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DE102005049356A1 - Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen - Google Patents

Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen Download PDF

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DE102005049356A1
DE102005049356A1 DE200510049356 DE102005049356A DE102005049356A1 DE 102005049356 A1 DE102005049356 A1 DE 102005049356A1 DE 200510049356 DE200510049356 DE 200510049356 DE 102005049356 A DE102005049356 A DE 102005049356A DE 102005049356 A1 DE102005049356 A1 DE 102005049356A1
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vehicle
unit
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remote control
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Withdrawn
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DE200510049356
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Inventor
Daniel Dipl.-Ing. Mittag (FH)
Stefan Dipl.-Ing. Schäfer (FH)
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Mercedes Benz Group AG
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DaimlerChrysler AG
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    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C17/00Arrangements for transmitting signals characterised by the use of a wireless electrical link
    • G08C17/02Arrangements for transmitting signals characterised by the use of a wireless electrical link using a radio link

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)
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  • Selective Calling Equipment (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) mit einem Speicher (14), in welchem Zuordnungsdaten für die fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) gespeichert sind, einer Bedieneinheit (10), einer Sende-/Empfangseinrichtung (20) und einer Auswerte- und Steuereinheit (16), welche nach einem über die Bedieneinheit (10) ausgeführten Bedienvorgang aus den im Speicher (14) gespeicherten Zuordnungsdaten mindestens einen Ansteuercode (K1, K2, K3, ..., KN) erzeugt und über die Sende-/Empfangseinrichtung (20) an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) überträgt. Erfindungsgemäß sind für jede der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) zugehörige Positionsdaten ermittelt und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtung (40, 42, 44) im Speicher (14) abgespeichert, wobei die Auswerte- und Steuereinheit (16) während eines Normalbetriebs nach einem über die Bedieneinheit (10) ausgeführten Bedienvorgang über eine Ortungseinheit (32) die aktuelle Fahrzeugposition ermittelt und durch einen Vergleich der aktuellen Fahrzeugposition mit den im Speicher (14) gespeicherten Positionsdaten die zugehörigen Zuordnungsdaten bestimmt, um den mindestens einen Ansteuercode (K1, K2, K3, ..., KN) zu erzeugen und über die Sende-/Empfangseinrichtung (16) an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) zu übertragen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Viele Fahrer von Fahrzeugen besitzen ferngesteuerte fahrzeugbezogene Einrichtungen wie Tore zu Garagen, Grundstücken usw. und/oder Beleuchtungselemente für Grundstückseinfahrten, Garagen usw. Sind mehrere ferngesteuerte Einrichtungen vorhanden, dann muss der Fahrer mehrere Fernbedienungseinheiten mit sich führen, welche die entsprechenden zugehörigen Ansteuersignale erzeugen und übertragen können. Aus dem Stand der Technik sind Fernbedienungseinheiten bekannt, welche mehrere ferngesteuerte Einrichtungen bedienen können, wobei die Anzahl der bedienbaren Einrichtungen von der Anzahl der Sendetasten abhängig ist.
  • So wird beispielsweise in der Patentschrift DE 196 07 017 C2 eine tragbare Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von mehreren fahrzeugbezogenen Einrichtungen und ein zugehöriges Betriebsverfahren beschrieben. Mit der beschriebenen Fernbedienungseinrichtung können über mehrere Funktionstasten we nigstens eine fahrzeugseitige Funktionseinheit und wenigstens eine fahrzeugexterne Funktionseinheit angesteuert werden.
