-
1. Gebiet
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Nähmaschine mit Unter- und Obertransport,
welche Nähgutdickenfeststellmittel
zur Feststellung der Dicke eines zu vernähenden Nähgutes aufweist.
-
1. Beschreibung des einschlägigen Standes
der Technik
-
In
einer herkömmlichen
Nähmaschine
mit Unter- und Obertransport, die eine obere Vorschubvorrichtung
zum Vorschieben eines oberen Nähgutes und
eine untere Vorschubvorrichtung zum Vorschieben eines unteren Nähgutes aufweist,
wird ein sogenanntes Faltenziehen oder Kräuseln ausgeführt, welches
eine Differenz in den jeweiligen Vorschubausmaßen vorsieht, beispielsweise
in einem Falle, wie das Annähen
eines Ärmels
auf ein Hauptnähgut.
-
In
einer solchen Nähmaschine
ist der Annähvorgang
des Ärmels
unterteilt in eine Mehrzahl von Nähabschnitten, das Ausmaß des Kräuselns wird
auf jedem Nähabschnitt
individuell eingestellt und der Nähvorgang wird mit dem Kräuselausmaß ausgeführt, welches
der Reihe nach geschaltet wird (siehe Patentdokument 1).
-
Mehr
im einzelnen werden im herkömmlichen
Fall das Obervorschubausmaß und
das Untervorschubausmaß auf
jeden der Nähabschnitte
eingestellt, die eine vorbestimmte Reihenfolge aufweisen, und diese
Vorschubausmaße
werden entweder manuell oder automatisch in Übereinstimmung mit einer manuellen
Eingabe oder einer Schaltinstruktion geschaltet oder es wird eine
Anzahl von Stichen gezählt,
die für
den Nähabschnitt
eingestellt ist. [Patentdokument 1] JP-A-2003-135873 Veröffentlichung (5 und 6)
-
In
dem Falle, in welchem von einer Nähmaschine ein dickes Nähgut genäht werden
muss, beispielsweise wenn ein unteres Nähgut und ein oberes Nähgut aufeinandergelegt
werden und weiterhin ein Polster auf sie aufgenäht wird, ändert sich die Dicke des Nähgutes erheblich
in Abhängigkeit
von dem Fortschritt des Nähvorgangs.
In diesem Falle ist es erforderlich, verschiedene Parameter zu ändern und zu
regulieren, beispielsweise das Ausmaß des Faltenziehens oder Kräuselns (ein
oberes Vorschubausmaß und
ein unteres Vorschubausmaß)
oder eine Fadenspannung.
-
Bei
der herkömmlichen
Nähmaschine
wird jedoch der Nähabschnitt
manuell geschaltet oder basiert auf der eingestellten Anzahl von
Stichen. Deshalb ist es ein Nachteil, dass verschiedene Parameter
entsprechend der Dicke des Nähgutes,
wie oben beschrieben, nicht geschaltet werden können.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Nähvorgang mit einem oberen Vorschubausmaß und einem
unteren Vorschubausmaß auszuführen, die
in Übereinstimmung
mit der festgestellten Dicke eines Nähgutes einjustiert werden.
-
[Mittel zur Lösung der
Probleme]
-
Ein
erster Aspekt der vorliegenden Erfindung richtet sich auf eine Nähmaschine
mit Unter- und Obertransport, umfassend eine obere Vorschubvorrichtung
zum Vorschieben eines oberen Nähgutes, eine
untere Vorschubvorrichtung zum Vorschieben eines unteren Nähgutes,
Nähgutdickenfeststellmittel zum
Feststellen der Dicke eines Nähguts
auf einer Stichplatte, Speichermittel zum Speichern eines Parameterbetrags,
der in Beziehung steht mit einem Nähvorgang für eine Mehrzahl von Nähabschnitten, die
im Nähvorgang
geschaltet werden sollen, sowie mit der Dicke des Nähgutes,
welche den Nähabschnitt schaltet,
und Betriebssteuermittel zum Steuern des Betriebs eines Steuerobjektes,
das in einem Parameterbetrag angetrieben werden soll, der jedem der
Nähabschnitte
in einer solchen Weise entspricht, dass der Nähabschnitt bei jeder Feststellung
der Dicke des Nähgutes
geschaltet wird, um jeden der Nähabschnitte
durch die Nähgutdickenfeststellmittel zu
schalten, und der Nähvorgang
im Parameterbetrag ausgeführt
wird.
-
Das "Nähgut" bezeichnet alle Nähgüter, die übereinander angeordnet zusammengenäht werden sollen.
-
Mit
dem oben beschriebenen Aufbau wird ein Nähvorgang in eine Mehrzahl von
Nähabschnitten unterteilt
und die Parameterbeträge
der jeweiligen Nähabschnitte
werden der Reihe nach in den Speichermitteln abgespeichert. Weiterhin
speichern die Speichermittel eine vorbestimmte Dicke des Nähgutes,
um die Parameter entsprechend den nachfolgenden Nähabschnitten
abzulesen.
-
Mit
anderen Worten: Jedes Mal wird die Dicke des Nähgutes durch die Nähgutdickenfeststellmittel
im Nähvorgang
festgestellt, und die Dicke des Nähgutes zur Schaltung jedes
der Nähabschnitte wird
festgestellt, die Betriebssteuermittel führen eine Steuerung aus, um
aufeinander folgend die Nähabschnitte
zu schalten und Mittel anzutreiben zur Ausführung einer Näharbeit,
die ein Steuerobjekt sein sollen entsprechend dem Parameterbetrag,
welcher auf den neu geschalteten Nähabschnitt eingestellt wird.
-
Ein
zweiter Aspekt der vorliegenden Erfindung hat die gleiche Struktur
wie diejenige des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung und
benutzt eine Struktur derart, dass der Parameterbetrag ein Kräuselbetrag
ist zur Bestimmung einer Differenz zwischen einem Vorschubausmaß des Nähguts auf
einer Oberseite und einem Vorschubausmaß des Nähguts auf einer Unterseite,
wenn der Nähvorgang
auf der Stichplatte in einem Überlagerungszustand
ausgeführt
wird, und das Steuerobjekt eine obere Vorschubvorrichtung zum Vorschieben
des Nähgutes
an der Oberseite und eine untere Vorschubvorrichtung zum Vorschieben
des Nähgutes
an der Unterseite einschließt.
-
Mit
anderen Worten: Jedes Mal wenn die Dicke des Nähguts im Nähvorgang von den Nähgutdickenfeststellmitteln
festgestellt wird und die Dicke des Nähguts zum Schalten jedes der
Nähabschnitte festgestellt
wird, steuern die Betriebssteuermittel aufeinander folgend das jeweilige
Ausmaß des
Vorschubs der oberen Vorschubvorrichtung und der unteren Vorschubvorrichtung,
um das Kräuselausmaß zu erhalten,
das auf den Nähabschnitt
eingestellt ist.
