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Die
Erfindung betrifft ein Projektionsbelichtungssystem.
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Bei
der Herstellung miniaturisierter Strukturen und Bauelemente werden
herkömmlicherweise
lithographische Verfahren eingesetzt. Die miniaturisierten Bauelemente
und Strukturen umfassen beispielsweise integrierte Schaltkreise,
Flüssigkristallelemente,
mikromechanische Komponenten und dergleichen. Hierbei werden auf
einer Maske ("reticle") vorgegebene Muster
bzw. Strukturen auf ein strahlungsempfindliches Substrat, wie beispielsweise
einen mit einer strahlungsempfindlichen Schicht ("resist") versehenen Wafer
durch eine Abbildungsoptik eines Projektionsbelichtungssystems abgebildet. Das
für die
Abbildung notwendige Licht wird durch ein Beleuchtungssystem des
Projektionsbelichtungssystems erzeugt, welches eine Beleuchtungsoptik zum
Beleuchten der Maske umfaßt.
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Unter
dem ständigen
Trend einer zunehmenden Miniaturisierung der herzustellenden Bauelemente
werden immer höhere
Anforderungen an die Abbildungsqualität von Projektionsbelichtungssystemen
gestellt.
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Aus
beispielsweise US 2002/0001088 A1 ist ein Projektionsbelichtungssystem
bekannt, bei welchem bestimmte die Abbildungsqualität charakterisierende
Parameter durch eine interferometrische Messung an der Abbildungsoptik
bestimmt werden können.
Aus beispielsweise
US 5,973,863 ist
eine Abbildungsoptik bekannt, welche Aktuatoren aufweist, welche
eine Position wenigstens einen optischen Elements des Abbildungssystems
relativ zu anderen Elementen des Abbildungssystems einstellen. Somit
ist es möglich,
gewisse Abbildungsfehler der Abbildungsoptik durch entsprechende
Ansteuerung der Aktuatoren zu reduzieren.
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Aufgrund
der großen
Zahl von optischen Komponenten in einem Projektionsbelichtungssystem
ist die Abbildungsqualität
durch eine Vielzahl von Parametern der optischen Komponenten bestimmt und
auch betriebsbedingten Driften unterworfen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
ein Projektionsbelichtungssystem mehrere optische Komponenten, die
im Strahlengang einer Projektionsstrahlung, mit der das Projektionsbelichtungssystem
betrieben wird, angeordnet sind und eine Interferometeranordnung
zur Prüfung
wenigstens einer dieser optischen Komponenten mittels einer Meßstrahlung,
wobei die Meßstrahlung
unter einem Einfallswinkel von wenigstens 30° zur Flächennormalen einer optischen
Fläche
der optischen Komponente auf die optische Fläche auftrifft und wenigstens
ein diffraktives optisches Element im Strahlengang der Meßstrahlung
angeordnet ist.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Projektionsbelichtungssystem
vorzuschlagen, welches die Erfassung von Parametern einzelner Komponenten
des Systems oder/und die Erfassung von zeitlichen Änderungen
von Parametern der Komponenten des Systems ermöglicht.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
ein Projektionsbelichtungssystem zur Belichtung eines Substrats
mit einem Muster eine Beleuchtungsoptik zur Beleuchtung einer musterdefinierenden
Struktur mit Projektionsstrahlung, und eine Projektionsoptik zur Übertragung
von mit der musterdefinierenden Struktur wechselwirkender Projektionsstrahlung
auf das Substrat, wobei die Beleuchtungsoptik und die Projektionsoptik
jeweils eine Mehrzahl optischer Komponenten aufweisen, wobei das
Projektionsbelichtungssystem wenigstens eine Interferometeranordnung
zur Vermessung einer optischen Komponente der Mehrzahl optischer
Komponenten umfaßt,
wobei die Interferometeranordnung eine Meßstrahlungsquelle, eine strahlformende
Optik, einen Rückreflektor
mit einem ersten Beugungsgitter und einen zweidimensional ortsauflösenden Strahlungsdetektor
umfaßt,
welche außerhalb
eines Strahlenganges der Projektionsstrahlung durch das Projektionsbelichtungssystem
angeordnet und derart konfiguriert sind, daß: von der Meßstrahlungsquelle emittierte
Meßstrahlung
durch die strahlformende Optik als ausgedehntes Strahlenbündel auf
einen ersten ausgedehnten Bereich einer optischen Oberfläche der
zu vermessenden optischen Komponente trifft, auf die optische Oberfläche treffende
Meßstrahlung
nach einer ersten Wechselwirkung mit der zu vermessenden optischen
Komponente als ausgedehntes Strahlenbündel auf den Rückreflektor
trifft, an dem ersten Beugungsgitter des Rückreflektors reflektierte Meßstrahlung
auf einen zweiten ausgedehnten Bereich einer optischen Oberfläche der
zu vermessenden optischen Komponente trifft, auf den zweiten ausgedehnten
Bereich der optischen Oberfläche
treffende Meßstrahlung
nach einer zweiten Wechselwirkung mit der zu vermessenden optischen Komponente
als ausgedehntes Strahlenbündel
in die strahlformende Optik eintritt, und die in die strahlformende
Optik eintretende Meßstrahlung
in Überlagerung
mit Referenzstrahlung auf den zweidimensional ortsauflösenden Detektor
trifft.
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Die
Interferometeranordnung erlaubt eine Erfassung von Parametern der
optischen Komponente, auf welche der Meßstrahlungsstrahl gerichtet ist.
Da der Meßstrahlungsstrahl
auf einen ausgedehnten Bereich der Oberfläche der optischen Komponente
trifft, ist es möglich,
räumlich
abhängige
Parameter und zeitliche Änderungen
derselben zu erfassen. Der räumlich
abhängige
Parameter kann hierbei eine Ober flächengestalt des Bereichs der
optischen Oberfläche
sein, auf welchen der Meßstrahlungsstrahl
gerichtet ist. Der räumlich
abhängige
Parameter kann ebenfalls eine Verteilung eines Brechungsindex eines
Substratmaterials der optischen Komponente sein, sofern der Meßstrahlungsstrahl das
Substratmaterial durchsetzt.
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Indem
die Komponenten der Interferometeranordnung außerhalb des Strahlengangs der
Projektionsstrahlung angeordnet sind, ist es möglich, diese Parameter während eines
Belichtungsbetriebs des Projektionsbelichtungssystems zu erfassen,
ohne diesen Betrieb hierbei zu beeinträchtigen. Es ist somit eine
online-Erfassung dieser Parameter während des Betriebs möglich, wobei
insbesondere zeitlich abhängige
Driften dieser Parameter erfaßt
werden können.
Derartige Driften können
beispielsweise durch thermische Veränderungen an dem Projektionsbelichtungssystem
während
des Belichtungsbetriebs verursacht sein. Beispielsweise können sich optische
Komponenten, wie Linsen oder Spiegel, des Projektionsbelichtungssystems
aufgrund der auf diese treffenden Projektionsstrahlung erwärmen, so
daß sich
Oberflächengestalten
der optischen Komponenten ändern.
