-
Anwendungsgebiet und Stand
der Technik
-
Die
Erfindung betrifft ein Kochgerät
mit einer Kochstellenplatte und einer elektrischen Beheizung für diese
Kochstellenplatte.
-
Aus
der
DE-A-10353299 ist
es bekannt, unter einem Kochfeld, das mit üblichen Strahlungsheizeinrichtungen
versehen ist, Gewichtssensoren 15 anzuordnen. Diese können das
Gewicht des Kochfeldes und somit auch eine Veränderung des Gewichts von auf
dem Kochfeld stehenden Kochgefäßen oder darin
befindlichen Kochgütern
erfassen. Aufgrund der gewonnenen Informationen kann ein Zubereitungsverfahren
gesteuert werden, insbesondere automatisiert.
-
Die
DE 10062372 A1 beschreibt
ein Kochgerät
als Kochfeld mit Gewichtssensoren unter den Ecken des Kochfeldes.
Mittels dieser Gewichtssensoren kann aufgrund der Gewichtskraftverteilung
der genaue Aufsetzort eines Topfes auf das Kochfeld erfasst werden
und sowohl das Aufsetzen eines Topfes an sich als auch dessen Position
erkannt werden. Entspricht diese Position nicht genau einer vorgesehenen
Posi tion über
einer Heizeinrichtung, kann ein entsprechendes Signal zur Korrektur
ausgegeben werden.
-
Die
DE 19746845 C1 beschreibt
ein Kochgerät
als Kochfeld. In eine Kochfeldplatte
2 aus Glaskeramik
sind keramische Heizelemente
3 eingesetzt. Beim Einsetzen
kann eine Zwischenlage aus graphithaltigen Werkstoffen oder keramischen
Faserwerkstoffen zwischen Kochfeldplatte und die keramischen Heizelemente
gelegt werden.
-
Die
EP 1489363 beschreibt ein
Kochgerät als
Kochfeld mit einer Vielzahl von Heizzellen. Eine einzelne Heizzelle
kann sowohl ein Thermoelement als auch einen Gewichtssensor und
eine optische Detektionseinheit sowie einen Garprozessfühler aufweisen.
Auch wenn dessen Verwendungszweck nicht explizit beschrieben ist,
kann davon ausgegangen werden, dass der Gewichtssensor dazu dient, ein
auf die Heizzelle aufgestelltes Gargefäß zu erkennen.
-
Die
DE 3619762 A1 beschreibt
allgemein Topferkennungssensoren unter einer Kochfeldplatte bei
einem Kochfeld als Kochgerät.
Gemäß einer
Ausbildung kann ein Knopf durch eine Öffnung in einer Kochstellenplatte
ragen und durch das Gewicht eines aufgestellten Topfes herunter
gedrückt
werden, wodurch ein Schalter für
die Energiezufuhr frei gegeben wird.
-
Aufgabe und Lösung
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Kochgerät zu schaffen,
das auf neuartige Art und Weise gestaltet ist und Probleme des Standes
der Technik vermeidet sowie insbesondere für automatische Kochprogramme
geeignet ist.
-
Gelöst wird
diese Aufgabe durch ein Kochgerät
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte sowie bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und
werden im Folgenden näher
erläutert.
Der Wortlaut der Ansprüche
wird durch ausdrückliche
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
-
Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass die Kochstellenplatte mittels einer Trageinrichtung an dem
Kochgerät
gelagert ist, insbesondere beweglich. Die Trageinrichtung weist
eine Wiegeeinrichtung auf bzw. ist mit einer solchen versehen, um
die Gewichtsbelastung an der Kochstelle zu erfassen. Zur Beheizung
der Kochstellenplatte ist eine direkte Beheizung vorgesehen, die
nachfolgend noch näher
erläutert wird.