-
Ein
dritter Aspekt der vorliegenden Erfindung hat den gleichen Aufbau
wie derjenige des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung und
benutzt eine solche Struktur, dass der Parameterbetrag eine Fadenspannung
ist, die für
eine an einen Faden, welcher beim Nähvorgang von einer Fadenvorratsquelle zu
einer Nadel hin abgezogen wird, angelegte Widerstandskraft Indikativ
ist, und das Steuerobjekt ein Fadenspanner ist, zum Anlegen einer
Widerstandskraft an den Faden, der beim Nähvorgang von der Fadenvorratsquelle
zu der Nadel hin abgewickelt wird.
-
Mit
anderen Worten: Jedes Mal wenn die Dicke des Nähgutes beim Nähvorgang
durch die Nähgutdickenfeststellmittel
festgestellt wird und die Dicke des Nähguts zum Schalten jedes der
Nähabschnitte festgestellt
wird, steuern die Betriebssteuermittel aufeinander folgend eine
Widerstandskraft, die durch den Fadenspanner an einen Faden angelegt
werden soll, um eine Fadenspannung zu erhalten, die auf den Nähabschnitt
eingestellt ist.
-
Ein
vierter Aspekt der vorliegenden Erfindung hat den gleichen Aufbau
wie derjenige des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung und
benutzt eine solche Struktur, dass der Parameterbetrag ein Fadenlockerungsausmaß eines
Fadens ist, der beim Nähvorgang
von der Nadel zum Nähgut
abgewickelt und gelockert wird, und das Steuerobjekt ein Fadenlockerungsmechanismus
ist zur Reduzierung einer Länge
des zu vernähenden
Fadens.
-
Mit
anderen Worten: Jedes Mal, wenn die Dicke des Nähgutes durch die Nähgutdickenfeststellmittel
im Nähvorgang
festgestellt wird und die Dicke des Nähgutes zur Schaltung jedes
der Nähabschnitte festgestellt
wird, steuern die Betriebssteuermittel aufeinander folgend den Fadenlockerungsvorgang durch
die Fadenlockerungsmittel, um das Fadenlockerungsausmaß zu erhalten,
das auf den Nähabschnitt
eingestellt ist.
-
[Vorteil der Erfindung]
-
Im
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung und auch in einem fünften Aspekt
der Erfindung wird der Nähabschnitt
aufeinander folgend geschaltet entsprechend der festgestellten Dicke
des Stoffes des Nähguts,
und die Mittel, welche ein Steuerobjekt sein sollen, werden auf
der Basis des Parameterbetrags gesteuert, der auf jeden der Nähabschnitte
eingestellt ist. Deshalb wird eine Steuerung ausgeführt, die auf
den Nähvorgang
bezogen ist, entsprechend einer Änderung
in der Dicke des Stoffes, die im Nähgut erzeugt wird, und es kann
ein akkurater Nähvorgang auch
in einem sogenannten Vorgang zum Vernähen eines dicken Stoffes ausgeführt werden.
Deshalb kann die Nähqualität verbessert
werden.
-
Im
Falle eines Aufbaus, bei welchem für jeden der Nähabschnitte
eine Mehrzahl von Parameterbeträgen
eingestellt ist und eine Mehrzahl von Steuerobjekten gesteuert wird,
können
weiterhin Serienarbeitsmittel mit Bezug auf den Nähvorgang
der Nähmaschine
in einem geeigneten Antriebsausmaß entsprechend einer Änderung
in der Dicke des Nähguts
angetrieben werden.
-
Im
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die obere Vorschubvorrichtung
und die untere Vorschubvorrichtung gesteuert, basierend auf dem
Kräuselausmaß, welches
auf jeden der Nähabschnitte
eingestellt ist. Infolgedessen wird der Nähvorgang in einem geeigneten
Kräuselausmaß ausgeführt, das
einer Änderung
der Dicke des Nähguts
entspricht, die im Nähgut
erzeugt wird, und es kann eine genaue Kontraktions-Nähoperation
auch in dem sogenannten Vorgang zum Nähen eines dicken Nähguts ausgeführt werden.
Somit kann die Nähqualität weiter
verbessert werden.
-
Im
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird der Fadenspanner
auf der Basis der Fadenspannung gesteuert, die auf jeden der Nähabschnitte
eingestellt ist. Infolgedessen wird der Nähvorgang in einer geeigneten
Fadenspannung ausgeführt
entsprechend einer Änderung
der Dicke des Nähguts,
welche im Nähgut
erzeugt wird, und die Vernähung
kann mit einer akkuraten Fadenspannung auch in dem sogenannten Vorgang
zum Nähen
eines dicken Nähguts
durchgeführt
werden. Somit kann die Nähqualität weiter
verbessert werden.
-
Im
vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird der Fadenlockerungsmechanismus
gesteuert, basierend auf dem Ausmaß der Lockerung des Fadens,
das auf jeden der Nähabschnitte
eingestellt ist. Infolgedessen wird der Nähvorgang in einem geeigneten
Lockerungsausmaß ausgeführt, das
einer Änderung
der Dicke des Nähguts
entspricht, die im Nähgut
erzeugt wird, und es kann ein genaues Lockerungsausmaß auch in
dem sogenannten Vorgang zum Nähen
eines dicken Nähguts
aufrechterhalten werden. Somit kann die Nähqualität weiter verbessert werden.
-
In
einem sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird der Parameter
des Nähabschnittes dann
geschaltet, wenn es eine vorbestimmte Änderung in der Dicke des Nähguts gibt,
bevor der Stichzahlenzähler
die Anzahl der auf dem Nähabschnitt eingestellten
Stiche wählt.
Deshalb kann der Vorgang gesteuert werden, basierend sowohl auf
der Stichzahl als auch der Dicke des Nähguts, was in einem Anwachsen
der Genauigkeit der Kräuselung
resultiert.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung einer Differentialvorschubnähmaschine gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
-
2 ist
eine vergrößerte schaubildliche
Ansicht mit der Darstellung des Umgebungsaufbaus einer Nadel,
-
3 ist
ein Blockdiagramm mit der Darstellung eines Steuersystems der Differentialvorschubnähmaschine,
-
4 ist
eine Ansicht mit der Darstellung eines Beispiels eines Displays
auf einem Displayschirm, der für
die Inhalte von Nähdaten
Indikativ ist.
-
5 ist
eine Tabelle mit der Darstellung der Inhalte der in den Nähdaten eingestellten
Parameter,
-
6 ist
ein Schaubild mit der Darstellung der Beziehung zwischen einer Änderung
der Dicke eines Nähgutes,
die festgestellt wird, und einem Schaltzustand, basierend auf einer
eingestellten Dicke des Nähguts
in einem Vorgang zum Nähen
eines dicken Nähguts,
-
7 ist
ein Flußdiagramm
mit der Darstellung eines Nähvorgangs
der Differentialvorschubnähmaschine,
basierend auf einer Steuerung von Betriebssteuermitteln, und
-
8 ist
eine vergrößerte schaubildliche
Ansicht mit der Darstellung des Umgebungsaufbaus einer Nadel in
dem Falle, in welchem zusätzlich
ein Fadenlockerungsmechanismus vorgesehen ist.
