-
Die
Erfindung betrifft ein faltbares Tisch- und Sitzmöbel nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
-
Es
ist bekannt, ein faltbares Tisch- und Sitzmöbel dadurch zu realisieren,
indem die paarweisen Beine des Möbels
mittels eines Scherengelenkes miteinander verbunden sind. Zwischen
den Beinen wird beim Öffnen
des Scherengelenkes eine Sitz- oder Beistellfläche aufgefaltet, indem beispielsweise eine
textile Bespannung gestrafft oder eine feste Sitz- oder Beistellfläche über die
geöffneten
Schenkel des Scherengelenkes geklappt wird. Eine textile Bespannung
bietet den Vorteil, dass diese beim Zusammenfalten des Möbels problemlos
einfaltbar ist und keine Platz- bzw. Verstauprobleme verursacht.
Andererseits ist eine textile Bespannung als Beistellfläche völlig ungeeignet
und erweist sich mitunter auch als Sitzfläche als nicht optimal und massiv
genug. Massive oder zumindest starre Sitz- oder Beistellflächen erweisen
sich hier als weitaus zweckmäßiger. Allerdings
zeigt es sich, dass diese auch beim zusammengefalteten Zustand des
Möbels
oftmals einen sehr großen
Platzbedarf einnehmen. Bei größeren Lagerbeständen der
Möbel erweist
sich auch die ungenügende
Stapelfähigkeit
der gelagerten Möbel
als nachteilig. Zudem müssen
die Beistell- oder Sitzflächen
oftmals mit geeigneten Festellmitteln, wie Haken o der Verspannungen
am Gestell des aufgefalteten Möbels
arretiert werden, wobei die Stabilität des Möbels vom Zustand der Feststellmittel
abhängt.
Einschlägig
bekannte Möbel
dieser Art lassen sich entweder nicht in eine für den Lagerzustand zweckmäßige Stellung
bringen und sind damit nicht oder nur unzureichend verstaufähig. Dies
liegt unter anderem auch daran, dass die Nutzflächen, d. h. Sitzflächen oder
Beistellflächen
sowie Lehnen, der Möbel übermäßig viel
Stauraum benötigen.
Diese müssen
bei den bekannten Ausführungsformen
in der kompletten Größe umgeklappt
werden. In dieser Stellung sind diese Flächen meist nicht justiert und
können
beim Transport oder Stapeln frei schwingen. Dies stellt eine Unfallquelle
dar. Daher muss oft zu zusätzlichen Arretiermitteln,
wie Haken, Verspannungen und dergleichen, gegriffen werden.
-
Es
ergibt sich somit die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, ein
faltbares Tisch- und Sitzmöbel
mit einer starren Beistell- oder Sitzfläche anzugeben, dass einfach
aus- und einfaltbar ist, im zusammengefalteten Zustand eine kompakte,
stapelfähige
Form aufweist und im aufgefalteten Zustand auf einfache konstruktive
Weise eine stabile Benutzung ohne zusätzliche Feststellmittel ermöglicht.
-
Die
Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei
die Unteransprüche
zweckmäßige bzw.
vorteilhafte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Gegenstandes
beinhalten.
-
Bei
dem geöffneten
Scherengelenk bildet die entfaltete Anordnung aus der ersten und
der zweiten Gestellbaugruppe durch deren Eigengewicht ein in sich
stabiles und blockiertes Widerlager. Dabei nimmt die mindestens
eine Plattenbaugruppe eine horizontale und durch die Stellung der
paarweisen Beine der jeweils anderen Gestellbaugruppe stabile Lage
ein.
-
Der
Erfindung liegt das Prinzip zu Grunde, mit einem Minimum an Bauteilen
und ohne zusätzliche
Befestigungs- oder Arretiermittel ein faltbares Tisch- und Sitzmöbel zu schaffen,
das durch seine Konstruktion leicht entfaltbar und in sich stabil
ist. Dies kann in zwei unterschiedlichen Ausführungsformen ausgeführt werden,
die im folgenden näher
beschrieben werden.
-
In
Einzelnen handelt es sich hierbei um eine Variante mit einer ebenen
Nutzfläche,
die insbesondere als lehnenloser Hocker oder als Tisch verwendbar
ist und eine zweite Variante mit einer zu dieser in einem Anstellwinkel
befindlichen zweiten Nutzfläche, wobei
diese Variante als Stuhl mit Lehne verwendet werden kann. In beiden
Fällen
stellt die jeweilige Gestellbaugruppe für die andere Gestellbaugruppe
die Justierung und Stabilisierung bereit. Das entsprechende Widerlager
wird dabei auf unterschiedliche Weise verwirklicht.
-
Bei
dem geöffneten
Scherengelenk sind die ersten paarweisen Holme in paralleler Richtung
mit den zweiten paarweisen Holmen so ineinander geschoben, dass
die Plattenbaugruppen der einen Gestellbaugruppe jeweils auf den
paarweisen Holme der anderen Gestellbaugruppe aufliegen. Bei dem geschlossenen
Scherengelenk liegen die paarweisen Beine jeder Gestellbaugruppe
innerhalb einer Ebene. Im zusammengefalteten Zustand bildet demnach
das faltbare Tisch- und Sitzmöbel
eine kompakte, im wesentlichen quaderförmige und flache Form, bei
der sich die Beine und Holme in einer Ebene befinden und die Plattenbaugruppen
die zueinander parallelen sandwichartigen Grund- und Deckflächen des
dabei entstehenden Körpers
bilden. Dieser Körper
ist sehr gut stapelfähig
und lagerbar. Im aufgefalteten Zustand ruhen die Plattenbaugruppen
jeweils auf den Holmen der anderen Gestellbaugruppe, während die
dreieckförmig
geöffneten
Beine eine stabile standfeste Konstruktion bilden. Das aufgefaltete
Möbel ist
durch das Eigengewicht der gesamten Konstruktion in sich stabil
und weist insbesondere eine starre und belastbare sowie ebene Beistell-
bzw. Sitzfläche
auf. Diese Variante ist insbesondere als entfaltbares Tischmöbel oder
auch als entfaltbare Sitzgelegenheit ohne Lehne verwendbar.