Erfindungsgemäß ist die
Kochstellenplatte also direkt von unten beheizt bzw. weist die Heizeinrichtung
direkt an ihrer Unterseite auf. Dies bedeutet also, dass durch eine
an der Unterseite der Kochstellenplatte angebrachte Heizeinrichtung
die Heizenergie direkt in die Kochstellenplatte eingebracht werden
kann und von dort an ein darauf stehendes Kochgefäß übertragen
wird. Als Alternative kann eine direkt an der Unterseite der Kochstellenplatte
befestigte Induktionsspule angesehen werden, die auch noch im Sinne
dieser Anmeldung als direkte Anbringung bzw. als direkte Beheizung
angesehen wird.
-
Als
Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kochstellenplatte
eine einzige Kochstelle bildet bzw. nur dafür ausgebildet ist, dass ein
einziges Kochgefäß daraufgestellt
wird. Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass an dem gesamten
Kochgerät
mehrere derartige einzelne Kochstellenplatten vorgesehen sind, beispielsweise vier
Stück wie
bei gängigen
Kochfeldern. So kann also ein Kochfeld mit mehreren durch die Kochstellenplatten
gebildeten Kochstellen geschaffen werden. Die Kochstellen bzw. die
Kochstellenplatten können
sich da bei in der Größe unterscheiden
oder in der Form, beispielsweise rund oder länglich bzw. oval sein.
-
Als
weitere Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass eine Kochstelle
aus mehreren Kochstellenplatten besteht bzw. zusammengesetzt ist,
also beispielsweise aus Teil-Kochstellenplatten. Deren Größe bzw.
Durchmesser kann variieren zwischen wenigen cm, beispielsweise auch
nur 1 cm, und bis zu 30 cm. Vorteilhaft sind sie gleich geformt
bzw. groß und/oder
bestehen aus gleichem Material, wobei in manchen Ausführungen
auch einige Teil-Kochstellenplatten anders sein können. Ein
Gewichtssensor ist dabei vorteilhaft nicht an allen Teil-Kochstellenplatten
vorgesehen, sondern nur an manchen, beispielsweise zwei oder drei.
So kann ein alternativer Aufbau bzw. unter Umständen eine andere Konstruktion
für die
Kochstelle realisiert werden, beispielsweise eine kostengünstigere
Ausbildung durch Modulbauweise.
-
Vorteilhaft
ist pro Kochstelle bzw. Kochstellenplatte an dem Kochgerät eine Wiegeeinrichtung vorgesehen.
Insbesondere ist vorgesehen, dass bei einem Kochgerät mit mehreren
Kochstellen bzw. Kochstellenplatten jeweils eine eigene und von
den anderen Wiegeeinrichtungen unabhängige Wiegeeinrichtung für jede Kochstelle
vorgesehen ist. Auf diese Weise ist es möglich, Gewichtsveränderungen an
jeder Kochstellenplatte für
sich und unabhängig von
den anderen zu erfassen und auszuwerten.
-
Eine
Wiegeeinrichtung weist erfindungsgemäß einen oder mehrere Gewichtssensoren
auf. Ein Gewichtssensor kann grundsätzlich vielfältig ausgebildet
sein. Beispielsweise kann es ein sogenannter Dehnungsmessstreifen
sein, wie er dem Fachmann bekannt ist. Alternativ kann es ein FSR-Sensor
oder ein Piezosensor sein. Ein solcher Dehnungsmessstreifen bzw.
allgemeine Gewichtssensoren mit einer Gewichtserfassung über einen
veränderlichen
elektrischen Widerstand werden erfindungsgemäß auch noch zu weiteren Funktionen
genutzt, nämlich
als Tempe raturmessung bzw. der Sensor wird erfindungsgemäß auch als
Temperatursensor angesteuert bzw. seine Widerstandsänderung
wird ausgewertet. Eine weitere Möglichkeit
liegt darin, dass die Heizeinrichtung zur Temperaturmessung angesteuert
ist bzw. als Temperatursensor genutzt wird. Weist sie einen temperaturabhängigen elektrischen
Widerstand auf, so kann nämlich
dessen Änderung
zur Temperaturmessung genutzt werden. In ähnlicher Weise wird der Gewichtssensor
zur Temperaturmessung bzw. als Temperatursensor angesteuert. Dabei
können
die Signale von Gewichtssensor und Temperatursensor miteinander
verknüpft
werden. In einer Steuerung des Kochgeräts können dann sowohl Programme
zur Auswertung des Gewichts bzw. des Gewichtsverlaufs als auch Programme
zur Auswertung der Temperatur bzw. des Temperaturverlaufs ablaufen.
