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Die
Erfindung betrifft ein In-Line-Meßgerät zum Messen eines in einer
Rohrleitung strömenden, insb.
gasförmigen
und/oder flüssigen,
Mediums.
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In
der Prozeßmeß- und Automatisierungstechnik
werden für
die Messung physikalischer Parameter, wie z.B. dem Massedurchfluß, der Dichte und/oder
der Viskosität,
eines in einer Rohrleitung strömenden
Mediums oftmals solche In-Line-Meßgeräte verwendet, die mittels eines
vom Medium durchströmten
Meßaufnehmers
vom Vibrationstyp und einer daran angeschlossenen Meß- und Betriebsschaltung,
im Medium Reaktionskräfte,
wie z.B. mit dem Massedurchfluß korrespondierende
Corioliskräfte, mit
der Dichte des Mediums korrespondierende Trägheitskräfte und/oder mit der Viskosität des Mediums korrespondierende
Reibungskräfte
etc., bewirken und von diesen abgeleitet ein den jeweiligen Massedurchfluß, die jeweilige
Viskosität
und/oder ein die jeweilige Dichte des Mediums repräsentierendes
Meßsignal
erzeugen.
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Derartige,
insb. als Coriolis-Massedurchflußmesser oder Coriolis-Massedurchfluß-/Dichteaufnehmer
ausgebildete, Meßaufnehmer
sind z.B. in der WO-A 04/099735, der WO-A 04/038341, WO-A 03/076879,
der WO-A 03/027616, der WO-A 03/021202 der WO-A 01/33174, der WO-A
00/57141, der WO-A 98/07 009, der US-B 68 80 410, US-B 68 51 323,
der US-B 68 07 866, der US-B 67 11 958, der US-B 66 66 098, der
US-B 63 08 580, der US-A 60 92 429, der US-A 57 96 011, der US-A
60 06 609, der US-A 56 02 345, der US-A 53 01 557, der US-A 48 76
898, der US-A 47 93 191, der EP-A 553 939, der EP-A 1 001 254, der
EP-A 12 48 084, der EP-A 1 448 956 oder der EP-A 1 421 349 ausführlich und
detailliert beschrieben. Zum Führen
des zumindest zeitweise strömenden
Mediums umfassen die Meßaufnehmer
jeweils mindestens ein an einem zumeist eher dickwandigen, insb. rohrförmigen und/oder
balkenartigen, Tragzylinder oder in einem Tragrahmen entsprechend
schwingfähig
gehaltertes Aufnehmer-Rohr. Darüber
hinaus weisen die vorgenanten Meßaufnehmer ein mit dem ersten
Aufnehmer-Rohr zumindest über
zwei, insb. aber vier Koppelelemente – auch Knotenplatten oder Koppler
genannt – mechanisch
gekoppeltes, ebenfalls zumindest zeitweise vibrierendes zweites
Aufnehmer-Rohr auf, wobei wenigstens das erste Aufnehmer-Rohr als
ein dem Führen
von zu messendem Medium dienendes, mit der Rohrleitung kommunizierendes
erstes Meßrohr
ausgebildet ist. Zum Erzeugen oben genannter Reaktionskräfte, werden
die beiden Aufnehmer-Rohre, angetrieben von einer zumeist elektro-dynamischen
Erregeranordnung, im Betrieb vibrieren gelassen wird, wobei die
beiden Aufnehmer-Rohre zumindest zeitweise Biegeschwingungen um
eine zu einer Längsachse
des Meßaufnehmers
im wesentlichen parallele gedachte Schwingungsachse ausführen. Zum
Erfassen, insb. einlaßseitiger
und auslaßseitiger,
Vibrationen des Aufnehmer-Rohrs und zum Erzeugen wenigstens eines
diese repräsentierenden
Schwingungsmeßsignals
weisen solche Meßaufnehmer
ferner jeweils eine auf Bewegungen und insoweit auch auf mechanische
Schwingungen des Aufnehmer-Rohrs reagierende Sensoranordnung auf.
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Im
Betrieb wird das vorbeschriebene, durch das wenigstens eine als
Meßrohr
ausgebildet Aufnehmer-Rohr, das zumindest darin momentan geführte Medium
sowie zumindest anteilig durch die Erreger- und die Sensoranordnung
gebildete innere Schwingungssystems des Meßaufnehmers mittels der elektro-mechanischen
Erregeranordnung zumindest zeitweise in einem Nutzschwingungsmode
zu mechanischen Schwingungen auf wenigstens einer dominierenden
Nutz-Schwingungsfrequenz
angeregt. Diese Schwingungen im sogenannten Nutzschwingungsmode
sind zumeist, insb. bei Verwendung des Meßaufnehmers als Coriolis-Massedurchfluß- und/oder
Dichtemesser, zumindest anteilig als Lateral-Schwingungen ausgebildet.
Als Nutz-Schwingungsfrequenz
wird dabei üblicherweise eine
natürliche
momentane Resonanzfrequenz des inneren Schwingungssystems gewählt, die
wiederum sowohl von Größe, Form
und Material des Aufnehmer-Rohrs als auch von einer momentanen Dichte des
Mediums abhängig
ist; ggf. kann die Nutz-Schwingungsfrequenz
auch von einer momentanen Viskosität des Mediums signifikant beeinflußt sein.
Infolge schwankender Dichte des zu messenden Mediums und/oder infolge
von im Betrieb vorgenommen Mediumswechseln ist die Nutz-Schwingungsfrequenz
im Betrieb des Meßaufnehmers
naturgemäß zumindest
innerhalb eines kalibrierten und insoweit vorgegebenen Nutz-Frequenzbandes
veränderlich,
das entsprechend eine vorgegebene untere und eine vorgegebene obere
Grenzfrequenz aufweist.
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Das
von dem wenigstens einen Aufnehmer-Rohr sowie der Erreger- und der
Sensoranordnung gemeinsam gebildete innere Schwingungssystem des
Meßaufnehmers
ist ferner üblicherweise
von einem den Tragrahmen bzw. den Tragzylinder als integralen Bestandteil
aufweisenden Aufnehmer-Gehäuse eingehaust,
wobei letzteres über
ein einlaßseitiges
Ende und ein auslaßseitiges
Ende mit der Rohrleitung mechanisch gekoppelt ist. Für Meßaufnehmer vom
Vibrationstyp entsprechend geeignete Aufnehmer-Gehäuse
sind beispielsweise in der WO-A 03/076879, der WO-A 03/021202, der
WO-A 01/65213, der WO-A 00/57141, der US-B 67 76 052, der US-B 67
11 958, der US-A 60 44 715, der US-A 53 01 557 oder der EP-A 1 001
254 beschrieben. Insbesondere bei Meßaufnehmern mit gebogenen Aufnehmer-Rohren
weist das Aufnehmer-Gehäuse
eine mit dem Trägerrahmen
verbundene, insb. mit diesem verschweißten, Gehäusekappe auf, die die Aufnehmer-Rohre
zumindest teilweise umgibt.
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Das
Meßaufnehmer-Gehäuse dient
neben der Halterung des wenigstens einen Meßrohrs insb. auch dazu, dieses,
die Erreger- und die Sensoranordnung sowie andere innen liegenden
Bauteile vor äußeren Umwelteinflüssen, wie
z.B. Staub oder Spritzwasser, zu schützen. Eine entsprechende Gehäusekappe
für einen
Meßaufnehmer
vom Vibrationstyp zum Einhausen von wenigstens einem gebogenen,
im Betrieb des Meßaufnehmers
vibrierenden Rohrsegments eines fluidführenden Meßrohrs ist z.B. in der WO-A
03/021202, der WO-A 03/021203, der WO-A 00/57 141, der US-A 53 01
557, der EP-A 1 001 254 beschrieben.