-
Bei
dieser Ausführungsform
wird somit eine ebene Nutzfläche
geschaffen, die in einer Richtung verläuft. Im entfalteten Zustand
wird eine gemeinsame plane Fläche
gebildet, die auf dem durch die jeweils andere Gestellbaugruppe
gebildeten Widerlager ruht.
-
Die
paarweisen Beine der ersten Gestellbaugruppe und/oder die paarweisen
Beine der zweiten Gestellbaugruppe weisen zur Versteifung eine erste Längsverstrebung
auf. Im zusammengefalteten Zustand beeinträchtigt die Längsverstrebung
aufgrund ihrer Lage die kompakte Form des Möbels nicht.
-
An
den paarweisen Beinen mindestens einer Gestellbaugruppe ist bei
einer zweckmäßigen Ausführungsform
eine zusätzliche,
schräg
zur Längsrichtung
der Beine orientierte zweite Längsverstrebung vorgesehen.
Dadurch wird die Anordnung noch zusätzlich versteift, wobei die
kompakte zusammengefaltete Form des Möbels nicht beeinträchtigt wird.
-
Der
paarweise Drehpunkt der zweiten Gestellbaugruppe ist zweckmäßigerweise
in Form eines die paarweisen Beine verbindenden längenjustierbaren
Verbindungsholmes ausgebildet. Der Verbindungsholm ermöglicht eine
zusätzliche
Versteifung in Längsrichtung
und dient einer genauen Längenjustage
der Gestellbaugruppe.
-
Die
paarweisen Holme der ersten oder der zweiten Gestellbaugruppe weisen
zweckmäßigerweise
Arretierungszylinder für
einen formschlüssigen Eingriff
in mindestens eine in der Plattenbaugruppe der jeweils jeweils anderen
Gestellbaugruppe eingebrachte Ausnehmung für eine Verschiebesicherung in
Längsrichtung
auf. Dadurch wird bei dem entfalteten Möbel ein gegenseitiges Verschieben
der nun als Beistellfläche
oder Sitzfläche
entfalteten Plattenbaugruppen in Längsrichtung verhindert und
die Anordnung zusätzlich
versteift.
-
Bei
einer weiteren Ausführungsform
besteht die erste Gestellbaugruppe aus einer paarweisen Anordnung
verlängerter
Holme mit einer die Holme verbindenden Lehnenfläche und einem an den verlängerten
Holmen paarweise eingearbeiteten rückseitigen Stützlager.
Dabei stehen die paarweisen Holme der zweiten Gestellbaugruppe über endständige Rastpunkte
mit dem rückseitigen
Stützlager
im Eingriff.
-
Eine
derartige Ausführungsform
ist als eine Sitzgelegenheit mit Lehne verwendbar.
-
Das
rückseitige
Stützlager
ist in einer zweckmäßigen, die
gesamte Anordnung stabilisierenden Ausführungsform in Form einer paarweisen
Rastnut mit einer unterlegten Verbindungsstrebe ausgebildet.
-
Die
endständigen
Rastpunkte an den Holmen der zweiten Gestellbaugruppe sind in einer
vorteilhaften, die Anordnung zusätzlich
stabilisierenden Ausführungsform
als Abschnitte einer sich zwischen den Holmen erstreckenden Rastschiene
ausgebildet.
-
Die
paarweisen verlängerten
Holme weisen zweckmäßigerweise
je eine Aussparung auf, die im zusammengefalteten Zustand des Möbels die
enständigen
Rastpunkte aufnehmen. Dadurch wird die kompakte, stapelfähige Form
des zusammengefalteten Möbels
nicht beeinträchtigt.
-
Das
Tisch- und Sitzmöbel
soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
den 1a bis 16c näher erläutert werden. Es
werden für
gleiche oder gleich wirkende Teile die selben Bezugszeichen verwendet.
Es zeigt:
-
1a eine
erste beispielhafte Ausführungsform
für eine
erste Gestellbaugruppe,
-
1b eine
erste beispielhafte Ausführungsform
für eine
zweite Gestellbaugruppe,
-
1c eine
zweite beispielhafte Ausführungsform
für die
erste Gestellbaugruppe mit verlängertem
Holm,
-
1d eine
zweite beispielhafte Ausführungsform
für die
zweite Gestellbaugruppe,
-
2 eine
beispielhafte Darstellung der ersten Gestellbaugruppe,
-
3 eine
beispielhafte Darstellung der zweiten Getellbaugruppe,
-
4a eine
Darstellung des zusammengefalteten Möbels in einer Ansicht von oben,
-
4b eine
Seitenansicht und eine Vorderansicht des zusammengefalteten Möbels,
-
5a eine
Darstellung eines ersten Entfaltungsschrittes in einer Seitenansicht,
-
5b eine
Darstellung des ersten Entfaltungsschrittes in einer Ansicht von
vorn,
-
6 eine
Darstellung des ersten Entfaltungsschrittes in einer Ansicht von
oben,
-
7a eine
Darstellung des zweiten Entfaltungsschrittes in einer Seitenansicht,
-
7b eine
Darstellung des zweiten Entfaltungsschritte in einer Ansicht von
vorn,
-
8 eine
Darstellung des zweiten Entfaltungsschrittes in einer Ansicht von
oben,
-
9 eine
Gesamtdarstellung eines entfalteten Möbels in einer Seitenansicht,
-
10 eine
Gesamtdarstellung eines entfalteten Möbels in einer Ansicht von vorn,
-
11 eine
Gesamtdarstellung eines entfalteten Möbels in einer Ansicht von oben.
