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DE102005059397A1 - Federbeinprüfvorrichtung - Google Patents

Federbeinprüfvorrichtung Download PDF

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DE102005059397A1
DE102005059397A1 DE200510059397 DE102005059397A DE102005059397A1 DE 102005059397 A1 DE102005059397 A1 DE 102005059397A1 DE 200510059397 DE200510059397 DE 200510059397 DE 102005059397 A DE102005059397 A DE 102005059397A DE 102005059397 A1 DE102005059397 A1 DE 102005059397A1
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Germany
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spring
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fres
piston rod
force vector
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DE200510059397
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English (en)
Inventor
Jürgen Dipl.-Ing. Berghus
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Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
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Publication date
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    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • G01M17/007Wheeled or endless-tracked vehicles
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • GPHYSICS
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N2203/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
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    • G01N2203/026Specifications of the specimen
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Abstract

Es wird eine Prüfvorrichtung für ein Federbein eines Kraftfahrzeugs vorgeschlagen, mit zwei im Abstand veränderbaren, koaxial zueinander angeordneten Prüflingsaufnahmen (7, 21), wobei ein Gehäuseende (8) eines Dämpferelementes (9) an einer ersten Prüflingsaufnahme (7) abstützbar ist und eine an einem Gehäuse des Dämpferelementes (9) abgestützte Feder (12) an einer zweiten Prüflingsaufnahme (21) abstützbar ist. Eine Kolbenstange (17) des Dämpferelementes (9) oder ein Kolbenstangenverlängerungselement ist durch eine Ausnehmung (16) in der zweiten Prüflingsaufnahme (21) hindurchführbar und gegenüber der zweiten Prüflingsaufnahme (21) in radialer Richtung frei beweglich angeordnet. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist bei der Prüfvorrichtung eine Messeinrichtung vorgesehen, die bei axialer Belastung der Feder (12) durch Veränderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen (7, 21) eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) bestimmt. DOLLAR A Anwendung in Kraftfahrzeugen, insbesondere Personenkraftwagen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Federbeinprüfvorrichtung gemäß dem Anspruch 1 und zudem ein Verfahren zur Prüfung eines Federbeins gemäß dem Anspruch 10.
  • Aus der Offenlegungsschrift DE 44 10 680 A1 ist eine Prüfvorrichtung für Schraubendruckfedern bekannt. Mit der Prüfvorrichtung ist eine außermittige Krafteinleitung der Feder in eine Federaufnahme erkennbar.
  • Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, einen Prüfstand und ein Verfahren zur Prüfung eines Federbeins zur Verfügung zu stellen, wobei eine Beurteilung eines weitgehend fertigmontierten Federbeins bezüglich seiner Funktion möglich sein soll.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Federbeinprüfvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren nach dem Anspruch 10 gelöst.
  • Die erfindungsgemäße Federbeinprüfvorrichtung zeichnet sich durch zwei im Abstand zueinander veränderbare, koaxial zueinander angeordnete Prüflingsaufnahmen aus, wobei ein Gehäuseende eines Dämpferelementes an einer ersten Prüflingsnahme abstützbar ist, eine an einem Gehäuse des Dämpferelementes abgestützte Feder an einer zweiten Prüflingsaufnahme abstützbar ist, eine Kolbenstange des Dämpferelementes oder ein Kolbenstangenverlängerungselement durch eine Ausnehmung in der zweiten Prüflingsaufnahme hindurchführbar und gegenüber der Prüflingsaufnahme in radialer Richtung frei beweglich ist. Eine Messeinrichtung ist vorgesehen, die bei axialer Belastung der Feder durch Verände rung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen eine Richtungsänderung eines resultierenden Kraftvektors Fres der Feder bestimmt. Das in der Prüfvorrichtung zu überprüfende Federbein umfasst ein Dämpferelement mit einem auch als Dämpferrohr bezeichneten Gehäuse, in dem eine gegebenenfalls mit einem Kolbenstangenverlängerungselement verlängerte Kolbenstange geführt ist. Die Abstandsänderung der Prüflingsaufnahmen erfolgt beispielsweise durch axiale Bewegung einer Prüflingsaufnahme in eine Spannrichtung, die einer im Fahrzeug entsprechenden Einfederrichtung des Federbeins entspricht. Alternativ können selbstverständlich auch beide Prüflingsaufnahmen in Spannrichtung bewegt werden. Die Spannrichtung ist durch die Anordnung des Federbeins im Fahrzeug definiert, die durch einen Anschraubpunkt am Gehäuseende des Dämpferelementes und einen Fixierungspunkt der Kolbenstange in einem Kopflager vorgegeben ist. Die Spannrichtung der Prüfvorrichtung ist bestimmt durch eine Linie, die in Konstruktionslage im Fahrzeug den Anschraubpunkt des Dämpfergehäuses und den Fixierpunkt der Kolbenstange verbindet.