  • Bei Serienfahrzeugen der Anmelderin, z.B. der S-Klasse, ist es bekannt, eine Fernbedienungseinrichtung für einen ferngesteuerten Garagentoröffner fest einzubauen. Diese Fernbedienungseinrichtung und dessen Bedienelemente sind zur besseren Bedienbarkeit im Innenspiegel angebracht. Über eine Einlernprozedur können bis zu drei Ansteuercodes auf die im Innenspiegel angeordnete Einrichtung übertragen werden. Durch Betätigen einer von drei Sendetasten kann der jeweilige zugeordnete und eingelernte Ansteuercode vom Fahrzeug zum Garagentoröffner übertragen werden. Die Anzahl der einlernbaren Ansteuercodes ist durch die Anzahl der Sendetasten begrenzt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen anzugeben, welche eine beliebige von der Anzahl der Betätigungselemente unabhängige Anzahl von fernbedienbaren fahrzeugbezogenen Einrichtungen ansteuern kann.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch Bereitstellung einer Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
  • Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Erfindungsgemäß umfasst eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen einen Speicher, in welchem Zuordnungsdaten für die fahrzeugbezogenen Einrichtungen gespeichert sind, eine Bedieneinheit, eine Sende-/Empfangseinrichtung und eine Auswerte- und Steuereinheit, welche nach einem über die Bedieneinheit ausgeführten Bedienvorgang aus den im Speicher gespeicherten Zuordnungsdaten mindestens einen Ansteuercode erzeugt und über die Sende-/Empfangseinrichtung an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen überträgt. Für jede der fahrzeugbezogenen Einrichtungen sind zugehörige Positionsdaten ermittelt und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtung im Speicher abgespeichert. Die Auswerte- und Steuereinheit ermittelt während eines Normalbetriebs nach einem über die Bedieneinheit ausgeführten Bedienvorgang über eine Ortungseinheit die aktuelle Fahrzeugposition und bestimmt durch einen Vergleich der aktuellen Fahrzeugposition mit den im Speicher gespeicherten Positionsdaten die zugehörigen Zuordnungsdaten, um den mindestens einen Ansteuercode zu erzeugen und über die Sende-/Empfangseinrichtung an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen zu übertragen. Die fernbedienbaren fahrzeugbezogenen Einrichtungen umfassen beispielsweise Garagentore und/oder Grundstücksgatter und/oder Beleuchtungsvorrichtungen und/oder vergleichbare fernsteuerbare Einrichtungen, wie Beleuchtungsvorrichtungen und/oder Schranken und/oder bewegliche Brücken und/oder Anzeigetafeln und/oder Springbrunnen.
  • Durch die Ermittlung und Speicherung der Positionsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtungen ist die erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung in vorteilhafter Weise in der Lage, selbsttätig zu ermitteln, welche fahrzeugbezogene Einrichtung im Bereich der augenblicklichen Fahrzeugposition liegt und welcher Ansteuercode gesendet werden soll. Zur Aktivierung des Ansteuercodes ist daher nur ein einziges Betätigungselement erforderlich, so dass der Platzbedarf für die Bedieneinheit der Fernbedienungseinrichtung gegenüber dem bekannten Stand der Technik in vorteilhafter Weise reduziert ist und darüber hinaus nicht mehr vergessen werden kann, welche fahrzeugbezogene Einrichtungen mit welchem Betätigungselement bedienbar ist.
  • Die erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung ermöglicht in vorteilhafter Weise, dass theoretisch eine unbegrenzte Anzahl von Ansteuercodes im Fahrzeug mitgeführt und aktiviert werden kann. Zudem kann eine ohnehin im Fahrzeug angeordnete Ortungseinheit, welche beispielsweise als GPS-Empfänger ausgeführt und Teil eines Navigationssystems ist, zur Positionsbestimmung verwendet werden.
  • In Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung berechnet die Auswerte- und Steuereinheit vor dem Positionsvergleich für die gespeicherten Positionsdaten und/oder für die aktuelle Fahrzeugposition jeweils einen Toleranzbereich. Durch den berechneten Toleranzbereich kann in vorteilhafter Weise eine gewisse Unschärfe der aktuellen Fahrzeugposition berücksichtigt werden, da sich das Fahrzeug in der Praxis nicht immer in der exakt gleichen Position befindet oder bewegt wird. Erkennt die Auswerte- und Steuereinheit, dass sich durch die berechneten Toleranzbereiche mehrere Bereiche von fahrzeugbezogenen Einrichtungen überschneiden, beispielsweise von einem Garagentor und einem Grundstücksgatter, oder dass für die aktuelle Fahrzeugposition mehrere zugehörige Zuordnungsdaten bestimmt werden können, dann verkleinert die Auswerte- und Steuereinheit automatisch die berechneten Toleranzbereiche und wiederholt den Vergleich.