-
12 eine
detaillierte Darstellung der zweiten Ausführungsform der ersten Gestellbaugruppe,
-
13 eine
detaillierte Darstellung der zweiten Ausführungsform der zweiten Gestellbaugruppe,
-
14a eine Darstellung der zweiten Ausführungsformen
der ersten und zweiten Gestellbaugruppe im verbundenen und zusammengefalteten Zustand,
-
14b eine Darstellung der zweiten Ausführungsformen
der ersten und zweiten Gestellbaugruppe bei einem ersten Entfaltungsschritt,
-
15 eine
Darstellung der Ausführungsformen
aus 14a und 14b beim Öffnungsvorgang,
-
16a eine Ansicht der entfalteten Ausführungsform
aus den 14a bis 15 in
einer Seitenansicht,
-
16b eine Ansicht der entfalteten Ausführungsform
aus den 14a bis 15 in
einer Ansicht von hinten,
-
16c eine Ansicht der entfalteten Ausführungsform
aus den 14a bis 15 in
einer Draufsicht
-
1a zeigt
eine erste Ausführungsform
der ersten Gestellbaugruppe a mit einer Darstellung der gesperrten
Bewegungsrichtungen und der Widerlagerabschnitte beim entfalteten
Möbel, 1b zeigt diese
Richtungen und Abschnitte bei der ersten Ausführungsform der zweiten Gestellbaugruppe
i. Die in den Fi guren mit W1 bezeichneten
Abschnitte verhindern als Widerlager Bewegungen der jeweils anderen
Gestellbaugruppe. Die mit gR bezeichneten Bewegungsrichtungen der
Gestellbaugruppen werden durch die jeweiligen Widerlager verhindert.
Im einzelnen werden die Widerlager bei den Ausführungsformen aus 1a und 1b durch
die weiter unten näher
beschriebenen Holme der Gestellbaugruppen a und i gebildet. Dabei
werden abklappende Bewegungen der Beistellflächen sowie ein Verschieben der
Beistellflächen
nach übereinander
verhindert. Die für
die Stabilität
derartiger Möbel
unerwünschten Freiheitsgrade
der Bewegung der Gestellbaugruppen sind somit vollständig ausgeschlossen.
-
1c zeigt
eine zweite Ausführungsform der
ersten Gestellbaugruppe a', 1d zeigt
eine zweite Ausführungsform
der zweiten Gestellbaugruppe i'.
Bei der im folgenden noch näher
beschriebenen Ausführungsform
aus 1c wird durch ein Widerlager W2 ein Abklappen
des in der Figur dargestellten verlängerten Holms in die Horizontale
verhindert. Das Widerlager W2 befindet sich an der in 1d dargestellten
Gestellbaugruppe i'.
Deren Zusammenfallen wird durch das Widerlager W2 verhindert.
Die gesperrten Bewegungsrichtungen gR bei der zweiten Gestellbaugruppe
i' umfassen ein
Herabklappen des horizontalen Holmes bzw. ein Weggleiten der Beine der
zweiten Gestellbaugruppe i' auf
der Unterlage.
-
2 zeigt
beispielhaft die erste Gestellbaugruppe a im Detail. Die Baugruppe
besteht aus zwei paarweisen Beinen a1, die einen Gelenkpunkt I für ein Scherengelenk
aufweisen. An paarweisen zweiten Drehpunkten II ist jeweils
ein Holm a3 schwenkbar befestigt. Die Holme a3 sind paarweise gestaltet und
starr über
die Plattenbaugruppe a2 miteinander verbunden. Eine Längsverstrebung
a4 sichert die notwendige Stabilität der Gestellbaugruppe a, insbesondere
eine gleichmäßige Stellung
der Beine a1. Die paarweisen Holme a3 weisen je einen Arretierungszylinder
a7 auf. Die Arretierungszylinder bilden eine innenliegende Längsverriegelung
des Möbels. Die
Plattenbaugruppe a2 mit den Holmen a3 kann um die Drehpunkte II vollständig in
Richtung des in der Figur gezeigten Pfeiles verschwenkt werden.
Die Holme a3 sind auf der Außenseite
der paarweisen Beine a1 angeordnet.
-
3 zeigt
beispielhaft die zweite Gestellbaugruppe i. Diese besteht aus paarweisen
Beinen i1 mit paarweisen Drehpunkten I zum Herausbilden
eines Scherengelenks in Verbindung mit den Beinen a1 der ersten
Gestellbaugruppe a. An paarweisen Drehpunkten III sind
die paarweisen Holme i3 der zweiten Gestellbaugruppe schwenkbar
befestigt. Die paarweisen Holme i3 können in Richtung des in der Figur
gezeigten Pfeiles vollständig
in Richtung der paarweisen Beine i1 eingeschwenkt werden. Bei der zweiten
Gestellbaugruppe i sind die Holme i3 auf der Innenseite der Beine
i1 angeordnet. Für
eine bessere Längenjustage
ist zwischen den paarweisen Drehpunkten III ein Verbindungsholm
i6 vorgesehen. Diese besteht beispielsweise aus einem Grundkörper mit
einem beliebigen Material, in den ein längenverstellbarer Bolzen, beispielsweise
ein Gewindebolzen, eingeschoben ist.
-
Die
Plattenbaugruppe i2 der zweiten Gestellbaugruppe entspricht in ihrem
Aufbau der Plattenbaugruppe a2 aus 2. Sie weist
jedoch anstelle der in 2 gezeigten Arretierungszylinder
Ausnehmungen i8 auf, in die die Arretierungszylinder a7 aus 2 formschlüssig eingreifen
können.
Die Ausnehmungen i8 bilden die zweite Komponente der innen liegenden
Längsverriegelung
und wirken somit mit den genannten Arretierungszylindern zusammen.
-
Die
zweite Gestellbaugruppe i weist ebenfalls eine Reihe von Versteifungen
auf. Die erste Versteifung in Form einer Längsverstrebung i4 entspricht in
ihrer Funktion der Längsverstrebung
a4 in der Gestellbaugruppe aus 2. Eine
zweite Längsverstrebung
i5 erstreckt sich in einer diagonalen Richtung ebenfalls zwischen
den Beinen i1 der zweiten Gestellbaugruppe.