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Seitens
der Anwender wird an derartige Gehäuse für Meßaufnehmer häufig auch
die Anforderung gestellt, daß sie
im Falle eines undichten oder berstenden Meßrohrs dem dann zumeist deutlich über dem
Außendruck
liegenden statischen Innendruck zumindest für eine vorgegebene Dauer leckfrei standhalten,
vgl. hierzu auch die WO-A 00/57 141, die US-A 60 44 715, die US-A
53 01 557 oder die EP-A 1 001 254. Zumindest für Anwendungen mit toxischen
oder leicht entzündbaren
Fluiden muß das Meßaufnehmer-Gehäuse ggf.
auch die an einen Sicherheitsbehälter
zu stellenden Anforderungen erfüllen
können.
Ein damit einhergehendes Problem besteht, insb. für Anwendungen
mit unter hohem statischen Druck von über 100 bar stehenden Medien,
jedoch darin, daß es,
nachdem das Meßrohr
undicht und somit das Meßaufnehmer-Gehäuse ggf.
mit einem erhöhten
Innendruck beaufschlagt worden ist, zwar verzögert, so doch in der Wirkung
gleich verheerend, unvermittelt zur Explosion des Meßaufnehmer-Gehäuses und/oder
eines am Meßaufnehmer-Gehäuse entsprechend
fixierten Elektronik-Gehäuses
für die
Meßgerät-Elektronik
kommen kann. Dieser Fall kann im besonderen auch dann eintreten, wenn
die Mediums führende
Rohrleitung mit unvorhersehbaren hohen Drücken und/oder mit einer Folge
von Druckschlägen
von unvorhersehbar hoher Häufigkeit
und/oder Folgefrequenz beaufschlagt werden. Darüber hinaus kann es aufgrund
von Materialfehlern und/oder -ermüdungen auch nach längeren Betreibszeiten
durchaus auch bei in der Spezifikation liegenden Druckwerten zum
Versagen von Meßrohr und
Meßaufnehmer-Gehäuses kommen.
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Anderseits
verbietet sich oftmals, besonders bei umweltgefährdenden Medien, beispielsweise hochtoxischen
und/oder hochexplosiven Stoffen, der Einsatz von entsprechenden
Sicherheitsauslässe, wie
z.B. Berstscheiben und/oder Überdruckventile, zum
Abbau allfälliger Überdrücke im Meßaufnehmer, da
eine Kontaminierung der Umwelt mit dem Medium zumeist sicher vermieden
werden muß.
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Ausgehend
davon besteht daher eine Aufgabe der Erfindung darin, ein In-Line-Meßgeräte der beschriebenen
Art dahingehend zu verbessern, daß ein Versagen des Meßrohrs möglichst
frühzeitig
erkannt und insoweit unvermittelte Explosionen des In-Line-Meßgeräts, insb.
des Meßaufnehmer-Gehäuse und/oder
des daran fixierten Elektronik-Gehäuses, verhindert werden können.
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Zur
Lösung
der Aufgabe besteht die Erfindung in einem In-Line-Meßgerät zum Messen
eines in einer Rohrleitung strömenden,
insb. gasförmigen und/oder
flüssigen,
Mediums, welches In-Line-Meßgerät einen
Meßaufnehmer
vom Vibrationstyp sowie eine mit dem Meßaufnehmer elektrisch gekoppelte Meßgerät-Elektronik
umfaßt.
Der Meßaufnehmer weist
wenigstens ein mit der Rohrleitung kommunizierendes, im Betrieb
vibrierendes Meßrohr,
eine auf das wenigstens eine Meßrohr
einwirkende elektro-mechanische, insb. elektro-dynamische, Erregeranordnung
zum Erzeugen und Aufrechterhalten von mechanischen Schwingungen
des Meßrohrs,
eine Sensoranordnung zum Erzeugen wenigstens eines Schwingungen
des Meßrohrs
repräsentierenden Schwingungsmeßsignals
mit wenigstens einem am wenigstens einen Meßrohr oder in dessen Nähe angeordnete
Schwingungssensor, sowie ein das wenigstens eine Meßrohr zusammen
mit der Erreger- und der Sensoranordnung einhausendes Meßaufnehmer-Gehäuse auf.
Darüber
hinaus überwacht
die Meßgerät-Elektronik einen
statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses
und/oder eine Dichtheit des wenigstens einen Meßrohrs.
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Des
weiteren besteht die Erfindung in einem Verfahren zum Überwachen
eines In-Line-Meßgeräts zum Messen
eines in einer Rohrleitung strömenden, insb.
gasförmigen
und/oder flüssigen,
Mediums, welches In-Line-Meßgerät eine Meßgerät-Elektronik
sowie einen mit dieser elektrisch gekoppelten Meßaufnehmer vom Vibrationstyp
umfaßt,
der wenigstens ein mit der Rohrleitung kommunizierendes und im Betrieb
vibrierendes Meßrohr,
eine auf das wenigstens eine Meßrohr
einwirkende elektro-mechanische, insb. elektro-dynamische, Erregeranordnung
zum Erzeugen und Aufrechterhalten von mechanischen Schwingungen
des wenigstens einen Meßrohrs,
eine Sensoranordnung zum Erzeugen wenigstens eines Schwingungen
des wenigstens einen Meßrohrs
repräsentierenden
Schwingungsmeßsignals
mit wenigstens einem am Meßrohr
oder in dessen Nähe
angeordnete Schwingungssensor, sowie ein das wenigstens eine Meßrohr zusammen
mit Erreger- und Sensoranordnung einhausendes Meßaufnehmer-Gehäuse aufweist,
welches Verfahren folgende Schritte umfaßt:
- – Strömenlassen
des zu messenden Mediums durch das wenigstens eine Meßrohr des
Meßaufnehmers,
- – Fließenlassen
eines von der Meßgeräte-Elektronik
gelieferten Erregerstroms durch Erregeranordnung und Vibrierenlassen
des wenigstens einen Meßrohrs
zum Erzeugen von mit wenigstens einer vom Medium zu erfassenden
Meßgröße korrespondierenden
Reaktionskräften
im Medium,
- – Erfassen
von Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs mittels der Sensoranordnung
und Erzeuen wenigstens eines mechanische Schwingungen des Meßrohrs repräsentierenden
Schwingungsmeßsignals,
sowie
- – Ermitteln
eines statischen Innendrucks innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses
und/oder einer Dichtheit des wenigstens einen Meßrohrs wobei die Meßgerät-Elektronik.
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Nach
einer ersten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung generiert
die Meßgerät-Elektronik
unter Verwendung wenigstens eines während des Betriebs intern ermittelten
und/oder intern gemessenen Betriebsparameters wiederholt wenigstens
einen Überwachungswert,
der in seiner Höhe
vom momentanen statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses und/oder
von einem das wenigstens eine Meßrohr momentan umgebenden Medium
abhängig
ist.
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Nach
einer zweiten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung generiert
die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
unter Verwendung des wenigstens einen Schwingungsmeßsignals.
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Nach
einer dritten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung erzeugt die
Meßgerät-Elektronik
wenigstens ein Treibersignal für
die Erregeranordnung und generiert die Meßgerät-Elektronik den Überwachungswert
unter Verwendung des wenigstens einen Treibersignals, insb. anhand
des in der Erregeranordnung fließenden Erregerstroms.
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Nach
einer vierten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung ist die Erregeranordnung
zumindest zeitweise von einem von der Meßgerät-Elektronik getriebenen Erregerstrom durchflossen,
und generiert die Meßgerät-Elektronik den Überwachungswert
anhand des Erregerstroms und/oder anhand einer zeitlichen Änderung
des Erregerstroms. Nach einer Weiterbildung dieser Ausgestaltung
der Erfindung ermittelt die Meßgerät-Elektronik einen,
insb. digitalen, Erregerstromwert, der eine Stromstärke des
Erregerstroms momentan repräsentiert,
und generiert die Meßgerät-Elektronik den Überwachungswert
unter Verwendung wenigstens eines intern ermittelten Erregerstromwerts,
insb. anhand einer Folge von Erregerstromwerten. Nach einer anderen
Weiterbildung dieser Ausgestaltung der Erfindung generiert die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
anhand einer Folge von, insb. digital gespeicherten, Erregerstromwerten.