-
Ein
Betriebsverfahren für
das Kochgerät kann
vorsehen, dass aus der Gewichtszunahme durch Aufstellen des Kochgeschirrs
gegenüber
der leeren Kochstelle und der Geschwindigkeit eines Temperaturanstiegs
während
der Aufheizphase oder auch während
des Betriebs auf die Art des Kochgeschirrs geschlossen wird. Es
besteht hier die Möglichkeit,
dem Kochgerät
bzw. einer Steuerung verschiedene Kochgeschirre vorzugeben, insbesondere hinsichtlich
des Gewichts und/oder des Materials. Dies kann benutzerseitig oder
auch werksseitig erfolgen. In einem Programm können beispielsweise verschiedene
Temperaturverläufe
während
der Aufheizphase in Abhängigkeit
des absoluten Gewichts hinterlegt sein.
-
Für eine vorgenannte
Temperaturmessung kann die Heizeinrichtung für einen gewissen kurzen Zeitraum,
beispielsweise im Bereich von Sekunden, abgeschaltet und aus der
Temperaturänderung
in diesem Zeitraum kann die Temperatur der Umgebung bestimmt werden.
Mittels des Signals eines Temperatursensors kann, falls gewünscht, auch
die Tempe raturabhängigkeit
des Signals des Gewichtssensors, beispielsweise eines Dehnungsmessstreifens,
korrigiert werden. Dies kann rechnerisch erfolgen, vorteilhaft mittels
Software. Des Weiteren kann die Differenz der Signale bzw. Werte
verschiedener Temperatursensoren an verschiedenen Orten ausgewertet
werden, wie es allgemein aus der
DE
10 2005 045 872 bekannt ist. Durch die Temperaturmessung können natürlich auch
unabhängig
von den vorgenannten Verwendungen sogenannte Kochprogramme gesteuert
werden, sowohl für
Warmhalte- als auch Koch- und Bratprogramme.
-
Es
ist auch denkbar, einen oder mehrere erhöhte Gewichtssensoren aus der
Kochstellenplatte herausstehen zu lassen, beispielsweise drei für einen
sicheren Stand. Dies kann sowohl bei einer homogenen Platte sein
als auch bei einer Kochstellenplatte mit mehreren Teil-Kochstellenplatten.
-
Zur
Herstellung der Kochstellenplatte gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Einerseits kann sie aus Keramikmaterial gefertigt sein, beispielsweise
Silizium aufweisend. Als Materialien sind hier Si3N4 oder SiC vorstellbar, wobei auch noch unterschiedliche Leitfähigkeiten
vorgesehen sein können.
Weitere Materialien sind Glaskeramik oder Glas bzw. Hartglas. Bei
sämtlichen
genannten Möglichkeiten
kann an der Unterseite direkt die Heizeinrichtung befestigt werden,
wie nachfolgend noch genauer ausgeführt wird.
-
Des
Weiteren ist es möglich,
dass die Kochstellenplatte aus einer Kombination von Materialien besteht
mit einem niedrigen thermischen Ausdehnungskoeffizienten, insbesondere
kleiner als 2 10e–6/K,
und hoher Wärmeleitfähigkeit,
insbesondere größer als
5 W/mK. Eine derartige Kochstellenplatte überträgt also zum einen erzeugte
Wärme gut
an ein aufgestelltes Kochgefäß. Zum anderen
weist sie eine geringe Ausdeh nung beim Heizbetrieb auf, wölbt sich
also insbesondere nicht. Der thermische Kontakt zu einem aufgestellten
Kochgefäß bleibt
also sehr gut.