-
Die 4a und 4b zeigen
das erfindungsgemäße Tisch-
und Sitzmöbel
im zusammengefalteten Zustand. 4a zeigt
den dabei entstehenden kompakten stapelförmigen Körper in einer Ansicht von oben. 4b zeigt
links eine Seitenansicht des zusammengefalteten Möbels, und
rechts eine Ansicht von vorn mit Blick auf die herab geklappten
Plattenbaugruppen. Wie aus 4a hervorgeht, befinden
sich die Beine i1 und Holme i3 der zweiten Gestellbaugruppe innerhalb
der Holme a3 und Beine a1 der ersten Gestellbaugruppe. Die zweite
Gestellbaugruppe bildet dabei eine innere Gestellbaugruppe, während die
erste Gestellbaugruppe eine äußere Gestellbaugruppe
darstellt. Die Holme a3 und i3 und in Verbindung damit die Plattenbaugruppen
a2 und i2 sind um die Drehpunkte II und III der
jeweiligen Gestellbaugruppen seitlich herabgeklappt. Zu erkennen sind
in 4a zusätzlich
die Ausnehmungen a7.
-
4b zeigt
links eine Seitenansicht des zusammengefalteten Möbels. Zu
erkennen ist einer der Holme a3 der ersten Gestellbaugruppe a sowie
einer der Gelenkpunkte I dieser Gestellbaugruppe. Weiterhin
ist eines der Beine a1 gezeigt, das von dem herab geklappten Holm
a3 teilweise verdeckt ist. An den Seiten sind die Plattenbaugruppen
a2 und i2 zu erkennen. Im rechten Teil von 3b ist
eine Vorderansicht des zusammengefalteten Möbels gezeigt. Zu erkennen ist
die Lage der paarweisen Holme a3 und i3 der entsprechenden Gestellbaugruppen,
die paarweisen Beine a1 und i1 der Gestellbaugruppen sowie der Verbindungsholm
i6 der zweiten Gestellbaugruppe. Weiterhin zeigt die Vorderansicht
die Versteifung a4 der ersten Gestellbaugruppe und die im Hintergrund
verlaufende, teilweise verdeckte Verstrebung i5 der zweiten Gestellbaugruppe.
-
Die 5a und 5b zeigen
einen ersten Entfaltungsschritt des Möbels in einer Seitenansicht und
einer Ansicht von vorn. Das Entfalten des Möbels beginnt wie aus 5a zu
entnehmen ist, mit einem Ausschwenken der paarweisen Holme a3 bzw.
i3 der jeweiligen Gestellbaugruppen um die Drehpunkte II bzw. III.
Die Holme werden mindestens bis zu einem Winkel von 90° ausgeschwenkt.
Dadurch werden die Plattenbauteile a2 und i2 im wesentlichen parallel zum
Boden orientiert.
-
4b zeigt
diesen Entfaltungszustand in der Vorderansicht. Zu erkennen sind
die durch die hochgeklappten Plattenbaugruppen nun freigelegten Verstrebungen
a4 und i5 sowie die paarweisen Beine a1 und i1 der jeweiligen Gestellbaugruppen.
-
6 zeigt
das Möbel
nach dem ersten Entfaltungsschritt in einer Ansicht von oben. Zu
erkennen sind die herausgeschwenkten Holme a3 und i3 der jeweiligen
Gestellbaugruppen in Verbindung mit den Plattenbaugruppen a2 und
i2. Weiterhin ist der Verbindungsholm i6 der zweiten Gestellbaugruppe erkennbar.
-
Die 7a und 7b zeigen
den zweiten Entfaltungsschritt des Möbels. Wie insbesondere aus 7a erkennbar
ist, werden die ausgeklappten Holme a3 und i3 sowie die an ihnen
befestigten Plattenbaugruppen durch eine Einwärtsbewegung ineinander geschoben.
Dabei öffnet
sich das Scherengelenk I und die Beine a1 und i1 der ersten
und zweiten Gestellbaugruppe werden dabei aufgespreizt. Die Plattenbaugruppen
a2 und i2 schieben sich bei diesem Spreizvorgang über die
Holme der jeweils anderen Gestellbaugruppe und werden anschließend durch diese
in der nun erreichten horizontalen Lage gehalten. 7b zeigt
den Einschubvorgang in einer Ansicht von vorn. Hierbei stellt jede
Plattenbaugruppe für
die jeweils gegenüberliegende
Plattenbaugruppe das Widerlager dar. Die Kraft wird über die
Arretierungszylinder der Längsverriegelung
an die jeweils andere Gestellbaugruppe weitergegeben.
-
Besonders
gut ist der beschriebene zweite Entfaltungsschritt aus 8 ersichtlich. 8 zeigt eine
Darstellung des zweiten Entfaltungsschritts in einer Ansicht von
oben. Zu erkennen sind die Plattenbaugruppen a2 und i2 sowie die
Holme a3 und i3. Wie aus 8 ersichtlich werden die freien
Abschnitte der Holme unter die Plattenbaugruppen der anderen Gestelleinheit
untergeschoben. Darüber
hinaus zeigt 8 auch die Funktionsweise der
innenliegenden Längsverriegelung
mit den Arretierungszylindern a7 und den Ausnehmungen i8. Beim Zusammenschieben
der Plattenbaugruppen greifen die Arretierungszylinder formschlüssig in
die entsprechenden Ausnehmungen ein und verhindern damit eine Längsverschiebung
der Plattenbaugruppen beim vollständig entfalteten Möbel.
-
9 zeigt
eine Gesamtansicht des entfalteten Möbels in einer Seitendarstellung.