Ferner ist vorgesehen, daß die
Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
anhand einer zeitlichen Ableitung der Stromstärke des Erregerstrom und/oder
einer anderen zeitliche Änderungen
der Stromstärke
des Erregerstrom charakterisierenden Meßgröße generiert.
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Nach
einer fünften
Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung
ist das In-Line-Meßgerät weiters
dafür vorgesehen
und in der Lage, die Dichte des Mediums zu messen. Nach einer Weiterbildung
dieser Ausgestaltung der Erfindung ermittelt die Meßgerät-Elektronik
unter Verwendung des wenigstens einen Schwingungsmeßsignals wiederholt
einen, insb. digitalen, Dichte-Meßwert, der eine Dichte des
Mediums momentan repräsentiert, und
generiert die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
unter Verwendung wenigstens eines intern ermittelten Dichte-Meßwerts,
insb. anhand einer Folge von Dichte-Meßwerten. Nach einer Weiterbildung
dieser Ausgestaltung der Erfindung generiert die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
anhand einer Folge von, insb. digital gespeicherten, Dichte-Meßwerten.
Nach einer anderen Weiterbildung dieser Ausgestaltung der Erfindung
generiert die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
anhand einer zeitlichen Ableitung der gemessenen Dichte und/oder
einer anderen zeitliche Änderungen der
gemessenen Dichte charakterisierenden Meßgröße. Ferner ist vorgesehen,
daß die
Meßgerät-Elektronik
den Dichte-Meßwert
anhand der wenigstens einen der Überwachung
dienenden Schwingungsfrequenz ermittelt.
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Nach
einer sechsten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung ist die Erregeranordnung
zumindest zeitweise von einem von der Meßgerät-Elektronik getriebenen Erregerstrom durchflossen,
ermittelt die Meßgerät-Elektronik unter Verwendung
des wenigstens einen Schwingungsmeßsignals wiederholt einen,
insb. digitalen, Dichte-Meßwert,
der eine Dichte des Mediums momentan repräsentiert, und generiert die
Meßgerät-Elektronik den Überwachungswert
anhand eines Quotienten, der mittels eines intern ermittelten, den
Erregerstrom momentan repräsentierenden
Erregerstromwerts und eines intern ermittelten Dichte-Meßwerts gebildet
ist.
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Nach
einer siebenten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung generiert
die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
anhand wenigstens einer der Überwachung
dienenden Schwingungsfrequenz, mit der das wenigstens eine Meßrohr zumindest
zeitweise schwingt, und/oder anhand einer zeitlichen Änderung
dieser wenigstens einen Schwingungsfrequenz. Nach einer Weiterbildung dieser
Ausgestaltung der Erfindung generierte die Meßgerät-Elektronik den Überwachungswert
anhand einer zeitlichen Ableitung und/oder einer anderen zeitliche Änderungen
der wenigstens einen der Überwachung
dienenden Schwingungsfrequenz charakterisierenden Meßgröße.
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Nach
einer achten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung vergleicht
die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
mit einem vorgegebenen und/oder im Betrieb vorgebbaren Grenzwert,
der eine für
das Meßrohr
im Betrieb maximal zulässige
Höhe des Überwachungswerts
repräsentiert,
und löst
die Meßgerät-Elektronik
bei detektiertem Erreichen und/oder Überqueren des Grenzwerts einen
Alarm aus.
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Nach
einer neunten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung vergleicht
die Meßgerät-Elektronik
die zeitliche Änderung
des Überwachungswerts
mit einem vorgegebenen und/oder im Betrieb vorgebbaren Änderungsgrenzwert,
der eine im Betrieb, insb. über
ein vorgegebenes Zeitintervall gemittelte, maximal zulässige Änderungsgeschwindigkeit
des Überwachungswerts
repräsentiert,
und löst
die Meßgerät-Elektronik
bei detektiertem Erreichen und/oder Überqueren des Änderungsgrenzwerts
einen Alarm aus.
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Nach
einer zehnten Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung generiert
die Meßgerät-Elektronik
mittels des Überwachungswerts
intern wenigstens ein Alarmsignal, das einen überhöhten statischen Innendruck
innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses und/oder
das Vorhandensein eines Lecks im wenigstens einen Meßrohr signalisiert.
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Nach
einer elften Ausgestaltung des In-Line-Meßgeräts der Erfindung kommuniziert
die Meßgerät-Elektronik
mittels eines Datenübertragungssystems,
insb. einem leitungsgebundenen Feldbussystem, mit einer übergeordneten,
Meßwerte verarbeitenden
Steuerungseinheit, und sendet die Meßgerät-Elektronik das Alarmsignal
an die Steuerungseinheit.
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Nach
einer ersten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses
weiters einen Schritt des Generieren wenigstens eines Überwachungswerts,
der in seiner Höhe
vom momentanen statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses und/oder
von einem das wenigstens eine Meßrohr momentan umgebenden Medium
abhängig
ist, mittels der Meßgerät-Elektronik.
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Nach
einer zweiten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses
weiters einen Schritt des Vergleichens des wenigstens einen Überwachungswerts
mit einem Grenzwert, der eine für das
Meßrohr
im Betrieb maximal zulässige
Höhe des Überwachungswerts
repräsentiert,
und/oder mit einem Änderungsgrenzwert,
der eine im Betrieb, insb. über
ein vorgegebenes Zeitintervall gemittelte, maximal zulässige Änderungsgeschwindigkeit
des Überwachungswerts
repräsentiert.
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Nach
einer dritten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses
weiters Schritte des Detektiertens eines Erreichen und/oder Überquerens
des Grenzwerts und/oder des Änderungsgrenzwert
sowie Auslösen
eines Alarms.
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Nach
einer vierten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, ermittelt
die Meßgerät-Elektronik
den wenigstens einen Überwachungswert
anhand wenigstens eines während
des Betriebs intern ermittelten und/oder intern gemessenen Betriebsparameters,
insb. eines Erregerstromwerts, der eine Stromstärke des Erregerstroms momentan
repräsentiert,
einer der Überwachung
dienenden Schwingungsfrequenz oder davon abgeleiteter Betriebsparameter.
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Ein
Grundgedanke der Erfindung besteht darin, allfällige Lecks im Meßrohr und
die damit einhergehende potentielle Gefährdung der Umgebung des In-Line-Meßgeräts dadurch
zu erkennen, das die durch den erhöhten statischen Innendruck
im Meßaufnehmer-Gehäuse bedingte
Veränderungen
im Schwingverhalten des wenigstens einen Meßrohrs anhand des Schwingungen
bewirkenden Treibersignals und/oder anhand des Schwingungen des
Meßrohrs
repräsentierenden
Schwingungsmeßsignals
direkt erkannt werden. Ein Vorteil der Erfindung besteht darin,
daß somit
zur Überwachung
des Innendrucks des Meßaufnehmer-Gehäuse und/der
des Meßrohrs zusätzliche
Drucksensoren nicht zwingend erforderlich sind.
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Die
Erfindung wird nun anhand der Figuren der Zeichnung näher erläutert, in
der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
dargestellt ist. Funktionsgleiche Teile sind in den einzelnen Figuren
mit denselben Bezugszeichen versehen, die jedoch in nachfolgenden Figuren
nur dann wiederholt sind, wenn es sinnvoll erscheint.