Ebenso kann sich ein Brechungsindex und eine Brechungsindexverteilung
in einem Substratmaterial einer Linse während des Betriebs ändern. Die Änderungen
des Brechungsindex können
hierbei sowohl auf eine Erwärmung
als auch auf eine strahlungsinduzierte strukturelle Veränderung,
wie beispielsweise compaction und rarefaction, des Substratmaterials
zurückzuführen sein.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung trifft die Meßstrahlung
schräg
auf die optische Oberfläche,
beispielsweise unter einem mittleren Inzidenzwinkel von größer 30°. Hierdurch
ist es insbesondere möglich,
die Interferometeranordnung raumsparend zwischen Strukturkomponenten
des Projektionsbelichtungssystems, wie etwa Fassungen und Rahmen
der optischen Komponenten, anzubringen. Insbesondere ist es möglich, bereits
bestehende Projektionsbelichtungssysteme mit einer Interferometeranordnung
nachzurüsten,
um Parameter bzw. Driften von Parametern der optischen Komponenten
zu erfassen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
nimmt der ausgedehnte Bereich der optischen Oberfläche, auf welchen
der Meßstrahlungsstrahl
gerichtet ist, einen relativ großen Teil von mehr als 10%,
insbesondere von mehr als 20%, der für die Projektionsstrahlung wirksamen
Oberfläche
der optischen Komponente ein.
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Aufgrund
der Ausdehnung des Wechselwirkungsbereichs der optischen Oberfläche und
der schrägen
Inzidenz des Meßstrahlungsstrahls
auf diesen Bereich der optischen Oberfläche wird eine eventuell vorhandene
Symmetrie von Wellenfronten des Meßstrahlungsstrahls vor einem
Auftreffen desselben auf die optische Oberfläche nach der Wechselwirkung
mit der optischen Komponente nicht mehr vorhanden sein. Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist dann das erste Beugungsgitter der Rückreflektors
derart konfiguriert, daß Strahlung
des Meßstrahlungsstrahls,
welcher auch als ausgedehnter Strahl auf das Beugungsgitter trifft,
an jedem Ort des Auftreffens im wesentlichen in sich zurückreflektiert
wird, so daß ein
jedes Teilstrahlenbündel
des Strahls, welches von dem Rückreflektor
zurückgeworfen
wird, im wesentlichen den gleichen Weg zurückläuft, wie es zum Rückreflektor
hin gelaufen ist. Abweichungen von der Koinzidenz zwischen dem Hinweg
und dem Rückweg
einzelner Teilstrahlenbündel
sind möglich
und tragen zu dem mit der Interferometeranordnung erfaßten Effekt
einer Parameteränderung
bei. Anders ausgedrückt, Änderungen
eines Parameters der optischen Komponente werden in der Regel zu
einer Änderung
der Koinzidenz der Hinwege und Rückwege
und damit zu einer Änderung des
von dem Strahlungsdetektor erfaßten
Interferenzmusters führen.
Aus einer Analyse des Interferenzmusters ist es dann entsprechend
möglich,
auf die Änderung
des Parameters zurückzuschließen.
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Die
Herstellung eines Beugungsgitters, welche die Funktion des Rückreflektors
wie gewünscht ausführt, ist
technisch möglich.
Beispielsweise kann der Verlauf des Meßstrahlungsstrahls in der Interferometeranordnung
samt der Wechselwirkung mit der optischen Komponente durch einen
Computer simuliert werden, so daß Inzidenzwinkel der einzelnen Teilstrahlenbündel des
Meßstrahlungsstrahls
auf das Beugungsgitter errechnet werden können. In Abhängigkeit
der somit errechneten Inzidenzwinkelverteilung über Orte des Beugungsgitters
ist es dann möglich,
Liniendichten des Beugungsgitters ortsabhängig so zu bestimmen, daß wenigstens
ein Teil der auf das Beugungsgitter treffenden Meßstrahlung
unter einer vorgegebenen Beugungsordnung in sich selbst zurückreflektiert
wird, um schließlich
nach einer erneuten Wechselwirkung mit der optischen Komponente auf
den Strahlungsdetektor zu treffen. Es ist dann möglich, ein entsprechendes Beugungsgitter
unter Vorgabe der Liniendichteverteilung zu fertigen. Ein solches
Beugungsgitter wird üblicherweise
als Computer generiertes Hologramm (CGH) bezeichnet. Ein solches
CGH kann, ausgehend von einer mathematischen Beschreibung der Liniendichteverteilung
mit herkömmlich
bekannten Methoden, wie etwa einem Elektronenstrahlschreiber, einem
Lithographiegerät, einem
Laserstrahlschreiber und dergleichen hergestellt werden.
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Gemäß Ausführungsformen
der Erfindung variiert die Liniendichte zwischen verschiedenen Orten
auf dem Beugungsgitter um mehr als einen Faktor 2, insbesondere
um mehr als einen Faktor 3.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfaßt
auch die strahlformende Optik ein Beugungsgitter. Das Beugungsgitter
kann hierbei ebenfalls ein Computer generiertes Hologramm sein,
welches so konfiguriert ist, daß es
den auf die optische Oberfläche
treffenden Meßstrahlungsstrahl
angepaßt
an eine Geometrie der, optischen Komponente so formt, daß der Strahl auf
den ausgedehnten Bereich der optischen Oberfläche trifft.
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Gemäß einer
Ausführungsform
umfaßt
die Interferometeranordnung einen Referenzlichtreflektor, welcher
in einem Strahlengang zwischen der Meßstrahlungsquelle und der strahlformenden
Optik angeordnet ist, um die zur Erzeugung des Interferenzmusters
nötige
Referenzstrahlung aus der Strahlung der Meßstrahlungsquelle abzuleiten.
Hierbei kann der Referenzlichtreflektor ein teiltransparenter Spiegel
sein. Hierdurch erhält
die Interferometeranordnung einen als Fizeau-Interferometer bezeichneten
Aufbau, wobei der teiltransparente Spiegel typischerweise ein Planspiegel
ist, welcher orthogonal in dem als Parallelstrahl ausgebildeten
Meßstrahlungsstrahl
zwischen der Meßstrahlungsquelle
und der strahlformenden Optik angeordnet ist.
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Der
Referenzlichtreflektor kann gemäß einer weiteren
Ausführungsform
auch ein weiteres Beugungsgitter umfassen. Dieses kann hierbei so
gestaltet sein, daß das
Referenzlicht unter einem Winkel in Bezug auf die einfallende Meßstrahlung
hin zu dem Strahlungsdetektor reflektiert wird, wodurch ein ansonsten
in dem üblichen
Fizeau-Aufbau vorhandener zusätzlicher
Strahlteiler nicht notwendig ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform nutzt
die Interferometeranordnung die Vorzüge der Technologie der phasenschiebenden
Interferometrie (PSI). Hierbei werden in einer Messung mehrere Interferenzmuster
detektiert, wobei jeweils verschiedene Phasenverschiebungen in den
Strahlengang der Interferometeranordnung erzeugt werden. Zur Erzeugung
der Phasenverschiebungen sehen verschiedene Ausführungsformen die Möglichkeiten
einer Variation einer Wellenlänge
der Meßstrahlung,
eine Variation einer Position der strahlformenden Optik, eine Variation
einer Position des Rückreflektors,
eine Variation einer Position des Referenzlichtreflektors, und dergleichen
vor.