-
In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass die Kochstellenplatte
einen Überzug
aufweist, beispielsweise aus keramischen Materialien bzw. Emaille.
Dadurch kann neben anderen positiven Eigenschaften vor allem eine
nahezu ebene und vertiefungsfreie bzw. glatte Oberfläche erzielt werden.
Durch einen derartigen Überzug
können also
im Herstellungsverfahren der Kochstellenplatte an sich geringere
Genauigkeiten in Kauf genommen werden. Des Weiteren können so
auch bestimmte gewünschte
Dekors oder optische Gestaltungen verwirklicht werden, ebenso eine
verbesserte Isolation.
-
Als
Heizeinrichtung wird vorteilhaft eine Widerstandsheizeinrichtung
verwendet. Dabei können deren
Heizleiter flächig
verteilt an der Unterseite der Kochstellenplatte vorgesehen sein.
Insbesondere sind sie dauerhaft an der Unterseite befestigt, beispielsweise
durch ein Aufbringen der Heizeinrichtung bzw. der Heizleiter direkt
auf die Unterseite. Eine Möglichkeit
ist hier eine Dickschichtheizung, also Heizleiter hergestellt aus
einem entsprechenden Material mit einer Dicke, durch die sie als
Dickschicht einzustufen sind. Eine Herstellung kann beispielsweise
durch ein Spritzverfahren oder Druckverfahren des Ausgangsmaterials
direkt auf die Unterseite der Kochstellenplatte und anschließende Endbearbeitung
erfolgen, insbesondere auch durch Erhitzen.
-
Eine
Alternative zu einer vorbeschriebenen Widerstandsheizung kann eine
Induktionsheizeinrichtung sein. Hierbei ist es möglich, dass eine Induktionsspule
direkt auf die Unterseite der Kochstellenplatte befestigt wird,
beispielsweise aufgeklebt wird. So können, wie allgemein auch, durch
das Befestigen direkt an der Unterseite aufwendige Halter oder Aufnahmen
für die
Heizeinrichtung eingespart werden, welche als sepa rate Bauteile
an der Unterseite der Kochstellenplatte bzw. des Kochgerätes zu befestigen
wären.
-
Wie
zuvor beschrieben worden ist, ist es vorteilhaft, wenn an der Unterseite
der Kochstellenplatte ein Temperatursensor vorgesehen ist. Vorteilhaft
sollte er daran befestigt sein, besonders vorteilhaft unlösbar.
-
Zur
Anordnung der Kochstellenplatte an dem Kochgerät gibt es mehrere Möglichkeiten.
Einerseits kann die Kochstellenplatte in eine Kochfeldplatte eingelassen
sein bzw. darin sitzen und von dieser umgeben sein. Andererseits
kann sie in einer Arbeitsplatte entsprechend einer üblichen
Küchen-Arbeitsplatte eingelassen
sein. Die Kochstellenplatte ist vorteilhaft mit einer elastischen
Verbindung in Form einer Dichtung zu der sie umgebenen Platte versehen.
Hierzu eignen sich elastische Füllmaterialien,
beispielsweise auf Silikonbasis. Alternativ sind auch separate dünne Dichtungen
nach Art von Gummilippen odgl. möglich.
-
Für eine Erfassung
des Gewichts bzw. der Gewichtsbelastung an der Kochstellenplatte
ist es von Vorteil, wenn sie elastisch bzw. federnd und zumindest
geringfügig
bewegbar gelagert ist. Dies kann durch separate Federn oder eine
vorgenannte elastische Verbindung mit einer sie umgebenden Platte
erreicht werden. Werden beispielsweise FSR-Sensoren oder Piezo-Sensoren
für die
Gewichtserfassung genutzt, so reichen unter Umständen sehr geringe Bewegungswege
aus.
-
Des
Weiteren ist es von Vorteil, wenn die Heizung der Kochstellenplatte
aus einem Material mit positivem Widerstandskoeffizienten besteht.
