rund 45 Min. zu seiner Arbeitsstelle und möchte währenddessen mit den neuesten
Information versorgt werden, kann er diese Dauer im Rahmen der Personalisierung
hinterlegen. Die Verteilung der verfügbaren Zeit auf die gewählten Kategorien
erfolgt gemäß ihrer
Reihenfolge je nach Benutzerwunsch gleich verteilt oder aber auch
abhängig
von einer priorisierten und vorgebbaren Zeitverteilung.
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Änderungen
am von einem Fahrzeugnutzer erstellten individuellen speziellen
Informationsprofil lassen sich zu jeder Zeit unter Berücksichtigung
des Betriebszustands des Fahrzeugs ändern und speichern. Um einmal
generierte spezielle Informationsprofile eines Fahrzeugnutzers zwischen
unterschiedlichen Fahrzeugen austauschen zu können, ist der Im- und Export
von derartigen speziellen Informationsprofilen mittels externer
Datenquellen wie SD-Cards oder PDAs über Bluetooth möglich.
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Indem
die Eingabe bei dem MACS My News-Dienst durch den Fahrzeugnutzer
sowohl per Sprachbefehl als auch durch Betätigen zumindest eines Bedienelements
möglich
ist, kann durch diese multimodale Kommunikation des Fahrzeugnutzers die
optimale Benutzbarkeit des Dienstes sowohl im Stillstand des Fahrzeugs
als auch beim Bewegen des Fahrzeugs gewährleistet werden.
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Die
Ausgabe des MACS My News-Dienstes erfolgt ebenso multimodal. Dabei
werden wie bereits erwähnt
Textnachrichten in einem Display angezeigt und/oder per „Text to
Speech" vorgelesen,
Audiodateien, beispielsweise von Sprechern vorgelesene Texte oder
Musik, direkt abgespielt und Videosequen zen sowie Bilder im Display
angezeigt. Dies erfolgt wie bereits erwähnt unter Berücksichtigung
des Betriebszustands des Fahrzeugs.
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Die
im MACS My News-Dienst verarbeiteten Nachrichten werden durch verschiedene
Anbieter geliefert, bei Serviceanbietern aggregiert und an das Fahrzeug übertragen.
Ein Dienst des Szenarios zeichnet sich beispielsweise dadurch aus,
dass unterschiedlichste Übertragungstechnologien
und -verfahren nahtlos integriert werden. Die Nutzung der DAB (Digital
Audio Broadcasting)-Technologie
als ein mögliches Übertragungsmedium
für die
Nachrichtendaten wird hierbei verwendet und evaluiert. Hierbei werden
die Nachrichteninformationen, wie beispielsweise Nachrichtenkategorie,
Nachrichtenursprung und Nachrichtenzeit ebenso wie komplette Nachrichteninformationen übertragen.
Mehrwertnachrichtendienste können
durch die zusätzliche
Anbindung an den Serviceanbieter mittels breitbandiger mobiler Datenübertragung
wie GPRS-, UMTS- oder ähnliche Technologien
erfolgen, wodurch die Möglichkeit
von direkter Abrechnung der Dienstenutzung besteht.
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Darüber hinaus
ist im Ausführungsbeispiel vorgesehen,
dass lediglich lokal bzw. regional interessante und relevante Informationen
wie Nachrichten und/oder Audoinformationen und/oder Videoinformationen
auch lediglich nur in diesem regional begrenzten Bereich bereitgestellt
und über
eine drahtlose Verbindung an ein Fahrzeug übertragen werden können. Hierbei
kann vorgesehen sein, dass beispielsweise in Verkehrsampeln in einer
Ortschaft Einheiten angeordnet sind, welche zur WLAN-Kommunikation
ausgebildet sind. Dadurch kann erreicht werden, dass einem Fahrzeugnutzer,
welcher sich in diesem regional begrenzten Bereich mit seinem Fahrzeug
aufhält,
Informationen über
diese regional gegebenen Situationen bereitgestellt werden können. Beispielsweise
kann dabei vorgesehen sein, dass hierbei regional interessante sicherheitsrelevante
Informationen, wie beispielsweise die Warnung vor lokal überfrierender
Nässe oder
Gefährdung
durch Stau, bereitgestellt wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass
das erfindungsgemäße Verfahren
verwendet wird. Diese regional relevanten Informationen beruhen
beispielsweise auch darauf, um bei einer Geschäftsreise Informationen über freie
Parkplätze
in der näheren
Umgebung, kulturelle Veranstaltungen in einer Ortschaft, freie Zimmer
in einem Hotel oder dergleichen bereitstellen zu können.