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Gemäß einer
Ausführungsform
wird die von dem Rückreflektor
reflektierte und dem Strahlungsdetektor zugeführte Meßstrahlung bei der Wechselwirkung
mit der optischen Komponente an deren optischen Oberfläche reflektiert.
Diese Möglichkeit
eignet sich insbesondere dazu, Änderungen
einer Oberflächengestalt
der optischen Oberfläche
zu erfassen. Diese Möglichkeit
ist auf optische Komponenten anwendbar, welche Spiegel sind oder
Linsen sind.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist die optische Komponente eine Linse, und die von dem Rückreflektor
zurückgeworfene
und dem Strahlungsdetektor zugeführte
Meßstrahlung
zur Wechselwirkung mit der optischen Komponente wird an einer ersten
Oberfläche
der Linse gebrochen, durchdringt deren Substratmaterial, wird an
der zweiten Oberfläche
der Linse innen reflektiert, durchdringt das Substratmaterial ein
zweites Mal und tritt schließlich durch
die erste Oberfläche
der Linse wieder aus dieser aus. Diese Möglichkeit eignet sich insbesondere dazu,
auch Änderungen
eines Brechungsindex des Linsenmaterials zu erfassen.
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Ausführungsformen
der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Hierbei
zeigt
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1 ein
Projektionsbelichtungssystem gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung,
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2 ein
Projektionsbelichtungssystem gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
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3 eine
Detailansicht einer Interferometeranordnung, wie sie in die Projektionsbelichtungssysteme
der 1 und 2 integriert ist,
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4 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystemen der 1 und 2 integriert
sein kann,
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5 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert
sein kann,
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6 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert
sein kann,
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7 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert
sein kann,
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8 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert
sein kann,
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9 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projek tionsbelichtungssystem der 1 integriert
sein kann,
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10 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert sein
kann,
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11 eine
Draufsicht zu der in 10 gezeigten Schnittdarstellung,
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12 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in dem Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert sein
kann,
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13 eine
Interferometeranordnung, wie sie gemäß einer weiteren Ausführungsform
in das Projektionsbelichtungssystem der 1 integriert sein
kann,
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14 eine
Draufsicht einer Interferometeranordnung gemäß einer weiteren Ausführungsform entsprechend
der 11, und
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15 eine
Teildarstellung einer in 11 gezeigten
Strahlungssendeeinheit.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Projektionsbelichtungssystems
gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Das Projektionsbelichtungssystem 1 umfaßt eine
Projektionsoptik 3 zur Abbildung einer auf einem Maskenträger 5 vorgesehenen
Photomaske 7 auf eine mit einem Photolack belegte Oberfläche 11 eines
Halbleiterwafers 13, welcher auf einem Wafertisch 15 gehaltert
ist.
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Die
Maske 7 wird mit Projektionsstrahlung 17 belichtet,
welche durch eine Beleuchtungsoptik 19 erzeugt wird. Die
Beleuchtungsoptik 19 umfaßt zur Erzeugung der Projektionsstrahlung
eine Strahlungsquelle 21, beispielsweise einen KrF-Excimer-Laser, welcher
Projektionsstrahlung einer Wellenlänge von 248 nm erzeugt. Die
aus der Quelle 21 austretende Strahlung wird durch eine
Mehrzahl optischer Komponenten geeignet geformt, um mit einer gewünschten
Winkelverteilung und möglichst
homogenen Ortsverteilung auf einen abzubildenden Bereich der Maske 7 zu
treffen. Die optischen Komponenten der Beleuchtungsoptik 19 sind
in 1 lediglich schematisch angedeutet und umfassen
Komponenten 23 einer Kollimationsoptik, einen Integrator 24 und
weitere Komponenten 25 zur Strahlformung. Die Komponenten 25 sind
in 1 schematisch als Linsen angedeutet, können jedoch
auch andere Elemente, wie etwa Beugungsgitter, Polarisatoren und
anderes umfassen. Über
einen Spiegel 26 wird die Projektionsstrahlung auf die
Maske 7 gerichtet.
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Ein
auf der Maske 7 vorgegebenes Muster wird durch die Projektionsoptik 3 auf
den Wafer 13 übertragen.
Hierzu umfaßt
die Projektionsoptik 3 eine Mehrzahl von Linsen, von denen
in 1 lediglich exemplarisch drei Linsen 29, 30 und 31 dargestellt sind.
Die Linsen sind in einem Gehäuse 33 der
Projektionsoptik 3 gehaltert. Zur Erfassung von Änderungen
einer Oberflächengestalt
eines Bereichs einer Oberfläche 35 der
Linse 29 umfaßt
die Projektionsoptik eine Interferometeranordnung 37 mit
einem Rückreflektor 39 und
weiteren Komponenten, welche in 1 schematisch
als Kasten 40 dargestellt sind und nachfolgend näher erläutert werden.
Die Komponenten der Interferometeranordnung 37 sind außerhalb eines
Strahlengangs der Projektionsstrahlung 17 angeordnet.
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In
der 1 ist lediglich exemplarisch die Interferometeranordnung 37 zur
Vermessung von Parametern der Linse 29 dargestellt. Es
ist jedoch auch vorgesehen, eine entsprechende Interferometeranordnung
zur Vermessung von Parametern anderer optischer Komponenten einzusetzen,
wie etwa weiterer Linsen 30, 31 bzw. in 1 nicht
dargestellter Linsen der Projektionsoptik 3 oder auch von
Komponenten der Beleuchtungsoptik 19, wie der in 1 schematisch
dargestellten Komponenten 23, 24, 25 und 26 sowie
weiterer in der schematischen Darstellung der 1 nicht
gezeigter Komponenten der Beleuchtungsoptik 19.
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Die
optischen Komponenten der Projektionsoptik 3 der 1 sind
lediglich Linsen. Es ist jedoch auch möglich, die Prinzipien der Erfindung
auf andere Projektionsoptiken anzuwenden, wie beispielsweise katadioptrische
Projektionsoptiken, welche neben Linsen auch wenigstens einen Spiegel
mit einer gekrümmten
Spiegelfläche
umfassen.
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2 zeigt
schematisch einen Aufbau eines katoptrischen Projektionsbelichtungssystems 3a, welches
lediglich Spiegel als optische Komponenten aufweist. Auch dieses
Projektionsbelichtungssystem 1a umfaßt eine Projektionsoptik 3a zur
Abbildung einer mustererzeugenden Struktur 7a auf einen
Halbleiterwafer 13a, und eine Beleuchtungsoptik 19a zur Beleuchtung
der musterbildenden Struktur 7a mit Projektionsstrahlung 17a.
Die Projektionsstrahlung 17a wird durch eine Strahlungsquelle 21a erzeugt, welche
beispielsweise eine Plasmaquelle zur Erzeugung von EW-Strahlung
umfaßt.
Die Beleuchtungsoptik 19a formt die Projektionsstrahlung 17a mittels Spiegeln 51, 52, 53 und 54 derart,
daß sie
mit einer gewünschten
Winkelverteilung auf die musterbildende Struktur 7a trifft.
