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DE102005059552A1 - Duschsystem für Flugzeuge - Google Patents

Duschsystem für Flugzeuge Download PDF

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DE102005059552A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Duschsystem, welches speziell für den Einsatz in Verkehrsflugzeugen ausgebildet ist. Das Duschsystem umfasst die folgenden Komponenten: eine Zulaufleitung (14), über welche dem Duschsystem ein Wasserstrom zuführbar ist; einen Duschkopf (6), aus welchem ein aufbereiteter Duschwasserstrom aus dem Duschsystem ausleitbar ist; und eine Vorrichtung (1, 2, 9, 3) zur Modifikation zumindest eines Parameters des Wasserstroms, welche zwischen die Zulaufleitung (14) und den Duschkopf (6) geschaltet ist, wobei in der Vorrichtung zur Modifikation (1, 2, 9, 3) der Parameter des Wasserstroms zumindest ein Ventil (9, 15) angeordnet ist, welches in einem stromaufwärts befindlichen druckfreien Zustand öffnet, um eine Entleerung des gesamten Duschsystems zu ermöglichen.

Description

  • TECHNISCHES GEBIET
  • Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet der Sanitärtechnik. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Duschsystem, welches speziell für den Einsatz in Verkehrsflugzeugen ausgebildet ist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung die Verwendung solch eines Duschsystems in einem Flugzeug sowie ein mit solch einem Duschsystem ausgestattetes Flugzeug.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Aus dem öffentlich-gewerblichen Bereich wie beispielsweise aus Frei- oder Hallenbädern sind Duschen bekannt, welche mit einer meist mechanischen Duschzeitbegrenzungseinrichtung ausgestattet sind, welche durch Betätigung eines Druckknopfes für begrenzte Zeit einen Duschwasserstrom freigeben, ohne dass sich dieser Duschwasserstrom vor Ablauf der Zeit wieder abstellen lässt. Außerdem sind aus dem öffentlich-gewerblichen Bereich auch Duschen bekannt, bei denen die Warmwasserversorgung lediglich zeitlich begrenzt durch Münzeinwurf aktiviert werden kann. Ein Problem dieser Duschen besteht dabei darin, dass wenn eine Person einmal einen Duschstrom aktiviert hat, sich dieser vor Ablauf einer vorbestimmten Zeit nicht wieder deaktivieren lässt, was letztendlich zu einem erhöhten Wasserverbrauch führt und wenig Komfort bietet. Auch ist eine exakte Limitierung des Wasserverbrauchs auf eine definierte Maximalmenge pro Duschzyklus mit den bekannten Duschsystemen nicht möglich.
  • Ein weiterer Nachteil bekannter Duschen, welcher letztendlich dazu führt, dass diese nicht im Bereich der kommerziellen Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt werden können, besteht darin, dass sie keine Einrichtungen zur Drainierung, also zur Entleerung des Duschsystems von Frischwasser besitzen. Bei bekannten Duschen können sich so genannte "Wassersäcke" bilden, worunter man Wassereinschlüsse in den Leitungen des Duschsystems versteht, welche sich in einem lokalen Tiefpunkten der Leitungenbefinden. Auf Grund der Existenz solcher Wassersäcke können bekannte Duschsysteme nicht im Bereich der kommerziellen Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt werden, da derartige Restwassermengen zum Einfrieren neigen können, wenn ein Flugzeug beispielsweise längere Zeit unbeheizt an einem kalten Ort steht, was letztendlich zu Beschädigungen des Duschsystems, insbesondere dessen Leitungen führen kann. Darüber hinaus können diese Wassersäcke als Wachstumsherde für Keime und schädliche Mikroorganismen wirken, die insbesondere bei längerer Inaktivität des Duschensystems zu Verkeimungen und damit zur Beeinträchtigung der Wasserqualität führen.
  • DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Ausgehend von den zuvor beschriebenen Nachteilen bekannter Duschen und Duschsysteme besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Duschsystem anzugeben, welches sich auch im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik, insbesondere in Verkehrsflugzeugen einsetzen lässt.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die derselben zugrunde liegende Aufgabe mit einem Duschsystem gelöst, welches speziell für den Einsatz in einem Luftfahrzeug ausgebildet ist und hierzu u.a. eine Zulaufleitung umfasst, über welche dem Duschsystem ein Wasserstrom zugeführt werden kann. Fernerhin umfasst das Duschsystem einen Duschkopf, aus welchem ein aus dem Wasserstrom aufbereiteter Duschwasserstrom aus dem Duschsystem ausgeleitet werden kann. Als weitere Komponente umfasst das Duschsystem eine Vorrichtung, mit welcher sich zumindest ein Parameter des Duschwasserstroms wie beispielsweise dessen Temperatur oder die Durchflussmenge pro Zeiteinheit variieren lässt. Hierzu ist die Vorrichtung zur Modifikation der Wasserstromparameter zwischen die Zulaufleitung und den Duschkopf geschaltet. Damit das Duschsystem im ungenutzten Zustand drainiert, also entleert werden kann, ist in der Vorrichtung zur Modifikation der Parameter des Duschwasserstroms zumindest ein Ventil angeordnet, welches in einem stromaufwärts befindlichen druckfreien Zustand öffnet, um so das Duschsystem im ungenutzten Zustand drainieren zu können. Durch die Anordnung eines derartig ausgebildeten Ventils, welches sich öffnet, wenn es stromaufwärts nicht mit einem Wasserstrom beaufschlagt wird, lässt sich erreichen, dass das Duschsystem vollständig von Wasser entleert werden kann, wodurch die Gefahr des Einfrierens von Leitungen, wodurch das Duschsystem beschädigt werden kann, weitestgehend eliminiert werden kann.
  • Das Duschsystem kann mit einem flexiblen Schlauch ausgestattet werden, welcher den Duschkopf und die Vorrichtung zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms zumindest mittelbar verbindet. Jedoch erfordert diese Anordnung zusätzlichen Aufwand um die Verbindung zwischen Duschkopf und der Vorrichtung zur Wasserparametermodifikation im unbenutzten Zustand der Dusche so zu verlegen, dass keine Tiefpunkte entstehen, in welchen sich Wassersäcke bilden können. Eine derartige Bildung von Wassersäcken lässt sich wirkungsvoll vor allem dadurch ausschließen, indem das Duschsystem zumindest ein Fixiermittel umfasst, mit dem der Schlauch derart temporär verlegt werden kann, dass er im verlegten Zustand keine Tiefpunkte aufweist, in welchen sich ansonsten Wassersäcke bilden könnten. Alternativ ist für ein Duschsystem mit einem fest an einer Installationswand angebrachten Duschkopf kein gesonderter Aufwand zur Drainage erforderlich, sofern die Wasserleitungen mit einem stetigen Gefälle verlegt werden.
  • Gemäß einer speziellen Ausführungsform des Duschsystems kann die Vorrichtung zur Wasserstromparametermodifikation stromabwärts der zumindest einen Zulaufleitung eine Wassererwärmungseinrichtung zur Erzeugung eines Warmwasserstroms aufweisen. Um eine individuelle Warmwassertemperatur erzeugen zu können, kann das Duschsystem bzw. die Vorrichtung zur Wasserstromparametermodifikation fernerhin eine Mischereinheit zum Mischen des Warmwasserstroms mit einem Kaltwasserstrom aufweisen, welche hierzu stromabwärts der Wassererwärmungsvorrichtung angeordnet ist.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die Vorrichtung zur Wasserstromparametermodifikation fernerhin eine Wasseraufbereitungseinheit wie beispielsweise einen Filter oder eine UV-Lichtquelle aufweisen, womit sich die Wasserqualität verbessern lässt.
  • Um den Wasserverbrauch mit Hilfe des erfindungsgemäßen Duschsystems reduzieren zu können, umfasst das erfindungsgemäße Duschsystem fernerhin eine Betätigungseinrichtung, mit welcher sich der Duschwasserstrom sowohl aktivieren wie auch deaktivieren lässt. Die Betätigungseinrichtung ist dabei so ausgebildet, dass sich durch wiederholte Aktivierung und Deaktivierung derselben eine vorbestimmbare Duschwasserstrommenge [m3], welche durch den technisch limitierten Volumenstrom [m3/s] des Duschensystems einer vordefinierten Duschzeit entspricht, in Form von zeitlich voneinander getrennten Duschwasserströmen [m3/s] über den Duschkopf ausleiten lässt. Im Gegensatz zu bekannten Duschen bzw. Duschsystemen aus dem öffentlich-gewerblichen Bereich lässt sich somit ein einmal aktivierter Duschwasserstrom unterbrechen, sodass eine Person beispielsweise während des Haarewaschens den Duschwasserstrom unterbrechen kann, was letztendlich zur Reduzierung des gesamten Wasserverbrauchs beiträgt.