Das Scherengelenk I ist vollständig geöffnet, die Beine a1 und i1 der
Gestellbaugruppen sind vollständig
aufgespreizt. Die Plattenbaugruppen a2 und i1 sind zueinander geschoben
und bilden eine geschlossene Beistell- oder Sitzfläche und
gleichzeitig für
die jeweils gegenüberliegende
Fläche
damit verbunden die gesamte gegenüberliegende zweite Hälfte der
Beistell- oder Sitzfläche,
das Widerlager und die Absperrung der Bewegungsrichtung beim Aufklappen
der Konstruktion über
das benötigte
Maß hinaus.
Die Arretierungszylinder a7 greifen in die Ausnehmungen i8 ein.
Die Höhe
der Arretierungszylinder ist zweckmäßigerweise etwas geringer als
die Dicke der beiden Plattenbaugruppen. Die Plattenbaugruppen a2
und i2 liegen auf den ineinander geschobenen Holmen a3 und i3 auf.
Die Verstrebungen a4 und i4 sowie die Verstrebung i5 stabilisieren
die Anordnung zusätzlich.
Das entfaltete Möbel
ist aufgrund seines Eigengewichtes stabil und benötigt keine
zusätzlichen
Befestigungsmittel wie Verschlusshaken und dergleichen.
-
10 zeigt
das aufgefaltete Möbel
in einer Ansicht von vorn. Zu erkennen sind die paarweisen Beine
a1 und i1, die beide Beine verbindenden Scherenge lenke I sowie
die Drehpunkt II und III. Weiterhin sind die Holme
a3 und i3 sowie verdeckt die Arretierungszylinder a7 dargestellt.
Der Verläufe
der Versteifung a4 und der Verstrebung i5 sind ebenfalls aus der
Figur zu entnehmen.
-
11 zeigt
das aufgefaltete Möbel
in einer Ansicht von oben. Dargestellt sind die Plattenbaugruppen
a2 und i2, die gemeinsam eine Beistell- oder Sitzfläche bilden,
sowie die Arretierungszylinder a7 und die Ausnehmungen i8, die ein
Verrutschen der Plattenbaugruppen In Längsrichtung verhindern. Darunter
sind die Holme a3 und i3 angedeutet. Eine Reihe von starren Befestigungspunkten
a10 bzw. i10 verbindet die entsprechenden Plattenbaugruppen a2 und
i2 mit den jeweiligen Holmen a3 bzw. i3. Die Arretierungszylinder
a7 stehen mit den Ausnehmungen i8 im formschlüssigen Eingriff.
-
Im
folgenden wird eine zweite Ausführungsform
des Sitz- und Tischmöbels
beschrieben. Bei dieser Variante handelt es sich um einen Stuhl
mit einem Lehnenteil. Da das zugrundeliegende Prinzip das selbe
wie bei der bereits ausführlich
weiter oben beschriebenen ersten Ausführungsform ist, wird an dieser
Stelle auf eine Wiederholung der Beschreibung gleicher Funktionsweisen
gleicher Bauteile verzichtet und lediglich ergänzend die anders gelagerte
Mechanik und Lage sich unterscheidender Bauteile und deren Funktionen
beschrieben.
-
Wie
aus den 1c und 1d ersichtlich ist,
sind zwei erste paarweise Holme der inneren Plattenbaugruppe über einen
ersten paarweisen Drehpunkt mit deren paarweisen Beinen der inneren Gestellbaugruppe
verbunden. Zwei zweite paarweise Beine der zweiten äußeren Baugruppe
sind über
einen paarweisen Drehpunkt mit den paarweisen Beinen der ersten
Gestellbaugruppe verbunden. Diese Beine der äußeren Baugruppe haben kein
weiteres bewegliches Teil mit dem sie verbunden sind. Diese Beine
sind länger
als die ersteren der ersten Gruppe und bilden in Folge ihrer einseitigen
Verlängerung nach
oben das tragende Element für
eine Lehne.
-
Dabei
sind bei dem geöffneten
Scherengelenk die paarweisen Holme der inneren Baugruppe, die in
waagerechter Richtung liegen teilweise zu ca. 40% in die zweiten
paarweisen Holme der äußeren Baugruppe
unter einem fest bestimmten stumpfen Winkel hineingeschoben.
-
An
der Rückseite
der Holme/Beine der äußeren Baugruppe
werden die Holme der inneren Baugruppe daran gehindert, in Lastrichtung
nach vorne auszuweichen.
-
Dies
geschieht durch einen Querriegel, der in den Holmen der inneren
Baugruppe eingelassen ist, und auf einem weiteren Querriegel, der
jedoch an entsprechender Stelle in den Holmen des äußeren Bauteils
eingelassen ist, in der vorgesehen Widerlagerstellung zu liegen
kommt. Dabei ist einerseits die Sitzfläche, die nur von den Holmen
des inneren Bauteils getragen wird und andererseits die Stellung
der Anlehnfläche,
die nur von den Beinen/Holmen der äußeren Baugruppe getragen wird,
so festgestellt, dass eine weitere Bewegung in Belastungsrichtung nicht
möglich
ist.
-
Dadurch
wird der paarweise verlängerte Holm
und Träger
für die
Lehne, der äußeren Baugruppe
im Prinzip vom paarweisen Holm und Träger der Sitzfläche der
inneren Baugruppe justiert, die abzuleitende Kraft, die auf die
Rückenlehne
wirkt, an die Sitzfläche
abgegeben und durch die hier senkrecht wirkende Belastung der Sitzfläche kompensiert. Das
selbe gilt für
die nach unten gerichtete Last auf der Sitzfläche in umgekehrter Reihenfolge.
Die Lasten der beiden Baugruppen heben sich also durch diese Konstruktion
im Belastungszustand gegenseitig auf, wobei die Kraftübertragung über eingelassene
Querriegel, die im statischen Sinn nichts anderes als Hebel darstellen,
erfolgt.
