DE102005061100A1 - Hochvakuumsaugaggregat - Google Patents
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Abstract
Eine Maschine (1) zur Herstellung einer von einem endlosen und wasserdurchlässigen Trägerband (5) geführten Faserstoffbahn (2), insbesondere Tissue- oder Hygienepapierbahn, mit wenigstens einer einen Trockenzylinder (12) und eine Presswalze (12, 18) umfassenden Presseinheit ist dadurch gekennzeichnet, dass der Presseinheit wenigstens ein Hochvakuumsaugaggregat (10, 17, 19) in Bahnlaufrichtung vorgeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung einer von einem endlosen und wasserdurchlässigen Trägerband geführten Faserstoffbahn, insbesondere einer Tissue- oder Hygienepapierbahn, mit wenigstens einer einen Trockenzylinder und eine Presswalze umfassenden Presseinheit.
- Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Maschinen zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Tissue- oder Hygienepapierbahn, bekannt, bei denen wenigstens eine einen Trockenzylinder und eine Schuhpresseinheit umfassenden Schuhpresse zur Bildung eines in Bahnlaufrichtung verlängerten Pressspaltes eingesetzt wird, wobei die Faserstoffbahn zusammen mit einem wasserdurchlässigen endlosen Trägerband durch den verlängerten Pressspalt geführt wird. Das Trägerband wird vor der Schuhpresse über wenigstens eine besaugte Einrichtung geführt.
- Bei all den bekannten Tissuemaschinen wird ein oft zu niedriger Trockengehalt erzielt.
- Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Maschine der eingangs genannten Art derart zu verbessern, dass sich der Trockengehalt der Faserstoffbahn erhöht.
- Bei dieser Maschine wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Presseinheit wenigstens ein Hochvakuumsaugaggregat in Bahnlaufrichtung vorgeordnet ist.
- Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
- Von Vorteil ist eine Ausgestaltung der Erfindung, gemäß der die wenigstens eine Presswalze eine Schuhwalze ist.
- Ein Hochvakuumsaugaggregat kann, wenn in einer alternativen Ausführungsform eine Saugwalze, vorgesehen ist, in vorteilhafter Weise zwischen der Saugwalze und der Presswalze und/oder in Bahnlaufrichtung noch vor der Saugwalze angeordnet sein.
- Ein Hochvakuumsaugaggregat kann aber auch eine Saugwalze ersetzen. Bei einer Saugwalze muss, dass diese ein Vakuum bereitstellen kann, zuerst der sich drehende gelochte Walzenmantel evakuiert werden. Bei einem ein Hochvakuum erzeugenden Saugkasten ist das Volumen, welches zuerst evakuiert werden muss bedeutend geringer. Aus diesem Grund wird durch den Ersatz einer Saugwalze durch einen als Hochvakuum erzeugenden Saugkasten der Vakuum- und damit Energieverbrauch bedeutend reduziert.
- Des weiteren ist es nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung denkbar, dass das als Saugkasten ausgebildete Hochvakuumsaugaggregat unmittelbar vor einer unbesaugten Walze, insbesondere Umlenkwalze oder Presswalze um die die Faserstoffbahn umgelenkt wird, angeordnet ist. Hierdurch kann verhindert werden, dass Luft im Einlaufzwickel zwischen unbesaugter Walze und Pressfilz eingeschlossen werden kann, was, da die Luft durch das Pressfilz hindurchgedrückt wird, zu einem Abheben der um die Umlenkwalze außen geführten Faserstoffbahn führen kann.
- Zusätzlich lässt sich in vorteilhafter Weise vorsehen, dass das Hochvakuumsaugaggregat zumindest quer zur Bahnlaufrichtung mehrere unabhängig voneinander besaugbare Saugzonen und/oder wenigstens zwei Saugzonen in Bahnlaufrichtung aufweist.
- Als vorteilhaft erweist es sich ebenso, wenn das Hochvakuumsaugaggregat wenigstens eine an das Trägerband angestellte Saugleiste umfasst.
- Ebenso kann ein weiterer Vorteil darin bestehen, dass sich die Anzahl der eingeschalteten Saugzonen bzw. die Anzahl der angestellten Saugleisten entsprechend der Bahngeschwindigkeit festlegen lässt.
- Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Saugzonen und/oder die Saugleisten bei einem Unterdruck arbeiten, der einer Wassersäule von 3 m bis 7 m entspricht.
- Insbesondere lässt sich mit Vorteil vorsehen, dass der Belag der wenigstens einen Saugleiste konvex gekrümmt ist. Hierdurch lässt sich der Verschleiß des Trägerbandes, beispielsweise eines Filzes, minimieren.
- Um den Verschleiß des Trägerbandes an dem Hochvakuumsaugaggregat zu reduzieren, können Schmierspritzrohre vorgesehen.
- Vorzugsweise ist der Trockenzylinder als Yankeezylinder ausgebildet.
- Ebenso bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Tissue- oder Hygienepapierbahn, bei dem die Faserstoffbahn von einem endlosen und wasserdurchlässigen Trägerband durch einen Pressspalt zwischen einem Trockenzylinder und einer Presswalze hindurchgeführt wird.
- Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerband in Bahnlaufrichtung vor dem Pressspalt durch wenigstens ein Hochvakuumsaugaggregat besaugt wird.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen in Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 und2 : schematische Teildarstellungen zweier als Crescentformer ausgeführter, mit einem inneren Filzband versehener Maschinen zur Herstellung einer Tissue- oder Hygienepapierbahn, -
3 eine Ausführungsform mit einem unmittelbar vor einer unbesaugten Umlenkwalze angeordneten Hochvakuumsaugkasten. - Eine Maschine
1 (1 ) zur Herstellung einer Faserstoffbahn2 , bei der es sich um eine Tissue- oder Hygienepapierbahn handeln kann, weist in einem Formierbereich3 eine Formierwalze4 auf, über die gemeinsam ein endloses Filzband oder Innen- oder Trägersieb5 und ein endloses Außensieb6 geführt werden. Dabei ist der Umschlingungswinkel des Außensiebes6 mit der Formierwalze4 geringer als der des Innensiebes5 . - In dem zwischen dem Trägerband
5 und dem Außensieb6 gebildeten Einlaufspalt7 wird mittels eines Stoffauflaufs8 Faserstoffsuspension eingebracht. Die sich dabei bildende Faserstoffbahn2 wird nach dem Umschlingungsbereich der Formierwalze4 gemeinsam mit dem Trägersieb5 in einen Pressspalt9 geführt. - Bevor es diesen erreicht, wird das die Faserstoffbahn
2 mit sich führende Trägerband5 gemeinsam mit dieser an einem Saugkasten10 , an dem ein Hochvakuum anliegt, vorbeigeführt und umschlingt eine Saugwalze11 . - Durch die Kombination des Hochvakuumsaugkastens
10 und der Saugwalze11 wird die Entwässerung der Faserstoffbahn2 derart intensiviert, dass der einzige Pressspalt9 ausreichend ist. Dieser wird zwischen einem als Yankee-Trockenzylinder ausgebildeten Trockenzylinder12 und einer Schuhpresswalze13 gebildet. - Die Schuhpresswalze
13 umfasst einen Pressschuh14 , der eine zumindest im wesentlichen konkave Anpressfläche zur Anpassung der Faserstoffbahn2 und des Trägerbandes5 gegen die Mantelfläche des Trockenzylinders12 besitzt. Der Pressschuh14 wird vorzugsweise hydraulisch gegen den Trockenzylinder12 gedrückt. Die Schuhpresse besitzt vorzugsweise quer zur Bahnlaufrichtung unabhängig voneinander ansteuerbare Presszonen, wodurch eine Anpassung an die Durchbiegung des Trockenzylinders12 sowie die Einstellung des gewünschten Pressdruckprofils quer zur Bahnlaufrichtung möglich ist. Die Trocknung in dem Pressspalt9 wird durch eine an den Trockenzylinder12 angestellte Trockenhaube15 noch verstärkt, welche heiße, trockene Luft auf die Faserstoffbahn2 bläst und wieder absaugt. - Nach erfolgter Trocknung wird die Faserstoffbahn
2 über einen Kreppschaber16 von dem Trockenzylinder12 entfernt. Die gekreppte Faserstoffbahn2 kann im Anschluss daran weiter bearbeitet und aufgewickelt werden. - Zwischen der Saugwalze
