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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbringen eines
Arzneimittels, insbesondere als Aerosol, mit verbesserter Dosiergenauigkeit sowie
eine Vorrichtung zur Applikation eines Arzneimittels, insbesondere
als Aerosol, mit verbesserter Dosiergenauigkeit gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 15.
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Unter
dem Begriff "Arzneimittel" sind bei der vorliegenden
Erfindung insbesondere auch Arzneimittelformulierungen oder Arzneimittelmischungen zu
verstehen. Vorzugsweise liegt das Arzneimittel in flüssiger Form
vor, wobei es sich um eine Suspension, eine Lösung oder ein Gemisch aus beiden
(eine sogenannte Suslution) handeln kann. Weiter kann es sich um
ein Pulver handeln. Die folgende Beschreibung der Erfindung stellt
primär
auf ein Arzneimittel in flüssiger
Form ab, so daß oft
nur von Flüssigkeit
gesprochen wird. Dies gilt aber entsprechend für sonstige Arzneimittel im
Sinne der vorliegenden Erfindung und für vergleichbare Stoffe.
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Die
EP 1 426 662 A1 ,
die den Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung bildet, offenbart eine
Vorrichtung zum Pumpen und vorzugsweise Ausgeben einer Flüssigkeit,
insbesondere einer pharmazeutischen Flüssigkeit. Die bekannte Vorrichtung
weist ein Führungsrohr
mit einem darin längst verschiebbar
geführten
Kolben sowie eine O-Ringdichtung zur Abdichtung zwischen Führungsrohr
und Kolben auf. Die O-Ringdichtung ist in einer Nut des Führungsrohrs
angeordnet. Um eine gute Abdichtung zu erreichen, ist ein Nutfüllgrad von
mehr als 90% durch die O-Ringdichtung vorgesehen. In der Praxis
hat sich gezeigt, daß die
Toleranzen der einzelnen Bauteile zu einer nicht ausreichenden Abdichtung,
insbesondere gegen Luft, und damit zu einer nicht ausreichenden
Dosiergenauigkeit führen
können.
Eine genaue Dosierung ist jedoch gerade bei der Applikation von
Arzneimitteln o.dgl., worauf sich die vorliegende Erfindung bezieht,
wesentlich.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung mit verbesserter Dosiergenauigkeit zur Ausbringung
bzw. Applikation von Arzneimitteln, insbesondere als Aerosol, anzugeben.
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Die
obige Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 oder eine Vorrichtung
gemäß Anspruch
15 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Erfindungsgemäß werden
verfahrensmäßig ein
erstes und ein zweites Bauteil zur Ausbringung verwendet, wobei
das erste Bauteil in Chargen hergestellt wird, wobei mindestens
eine signifikante Größe der ersten
Bauteile jeder Charge nur stichprobenartig erfaßt und daraus mindestens eine
maßgebliche
signifikante Größe für alle ersten
Bauteile der jeweiligen Charge bestimmt wird, wobei das zweite Bauteil
in Gruppen eingeteilt wird, die sich durch mindestens eine wesentliche
Größe der zweiten
Bauteile unterscheiden, wobei in Abhängigkeit von der mindestens
einen maßgeblichen
signifikanten Größe eine
dazu passende Gruppe ausgewählt
wird, wobei ein erstes Bauteil einer Charge vorzugsweise ausschließlich mit
einem zweiten Bauteil einer zu dieser Charge passenden Gruppe kombiniert
bzw. eingebaut wird. Durch Auswahl einer entsprechenden, passenden
Gruppe von zweiten Bauteilen wird eine verbesserte Abdichtung zwischen
den kombinierten Bauteilen ermöglicht,
die vorzugsweise zur Ausbringung des Arzneimittels relativ zueinander
bewegt werden. So wird eine verbesserte Dosiergenauigkeit erreicht.
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Das
Verfahren eignet sich insbesondere für sehr kleine Bauteile, die
beispielsweise in Mikrotechnik hergestellt werden bzw. Abmessungen
von nur einigen 10 μm
bis etwa 3 mm haben. Beispielsweise sind die ersten Bauteile spritzgegossen
und bilden vorzugsweise ringförmige
Formdichtungen, insbesondere O-Ringe.
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Als
signifikante Größen der
ersten Bauteile, insbesondere bei ringförmigen Formdichtungen, wie O-Ringen,
werden vorzugsweise das Volumen und/oder die Kompressibilität erfaßt.
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Es
hat sich gezeigt, daß es
genügt,
den Mittelwert und die Standardabweichung, beispielsweise des Volumens
und der Kompressibilität,
als signifikante Größen der
ersten Bauteile, zu erfassen bzw. zu bestimmen. Dies gestattet einen
verhältnismäßig geringen
Aufwand.
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Die
zweiten Bauteile weisen vorzugsweise eine Ausnehmung, insbesondere
eine Schulter oder Nut, zur Aufnahme des ersten Bauteils auf und
bilden insbesondere ein Führungsrohr
für einen
Kolben der Vorrichtung. Als wesentliche Größe für die Einteilung der zweiten
Bauteile in die Gruppen wird vorzugsweise eine die Ausnehmung betreffende
Größe, wie
die Tiefe und/oder Breite der Ausnehmung, verwendet. Es hat sich
gezeigt, daß diese
Größen bzw.