Die musterbildende Struktur 7a reflektiert Projektionsstrahlung
gemäß dem darzustellenden
Muster, und die Projektionsoptik 3a erzeugt hierauf das
abzubildende Muster auf dem Wafer 13a mittels Spiegeln 55, 56, 57, 58, 59 und 60. Oberflächengestalten
der Spiegel 51 bis 60 können sich während des Betriebs des Projektionsbelichtungssystems 1a ändern und
damit eine Abbildungsqualität
des Systems beeinträchtigen.
Deshalb kann einem jeden der Spiegel 51 bis 60 eine
Interferometeranordnung zugeordnet sein, welche ähnlich der in 1 gezeigten
Interferometeranordnung 37 konfiguriert ist und nachfolgend
im Detail beschrieben wird. In dem in 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist lediglich dem Spiegel 58 eine Interferometeranordnung 37a,
welche dort auch nur schematisch dargestellt ist, zugeordnet, um Änderungen
einer Gestalt einer Oberfläche 35a des
Spiegels 58 zu erfassen.
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Details
der Interferometeranordnung 37 der 1 werden
nachfolgend anhand der 3 erläutert. Die Interferometeranordnung 37 umfaßt eine Strahlungsquelle 63 für Meßstrahlung 65.
Die Strahlungsquelle 63 kann hierbei beispielsweise ein
Helium-Neon-Laser sein, welcher die Meßstrahlung 65 einer
Wellenlänge
von 632,8 nm emittiert. Die Meßstrahlung 65 wird
von einer schematisch dargestellten Kollimationsoptik 66 kollimiert
und an einem Strahlteiler 67 reflektiert. Sie durchsetzt
daraufhin eine Keilplatte 68 mit einer orthogonal zur Strahlrichtung
der die Keilplatte 68 durchsetzenden Meßstrahlung 65 orientierten
teilreflektierenden Fläche 69, welche
eine Fizeau-Fläche
der Interferometeranordnung 37 bildet. An der Fizeau-Fläche 69 reflektierte Meßstrahlung
dient als Referenzstrahlung, durchsetzt den Strahlteiler 67 geradlinig
und wird durch eine Kameraoptik 69 auf einen zweidimensional
ortsauflösenden
Strahlungsdetektor 70 projiziert. Der Strahlungsdetektor 70 kann
ein CCD-Detektor sein, welcher eine Vielzahl von in einem zweidimensionalen
Muster angeordneten Pixeln 71 aufweist. Ein die Fizeau-Fläche 69 durchsetzender
Teil der Meßstrahlung 65 tritt
durch ein Fenster 71, welches in dem Gehäuse 33 der
Projektionsoptik 37 angebracht ist, in ein Inneres des
Gehäuses 33 ein.
Im Inneren des Gehäuses
kann beispielsweise Vakuum vorgesehen sein oder eine Gasatmosphäre eines
geeigneten Gases, welches mit der Projektionsstrahlung 17 eine
geringe Wechselwirkung aufweist.
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An
einer Innenoberfläche
des Fensters 71 ist ein Computer generiertes Hologramm
(CGH) 73 vorgesehen, welches derart gestaltet ist, daß die als
paralleler Strahl kollimierte und auf das CGH 73 auftreffende
Meßstrahlung
durch das CGH 73 gebeugt wird, beispielsweise in einer
ersten Beugungsordnung, und hierbei aufgeweitet wird, so daß die Meßstrahlung
auf einen ausgedehnten Bereich 61 auf die Oberfläche 35 der
Linse 29 trifft. Von dort wird die Meßstrahlung reflektiert und
trifft wiederum als ausgedehntes Strahlenbündel auf ein weiteres CGH 75 des
Rückreflektors 39,
welches derart konfiguriert wird, daß die auf das CGH 75 treffende
Meßstrahlung möglichst
exakt in sich selbst zurückreflektiert
wird. Das CGH 75 erfüllt
deshalb für
die Strahlung, welche unter einer gegebenen Beugungsordnung, beispielsweise
der ersten Beugungsordnung, an dem CGH 75 reflektiert wird,
die Funktion eines Rückreflektors.
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Die
rückreflektierte
Meßstrahlung
trifft dann wiederum auf einen ausgedehnten Bereich der optischen
Oberfläche 35 der
Linse 29. Dieser ausgedehnte Bereich wird, sofern die Bedingung
der exakten Rückreflexion
erfüllt
ist, mit dem ausgedehnten Bereich 61, auf den die von der
strahlformenden Optik 73 herkommende Meßstrahlung auftrifft, zusammenfallen.
Die von dem CGH 75 aus auf den Bereich 61 auftreffende
Meßstrahlung
wird wiederum an der optischen Oberfläche 35 reflektiert
und trifft auf das CGH 73 und wird von diesem zu einem
im wesentlichen parallelen Meßstrahlungsstrahl
geformt, welcher die Fizeau-Fläche 69 und
Keilplatte 68 durchsetzt, dann den Strahlteiler 67 durchsetzt
und durch die Kameraoptik 69 auf den Detektor 70 projiziert wird,
so daß auf
dem Detektor 70 aufgrund der interferenten Überlagerung
der an der Fizeau-Fläche 69 reflektierten
Referenzstrahlung mit der Meßstrahlung,
welche in dem Bereich 61 zweimal mit der Oberfläche 35 der
Linse 29 wechselgewirkt hat, ein interferentes Muster entsteht.
Dieses wird von dem Detektor 70 in eine Steuerung 81 eingelesen.
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Der
gesamte Aufbau aus den Komponenten der Interferometeranordnung 37 und
der Linse 29 ist der numerischen Simulation zugänglich,
so daß bei bekannter
Geometrie der Komponenten durch Methoden beispielsweise der Strahlverfolgung
(ray tracing) das entstehende Interferenzmuster errechnet werden
kann. Durch einen Vergleich eines gemessenen Interferenzmusters
mit dem errechneten Interferenzmuster ist es bei geeigneter Eichung
der Komponenten der Interferometeranordnung 37 sodann möglich, auf
Abweichungen einer Oberflächengestalt der
optischen Fläche 35 in
dem Bereich 61 von einer Soll-Gestalt zu schließen.
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Selbst
wenn ein entstehendes Interferenzmuster durch numerische Berechnungen
nicht exakt vorhergesagt werden kann, ist es dennoch möglich, Änderungen
des Interferenzmusters in Abhängigkeit von
der Zeit zu erfassen. Aus solchen Änderungen ist es dann möglich, Rückschlüsse auf Änderungen
der Gestalt der optischen Fläche 35 in
dem Bereich 61 zu ziehen. Beispielsweise ist es dabei möglich festzustellen,
ob sich ein Krümmungsradius
der Oberfläche 35 in
dem Bereich 61 mit der Zeit erhöht oder erniedrigt. Eine solche Änderung
des Krümmungsradius kann
beispielsweise durch eine Erwärmung
der Linse 29 aufgrund der Projektionsstrahlung 17 hervorgerufen
werden.
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Die Änderung
des Krümmungsradius
oder eines anderen Parameters der Oberflächengestalt der optischen Fläche 35 kann
zu einer Änderung
und gegebenenfalls zu einer Beeinträchtigung der Abbildungsqualität der Projektionsoptik 37 führen. Durch die
Interferometeranordnung 37 können derartige Änderungen
erfaßt
werden, und es können
Maßnahmen
getroffen werden, um derartigen Änderungen der
Abbildungsqualität
entgegenzuwirken. Rein beispielhaft zeigt die 3 eine
Linse 32 der Projektionsoptik 37, welche an dem
Gehäuse 33 mittels
einer Halterung 83 gehaltert ist, welche mehrere piezoelektrische
Aktuatoren 85 stützen,
die wiederum eine Fassung 87 der Linse 32 tragen.