  • Um außerhalb des Duschbereichs liegende Bereiche weitestgehend von Wasserspritzern frei zu halten, kann das erfindungsgemäße Duschsystem fernerhin eine Abtrennvorrichtung wie beispielsweise einen Duschvorhang oder dergleichen umfassen, womit sich der Zugang zu einem von aus dem Duschkopf austretenden Duschwasserstrom definierten Duschbereich verschließen lässt. Mit dieser Abtrennvorrichtung ist ein Absperrventil, welches beispielsweise mit der Betätigungseinrichtung zusammenwirken kann, zur Unterbrechung des Duschwasserstroms über einen Wirkpfad derart gekoppelt, dass der Duschwasserstrom bei nicht verschlossener Abtrennvorrichtung unterbrochen wird, sodass beispielsweise im Falle eines geöffneten Duschvorhangs sich der Duschwasserstrom erst gar nicht aktivieren lässt oder entsprechend unterbrochen wird.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann das Duschsystem fernerhin eine Steuereinheit umfassen, welche eingerichtet ist, um beispielsweise die absolut zur Verfügung stehende Duschwassermenge, den maximalen Duschwasserstrom, die maximale Duschstrom dauer, die maximale Warmwasserstromtemperatur sowie die Water Tracking Time einzustellen. Bei der genannten Water Tracking Time handelt es sich um ein Zeitintervall vor Ablauf der zur Verfügung stehenden Duschstromdauer, wobei bei dessen Erreichen der Duschwasserstrom zumindest temporär kurz unterbrochen wird, um das herannahende Ende der Duschstromdauer anzuzeigen. Die Water Tracking Time kann auch andere Indikatoren zur Signalisierung des bevorstehenden Duschzeitendes, wie beispielsweise akustische oder visuelle Signale beinhalten.
  • Gemäß noch einem weiteren Aspekt des erfindungsgemäßen Duschsystems kann dieses eine Anzeige umfassen, welche eingerichtet ist, um zumindest einen Parameter aus der Gruppe bestehend aus aktuellem Duschwasserstrom, Gesamtduschwassermenge, verbleibende Duschwassermenge, gesamte Duschstromdauer, verbleibende Duschstromdauer, verstrichene Duschstromdauer und Duschstromtemperatur anzuzeigen.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
  • Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung exemplarisch erläutert. An dieser Stelle sei betont, dass in der Figur gezeigte Ausführungsform der Erfindung diese lediglich rein exemplarisch erläutert und insbesondere nicht als Schutzbereichs einschränkend aufgefasst werden darf. Es zeigt:
  • 1 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Duschsystems.
  • Die Darstellung ist nicht zwangsweise maßstäblich, kann jedoch qualitative Größenverhältnisse wiedergeben.
  • BESCHREIBUNG EINER BEISPIELHAFTEN AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
  • Die 1 zeigte eine schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Duschsystems. Das Duschsystem wird über eine Zulaufleitung 14 mit einem Wasserstrom versorgt. Dieser Wasserstrom wird durch das Duschsystem hindurch geleitet und letztendlich an einem Duschkopf 6 in Form eines aufbereiteten Duschwasserstroms wieder aus dem Duschsystem ausgeleitet. Zwischen der Zulaufleitung 14 und dem Duschkopf 6 erstreckt sich das Duschsystem, welches zumindest eine Vorrichtung zur Modifikation zumindest eines Parameters des Wasserstroms aufweist. Diese Vorrichtung, welche im Folgenden genauer erläutert werden soll, kann beispielsweise dazu dienen, um die Temperatur des Wasserstroms, oder den Durchfluss zu regulieren.