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Da
sich Verkehrsampeln in üblicher
Weise im Straßenverkehr
befinden und somit ein Fahrzeugnutzer auch zwingend sein Fahrzeug
zu verschiedenen Zeitpunkten an Verkehrsampeln vorbeibewegt, können somit
diese regional relevanten Informationen in zuverlässiger Weise übertragen
und bereitgestellt werden. Der Fahrzeugnutzer kann somit in diesem Zusammenhang
die gesamten, auf den aktuellen Standort zugeschnittenen Daten herunterladen
oder es kann auch vorgesehen sein, dass dies in automatischer Weise
durchgeführt
wird. Auch hier kann ein spezielles Informationsprofil bereits bei
Fahrtantritt oder aber auch erst dann, wenn sich das Fahrzeug in diesem
regional begrenzten Bereich befindet, vom Fahrzeugnutzer generiert
werden.
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So
kann beispielsweise bei derartig regional relevanten Informationen
vorgesehen sein, dass zu reinen Textinformationen, die per Sprache
und/oder grafisch ausgegeben werden können und beispielsweise den
Preis eines Zimmers zur Übernachtung
in einem speziellen Hotel betreffen, zusätzlich Bilder dieses Zimmers
und/oder des Hotels sowie weitere Preisinformationen und Kontaktdaten
zu diesem Hotel übertragen
werden, die sich der Fahrzeugnutzer bei Interesse ansehen kann,
insbesondere dann ansehen kann, wenn sich das Fahrzeug im Stillstand befindet
oder sich nur relativ langsam bewegt. Es kann vorgesehen sein, dass
eine Verknüpfung
der bereitgestellten Kontaktdaten, insbesondere der Telefonnummer
beispielsweise des Hotels, mit dem Mobilfunkendgerät des Fahrzeugnutzers
bereitgestellt werden kann. Diese Kopplung von Telefonnummer und
Mobilfunkendgerät
zur automatischen Rufgenerierung ist in bevorzugter weise bei allen
Nachrichtentypen vorzusehen.
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Vergleichbare
Angebote, wie dies in dem oben erläuterten Beispiel mit dem Hotel
angegeben ist, können
für alle
anderen Inhalte der Kategorien realisiert werden. Zudem kann bei
längerem
Aufenthalt in einer Funkzelle ein größeres Datenvolumen heruntergeladen
werden, wodurch auch Videoinformationen bereitgestellt werden können. Ein
wesentlicher Vorteil gegenüber
einer Lösung
auf Basis von Mobilfunkstandards ist vor allem darin zu sehen, dass
die Kosten für
die Einrichtung und Wartung der Infrastruktur geringer sind, sowie
die Möglichkeit,
die heruntergeladenen Daten beliebig, d. h. unabhängig von
einem Mobilfunkbetreiber, bepreisen zu können und unter Berücksichtigung
des technischen Rahmens beliebige Bandbreiten zur Verfügung stellen
zu können.
Die Inhalte der Informationen werden von lokalen Anbietern bereitgestellt.
So kann beispielsweise eine Stadt entscheiden, welche Inhalte über dieses
WLAN-Kommunikationsnetz
regional übertragen werden.
Dies ist vergleichbar mit einer Informationsbereitstellung wie sie
bisher durch am Ortseingang bereitgestellte Informationstafeln bekannt
ist.
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Wesentliche
Elemente dieses Dienstes sind die drahtlose Übertragung der Informationen,
insbesondere über
WLAN, wobei ein reiner Push/Broadcastdienst durchgeführt wird.
Die Grundinformationen können über eine
Sprachausgabe bereitgestellt werden, wobei zusätzlich visuelle Ausgaben von
Zusatzinformationen vom Fahrzeugnutzer angefordert werden können.
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Die
Senderinfrastruktur für
das umzusetzende Infotainmentsystem ist derart gestaltet, dass die Übertragung
der Informationen bevorzugt im Frequenzbereich von etwa 5,4 GHz
erfolgt.
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In
den 3a bis 3e sind
beispielhafte Displayanzeigen dargestellt, welche bei einer Personalisierung
der Informationen angezeigt werden. Es ist zu erkennen, dass in
einer übergeordneten
Struktur gemäß 3a eine
Mehrzahl an grundlegenden Auswahl- und Einstellmenüpunkten
angegeben sind. In 3a ist der Menüpunkt „Reihenfolge
der Kategorien" angewählt. In 3b ist
die nachfolgende Anzeige dargestellt, in welcher der Nutzer die
für ihn gewünschte Reihenfolge
der Informationen zum Punkt „Sport", „Wirtschaft", „Politik
und „Kultur" angeben kann. In 3c ist
dann gezeigt, inwieweit bei einer ausgewählten Kategorie „Sport" die darin angebotenen
Sparten von Interesse sind. Im gezeigten Beispiel gemäß 3c ist
lediglich die Sparte „Fussball" ausgewählt.
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In 3d ist
ein Anzeige dargestellt, welche ermöglicht die ausgewählten Kategorien
und Sparten entweder gleichverteilt und somit ale gleich gewichtet anzuzeigen
oder diese gemäß einer
Priorität
zu ordnen.
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In 3e ist
ferner eine Anzeige dargestellt, in welcher eine Auswahl im Hinblick
auf den zeitlichen Rahmen, der für
die Informationsanzeige gewünscht
ist, möglich
ist. Im Beispiel ist eine Zeitdauer von 30 Minuten ausgewählt.