Die piezoelektrischen Aktuatoren 85 werden von der Steuerung 81 kontrolliert,
um eine Position der Linse 32 relativ zu der Linse 29 zu ändern. Somit
ist es möglich,
bei einer Änderung
der Oberflächengestalt
der Linsenoberfläche 35 die
Position der Linse 32 relativ zu der Linse 29 so
zu verlagern, daß eine Änderung
der Abbildungsqualität
der Projektionsoptik 37 aufgrund der Änderung der Oberflächengestalt
der Oberfläche 35 möglichst
kompensiert wird.
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Die 3 zeigt
noch einen Aktuator 91, welcher dazu konfiguriert ist,
das CGH 75 in eine in 3 durch
einen Pfeil 92 bezeichnete Richtung zu verlagern, um eine
Phasenverschiebung der an dem CGH 75 zurückgeworfenen
Meßstrahlung
und damit eine Phasenverschiebung in dem durch den Detektor 70 erfaßten Interferenzmuster
zu erzeugen. Es ist somit möglich,
die Prinzipien der phasenschiebenden Interferometrie (PSI) auszunutzen
und für
eine Vermessung der optischen Oberfläche 35 in dem Bereich 61 mehrere
Interferogramme mit dem Detektor 70 mit jeweils verschiedenen
Stellungen des CGHs 75 zu erfassen. Eine Auswertung der
mehreren Interferogramme ist vorteilhaft hinsichtlich Genauigkeit und
Eindeutigkeit der durchgeführten
Messung. Hintergrundinformation zur phasenschiebenden Interferometrie
können
dem Kapitel 14 des Textbuches von Daniel Malacara, Optical
Shop Testing, 2nd edition, Wiley Interscience Publication (1992)
entnommen werden.
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Die
in 3 im Detail gezeigte Interferometeranordnung dient
zur Vermessung der Oberflächengestalt
der Oberfläche 35 der
Linse 29 des in 1 gezeigten Projektionsbelichtungssystems.
Es ist jedoch ebenso möglich,
mit einem entsprechenden Aufbau einer Interferometeranordnung Oberflächengestalten
von anderen optischen Komponenten des Projektionsbelichtungssystems
der 1 zu erfassen. Ebenso ist es möglich, mit einem entsprechenden
Aufbau von Interferometeranordnung Oberflächengestalten der Spiegel der
in 2 gezeigten Ausführungsform des Projektionsbelichtungssystems
zu erfassen.
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In 3 sind
drei an verschiedenen Orten des Bereichs 61 errichtete
Oberflächennormalen 89 eingetragen.
Ferner sind in 3 drei Inzidenzwinkel α von Teilstrahlen
des Meßstrahlenbündels eingetragen,
welche auf den Bereich 61 treffen. Aufgrund der Krümmung der
Oberfläche 35 und
der Divergenz der auftreffenden Meßstrahlung sind die Inzidenzwinkel nicht
an jedem Ort des Bereichs 61 gleich. Es ist jedoch möglich, die
Inzidenzwinkel über
die Fläche
des Bereichs 61 zu mitteln, um so einen mittleren Inzidenzwinkel
der Meßstrahlung
auf die Oberfläche 35 zu
bestimmen. Auch aus der schematischen Darstellung der 3 ist
ersichtlich, daß die
Meßstrahlung unter
einem relativ großen
Inzidenzwinkel auf die Fläche 35 trifft.
Dieser Inzidenzwinkel ist insbesondere größer als 30°.
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4 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems 1b. Im Unterschied
zu der in 3 gezeigten Ausführungsform weist
hier eine Interferometeranordnung 37b des Projektionsbelichtungs systems 1b einen
anderen Aufbau auf. Dieser unterscheidet sich von dem in 3 gezeigten
Aufbau im wesentlichen dadurch, daß die Funktion des Strahlteilers 67 der 3 von einem
weiteren CGH 93 bereitgestellt ist. Von einer Strahlungsquelle 63b,
welche entfernt von einer zu vermessenden optischen Fläche 35b angeordnet
ist, wird Meßstrahlung über einen
Lichtleiter 95 in die Nähe
des Meßortes
geleitet und tritt dort aus einem Faserende 96 als divergentes
Bündel
von Meßstrahlung 65b aus
und wird von einer Kollimationsoptik 66b zu einem parallelen
Strahl geformt, welcher auf ein CGH 93 trifft, welches
an einer Außenseite
eines Fensters 71b eines Gehäuses 33b einer Projektionsoptik 3b angebracht
ist. Das CGH 93 beugt die auftreffende Meßstrahlung
unter einer gegebenen Beugungsordnung, so daß diese auf die als weiteres CGH 73b ausgebildete
strahlformende Optik trifft, um die Meßstrahlung auf einen ausgedehnten
Bereich 61b der zu vermessenden optischen Oberfläche 35b zu
richten. Von dort wird die Meßstrahlung
reflektiert und an einem wiederum als CGH 75b ausgebildeten Rückreflektor
in sich zurückreflektiert,
um erneut in den Bereich 61b von der optischen Oberfläche 35b reflektiert
zu werden und auf das strahlformende CGH 73b zu treffen.
Dort wird die zu einem Detektor 70b hin zurücklaufende
Meßstrahlung
unter einem gleichen Winkel gebeugt wie die das CGH 73b durchsetzende
und zu dem Bereich 61b hin verlaufende Meßstrahlung,
um dann auf das CGH 93 zu treffen. Dort allerdings wird
die zurücklaufende
Meßstrahlung
bei einer gegebenen Beugungsordnung unter einem anderen Winkel gebeugt
als die von der Quelle 63b zu dem Bereich 61b hin
verlaufende Meßstrahlung,
so daß die
zurücklaufende
Meßstrahlung
in eine Kameraoptik 69b eintritt, um auf den Detektor 70b projiziert
zu werden.
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Das
CGH 93 ist ferner derart konfiguriert, daß es einen
Teil der von der Quelle 63b her kommenden Meßstrahlung 65b reflektiert,
und zwar derart, daß die
an dem CGH 93 reflek tierte Meßstrahlung als Referenzstrahlung
ebenfalls in die Kameraoptik 69b eintritt und in Überlagerung
mit der von dem Bereich 61b zurücklaufenden Meßstrahlung
auf den Detektor 70b ein Interferenzmuster erzeugt.
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In
der in
4 gezeigten Ausführungsform ist die optische
Komponente
29b, welche mit der Interferometeranordnung
37b vermessen
wird, ein Spiegel. Eine Oberflächengestalt
der Spiegelfläche
35b ist änderbar,
indem der Spiegel einerseits am Rand durch in
4 schematisch
dargestellte Widerlager
88 gehaltert ist und indem auf
ein Zentrum des Spiegels über
einen Aktuator
90 eine in eine durch einen Pfeil
94 dargestellte
Richtung änderbare
Kraft ausgeübt
werden kann. Die ausgeübte
Kraft wird durch eine Steuerung
81b bestimmt, welche ein Steuersignal
für den
Aktuator
90 wiederum aus einer Analyse der von dem Detektor
70b erfaßten Interferenzmuster
ableitet. Der Spiegel mit änderbarer Oberflächengestalt
ist in der
4 lediglich schematisch dargestellt.