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1a,
b zeigen ein, beispielsweise als Coriolis-Massedurchfluss-/Dichte-
und/oder Viskositäts-Messer
dienendes, In-Line-Meßgerät mit einem Meßaufnehmer
vom Vibrationstyp in verschieden Seitenansichten,
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2 bis 5 zeigen
Einzelheiten eines für
ein In-Line-Meßgerät gemäß den 1a,
b geeigneten Meßaufnehmers
vom Vibrationstyp in verschiedenen, teilweise geschnitten Seitenansichten,
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6 zeigt
Verläufe
für Abweichungen
Meßaufnehmer
vom Vibrationstyp treibender Erregerströme von einem für den zugehörigen Meßaufnehmer vorab
jeweils ermittelten nominalen Erregerstrom, die für In-Line-Meßgeräte gemäß den 1a,
b bei unterschiedlichen Nennweiten und verschiedenen Innendrücke im Meßaufnehmer-Gehäuse experimentell
ermittelt wurden,
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7 zeigt
Verläufe
für Abweichungen
von mittels In-Line-Mcßgeräten gemäß den 1a,
b gemessenen Dichten von einer vorgegebenen Referenzdichte sind
in Abhängigkeit
vom innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses gemessenen Innendruck, die
für In-Line-Meßgeräte gemäß den 1a,
b bei unterschiedlichen Nennweiten und verschiedenen Innendrücke im Meßaufnehmer-Gehäuse experimentell
ermittelt wurden, und
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8 zeigt
Verläufe
für auf
die gemessenen Dichte-Meßwerte
gemäß 7 normierte
zugehörige
Erregerströme
gemäß 6.
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In
den 1a, b ist ein, insb. als Coriolis-Massedurchfluß- und/oder
Dichte-Mcßgerät ausgebildetes,
In-Line-Meßgerät 1 dargestellt,
das beispielsweise dazu dient, einen Massendurchfluß m eines
in einer – hier
aus Übersichtlichkeitsgründen nicht
dargestellten – Rohrleitung
strömenden
Mediums zu erfassen und in einen diesen Massendurchfluß momentan
repräsentierenden
Massendurchfluß-Meßwert Xm abzubilden. Medium kann hierbei praktisch
jeder strömungsfähige Stoff
sein, insb. eine Flüssigkeit,
ein Gas, ein Dampf oder dergleichen. Alternativ oder in Ergänzung kann
das In-Line-Meßgerät 1 ggf.
auch dazu verwendet werden, eine Dichte, ρ, und/oder eine Viskosität η des Mediums
zu messen.
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Zum
Messen des Mediums umfaßt
das In-Line-Meßgerät 1 einen
im Betrieb vom Medium entsprechend durchströmten Meßaufnehmer 10 vom Vibrationstyp
sowie eine mit dem Meßaufnehmer 10 elektrisch
verbundene – hier
nicht im einzelnen, sondern lediglich als schematisch als Schaltungsblock dargestellte – Meßgerät-Elektronik 20.
In vorteilhafter Weise ist die Meßgerät-Elektronik 20 so
ausgelegt, daß sie
im Betrieb des In-Line-Mcßgeräts 1 mit
einer diesem übergeordneten
Meßwertverarbeitungseinheit,
beispielsweise einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), einem
Personalcomputer und/oder einer Workstation, via Datenübertragungssystem, beispielsweise
einem seriellen Feldbus, Meß- und/oder andere
Betriebsdaten austauschen kann. Des weiteren ist die Meßgerät-Elektronik
so ausgelegt, daß sie
von einer externen Energieversorgung, beispielsweise auch über das
vorgenannte Feldbussystem, gespeist werden kann. Für den Fall,
daß das In-line- Meßgerät für eine Ankopplung
an ein Feldbus- oder ein anderes Kommunikationssystem vorgesehen
ist, weist die, insb. programmierbare, Meßgerät-Elektronik 20 zudem
eine entsprechende Kommunikations-Schnittstelle für eine Datenkommunikation auf,
z.B. zum Senden der Meß- und/oder Betriebsdaten
an die bereits erwähnte
speicherprogrammierbare Steuerung oder ein übergeordnetes Prozeßleitsystem.
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In
den 2 bis 5 ist in unterschiedlichen Darstellungsarten
ein Ausführungsbeispiel
für den,
insb. als Coriolis-Massedurchfluß-, als Dichte- und/oder als Viskositäts-Aufnehmer
dienenden, Meßaufnehmer 1 vom
Vibrationstyp gezeigt. Wie bereits erwähnt, dient der Meßaufnehmer 1 dazu,
in einem hindurchströmenden
Medium solche mechanischen Reaktionskräfte, insb. vom Massendurchfluß abhängige Corioliskräfte, von
der Mediumsdichte abhängige
Trägheitskräfte und/oder
von der Mediumsviskosität
abhängige
Reibungskräfte,
zu erzeugen, die sensorisch erfaßbar und insoweit meßbar auf
den Meßaufnehmer
zurückwirken.
Abgeleitet von diesen das Medium beschreibenden Reaktionskräften können mittels
in der Meßgerät-Elektronik
entsprechend implementierten Auswerte-Verfahren in der dem Fachmann bekannten
Weise z.B. der Massendurchfluß,
die Dichte und/oder die Viskosität
des Mediums gemessen werden. Der Meßaufnehmer 1 ist im
Betrieb in den Verlauf einer von einem zu messenden, insb. flüssigen,
gasförmigen
oder dampfförmigen, Medium
durchströmten – aus Gründen der Übersichtlichkeit
jedoch nicht dargestellten – Rohrleitung über Flansche 2, 3,
einzusetzen. Anstatt mittels Flanschen kann der Meßaufnehmer 1 an
die erwähnte
Rohrleitung auch durch andere bekannte Anschlußmittel angeschlossen werden,
wie z.B. mittels Triclamp-Anschlüssen oder
Schraubverbindungen.
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Zum
Führen
von zu messendem Medium umfaßt
der Meßaufnehmer
wenigstens ein in einem Aufnehmer-Gehäuse 10 schwingfähig gehaltertes, als
Meßrohr
dienendes erstes Aufnehmer-Rohr 4, das im Betrieb mit der
Rohrleitung kommuniziert und, angetrieben von einer elektro-mechanischen
Erregeranordnung 60, zumindest zeitweise in wenigstens einem
für die Ermittlung
der physikalischen Meßgröße geeigneten
Schwingungsmode vibrieren gelassen wird. Als Materialien für das Aufnehmer-Rohr
eignen sich im besonderen Stahl, insb. Edelstahl, Titan, Zirkonium
oder Tantal. Darüber
hinaus kann als Material für
das Aufnehmer-Rohr aber auch praktisch jeder andere dafür üblicherweise
verwendete oder zumindest geeignete Werkstoff dienen.
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Neben
dem Aufnehmer-Gehäuse 10 und dem
darin gehalterten wenigstens einen Aufnehmer-Rohr 4 umfaßt der Meßaufnehmer 1 ferner
eine auf das wenigstens eine Aufnehmer-Rohr 4 einwirkende
elektro-mechanische, insb. elektro-dynamische, Erregeranordnung 60 zum
Erzeugen und/oder Aufrechterhalten von mechanischen Schwingungen, im
besonderen auch dann, wenn das Aufnehmer-Rohr 4 vom zu
messenden Mediums durchströmt
ist. Des weiteren ist im Meßaufnehmer
eine auf mechanische Schwingungen, beispielsweise Biege-Schwingungen,
des Aufnehmer-Rohrs 4 reagierende Sensoranordnung 70 zum
Erzeugen wenigstens eines Schwingungen des Aufnehmer-Rohrs 4 repräsentierenden
Schwingungsmeßsignals
svb vorgesehen. Zumindest das wenigstens
eine Aufnehmer-Rohre 4, 5 sowie daran zusätzlich fixierte
Komponenten, wie z.B. Teil der Erregeranordnung 60 und der
Sensoranordnung 70 bilden somit ein inneres Schwingungssystem
des Meßaufnehmers.