-
Diese
beiden paarweise angeordneten statischen Hebel bilden gemeinsam
mit den paarweisen Gelenken, welche auf einer Achse liegen und mit dem
beide Baugruppen verbunden sind, eine konstruktive Einheit. Jedes
Hebelpaar stellt mit dem dazugehörigen
Drehpunkt des Scherengelenks ein starres Dreieck dar.
-
Da
sich die Holme der beiden Baugruppen bauartbedingt, weil sie sich
beim Vorgang des Einklappens in die „Lager-Stellung" bzw. beim Ausklappen
aneinander vorbei bewegen können
müssen
und nicht berühren
können
wurde dieses Problem mittels der vorbeschriebenen Querriegel gelöst. Diese
Querriegel verbinden die jeweils paarig angeordneten Holme einer
Baugruppe starr miteinander, wobei diese zur besseren Kraftübertragung
jeweils im entsprechenden Holm eingelassen sind.
-
Durch
die spezielle Lage der Riegel ist einerseits die Kraftübertragung
in beiden auftretenden Kraftrichtungen gewährleistet und andererseits
versperren sie nicht den Klappvorgang. Desweiteren justieren die
seitlich überstehenden
Riegel die Stellung des Gesamtbauteils in der „Lager-Stellung" im eingeklappten
Zustand.
-
Da
sich die gesamte Justierung in Richtung des Querschnitts der Konstruktion
außerhalb
der Nutzfläche,
seitlich-dezentral abspielt, kann dabei auch von einer „außen liegenden
Querverriegelung" gesprochen
werden.
-
Im
zusammengefalteten Zustand bildet auch diese Gesamtkonstruktion
nach Variante 2 mit einer außen
liegende Querverriegelung einen im wesentlichen quaderförmigen Raum
einnehmenden flachen Körper.
-
Auch
dieser Körper
ist sehr gut stapelfähig und
lagerbar. Im aufgefalteten Zustand ruhen die in verschiedener Stellung
befindlichen Baugruppen jeweils auf den überstehenden Querriegeln auf
deren gesamter Berührungsfläche der
anderen Gestellbaugruppe, die dezentral an der Hinterseite des Gesamtbauteils
angebracht sind, auf, während
die dreieckförmig
geöffneten
Beine, von denen auf jeder Seite je ein Bein gleichzeitig als Holm/Lehne
dient, eine stabile standfeste Konstruktion bilden.
-
Das
aufgefaltete Möbel
ist durch das Eigengewicht der gesamten Konstruktion in sich stabil
und weist insbesondere eine starre und belastbare sowie ebene Sitz-
bzw. Anlehnfläche
auf.
-
Die
paarweisen Beine der inneren Gestellbaugruppe und/oder die paarweisen
Beine/Holme der äußeren Gestellbaugruppe
weisen zur Versteifung eine erste Längsverstrebung auf. Im zusammengefalteten
Zustand beeinträchtigt
die Längsverstrebung
aufgrund ihrer Lage die kompakte Form des Möbels nicht.
-
An
den paarweisen Beine mindestens einer Gestellbaugruppe ist bei einer
zweckmäßigen Ausführungsform
eine zusätzliche,
schräg
zur Längsrichtung
der Beine orientierte zweite Längsverstrebung vorgesehen.
Dadurch wird die Anordnung noch zusätzlich versteift, wobei die
kompakte zusammengefaltete Form des Möbels nicht beeinträchtigt wird.
-
12 zeigt
die zweite Ausführungsform
der ersten Gestellbaugruppe a' im
Detail. Die Gestellbaugruppe besteht aus einer paarweisen Anordnung
verlängerter
Holme a1', die über eine
Lehne a2' miteinander
verbunden sind. Weiterhin ist jeweils eine Bohrung zur Aufnahme
des Drehpunktes des Scherengelenks I in die Holme eingebracht.
Eine Versteifung a4' stabilisiert
diese Ausführungsform
der ersten Gestellbaugruppe zusätzlich.
Eine Verbindungsstrebe a11' stabilisiert
die Gestellbaugruppe und bildet einen im folgenden genauer beschriebenen
Widerlagerholm für
die zweite Gestellbaugruppe i'.
Die Baugruppe selbst hat keine bewegliche Teile. Sie ist selbst
lediglich über
das Gelenk I im Zusammenspiel mit der 2. Baugruppe im Rahmen
des von diesem gewährten Spiels
beweglich. Im unteren Bereich sind die paarweisen Beine/Holme a1' starr über die
Versteifung a4' miteinander
verbunden. Im oberen Bereich sind die paarweisen Beine/Holme a1' starr über die
Lehne als Versteifung a2' miteinander
verbunden. Der Widerlagerriegel bzw. Widerlagerholm a11' ist starr mit den seitlichen
paarweisen verlängerten
Holmen a1' verbunden.
Zur besseren Lastübertragung
ist dieser in die verlängerten
Holme a1' eingelassen.
-
Der
Zwischenraum zwischen der Oberkante a11' und der Unterkante a2' bildet einen Gleitbereich zwischen
den beiden möglichen
Endstellungen der anderen Gestellbaugruppe i'.
-
13 zeigt
die zweite Ausführungsform
der zweiten Gestellbaugruppe i' in
einer zweiten Ausführungsform.
Wie bei der ersten Ausführungsform
weist die Gestellbaugruppe i' paarweise
Beine i1' auf, die eine
Bohrung zur Aufnahme eines Scherengelenks I enthalten.
Die Gestellbaugruppe i' weist
ebenfalls paarweise Holme i3' auf,
die über
Drehpunkte III mit den Beinen i1' verbunden sind. Die Holme i3' tragen die Plattenbaugruppe
i2'. Diese besteht
aus einem großen
Abschnitt i2'a und
einem kürzeren,
näher an den
Holmen i3' abschließenden kürzeren Abschnitt i2'b. Weiterhin weist
die Gestellbaugruppe i' ebenfalls die
Versteifungen i4' und
i5' auf. Die Holme
sind zusätzlich über die
Rastschiene i11' miteinander
verbunden. Die Rastschiene gewährleistet
eine zusätzliche
Stabilisierung der Gestellbaugruppe und rastet über endständige, über die Holme i3' hinausragende Abschnitte
i11'a in entsprechende
Ausnehmungen der Gestellbaugruppe a' ein.