Hintergrundinformation zu derartigen aktiven Spiegeln kann beispielsweise
aus der
EP 1 174 770
A2 gewonnen werden.
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5 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems 1c, welches eine Interferometeranordnung 37c aufweist,
welche sich von der in 4 gezeigten Interferometeranordnung im
wesentlichen dadurch unterscheidet, daß Meßstrahlung zur Wechselwirkung
mit einer zu vermessenden Linse 29c nicht lediglich reflektiert
wird sondern deren Substratmaterial durchsetzt. Hierzu wird Meßstrahlung
durch ein CGH 73c auf einen Bereich 61c1 einer
Oberfläche 35c der
Linse 29c gerichtet. Ein Teil der Meßstrahlung wird an der Oberfläche 35c nicht
reflektiert sondern gebeugt und tritt in die Linse 29c ein,
durchläuft
deren Substratmaterial und wird an der anderen Linsenoberfläche 36 innen
reflektiert. Die an der Oberfläche 36 innen
reflektierte Meßstrahlung durchläuft das
Substrat erneut und tritt in einem Bereich 61c2 durch
die Oberfläche 35c aus
der Linse 29c aus und trifft von dort auf ein CGH 75c,
welches als Rückreflektor
konfiguriert ist. Die rückreflektierte Meßstrahlung
wird von dem CGH 75c auf den Bereich 61c2 gerichtet,
in welchen diese zum Teil in die Linse 29c eindringt, an
der anderen Linsenfläche 36 innen
reflektiert wird, in dem Bereich 61c1 aus
der Oberfläche 35c der
Linse austritt und auf das CGH 73 trifft und über dieses
und ein weiteres CGH 93c und eine Kameraoptik 69c einem
Detektor 70c zugeführt
wird.
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Die
zu dem auf dem Detektor 70c entstehenden Referenzmuster
beitragende Meßstrahlung,
welche mit der Linse 29c wechselgewirkt hat, hat somit das
Substrat der Linse 29c zweimal durchlaufen. Änderungen
in dem Interferenzmuster sind somit ein Indiz nicht nur für eine Änderung
der Oberflächengestalt
der Flächen 35c und 36c der
Linse 29c sondern auch für Änderungen im Brechungsindex
des Substratmaterials der Linse 29c.
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6 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems 1d mit einer Interferometeranordnung 37d,
welche sich von der in 5 dargestellten Interferometeranordnung
im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß zwischen einer strahlformenden
Optik 73d, welche die von einer optischen Komponente 29d her
zurücklaufende Meßstrahlung
umformt, und einem Detektor 70d eine Kameraoptik (Position 69 in
den 3, 4 und 5) nicht
vorgesehen ist. Die Meßstrahlung
und die Referenzstrahlung werden somit direkt auf den Detektor übertragen.
Ein solcher Aufbau wird in der Literatur auch als "linsenloses Interferometer" bezeichnet.
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7 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems 1e mit einer Interferometeranordnung 37e,
welche sich von den zuvor gezeigten Anordnungen in den 3 bis 6 durch
den Aufbau der Interferometeranordnung unterscheidet. Die Interferometeranordnung 37e der 7 hat
den Aufbau eines sogenannten point-diffraction-Interferometers.
Aus einem Faserende 36e tritt von einer Quelle 63e erzeugte
Strahlung als sphärische
Welle aus. Ein Teil 65e dieser Strahlung wird als Meßstrahlung
verwendet und wird durch die als CGH ausgeführte strahlformende Optik 73e zu
einem Meßstrahl
geformt, welcher mit der zu vermessenden optischen Komponente, nämlich einer
Linse 29e, wechselwirkt und durch einen Rückreflektor 39e wieder
zurückgeworfen
wird, das CGH 73e erneut durchsetzt und somit zu einem
sphärisch
zu dem Faserende 36e zurücklaufenden Wellenbündel geformt wird.
An dem Faserende 36e wird ein Teil der zurücklaufenden
Strahlung reflektiert und trifft dann auf den Detektor 70e.
Auf den Detektor 70e trifft allerdings auch ein Teil der
direkt aus dem Faserende 36e austretenden Strahlung, welche
somit die Referenzstrahlung zur Erzeugung eines Interferenzmusters auf
dem Detektor bildet. Wiederum führen Änderungen
an Parametern der vermessenen optischen Komponente 29e dazu,
daß sich
auch das erzeugte Interferenzmuster ändert. Durch Auslesen des erzeugten
Interferenzmusters und Analyse desselben können somit Aktuatoren oder
dergleichen, welche an dem Projektionsbelichtungssystem vorgesehen sind,
kompensierend angesteuert werden.
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8 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems, welches sehr ähnlich zu
dem in 7 gezeigten Projektionsbelichtungssystem aufgebaut
ist. Allerdings unterscheidet sich das Projektionsbelichtungssystem 1j der 8 von
dem der 7 dadurch, daß zwischen
dem Ort, hier dem Faserende 96j, an welchem die Meßstrahlung 65j aus
der Strahlungsquelle als freier Strahl austritt, und der Oberfläche 35j,
mit der die Strahlung zuerst wechselwirkt, keine weitere strahlformende Optik
(Gitter 73e in 7) angeordnet ist, um die Wellenfronten
der Meßstrahlung
zu formen. Das Fenster 71j als planparallele Platte führt zu einem
gewissen parallelen Versatz der durchtretenden Meßstrahlung,
allerdings nicht zur einer wesentlichen Änderung der Gestalt der Wellenfront.
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9 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems 1k, welches eine Interferometeranordnung 37k aufweist,
welche sich von den in den 3 bis 8 gezeigten
Interferometeranordnungen im wesentlichen dadurch unterscheidet,
daß die
Meßstrahlung
zur Wechselwirkung mit einer zu vermessenden Linse 29k diese
durchsetzt und an keiner von deren Oberflächen 35k und 36k reflektiert
wird. Ein Rückreflektor 39k ist
in dieser Ausführungsform
als Planspiegel ausgebildet, so daß die Meßstrahlung auf dessen Spiegelfläche orthogonal
auftrifft. Entsprechend ist ein an einem Fenster 71k angebrachtes
Beugungsgitter 73k derart ausgebildet, daß die Meßstrahlung
von dem Beugungsgitter 73k derart geformt wird, daß sie nach
einer Brechung an der Linsenfläche 35k in
einem ausgedehnten Bereich 61k1 ,
dem Durchsetzen des Substratmaterials der Linse 29k und
einer weiteren Brechung an der Linsenoberfläche 36k in einem ausgedehnten
Bereich 61k2 als paralleler Strahl
hin zu dem Spiegel 39k verläuft.
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In
einer Variante dieser Ausführungsform kann
das Beugungsgitter 73k derart ausgestaltet sein, daß die in
dem Bereich 61k2 aus der Linse 29k austretende
Meßstrahlung
einen divergenten oder konvergenten Strahlverlauf derart aufweist,
daß sie an
dem Rückreflektor
ebenfalls in sich zurückgeworfen
wird, wozu der Rückreflektor
dann als konkaver oder konvexer Spiegel ausgebildet ist.