  • Über einen ersten Federteller ist die Feder am Dämpfergehäuse abgestützt. Zwischen Prüflingsaufnahme und der Feder ist ein zweiter Federteller, der vollflächig an der zweiten Prüflingsaufnahme anliegt, angeordnet. Federseitig sind beide Federteller so konturiert, dass der Windungsauslauf möglichst großflächig abgestützt ist.
  • Die erste Prüflingsaufnahme stützt das Gehäuseende des Dämpferelementes ab. Dabei kann die Prüflingsaufnahme so gestaltet sein, dass das Dämpfergehäuse frei drehbar abgestützt ist und kein Drehmoment über die erste Prüflingsaufnahme auf das Dämpfergehäuse übertragen werden kann. Ist die erste Prüflingsaufnahme als drehmomentmessende Messeinrichtung ausgeführt, kann alternativ das Dämpfergehäuse auch fest in der ersten Prüflingsaufnahme eingespannt sein.
  • Die Kolbenstange kann gegenüber der zweiten Prüflingsaufnahme frei beweglich oder aber auch axial fixiert sein, so dass sich bei Verminderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen die Kolbenstange in das Dämpfergehäuse einschiebt. Sofern die Bauteile des Federbeins wie beispielsweise Feder, Federteller, Federbeinkopflager, Kolbenstange Idealmaße aufweisen verändert sich die Richtung des Kraftvektors Fres der Feder bei zunehmender Federkrafterhöhung durch Verringerung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen nicht. Eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder weist immer auf eine Abweichung von den Idealmaßen der Bauteile des Federbeins hin, d.h. beispielsweise eine Unebenheit der Federteller, eine Krümmung der Kolbenstange, Asymmetrien der Feder oder eine nicht koaxiale Anordnung der Federteller und der Feder. Diese Abweichung der Bauteile von den Idealmaßen ist eine nicht abgeschlossene Aufzählung, die Abweichungen werden im Folgenden als Toleranzfehler bezeichnet. Sobald der von der Messeinrichtung bestimmte Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet, ist eine einwandfreie Funktion des Federbeins nicht mehr gegeben. Die Prüfvorrichtung ermöglicht eine Beurteilung des nahezu vollständig vormontierten Federbeins bezüglich seiner Funktion im Fahrzeug.
  • In Ausgestaltung der Erfindung bestimmt die Messeinrichtung eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder über eine Messung einer Querkraftänderung ΔFq auf das Gehäuseende des Dämpferelementes. Ein Veränderung der Querkraft ΔFq auf das Gehäuseende zeigt eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors der Feder an. Zur Bestimmung der Querkraftänderung ΔFq auf das Gehäuseende wird die Reaktionskraft an der ersten Prüflingsaufnahme beispielsweise mit einer Kraftmessdose gemessen.