-
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
(Gesamtaufbau des Auführungsbeispiels)
-
Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird mit Bezug auf die 1 bis 8 beschrieben.
Eine Differentialvorschubnähmaschine 10 (Nähmaschine mit
Unter- und Obertransport) gemäß dem Ausführungsbeispiels
dient zur Ausführung
des Nähvorganges
während
eine Differenz zwischen den Vorschubgeschwindigkeiten eines oberen
Nähgutes
und eines unteren Nähgutes,
die vernäht
werden sollen, vorgesehen wird, um eine Kontraktion oder Zusammenziehung
auszuführen,
und der Nähvorgang
dient dazu, ein Polster in einem Vorgang einzunähen, beispielsweise zum Annähen eines Ärmels an
einem Grundkörper.
-
Die
Kontraktion impliziert, dass eine Differenz in einer Nähstichabstandsweite
gemacht wird zwischen dem oberen Nähgut und dem unteren Nähgut. Durch
Steigerung des Unterschiedes (das Kräuselausmaß), ist es möglich, dem
endgültigen
Vernähen
eine Elastizität
zu geben. In dem Falle, in welchem der Ärmel und der Grundkörper zusammengenäht werden,
wird dementsprechend das Kräuselausmaß in einem
Nähabschnitt
an einer Schulterseite stärker
gesteigert, als auf einer Seite, so dass die Schulterseite, welche
die Elastizität
erfordert, nach dem Nähvorgang
einen Spielraum haben kann.
-
Eine
Richtung, in welcher eine unten noch zu beschreibende Nadel 11 eine
Vertikalbewegung ausführt,
ist als eine Y-Achsrichtung (eine vertikale Richtung) definiert,
eine Richtung, die senkrecht auf der Y-Achsrichtung steht und parallel
mit einer Vorschubrichtung des Nähgutes
ist, ist als eine X-Achsrichtung definiert (eine Längsrichtung),
und eine Richtung, die senkrecht sowohl auf der Y-Achsrichtung als
auch auf der X-Achsrichtung steht, ist als eine Z-Achsrichtung definiert
(eine seitliche Richtung). Weiterhin wird angenommen, dass die Aufnahmefläche 15a einer Stichplatte 15,
die unten beschrieben werden wird, parallel mit der X-Z-Ebene vorgesehen
ist.
-
1 ist
eine schaubildliche Ansicht mit der Darstellung der gesamten Differentialvorschubnähmaschine 10.
Die Differentialvorschubnähmaschine 10 umfasst:
einen Nähgutaufnahmeteil 13 mit
der Stichplatte 15, die mit der Aufnahmefläche 15a zur Aufnahme
eines Nähgutes
versehen ist, bestehend aus einem oberen Nähgut, einem unteren Nähgut und
einem Polster, um eine Nähoperation
auszuführen,
eine Nadel 11, die an der Oberseite der Aufnahmefläche 15a vertikal
beweglich ist, (nicht dargestellte) Mittel zur Auf- und Abbewegung
der Nadel, also zum Antrieb der Nadel 11 in vertikaler
Richtung, einen Nähgutdrücker 12,
der an der Oberseite der Aufnahmefläche 15a so abgestützt ist,
dass er vertikal beweglich ist und einen Durchdringungsteil für die Nadel 11 besitzt,
einen Oberseitendrehvorschubteil 30, der in der Nähe des Nähgutdrückers 12 angeordnet
ist und dazu dient, das obere Nähgut
auf der Aufnahmefläche 15a vorzuschieben,
einen Unterseitendrehvorschubteil 70 zum Vorschieben des
unteren Nähguts
auf der Aufnahmefläche 15a,
obere Vorschubmotoren 61a und 61b zum Aufbringen
einer Antriebskraft für
einen Vorschubvorgang auf den Oberseitendrehvorschubteil 30,
einen unteren Vorschubmotor 75 zum Aufbringen einer Antriebskraft für den Vorschubvorgang
auf den Unterseitendrehvorschubteil 70, Vertikalbewegungsmittel
zur vertikalen Bewegung des Nähgutdrückers 12 und
des Oberseitendrehvorschubteils 30 wechselseitig in Synchronisation
mit der Vertikalbewegung der Nadel 11 und zum vertikalen
Bewegen des Nähgutdrückers 12 zusammen
mit der Nadel 11, einen Fadenspanner 65 zum Anlegen
einer Widerstandskraft zum Abwickeln eines aufgewickelten Nadelfadens
von einer Fadenvorratsquelle auf dieser Seite der Nadel 11,
so dass eine Spannung gegeben wird, Nähgutdickenfeststellmittel 50 zum
Feststellen der Dicke des Nähguts
auf der Stichplatte 15 und Betriebssteuermittel 80 zum Steuern
eines Betriebsvorganges jeder der Teile.
-
Der
Oberseitendrehvorschubteil 30 und die oberen Vorschubmotoren 61a und 61b wirken
als obere Vorschubvorrichtungen, und der Unterseitendrehvorschubteil 70 und
der untere Vorschubmotor 75 funktionieren als untere Vorschubvorrichtungen.
-
(Nadel)
-
2 ist
eine vergrößerte schaubildliche
Ansicht der Darstellung des Umgebungsaufbaus der Nadel 11.
Die Nadel 11 wird durch den Nadelauf- und -abbewegungsmechanismus,
der auf dem nicht dargestellten Gestellrahmen gelagert ist, in Y-Achsrichtung
hin- und herbewegt. Ein (nicht dargestellter) Nadelfaden ist in
der Nähe
der Spitze der Nadel 11 eingesetzt und durchdringt das
Nähgut
auf der Aufnahmefläche 15a der
Stichplatte 15 aufgrund des hin- und hergehenden Vorganges in der Y-Achsrichtung und
wird auf diese Weise einer Unterseite der Stichplatte 15 zugeführt und
mit einem Spulenfaden zusammengedreht, der von einem (nicht dargestellten) Schiffchen
abgewickelt wird, um so einen Nähvorgang
auszuführen.