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Andererseits
kann eine Variante der in 9 gezeigten
Ausführungsform
auch so ausgestaltet sein, daß der Rückreflektor
ein Beugungsgitter umfaßt.
In diesem Fall kann in dem Strahlengang zwischen der Strahlungsquelle
und der ersten optischen Oberfläche 35k der
Linse 29k das Gitter 37k angeordnet sein oder
auch weggelassen sein.
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In
der in 9 gezeigten Ausführungsform weist die Interferometeranordnung 37k ansonsten
einen Aufbau entsprechend der in den 7 und 8 gezeigten
Interferometeranordnungen auf. Allerdings ist es auch möglich, die
in den 3 bis 6 dargestellten Interferometeranordnungen
derart abzuwandeln, daß die
Meßstrahlung
die Linse ohne Reflexion durchsetzt, wozu dann der Rückreflektor
in den Darstellungen der Figuren oberhalb der Linse an einer ähnlichen
Position anzuordnen ist, wie dies in 9 dargestellt
ist.
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Eine
weitere Ausführungsform
eines Projektionsbelichtungssystems 1f mit einer Interferometeranordnung 37f ist
in 10 dargestellt. Eine Linse 29f, welche
in einer Projektionsoptik oder einer Beleuchtungsoptik des Projektionsbelichtungssystems 1f angeordnet
sein kann, ist in einem Gehäuse 33f der
Optik gehaltert. Die Linse 29f selbst ist in einer Fassung 87f befestigt.
Zwischen der Fassung 87f und dem Träger 83f sind mehrere
Aktuatoren 85f eingefügt,
welche von einer Steuerung 81f angesteuert werden, um eine
Position der Linse 29f relativ zu dem Gehäuse 33f präzise einstellen
zu können.
Zur Vermessung der Position der Linse 29f relativ zu dem Gehäuse 33f umfaßt das Projektionsbelichtungssystem 1f eine
Interferometeranordnung 37f. Die Interferometeranordnung 37f umfaßt eine
Strahlungssendeeinheit 103 und eine Strahlungsdetektionseinheit 105,
welche auf einem Ring 101 montiert sind, welcher von dem
Träger 83f getragen
ist. Der Ring 101 ist aus einem Material mit einem geringen
Wärmeausdehnungskoeffizienten,
wie beispielsweise Zerodur, gefertigt. Zerodur hat einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von 0,5·10–6 K–1,
welcher somit wesentlich geringer ist als ein Wärmeausdehnungskoeffizient des
Trägers 83f,
dessen Komponenten beispielsweise aus Stahl gefertigt sind.
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15 zeigt
in schematischer Darstellung Details der Strahlungssendeinheit 103.
Auf dem Ring 101 ist eine Halterung 127 angebracht,
welche auch eine Wärmesenke
für eine
Halbleiterlaserdiode 121 und Halterung für eine Kollimationsoptik
und einen Strahlteiler 125 bildet. Von der Laserdiode 121 emittierte
Strahlung wird durch die Linse 123 kollimiert und auf den
Strahlteiler 125 gerichtet. Der Strahlteiler 125 ist
eine planparallele Platte mit einer teilweise reflektierenden Oberfläche 126 und
einer entspiegelten Oberfläche 128.
Ein dem Strahlteiler durchsetzender Teil der kollimierten Strahlung
bildet einen Meßlichtstrahl 107,
und ein an den Strahlteiler 125 reflektierter Teil der
Strahlung bildet einen Meßlichtstrahl 109. Die
beiden Strahlen 107 und 109 verlaufen unter einem
Winkel α zueinander.
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Der
Strahl 109 verläuft
direkt hin zu einem ortsauflösenden
Detektor in der Strahlungsdetektionseinheit 105, während der
Strahl 107 auf eine Oberfläche 35f der Linse 29f gerichtet
ist und von dieser so reflektiert wird, daß ein reflektierter Strahl 108 in Überlagerung
mit dem Strahl 109 auf den ortsauflösenden Detektor in der Strahlungsdetektionseinheit 105 trifft.
Da der Winkel α zwischen
den Strahlen 107 und 109 relativ klein ist, beispielsweise
3° oder
5°, ist
der Inzidenzwinkel des Strahls 107 auf der optischen Oberfläche 35f der
Linse 29f relativ groß,
insbesondere größer als
30°.
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Die
beiden Strahlen 108 und 109 erzeugen auf dem ortsauflösendem Detektor
ein Interferenzmuster. Der ortsauflösende Detektor kann beispielsweise
ein zweidimensional ortsauflösender
Detektor, wie beispielsweise ein CCD-Detek tor, sein. Für die Zwecke
dieser Ausführungsform
ist es jedoch auch ausreichend, daß der ortsauflösende Detektor
einfacher gestaltet ist und beispielsweise lediglich ein Zeilendetektor
oder ein Vierquadrantendetektor ist. Wesentlich ist hier nämlich, daß Änderungen
in dem Interferenzmuster detektierbar sind, welche durch eine Verlagerung
der Position der Linse relativ zu dem Gehäuse hervorgerufen werden. Eine
von dem Detektor erfaßte Änderung
einer Strahlungsintensitätsverteilung
wird von einer Steuerung 81f ausgelesen, welche daraufhin
die Aktuatoren 85f derart ansteuert, daß derartige Änderungen
der detektierten Strahlungsintensitätsverteilung kompensiert werden
und somit eine Position des Ortes 113, an welchem der Strahl 107 auf
die Oberfläche 35f trifft,
relativ zu dem Gehäuse 33f konstant
bleibt.
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11 zeigt
eine Draufsicht auf die in 10 im
Querschnitt dargestellte Interferometeranordnung 37f. Aus 11 ist
ersichtlich, daß die Strahlungssendeeinheit 103 und
die Strahlungsdetektionseinheit 105 auf dem Ring 101 gegenüberliegend
angeordnet sind, so daß der
Ort 113 zentral auf der Oberfläche 35f der Linse
angeordnet ist.
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12 zeigt
eine weitere Ausführungsform eines
Projektionsbelichtungssystems 1g mit einer Interferometeranordnung 37g zur
Vermessung einer Position von zwei Linsen 29g1 und 29g2 relativ zueinander. Die beiden Linsen 29g1 , 29g2 sind
jeweils in einer Fassung 87g1 bzw. 87g2 gehaltert, welche über Aktuatoren 85g1 bzw. 85g2 an
einem Träger 83g1 bzw. 83g2 gehaltert
sind, wobei die Träger 83g1 , 83g2 an
einem Gehäuse 33g der
Optik des Projektionsbelichtungssystems 1g befestigt sind. Ähnlich wie
bei der in 10 gezeigten Ausführungsform
sind eine Strahlungssendeeinheit 103g und eine Strahlungsdetektionseinheit 105g der
Interferometeranordnung 37g auf einem Ring 101g einander
gegenüberliegend befestigt,
wobei der Ring 101g von dem Träger 83g1 getragen
ist.