  • In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung ermittelt die Auswerte- und Steuereinheit während eines Speichermodus über die Ortungseinheit die aktuelle Fahrzeugposition, ordnet diese einer der fahrzeugbezoge nen Einrichtungen zu und speichert die aktuelle Fahrzeugposition als Positionsdaten der entsprechenden fahrzeugbezogenen Einrichtung gemeinsam mit den Zuordnungsdaten im Speicher. Während des Speichermodus befindet sich das Fahrzeug in unmittelbarer Nähe der fahrzeugbezogenen Einrichtung, beispielsweise vor der Garage oder vor dem Grundstücksgatter.
  • In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung erzeugt die Auswerte- und Steuereinheit während eines Notbetriebsmodus, in welchem keine aktuellen Fahrzeugpositionsdaten ermittelbar sind, aus den gespeicherten Zuordnungsdaten sequentiell alle Ansteuercodes, ohne die Positionsdaten des Fahrzeugs zu berücksichtigen, und überträgt diese über die Sende-/Empfangseinrichtung an die fahrzeugbezogene Einrichtung. Der Notbetriebsmodus wird beispielsweise aktiviert, wenn im Fahrzeug eine interne Störung erkannt wird, wenn z.B. die Ortungseinheit oder ein Datennetzwerk ausfällt, oder wenn keine ausreichende Verbindung zu Navigationssatelliten, z.B. in Tunneln oder Tiefgaragen, hergestellt werden kann. Sobald der Fernbedienungseinrichtung wieder gültige Positionsdaten zur Verfügung stehen, wird selbsttätig in den Normalmodus gewechselt.
  • Die Bedieneinheit der Fernbedienungseinrichtung umfasst zur Aktivierung der Ansteuercodes beispielsweise nur ein erstes Betätigungselement und zur Abspeicherung der Positionsdaten und Zuordnungsdaten im Speichermodus beispielsweise nur ein zweites Betätigungselement. Alternativ kann die Bedieneinheit zur Aktivierung der Ansteuersignale im Normalmodus und zur Abspeicherung der Positionsdaten und Zuordnungsdaten im Speichermodus nur ein einziges Betätigungselement umfassen. Dadurch kann in vorteilhafter Weise nicht mehr vergessen werden, welche Funktion mit welcher Taste bedienbar ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung ist beispielsweise die Funktionalität der Bedieneinheit und/oder der Auswerte- und Steuereinheit und/oder des Speichers und/oder der Sende-/Empfangseinheit und/oder der Ortungseinheit in ein oder mehrere andere Fahrzeugsysteme integriert und/oder aufteilt. Alternativ können die Bedieneinheit und die Auswerte- und Steuereinheit und/oder der Speicher und/oder die Sende-/Empfangseinheit und/oder die Ortungseinheit als autarke Baueinheit ausgeführt sein.
  • Die erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung berücksichtigt in vorteilhafter Weise Positionsdaten des Fahrzeugs, welche von einer Ortungseinheit bereit gestellt werden, um die aktuell zu erzeugenden Ansteuercodes für die zugehörige fahrzeugbezogene Einrichtung zu bestimmen. Der Fahrer muss zur Ansteuerung der entsprechenden fahrzeugbezogenen Einrichtung, nur noch ein Betätigungselement betätigen und muss sich nicht mehr merken, welches Betätigungselement welcher fahrzeugbezogenen Einrichtung zugeordnet ist.
  • Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird einerseits auf die untergeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung von Ausführungsformen verwiesen. Es sollen auch die vorteilhaften Ausgestaltungen einbezogen sein, die sich aus einer beliebigen Kombination der Unteransprüche ergeben.
  • Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben.
  • Dabei zeigen:
  • 1 ein Blockdiagramm einer Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen,
  • 2 ein Blockdiagramm einer ersten Ausführungsform der fahrzeugseitigen Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1, und
  • 3 ein Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform der fahrzeugseitigen Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1.
