-
Die
Erfindung betrifft eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung
von fahrzeugbezogenen Einrichtungen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
-
Viele
Fahrer von Fahrzeugen besitzen ferngesteuerte fahrzeugbezogene Einrichtungen
wie Tore zu Garagen, Grundstücken
usw. und/oder Beleuchtungselemente für Grundstückseinfahrten, Garagen usw.
Sind mehrere ferngesteuerte Einrichtungen vorhanden, dann muss der
Fahrer mehrere Fernbedienungseinheiten mit sich führen, welche
die entsprechenden zugehörigen
Ansteuersignale erzeugen und übertragen
können.
Aus dem Stand der Technik sind Fernbedienungseinheiten bekannt,
welche mehrere ferngesteuerte Einrichtungen bedienen können, wobei
die Anzahl der bedienbaren Einrichtungen von der Anzahl der Sendetasten
abhängig
ist.
-
So
wird beispielsweise in der Patentschrift
DE 196 07 017 C2 eine tragbare
Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von mehreren fahrzeugbezogenen
Einrichtungen und ein zugehöriges
Betriebsverfahren beschrieben. Mit der beschriebenen Fernbedienungseinrichtung
können über mehrere Funktionstasten
we nigstens eine fahrzeugseitige Funktionseinheit und wenigstens
eine fahrzeugexterne Funktionseinheit angesteuert werden.
-
Bei
Serienfahrzeugen der Anmelderin, z.B. der S-Klasse, ist es bekannt,
eine Fernbedienungseinrichtung für
einen ferngesteuerten Garagentoröffner
fest einzubauen. Diese Fernbedienungseinrichtung und dessen Bedienelemente
sind zur besseren Bedienbarkeit im Innenspiegel angebracht. Über eine Einlernprozedur
können
bis zu drei Ansteuercodes auf die im Innenspiegel angeordnete Einrichtung übertragen
werden. Durch Betätigen
einer von drei Sendetasten kann der jeweilige zugeordnete und eingelernte
Ansteuercode vom Fahrzeug zum Garagentoröffner übertragen werden. Die Anzahl
der einlernbaren Ansteuercodes ist durch die Anzahl der Sendetasten
begrenzt.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung
von fahrzeugbezogenen Einrichtungen anzugeben, welche eine beliebige
von der Anzahl der Betätigungselemente unabhängige Anzahl
von fernbedienbaren fahrzeugbezogenen Einrichtungen ansteuern kann.
-
Die
Erfindung löst
diese Aufgabe durch Bereitstellung einer Fernbedienungseinrichtung
zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
-
Vorteilhafte
Ausführungsformen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
-
Erfindungsgemäß umfasst
eine Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen
Einrichtungen einen Speicher, in welchem Zuordnungsdaten für die fahrzeugbezogenen
Einrichtungen gespeichert sind, eine Bedieneinheit, eine Sende-/Empfangseinrichtung
und eine Auswerte- und Steuereinheit, welche nach einem über die
Bedieneinheit ausgeführten
Bedienvorgang aus den im Speicher gespeicherten Zuordnungsdaten
mindestens einen Ansteuercode erzeugt und über die Sende-/Empfangseinrichtung
an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen überträgt. Für jede der
fahrzeugbezogenen Einrichtungen sind zugehörige Positionsdaten ermittelt
und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen Einrichtung
im Speicher abgespeichert. Die Auswerte- und Steuereinheit ermittelt
während
eines Normalbetriebs nach einem über
die Bedieneinheit ausgeführten
Bedienvorgang über
eine Ortungseinheit die aktuelle Fahrzeugposition und bestimmt durch
einen Vergleich der aktuellen Fahrzeugposition mit den im Speicher
gespeicherten Positionsdaten die zugehörigen Zuordnungsdaten, um den
mindestens einen Ansteuercode zu erzeugen und über die Sende-/Empfangseinrichtung
an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen Einrichtungen zu übertragen.