Maße für die Einteilung
ausreichend sind, so daß nur
ein verhältnismäßig geringer
Aufwand erforderlich ist.
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Vorzugsweise
werden wiederum der Mittelwert und die Standardabweichung, insbesondere
der Tiefe und/oder Breite der Ausnehmung, als wesentliche Größen für die Einteilung
in die Gruppen verwendet.
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Die
zweiten Bauteile werden vorzugsweise gezielt mit unterschiedlichen
wesentlichen Größen hergestellt,
wobei die Größen um mehr
als die Herstellungstoleranz differieren, um unterschiedliche Gruppen
der zweiten Bauteile zu erzeugen und bereitstellen zu können. Die
Herstellung mit unterschiedlichen wesentlichen Größen erfolgt
vorzugsweise in Abhängigkeit
vom Bedarf bzw. von der statistischen Wahrscheinlichkeit.
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Die
zweiten Bauteile werden vorzugsweise ebenfalls in Chargen, aber
insbesondere mit unterschiedlichen wesentlichen Größen hergestellt,
wobei die wesentliche Größe der zweiten
Bauteile nur stichprobenartig von jeder Charge erfaßt und daraus
die wesentliche Größe für alle zweiten
Bauteile der jeweiligen Charge bestimmt wird. So kann eine einzelweise
Vermessung der zweiten Bauteile vermieden und dadurch der Aufwand
insgesamt gering gehalten werden.
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Besonders
bevorzugt weist die Vorrichtung über
das erste und zweite Bauteil hinaus mindestens ein weiteres Bauteil,
insbesondere mehrere weitere Bauteile, wie einen Kolben, der vom
ersten Bauteil abgedichtet wird, und einen Stützring zur axialen Sicherung
des Bauteils am zweiten Bauteil, auf. Wenn nun beliebige Chargen
der ersten und weiteren Bauteile kombiniert werden, kann ein gewünschter
Sollwert durch Auswahl einer passenden Gruppe des dadurch zumindest
in seiner wesentlichen Größe "variablen" zweiten Bauteils
erreicht werden. Für
diese Variation bietet sich insbesondere das Tiefenmaß der Ausnehmung,
also das Führungsrohr,
und/oder die Breite (axiale Länge)
der Ausnehmung, also beispielsweise ein Stützring zur Festlegung einer
Dichtung als erstes Bauteil in der Ausnehmung, an.
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Um
die passende Gruppe auswählen
zu können,
wenn die Vorrichtung über
das erste und zweite Bauteil hinaus mindestens ein weiteres Bauteil
aufweist, wird bzw. werden eine oder mehrere weitere signifikante
Größe(n) des
weiteren Bauteils oder der weiteren Bauteile, insbesondere der Durchmesser des
Kolbens und/oder die axial wirksame Länge des Stützrings, erfaßt und als
weitere signifikante Größe(n) zusätzlich zu
der maßgeblichen
signifikanten Größe bei der
Auswahl der passenden Gruppe berücksichtigt.
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Wie
bereits erläutert,
wird die passende Gruppe derart ausgewählt, daß die maßgebliche signifikante Größe zusammen
mit gegebenenfalls weiteren signifikanten Größen und der wesentlichen Größe bei der
fertigen Vorrichtung – zumindest
im Mittel – zu
einem bestimmten Sollwert, insbesondere einem Soll-Füllgrad der
Ausnehmung einer Formdichtung, führt.
Die Auswahl erfolgt insbesondere computergestützt unter Berücksichtigung
der Fehlerfortpflanzung bzw. statistischer Methoden.
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Unter
dem Begriff "Füllgrad" ist bei der vorliegenden
Erfindung insbesondere der Quotient aus Volumen der eingebauten
Dichtung durch Volumen der Ausnehmung zu verstehen.
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Unter
dem Begriff "Formdichtung" sind bei der vorliegenden
Erfindung sowohl Flachdichtungen und O-Ringdichtungen als auch sonstige
Formdichtungen, also mit abweichenden Querschnittsformen, zu verstehen.
Vorzugsweise sind die Formdichtungen als durchgehender Ring ausgebildet.
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Voranstehend
wurde das vorschlagsgemäße Verfahren
allgemein, aber mit Bezug auf die bevorzugte Anwendung bei einer
Vorrichtung zum Pumpen bzw. Dosieren und vorzugsweise Ausgeben einer Flüssigkeit
bzw. eines Arzneimittels erläutert.
Das vorschlagsgemäße Verfahren
ist generell auf jede Art von Vorrichtung anwendbar. Die bevorzugte
Anwendung liegt bei Vorrichtungen, die aus Mikrobauteilen aufgebaut
sind, deren einzelweise Vermessung einen übermäßigen Aufwand darstellen würde oder
gar nicht möglich
ist. Nachfolgend wird primär
auf eine vorschlagsgemäße Vorrichtung
abgestellt.
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Eine
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Applikation eines Arzneimittels, insbesondere zum Pumpen bzw.