  • Wie aus 1 ersichtlich ist, umfasst eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 einen Speicher 14, in welchem Zuordnungsdaten für die fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 gespeichert sind, eine Bedieneinheit 10 mit einem ersten Betätigungselement 12 und einem zweiten Betätigungselement 14, eine Sende-/Empfangseinrichtung 20 und eine Auswerte- und Steuereinheit 16, welche nach einem über die Bedieneinheit 10 ausgeführten Bedienvorgang aus den im Speicher 14 gespeicherten Zuordnungsdaten mindestens einen Ansteuercode K1, K2, K3, ..., KN erzeugt und über die Sende-/Empfangseinrichtung 16 an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 überträgt. Erfindungsgemäß sind für jede der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 zugehörige Positionsdaten ermittelt und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtung 40, 42, 44 im Speicher 14 gespeichert.
  • Die Auswerte- und Steuereinheit 16 ermittelt während eines Normalbetriebs nach einem über die Bedieneinheit 10 ausgeführten Bedienvorgang, beispielsweise nach einer Betätigung des ersten Betätigungselement 12, über eine Ortungseinheit 32, die aktuelle Fahrzeugposition oder ruft die aktuelle Fahrzeugposition von der Ortungseinheit 32 ab. Die Ortungs einheit 32 kann in ein Navigationssystem 30 integriert sein. Die Auswerte- und Steuereinheit 16 bestimmt durch einen Vergleich der aktuellen Fahrzeugposition mit den im Speicher 14 gespeicherten Positionsdaten die zugehörigen Zuordnungsdaten, um den mindestens einen Ansteuercode K1, K2, K3, ..., KN zu erzeugen und über die Sende-/Empfangseinrichtung 16 an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 zu übertragen, d.h. durch den Positionsvergleich stellt die Auswerte- und Steuereinheit 16 fest, welche der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 der aktuellen Fahrzeugposition am nächsten liegt, um zu bestimmen, welche der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 der Benutzer über den ausgeführten Bedienvorgang am wahrscheinlichsten ansteuern möchte. Somit bestimmt die Auswerte- und Steuereinheit 16 in Abhängigkeit von der geografischen Position des Fahrzeugs, welcher Ansteuercode zu übertragen ist. Die Auswerte- und Steuereinheit 16 ist zur Daten- und/oder Signalübertragung über einsprechende elektrische Verbindungen 13 mit der Bedieneinheit 10, dem Speicher 14, der Sende-/Empfangseinrichtung 20 und der Ortungseinheit 32 bzw. dem Navigationssystem 30 verbunden.
  • Alternativ können die elektrischen Verbindungen 13 auch als Lichtwellenleiter ausgeführt sein.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel steht das Fahrzeug 1 vor einer ersten fahrzeugbezogenen Einrichtung 40, beispielsweise vor einem Grundstücksgatter, und die Auswerte- und Steuereinheit 16 überträgt über die Sende-/Empfangseinrichtung 20 einen ersten Ansteuercode K1, welcher mit der ersten fahrzeugbezogenen Einrichtung 40 korrespondiert. Ein gestrichelt dargestellter zweiter Ansteuercode K2 korrespondiert mit einer zweiten fahrzeugbezogenen Einrichtung 42, beispielsweise ei nem ersten Garagentor, und ein gestrichelt dargestellter dritter Ansteuercode K3 korrespondiert mit einer dritten fahrzeugbezogenen Einrichtung 44, beispielsweise einem zweiten Garagentor. Die Ansteuercodes K1, K2, K3, ..., KN können beispielsweise mittels einem symmetrischen Verschlüsselungsverfahren codierte Daten umfassen, welche über eine bidirektionale Datenkommunikation zwischen der fahrzeugseitigen Fernbedienungseinrichtung und den fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 übertragen werden.