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Im
Betrieb des Meßaufnehmers 1 führt praktisch
das gesamte innere Schwingungssystems des Meßaufnehmers 1, das
durch das wenigstens eine als Meßrohr dienende Aufnehmer-Rohr 4,
das momentan darin geführte
Medium sowie zumindest anteilig durch die Erreger- und die Sensoranordnung 60, 70 gebildet
ist, zumindest zeitweise mechanische Schwingungen mit wenigstens
einer Nutz-Schwingungsfrequenz Fn aus, wobei
die mechanischen Schwingungen zumindest zeitweise und/oder zumindest
anteilig als Lateral-Schwingungen, insb. als Biege-Schwingungen,
ausgebildet sind. Die momentane Nutz-Schwingungsfrequenz Fn des inneren Schwingungssystems ist dabei
in vorteilhafter Weise so geregelt und so eingestellt, daß sie im
wesentlichen einer momentanen natürlichen Eigenfrequenz des inneren
Schwingungssystems entspricht. Infolgedessen ist die Nutz-Schwingungsfrequenz
Fn in dem Fachmann bekannter Weise sowohl
von Größe, Form
und Material des wenigstens einen Aufnehmer-Rohrs als auch im besonderen von einer
momentanen Dichte des Mediums abhängig. Bei schwankender Dichte,
beispielsweise aufgrund von sich ändernden Medieneigenschaften
oder aufgrund von Mediumswechseln im Rohrleitungssystem, ist die
Nutz-Schwingungsfrequenz Fn im Betrieb des Meßaufnehmers
somit innerhalb eines vorgegebenen, eine untere und eine obere Grenzfrequenz
aufweisenden Nutz-Frequenzbandes ΔFn veränderlich, wobei
die untere Grenzfrequenz mit einer höchstens zu erwartenden Dichte
des Mediums korrespondiert, während
die obere Grenzfrequenz beispielsweise bei entlüftetem Meßrohr auftritt.
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Neben
dem, insb. einstückig
ausgebildeten, Aufnehmer-Rohr 4 ist im hier gezeigten Ausführungsbeispiel
ferner ein zum ersten Aufnehmer-Rohr 4 im wesentlichen
identisches, insb. ebenfalls mit der Rohrleitung kommunizierendes
und insoweit als zweites Meßrohr
des Meßaufnehmers
dienendes, zweites Aufnehmer-Rohr 5 im Meßaufnehmer
vorgesehen, das im Betrieb ebenfalls mechanische Schwingungen ausführt. Die
beiden, insb. zumindest abschnittsweise zueinander parallel verlaufenden, Aufnehmer-Rohre 4, 5 können, wie
in den 5 und 6 angedeutet und beispielsweise
auch in der US-B 67 11 958, der US-A 57 96 011, der US-A 53 01 557
gezeigt, mittels entsprechender Verteilerstücke 11, 12 jeweils
einlaßseitig
und auslaßseitig
miteinander zu im Betrieb parallel durchströmten Strömungspfaden verbunden sein;
sie können
aber auch, wie z.B. in der US-A 60 44 715 gezeigt, unter Bildung
hintereinander liegender Strömungspfade
seriell miteinander verbunden sein. Es ist aber auch möglich, wie beispielsweise
auch in der US-B 66 66 098 oder der US-A 55 49 009 vorgeschlagen,
lediglich eines der beiden Aufnehmer-Rohre als dem Führen von
Medium dienendes Meßrohr
und das andere als vom zu messenden Medium nicht durchströmtes, der
Verringerung von intrinsischen Imbalancen im Meßaufnehmer dienendes Blindrohr
zu verwenden.
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Zum
Feinabstimmen des mittels der beiden Aufnehmer-Rohre 4, 5 gebildeten
inneren Schwingungssystems auf geeignete mechanische Eigenfrequenzen
sowie zur Minimierung von durch die vibrierenden Aufnehmer-Rohren
einlaßseitig
oder auslaßseitig
im Aufnehmer-Gehäuse
verursachten mechanische Spannungen und/oder Vibrationen können die beiden
Aufnehmer-Rohre 4, 5 ferner einlaßseitig
mittels wenigstens eines ersten Koppelelements 217a, 217b, 217c sowie
auslaßseitig
mittels wenigstens eines zweiten Koppelelement 218a, 218b, 218c miteinander
mechanisch verbunden sein.
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Im
hier gezeigten Ausführungsbeispiel
weist jedes der beiden Aufnehmer-Rohre 4, 5 wenigstens ein
in zumindest einer Ebene zumindest abschnittsweise gebogenes zentrales
Mittel-Rohrsegment 41, 51 auf. Die Aufnehmer-Rohre 4, 5 können dabei
beispielsweise, wie auch in der US-B 67 76 052 gezeigt, eine ausgeprägte U-Form
aufweisen oder, wie auch in der US-B 68 02 224 oder der US-B 67
11 958 vorgeschlagen, im wesentlichen V-förmig oder auch trapezförmig ausgebildet
sein. Des weiteren können
die Aufnehmer-Rohre aber auch, wie z.B. in der US-A 57 96 011 beschrieben,
nur sehr geringfügig
oder, wie z.B. in der WO-A 01/65213, der US-B 63 08 580, der US-A
60 92 429, der US-A 60 44 715 gezeigt, eher rechteck- oder trapezartig
ausgebogen. Als Alternative zu dem als Messrohr dienenden gebogenen
Aufnehmer-Rohr kann, wie beispielsweise in der US-A 47 93 191, der
US-A 56 02 345, der US-A 60 06 609, der US-B 68 80 410, der US-B
68 51 323 oder der US-B 68 40 109, beschrieben, ferner auch ein
gerades Rohr dienen.
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Bei
dem in den 2 und 3 dargestellten
Meßaufnehmer
ist jedes der beiden zentralen Mittel-Rohrsegmente jeweils im wesentlichen
V-förmig gebogen.
Dabei umfaßt
jedes der beiden Aufnehmer-Rohre 4, 5 ferner jeweils
einlaßseitig
ein gerades, zur der gedachten Schwingungsachse im wesentlichen
parallel verlaufendes Einlaß-Rohrsegment,
das jeweils über
ein einlaßseitiges
bogenförmiges
Zwischen-Rohrsegment in das jeweilige Mittel-Rohrsegment mündet. Darüber hinaus weist jedes der
beiden Aufnehmer- Rohre 4, 5 jeweils
auslaßseitig
ein gerades, zur der gedachten Schwingungsachse im wesentlichen
parallel verlaufendes Auslaß-Rohrsegment auf,
das jeweils über
ein bogenförmiges
auslaßseitiges
Zwischen-Rohrsegment in das jeweilige Mittel-Rohrsegment mündet. Ferner
weist jedes der Mittel-Rohrsegmente einen Scheitelbogen mit einem Öffnungswinkel
auf, der kleiner als 150°, insb.
kleiner als 120°,
ist. Zumindest die Mittel-Rohrsegmente 41, 51 der
beiden Aufnehmer-Rohre 4, 5 werden im Betrieb
von der daran zumindest anteilig fixierten elektro-mechanischen
Erregeranordnung 60 zu auslegerartigen Vibrationen angeregt,
bei denen sie aus der oben erwähnten
Ebene lateral ausgelenkt und zueinander im wesentlichen gegenphasig schwingen
gelassen werden. Dabei führen
das erste Aufnehmer-Rohr und das zweite Aufnehmer-Rohr im Betrieb
zumindest zeitweise Biegeschwingungen um eine zu einer Längsachse
L des Meßaufnehmers
im wesentlichen parallele gedachte Schwingungsachse aus. Anders
gesagt, werden zumindest die Mittel-Rohrsegmente 41, 51 in
einem Biegeschwingungsmode nach der Art einseitig eingespannter Ausleger
oder Zinken einer Stimmgabel schwingen gelassen. Die Erregeranordnung 60 weist
im gezeigten Ausführungsbeispiel
zumindest einen jeweils im Bereich der Scheitelbögen, insb. etwa jeweils mittig, an
den beiden Aufnehmer-Rohren 4, 5 angeordneten Schwingungserreger
auf. Bei dem Schwingungserreger kann es sich beispielsweise um einen
solchen vom elektro-dynamischen Typ, also einen mittels einer am
Aufnehmer-Rohr 5 fixierten Magnetspule 62 und
einen darin eintauchenden, am anderen Aufnehmer-Rohr 4 entsprechend
fixierten Anker 61 realisierten Schwingungserreger, handeln.