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Die
Strahlungssendeeinheit 103g sendet zwei Strahlen 107g und 109g aus,
welche unter einem Winkel α zueinander
verlaufen. Der Strahl 107g wird an einem Ort 113g1 von einer Oberfläche 35g1 der
Linse 29g1 derart reflektiert,
daß der
reflektierte Strahl auf einen ortsauflösenden Detektor in der Strahlungsdetektionseinheit 105g trifft.
Anders als bei der in 8 gezeigten Ausführungsform
trifft der andere Strahl 109g nicht direkt auf den ortsauflösenden Detektor.
Vielmehr ist der andere Strahl 109g auf einen Ort 113g2 auf einer Linsenfläche 35g2 der
Linse 29g2 derart gerichtet, daß der Strahl
an der Oberfläche 35g2 der Linse 29g2 so
reflektiert wird, daß der reflektierte
Strahl ebenfalls auf den Detektor trifft und dort mit dem an der
Oberfläche 35g1 reflektierten Strahl ein Interferenzmuster
bildet. Ändert
sich ein relativer Abstand zwischen den beiden Punkten 113g1 und 113g2 ,
so ändert
sich entsprechend das auf dem Detektor erzeugte Interferenzmuster,
und eine Steuerung (in 12 nicht dargestellt) wird sich ändernde detektierte
Strahlungsintensitäten
registrieren. In Reaktion darauf kann die Steuerung, ähnlich wie
bei der Ausführungsform
der 8, die Aktuatoren 85g1 für die Position
der Linse 29g1 ansteuern, um solchen Änderungen
entgegenzuwirken. Bei der in 10 dargestellten
Ausführungsform
ist auch die Position der Linse 29g2 durch
Ansteuerung der Aktuatoren 85g2 änderbar,
so daß die
Steuerung auch diese Aktuatoren 85g2 ansteuern
kann, um den relativen Abstand zwischen den beiden Orten 113g1 und 113g2 wieder
herzustellen. Indem beide Linsen 29g1 , 29g2 über
Aktuatoren getragen sind, entsteht hier auch ein weiterer Freiheitsgrad,
um gegebenenfalls andere Änderungen
der Abbildungsqualität
des Projektionsbelichtungssystems 1g zu kompensieren.
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13 zeigt
eine weitere Ausführungsform eines
Projektionsbelichtungssystems 1h mit einer Interferometeranordnung 37h.
Die Interferometeranordnung 37h dient zur Erfassung von Änderungen von
Parametern einer Linse 29h und weist einen ähnlichen
Aufbau auf, wie die in 8 gezeigte Interferometeranordnung.
Aus einer Strahlungssendeeinheit 103h werden zwei Meßstrahlungsstrahlen 107h und 109h unter
einem relativ kleinen Winkel zueinander emittiert. Der eine der
beiden Strahlen 109h trifft direkt auf einen in einer Strahlungsdetektionseinheit 105h vorgesehenen
Detektor, während
der andere Strahl 107h mit einer Linse 29h in
Wechselwirkung tritt. Im Unterschied zu der in 8 gezeigten
Ausführungsform
wird dieser Strahl 107 jedoch nicht an einer Oberfläche 35h der
Linse 29h reflektiert, um dann direkt auf den Detektor 105 zu
treffen. Vielmehr trifft der Strahl 107h an einem Ort 113h auf
die Oberfläche 35h der
Linse 29h und wird dort, wenigstens zum Teil, gebrochen
und tritt in die Linse ein, so daß er deren Linsenmaterial durchsetzt
und dann an der anderen Linsenoberfläche 29h an einem Ort 114 innen
reflektiert wird. Nach der Reflexion an der anderen Linsenoberfläche 29h durchläuft der
Strahl das Linsenmaterial erneut und tritt an einem Ort 116 auf der
Oberfläche 35h aus
der Linse 29h so aus, daß er in Überlagerung mit dem Strahl 109h auf
den Detektor in der Strahlungsdetektionseinheit 105h trifft.
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Änderungen
in der von dem Detektor erfaßten
Intensitätsverteilung
sind somit nicht nur kennzeichnend für eine Änderung einer Position der
Linse relativ zu dem Gehäuse
sondern weiterhin auch kennzeichnend für eine Änderung des Brechungsindex
des Linsenmaterials, was ebenfalls zu Änderungen oder Beeinträchtigungen
einer Abbildungsqualität
des Projektionsbelichtungssystems 1h führen kann. Eine in 13 nicht
gezeigte Steuerung kann dann Aktuatoren 85h zur Positionsveränderung
der Linse 29h relativ zu dem Gehäuse 33h oder andere in
dem Projektionsbelichtungssystem 1h vorgesehene Aktuatoren
betätigen,
um eine gegebene Abbildungsqualität des Projektionsbelichtungssystems beizubehalten.
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14 zeigt
eine Draufsicht auf eine Linse 33i eines Projektionsbelichtungssystems 1i in
einer Darstellung ähnlich
der 11. Im Unterschied zu der 11 sind
hier drei separate Interferometeranordnungen 37i1 , 37i2 und 37i3 vorgesehen,
welche jeweils eine Strahlungssendeinheit 103i und eine Strahlungsdetektionseinheit 105i aufweisen. Ähnlich wie
in der Seitenansicht der 10 gezeigt,
sendet jede Sendeeinheit zwei Strahlen 109i und 107i aus, von
welchen der Strahl 109i direkt auf einen Detektor der Strahlungsdetektionseinheit 105i trifft,
während der
andere Strahl 107i an einem Ort 113i auf der Oberfläche 35i der
Linse reflektiert wird. Aufgrund der räumlich getrennten Anordnung
der drei Interferometeranordnungen 37i1 , 37i2 , 37i3 ,
sind auch die Orte 113i1 , 113i2 und 113i3 ,
an welchen die Strahlen 107i1 , 107i2 107i3 reflektiert
werden, mit Abstand voneinander auf der Oberfläche 35i der Linse
angeordnet. Hierdurch lassen sich die Positionen der drei Orte 113ii , 113i2 , 113i3 jeweils unabhängig voneinander relativ zu
dem Gehäuse 33i bestimmen,
woraus sich auch die Orientierung der Oberfläche 35i der Linse
ableiten läßt.
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Die
anhand der 14 erläuterte Verwendung von drei
Interferometeranordnungen läßt sich auf
eine jede Ausführungsform
der Interferometeranordnung, welche vorausgehend anhand der 3 bis 11 erläutert wurden,
anwenden. Abgesehen davon kann auch eine Anzahl von zwei oder mehr
als drei Interferometeranordnungen zur Vermessung der gleichen optischen
Komponente eingesetzt werden.
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Zusammenfassend
umfaßt
ein Projektionsbelichtungssystem mit mehreren optischen Komponenten
eine Interferometer anordnung, deren Komponenten außerhalb
eines Projektionsstrahlenganges des Projektionsbelichtungssystems
angeordnet sind. Meßstrahlung
der Interferometeranordnung trifft schräg unter einem großen Inzidenzwinkel
auf eine Oberfläche
der zu vermessenden optischen Komponente. Aktuatoren des Projektionsbelichtungssystems
können
in Abhängigkeit
von einer mit der Interferometeranordnung detektierten Meßstrahlungsintensitätsverteilung
angesteuert werden, um Abbildungseigenschaften des Projektionsbelichtungssystems
zu ändern
und diese auch insbesondere gegenüber Driften stabil zu halten.