-
(Auf-Ab-Bewegungsmittel
der Nadel)
-
Der
Auf-Ab-Bewegungsmechanismus der Nadel schließt ein: eine Nadelstange 23,
welche die Nadel 11 an ihrem unteren Ende festhält und in
der Y-Achsrichtung
hin- und herbeweglich gelagert ist, (nicht dargestellte) obere und
untere Hülsen 25,
die an einem Gestellrahmen fixiert sind und dazu dienen, die Nachbarschaft
eines oberen Endes der Nadelstange 23 und die Nachbarschaft
eines unteren Endes derselben gleitbar abzustützen, eine (nicht dargestellte)
Hauptantriebswelle, die durch einen Nähmaschinenmotor 18 (siehe 3)
gedreht und angetrieben wird und drehbar auf dem Gestellrahmen gelagert
ist, wobei eine Drehmittellinie der Welle parallel mit der Z-Achsrichtung
verläuft,
sowie einen (nicht dargestellten) Kurbelmechanismus zum Umwandeln einer
Dreh- und Antriebskraft der Hauptantriebswelle in eine hin- und
hergehende Kraft in der Y-Achsrichtung und zur Übertragung der hin- und hergehenden Kraft
auf die Nadelstange 23.
-
(Nähgutdrücker)
-
Der
Nähgutdrücker 12 hat
insgesamt eine L-förmige
Gestalt und ist an einer Nähgutdrückerhalteachse 49 der
Vertikalbewegungsmittel gehaltert, die unten beschrieben werden,
und zwar an einem oberen Ende eines Teils, der einer L-förmigen Vertikalstange
entspricht. Dementsprechend führt
der Nähgutdrücker 12 bei
einem Nähvorgang
kontinuierlich eine Vertikalbewegung aus und presst ein oberes Nähgut und
ein unteres Nähgut
gegen die Seite der Stichplatte 15, und zwar bei jedem
Hin- und Hergang, wodurch die Nähgüter zusammengedrückt werden.
-
(Oberseitendrehvorschubteil)
-
Der
Oberseitendrehvorschubteil 30 schließt ein: einen ersten oberen
Vorschubteil 31 und einen zweiten oberen Vorschubteil 32,
die angrenzend in der Z-Achsrichtung angeordnet sind, wobei der
Nähgutdrücker 12 dazwischen angeordnet
ist, sowie ein Kupplungsglied 39 um sie, wie in 2 dargestellt, zu
koppeln. Da die ersten und zweiten oberen Vorschubteile 31 und 32 an
einer Vorschubteilhalteachse 48 der Vertikalbewegungsmittel
in einem durch das Kupplungsglied 39 vermittelten Kupplungszustand
gelagert sind, werden sie integral bewegt, wenn durch die Vertikalbewegungsmittel
eine Vertikalbewegung ausgeführt
werden soll.
-
Der
erste obere Vorschubteil 31 schließt einen ersten oberen Riemen
ein, der durch den oberen Vorschubmotor 61a zugeführt und
angetrieben wird, und leitet den ersten oberen Riemen in der X-Achsrichtung
oberhalb der Aufnahmefläche 15a zur
Stichplatte 15. Der erste obere Riemen gelangt über der Aufnahmefläche 15a der
Stichplatte 15 in Kontakt mit dem Nähgut, wodurch ein oberer Vorschub
ausgeführt
wird.
-
Der
zweite obere Vorschubteil 32 schließt einen zweiten oberen Riemen
ein, der durch den oberen Vorschubmotor 61b zugeführt und
angetrieben wird, und leitet den zweiten oberen Riemen in der X-Achsrichtung
oberhalb der Aufnahmefläche 15a zur
Stichplatte 15. Der zweite obere Riemen gelangt in Kontakt
mit dem Nähgut über der
Aufnahmefläche 15a der
Stichplatte 15, wodurch ein oberer Vorschub ausgeführt wird.
-
Der
Oberseitendrehvorschubteil 30 weist die ersten und zweiten
oberen Vorschubteile 31 und 32 auf, die zu beiden
Seiten angeordnet sind, wobei eine Nadelposition dazwischen angeordnet
ist. Mit Bezug auf den Vorschub auf der Oberseite des Nähgutes kann
daher der Einfluss der Nadel 11 unterdrückt werden, um den Vorschub
in einer vorbestimmten Vorschubrichtung stabil auszuführen.
-
(Vertikalbewegungsmittel)
-
Die
Vertikalbewegungsmittel schließen
ein: die Vorschubteilhalteachse 48, die ein unteres Ende des
Oberseitendrehvorschubteils 30 haltert und an einem Nähmaschinenrahmen
abgestützt
ist, so dass sie vertikal beweglich ist, die Nähgutdrückerhalteachse 49,
die ein unteres Ende des Nähgutdrückers 12 haltert
und am Nähmaschinenrahmen
so gelagert ist, dass sie vertikal beweglich ist, sowie einen Übertragungsmechanismus
zur Umwandlung einer Rotations- und Antriebskraft des Nähmaschinenmotors 18 in
eine hin- und hergehende Schwenkkraft und zur vertikalen Bewegung
der Vorschubteilhalteachse 48 und der Nähgutpresserhalteachse 49 wechselseitig jeweils
durch die hin- und hergehende Schwenkkraft. Der Vertikalbewegungsmechanismus
ist so ausgebildet, dass er den Nähgutdrücker 12 und den Oberseitendrehvorschubteil 30 in
Synchronisation mit der Drehung des Nähmaschinenmotors 18 wechselseitig vertikal
bewegt. Weiterhin bewegen die Vertikalbewegungsmittel die Nadel 11 und
den Nähgutdrücker 12 nahezu
gleichzeitig nach unten, und eine Phase des Oberseitendrehvorschubteils 30 wird
so reguliert, dass er sich nach unten bewegt, wenn sich die Nadel 11 nach
oben bewegt.
-
(Nähgutaufnahmeteil)
-
Der
Nähgutaufnahmeteil 13 schließt einen Montagetisch 14 ein,
der sich unter der Nadel 11 erhebt, und die Stichplatte 15 ist
an einer Oberseite des Montagetisches 14 befestigt. Ein
Schiffchenmechanismus und der Unterseitendrehvorschubteil 70,
die unten beschrieben werden, sind in einem oberen Teil des Montagetisches 14 auf
der Innenseite einer Abdeckung desselben untergebracht.
-
Die
Stichplatte 15 ist ein plattenförmiges Glied, das in Vorschubrichtung
eines Nähguts
lang ausgebildet und mit der Aufnahmefläche 15a versehen ist,
die, als eine flache Oberfläche
ausgebildet, parallel mit einer X-Z-Ebene in der Mitte einer Längsrichtung
in einem Fixierzustand auf dem Montagetisch 14 verläuft. Weiterhin
ist eine Zulaufseite in Vorschubrichtung des Nähgutes ausgehend von der Aufnahmefläche 15a mit
einer zulaufseitigen Vorschubfläche
zum Vorschieben des Nähguts
versehen, die geringfügig
nach unten zur Zulaufseite hin geneigt ist, und eine Ablaufseite
ist in der Richtung des Nähgutvorschubs
ausgehend von der Aufnahmefläche 15a mit
einer ablaufseitigen Vorschubfläche
zum Vorschieben des Nähgutes
versehen, die zur Ablaufseite hin geringfügig nach unten geneigt ist.