Auf der Unterseite der Kochstellenplatte ist vorteilhaft eine Isolierung
aufgebracht, beispielsweise als Isolierschicht. Dies weist den Vorteil
auf, dass darauf die Heizeinrichtung direkt aufgebracht werden kann
und beispielsweise bei einem Material wie Glaskeramik das Problem
der bei hohen Temperaturen beginnenden elektrischen Leitfähigkeit
nicht mehr kritisch ist.
-
Der
Vorteil aus der Verwendung eines Temperatursensors direkt an der
Heizeinrichtung oder direkt an der Kochstellenplatte liegt vor allem
darin, dass dadurch automatische Kochprogramme odgl., insbesondere
auch unter Hinzuziehen der Informationen der Gewichtssensoren, besser
und genauer ablaufen können.
Derartige automatisierte Kochprogramme sind dem Fachmann beispielsweise
aus der vorgenannten
DE-A-10353299 bekannt.
-
Diese
und weitere Merkmale gehen außer aus
den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die
einzelnen Merkmale jeweils für
sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei
einer Ausführungsform der
Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte
sowie für
sich schutzfähige
Ausführungen
darstellen können,
für die
hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne
Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und
werden im Folgenden näher
erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
-
1 einen
Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
mit aufgestelltem Kochgefäß,
-
2 einen
stark vergrößerten Schnitt
durch eine Kochstellenplatte mit Beschichtungen und
-
3 eine
Variante mit einem Temperatursensor, der über die Kochstellenplatte hinausragt
und mit einem Gewichtssensor kombiniert ist.
-
Detaillierte Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
-
In 1 ist
dargestellt, wie eine erfindungsgemäße Vorrichtung 12 in
eine Arbeitsplatte 11, beispielsweise entsprechend einer üblichen
Arbeitsplatte in einer Küche,
eingesetzt ist. Diese Vorrichtung 12 weist eine Funktion
wie ein übliches
Kochfeld auf. Sie weist zwei Kochstellen 13a und 13b auf
entsprechend üblichen
Kochstellen. Insbesondere kann die Vorrichtung 12 als Kochfeld
vier oder fünf
solcher Kochstellen haben.
-
Eine
Kochstelle 13 weist eine Kochstellenplatte 14a oder 14b auf,
beispielsweise aus vorgenanntem keramischen Material oder Glaskeramik. Die
Kochstellenplatten 14 sind über Gewichtssensoren 15a und 15b sowie
Federn 17a und 17b auf Abstützungen 18 gelagert.
Durch die Federn 17 können sie
aufgrund der Gewichtskraft eines aufgestellten Kochgefäßes 25 nach
unten gedrückt
werden in definierter Art und Weise und dabei können die Gewichtssensoren 15 das
Gewicht erfassen. Je nach Art der Gewichtssensoren 15 kann
dabei der durch die Gewichtskraft zurückgelegte Weg größer oder kleiner
sein. Insbesondere bei den vorgenannten Piezo-Sensoren oder FSR-Sensoren
kann der Weg sehr gering sein, beispielsweise Bruchteile von Millimetern
betragen. Unter Umständen
kann dann ganz auf die Federn verzichtet werden.
-
Die
Anbindung der Kochstellenplatten 14a und b an die umgebende
Arbeitsplatte 11 sowie auch zueinander und zu benachbarten
Kochstellenplatten kann über
eine elastische Dichtung 20 erfolgen. Diese kann beispielsweise
aus Silikon bestehen, also sowohl elastisch als auch tempe raturbeständig sein. Sie
kann als vorgefertigte Dichtung eingesetzt werden oder aber als
flüssige
Dichtmasse eingebracht werden.
-
An
der Unterseite der Kochstellenplatte 14a ist eine Heizeinrichtung 22 vorgesehen
mit einem elektrischen Leiter 23. Die Heizeinrichtung 22 bzw. der
Leiter 23 ist dabei direkt an der Unterseite der Kochstellenplatte 14a befestigt.