Die fernbedienbaren fahrzeugbezogenen Einrichtungen umfassen beispielsweise
Garagentore und/oder Grundstücksgatter
und/oder Beleuchtungsvorrichtungen und/oder vergleichbare fernsteuerbare
Einrichtungen, wie Beleuchtungsvorrichtungen und/oder Schranken
und/oder bewegliche Brücken
und/oder Anzeigetafeln und/oder Springbrunnen.
-
Durch
die Ermittlung und Speicherung der Positionsdaten der fahrzeugbezogenen
Einrichtungen ist die erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung
in vorteilhafter Weise in der Lage, selbsttätig zu ermitteln, welche fahrzeugbezogene
Einrichtung im Bereich der augenblicklichen Fahrzeugposition liegt
und welcher Ansteuercode gesendet werden soll. Zur Aktivierung des
Ansteuercodes ist daher nur ein einziges Betätigungselement erforderlich,
so dass der Platzbedarf für
die Bedieneinheit der Fernbedienungseinrichtung gegenüber dem
bekannten Stand der Technik in vorteilhafter Weise reduziert ist und darüber hinaus
nicht mehr vergessen werden kann, welche fahrzeugbezogene Einrichtungen
mit welchem Betätigungselement
bedienbar ist.
-
Die
erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung
ermöglicht
in vorteilhafter Weise, dass theoretisch eine unbegrenzte Anzahl
von Ansteuercodes im Fahrzeug mitgeführt und aktiviert werden kann. Zudem
kann eine ohnehin im Fahrzeug angeordnete Ortungseinheit, welche
beispielsweise als GPS-Empfänger
ausgeführt
und Teil eines Navigationssystems ist, zur Positionsbestimmung verwendet werden.
-
In
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung
berechnet die Auswerte- und Steuereinheit vor dem Positionsvergleich
für die gespeicherten
Positionsdaten und/oder für
die aktuelle Fahrzeugposition jeweils einen Toleranzbereich. Durch
den berechneten Toleranzbereich kann in vorteilhafter Weise eine
gewisse Unschärfe
der aktuellen Fahrzeugposition berücksichtigt werden, da sich das
Fahrzeug in der Praxis nicht immer in der exakt gleichen Position
befindet oder bewegt wird. Erkennt die Auswerte- und Steuereinheit,
dass sich durch die berechneten Toleranzbereiche mehrere Bereiche von
fahrzeugbezogenen Einrichtungen überschneiden,
beispielsweise von einem Garagentor und einem Grundstücksgatter,
oder dass für
die aktuelle Fahrzeugposition mehrere zugehörige Zuordnungsdaten bestimmt
werden können,
dann verkleinert die Auswerte- und Steuereinheit automatisch die
berechneten Toleranzbereiche und wiederholt den Vergleich.
-
In
weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung
ermittelt die Auswerte- und Steuereinheit während eines Speichermodus über die
Ortungseinheit die aktuelle Fahrzeugposition, ordnet diese einer
der fahrzeugbezoge nen Einrichtungen zu und speichert die aktuelle Fahrzeugposition
als Positionsdaten der entsprechenden fahrzeugbezogenen Einrichtung
gemeinsam mit den Zuordnungsdaten im Speicher. Während des Speichermodus befindet
sich das Fahrzeug in unmittelbarer Nähe der fahrzeugbezogenen Einrichtung,
beispielsweise vor der Garage oder vor dem Grundstücksgatter.
-
In
weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung
erzeugt die Auswerte- und Steuereinheit während eines Notbetriebsmodus,
in welchem keine aktuellen Fahrzeugpositionsdaten ermittelbar sind,
aus den gespeicherten Zuordnungsdaten sequentiell alle Ansteuercodes, ohne
die Positionsdaten des Fahrzeugs zu berücksichtigen, und überträgt diese über die
Sende-/Empfangseinrichtung an die fahrzeugbezogene Einrichtung.