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Zum
Erfassen von Vibrationen wenigstens des einen Aufnehmer-Rohrs 4 und
zum Erzeugen des wenigstens einen Schwingungen des Aufnehmer-Rohrs 4 repräsentierenden
Schwingungsmeßsignals
svb ist, wie bereits erwähnt, eine Sensoranordnung vorgesehen,
mittels der in der für
derartige Meßaufnehmer üblichen
Weise, insb. einlaß-
und auslaßseitige,
Vibrationen des Rohrsegments 41 signalisiert und einer
elektronischen Weiterverarbeitung zugeführt werden können. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
weist die Sensoranordnung dafür
einen einlaßseitig
an den Aufnehmer-Rohren 4, 5 angeordneten ersten
Schwingungssensor sowie einen auslaßseitig an den Aufnehmer-Rohren 4, 5 angeordneten,
insb. zum ersten Schwingungssensor im wesentlichen identischen oder
baugleichen, zweiten Schwingungssensor auf. Bei den Schwingungssensoren
kann es sich ebenfalls um solche vom elektro-dynamischen Typ, also
jeweils mittels einer am Aufnehmer-Rohr 5 fixierten Magnetspule 72, 82 und einen
darin eintauchenden, am anderen Aufnehmer-Rohr 4 entsprechend
fixierten Anker 71, 81 realisierten Schwingungssensor,
handeln. Darüber
hinaus können
als Schwingungssensoren auch andere dem Fachmann bekannte, beispielsweise
opto-elektronische, Schwingungssensoren verwendet werden.
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Zum
Ermitteln der wenigstens einen physikalische Meßgröße anhand des wenigstens einen Schwingungsmeßsignals
svb sind die Erregeranordnung 60 und
die Sensoranordnung 70 ferner, wie bei derartigen Meßaufnehmern üblich, in
geeigneter Weise mit einer in der Meßgerät-Elektronik 20 entsprechend
vorgesehenen der Meß-
und Betriebsschaltung elektrisch verbunden, beispielsweise galvanisch
und/oder induktiv und/oder optoelektronisch gekoppelt. Die Meß- und Betriebsschaltung
wiederum erzeugt einerseits ein die Erregeranordnung 60 entsprechend
treibendes, beispielsweise hinsichtlich eines Erregerstromes und/oder
einer Erregerspannung geregeltes, Treibersignal sxc.
Infolgedessen wird ein von der Meßgeräte-Elektronik 20 entsprechend
gelieferter Erregerstrom durch Erregeranordnung fließengelassen,
der mittels des wenigstens einen Schwingungserregers in das wenigstens
eine Meßrohrs
vibrierenlassende Erregerkräfte
umgewandelt wird. Andererseits empfängt die Meß- und Betriebsschaltung das
wenigstens eine Schwingungsmeßsignal
svb der Sensoranordnung 70 und
generiert daraus gewünschte
Meßwerte,
die beispielsweise einen Massedurchfluß, eine Dichte und/oder eine
Viskosität
des zu messenden Mediums repräsentieren können und
die ggf. vor Ort angezeigt oder auch ggf. übergeordnet weiterverarbeitet
werden. Die Meßgerät-Elektronik 20 einschließlich der
Meß- und
Betriebsschaltung kann beispielsweise in einem separaten Elektronik-Gehäuse 9 untergebracht
sein, das vom Meßaufnehmer
entfernt angeordnet oder, unter Bildung eines einzigen, kompakten
In-Line-Meßgeräts, direkt
am Meßaufnehmer 1,
beispielsweise von außen
am Meßaufnehmer-Gehäuses 10,
fixiert sein. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist dafür am Aufnehmer-Gehäuse ferner
ein dem Haltern des Elektronik-Gehäuses 9 dienendes halsartiges Übergangsstücks 8 angebracht.
In den 4 bis 6 sind das Übergangsstück 8 und das Elektronik-Gehäuse 9 allerdings
weggelassen; lediglich in 6 ist eine
in eine Wand des Aufnehmer-Gehäuses 10 eingelassene
Ansatzfläche 63 für das Übergangsstück 8 zu
sehen. In der Ansatzfläche 63 ist
eine elektrische Durchführung 64 angeordnet,
mittels der elektrische Verbindungen zur Erregeranordnung 60 und
zur Sensoranordnung 70 sowie gegebenenfalls weiteren elektrischen
Komponenten, wie z.B. im Meßaufnehmer 1 ggf.
vorgesehenen Druck- und/oder Temperatursensoren, herstellbar sind.
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Die
Aufnehmer-Rohre 4, 5 des Meßaufnehmers wie auch die daran
jeweils angebrachte Erreger- und Sensoranordnung sind, wie aus der
Zusammenschau der 1a, b und 3 ohne weiteres
ersichtlich, vom bereits erwähnten
Aufnehmer-Gehäuse 10 praktisch
vollständig
umhüllt.
Das Aufnehmer-Gehäuse 10 dient
insoweit also nicht nur als Halterung des wenigstens einen Aufnehmer-Rohrs 4 sondern
darüber
hinaus auch dazu, die innen liegenden Bauteile des Meßaufnehmers 1,
wie z.B. die Erreger- und
die Sensoranordnung und allfällig
darüber hinaus
innerhalb des Aufnehmer-Gehäuse
plazierte Komponenten des Meßaufnehmers
vor äußeren Umwelteinflüssen, wie
z.B. Staub oder Spritzwasser, zu schützen. Überdies kann das Aufnehmer-Gehäuse 10 ferner
auch so ausgeführt
und so bemessen sein, daß es
bei allfälligen
Schäden
am Aufnehmer-Rohr 4, z.B. durch Rißbildung oder Bersten, ausströmendes Medium
bis zu einem geforderten maximalen Überdruck im Inneren des Aufnehmer-Gehäuses möglichst
vollständig
zurückzuhalten
kann. Als Material für
das Aufnehmer-Gehäuse, insb.
auch die Gehäusekappe 7,
können
z.B. Stähle
wie Baustahl oder rostfreier Stahl, oder auch andere geeignete hochfeste
Werkstoffe verwendet werden. Nach einer weiteren Ausgestaltung des
Meßaufnehmers bestehen das,
insb. zumindest abschnittsweise gebogene, Aufnehmer-Rohr 4 und
das Aufnehmer-Gehäuse
aus jeweils dem gleichen Material, insb. Stahl oder Edelstahl, oder
zumindest aus einander ähnlichen
Materialien, insb. verschiedenen Stahlsorten. Ferner ist vorgesehen,
die Flansche, wie auch in 3a, b dargestellt
und wie bei derartigen Meßaufnehmer
durchaus üblich,
als integralen Bestandteil des Aufnehmer-Gehäuses auszubilden, um so eine
möglichst kurze
Einbaulänge
bei möglichst
hoher Stabilität
des Meßaufnehmers
zu erreichen; gleichermaßen
können
auch die ggf. vorgesehenen Verteilerstücke 11, 12 direkt
in das Aufnehmer-Gehäuse
integriert sein.
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Bei
dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfaßt das Aufnehmer-Gehäuse 10 ein – hier als seitlich
zumindest teilweise offenen Tragzylinder dargestelltes – Tragelement 6,
das, wie in den 4 bis 6 dargestellt,
mit dem wenigstens einen Aufnehmer-Rohr einlaßseitig und auslaßseitig
mechanisch so verbunden ist, daß das
wenigstens eine gebogene Rohrsegment 41 seitlich herausragt.
Ferner weist das Aufnehmer-Gehäuse
eine von den gebogenen Mittel-Rohrsegmenten der Aufnehmer-Rohre 4, 5 beabstandet
angeordnete und am Tragelement 6, insb. dauerhaft und/oder
mediumsdicht, fixierte Gehäusekappe 7.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
ist zumindest das Aufnehmer-Rohr 4 im hier rohrförmigen Tragelement 6 einlaß- und auslaßseitig so
gehaltert, daß das
schwingfähige
Mittel-Rohrsegment 41, durch zwei Ausnehmungen 61, 62 des
Tragelements 6 verlaufend, seitwärts aus diesem heraus- und
somit in die ebenfalls am Tragelement 6 fixierte Gehäusekappe 7 hineinragt.