  • Beider Verarbeitung der Positionsdaten ist eine gewisse Unschärfe der Fahrzeugposition zu berücksichtigen, da sich in der Praxis das Fahrzeug 1 bei der Betätigung des ersten Betätigungselements 12 nicht immer an der exakt gleichen Position befindet oder sich bei der Betätigung noch oder schon bewegt. Die Positionsunschärfe kann mehrere 10 Meter betragen. Daher berechnet die Auswerte- und Steuereinheit 16 für die aktuelle Fahrzeugposition und/oder für die im Speicher 14 gespeicherten Positionsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 jeweils einen Toleranzbereich. Erkennt die Auswerte- und Steuereinheit 16 beim Positionsvergleich, dass mehrere Positionsdaten innerhalb des durch die Unschärfe bedingten aktuellen Positionsbereich des Fahrzeugs 1 liegen, oder sich mehrere durch die Unschärfe definierte Bereiche der Positionsdaten überschneiden, beispielsweise die Bereiche für die Positionsdaten des ersten Garagentors 42 und des Grundstücksgatters 40, dann verkleinert die Auswerte- und Steuereinheit 16 die berechneten Toleranzbereiche. Zudem wiederholt die Auswerte- und Steuereinheit den Positionsvergleich, wenn für den aktuellen Fahrzeugpositionsbereich mehrere zugehörige Zuordnungsdaten bestimmt werden.
  • Während eines Speichermodus bzw. eines Lernmodus befindet sich das Fahrzeug 1 in unmittelbarer Nähe der anzulernenden fahrzeugbezogenen Einrichtung 40, 42, 44. Das Fahrzeug 1 steht beispielsweise vor dem Grundstücksgatter 40. Dann ermittelt die Auswerte- und Steuereinheit 16 über die Ortungseinheit 32 die aktuelle Fahrzeugposition und speichert diese als Positionsdaten der ersten fahrzeugbezogenen Einrichtung 40 im Speicher 14. Zudem werden die Positionsdaten den Zuordnungsdaten der ersten fahrzeugbezogenen Einrichtung 40 zugeordnet. Die Zuordnungsdaten, welche die fahrzeugseitige Fernbedienungseinrichtung den fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 zuordnen, können beispielsweise mit einem in der Patentschrift DE 196 07 017 C2 beschriebenen Verfahren erzeugt werden. Zusätzlich können die Positionsdaten den von der Auswerte- und Steuereinheit 16 berechneten Toleranzbereich umfassen. Die Abspeicherung der Positionsdaten und der Zuordnungsdaten im Speicher 14 während des Speichermodus bzw. des Lernmodus kann durch eine Betätigung des zweiten Betätigungselements 14 der Bedieneinheit 10 aktiviert werden.
  • Erkennt die Auswerte- und Steuereinheit 16, dass die Betätigung des Betätigungselementes 12 immer oder häufig im Randbereich des oben beschriebenen Toleranzbereiches liegt, so kann die Auswerte- und Steuereinheit 16 selbsttätig den Toleranzbereich so verschieben, dass dessen Zentrum am Ort der häufigsten Betätigung liegt. Beispiel: Bei der Einlernprozedur stand das Fahrzeug in einer Parkbucht, das Bedienelement 12 wird aber in der Regel auf der Überholspur einer mehrspurigen Autobahn betätigt.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform kann die Bedieneinheit 10 zur Aktivierung der Ansteuersignale K1, K2, K3, ..., KN und zur Aktivierung der Abspeicherung der Positionsdaten und der Zuordnungsdaten im Speicher 14 nur ein einziges Betätigungselement umfassen.