Der Notbetriebsmodus wird beispielsweise aktiviert, wenn im Fahrzeug
eine interne Störung
erkannt wird, wenn z.B. die Ortungseinheit oder ein Datennetzwerk
ausfällt,
oder wenn keine ausreichende Verbindung zu Navigationssatelliten,
z.B. in Tunneln oder Tiefgaragen, hergestellt werden kann. Sobald der
Fernbedienungseinrichtung wieder gültige Positionsdaten zur Verfügung stehen,
wird selbsttätig
in den Normalmodus gewechselt.
-
Die
Bedieneinheit der Fernbedienungseinrichtung umfasst zur Aktivierung
der Ansteuercodes beispielsweise nur ein erstes Betätigungselement und
zur Abspeicherung der Positionsdaten und Zuordnungsdaten im Speichermodus
beispielsweise nur ein zweites Betätigungselement. Alternativ
kann die Bedieneinheit zur Aktivierung der Ansteuersignale im Normalmodus
und zur Abspeicherung der Positionsdaten und Zuordnungsdaten im
Speichermodus nur ein einziges Betätigungselement umfassen. Dadurch
kann in vorteilhafter Weise nicht mehr vergessen werden, welche
Funktion mit welcher Taste bedienbar ist.
-
In
weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fernbedienungseinrichtung
ist beispielsweise die Funktionalität der Bedieneinheit und/oder
der Auswerte- und Steuereinheit und/oder des Speichers und/oder
der Sende-/Empfangseinheit und/oder der Ortungseinheit in ein oder
mehrere andere Fahrzeugsysteme integriert und/oder aufteilt. Alternativ können die
Bedieneinheit und die Auswerte- und Steuereinheit und/oder der Speicher
und/oder die Sende-/Empfangseinheit und/oder die Ortungseinheit
als autarke Baueinheit ausgeführt
sein.
-
Die
erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung
berücksichtigt
in vorteilhafter Weise Positionsdaten des Fahrzeugs, welche von
einer Ortungseinheit bereit gestellt werden, um die aktuell zu erzeugenden
Ansteuercodes für
die zugehörige
fahrzeugbezogene Einrichtung zu bestimmen. Der Fahrer muss zur Ansteuerung
der entsprechenden fahrzeugbezogenen Einrichtung, nur noch ein Betätigungselement
betätigen
und muss sich nicht mehr merken, welches Betätigungselement welcher fahrzeugbezogenen
Einrichtung zugeordnet ist.
-
Es
gibt nun verschiedene Möglichkeiten,
die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten
und weiterzubilden. Dazu wird einerseits auf die untergeordneten
Ansprüche
und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung von Ausführungsformen
verwiesen. Es sollen auch die vorteilhaften Ausgestaltungen einbezogen
sein, die sich aus einer beliebigen Kombination der Unteransprüche ergeben.
-
Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben.
-
Dabei
zeigen:
-
1 ein
Blockdiagramm einer Fernbedienungseinrichtung zur Ansteuerung von
fahrzeugbezogenen Einrichtungen,
-
2 ein
Blockdiagramm einer ersten Ausführungsform
der fahrzeugseitigen Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1,
und
-
3 ein
Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform
der fahrzeugseitigen Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1.
-
Wie
aus 1 ersichtlich ist, umfasst eine Fernbedienungseinrichtung
zur Ansteuerung von fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 einen Speicher 14,
in welchem Zuordnungsdaten für
die fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 gespeichert
sind, eine Bedieneinheit 10 mit einem ersten Betätigungselement 12 und
einem zweiten Betätigungselement 14,
eine Sende-/Empfangseinrichtung 20 und eine Auswerte- und
Steuereinheit 16, welche nach einem über die Bedieneinheit 10 ausgeführten Bedienvorgang
aus den im Speicher 14 gespeicherten Zuordnungsdaten mindestens
einen Ansteuercode K1, K2, K3, ..., KN erzeugt und über die
Sende-/Empfangseinrichtung 16 an die zugeordnete der fahrzeugbezogenen
Einrichtungen 40, 42, 44 überträgt. Erfindungsgemäß sind für jede der
fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 zugehörige Positionsdaten
ermittelt und gemeinsam mit den Zuordnungsdaten der fahrzeugbezogenen
Einrichtung 40, 42, 44 im Speicher 14 gespeichert.