-
Ein
quadratischer Öffnungsteil 15b für den Abwärtsvorschub,
welcher die Stichplatte 15 durchdringt, ist in der Mitte
der Aufnahmefläche 15a der Stichplatte 15 ausgebildet.
Eine obere Fläche
einer Riemenführung 71 und
erste und zweite untere Riemen 72 und 73 im Unterseitendrehvorschubteil 70, der
unten beschrieben werden wird, liegen ausgehend vom Öffnungsteil 15b zum
Zwecke des unteren Vorschubs frei zu Tage. Dementsprechend liegt
eine Rückseite
des auf die Aufnahmefläche 15a aufgebrachten
Nähgutes
auf den unteren Riemen 72 und 73 auf, die von
dem Öffnungsteil 15b her
frei liegen, und zwar zum Zwecke eines unteren Vorschubes, und wird
in Vorschubrichtung transportiert.
-
(Unterseitendrehvorschubteil)
-
Der
Unterseitendrehvorschubteil 70 schließt ein: die Riemenführung 71,
die an einer Oberseite des Schiffchenmechanismus vorgesehen ist,
der am oberen Teil des Montagetisches 14 abgestützt ist, und
den ersten unteren Riemen 72, der ein erster unterer Vorschubteil
sein soll, und den zweiten unteren Riemen 73, der ein zweiter
unterer Vorschubteil sein soll, welche zu einem unteren Vorschubmotor 75 hingeleitet
werden.
-
Die
Riemenführung 71 weist
eine Oberseite auf, die mit zwei Führungsnuten in X-Achsrichtung versehen
ist, und eine Nadelöffnung
zum Führen
der Nadel 11 zu einem Schiffchenmechanismus ist in einer
Position ausgebildet, die unter der Nadel 11 zwischen den
Führungsnuten
liegt. Die Nadelöffnung dient
dazu, einen Spulenfaden, der durch das Schiffchen abgewickelt wird,
in einen ringförmigen
Teil eines Nadelfadens einzuführen,
der in die Einführung der
Nadel 11 geführt
wird, wodurch eine Vernähung ausgeführt wird.
-
(Fadenspanner)
-
Der
Fadenspanner 65 schließt
ein: einen Fadenspanner-Elektromagneten 19 zur Erzeugung
einer Druckkraft entsprechend dem Ausmaß eines Stromes, der zugeführt wird,
sowie ein Paar von Fadenspannungsscheiben zum Dazwischenlegen des Nadelfadens
mit einem Freiraum, der durch den Fadenspanner-Elektromagneten 19 geschlossen
wird, wodurch auf den Faden eine Spannung aufgebracht wird.
-
Der
Fadenspanner-Elektromagnet 19 ist mit den Betriebssteuermitteln 80 über die
Antriebsschaltung 87 verbunden, und die Antriebsschaltung 87 liefert
einen Strom zum Fadenspanner-Elektromagneten 19 mit einem
Stromwert entsprechend einem Steuersignalausgang aus den Betriebssteuermitteln 80,
so dass eine beliebige Druckkraft ausgegeben und eine beliebige
Spannung an den Nadelfaden angelegt werden können.
-
(Nähgutdickenfeststellmittel)
-
Die
Nähgutdickenfeststellmitel 50 schließen ein:
einen Feststellarm 51 mit einem Vorderteil, der mit dem
auf der Stichplatte 15 befindlichen Nähgut in Kontakt gelangt, und
zwar von oben her in der Nähe des
Nähgutdrückers 12,
sowie ein Potentiometer 52 welches ein Winkelfeststellmittel
ist zum Feststellen eines Schwenkwinkels des Feststellarms 51.
Das Potentiometer 52 ist in einem unteren Teil des vorderen
Ende eines Nähmaschinenarmteils
vorgesehen.
-
Das
Potentiometer 52 schließt eine drehbare Detektorwelle
ein und hat die Funktion, ein Signal auszugeben, welches einem Drehwinkel
entspricht, der seinerseits an der Detektorwelle erzeugt wird, und
zwar zu den Betriebssteuermitteln 80 hin, und stützt ein
Basisende des Feststellarms 51 mit Hilfe der Detektorwelle
schwenkbar ab.
-
Das
Basisende des Feststellarms 51 ist auf der Detektorwelle
des Potentiometers 52 abgestützt, und ein vorderer Endteil
des Armes 51 ist schräg
und nach abwärts
in einer Richtung aufgehängt,
die senkrecht zur Detektorwelle verläuft. Der vordere Endteil des
Feststellarms 51 erreicht eine angrenzende Position in
Z-Achsrichtung des Nähgutdrückerfußes 12 auf
der Oberseite der Stichplatte 15 und ist so angeordnet,
dass er am Nähgut
anliegt, das beim Nähvorgang
auf die Oberseite der Stichplatte 15 aufgelegt ist. Dementsprechend
dreht sich beim Nähvorgang der
Feststellarm 51 entsprechend der Dicke des Nähguts, und
die Detektorwelle des Potentiometers 52 auf der Basisendseite
gibt zu den Betriebssteuermitteln 80 ein Signal ab entsprechend
einem Drehwinkel in Abhängigkeit
von der Dicke. Die Betriebssteuermittel 80 berechnen die
Dicke des Nähguts
aus dem festgestellten Drehwinkel und einer Länge des Feststellarms 51,
die bekannt war.
-
(Aufbau der Betriebssteuermittel)
-
Die
Betriebssteuermittel 80 werden mit Bezug auf 3 beschrieben. 3 ist
ein Blockdiagramm mit der Darstellung eines Steuersystems der Differentialvorschubnähmaschine 10.
Zu allererst erfolgt eine Beschreibung der Umgebungsstruktur der Betriebssteuermittel 80.
-
Eine
in 3 dargestellte Betriebstafel 17 ist eine
Eingabe/Ausgabe-Vorrichtung
einschließlich von
Displaymitteln zur Darstellung eines vorbestimmten Bildes und einer
Berührungstafel,
die auf ihrem Displayschirm vorgesehen ist. Verschiedene Nähinformationsausgänge aus
den Betriebssteuermitteln 80 und verschiedene Einstellknöpfe werden
auf dem Displayschirm dargestellt, und die Berührungstafel fühlt einen
Eingabevorgang für
verschiedene Displayschalter ab und gibt durch einen Berührungsvorgang
zu den Betriebssteuermitteln 80 hin eine Information über die
Koordinaten einer die Eingabe anzeigenden Position ab. Die Betriebssteuermittel 80 speichern
einzelne Daten in jeder vorbestimmten Position eines Displaybereiches
entsprechend den Bilddaten, welche ausgegeben werden. Falls die
Position und die Koordinaten der Eingabeanzeigeposition miteinander
koinzidieren, ist es möglich,
Daten betreffend die Position abzulesen und zu erkennen, dass die
Daten ausgewählt
sind.