Dosieren und vorzugsweise Ausgeben einer Flüssigkeit, weist ein Führungsrohr
mit einem darin längs
verschiebbar geführten
Kolben, eine Formdichtung zur Abdichtung zwischen Führungsrohr
und Kolben sowie eine Ausnehmung zur Aufnahme der Formdichtung auf,
wobei die Formdichtung einer bestimmten Charge von Formdichtungen
mit einem Führungsrohr
einer passenden bestimmten Gruppe kombiniert ist, wobei die Gruppe
in Abhängigkeit
von mindestens einer maßgeblichen
signifikanten Größe der Charge
aus mehreren Gruppen von Führungsrohren
ausgewählt
ist, um die Ausnehmung durch die Formdichtung mit einem Soll-Füllgrad auszufüllen. So
können
auf verhältnismäßig einfache
Weise ein bestimmter Soll-Füllgrad,
der die gewünschte
Abdichtung sicherstellt, und damit eine verbesserte Dosiergenauigkeit
erreicht werden.
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Bei
der Auswahl der passenden Gruppe können auch die Toleranzen bzw.
Größen weiterer
Bauteile, insbesondere signifikante Größen von Chargen weiterer Bauteile,
wie Durchmesser des Kolbens, wirksame axiale Länge des Stützrings zur axialen Abstützung der
Formdichtung bzw. Begrenzung der Nut oder dergleichen, berücksichtigt
werden.
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Weitere
Aspekte, Eigenschaften, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus den Ansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
anhand der Zeichnung. Die einzige Figur zeigt
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einen
schematischen, ausschnittsweisen Schnitt einer vorschlaggemäßen Vorrichtung.
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Die
vorschlagsgemäße Vorrichtung 1 zur
Applikation bzw. Ausgabe, insbesondere zum Pumpen bzw. Dosieren,
eines Arzneimittels, vorzuugsweise einer Flüssigkeit 2, ist insbesondere
für sehr
kleine Pumpvolumina bzw. Dosierungen ausgelegt. Das Pumpvolumen
beträgt
beim Darstellungsbeispiel 1 μl bis
1 ml, vorzugsweise 1 μl
bis 500 μl,
insbesondere 5 μl
bis 100 μl,
ganz be sonders bevorzugt 5 μl
bis 30 μl,
und insbesondere im wesentlichen 15 μl, pro Kolbenhub.
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Um
eine präzise
Förderung
und Dosierung des gewünschten
Volumens, insbesondere auch bei einer ersten Betätigung nach längerer Nichtbenutzung,
sicherstellen zu können,
darf insbesondere während
der Nichtbenutzung keine Luft in die Vorrichtung 1 eintreten,
da sonst die Dosierung nicht mehr in der gewünschten Genauigkeit erfolgen
kann.
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Die
Vorrichtung 1 weist ein Führungsrohr 3 (zweites
Bauteil), einen darin längs
verschiebbar geführten
Kolben 4 (weiteres Bauteil) und eine Formdichtung 5 (erstes
Bauteil) in einer Ausnehmung 6 sowie optional einen Stützring 7 (weiteres
Bauteil) zur Abstützung
der Formdichtung 5 auf.
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Das
Führungsrohr 3 bildet
gegebenenfalls zusammen mit dem Stützring 7 die Ausnehmung 5, die
den Kolben 4 ringförmig
umgibt und insbesondere als Nut, hier als Ringnut, ausgeführt ist.
Beim Darstellungsbeispiel bildet der Stützring 4 eine axiale
Seite oder Begrenzung der Ausnehmung 5, so daß das Führungsrohr 3 im
wesentlichen eine Ringschulter und eine radiale Außenbegrenzung
für die
Ausnehmung 5 bildet.
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Bedarfsweise
kann die Ausnehmung 5 auch separat vom Führungsrohr 3 ausgebildet
sein.
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Der
Kolben 4 weist beim Darstellungsbeispiel einen kreisförmigen Querschnitt
mit einem Durchmesser von 0,25 mm bis 4 mm, vorzugsweise 0,5 mm
bis 3 mm, insbesondere von 0,75 mm bis 2,25 mm, auf.
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Der
Kolben 4 besteht vorzugsweise aus Metall, insbesondere
Edelstahl. Er ist insbesondere als Hohlrohr bzw. Kapillare ausgebildet.
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Der
Kolben 4 ist vorzugsweise gezogen und weist dementsprechend
eine relativ geringe Toleranz hinsichtlich seines Durchmessers auf.
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Die
Formdichtung 5 ist vorzugsweise durchgehend ringförmig entsprechend
der Ausnehmung 6 ausgebildet. Insbesondere handelt es sich
bei der Form dichtung 5 um einen O-Ring mit im nicht eingebauten
Zustand zumindest im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt.
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Der
Querschnitt bzw. die Schnurstärke
der nicht eingebauten Formdichtung 5 beträgt beim
Darstellungsbeispiel 0,3 mm bis 3 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 2
mm, insbesondere 1 mm bis 1,5 mm. Der Innendurchmesser entspricht
etwa dem Kolbendurchmesser.
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Die
Formdichtung 5 besteht vorzugsweise aus Silikon oder aus
einem sonstigen, insbesondere für
Pharmazeutika oder Lebensmittel geeigneten, gummielastischen Material.
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Im
eingebauten Zustand – also
bei montierter Vorrichtung 1 – ist die Formdichtung 5 zumindest
im wesentlichen in der Ausnehmung 6 aufgenommen. Der Stützring 7 liegt
axial an und fixiert die Formdichtung 5 axial in der Ausnehmung 6.