11 und der Presswalze13 ist ein weiteres Hochvakuumsaugaggregat17 angeordnet, das beispielsweise durch einen Saugkasten oder dergleichen gebildet werden kann. Durch dieses zusätzliche Hochvakuumsaugaggregat17 wird der Trockengehalt der Faserstoffbahn2 weiter gesteigert, da durch das Saugaggregat17 das durch die Kapillarwirkung bedingte Rückströmen des Wassers vom Trägerband5 in die Faserstoffbahn2 verhindert wird. -
2 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform einer Maschine1 zur Herstellung einer Tissue- oder Hygienepapierbahn2 . Hierbei ist in Vereinfachung des in1 dargestellten Aufbaus anstelle der Schuhpresswalze13 eine einfache Presswalze18 an den Trockenzylinder12 angestellt. Der Presswalze18 ist lediglich ein einziges Hochvakuumsaugaggregat17 vorgelagert. Im übrigen entspricht der Aufbau der in2 dargestellten Maschine der aus1 . - Die
3 zeigt eine Ausführungsform bei der das als Saugkasten ausgebildete Hochvakuumsaugaggregat10 unmittelbar vor einer unbesaugten Umlenkwalze20 angeordnet ist. Wie aus der3 zu erkennen ist, ist die zur Umlenkwalze20 weisende Seite des Saugkastens10 komplementär zur Mantelfläche der Umlenkwalze20 ausgeformt, sodass im wesentlichen kein Luftspalt zwischen der Umlenkwalze20 und dem Saugkasten10 gebildet wird. - Hierdurch kann verhindert werden, dass Luft im Einlaufzwickel zwischen der unbesaugten Umlenkwalze
20 und dem als Pressfilz ausgebildeten Trägerband5 eingeschlossen werden kann, was, da die Luft durch das Pressfilz5 hindurchgedrückt wird, zu einem Abheben der um die Umlenkwalze20 außen geführten Faserstoffbahn2 führen kann.
Claims (10)
- Maschine (
1 ) zur Herstellung einer von einem endlosen und wasserdurchlässigen Trägerband (5 ) geführten Faserstoffbahn (2 ), insbesondere einer Tissue- oder Hygienepapierbahn, mit wenigstens einer einen Trockenzylinder (12 ) und eine Presswalze (12 ,18 ) umfassenden Presseinheit, dadurch gekennzeichnet, dass der Presseinheit wenigstens ein Hochvakuumsaugaggregat (10 ,17 ,19 ) in Bahnlaufrichtung vorgeordnet ist. - Maschine (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Presswalze eine Schuhpresswalze (13 ) ist. - Maschine (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Presswalze (13 ) in Bahnlaufrichtung eine Saugwalze (11 ) vorgeordnet ist und dass ein Hochvakuumsaugaggregat (10 ,17 ) der Saugwalze (11 ) vor- und/oder nachgeordnet ist. - Maschine (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochvakuumsaugaggregat (10 ,17 ,19 ) zumindest quer zur Bahnlaufrichtung mehrere unabhängig voneinander besaugbare Saugzonen und/oder wenigstens zwei Saugzonen in Bahnlaufrichtung aufweist. - Maschine (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochvakuumsaugaggregat (10 ,17 ,19 ) wenigstens eine an das Trägerband (5 ) angestellte Saugleiste umfasst. - Maschine (
1 ) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der eingeschalteten Saugzonen bzw. die Anzahl der angestellten Saugleisten entsprechend der Bahngeschwindigkeit festlegbar ist. - Maschine (
1 ) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugzonen und/oder die Saugleisten bei einem Unterdruck arbeiten, der einer Wassersäule von 3 m bis 7 m entspricht. - Maschine (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag der wenigstens einen Saugleiste konvex gekrümmt ist. - Maschine (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockenzylinder (12 ) als Yankeezylinder ausgebildet ist. - Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffbahn (
2 ), insbesondere einer Tissue- oder Hygienepapierbahn, bei dem die Faserstoffbahn (2 ) von einem endlosen und wasserdurchlässigen Trägerband (5 ) durch einen Pressspalt zwischen einem Trockenzylinder (12 ) und einer Presswalze (13 ,18 ) hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerband (5 ) in Bahnlaufrichtung vor dem Pressspalt durch wenigstens ein Hochvakuumsaugaggregat (10 ,17 ,19 ) besaugt wird.
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