-
Ein
Schrittwechselschalter 92, der in 3 dargestellt
ist, dient dazu, aufeinander folgend einen Abschnitt (Schritt) umzuschalten,
der ein Eingabeeinstellobjekt sein soll, wenn das Kräuselausmaß in allen
Abschnitten eingestellt ist, die durch Unterteilung eines Nähbereichs
durch eine Bedienungsperson erhalten werden. Durch einen Eingabeschaltkreis 90, der
Seite an Seite mit dem Schrittwechselschalter 92 vorgesehen
ist, wird ein Signal entsprechend den Inhalten eines Vorgangs des
Schalters 92 in die Betriebssteuermittel 80 eingegeben.
-
Ein
Nähmaschinenstartpedal 91 ist
ein EIN/AUS-Eingabemittel zum Eingeben einer Instruktion zum Starten
des Nähmaschinenmotors 18 durch eine
Pedalbetätigung.
Durch einen Eingabeschaltkreis 89, der Seite an Seite mit
dem Nähmaschinenstartpedal 91 vorgesehen
ist, wird ein Signal entsprechend einem Vorgang des Nähmaschinenstartpedals 91 in
die Betriebssteuermittel 80 eingegeben.
-
Weiterhin
gibt das Potentiometer 52 ein Feststellsignal über einen
Eingangschaltkreis 93 an die Betriebssteuermittel 80 ab.
-
Die
Antriebsvorgänge
der Vorschubmotoren 61a, 61b und 75 werden
gesteuert basierend auf einem Drehwinkel entsprechend einem Steuersignal der
Betriebssteuermittel 80 durch Antriebsschaltkreise 85a, 85b bzw. 86.
-
Weiterhin
ist der Nähmaschinenmotor 18 ein Servomotor
und ein Antriebsvorgang desselben wird gesteuert basierend auf dem
Ausmaß einer
Rotation entsprechend dem Steuersignal der Betriebssteuermittel 80 durch
einen Antriebsschaltkreis 88. Weiterhin kann das Rotationsausmaß an einer
Winkeleinheit gesteuert werden. Deshalb können die Betriebssteuermittel 80 eine
laufende Drehwinkelposition des Nähmaschinenmotors 18 erkennen.
-
Die
Betriebssteuermittel 80 schließen ein: ein ROM 82,
in welches ein Steuerprogramm, Steuerdaten oder verschiedene Nähdaten zur
Ausübung verschiedener
Funktionen und Operationen, welche unten in der Differentialvorschubnähmaschine 10 beschrieben
werden, eingeschrieben werden, eine MPU 81, die ein Mikrocomputer
sein soll zur intensiven Steuerung des Vorgang jedes Teiles, beispielsweise
der ersten und zweiten Vorschubmotoren 61a und 61b,
des unteren Vorschubmotors 75, des Fadenspanner-Elektromagneten 19 und
des Nähmaschinenmotors 18 in Übereinstimmung
mit dem Steuerprogramm und zur Erzeugung von Displaydaten und Darstellung
derselben Daten auf einem Displayteil der Betriebstafel 17,
ein RAM 83 zum Abspeichern von Prozessdaten der MPU 81 und
verschiedener Daten in einem Arbeitsbereich, die bezogen sind auf
eine Bearbeitung der Einstellung des Kräuselausmaßes und eine Behandlung der
Kontraktionsvernähung,
sowie ein EEPROM 84 zum Aufzeichnen und Festhalten der
im RAM 83 gespeicherten Prozessdaten.
-
Weiterhin
ist das RAM 83 mit verschiedenen Arbeitsspeichern und Zählern versehen
und dient während
eines Nähvorganges
auch als ein Arbeitsbereich.
-
(Nähdaten)
-
Weiterhin
speichert das EEPROM 84 Nähdaten, auf welche verschiedene
Parameter zur Ausführung
des Kontraktionsvernähens
eingestellt sind.
-
4 zeigt
ein Beispiel einer Darstellung eines Displayschirms, der Indikativ
für die
Inhalte der Nähdaten
ist, und 5 ist eine Tabelle mit der Darstellung
der eingestellten Inhalte. Mit Bezug auf die Nähdaten wird eine Mehrzahl von
Nähabschnitten
in bestimmter Reihenfolge eingestellt, und Parameter, beispielsweise
das Ausmaß eines
Stichabstandes, ein Kräuselausmaß, eine
Fadenspannung, die Dicke eines Nähgutes
und die Stichzahl werden für
jeden Nähabschnitt
eingestellt. Weiterhin können
verschiedene Parameter ausgehend von der Betriebstafel neu eingestellt
werden oder können überschrieben oder
modifiziert werden.
-
4 und 5 zeigen
ein Beispiel von Nähdaten,
in welchen fünf
Nähabschnitte
eingestellt sind. Mehr im einzelnen: Im Beispiel des Displays in 4 ist
ein ringförmiger
Anzeigebereich in der Mitte eines Schirmes in Kreisbogenabschnitte
unterteilt mit Längen,
die jeweils den eingestellten Stichzahlen für jeden Abschnitt entsprechen,
wodurch sie jeden Nähabschnitt
darstellen, und das eingestellte Kräuselausmaß für jeden Abschnitt ist auf der
Innenseite der Kreisbögen
dargestellt.
-
Wie
oben beschrieben, wird der Nähabschnitt
beim Nähvorgang
geschaltet. Mit Bezug auf eine Steuerung beim Nähvorgang wird das Antriebsausmaß des unteren
Vorschubmotors 75 für
jeden Stich bestimmt, und zwar entsprechend dem eingestellten Ausmaß des Stichabstandes
für einen
laufenden Nähabschnitt,
die Antriebsausmaße
der oberen Vorschubmotoren 61a und 61b für jeden
Stich werden bestimmt durch das Ausmaß des Stichabstandes und das
Kräuselungsausmaß für jeden
Abschnitt, ein Antriebsstrom des Fadenspanner-Elektromagneten 19 wird
bestimmt ausgehend von einer Fadenspannung für jeden Abschnitt, und der
Nähvorgang
wird auf diese Weise ausgeführt.
Wenn der Nähabschnitt
geschaltet wird, wird weiterhin jeder Betätigen, beispielsweise der untere
Vorschubmotor 75 durch ein neues Ausmaß des Stichabstandes gesteuert.
-
Im
Nähvorgang
wird weiterhin der Nähabschnitt
durch drei Verfahren geschaltet. Mehr im einzelnen: es gibt Fälle, in
welchen (1) ein Übergang
zu einem nächsten
Nähabschnitt
automatisch ausgeführt
wird, wenn der Nähvorgang
entsprechend der Anzahl von Stichen durchgeführt wird, die auf jeden Nähvorgang
eingestellt ist, (2) der Übergang
zum nächsten
Nähabschnitt
dann ausgeführt
wird, wenn der Schrittwechselschalter 92 während des
Nähvorgangs
eingegeben wird, und (3) der Übergang
zum nächsten
Nähabschnitt
dann ausgeführt
wird, wenn die Dicke des Nähguts,
welche durch die Nähgutdicken-Feststellmittel 50 festgestellt
wird, eine Nähgutdicke
erreicht, die auf jeden Nähabschnitt
eingestellt ist. Obwohl ein Fall von (1) bis (3) ausgewählt und
vor dem Nähvorgang
voreingestellt wird, können
(1) und (2), (2) und (3), (1) und (3), und (1), (2) und (3) auch jeweils
kombiniert und ausgewählt
werden.