Weiter liegt die Formdichtung 5 radial an dem die Formdichtung 5 durchgreifenden
Kolben 4 dichtend an. Die Formdichtung 5 ist in
die Ausnehmung 6 eingepreßt bzw. verformt. Die Formdichtung 5 weist
abweichend vom nicht eingebauten Zustand im Querschnitt eine im wesentlichen
rechteckige Form oder zumindest eine flache Anlageseite zum Kolben 4 hin
auf.
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Der "Füllgrad" entspricht dem Quotienten aus dem Volumen
der eingebauten Formdichtung 5 durch das Volumen der Ausnehmung 6.
Um eine gute Abdichtung und dementsprechend genaue Dosierung der
Vorrichtung 1 erreichen zu können, beträgt der gewünschte Füllgrad, also der "Soll-Füllgrad", im Mittel vorzugsweise
90%, insbesondere mindestens 95%, mit einer Toleranz von höchstens
5%, insbesondere 4% oder weniger.
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Beim
Darstellungsbeispiel ist der Stützring 7 vorzugsweise
durch ein kappenförmiges
Haltelement 8 oder dergleichen am Förderrohr 3 befestigt.
Durch entsprechende axiale bzw. stirnseitige Anlageflächen kann
eine definierte Lage des Stützrings 7 und
damit eine definierte Breite B (axiale Länge) der Ausnehmung 6 für die Formdichtung 5 erreicht
werden.
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Weiter
wird das Volumen der Ausnehmung 6 maßgeblich durch die Tiefe T
der Ausnehmung 6 im Förderrohr 3,
also die radiale Erstreckung der Ausnehmung 6, bestimmt.
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Der
Kolben 4 begrenzt einen Pumpraum 9 im Förderrohr 3.
Der Kolben 4 ist vorzugsweise mit einem Rückschlagventil 10 versehen,
das insbesondere an dem dem Pumpenraum 9 zugewandten Ende des
Kolbens 4 angeordnet ist.
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Der
vorzugsweise hohle Kolben 4 bildet beim Darstellungsbeispiel
einen Zuführkanal 11 für die Flüssigkeit 2.
Die Flüssigkeit 2 ist
bei entsprechender axialer Bewegung durch den Zuführkanal 11 über das Einlaß- bzw.
Rückschlagventil 10 in
den Pumpenraum 9 förderbar,
insbesondere ansaugbar.
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Druck-
bzw. ausgabeseitig weist die Vorrichtung 1 optional ein
nicht dargestelltes Auslaßventil und
beispielsweise eine Düse 12 zur
Ausgabe und gegebenenfalls Zerstäubung
der Flüssigkeit 2 auf.
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Die
Formdichtungen 5 werden in Chargen – also gruppenweise – hergestellt.
Insbesondere wird eine Charge aus einer bestimmten Menge möglichst homogenen
Ausgangsmaterials hergestellt.
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Die
Formdichtungen 5 werden vorzugsweise durch Spritzgießen, insbesondere
mittels eines nicht dargestellten Spritzgußwerkzeuges mit einer Vielzahl von
Kavitäten,
hergestellt. Entsprechend werden bei jedem Spritzgußvorgang
eine Vielzahl von Formdichtungen 5 erzeugt.
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Die
Formdichtungen 5 können
von Charge zu Charge variieren, insbesondere hinsichtlich signifikanter
Größen, wie
Ringdurchmesser, Querschnitt, Volumen, Kompressibilität oder dergleichen.
Neben den werkzeuggebundenen Maßen
(Ringdurchmesser, Dicke, Volumen) können auch materialbedingte oder
verfahrenstechnisch bedingte Größen, wie
die Kompressibilität,
variieren.
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Die
Formdichtungen 5 stellen erste Bauteile im Sinne des vorschlagsgemäßen Verfahrens
dar. Die signifikanten Größen (insbesondere
nur Volumen und Kompressibilität)
der Formdichtungen 5 werden vorzugsweise nur für einen Teil
aller Formdichtungen 5 einer Charge erfaßt und daraus
maßgebliche
signifikante Größen, insbesondere
Mittelwert und Standardabweichung, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen
Einflüsse
von werkzeuggebundenen Maßen
und Toleranzen sowie gegebenenfalls sonstiger Maße und unter Beachtung von
Verteilungsfunktionen bestimmt.
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Das
Förderrohr 3 wird
vorschlagsgemäß anhand
vorzugsweise ausschließlich
einer wesentlichen Größe, beim
Darstellungsbeispiel anhand der Tiefe T der Ausnehmung 6,
klassifiziert. Die Förderröhre 3 stellen
zweite Bauteile im Sinne des vorschlagsgemäßen Verfahrens dar und werden
also anhand der Tiefe T in verschiedene Gruppen eingeteilt. Insbesondere
werden Förderrohre 3 mit
unterschiedlichen Tiefen T hergestellt, um die erforderlichen Gruppen
von Förderrohren 3 bereit
stellen zu können.
Vorzugsweise unterscheiden sich die Gruppen in der Tiefe T jeweils
um mehr als die Herstellungstoleranz voneinander.