  • In Ausgestaltung der Erfindung bestimmt die Messeinrichtung eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder über eine Messung einer Querkraftänderung ΔFm an der Kolbenstange. Dazu ist eine Messeinrichtung vorgesehen, die die Kolbenstange radial abstützt. Während einer Veränderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen wird eine Quer kraftänderung ΔFm an der Kolbenstange gemessen. Die Kolbenstange schiebt sich dabei durch die Messeinrichtung hindurch, wobei diese gleichzeitig auftretende Querkräfte misst. Um Reibungskräfte klein zu halten ist die Kolbenstange axial beispielsweise in Kugellagern gelagert. Alternativ kann die Kolbenstange auch axial fixiert sein, d.h. axial unverschieblich zu der Meßeinrichtung angeordnet sein. Während einer Veränderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen schiebt sich die Kolbenstange in das Dämpfergehäuse ein, gleichzeitig werden die an der Kolbenstange auftretenden Querkräfte ΔFm mit beispielsweise als Kraftmessdose ausgeführten der Messeinrichtung bestimmt.
  • In Ausgestaltung der Erfindung bestimmt die Messeinrichtung eine Veränderung der resultierenden Federkraftrichtung Fres über eine Messung der Wegverlagerung Δs der Kolbenstange. Während der Veränderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen bestimmt die Messeinrichtung die Wegverlagerung Δs der radial frei beweglichen Kolbenstange. Beispielsweise bestimmt die Messeinrichtung die Wegverlagerung Δs der Kolbenstangen bei einer Einfederung des Federbeins ausgehend von Konstruktionslage bis zum maximalen Einfederweg, das Gehäuseende des Dämpferelementes ist dabei drehbeweglich gelagert. Bei dementsprechenden Toleranzfehlern stellt sich die Kolbenstange mit dem Gehäuse des Dämpferelementes schief. Die beim Einfedern des Federbeins gemessene Wegverlagerung Δs der Kolbenstange steht dabei in Relation zur Höhe der Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder. Selbstverständlich ist auch eine Kraft- mit einer Wegmessung kombinierbar. Kraftmessdosen und Wegmesseinrichtungen stehen als Standardbauteile kostengünstig zur Verfügung.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein zur Anbindung an einem Fahrwerkslenker vorgesehenes Verbindungselement des Dämpferelements an der ersten Prüflingsaufnahme abgestützt. Eine Abstützung des Dämpferelementes an dem beispielsweise als Anschraubauge ausgeführten Verbindungselement bildet die Einbauverhältnisse im Fahrzeug ab, wodurch mit der Prüfvorrichtung in vorteilhafter Weise die im Fahrzeug auftretenden Querkräfte zwischen Kolbenstange und Dämpfergehäuse nachbildbar sind.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Zuspanneinrichtung ein hydraulisches Kolben-Zylinder Aggregat. Ein hydraulisches Kolben-Zylinder Aggregat eignet sich aufgrund der hohen aufzubringenden Kräfte zum Einsatz in der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Feder über einen zweiten Federteller an der zweiten Prüflingsaufnahme abstützbar. In vorteilhafter Weise sind der zum Federbein gehörige zweite Federteller und das Kopflager zur Prüfung des Federbeins mit im Prüfaufbau integrierbar, so dass eine Funktionsbeurteilung aller Bauteile des Federbeins möglich ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Feder um seine Längsachse drehbar an der zweiten Prüflingsaufnahme abstützbar. Die zweite Prüflingsaufnahme weist beispielsweise einen kugelgelagerten Drehteller auf, an dem sich die Feder über einen zweiten Federteller abstützt. Beim Einfedern verdrehen sich die Federenden geringfügig gegeneinander. Eine mögliche gegenseitige Verdrehung der Federenden vermeidet eine Verfälschung der mit der Messeinrichtung bestimmten Querkraft am drehbeweglich abgestützten Ende des Dämpferelementes durch Überlagerung von Torsionsfederkräften.