-
Die
Auswerte- und Steuereinheit 16 ermittelt während eines
Normalbetriebs nach einem über
die Bedieneinheit 10 ausgeführten Bedienvorgang, beispielsweise
nach einer Betätigung
des ersten Betätigungselement 12, über eine
Ortungseinheit 32, die aktuelle Fahrzeugposition oder ruft
die aktuelle Fahrzeugposition von der Ortungseinheit 32 ab.
Die Ortungs einheit 32 kann in ein Navigationssystem 30 integriert
sein. Die Auswerte- und Steuereinheit 16 bestimmt durch
einen Vergleich der aktuellen Fahrzeugposition mit den im Speicher 14 gespeicherten Positionsdaten
die zugehörigen
Zuordnungsdaten, um den mindestens einen Ansteuercode K1, K2, K3, ...,
KN zu erzeugen und über
die Sende-/Empfangseinrichtung 16 an die zugeordnete der
fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 zu übertragen,
d.h. durch den Positionsvergleich stellt die Auswerte- und Steuereinheit 16 fest,
welche der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 der
aktuellen Fahrzeugposition am nächsten
liegt, um zu bestimmen, welche der fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 der Benutzer über den
ausgeführten
Bedienvorgang am wahrscheinlichsten ansteuern möchte. Somit bestimmt die Auswerte-
und Steuereinheit 16 in Abhängigkeit von der geografischen
Position des Fahrzeugs, welcher Ansteuercode zu übertragen ist. Die Auswerte-
und Steuereinheit 16 ist zur Daten- und/oder Signalübertragung über einsprechende elektrische
Verbindungen 13 mit der Bedieneinheit 10, dem
Speicher 14, der Sende-/Empfangseinrichtung 20 und
der Ortungseinheit 32 bzw. dem Navigationssystem 30 verbunden.
-
Alternativ
können
die elektrischen Verbindungen 13 auch als Lichtwellenleiter
ausgeführt
sein.
-
Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
steht das Fahrzeug 1 vor einer ersten fahrzeugbezogenen Einrichtung 40,
beispielsweise vor einem Grundstücksgatter,
und die Auswerte- und Steuereinheit 16 überträgt über die Sende-/Empfangseinrichtung 20 einen
ersten Ansteuercode K1, welcher mit der ersten fahrzeugbezogenen
Einrichtung 40 korrespondiert. Ein gestrichelt dargestellter
zweiter Ansteuercode K2 korrespondiert mit einer zweiten fahrzeugbezogenen
Einrichtung 42, beispielsweise ei nem ersten Garagentor,
und ein gestrichelt dargestellter dritter Ansteuercode K3 korrespondiert
mit einer dritten fahrzeugbezogenen Einrichtung 44, beispielsweise
einem zweiten Garagentor. Die Ansteuercodes K1, K2, K3, ..., KN
können
beispielsweise mittels einem symmetrischen Verschlüsselungsverfahren
codierte Daten umfassen, welche über
eine bidirektionale Datenkommunikation zwischen der fahrzeugseitigen
Fernbedienungseinrichtung und den fahrzeugbezogenen Einrichtungen 40, 42, 44 übertragen
werden.
-
Beider
Verarbeitung der Positionsdaten ist eine gewisse Unschärfe der
Fahrzeugposition zu berücksichtigen,
da sich in der Praxis das Fahrzeug 1 bei der Betätigung des
ersten Betätigungselements 12 nicht
immer an der exakt gleichen Position befindet oder sich bei der
Betätigung
noch oder schon bewegt. Die Positionsunschärfe kann mehrere 10 Meter betragen.