-
Bei
der inneren Gestellbaugruppe i' sind
die Holme i3' auf
der Innenseite der Beine i1' angeordnet.
-
Die
Plattenbaugruppe/Sitzfläche
i2' der zweiten
Gestellbaugruppe in dieser Ausführungsform
besteht wie erwähnt
aus zwei Bauteilen. Das hintere, nach Hinten gewandte Bauteil ist
um das Maß gekürzt, das
es erlaubt das dieses beim Bewegungsvorgang und in der Nutz- Stellung
zwischen den Holmen a1' gleitet.
Die innere Gestellbaugruppe i' weist
ebenfalls eine Reihe von Versteifungen auf. Die erste Versteifung
in Form einer Längsverstrebung
i4' entspricht in
ihrer Funktion der Längsverstrebung
a4' in der äußeren Gestellbaugruppe.
Eine zweite Längsverstrebung
i5' erstreckt sich
in einer diagonalen Richtung ebenfalls zwischen den Beinen i1' der inneren Gestellbaugruppe.
-
Der
mit dem Bezugszeichen * gekennzeichnete Abschnitt, der paarweise
auf der gegenüberliegenden
Seite der Baugruppe ebenfalls zu finden ist, stellt den Bereich
dar, der sich permanent auf der Rückseite der äußeren Baugruppe
in allen möglichen Bewegungs-
und/oder Ruhezuständen
befindet. Mit dem Teil des Bauteils i11', das seitlich über den Holm i3' übersteht, besteht ein fortwährender
Gleitkontakt zur Rückseite
des Holms a1'. Da
das Maß des
vorgenannten Überstandes
der Breite des lichten Maße der
Bauteile a1' zueinander
hinzuzurechnen ist, kann die beweglich gelagerte Sitzfläche/Plattenbaugruppe im
Lastfall nicht nach vorne in Lastrichtung entweichen.
-
Die 14a und 14b zeigen
die miteinander verbundenen Gestellbaugruppen a' und i' in einem zusammengelegten Zustand und
bei beginnender Entfaltung. Die Gestellbaugruppe a' und die Gestellbaugruppe
i' sind ausschließlich über den
Gelenkpunkt I des Scherengelenks miteinander verbunden.
Wie aus 14a zu ersehen ist, befinden
sich die Beine i1' und
Holme i3' vollständig innerhalb
des verlängerten
Holms a1' der ersten
Gestellbaugruppe a'.
Zu erkennen ist insbesondere, dass die endständigen Abschnitte i11'a bei diesem zusammengefalteten
Zustand innerhalb einer rückseitigen
Aussparung a13' der
verlängerten
Holme a1' ruhen.
Weiterhin liegt die Plattenbaugruppe i2' auf der Vorderseite des verlängerten
Holms a1' auf und
bildet mit der Lehne a2' im
wesentlichen eine Ebene. Die zusammengefaltete Anordnung ist sehr
gut verstaubar und stapelfähig.
-
14b zeigt den Beginn der Öffnung. Dabei werden die paarweisen
Beine i1' der zweiten
Gestellbaugruppe i' über den
Drehpunkt des Scherengelenks I aus der Ebene der verlängerten
Holme a1' herausgeklappt,
wobei sich das Scherengelenk dabei öffnet. Über den Drehpunkt III klappen
dabei gleichzeitig die Holme i3' mit
der Plattenbaugruppe i2' zwischen
den verlängerten
Holmen i1' nach
hinten, während
sich der Drehpunkt III in die entgegengesetzte Richtung
aus der Ebene der verlängerten
Holme a1' herausbewegt.
-
Deutlich
zu sehen ist die nach oben geklappte Plattenbaugruppe der Sitzfläche. Wie
aus 14a hervorgeht, befinden sich
die Beine i1' und
Holme i3' der inneren
Gestellbaugruppe innerhalb der Holme a3' und Beine a1' der ersten Gestellbaugruppe. Die äußere Gestellbaugruppe
stellt sozusagen die erste Gestellbaugruppe dar während die
innere Gestellbaugruppe die zweite bildet. Der Holm i3 ist in beweglicher
Verbindung III mit dem Bein i1', welches wiederum beweglich an den
Holm a1' I angeschlossen
ist, in die Baugruppe a' hineingeklappt.
Die Plattenbaugruppe i2' in
starrer Verbindung zum Holm i3' ist
als Fläche
somit um den Drehpunkt III beweglich. Zu erkennen sind
in 14a und 14b zusätzlich die
Ausnehmungen für
die Bauteile a11' und
i11'. Die einzig
mögliche
Bewegungsrichtung ist durch einen Pfeil kenntlich gemacht.
-
15 zeigt
den weiteren Öffnungsvorgang. Das
Scherengelenk I wird so weit geöffnet, dass die verlängerten
Holme a1' und die
Beine i1' eine ausreichende
Spreizung einnehmen, sodass die Holme i3' mit der Plattenbaugruppe i2' in eine horizontale
Stellung gebracht werden können,
bei der die Rastschiene i11 in die Rastnute mit der unterlegten
Verbindungsstrebe a11' eingreift.
-
Das
Entfalten des Möbels
erfolgt lediglich durch eine einzige Bewegung der starr miteinander Verbundenen
Teile i3' und i2', die dadurch massenmäßig als
eine Einheit wirken. Da der verbleibende Teil der zweiten Gestellbaugruppe
in seiner Masse geringer ist, erfolgt diese Öffnungsbewegung nahezu selbsttätig bis
zum Erreichen des Endzustandes.