  • Um das Duschsystem vollständig drainieren, also entleeren zu können, ist in der genannten Vorrichtung zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms zumindest ein Ventil 15 angeordnet, welches eine derartige Funktionalität aufweist, das es in einem stromaufwärts befindlichen druckfreien Zustand öffnet. Hierdurch kann beispielsweise, wenn an der Zulaufleitung 14 ein Unterdruck angelegt wird, das gesamte Duschsystem entleert werden und somit der Bildung von Wassersäcken oder -einschlüssen entgegen gewirkt werden. Zwar ist das Ventil 15 hier direkt stromabwärts der Zulaufleitung dargestellt, jedoch kann sich dieses auch an anderer Stelle wie beispielsweise in der Mischereinheit 2 befinden.
  • Zwar ist es möglich, den Duschkopf 6 fest an einer Installationswand anzubauen, jedoch kann eine größere Bequemlichkeit beim Duschen dadurch erzielt werden, indem der Duschkopf 6 über einen flexiblen Schlauch 5 zumindest mittelbar mit der Vorrichtung zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms verbunden ist. Da ein derartiger Schlauch 5 jedoch im Ruhezustand des Duschsystems zum Durchhängen neigen kann, sodass sich in dem Durchhang ein Wassersack bilden kann, umfasst das Duschsystem zumindest ein Fixiermittel 8 wie beispielsweise einen Clip, mit welchem der Schlauch 5 zumindest temporär derart verlegt werden kann, dass dieser keine Tiefpunkte aufweist, wie dies in der 1 gezeigt ist. In der Darstellung ist der Schlauch 5 unter Verwendung zweier Clips an einer Installationswand derart befestigt, dass er ein stetiges Gefälle ohne Tiefpunkte ausbildet. Darüber hinaus schützt das Fixiermittel den Schlauch vor unerwünschter Positionsänderung bei im Luftfahrzeug auftretenden Vibrationen.
  • Im Folgenden wird die Vorrichtung zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms genauer erläutert. Diese Vorrichtung umfasst hier insbesondere eine Wassererwärmungseinrichtung 1 wie beispielsweise einen Boiler, einen Durchlauferhitzer oder eine Kombination aus beidem, eine Mischereinheit 2 stromabwärts der Wassererwärmungseinrichtung 1 sowie eine Wasseraufbereitungseinheit 3, mit welcher sich die Wasserqualität verbessern lässt. Sämtliche der genannten Komponenten können, wie dies die 1 zeigt, in einem Einbau raum hinter einer Installationswand eingebaut sein und mit dem Duschkopf 6 über den Duschschlauch 5 verbunden werden, welcher zumindest mittelbar über einen Anschlussstutzen 4 mit der Vorrichtung zur Modifikation der Wasserstromparameter verbunden ist.
  • Von der Zulaufleitung 14 ausgehend, wird der Wasserstrom zunächst in zwei Kanäle 16, 17 aufgeteilt, wobei der Kanal 17 als Bypassleitung parallel zu dem Kanal 16 geschaltet ist, in welchem die zuvor genannte Wassererwärmungseinrichtung 16 angeordnet sein kann. Die Warmwasserversorgungseinrichtung 16 erwärmt das von der Zulaufleitung 14 herkommende Wasser und leitet dieses zu der Mischereinheit 2 weiter, an welcher die Duschwassertemperatur durch Mischen eingestellt werden kann. Darüber hinaus umfasst die Mischereinheit 2 ein elektronisch ansteuerbares Ventil 9, über welches der Duschwasserstrom zum Duschkopf 6 aktiviert bzw. deaktiviert werden kann, um so eine vorbestimmbare Duschwassermenge [m3] in Form von zeitlich voneinander getrennten Duschströmen [m3/s] über den Duschkopf 6 ausleiten zu können. Dieses Ventil 9 kann in Ergänzung oder alternativ zu dem Ventil 15 so ausgebildet sein, um in einem stromaufwärts befindlichen druckfreien Zustand selbsttätig zu öffnen, um eine Drainage/Entleerung des gesamten Duschsystems zu ermöglichen. Außerdem kann die Mischereinheit 2 einen Volumenstrombegrenzer wie beispielsweise eine Drossel beinhalten, mit welcher sich der maximale Duschwasserstrom einstellen lassen kann. Ein Volumenstrombegrenzer kann auch an anderer Stelle, wie beispielsweise im Duschkopf integriert sein.