Daher berechnet die Auswerte- und Steuereinheit 16 für die aktuelle
Fahrzeugposition und/oder für
die im Speicher 14 gespeicherten Positionsdaten der fahrzeugbezogenen
Einrichtungen 40, 42, 44 jeweils einen
Toleranzbereich. Erkennt die Auswerte- und Steuereinheit 16 beim
Positionsvergleich, dass mehrere Positionsdaten innerhalb des durch
die Unschärfe
bedingten aktuellen Positionsbereich des Fahrzeugs 1 liegen,
oder sich mehrere durch die Unschärfe definierte Bereiche der
Positionsdaten überschneiden,
beispielsweise die Bereiche für
die Positionsdaten des ersten Garagentors 42 und des Grundstücksgatters 40,
dann verkleinert die Auswerte- und Steuereinheit 16 die
berechneten Toleranzbereiche. Zudem wiederholt die Auswerte- und Steuereinheit
den Positionsvergleich, wenn für
den aktuellen Fahrzeugpositionsbereich mehrere zugehörige Zuordnungsdaten
bestimmt werden.
-
Während eines
Speichermodus bzw. eines Lernmodus befindet sich das Fahrzeug
1 in
unmittelbarer Nähe
der anzulernenden fahrzeugbezogenen Einrichtung
40,
42,
44.
Das Fahrzeug
1 steht beispielsweise vor dem Grundstücksgatter
40.
Dann ermittelt die Auswerte- und Steuereinheit
16 über die Ortungseinheit
32 die
aktuelle Fahrzeugposition und speichert diese als Positionsdaten
der ersten fahrzeugbezogenen Einrichtung
40 im Speicher
14.
Zudem werden die Positionsdaten den Zuordnungsdaten der ersten fahrzeugbezogenen
Einrichtung
40 zugeordnet. Die Zuordnungsdaten, welche
die fahrzeugseitige Fernbedienungseinrichtung den fahrzeugbezogenen
Einrichtungen
40,
42,
44 zuordnen, können beispielsweise
mit einem in der Patentschrift
DE 196 07 017 C2 beschriebenen Verfahren
erzeugt werden. Zusätzlich
können
die Positionsdaten den von der Auswerte- und Steuereinheit
16 berechneten Toleranzbereich
umfassen. Die Abspeicherung der Positionsdaten und der Zuordnungsdaten
im Speicher
14 während
des Speichermodus bzw. des Lernmodus kann durch eine Betätigung des
zweiten Betätigungselements
14 der
Bedieneinheit
10 aktiviert werden.
-
Erkennt
die Auswerte- und Steuereinheit 16, dass die Betätigung des
Betätigungselementes 12 immer
oder häufig
im Randbereich des oben beschriebenen Toleranzbereiches liegt, so
kann die Auswerte- und Steuereinheit 16 selbsttätig den
Toleranzbereich so verschieben, dass dessen Zentrum am Ort der häufigsten
Betätigung
liegt. Beispiel: Bei der Einlernprozedur stand das Fahrzeug in einer Parkbucht,
das Bedienelement 12 wird aber in der Regel auf der Überholspur
einer mehrspurigen Autobahn betätigt.
-
Bei
einer alternativen Ausführungsform
kann die Bedieneinheit 10 zur Aktivierung der Ansteuersignale
K1, K2, K3, ..., KN und zur Aktivierung der Abspeicherung der Positionsdaten
und der Zuordnungsdaten im Speicher 14 nur ein einziges
Betätigungselement
umfassen.
-
Es
sind Situationen denkbar, in denen keine Positionsdaten im Datennetzwerk
des Fahrzeugs verfügbar
sind. Solche Situationen können
beispielsweise durch interne Störungen
im Fahrzeug 1 verursacht werden. So kann z.B. die Ortungseinheit 32 und/oder
das Navigationssystem 30 und/oder das Datennetzwerk ausfallen.