Dies wird nachfolgend noch etwas genauer ausgeführt. Die dargestellte Heizeinrichtung 22 ist
eine Widerstandsheizung, erzeugt also Wärme beim Stromdurchfluß durch
den Leiter 23 als Heizleiter. Alternativ könnte es
eine Induktionsheizeinrichtung sein, deren Windungen als Leiter, üblicherweise
spiralförmig
in einer Ebene verlaufend, direkt an der Unterseite der Kochstellenplatte 14a befestigt
sind, beispielsweise festgeklebt.
-
In 1 ist
an der Unterseite der Kochstellenplatte 14, nämlich in
etwa in der Mitte, auch ein Temperatursensor 27 vorgesehen.
Dieser kann auf verschiedene Art und Weise aufgebaut sein, beispielsweise
für eine
Messung über
einen veränderbaren
elektrischen Widerstand. Alternativ könnte er auch als IR-Sensor
zur Temperaturerfassung durch die Kochstellenplatte 14a im
Falle einer Glaskeramikplatte ausgebildet sein und so die Temperatur
direkt an der Unterseite des Kochgefäßes 25 erfassen. Der Temperatursensor 27 kann
sowohl allgemein in einer Sicherheitsfunktion zur Erfassung einer
möglichen Übertemperatur
an der Kochstellenplatte 14 verwendet werden als auch dazu,
automatische Kochprogramme durchzuführen.
-
Rechts
neben der Kochstelle 13a mit der Kochstellenplatte 14a ist
die weitere Kochstelle 13b mit einer entsprechenden Kochstellenplatte 14b vorgesehen.
Die Lagerung über
eine Feder 17b sowie einen Gewichtssensor 15b ist
gleich. Die weitere Kochstelle 13b kann unter Umständen für größere oder
kleinere Kochgefäße ausgebildet
sein.
-
Die
Gewichtssensoren
15 sowie der Temperatursensor
27 und
auch die Heizeinrichtung
22 sind mit einer Steuerung
29 verbunden.
Diese wertet die Sensoren aus und kann dann in Abhängigkeit
von bestimmten Vorgaben oder auch eingestellten Kochprogrammen den
Betrieb der Heizeinrichtung
22 steuern. Dies ist aus der
vorgenannten
DE-A-10353299 bekannt.
Dazu weist die Steuerung
29 einen Speicher
30 auf
und ist mit einer Energiequelle
31 verbunden. Der Vorteil
einer solchen Vorrichtung
12 liegt insbesondere bei einer
Ausbildung als Kochfeld mit mehreren Kochstellen
13 bis
Kochstellenplatten
14, die getrennt voneinander arbeiten
und gelagert sind, darin, dass im Vergleich zum Stand der Technik
ein Kochfeld geschaffen werden kann mit Gewichtserfassung an jeder
einzelnen Kochstelle. Des Weiteren ist die Art der Beheizung durch
die genannte direkte Beheizung bzw. die an der Unterseite der Kochstellenplatte
14 angeordnete
Heizeinrichtung
22 sehr wirksam und sehr günstig bezüglich Montageaufwand.
-
In 2 ist
eine Vergrößerung einer
weiteren Ausführung
einer Kochstellenplatte 114 dargestellt. Diese ist an ihren
Oberflächen,
wie zu erkennen ist, relativ rau bzw. uneben ausgebildet, beispielsweise
durch einen einfach gehaltenen Herstellungsprozess. An der Oberseite
ist eine Ausgleichsbeschichtung 133 vorgesehen und an der
Unterseite eine Isolationsschicht 135. Die Ausgleichsbeschichtung 133 dient
dazu, eine möglichst
ebene und glatte Oberseite der Kochstellenplatte 114 zu
schaffen, so dass eine Kontaktwärmeübertragung
an ein aufgestelltes Kochgefäß möglichst
gut erfolgt. Die Ausgleichsbeschichtung 133 kann keramisch
sein, beispielsweise als dünne,
keramische Schicht oder Emaillierung. So kann auch unter Umständen eine unterschiedliche
Farbgebung erfolgen.