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass ein Gehäuse eines Dämpferelementes an einer ersten Prüflingsaufnahme abgestützt wird, eine am Gehäuse des Dämpferelementes abgestützte Feder an einer zweiten Prüflingsaufnahme abgestützt wird, zur Erhöhnung der Federvorspannung die Prüflingsaufnahmen aufeinander zugefahren werden und dabei eine Veränderung der Richtung eines resultierenden Kraftvektors Fres der Feder bestimmt wird. Das Verfahren ermöglicht eine Funktionsprüfung eines weitgehend montierten Federbeins. Es lassen sich durch Veränderung der Richtung des Kraftvektors der Feder bei Veränderung der Federvorspannung verursachte, komfortmindernde Reibungskräfte zwischen Kolbenstange und dem Gehäuse des Dämpferelementes erkennen. Die Veränderung der Richtung des Kraftvektors der Feder während dem Zuspannen kann durch Messung einer Querkraftänderung bestimmt werden. Alternativ ist auch über die Bewegung bzw. die Wegeverlagerung Δs einer radial frei beweglichen Kolbenstange während dem Zuspannen eine Richtungsänderung des Kraftverktors bestimmbar. Für die vorab genannten Messverfahren ist eine momentenfreie Lagerung des Gehäuseendes des Dämpferelementes an der ersten Prüflingsaufnahme erforderlich. Als weitere Alternative kann das Ende des Dämpferelementes an der ersten Prüflingsaufnahme fest eingespannt sein, so dass während des Zuspannens der Feder aufgrund der Änderung des Kraftvektors ein Drehmoment in der Einspannstelle auftritt. Die Drehmomentveränderung in der Einspannstelle steht für die Höhe der Richtungsänderung des Kraftvektors der Feder während dem Zuspannvorgang.
  • Weitere Merkmale und Merkmalskombinationen ergeben sich aus der Beschreibung sowie den Zeichnungen. Konkrete Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigen
  • 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung mit einem Prüfling in Konstruktionslage,
  • 2 eine erfindungsgemäße Prüfvorrichtung gemäß 1 mit einem Prüfling in eingefedertem Zustand,
  • 3 Messung einer Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres einer Feder mit einer Wegmesseinrichtung und
  • 4 Messung einer Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder mit einer Kraftmesseinrichtung.
  • Gleiche und gleichwirkende Bauteile in den 1 bis 4 sind im Folgenden mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
  • In 1 ist schematisch der Aufbau einer erfindungsgemäßen Federbeinprüfvorrichtung dargestellt. Die Prüfvorrichtung umfasst zwei mit einer Bodenplatte 1 verbundene Ständer 2. An den Ständern 2 ist eine untere und eine obere Traverse 3, 10 angeordnet. An der unteren Traverse 3 ist ein Kolben-Zylinder Aggregat 4 integriert. Der Zylinder 5 ist mit der unteren Traverse 3 verbunden. Der Kolben 6 umfasst eine erste Prüflingsaufnahme 7, die eine drehbewegliche Abstützung eines als Anschraubauge 8 ausgeführten Gehäuseendes eines Dämpferelementes 9 ermöglicht. Das zur Befestigung an einem Fahrwerkslenker vorgesehene Anschraubauge 8 kann sich weitgehend reibungsfrei, d.h. ohne dass ein Drehmoment auf das Dämpferelement 9 ausgeübt wird, in der Prüflingsaufnahme 7 in allen Richtungen drehen.
  • Die obere Traverse 10 umfasst eine zweite Prüflingsaufnahme 21. An der zweiten Prüflingsaufnahme 21 ist ein durch eine Feder 12 vorgespannter zweiter Federteller 13 abgestützt. Die Feder 12 ist zwischen einem am Dämpferelement 9 angeordneten ersten Federteller 11 und dem zweiten Federteller 13 angeordnet. Der erste und zweite Federteller 11, 13 sind koaxial zueinander ausgerichtet. Zwischen dem zweiten Federteller 13 und der zweiten Prüflingsaufnahme 21 ist ferner ein Drehteller 14 angeordnet, der eine Verdrehung des zweiten Federtellers 13 gegenüber der oberen Traverse ermöglicht. Die zweite Prüflingsaufnahme 21 weist eine ebene, senkrecht zur Spannrichtung 23 ausgerichtete Fläche auf an der je nach Federbeinaufbau beispielsweise der zweite Federteller 13 zur Anlage kommt. Die Spannrichtung 23 ist bestimmt durch eine Linie, die den Anschraubpunkt 8 des Dämpfergehäuses und einen Anbindungspunkt der Kolbenstange 17 an einer Fahrzeugkarosserie verbindet.