Außerdem
kann beispielsweise keine ausreichende Kommunikationsverbindung
zu Navigationssatelliten aufgebaut werden, z.B. in Tunneln oder
Tiefgaragen. Sind keine aktuellen Positionsdaten verfügbar, dann
wechselt die Fernbedienungseinrichtung in einen Notbetriebsmodus. Während des
Notbetriebsmodus erzeugt die Auswerte- und Steuereinheit 16 nach
einer Betätigung
des ersten Betätigungselements 12 aus
den gespeicherten Zuordnungsdaten sequentiell alle Ansteuercodes K1,
K2, K3, ..., KN, ohne die aktuelle Fahrzeugposition zu berücksichtigen,
und überträgt die Ansteuercodes
K1, K2, K3, ..., KN sequentiell über
die Sende-/Empfangseinrichtung 16 an die fahrzeugbezogene
Einrichtung 40, 42, 44. Sobald der Fernbedienungseinrichtung
wieder gültige
Positionsdaten zur Verfügung
stehen, wechselt die Auswerte- und Steuereinheit 16 selbsttätig wieder
in den Normalmodus.
-
Die
erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung
kann in fahrzeugseitige Systeme oder Geräte integriert sein oder funktional
aufgeteilt sein. So kann die Ortungseinheit 32 beispielsweise
in ein Navigationssystem 30 integriert werden. Als Sende-/Empfangseinrichtung 20 können im
Fahrzeug vorhandene Kommunikationsvorrichtungen verwendet werden.
Zudem kann die Bedieneinheit 10 als Teil eines Fahrzeugbediensystems
ausgeführt
sein.
-
2 zeigt
ein Blockdiagramm einer ersten Ausführungsform der fahrzeugseitigen
Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1. Wie aus 2 ersichtlich
ist, ist die Fernbedienungseinrichtung gemäß 2 als autarke
Baueinheit 100 ausgeführt,
welche beispielsweise in einen Innenspiegel integriert ist und die
Bedieneinheit 10, die Auswerte- und Steuereinheit 16,
den Speicher 14, die Sende-/Empfangseinheit 20 und
die Ortungseinheit 32 umfasst.
-
3 zeigt
ein Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform der fahrzeugseitigen
Komponenten der Fernbedienungseinrichtung gemäß 1. Wie aus 3 ersichtlich
ist, sind die Bedieneinheit 10, die Auswerte- und Steuereinheit 16 und
der Speicher 14 als Baueinheit 100 ausgeführt und
beispielsweise in den Innenspiegel integriert. Die Auswerte- und Steuereinheit 16 in
der Baueinheit 100 kommuniziert über die Datenverbindung 13 mit
der Sende-/Empfangseinheit 20 und der Ortungseinheit 32 im
Navigationssystem 30.
-
Durch
das erfindungsgemäße Fernbedienungssystem
muss der Benutzer nur noch ein einziges Bedienelement betätigen, um
bei Bedarf die Ansteuercodes einzeln bzw. im Notbetriebsmodus sequentiell übertragen
zu können.
Im Speichermodus bzw. im Lernmodus werden nicht nur die Zuordnungsdaten
sondern auch die Positionsdaten der entsprechenden fahrzeugbezogenen
Einrichtung in einem geeigneten Datenspeicher gespeichert. Die Positionsdaten
können
von der fahrzeugseitigen Ortungseinheit erzeugt und über entsprechende
Datenverbindungen zur Auswerte- und Steuereinheit übertragen
werden. Während
des Speichermodus bzw. Lernmodus liegt der Abfragezeitpunkt der
Positionsdaten zeitlich dicht am Zeitpunkt des Speichervorgangs
der Zuordnungsdaten. Zudem befindet sich das Fahrzeug in unmittelbarer
Nähe der
anzusteuernden Einrichtung. Während
des Normalmodus ermittelt bzw. erfragt die Auswerte- und Steuereinheit beim
Betätigen
des ersten Betätigungsmittels
die aktuellen Positionsdaten des Fahrzeugs von der Ortungseinheit.
Abhängig
von der geografischen Position des Fahrzeugs entscheidet die Auswerte-
und Steuereinheit welcher Ansteuercode zur fahrzeugbezogenen Einrichtung übertragen
wird.