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Vorschlagsgemäß wird ein
erstes Bauteil, also eine Formdichtung 5, einer bestimmten
Charge nur mit einem zweiten Bauteil, also einem Förderrohr 3,
einer zu der bestimmten Charge passenden Gruppe kombiniert bzw.
zusammengebaut. Die zu der jeweiligen Charge passenden Gruppe wird
in Abhängigkeit
von der mindestens einen maßgeblichen
signifikanten Größe dieser
Charge, insbesondere also in Abhängigkeit
von dem Mittelwert und der Standardabweichung des Volumens und der
Kompressibilität
der Formdichtungen 5 dieser Charge, derart ausgewählt, daß die wesentliche
Größe, also
insbesondere die Tiefe T der Ausnehmung 6, der jeweiligen
Gruppe zu einem gewünschten
Sollwert, hier dem Soll-Füllgrad,
bzw. einer bestimmten Abdichtung bei der Vorrichtung 1 führt. Die
Auswahl erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung der Fehlerfortpflanzung
und der verfügbaren
Gruppen.
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Die
Vorrichtung 1 weist beim Darstellungsbeispiel weitere Bauteile,
nämlich
den Kolben 4 und den Stützring 7,
auf, deren Größen bzw.
Maße für die Erreichung
des Sollwerts, also des Soll-Füllgrads, der
jeweiligen Vorrichtung 1 maßgeblich sind. Dementsprechend
werden vorzugsweise auch die signifikanten Größen der weiteren Bauteile,
insbesondere der Durchmesser der Kolben 4 einer Charge
von Kolben 4 und die Breite B der Ausnehmung 6,
genauer gesagt, die dafür
maßgeblichen
Größen des
Stützrings 7 und
des Förder rohrs 3,
vorzugsweise stichprobenartig erfaßt und daraus weitere signifikante Größen, insbesondere
Mittelwert und Standardabweichung, bestimmt. Diese weiteren signifikanten Größen werden
vorzugsweise zusätzlich
bei der genannten Auswahl der Gruppe von Förderrohren 3 berücksichtigt,
um den gewünschten
Sollwert, also Soll-Füllgrad,
und damit die gewünschte
Abdichtung und Dosiergenauigkeit zu erreichen.
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Die
angegebenen Größen, wie
Volumen, Kompressibilität,
Tiefe, Breite oder dergleichen, stellen lediglich beispielhaft mögliche signifikante
Größen darf.
Je nach Konstruktion und Aufbau der Vorrichtung 1, Herstellung
der Bauteile und insbesondere Toleranzen der Bauteile können weitere
und/oder andere Größen als
signifikante und/oder wesentliche Größen verwendet werden. Alternativ
oder zusätzlich können anstelle
des Füllgrads
auch andere Größen als
Sollwert verwendet werden. Anstelle des Förderrohrs 3 können auch
andere Bauteile als "variable" Bauteile – also in
Gruppen eingeteilte Bauteile mit unterschiedlichen wesentlichen
Größen – mit Chargen anderer
Bauteile zur Erreichung eines Sollwerts bzw. einer verbesserten
Dosiergenauigkeit bei der fertigen Vorrichtung 1 kombiniert
werden.
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Zum
Ausbringen der Flüssigkeit 2 bzw.
des Arzneimittels werden das erste und das zweite Bauteil, insbesondere
also das Förderrohr 3 und
die Formdichtung 5, relativ zueinander bewegt, wobei die
vorschlagsgemäße Kombination
der Bauteile zu einer optimalen Abdichtung zwischen den Bauteilen und
dadurch einer verbesserten Dosiergenauigkeit beim Ausbringen bzw.
bei der Applikation führt.
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Die
vorschlagsgemäße Vorrichtung 1 ist beim
Darstellungsbeispiel insbesondere als Zerstäuber oder Inhalator ausgebildet.
Die Flüssigkeit 2 wird vom
Kolben 4 bei entsprechender axialer Hin- und Herbewegung
abwechselnd durch den Zuführkanal 11 in
den Pumpenraum 9 gesaugt oder dort unter Druck gesetzt
und über
die Düse 12 ausgegeben
und dabei ausgegeben bzw. appliziert, vorzugsweise zerstäubt, also
aus der Flüssigkeit 2 ein
Sprühnebel bzw.
Aerosol A gebildet, wie in der Figur angedeutet.
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Besonders
bevorzugt ist die Vorrichtung 1 als Zerstäuber bzw.
Inhalator ausgebildet, wie im Grundprinzip in der WO 91/14468 A1
und in konkreter Aus gestaltung in der WO 97/12687 A1 (6a, 6b) sowie
in 1 und 2 der WO 2005/080001
A1 dargestellt. Ganz bevorzugt handelt es sich um den Zerstäuber bzw.
Inhalator, der unter dem Handelsnamen "Respimat" von der Boehringer Ingelheim GmbH angeboten
wird.
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Die
Vorrichtung
1 kann jedoch beispielsweise auch als Dosierpumpe,
insbesondere zur genauen Zuführung
von Arzneimitteln oder dergleichen, insbesondere wie in der
EP 1 426 662 A1 erläutert, eingesetzt
werden.
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Insbesondere
handelt es sich bei der Vorrichtung 1 um ein medizinisches
Gerät.
Bei der Flüssigkeit 2 handelt
es sich vorzugsweise um ein Arzneimittel, wie bereits eingangs erläutert, bzw.
um ein Medikament, Therapeutikum, Diagnostikum oder dergleichen.