Es sei hierbei noch erwähnt,
das anstelle des hier eher rohrförmig dargestellten
Tragelements 6 auch ein ggf. massiver Tragzylinder mit
einem anderen geeigneten Querschnitt verwendet werden kann, beispielsweise
auch ein eher balkenförmig
ausgebildetes Tragelement.
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Die
dem Einhausen des Rohrsegments 41 dienende Gehäusekappe 7 umfaßt, wie
in 3a, b schematisch dargestellt,
ein rinnenförmiges
Kappensegment 10c sowie ein im wesentlichen ebenes erstes
seitliches Gehäuse-Segment 10a und
ein zu diesem im wesentlichen spiegelsymmetrisches zweites seitliches
Gehäuse-Segment 10b.
Die Form des Kappensegments 10c entspricht, wie aus der
Zusammenschau von 3a und 3b ohne weiteres ersichtlich, im wesentlichen
der einer toroidalen Schale. Dementsprechend weist das Kappensegment 10c einen
im wesentlichen kreisbogenförmigen,
bevorzugt halbkreisförmigen,
Querschnitt von vorgebbarem Radius r auf und, zumindest virtuell,
einen im wesentlichen kreisbogenförmigen ersten Segmentrand 10c' mit einem im
Vergleich zum Radius r wesentlich größeren Radius R sowie einem
zum ersten Segmentrand im wesentlichen identisch geformten zweiten
Segmentrand 10c''. Falls erforderlich,
kann sowohl der Querschnitt als auch der Segmentrand nicht ideal-kreisförmig, also
leicht elliptisch geformt sein. Wie aus der Zusammenschau der 3a, b und 4 ohne weiteres
ersichtlich, sind die seitlichen Gehäuse-Segmente 10a, 10b jeweils über einen kreisbogenförmigen ersten
Segmentrand 10a' bzw. 10b' mit dem ersten
bzw. zweiten Segmentrand 10c', 10c'' des Kappensegments 10c verbunden,
und zwar so, daß die
seitlichen Gehäuse-Segmente 10a, 10b jeweils
in einer Tangentialebene des Kappensegments 10c und somit
zu einer an den zugehörigen Segmentrand 10ca bzw. 10cb anlegbaren
Tangente im wesentlichen fluchtend ausgerichtet sind. Anders gesagt,
zwischen dem Kappen- und dem Gehäuse-Segment 10c, 10a bzw.
dem Kappen- Gehäuse-Segment 10c, 10b ist
jeweils ein weitgehend stetiger, also möglichst glatter Übergang
geschaffen, in dem bei zulässigem
innerem Überdruck
möglichst keine
oder nur sehr geringe Biegespannungen erzeugt werden. Außerdem ist
die Gehäusekappe 7 über einen
dritten Segmentrand 10c+ und einen
vierten Segmentrand 10c# des Kappensegments 10c sowie über jeweils
einen zweiten Segmentrand 10a'', 10b'' des ersten und zweiten seitlichen
Gehäuse-Segments 10a bzw. 10b am
Tragelement 6 fixiert, und zwar so, daß das Kappensegment bzw. die
Gehäuse-Segmente 10c, 10a, 10b im
Betrieb vom wenigstens einen vibrierenden Rohrsegment 41 beabstandet
bleiben. Zur Herstellung der Gehäusekappe 7 können die
Segmente 10c, 10a, 10b z.B. jeweils einzeln
vorgefertigt und nachträglich
zusammengefügt,
insb. miteinander verschweißt
werden. In vorteilhafter Weise kann bei der Herstellung der Gehäusekappe 7 z.B.
auch das in der bereits erwähnten WO-A
03/021202 beschriebene Verfahren zum Herstellen einer als Gehäusekappe 7 verwendbaren
Metallkappe angewendet werden, bei dem diese durch Verschweißen zweier
im wesentlichen identisch geformter, insb. aus einem tellerförmigen Halbzeug ausgeschnittener,
Kappenhälften
mit einer, insb. viertel-torusförmigen,
Randwulst gebildet wird. Ferner kann die Gehäusekappe 7 z.B. auch
aus einem Metallblech von entsprechender Dicke tiefgezogen werden.
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Wie
bereits erwähnt
erzeugt, die Meßgerät-Elektronik 20 im
Betrieb einerseits das die Erregeranordnung speisende Treibersignal,
andererseits empfängt
die Meßgerät-Elektronik
die Schwingungssignale der Sensoranordnung und generiert daraus gewünschte,
den Massedurchfluss, die Dichte, die Viskosität oder die Temperatur des strömenden Fluids
repräsentierende
Meßwerte.
Erfindungsgemäß ist ferner
vorgesehen, daß die
Meßgerät-Elektronik im
Betrieb einen statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses und/oder
eine Dichtheit des wenigstens einen Meßrohrs überwacht. Dafür ermittelt
die Meßgerät-Elektronik
gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung anhand wenigstens eines
intern der Meßgerät-Elektronik
ermittelten bzw. aktualisierten Betriebsparameters wiederholt wenigstens
einen Überwachungswert,
der in seiner Höhe
vom momentanen statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses und/oder
von einem das wenigstens eine Meßrohr momentan umgebenden Medium
abhängig
ist. Für
den oben erwähnten
Fall, daß die
Meßgerät-Elektronik mittels
des Datenübertragungssystems
mit einer übergeordneten, Meßwerte verarbeitenden
Steuerungseinheit kommuniziert, kann die Meßgerät-Elektronik beispielsweise
das Alarmsignal via Datenübertragungssystems
auch an die Steuerungseinheit senden.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
mit einem Grenzwert vergleicht, der eine für das Meßrohr im Betrieb maximal zulässige Höhe des Überwachungswerts
repräsentiert
und/oder daß die
Meßgerät-Elektronik
den Überwachungswert
mit einem Änderungsgrenzwert
vergleicht, der eine im Betrieb, insb. über ein vorgegebenes Zeitintervall
gemittelte, maximal zulässige Änderungsgeschwindigkeit
des Überwachungswerts
repräsentiert.
Für den
Fall, daß die Meßgerät-Elektronik
ein Erreichen und/oder Überqueren
des Grenzwerts oder des Änderungsgrenzwertes
detektiert wird von Meßgerät-Elektronik
ein entsprechender Alarm ausgelöst.
Bei dem Grenzwert bzw. Änderungsgrenzwert
kann es sich sowohl um vorab, beispielsweise bei der Kalibrierung
und/oder bei der Inbetriebnahme des In-Line-Meßgeräts, ermittelte Datenwerte handeln;
falls erforderlich kann der Grenzwert bzw. der Änderungsgrenzwert aber auch
im Betrieb des In-Line-Meßgeräts seitens
des Anwenders, beispielsweise auch via Datenkommunikationssystem,
geändert
und somit zeitnah an die tatsächlichen
Gegebenheiten, beispielsweise die Art oder Eigenschaften des momentan
zu messenden Mediums, angepaßt
werden.
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Weiterführende Untersuchungen
haben gezeigt, daß dabei
sowohl das Treibersignal für
die Erregeranordnung als auch das wenigstens eine Schwingungsmeßsignal
Informationen über
den zu überwachenden
statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses und
insoweit auch über die
zu überwachende
Dichtheit des wenigstens einen Meßrohrs liefern kann. Dementsprechend
kann es sich bei dem während
des Betriebs intern ermittelten und/oder intern gemessenen Betriebsparameter
beispielsweise um den Erregerstrom, die momentan angeregete Nutz-Schwingungsfrequenz,
eine momentane Dämpfung
des schwingenden Meßrohrs und/oder
davon abgeleitete Parameter, wie z.B. die mittels der Meßgerät-Elektronik
momentan gemessene Dichte, ρ,
und/oder die mittels der Meßgerät-Elektronik
gemessene Viskosität, η, des Mediums handeln.