-
Die
Isolationsschicht 135 an der Unterseite dient dazu, je
nach Material der Kochstellenplatte 114 eine Isolierung
für die
direkt darauf aufgebrachten Heizleiter 123 zu bilden. Bei
metallischen Kochstellenplatten ist dies selbstverständlich.
Wird beispielsweise eine Glaskeramikplatte als Kochstellenplatte verwendet,
so besteht die Gefahr, dass sie bei hohen Temperaturen elektrisch
leitfähig
wird. Durch die Isolationsschicht 135 kann selbst bei an
sich isolierenden Materialien wie Glaskeramik das Problem vermieden
werden, dass zwar an sich die Heizleiter 123 direkt aufgebracht
werden können.
Wegen der zunehmenden elektrischen Leitfähigkeit bei hohen Temperaturen
im Bereich von über
200°C würden sich
hier jedoch Probleme ergeben, die durch die Isolationsschicht 135 vermieden
werden können. Ähnliches
gilt auch bezüglich
der Ausgleichsbeschichtung 133, die als zusätzliche
elektrische Isolierung wirkt. An der Unterseite kann dann auch direkt
ein elektrischer Temperatursensor 127 aufgebracht werden. Des
Weiteren kann insbesondere die Beschichtung 135 auch dazu
ausgebildet sein, bezüglich
einer Wärmeausdehnung
zwischen Kochstellenplatte 114 und Heizleitern 123 eine
Art Ausgleich zu schaffen.
-
In 3 ist
eine Kochstellenplatte 214 einer Kochstelle 213 dargestellt,
die einen Durchbruch 237 aufweist. Dabei kann die Kochstellenplatte 214 auch eine
Teil-Kochstellenplatte der Kochstelle 213 sein. Ein Temperatursensor 227 ragt
mit seinem oberen Teil durch den Durchbruch 237 und steht
ein Stück über das
Höhenniveau
der Kochstelle 213 über.
Eine Abdichtung des Durchbruchs ist natürlich vorteilhaft möglich. Auf
die Oberseite des Temperatursensors ist ein Kochgefäß 225 aufgestellt
derart, dass sein Gewicht auf diesem und eventuell weiteren, nicht dargestellten
Temperatursensoren oder Gewichtssensoren aufliegt.
-
Der
Temperatursensor 227 ist auf einem Gewichtssensor 215 gelagert
und dieser wiederum liegt auf der Abstützung 218 auf, so
dass das Kochgefäß 215 auf
dem Temperatursensor ruht und eine Gewichtsmessung über den
Gewichtssensor erfolgt. Für die
Gewichtsmessung spielt dies keine Rolle. Dieser Aufbau ist sogar
einfacher als der vorbeschriebene, da die Kochstellenplatte 214 nicht
beweglich in einer Arbeitsplatte odgl. gelagert sein muss, sondern
in Abweichung davon fest sein kann. Es ist auch möglich, dass
Temperatursensor und Gewichtssensor einteilig bzw. eine Baueinheit
sind. Insbesondere ist dies bei einem Gewichtssensor von Vorteil,
mit dem nach vorbeschriebener Möglichkeit
die Temperatur gemessen werden kann. Es ist nämlich hierbei ein sehr guter Kontakt
mit dem Kochgefäßboden möglich. Für einen guten
Stand des Kochgefäßes können beispielsweise
drei solcher Sensoren vorgesehen sein.
-
Der
Temperatursensor liefert das Temperatursignal T und der Gewichtssensor
das Gewichtssignal m an eine nicht dargestellte Steuerung entsprechend 1.
-
Nicht
dargestellt ist hier die Beheizung der Kochstelle 213.
Diese kann jedoch den vorbeschriebenen Möglichkeiten entsprechen. Wird
eine Beheizung mit Kontaktwärmeübertragung
verwendet, so sollte das Kochgefäß möglichst
nahe an der Oberseite der Kochstellenplatte 214 liegen.