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Die
Vorrichtung
1 kann insbesondere auch dazu verwendet werden,
gleichzeitig mehrere Wirkstoffe bzw. Arzneimittel zur Verfügung zu
stellen bzw. auszubringen. In diesem Fall handelt es sich bei der Flüssigkeit
2 insbesondere
um eine Suslution. Das Prinzip der Suslution beruht darauf, daß sich mehrere Wirkstoffe
in einer Formulierung nebeneinander als Lösung und als Suspension formulieren
lassen. Diesbezüglich
wird auf die
EP 1 087
750 A1 verwiesen, die hiermit als ergänzende Offenbarung eingeführt wird.
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Jedoch
kann die Vorrichtung 1 grundsätzlich auch für kosmetische
Zwecke oder sonstige Zwecke eingesetzt werden.
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Nachfolgend
werden bevorzugte Bestandteile und/oder Formulierungen des Arzneimittels
bzw. der Flüssigkeit
2 aufgeführt:
Als
pharmazeutisch wirksame Substanzen, Substanzformulierungen oder
Substanzmischungen werden alle inhalierbaren Verbindungen eingesetzt,
wie z.B. auch inhalierbare Makromoleküle, wie in
EP 1 003 478 A1 offenbart.
Vorzugsweise werden Substanzen, Substanzformulierungen oder Substanzmischungen
zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, die im inhalativen
Bereich Verwendung finden.
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Besonders
bevorzugt sind in diesem Zusammenhang Arzneimittel, die ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus Anticholinergika, Betamimetika, Steroiden,
Phosphodiesterase IV-inhibitoren, LTD4-Antagonisten und EGFR-Kinase-Hemmer, Antiallergika,
Derivate von Mutterkornalkaloiden, Triptane, CGRP-Antagonisten,
Phosphodiesterase-V-Inhibitoren, sowie Kombinationen aus solchen
Wirkstoffen, z.B. Betamimetikaplus Anticholinergika oder Betamimetica
plus Antiallergika. Im Fall von Kombinationen weist wenigstens einer
der Wirkstoffe chemisch gebundenes Wasser auf. Bevorzugt werden
Anticholinergika-haltige Wirkstoffe eingesetzt, als Monopräparate oder
in Form von Kombinationspräparaten.
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Im
einzelnen seien als Beispiele für
die wirksamen Bestandteile oder deren Salze genannt:
Zur Anwendung
gelangende Anticholinergika sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Tiotropiumbromid, Oxitropiumbromid, Flutropiumbromid,
Ipratropiumbromid, Glycopyrroniumsalze, Trospiumchlorid, Tolterodin,
2,2-Diphenylpropionsäuretropenolester-methobromid,
2,2-Diphenylpropionsäurescopinester-methobromid,
2-Fluor-2,2-Diphenylessigsäurescopinester-methobromid,
2-Fluor-2,2-Diphenylessigsäuretropenolester-methobromid,
3,3',4,4'-Tetrafluorbenzilsäuretropenolester-Methobromid,
3,3',4,4'-Tetrafluorbenzilsäurescopinester-Methobromid,
4,4'-Difluorbenzilsäuretropenolester-Methobromid,
4,4'-Difluorbenzilsäurescopinester-Methobromid,
3,3'-Difluorbenzilsäuretropenolester-Methobromid,
3,3'-Difluorbenzilsäurescopinester-Methobromid,
9-Hydroxy-fluoren-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid, 9-Fluor-fluoren-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid,
9-Hydroxy-fluoren-9-carbonsäurescopinester-Methobromid,
9-Fluor-fluoren-9-carbonsäurescopinester
Methobromid, 9-Methyl-fluoren-9-carbonsäuretropenolester Methobromid,
9-Methyl-fluoren-9-carbonsäurescopinester
Methobromid, Benzilsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
2,2-Diphenylpropionsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Hydroxy-xanthen-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Methyl-fluoren-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Methyl-xanthen-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Hydroxy-fluoren-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid, 4,4'-Difluorbenzilsäuremethylestercyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Hydroxy-xanthen-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid,
9-Hydroxy-xanthen-9-carbonsäurescopinester
Methobromid, 9-Methyl-xanthen-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid, 9-Methyl-xanthen-9-carbonsäurescopinester-Methobromid,
9-Ethyl-xanthen-9-carbonsäuretropenolester
Methobromid, 9-Difluormethyl-xanthen-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid
und 9-Hydroxymethyl-xanthen-9-carbonsäurescopinester-Methobromid,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere
und gegebenenfalls in Form ihrer Solvate und/oder Hydrate.