So konnte beispielsweise festgestellt werden, daß eine im Betrieb ohne weiteres
meßbare
Abweichung des Erregerstroms von einem im Normalbetrieb nominal
erwarteten Erregerstrom eine sehr starke, nahezu proportionale Abhängigkeit
von dem momentanen statischen Innendruck aufweist. Entsprechende
Verläufe
des Erregerstroms bzw. von dessen Abweichung vom nominalen Erregerstrom, die
exemplarisch anhand zweier im wesentlichen baugleicher Meßaufnehmer
unterschiedlicher Nennweite (DN 15, DN 25) und für verschiedene Innendrücke im Meßaufnehmer-Gehäuse experimentell
ermittelt wurden, sind in 6 dargestellt.
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Dementsprechend
ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
daß die Meßgerät-Elektronik
den Überwwachungswert
unter Verwendung des wenigstens einen Treibersignals, insb. anhand
des in der Erregeranordnung fließenden Erregerstroms und/oder
anhand einer zeitlichen Änderung
des Erregerstroms, generiert. Hierzu ermittelt die Meßgerät-Elektronik
nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung zumindest zeitweise
intern einen, insb. digitalen, Erregerstromwert, der eine Stromstärke des
Erregerstroms momentan repräsentiert,
der dann auch dazu verwendet wird, den Überwachungswert zu generieren.
Falls erforderlich, können
auch eine Folge und/oder eine zeitliche Mittelung von mehren, insb.
digital gespeicherten, Erregerstromwerten der Erzeugung des Überwachungswerts
dienen. Alternativ oder in Ergänzung
können
auch eine zeitlichen Ableitung der Stromstärke des Erregerstrom und/oder
eine andere, zeitliche Änderungen
der Stromstärke
des Erregerstrom charakterisierenden Meßgröße, beispielsweise der Kehrwert
der zeitlichen Ableitung und/oder ein zeitlicher Mittelwert, zur
Ermittlung des Überwachungswerts
herangezogen werden. Darüberhinaus können anstelle
absoluter Werte für
den Erregerstrom bzw. dessen momentaner Abweichung vom nominalen
Erregerstrom auch relative Werte für die Abweichungen und insoweit
auch für
die Ermittlung des Überwachungswerts
herangezogen werden.
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Es
konnte zudem festgestellt werden, daß neben dem Erregerstrom auch
die im Betrieb basierend auf dem Schwingungsmeßsignal, insb. anhand der Nutz-Schwingungsfrequenz,
gemessene Dichte, ρ,
gleichermaßen
signifikant auf eine Erhöhung
des statischen Innenrucks im Meßaufnehmer-Gehäuse mit
einer korrespondierenden Abweichung von einer nominellen Referenzdichte
reagiert. Experimentell ermittelte Verläufe der gemessenen Dichte bzw.
von deren Abweichung von einer vorgegebenen Referenzdichte sind
in Abhängigkeit
vom innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses gemessenen
Innendruck in 7 exemplarisch dargestellt.
Demgemäß ist die Meßgerät-Elektronik
nach einer Weiterbildung der Erfindung ferner dafür vorgesehen,
die Dichte, ρ,
des Mediums zu messen und zumindest zeitweise einen die die Dichte, ρ, des Mediums
repräsentierenden, insb.
digitalen, Dichte-Meßwert
Xρ zu
liefern. Dabei ist die Meßgerät-Elektronik
ferner dafür
ausgelegt, den Überwachungswert
unter Verwendung des intern ermittelten Dichte-Meßwerts Xρ,
insb. anhand einer Folge von digital gespeicherten Dichte-Meßwerten, zu
generieren. Alternativ oder in Ergänzung können auch eine zeitlichen Ableitung
der gemessenen Dichte und/oder eine andere, zeitliche Änderungen
der gemessenen Dichte charakterisierenden Meßgrößen der Ermittlung des Überwachungswerts
dienen. Es ei an dieser Stelle noch erwähnt, daß anstelle der gemessenen Dichte
auch die von der Dichte des Mediums abhängige Schwingungsfrequenz,
mit der das wenigstens eine Meßrohr
zumindest zeitweise schwingt, zur Generierung des Überwachungswerts herangezogen
werden kann, zumal die im Betrieb angeregte Nutz-Schwingungsfrequenz
zumindest zur Regelegung des Treibersignals wie auch ggf. zum Zwecke
der Dichtemessung ohnehin ermittelt wird. Gleichermaßen können daher
auch von der wenigstens einen Schwingungsfrequenz darüber hinaus
abgeleitete Meßgrößen zur
Generierung des Überwachungswerts
verwendet werden, beispielsweise zeitliche Änderungen oder andere, zeitliche Änderungen der
wenigstens einen Schwingungsfrequenz charakterisierenden Meßgrößen. Der
Grenzwert kann dabei beispielsweise mit der oben erwähnten unteren Grenzfrequenz
des Nutz-Frequenzbandes ΔFn korrespondieren, während der der Änderungsgrenzwert beispielsweise
anhand einer maximal zulässigen Änderungsgeschwindigkeit
für die
Nutz-Schwingungsfrequenz für
den Meßaufnehmer
vorab bestimmt werden kann. Auch bei der Verwendung der gemessenen
Dichte bzw. der gemessenen Schwingungsfrequenz kann der Überwachungswert
ebenfalls sowohl basierend auf absoluten als auch basierend auf
relativen Werten für
die momentanen Abweichungen vom zugehörigen Nominalwert werden.
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Nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Meßgerät-Elektronik den Überwachungswert
sowohl anhand des Erregerstroms als auch anhand des intern ermittelten
Dichte-Meßwerts
und/oder der wenigstens einen intern gemessenen Schwingungsfrequenz
des Meßrohrs ermittelt.
Als dafür
besonders vorteilhafter Betriebsparameter hat sich beispielsweise
ein Quotient erwiesen, der mittels des intern ermittelten Erregerstromwerts
und des intern ermittelten Dichte-Meßwerts gebildet ist, wobei
sich unter Verwendung der oben erwähnten, experimentell für den Erregerstrom und
die Dichte jeweils ermittelten Meßdaten die in 8 gezeigten
Verläufe
für die
jeweils auf die zugehörig
gemessenen Dichte-Meßwerte normierten
Erregerströme
ergeben. Deutlich erkennbar ist der anfänglich sehr steile Abfall des
entsprechend normierten Erregerstroms, der dazu führt, daß schon
bei sehr geringfügigen
und eher unkritischen Druckerhöhungen
im Bereich unterhalb von 100 bar ein einfaches und robustes Detektieren
des im Meßaufnehmer-Gehäuse herrschenden überhöhten statischen
Innendrucks infolge von eindringender Leckage ermöglicht.
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Aufgrund
der intrinsischen Überwachung auch
des statischen Innendruck innerhalb des Meßaufnehmer-Gehäuses wie
auch der Dichtheit des wenigstens einen Meßrohrs ist das erfindungsgemäße In-Line-Meßgerät besonders
auch für
den Einsatz in Rohrleitungssystemen geeignet, die potentiell umweltgefährdende,
insb. toxische und/oder explosive, Medien führen. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße In-Line-Meßgerät in vorteilhafter
Weise auch in Rohrleitungssystemen eingesetzt werden, die betriebsgemäß unter
hohem Druck von weit über 200
bar stehende Fluide führen.
Von besonderem Vorteil ist das selbsttätige Überwachen des Innendrucks im
Meßaufnehmer-Gehäuse mittels
der Meßgerät-Elektronik
außerdem
für In-Line-Meßgeräte, deren
Meßaufnehmer-Gehäuse, wie
es beispielsweise beim oben erwähnten
Tragzylinder oftmals der Fall ist, vergleichsweise dickwandig und
insoweit auch vergleichsweise druckfest ausgebildet ist, da dann
einerseits eine Druckerhöhung
im Inneren von außen
kaum sichtbar wird und andererseits ein allfälliges Bersten des Meßaufnehmer-Gehäuse aufgrund der
dann sehr hohen gespeicherten mechanischen Energie katastrophale
Zerstörungen
innerhalb der betroffenen Anlage verursachen würde.