  • Es sind Situationen denkbar, in denen keine Positionsdaten im Datennetzwerk des Fahrzeugs verfügbar sind. Solche Situationen können beispielsweise durch interne Störungen im Fahrzeug 1 verursacht werden. So kann z.B. die Ortungseinheit 32 und/oder das Navigationssystem 30 und/oder das Datennetzwerk ausfallen. Außerdem kann beispielsweise keine ausreichende Kommunikationsverbindung zu Navigationssatelliten aufgebaut werden, z.B. in Tunneln oder Tiefgaragen. Sind keine aktuellen Positionsdaten verfügbar, dann wechselt die Fernbedienungseinrichtung in einen Notbetriebsmodus. Während des Notbetriebsmodus erzeugt die Auswerte- und Steuereinheit 16 nach einer Betätigung des ersten Betätigungselements 12 aus den gespeicherten Zuordnungsdaten sequentiell alle Ansteuercodes K1, K2, K3, ..., KN, ohne die aktuelle Fahrzeugposition zu berücksichtigen, und überträgt die Ansteuercodes K1, K2, K3, ..., KN sequentiell über die Sende-/Empfangseinrichtung 16 an die fahrzeugbezogene Einrichtung 40, 42, 44. Sobald der Fernbedienungseinrichtung wieder gültige Positionsdaten zur Verfügung stehen, wechselt die Auswerte- und Steuereinheit 16 selbsttätig wieder in den Normalmodus.
  • Die erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung kann in fahrzeugseitige Systeme oder Geräte integriert sein oder funktional aufgeteilt sein. So kann die Ortungseinheit 32 beispielsweise in ein Navigationssystem 30 integriert werden. Als Sende-/Empfangseinrichtung 20 können im Fahrzeug vorhandene Kommunikationsvorrichtungen verwendet werden. Zudem kann die Bedieneinheit 10 als Teil eines Fahrzeugbediensystems ausgeführt sein.
  • 2 zeigt ein Blockdiagramm einer ersten Ausführungsform der fahrzeugseitigen Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1. Wie aus 2 ersichtlich ist, ist die Fernbedienungseinrichtung gemäß 2 als autarke Baueinheit 100 ausgeführt, welche beispielsweise in einen Innenspiegel integriert ist und die Bedieneinheit 10, die Auswerte- und Steuereinheit 16, den Speicher 14, die Sende-/Empfangseinheit 20 und die Ortungseinheit 32 umfasst.
  • 3 zeigt ein Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform der fahrzeugseitigen Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1. Wie aus 3 ersichtlich ist, sind die Bedieneinheit 10, die Auswerte- und Steuereinheit 16 und der Speicher 14 als Baueinheit 100 ausgeführt und beispielsweise in den Innenspiegel integriert. Die Auswerte- und Steuereinheit 16 in der Baueinheit 100 kommuniziert über die Datenverbindung 13 mit der Sende-/Empfangseinheit 20 und der Ortungseinheit 32 im Navigationssystem 30.
  • Durch das erfindungsgemäße Fernbedienungssystem muss der Benutzer nur noch ein einziges Bedienelement betätigen, um bei Bedarf die Ansteuercodes einzeln bzw. im Notbetriebsmodus sequentiell übertragen zu können. Im Speichermodus bzw. im Lernmodus werden nicht nur die Zuordnungsdaten sondern auch die Positionsdaten der entsprechenden fahrzeugbezogenen Einrichtung in einem geeigneten Datenspeicher gespeichert. Die Positionsdaten können von der fahrzeugseitigen Ortungseinheit erzeugt und über entsprechende Datenverbindungen zur Auswerte- und Steuereinheit übertragen werden. Während des Speichermodus bzw. Lernmodus liegt der Abfragezeitpunkt der Positionsdaten zeitlich dicht am Zeitpunkt des Speichervorgangs der Zuordnungsdaten. Zudem befindet sich das Fahrzeug in unmittelbarer Nähe der anzusteuernden Einrichtung. Während des Normalmodus ermittelt bzw. erfragt die Auswerte- und Steuereinheit beim Betätigen des ersten Betätigungsmittels die aktuellen Positionsdaten des Fahrzeugs von der Ortungseinheit. Abhängig von der geografischen Position des Fahrzeugs entscheidet die Auswerte- und Steuereinheit welcher Ansteuercode zur fahrzeugbezogenen Einrichtung übertragen wird.

