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DE102005047944B3 - Fahrzeugsitz mit neigungsverstellbarer und/oder klapbarer Rückenlehne - Google Patents

Fahrzeugsitz mit neigungsverstellbarer und/oder klapbarer Rückenlehne Download PDF

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Publication number
DE102005047944B3
DE102005047944B3 DE200510047944 DE102005047944A DE102005047944B3 DE 102005047944 B3 DE102005047944 B3 DE 102005047944B3 DE 200510047944 DE200510047944 DE 200510047944 DE 102005047944 A DE102005047944 A DE 102005047944A DE 102005047944 B3 DE102005047944 B3 DE 102005047944B3
Authority
DE
Germany
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lever
adjusting shaft
backrest
release lever
vehicle seat
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE200510047944
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd RÖMER
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Faurecia Automotive GmbH
Original Assignee
Faurecia Automotive GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit neigungsverstellbarer und/oder klappbarer Rückenlehne, die beidseitig an einem Sitzteil über Rastbeschläge angelenkt ist, welche jeweils eine Verstellwelle aufweisen, die die Schwenkachse der Rückenlehne bilden, und zum Verstellen der Neigung oder zum Umklappen der Rückenlehne von wenigstens einem drehbar gelagerten Lösehebel entriegelbar sind, der von einem drehbar gelagerten Betätigungshebel betätigbar ist, welcher mit dem Lösehebel über ein Kraftübertragungsmittel in Wirkverbindung steht. Der Betätigungshebel (34, 134) ist auf der Verstellwelle (28, 128) frei drehbar gelagert. Das Kraftübertragungsmittel ist ein Seilgetriebe (40, 140), das ein Seil (42, 142) umfasst, dessen beide Enden (43, 45, 143, 145) sitzteilfest angeordnet sind und das um eine die Kraft vom Betätigungshebel (34, 134) auf den wenigstens einen Lösehebel (16, 116, 117) übertragende Seilrollenanordnung (38, 50, 32, 46, 52; 138, 150, 132, 146, 152) herumgeführt ist. Der Betätigungshebel (34, 134) ist als zweiarmiger Winkelhebel mit einem ersten ein Griffelement bildenden Hebelarm (35, 135) und einem zweiten das Betätigungsmoment des Betätigungshebels (34, 134) in das Seilgetriebe (40, 140) einleitenden Hebelarm (36, 136) ausgebildet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit neigungsverstellbarer und/oder klappbarer Rückenlehne gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Derartige Fahrzeugsitze sind Stand der Technik. Ihre Rückenlehne ist durch starke Federmittel nach vorn vorgespannt und wird durch die Rastbeschläge in ihrer jeweils eingestellten Neigung gehalten. Zum Verstellen der Lehnenneigung bzw. zum Lehnenklappen müssen die Rastbeschläge gelöst werden, was durch Betätigung eines Betätigungshebels erfolgt, der in aller Regel auf einer der beiden Sitzseiten angeordnet ist. Die Betätigungskraft durch eine Welle auf den Rastbeschlag der anderen Sitzseite übertragen. Ein Sitzinsasse drückt nach dem Lösen der Rastbeschläge mit seinem Körpergewicht die Rückenlehne entweder gegen die Federkraft nach hinten, oder aber lässt die Rückenlehne durch Nachgeben seines Körpergewichts nach vorn kommen. Nach dem Erreichen der gewünschten Lehnenneigung werden die Rastbeschläge durch Loslassen des Betätigungshebels wieder verriegelt. Die Rastbeschläge derartiger Fahrzeugsitze sind generell nur in einer Richtung lösbar, d. h. entweder durch Herunterdrücken des Betätigungshebels oder durch Hochziehen des Betätigungshebels.
  • Durch die DE 103 55 006 A1 ist ein Kraftfahrzeugsitz mit neigungsverstellbarer Rückenlehne bekannt, die beidseitig über Rastbeschläge an das Sitzteil angelenkt ist, wobei die Rastbeschläge je eine Verstellwelle aufweisen, die die Schwenkachse der Rückenlehne definieren und über einen um einen Drehpunkt schwenkbaren Betätigungshebel zum Klappen der Rückenlehne lösbar sind. Der Betätigungshebel wirkt indirekt über ein Zugseil, eine sitzteilfeste Rolle und einen Entriegelungshebel auf den zugeordneten Rastbeschlag.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, weitere Betätigungsmechanismen für die Rastbeschläge eines Fahrzeugsitzes der genannten Art anzugeben.
  • Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst.
  • Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Aufgabenlösung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Bei der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung wird die Übertragungswelle mit der Rückenlehne fest verbunden. Um zu verhindern, dass der Betätigungshebel beim Vorklappen der Rückenlehne mit bewegt wird, ist vorgesehen, den Betätigungshebel beim Vorklappen der Rückenlehne abzukoppeln.
  • Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele dargestellt sind, näher erläutert werden.