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Zur
Anwendung gelangende Betamimetika sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Albuterol, Bambuterol, Bitolterol, Broxaterol,
Carbuterol, Clenbuterol, Fenoterol, Formoterol, Hexoprenaline, Ibuterol,
Indacterol, Isoetharine, Isoprenaline, Levosalbutamol, Mabuterol,
Meluadrine, Metaproterenol, Orciprenaline, Pirbuterol, Procaterol, Reproterol,
Rimiterol, Ritodrine, Salmeterol, Salmefamol, Soterenot, Sulphonterol,
Tiaramide, Terbutaline, Tolubuterol, CHF-1035, HOKU-81, KUL-1248,
3-(4-{6-[2-Hydroxy-2-(4-hydroxy-3-hydroxymethyl-phenyl)-ethylamino]-hexyloxy}-butyl)-benzolsulfonamid,
5-[2-(5,6-Diethyl-indan-2-ylamino)-1-hydroxy-ethyl]-8-hydroxy-1H-quinolin-2-on, 4-hydroxy-7-[2-{[2-{[3-(2-phenylethoxy)propyl]sulphonyl}ethyl]-amino}ethyl]-2(3H)-benzothiazolon, 1-(2-Fluoro-4-hydroxyphenyl)-2-[4-(1-benzimidazolyl)-2-methyl-2-butylamino]ethanol,
1-[3-(4-methoxybenzyl-amino)-4-hydroxyphenyl]-2-[4-(1-benzimidazolyl)-2-methyl-2-butylamino]ethanol,
1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-[3-(4-N,N-dimethylaminophenyl)-2-methyl-2-propylamino]ethanol, 1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-[3-(4-methoxyphenyl)-2-methyl-2-propylamino]ethanol,
1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-[3-(4-n-butyloxyphenyl)-2-methyl-2-propylamino]ethanol,
1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-{4-[3-(4-methoxyphenyl)-1,2,4-triazol-3-yl]-2-methyl-2-butylamino}ethanol,
5-hydroxy-8-(1-hydroxy-2-isopropylaminobutyl)-2H-1,4-benzoxazin-3-(4H)-on,
1-(4-amino-3-chloro-5-trifluormethylphenyl)-2-tert.-butylamino)ethanol
und 1-(4-ethoxycarbonylamino-3-cyano-5-fluorophenyl)-2-(tert.-butylamino)ethanol,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere
und gegebenenfalls in Form ihrer pharmakologisch verträglichen
Säureadditionssalze,
Solvate und/oder Hydrate.
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Zur
Anwendung gelangende Steroide sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Prednisolon, Prednison, Butixocortpropionat, RPR-106541, Flunisolid,
Beclomethason, Triamcinolon, Budesonid, Fluticason, Mometason, Ciclesonid, Rofleponid,
ST-126, Dexamethason, 6a,9a-Difluoro-17a-[(2-furanylcarbonyl)oxy]-11b-hydroxy-16a-methyl-3-oxo-androsta-1,4-dien-17b-carbothionsäure(S)-fluoromethylester,
6a,9a-Difluoro-11b-hydroxy-16a-methyl-3-oxo-17a-propionyloxy-androsta-1,4-dien-17b-carbothionsäure (S)-(2-oxo-tetrahydro-furan-3S-yl)ester
und Etiprednol-dichloroacetat (BNP-166), gegebenenfalls in Form ihrer Racemate,
Enantiomere oder Diastereomere und gegebenenfalls in Form ihrer
Salze und Derivate, ihrer Solvate und/oder Hydrate.
-
Zur
Anwendung gelangende PDE IV-Inhibitoren sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Enprofyllin, Theophyllin, Roflumilast, Ariflo
(Cilomilast), CP-325,366, BY343, D-4396 (Sch-351591), AWD-12-281
(GW-842470), N-(3,5-Dichloro-1-oxo-pyridin-4-yl)-4-difluoromethoxy-3-cyclopropylmethoxybenzamid,
NCS-613, Pumafentine, (-)p-[(4aR*,10bS*)-9-Ethoxy-1,2,3,4,4a,10b-hexahydro-8-methoxy-2-methylbenzo[s][1,6]naphthyridin-6-yl]-N,N-diisopropylbenzamid,
(R)-(+)-1-(4-Bromobenzyl)-4-[(3-cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl]-2-pyrrolidon,
3-(Cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)-1-(4-N'-[N-2-cyano-S-methyl-isothioureido]benzyl)-2-pyrrolidon,
cis[4-Cyano-4-(3-cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-carbonsäure], 2-carbomethoxy-4-cyano-4-(3-cyclopropylmethoxy-4-difluoromethoxyphenyl)cyclohexan-1-on,
cis[4-Cyano-4-(3-cyclopropylmethoxy-4-difluoromethoxyphenyl)cyclohexan-1-ol], (R)-(+)-Ethyl[4-(3-cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)pyrrolidin-2-yliden]acetat,
(S)-(-)-Ethyl[4-(3-cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)pyrrolidin-2-yliden]acetat,
CDP840, Bay-198004, D-4418,
PD-168787, T-440, T-2585, Arofyllin, Atizoram, V-11294A, C1-1018,
CDC-801, CDC-3052, D-22888, YM-58997, Z-15370, 9-Cyclopentyl-5,6-dihydro-7-ethyl-3-(2-thienyl)-9H-pyrazolo[3,4-c]-1,2,4-triazolo[4,3-a]pyridin
und 9-Cyclopentyl-5,6-dihydro-7-ethyl-3-(tert-butyl)-9H-pyrazolo[3,4-c]-1,2,4-triazolo[4,3-a]pyridin,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere
und gegebenenfalls in Form ihrer pharmakologisch verträglichen
Säureadditionssalze,
Solvate und/oder Hydrate.
-
Zur
Anwendung gelangende LTD4-Antagonisten sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Montelukast, 1-(((R)-(3-(2-(6,7-Difluoro-2-quinolinyl)ethenyl)phenyl)-3-(2-(2-hydroxy-2-propyl)phenyl)thio)methyl-cyclopropan-essigsäure, 1-(((1(R)-3(3-(2-(2,3-Dichlorothieno[3,2-b]pyridin-5-yl)-(E)-ethenyl)phenyl)-3-(2-(1-hydroxy-1-methylethyl)phenyl)propyl)
thio)methyl)cyclopropanessigsäure,
Pranlukast, Zafirlukast, [2-[[2-(4-tert-Butyl-2-thizolyl)-5-benzofuranyl]oxymethyl]phenyl]essigsäure, MCC-847
(ZD-3523), MN-001, MEN-91507 (LM-1507), VUF-5078, VUF-K-8707 und
L-733321, gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder
Diastereomere, gegebenenfalls in Form ihrer pharmakologisch verträglichen
Säureadditionssalze sowie
gegebenenfalls in Form ihrer Salze und Derivate, ihrer Solvate und/oder
Hydrate.