  • In dem in der 1 gezeigten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Duschsystems befindet sich stromabwärts der Mischereinheit eine Wasseraufbereitungseinheit 3 wie beispielsweise ein Filter oder eine UV-Lichtquelle, mit welcher sich die Duschwasserqualität verbessern lässt. Zwar ist diese Wasseraufbereitungseinheit hier stromabwärts der Mischereinheit 2 dargestellt, jedoch lässt sich diese selbstverständlich auch beispielsweise an anderer Stelle, wie beispielsweise in der Zulaufleitung 14 anordnen.
  • Zur Regulierung der Duschwassertemperatur umfasst das erfindungsgemäße Duschsystem einen Drehknopf (nicht dargestellt), über welchen sich das Mischverhältnis aus Kalt- und Warmwasser bedarfsgerecht einstellen lässt. Das zuvor angesprochene elektronisch ansteuerbare Ventil 9 lässt sich über einen Druckknopf 10 von einer Bedienperson aktivieren bzw. wieder deaktivieren, wodurch eine vorbestimmbare Duschwassermenge [m3] in eine Vielzahl zeitlich voneinander getrennte Duschwasserströme [m3/s] unterteilt werden kann, sodass eine für einen Duschvorgang zur Verfügung stehende Duschwassermenge dosiert in Intervallen abgegeben werden kann.
  • Um eine Person während des Duschens beispielsweise über die bereits verstrichene Duschzeit zu informieren, kann das erfindungsgemäße Duschsystem eine Duschzeitanzeige 11 umfassen, welche die bereits verstrichene und/oder die noch zur Verfügung stehende Duschzeit anzeigt.
  • Das bereits zuvor angesprochene elektronisch ansteuerbare Ventil 9 sowie der Druckknopf 10 zur Betätigung des Ventils kann Teil einer Betätigungseinrichtung 18 zur Aktivierung und Deaktivierung des Duschwasserstroms sein oder mit dieser zusammenwirken, welche hier lediglich schematisch eingezeichnet ist. Diese Betätigungseinrichtung 18 kann beispielsweise mit einer externen Steuereinheit 12 gekoppelt sein, mit welcher das Flugpersonal beispielsweise die insgesamt zur Verfügung stehende Duschlaufzeit pro Duschgang in Ein-Minuten-Schritten zwischen 5 und 10 Minuten festlegen kann. Darüber hinaus kann mit der externen Steuereinheit ferner beispielsweise die gesamte Duschwassermenge [m3], der maximale Duschwasserstrom, der maximale Wasserstrom, die maximale Warmwasserstromtemperatur sowie die so genannte Water Tracking Time eingestellt werden. So kann mit der Steuereinheit 12 der maximale Wasserstrom in der Zulaufleitung beispielsweise auf einen Standerdwert von 5 l/min eingestellt werden.
  • Um Spritzwasser außerhalb des von aus dem Duschkopf 6 austretenden Duschwasserstrom definierten Duschbereich zu vermeiden, kann das Duschsystem fernerhin einen Schalter 13 umfassen, welcher das Absperrventil 15 oder das Ventil 9 lediglich dann öffnet, wenn sich eine Abtrennvorrichtung wie beispielsweise ein Duschvorhang in einem geschlossenen Zustand befindet.
  • Wie aus den vorangegangen Ausführungen deutlich hervorgeht, lässt sich mit der zuvor beschriebenen Anordnung des erfindungsgemäßen Duschsystems eine Drainage, also eine Entleerung des Duschsystems erzielen, wenn sich dieses in einem drucklosen Zustand befindet. Fernerhin kann durch die Limitierung der gesamt zur Verfügung stehenden Duschdauer der Gesamtwasserverbrauch reduziert werden. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ auf den Duschkomfort aus, da sich der Duschwasserstrom mit Hilfe der zuvor beschriebenen Betätigungsvorrichtung in beliebige Duschwasserstromintervalle aufteilen lässt, sodass beispielsweise der Duschwasserstrom zum Schamponieren unterbrochen werden kann.
  • Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
  • 1
    Wassererwärmungseinrichtung
    2
    Mischereinheit
    3
    Wasseraufbereitungseinheit
    4
    Anschlussstutzen
    5
    Duschschlauch
    6
    Duschkopf
    7
    Duschstange
    8
    Fixiermittel, Clip
    9
    Ventil
    10
    Druckknopf
    11
    Anzeige
    12
    Externe Steuereinheit
    13
    Schalter
    14
    Zulaufleitung
    15
    Absperrventil
    16
    Erster Kanal
    17
    Zweiter Kanal
    18
    Betätigungseinrichtung

Claims (12)

  1. Duschsystem zum Einsatz in einem Luftfahrzeug während eines Fluges, umfassend die folgenden Komponenten: – eine Zulaufleitung (14), über welche dem Duschsystem ein Wasserstrom zuführbar ist; – einen Duschkopf (6), aus welchem ein aufbereiteter Duschwasserstrom aus dem Duschsystem ausleitbar ist; und – eine Vorrichtung (1, 2, 9, 3) zur Modifikation zumindest eines Parameters des Wasserstroms, welche zwischen die Zulaufleitung (14) und den Duschkopf (6) geschaltet ist, wobei in der Vorrichtung zur Modifikation (1, 2, 9, 3) der Parameter des Wasserstroms zumindest ein Ventil (9, 15) angeordnet ist, welches in einem stromaufwärts befindlichen druckfreien Zustand öffnet, um eine Entleerung des gesamten Duschsystems zu ermöglichen.
  2. Duschsystem gemäß Anspruch 1, ferner umfassend: – einen flexiblen Schlauch (5), welcher den Duschkopf (6) und die Vorrichtung (1, 2, 9, 3) zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms zumindest mittelbar verbindet.
  3. Duschsystem gemäß Anspruch 2, ferner umfassend: – zumindest ein Fixiermittel (8), mit dem der Schlauch derart temporär verlegbar ist, dass er keine Tiefpunkte aufweist, so dass eine Bildung von Wassersäcken ausgeschlossen ist.
  4. Duschsystem gemäß Anspruch 3, ferner umfassend: – eine Belüftungsfunktion des Ventils (9) beim Befüllen des Duschsystems mit Wasser.
  5. Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Vorrichtung (1, 2, 9, 3) zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms umfasst: – eine Wassererwärmungseinrichtung (1) stromabwärts der zumindest einen Zulaufleitung (14) zur Erzeugung eines Warmwasserstroms; – eine Mischereinheit (2) stromabwärts der Wassererwärmungseinrichtung (1) zum Mischen des Warmwasserstroms mit einem Kaltwasserstrom.
  6. Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Vorrichtung (1, 2, 9, 3) zur Modifikation der Parameter des Wasserstroms ferner umfasst: – eine Wasseraufbereitungseinheit (3) zur Verbesserung der Wasserqualität.
  7. Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner umfassend: – eine Betätigungseinrichtung (18) zur Aktivierung und Deaktivierung des Duschwasserstroms, welche ausgebildet ist, um durch wiederholte Aktivierung und Deaktivierung der Betätigungseinrichtung (18) eine vorbestimmbare Duschwassermenge [m3] bzw. Duschzeit in Form von zeitlich voneinander getrennten Duschwasserströmen [m3/s] über den Duschkopf (6) auszuleiten.
  8. Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, ferner umfassend: – ein Absperrventil (9, 15) zur Unterbrechung des Duschwasserstromes; und – eine Abtrennvorrichtung, mit welcher ein Zugang zu einem von aus dem Duschkopf (6) austretenden Duschwasserstrom definierten Duschbereich verschließbar ist, wobei die Abtrennvorrichtung mit dem Absperrventil (9, 15) über Wirkpfad derart gekoppelt ist, dass der Duschwasserstrom bei nicht verschlossener Abtrennvorrichtung unterbrochen wird.
  9. Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, ferner umfassend: – eine Steuereinheit (18), welche eingerichtet ist, um damit Parameter aus der Gruppe bestehend aus Duschwassermenge, maximaler Duschwasserstrom, maximale Duschstromdauer, maximale Warmwasserstromtemperatur und Water Tracking Time einzustellen.
  10. Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, ferner umfassend: – eine Anzeige (11), welche eingerichtet ist, um Parameter aus der Gruppe bestehend aus aktueller Duschwasserstrom, Gesamtduschwassermenge, verbleibende Duschwassermenge, Gesamtduschstromdauer, verbleibende Duschstromdauer, verstrichene Duschstromdauer und Duschstromtemperatur anzuzeigen.
  11. Verwendung eines Duschsystems gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 in einem Flugzeug.
  12. Flugzeug mit einem Duschsystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.
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