  • Die obere Traverse 10 ist über Führungsbuchsen 15 in Längsachse der Ständer 2 verschieblich und kann in einer beliebigen Position über eine nicht dargestellte Klemm- oder Rastvorrichtung arretiert werden. Die obere Traverse 10, der Drehteller 14 und der zweite Federteller 13 weisen eine Ausnehmung 16 auf, durch die eine Kolbenstange 17 des Dämpferelementes 9 durchgreift. Die Ausnehmung 16 ist derart groß gewählt, dass für die Kolbenstange 17 bei einer Schrägstellung eine radiale Bewegung möglich ist, ohne an den angrenzenden zweiten Federteller 13, den Drehteller 14 oder an die obere Traverse 10 anzustoßen. Das freie Ende der Kolbenstange 17 ist mit einer Messeinrichtung 19 verbunden, die wiederum mit der oberen Traverse 10 beispielsweise durch eine mittels Symmetrielinien 18 angedeutete Verschraubung verbunden ist.
  • Aufgrund von Toleranzen und Fertigungsfehlern am ersten und zweiten Federteller 11, 13 sowie Toleranzen an der Feder 12 selbst, kann die Kraftverteilung auf die Abstützung des ersten Federtellers 13 am Dämpferelement 9 gegebenenfalls ungleichmäßig verteilt sein, so dass der resultierende Federkraftvektor Fres der Feder 12 beim Einfedern des Federbeins die Richtung verändert.
  • In einer Prüfvorrichtung mit einer Wegmessvorrichtung 19 stellt sich das Dämpferelement 9 dann solange schief, bis die Kräfte zwischen der Feder 12 und dem Dämpferelement 9 ausgeglichen sind, die Richtung des resultierenden Kraftvektors hat sich gemäß 2,3 gegenüber der 1 geändert.
  • Die in 2 dargestellte Messvorrichtung 19 bestimmt die beim Einfedern durch die zunehmende Schiefstellung des Dämpferelementes 9 auftretende Wegverlagerung Δs der Kolbenstange 17. Die in 3 beispielhaft gezeigte, geschnitten dargestellte Weg messvorrichtung 19 aus 2 lässt eine Wegverlagerung Δs in der x-y-Ebene zu.
  • Überschreitet die Wegverlagerung Δs der Kolbenstange 17 einen vorgebbaren Weggrenzwert, so ist das Federbein nicht zum Einsatz in einem Fahrzeug geeignet. Aus dem von der Messeinrichtung 19 bestimmten Wegverlagerung Δs gemäß 3 ist eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder bestimmbar.
  • Eine Prüfvorrichtung mit einer Kraftmessvorrichtung 19 gemäß 4 stützt das freie Ende der Kolbenstangen 17 in radialer Richtung, d.h. in der x-y Ebene gegen die obere Traverse 10 ab, so dass keine Wegverlagerung Δs möglich ist. Eine an der Kolbenstange 17 angreifende Kraft drückt gewissermaßen das freie Ende der Kolbenstange 17 um den Wegverlagerung Δs aus 2 wieder zurück, so dass die Längsachse 22 des Dämpferelementes 9 wieder mit der Spannrichtung 23 fluchtet. Die Messvorrichtung 19 bestimmt Höhe und Richtung der Kraftänderung ΔFm während der Einfederung des Federbeins. Aus der ermittelten Kraftänderung ΔFm ist eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder ermittelbar.