-
Zur
Anwendung gelangende EGFR-Kinase-Hemmer sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Cetuximab, Trastuzumab, ABX-EGF, Mab ICR-62,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-cyclopropylmethoxy-chinazolin, 4-[(R)-(1-Phenyl-ethyl)amino]-6-{[4-(morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-cyclopentyloxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{[4-((R)-6-methyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-[(S)-(tetrahydrofuran-3-yl)oxy]-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[2-((S)-6-methyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-ethoxy]-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-({4-[N-(2-methoxy-ethyl)-N-methyl-amino]-1-oxo-2-buten-1-yl}amino)-7-cyclopropylmethoxy-chinazolin,
4-[(R)-(1-Phenylethyl)amino]-6-({4-[N-(tetrahydropyran-4-yl)-N-methyl-amino]-1-oxo-2-buten-1-yl}amino)-7-cyclopropylmethoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-({4-[N-(2-methoxy-ethyl)-N-methyl-amino]-1-oxo-2-buten-1-yl}amino)-7-cyclopentyloxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(N,N-dimethylamino)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-[(R)-(tetrahydrofuran-2-yl)methoxy]-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6,7-bis-(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin, 4-[(R)-(1-Phenyl-ethyl)amino]-6-(4-hydroxyphenyl)-7H-pyrrolo[2,3-d]pyrimidin,
3-Cyano-4-[(3-chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(N,N-dimethylamino)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-ethoxy-chinolin,
4-[(R)-(1-Phenyl-ethyl)amino]-6-{[4-((R)-6-methyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-[(tetra hydrofuran-2-yl)methoxy]-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-{[4-(5,5-dimethyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{2-[4-(2-oxo-morpholin-4-yl)-piperidin-1-yl]-ethoxy}-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-amino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(tans-4-methansulfonylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(tetrahydropyran-3-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(piperidin-3-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[1-(2-acetylamino-ethyl)-piperidin-4-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(tetrahydropyran-4-yloxy)-7-ethoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{trans-4-[(morpholin-4-yl)carbonylamino]-cyclohexan-1-yloxy}-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(piperidin-1-yl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(cis-4-{N-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-N-methyl-amino}-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-ethansulfonylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-methansulfonyl-piperidin-4-yloxy)-7-(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[1-(2-methoxy-acetyl)-piperidin-4-yloxy]-7-(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(tetrahydropyran-4-yloxy]-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(cis-4-{N-[(piperidin-1-yl)carbonyl]-N-methyl-amino}-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{cis-4-[(morpholin-4-yl)carbonylamino]-cyclohexan-1-yloxy}-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[2-(2-oxopyrrolidin-1-yl)ethyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(1-acetyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(1-methyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(1-methansulfonyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-methyl-piperidin-4-yloxy)-7(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-{1-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(N-methyl-N-2-methoxyethyl-amino)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3- Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-ethyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[cis-4-(N-methansulfonyl-N-methyl-amino)-cyclohexan-1-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[cis-4-(N-acetyl-N-methyl-amino)-cyclohexan-1-yloxy]-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-methylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[trans-4-(N-methansulfonyl-N-methyl-amino)-cyclohexan-1-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-dimethylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-{N-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-N-methyl-amino}-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[2-(2,2-dimethyl-6-oxo-morpholin-4-yl)-ethoxy]-7-[(S)-(tetrahydrofuran-2-yl)methoxy]-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-methansulfonyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-cyano-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, und 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(2-methoxyethyl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere,
gegebenenfalls in Form ihrer pharmakologisch verträglichen
Säureadditionssalze,
ihrer Solvate und/oder Hydrate.
-
Unter
Säureadditionssalzen
mit pharmakologisch verträglichen
Säuren
zu deren Bildung die Verbindungen gegebenenfalls in der Lage sind,
werden beispielsweise Salze ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Hydrochlorid, Hydrobromid, Hydroiodid, Hydrosulfat, Hydrophosphat,
Hydromethansulfonat, Hydronitrat, Hydromaleat, Hydroacetat, Hydrobenzoat,
Hydronitrat, Hydrofumarat, Hydrotartrat, Hydrooxalat, Hydrosuccinat,
Hydrobenzoat und Hydro-p-toluolsulfonat, bevorzugt Hydrochlorid,
Hydrobromid, Hydrosulfat, Hydrophosphat, Hydrofumarat und Hydromethansulfonat
verstanden.
Als Antiallergika: Dinatriumcromoglicat, Nedocromil.
Als
Derivate der Mutterkornalkaloide: Dihydroergotamin, Ergotamin.
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Für die Inhalation
kommen Arzneimittel mit den o.g. Wirkstoffen in Betracht, sowie
deren Salze, Ester sowie die Kombination dieser Wirkstoffe, Salze und
Ester.