-
(Betriebssteuerung der
Betriebssteuermittel)
-
Als
nächstes
erfolgt eine Beschreibung einer Betriebssteuerung welche durch die
CPU 81 der Betriebssteuermittel 80 ausgeführt werden
soll.
-
Die
CPU 81 führt
ein vorbestimmtes Bearbeitungsprogramm aus, und liest hierbei einen
Parameter für
einen laufenden Abschnitt aus den Nähdaten ab, um bei einem Nähvorgang
eine Steuerung zur Einstellung der Motoren 85a, 85b und 86 auszuführen, und
für den
Fadenspanner-Elektromagneten 19, um vorbestimmte Antriebsausmaße oder
-ausgänge zu
haben entsprechend den Parameterbeträgen.
-
Wenn
der Nähabschnitt
voreingestellt ist, so dass er in Abhängigkeit von der Anzahl von
Stichen geschaltet werden soll, führt die CPU 81 darüber hinaus
ein vorbestimmtes Bearbeitungsprogramm aus, wobei sie hierdurch
die eingestellte Anzahl von Stichen für denselben Abschnitt abliest
und die Anzahl von Stichen ausgehend von einem Start des Abschnittes
beim Nähvorgang
zählt.
Wenn eine Zählung
die eingestellte Stichzahl erreicht, führt die CPU 81 eine
Steuerung für
einen Übergang
zu einem nächsten
Nähabschnitt
aus.
-
Wenn
der Nähabschnitt
so voreingestellt ist, dass er durch die Eingabe des Schrittwechselschalters 92 geschaltet
werden soll, führt
die CPU 81 weiterhin ein vorbestimmtes Bearbeitungsprogramm durch,
wodurch sie die Eingabe des Schrittwechselschalters 92 während des
Nähvorganges überwacht. Wenn
die Eingabe festgestellt wird, führt
die CPU 81 die Steuerung für den Übergang zum nächsten Nähabschnitt
durch.
-
Wenn
der Nähabschnitt
so voreingestellt ist, dass er entsprechend dem Wert der Dicke des
Nähgutes
eingestellt wird, führt
die CPU 81 weiterhin ein vorbestimmtes Arbeitsprogramm
aus, wodurch ein Ausgang des Potentiometers 52 festgestellt
wird, um einen Berechnungsprozess der Nähgutdicke beim Nähvorgang
auszuführen.
In dem Falle, in welchem die Dicke des Nähgutes, die in einem laufenden Nähabschnitt
eingestellt ist, mit der Dicke des Nähgutes verglichen wird, welche
berechnet wird, um den Schaltbedingungen zu genügen, basierend auf der eingestellten
Dicke des Nähguts,
führt die
CPU 81 weiterhin die Steuerung für den Übergang zum nächsten Nähabschnitt
aus.
-
6 ist
ein Schaubild mit der Darstellung der Beziehung zwischen der Dickenänderung
eines Nähgutes,
die festgestellt wird, und einem Schaltzustand, der beim Nähvorgang
eines dicken Nähgutes auf
der eingestellten Dicke des Nähgutes
basiert. Es ist eine Tendenz dargestellt, dass die Dicke des Nähguts graduell
in einer Richtung wächst,
in welcher die Vernähung
fortschreitet, und graduell abnimmt, wenn ein Maximalwert überschritten
ist. Für
ein solches Nähgut
sind die Schaltbedingungen, basierend auf eingestellte Nähgutdicken
von A bis E, wie in 5 gezeigt, eingestellt.
-
Mit
anderen Worten: Es ist ein Zustand eingestellt, dass die eingestellten
Nähgutdicken
von A, B und C in einem Abschnitt mit einem aufwärts gerichteten Gradienten überschritten
werden, und es ist ein Zustand eingestellt, dass die eingestellten
Nähgutdicken
von D und E in einem Abschnitt mit einem nach unten gerichteten
Gradienten nicht überschritten
werden.
-
Somit
werden der eingestellte Nähgutdickenwert
und der Schaltzustand in Abhängigkeit
von einer Veränderung
in der Dicke des Nähgutes
bestimmt, welche angenommen wird und sie sind in die Nähdaten inkorporiert.
(Erläuterung
des Betriebs der Nähmaschine)
-
7 ist
ein Flussdiagramm mit der Darstellung eines Nähvorgangs der Differentialvorschubnähmaschine 10,
basierend auf der Steuerung der Betriebssteuermittel 80.
Mit Bezug auf das Flussdiagramm wird der Nähvorgang der Differentialvorschubnähmaschine 10 beschrieben.
-
Bei
der Erläuterung
des Vorganges wird als Beispiel der Fall angenommen, in welchem
ein Modus zum Schalten eines Nähabschnittes
in Abhängigkeit
von der Anzahl von Stichen, ein Modus zur Ausführung des Schattens durch eine
Eingabe des Schrittwechselschalters 92 und ein Modus zum Schalten
des Nähabschnitts
durch die Feststellung einer Dicke eines Nähguts, die eingestellt ist,
gleichzeitig ausgewählt
werden, wodurch ein Nähvorgang ausgeführt wird.
-
Zu
allererst wird entschieden, ob das Nähmaschinenstartpedal 91 vorher
betätigt
ist oder nicht. Wenn das Nähmaschinenstartpedal 91 nicht
betätigt ist,
wird ein Eingabeabwartezustand hervorgebracht (Schritt S1: NEIN).
Wenn das Nähmaschinenstartpedal 91 betätigt ist
(Schritt S1: JA), wird weiterhin ein Antriebsvorgang des Nähmaschinenmotors 18 gestartet
(Schritt S2). Infolgedessen werden die Antriebsvorgänge der
Motoren 61a, 61b und 75 und der Fadenspanner 65 gestartet,
so dass sie in Übereinstimmung
mit jedem Parameter, der in einem ersten Nähabschnitt eingestellt ist,
gesteuert werden. Wenn der Nähmaschinenmotor 18 gestartet
wird, so dass er umläuft,
wird der laufende Drehwinkel des Nähmaschinenmotors 18 festgestellt,
und zwar durch einen Encoder, der Seite an Seite vorgesehen ist,
und es wird entschieden, ob eine Umdrehung abgeschlossen ist oder
nicht. Wenn eine Umdrehung nicht ausgeführt ist, wird die Feststellung
wiederholt bis eine Drehung abgeschlossen ist (Schritt S2: NEIN).