  • Die kraftgesteuerte Messvorrichtung weist den Vorteil auf, dass aufgrund der entfallenden Schiefstellung des Dämpferelementes 9 und der Kolbenstange 17 die Ausnehmung 16 kleiner wählbar ist. Damit ist die Funktion der Prüfvorrichtung nicht vom Innendurchmesser des Drehtellers 14, des zweiten Federtellers 13 und der Ausnehmung 16 in der oberen Traverse 10 abhängig.
  • Überschreitet die ermittelte Querkraftänderung ΔFm einen vorgebbaren, empirisch ermittelbaren Grenzwert, so weist dies auf Fertigungsfehler oder eine ungünstige Akkumulation von den oben genannten Toleranzen hin, die bei einem in einem Fahrzeug eingebauten Federbein zu hohen, komfortvermindernden Reibungswiderständen und einen übermäßigen Verschleiß führen.
  • Dadurch dass die Feder 12, der erste und zweite Federtellers 11, 13 um die Federbeinlängsachse gegeneinander verdrehbar sind, kann eine ungünstige Akkumulation der Toleranzen behoben werden, so dass die von der Messvorrichtung ermittelten, oben beschriebenen Wege- oder Kräfte am der Kolbenstange 17 gegebenenfalls wieder innerhalb von Grenzwerten liegen. Aufgrund einer Bestimmung einer Veränderung der resultierenden Federkraftrichtung Fres kann eine Optimierung der Bauteilpositionen gezielt vorgenommen werden. Ist eine optimierte Positionierung der Bauteile zueinander eingestellt, die eine reibungsarme Funktion des Federbeins ermöglicht, so wird das Federbein unter Beibehaltung der Lage der Bauteile zueinander vom Prüfstand demontiert und anschließend in dieser Konstellation zu einem einbaufertigen Federbein verschraubt. Lediglich ein Federbeinkopflager ist über eine Verschraubung mit der Kolbenstange 17 zu verbinden. Lässt sich keine Konstellation einstellen, die eine Einhaltung der Grenzwerte ermöglicht, so sind fehlerhafte Bauteile des Federbeins auszutauschen.
  • Selbstverständlich ist die Prüfvorrichtung auch zur Prüfung von Federbeinen für aktive Fahrwerke mit einer Vorrichtung zur Veränderung der Federvorspannung einsetzbar. Gleichermaßen eignet sich die Prüfvorrichtung auch zur Beurteilung von Mc-Pershon Federbeinen.
  • Bei Mc-Pershon Federbeinen sind Federn und Federteller 11,13 nicht koaxial zur Kolbenstange 17 angeordnet, wodurch die Richtung der resultierenden Federkraft Fres unter einem Winkel zur Spannrichtung angeordnet ist. In einer Anordnung nach 4 ist die Zunahme der Querkraftänderung ΔFm messbar. Bei Veränderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen steigt bedingt durch den Winkel der Federkraft Fres zur Spannrichtung die Querkraft ΔFm an. Steigt allerdings die Querkraft ΔFm stärker oder schwächer an als ein rechnerisch aus dem Winkel der Federkraft Fres, Federweg und Federkonstante bestimmbarer Wert, so hat sich aufgrund von Toleranzen die Richtung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder verändert.