-
16a zeigt das vollständig entfaltete Möbel, in
diesem Fall einen Stuhl mit Lehne. Die Rastschiene i11' ist vollständig in
die Rastnut a11' mit
der Verbindungsstrebe eingehakt. Rastschiene, Rastnut und Verbindungsstrebe
bilden ein unter dem Eigengewicht der Teile bzw. einer auf dem Stuhl
sitzenden oder sich zurück
lehnenden Person in sich stabiles Widerlager V.
-
16b zeigt die Darstellung aus 16c in einer Ansicht von hinten. Zu erkennen sind
die paarweise angeordneten Widerlager V aus Rastnut und Verbindungsstrebe
mit der Ratsschiene. Ebenfalls sind die Verstrebungen a4', i4 und i5 dargestellt
sowie die Beine i1' und
die verlängerten
Holme a1' mit der
Lehne a2'.
-
16c zeigt die Darstellungen aus den 16a und 16b in
einer Draufsicht. In dieser Figur sind besonders die Elemente i2'a und i2'b der Plattenbaugruppe
i2' zu erkennen.
Das Element i2'b ist
wegen des verlängerten
Holmes a1' entsprechend verkürzt, um
ein problemloses Ent- und Zusammenfalten des Möbels zu gewährleisten.
-
Abschließend sollen
noch einmal die Vorteile des erfindungsgemäßen Sitz- und Tischmöbels erwähnt werden.
-
Die
Vorteile bestehen darin, dass im zusammengeklappten Zustand eine
völlig
rechteckige flache Kubatur erreicht wird, die Herstellung aus heimischen
europäischen
Nadelholz möglich
ist und daher nach Nutzungsende kein Sondermüll entsteht. Durch die neuartige,
nicht im Holz eingreifende Gleitjustierung an der Holzaußenseite
werden auch bekannte Nachteile derartiger faltbarer Holzmöbel beseitigt. Bei
nahezu sämtlichen
bekannten Klappmöbeln
mit Holzlehnen erfolgt eine Verwendung von Stanzteilen als bewegliche
Scharniere und/oder Einrastvorrichtungen und Führungsschienen aus Metall/Holz
o. ä. oder
eingearbeiteten Führungsnuten
im Holz in Längsrichtung
der Verstellung der Lehne. Dadurch hoher Verschleiß und Anfälligkeit
gegen Formänderung
des Holzes bewirkt. Bei Feuchtigkeitsaufnahme im Freien erfolgt
dadurch ein Verklemmen in Folge des Quellens des Holzes, dadurch
wiederum eine schweere Gangbarkeit der Bewegung in diesen eingearbeiteten
Führungsnuten
oder Führungen
sowie damit einhergehend eine Lockerung der Verbindungsmittel. Da
bei dem hier dargestellten Möbel
auf Stanzteile vollständig
verzichtet werden konnte und es nur Drehgelenke gibt, die naturgemäß am wenigsten
Anfällig
für Verschleiß sind,
werden diese Nachteile vollständig
vermieden. Darüber
hinaus justiert sich das Möbel
nahezu von selbst in die vorgesehene endgültige für die Nutzung vorgesehene Stellung
allein durch die Wirkung seines Eigengewichtes.
-
Es
ist klar, dass das dargestellte Möbel bei beiden hier dargestellten
Ausführungsformen
aus jedem beliebigen hinreichend steifen Material ausgeführt sein
kann. Neben Holz oder Holzwerkstoffen können ohne weiteres auch Kunststoffe
oder metallische Werkstoffe für
die beschriebenen Teile verwendet werden. Ebenso ist es möglich, mehrere
Einzelteile aus unterschiedlichen Werkstoffen auszuführen und
zu kombinieren. So können
beispielsweise die Beine und Holme aus Holz ausgeführt sein,
während die
jeweiligen Plattenbaugruppen oder auch die Lehne als Metall- oder
Kunststoffflächen
ausgebildet sind.
-
Die
Verstrebungen a4, i4, i5 bzw. a4',
i4' und i5' und alle vergleichbaren
Teile können
ohne weiteres auch als drahtartige Verspannungen ausgebildet sein.
Ebenso ist es auch möglich,
statt der im Ausführungsbeispiel
verwendeten Rechteckprofile Rundprofile oder andere geeignete Profilformen
einzusetzen. Änderungen
können
im Rahmen fachmännischen
Handelns erfolgen, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
Weitere Ausführungsbeispiele
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
-
Bezugszeichenliste
-
- a
- erste
Gestellbaugruppe
- a1
- Bein,
paarweise
- a2
- erste
Plattenbaugruppe
- a3
- Holm,
paarweise
- a4
- Versteifung
- a7
- Arretierungszylinder
- a10
- Befestigungspunkte,
starr
- a'
- erste
Gestellbaugruppe, zweite Ausführungsform
- a1'
- verlängerter
Holm, paarweise
- a2'
- Lehne
- a4'
- Versteifung
- a11'
- Rastnut
und Verbindungsstrebe
- a13'
- rückseitige
Aussparung
- i
- zweite
Gestellbaugruppe
- i1
- Bein,
paarweise
- i2
- zweite
Plattenbaugruppe
- i3
- Holm,
paarweise
- i4
- Versteifung
- i5
- Verstrebung
- i6
- Verbindungsholm
- i8
- Ausnehmung
- i10
- Befestigungspunkte,
starr
- i'
- zweite
Gestellbaugruppe, zweite Ausführungsform
- i1'
- Bein,
paarweise
- i2'
- Plattenbaugruppe
- i2'a
- Plattenbaugruppe,
großer
Abschnitt
- i2'b
- Plattenbaugruppe,
kurzer Abschnitt
- i3'
- Holm,
paarweise
- i4'
- Versteifung
- i5'
- Verstrebung
- i11'
- Rastschiene
- i11'a
- endständige Abschnitte
- I
- Scherengelenk,
paarweise
- II
- erster
Drehpunkt, paarweise
- III
- zweiter
Drehpunkt, paarweise