Claims (12)

  1. Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) mit – einem Speicher (14), in welchem Zuordnungsdaten für die fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) gespeichert sind, – einer Bedieneinheit (10), – einer Sende-/Empfangseinrichtung (20), und – einer Auswerte- und Steuereinheit (16), welche nach einem über die Bedieneinheit (10) ausgeführten Bedienvorgang aus den im Speicher (14) gespeicherten Zuordnungsdaten mindestens einen Ansteuercode (K1, K2, K3, ..., KN) erzeugt und über die Sende-/Empfangseinrichtung (16) an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) zugehörige Positionsdaten ermittelt und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtung (40, 42, 44) im Speicher (14) abgespeichert sind, wobei die Auswerte- und Steuereinheit (16) während eines Normalbetriebs nach einem über die Bedieneinheit (10) ausgeführten Bedienvorgang, über eine Ortungseinheit (32) die aktuelle Fahrzeugposition ermittelt und durch einen Vergleich der aktuellen Fahrzeugposition mit den im Speicher (14) gespeicherten Positionsdaten die zugehörigen Zuordnungsdaten bestimmt, um den mindestens einen Ansteuercode (K1, K2, K3, ..., KN) zu erzeugen und über die Sende-/Empfangseinrichtung (16) an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) zu übertragen.
  2. Fernbedienungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerte- und Steuereinheit (16) vor dem Positionsvergleich für die gespeicherten Positionsdaten und/oder für die aktuelle Fahrzeugposition jeweils einen Toleranzbereich berechnet.
  3. Fernbedienungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerte- und Steuereinheit (16) die berechneten Toleranzbereiche verkleinert und den Vergleich wiederholt, wenn für die aktuelle Fahrzeugposition mehrere zugehörige Zuordnungsdaten bestimmt sind.
  4. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerte- und Steuereinheit (16) sofern die Betätigung des Betätigungselementes (12) immer oder häufig im Randbereich des Toleranzbereiches liegt, den Toleranzbereich so verschiebt, dass dessen Zentrum am Ort der häufigsten Betätigung liegt.
  5. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerte- und Steuereinheit (16) während eines Speichermodus über die Ortungseinheit (32) eine aktuelle Fahrzeugposition ermittelt, einer der fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) zuordnet und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtung (40, 42, 44) im Speicher (14) speichert, wobei sich das Fahrzeug während des Speichermodus in unmittelbarer Nähe der fahrzeugbezogenen Einrichtung (40, 42, 44) befindet.
  6. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerte- und Steuereinheit (16) während eines Notbetriebsmodus, in welchem keine aktuellen Fahrzeugpositionsdaten ermittelbar sind, aus den gespeicherten Zuordnungsdaten sequentiell alle Ansteuercodes (K1, K2, K3, ..., KN) erzeugt und über die Sende-/Empfangseinrichtung (16) an die fahrzeugbezogenen Einrichtung überträgt.
  7. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die fahrzeugbezogenen Einrichtungen (40, 42, 44) Garagentore oder Grundstücksgatter oder Beleuchtungsvorrichtungen oder Schranken oder bewegliche Brücken oder Anzeigetafeln umfassen.
  8. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (10) zur Aktivierung der Ansteuersignale (K1, K2, K3, ..., KN) im Normalmodus ein erstes Betätigungselement (12) umfasst.
  9. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (10) zur Abspeicherung der Positionsdaten und Zuordnungsdaten im Speichermodus ein zweites Betätigungselement (14) umfasst.
  10. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (10) zur Aktivierung der Ansteuersignale (K1, K2, K3, ..., KN) im Normalmodus und zur Abspeicherung der Positionsdaten und Zuordnungsdaten im Speichermodus ein einziges Betätigungselement umfasst.
  11. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionalität der Bedieneinheit (10) und/oder der Auswerte- und Steuereinheit (16) und/oder des Speichers 14 und/oder der Sende-/Empfangseinheit 20 und/oder der Ortungseinheit (32) in ein oder mehrere Fahrzeugsysteme integriert und/oder aufteilt ist.
  12. Fernbedienungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (10) und die Auswerte- und Steuereinheit (16) und/oder der Speichers 14 und/oder die Sende-/Empfangseinheit 20 und/oder die Ortungseinheit (32) als autarke Baueinheit ausgeführt sind.
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