Wenn der Nähmaschinenmotor 18 entscheidet,
dass eine Rotation abgeschlossen ist (Schritt S3: JA), wird dem Stichzahlzähler im
RAM 83 eine Eins zugefügt
(S4).
-
Weiterhin
wird entschieden ob oder ob nicht ein gezählter Wert des Stichzahlzählers eine
Abschnittsstichzahl erreicht, die in einem laufenden Nähabschnitt
eingestellt ist. Wenn der gezählte
Wert die Abschnittstichzahl erreicht, geht der Prozess weiter zum
Schritt S8 (Schritt S5: JA). Wenn andererseits der gezählte Wert
des Stichzahlzählers
die Abschnittstichzahl, die im laufenden Nähabschnitt eingestellt ist,
nicht erreicht (Schritt S6: NEIN), wird die Dicke des Nähgutes ausgehend
von einem Ausgang des Potentiometers 52 errechnet. Dann
wird entschieden, ob oder ob nicht die Dicke des Nähgutes, die
festgestellt ist, einer Bedingung zum Schalten in einen nächsten Nähabschnitt
genügt
(Schritt S6). Wenn der Bedingung genügt ist, läuft der Prozess weiter zum
Schritt S8 (Schritt S6: JA).
-
Wenn
die Dicke des Nähgutes,
die festgestellt wird, der Bedingung zum Schalten in den nächsten Nähabschnitt
nicht genügt
(Schritt S6: NEIN), wird weiterhin entschieden, ob der Schrittwechselschalter 92 eingegeben
ist oder nicht. Wenn die Eingabe festgestellt wird, läuft der
Prozess weiter zum Schritt 58 (Schritt S7: JA). Wenn die
Eingabe nicht festgestellt wird, kehrt weiterhin der Prozess zum
Schritt S3 zurück,
in dem die Anzahl von Rotationen des Nähmaschinenmotors 18 wiederum
festgestellt wird (Schritt S7: NEIN).
-
Im
Schritt S8 wird entschieden, ob der laufende Nähabschnitt (Schritt) ein letzter
Abschnitt ist oder nicht. Wenn der laufende Nähabschnitt der letzte Abschnitt
ist (Schritt S8: JA), wird der Antriebsvorgang des Nähmaschinenmotors 18 angehalten,
so dass der Nähvorgang
beendet ist.
-
Wenn
der laufende Nähabschnitt
nicht der letzte Abschnitt ist (Schritt S8: NEIN), wird weiterhin die
Schrittschaltung ausgeführt,
und es erfolgt ein Übergang
zu einem nächsten
Nähabschnitt
(Schritt S9), und der Stichzahlzähler
wird gelöscht,
und der Prozess kehrt zum Schritt S3 zurück.
-
(Vorteil des Ausführungsbeispiels)
-
In
der Differentialvorschubnähmaschine 10 wird
der Nähabschnitt
in Abhängigkeit
von der festgestellten Dicke des Nähguts aufeinander folgend geschaltet,
und die oberen Vorschubmotoren 61a und 61b und
der untere Vorschubmotor 75, welche Steuerobjekte sein
sollen, werden auf der Basis von Parameterbeträgen gesteuert, beispielsweise
eine Stichabstandsweite, das Kräuselausmaß und eine
Fadenspannung, welche für
jeden Nähabschnitt
eingestellt sind. Infolgedessen werden ein geeignetes Kräuselausmaß und eine
geeignete Fadenspannung ausgewählt
entsprechend einem Wechsel in der Dicke des Nähguts, der am Werkstück erzeugt
wird, und ein dickes Nähgut
kann genau vernäht
werden. Somit läßt sich
die Nähqualität verbessern.
-
(Weiteres)
-
Ein
Fadenlockerungsmechanismus zur Reduzierung einer Länge des
Nadelfadens, welcher als zu vernähender
Faden dient, kann der Differentialvorschubnähmaschine 10 zugefügt werden.
Ein solcher Fadenlockerungsmechanismus umfasst ein Fadenlockerungsglied 55 zur Überkreuzung
einer vertikalen Bewegungsbahn, um eine Hin- und Herbewegung synchron
mit einer Vertikalbewegung der Nadel 11 auszuführen, und
der Nadelfaden, der von einer Nadellokalisierung des Nähguts zu
einer nächsten Nadellokalisierung
verlegt ist, wird veranlasst, mit Hilfe des Fadenlockerungsgliedes
einen Umweg zu machen, so dass der Nadelfaden entsprechend der Umwegbahn
gelockert werden kann.
-
In
dem Fall, in welchem der Fadenlockerungsmechanismus vorgesehen wird,
wird der Nähgutdrücker 12,
ausgehend von einer Nadellokalisierung, wie in 8 dargestellt,
verschoben.
-
Das
Fadenlockerungsglied 55 schließt einen Schrittmotor ein,
der in Z-und Y-Achsrichtung
hin- und herbeweglich gelagert ist, und dazu dient, das Fadenlockerungsglied
in den jeweiligen Richtungen zu bewegen.
-
Das
Fadenlockerungsglied 55 führt einen Fadenlockerungsvorgang
durch den Antriebsvorgang des Schrittmotors in der Z-Achsrichtung
aus, und das Ausmaß der
Fadenlockerung ist durch das Ausmaß des Antriebs in der Y-Achsrichtung definiert. Mit
anderen Worten: Es wird eine Fadenlockerungsfrequenz durch den Antriebsvorgang
des Schrittmotors in der Z-Achsrichtung bestimmt, und das Fadenlockerungsausmaß ist durch
das Antriebsausmaß des
Schrittmotors in der Y-Achsrichtung bestimmt.
-
Dementsprechend
wird das Antriebsausmaß des
Schrittmotors in Y-Achsrichtung
zum Antreiben des Schrittmotors in Z-Achsrichtung mit einem Verhältnis von
einmal alle Stichzahlen und Regulierung des Fadenlockerungsausmaßes als
ein Parameter für
jeden Nähabschnitt
der Nähdaten
eingestellt.
-
Dementsprechend
wird das Fadenlockerungsausmaß für jeden
Nähabschnitt
derart gesteuert, dass der Nähvorgang
ausgeführt
wird.
-
Durch
Hinzufügen
des Fadenlockerungsmechanismus ist es somit möglich, den Fadenlockerungsmechanismus
zu steuern basierend auf dem Fadenlockerungsausmaß, das für jeden
Nähabschnitt
eingestellt ist, und den Nähvorgang
mit einem geeigneten Fadenlockerungsausmaß entsprechend einer Änderung
der Dicke des Nähgutes
auszuführen,
welche am Nähgut
erzeugt wird, wodurch ein geeignetes Fadenlockerungsausmaß aufrechterhalten wird,
und zwar auch in einem sogenannten Vorgang zum Nähen eines dicken Nähguts. Somit
kann die Nähqualität weiterhin
verbessert werden.