  • 1
    Bodenplatte
    2
    Ständer
    3
    Untere Traverse
    4
    Kolben-Zylinder Aggregat
    5
    Zylinder
    6
    Kolben
    7
    Erste Prüflingsaufnahme
    8
    Gehäuseende Dämpferelement/Anschraubauge
    9
    Dämpferelement
    10
    Obere Traverse
    11
    erster Federteller
    12
    Feder
    13
    Zweiter Federteller
    15
    Führungsbuchsen
    16
    Ausnehmung
    17
    Kolbenstange
    18
    Symmetrielinie Verschraubung
    19
    Messeinrichtung
    21
    Zweite Prüflingsaufnahme
    22
    Längsachse Dämpferelement
    23
    Spannrichtung

Claims (14)

  1. Federbeinprüfvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfvorrichtung zwei im Abstand veränderbare, koaxial zueinander angeordnete Prüflingsaufnahmen (7, 21) aufweist, wobei – ein Gehäuseende (8) eines Dämpferelementes (9) an einer ersten Prüflingsaufnahme (7) abstützbar ist, – eine am Dämpferelement (9) abgestützte Feder (12) an einer zweiten Prüflingsaufnahme (21) abstützbar ist, – eine Kolbenstange (17) des Dämpferelementes (9) oder ein Kolbenstangenverlängerungselement durch eine Ausnehmung (16) in der zweiten Prüflingsaufnahme (21) hindurchführbar und gegenüber der zweiten Prüflingsaufnahme (21) in radialer Richtung frei beweglich ist und – eine Messeinrichtung (19) vorgesehen ist, die bei axialer Belastung der Feder (12) durch Veränderung des Abstandes der Prüflingsaufnahmen (7, 21) eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) bestimmt.
  2. Federbeinprüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (19) eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) über eine Messung einer Querkraftänderung ΔFq auf das Gehäuseende (8) des Dämpferelementes (9) bestimmt.
  3. Federbeinprüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (19) eine Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) über eine Messung einer Querkraftänderung ΔFm an der Kolbenstange (17) bestimmt.
  4. Federbeinprüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (19) eine Veränderung der resultierenden Federkraftrichtung Fres über eine Messung der Wegverlagerung Δs der Kolbenstange (17) bestimmt.
  5. Federbeinprüfvorrichtung einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseende (8) des Dämpferelementes (9) momentenfrei an der zweiten Prüflingsaufnahme (21) abgestützt ist.
  6. Federbeinprüfvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Anbindung an einem Fahrwerkslenker vorgesehenes Verbindungselement (8) des Dämpferelements (9) an der ersten Prüflingsaufnahme (7) abgestützt ist.
  7. Federbeinprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüflingsaufnahmen (7, 21) durch ein hydraulisches Kolben-Zylinder Aggregat (4) aufeinander zubewegbar sind.
  8. Federbeinprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (12) über einen zweiten Federteller (13) an der zweiten Prüflingsaufnahme (21) abstützbar ist.
  9. Federbeinprüfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (12) um seine Längsachse drehbar an der zweiten Prüflingsaufnahme (21) abstützbar ist.
  10. Verfahren zur Prüfung eines Federbeins, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (8) eines Dämpferelementes (9) an einer ersten Prüflingsaufnahme (7) abgestützt wird, eine am Gehäuse des Dämpferelementes (9) abgestützte Feder (12) an einer zweiten Prüflingsaufnahme (21) abgestützt wird, zur Erhöhnung der (12) Federvorspannung die Prüflingsaufnahmen (7, 21) aufeinander zugefahren werden und dabei eine Veränderung der Richtung eines resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) bestimmt wird.
  11. Verfahren zur Prüfung eines Federbeins nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) über eine Querkraftänderung ΔFq am Gehäuseende (8) durch direkte Messung an der ersten Prüflingsaufnahme (7) bestimmt wird.
  12. Verfahren zur Prüfung eines Federbeins nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) mit einer Messeinrichtung (19), die die Kolbenstange (17) radial fixiert und dabei auftretende Querkräfte ΔFm misst, bestimmt wird.
  13. Verfahren zur Prüfung eines Federbeins nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) durch Messung einer an der Kolbenstange (17) auftretenden Wegverlagerung Δs bestimmt wird.
  14. Verfahren zur Prüfung eines Federbeins nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungsänderung des resultierenden Kraftvektors Fres der Feder (12) durch eine Messeinrichtung (19), die das Gehäuseende (8) des Dämpferelementes (9) fest einspannt und ein während der Erhöhung der Federvorspannung auftretende Drehmomentänderung in der Einspannstelle bestimmt.
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