  • Es zeigt
  • 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer Rückenlehne in Gebrauchsstellung mit verriegelten Rastbeschlägen,
  • 2 eine Detailansicht eines Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 1 mit Betätigungshebel,
  • 3 die Detailansicht nach 2 ohne Betätigungshebel,
  • 4 eine Ansicht von innen auf die Rückenlehne im Bereich des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge,
  • 5 eine perspektivische schematische Darstellung der Rückenlehne nach 1 mit entriegelten Rastbeschlägen,
  • 6 eine Detailansicht des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 5 mit Betätigungshebel,
  • 7 die Detailansicht nach 6 ohne Betätigungshebel,
  • 8 eine Ansicht von innen auf die Rückenlehne im Bereich des Betätigungsmechanismus der entriegelten Rastbeschläge,
  • 9 eine schematische perspektivische Darstellung der Rückenlehne in vorgeklappter Stellung mit entriegelten Rastbeschlägen,
  • 10 eine Detailansicht des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 9 mit Betätigungshebel,
  • 11 die Detailansicht nach 10 ohne Betätigungshebel,
  • 12 eine schematische perspektivische Darstellung einer Rückenlehne in Gebrauchsstellung mit verriegelten Rastbeschlägen in einer anderen Ausführungsform,
  • 13 eine Detailansicht des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 12 mit Betätigungshebel,
  • 13a schematisch eine Prinzipdarstellung der Anordnung von zwei bei dem Betätigungsmechanismus nach 13 vorgesehenen Lösehebeln,
  • 14 die Detailansicht nach 13 ohne Betätigungshebel,
  • 15 eine Ansicht von innen auf die Rückenlehne im Bereich des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 12,
  • 16 eine perspektivische Darstellung der Rückenlehne nach 12 mit entriegelten Rastbeschlägen,
  • 17 eine Detailansicht des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 16 mit Betätigungshebel,
  • 18 die Detailansicht nach 17 ohne Betätigungshebel,
  • 19 eine Ansicht von innen auf die Rückenlehne im Bereich des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge nach 16,
  • 20 eine schematische perspektivische Darstellung der Rückenlehne nach 12 in vorgeklappter Stellung mit entriegelten Rastbeschlägen,
  • 21 eine Detailansicht des Betätigungsmechanismus der Rastbeschläge der Rückenlehne nach 20 mit Betätigungshebel und
  • 22 die Detailansicht nach 21 ohne Betätigungshebel.
  • Gleiche und einander entsprechende Bauteile sind in den Figuren der Zeichnung mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Die Zeichnung zeigt eine neigungsverstellbare und/oder klappbare Rückenlehne 2 mit einem nicht umlaufenden U-förmigen Rahmenteil 4, das an seinem unteren Ende mit einem U-förmigen Profil 6 verschweißt ist. Das Rückenlehnenpolster ist nicht dargestellt (vgl. 1).
  • Die Rückenlehne 2 ist über auf beiden Sitzseiten vorgesehene Rastbeschläge 8, 10 um eine Lehnenschwenkachse 12 neigungsverstellbar und/oder klappbar an einem sitzteilfesten Adapter 14 befestigt. Das Sitzteil ist nicht dargestellt.
  • Wenigstens einer der Rastbeschläge 8, 10 weist einen Lösehebel 16 zum Entriegeln der Rastbeschläge 8, 10 auf. Die 1-4 zeigen die Rastbeschläge bzw. deren Betätigungsmechanismus im verriegelten und die 5-8 im entriegelten Zustand.
  • Die Lehnenschwenkachse 12 wird durch zwei Achsstummel 18, 20 der Rastbeschläge 8, 10 gebildet, die jeweils über ein Hebelgetriebe 22 mit einer parallel zu den Achsstummeln 18, 20 bzw. der Lehnenschwenkachse 12 angeordneten Übertragungswelle 24 verbunden sind. Die Übertragungswelle 24 überträgt ein durch Betätigung des Lösehebels 16 erzeugtes Drehmoment von dem einen direkt betätigten Rastbeschlag 8 der einen Sitzseite und dessen Hebelgetriebe 22 auf den Rastbeschlag 10 der anderen Sitzseite. Die Übertragungswelle 24 ist bzgl. der Lehnenschwenkachse 12 mittels des Hebelgetriebes 22 nach hinten und unten versetzt am Rahmen der Rückenlehne 2 gelagert (vgl. 1, 4, 5 und 8). Durch diese versetzte Anordnung wird die Einsitztiefe vergrößert, wodurch der Beinraum und die Kniefreiheit für eine hinter dem Sitz sitzende Person entsprechend vergrößert werden kann.
  • Zum Verstellen der Neigung der Rückenlehne 2 müssen die Rastbeschläge 8, 10 gelöst werden. Dazu ist auf einer Sitzseite ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 26 bezeichneter Betätigungsmechanismus vorgesehen, der nachstehend näher erläutert wird.
  • Auf einem aus dem einen Rastbeschlag 8 herausragenden profilierten Ende einer mit der Lehnenschwenkachse 12 zusammenfallenden Verstellwelle 28 ist der bereits erwähnte Lösehebel 16 drehfest angeordnet, der dazu eine formschlüssig dem Ende der Verstellwelle 28 angepasste Öffnung aufweist. Der Lösehebel 16 ist ein einarmiger Hebel und ist vorzugsweise mittels einer Vierkantverbindung 15 formschlüssig mit der Verstellwelle 28 verbunden, vgl. 2 und 3.
  • Die Verstellwelle bzw. Vierkantwelle 28 ist fest mit einem Steuernocken (nicht dargestellt) der Rastbeschläge 8, 10 verbunden. Der Steuernocken steuert Zahnsegmente (nicht dargestellt), die mit einem Innenzahnkranz (nicht dargestellt) der Rastbeschläge 8, 10 in Eingriff und außer Eingriff bewegbar sind zum Verriegeln und Entriegeln der Rückenlehne 2.
  • Am freien Ende des Lösehebels 16 ist eine lösehebelfeste Rolle 32 drehbar angeordnet.
  • Auf der Verstellwelle 28 ist ferner ein zweiarmiger Betätigungs-Winkelhebel 34 frei drehbar gelagert, dessen einer Hebelarm 35 ein Griffelement darstellt und dessen anderer Hebelarm 36 unter einem Winkel, vorzugsweise unter einem rechten Winkel zum Hebelarm 35 verläuft und eine frei drehbare Rolle 38 trägt. Über den Betätigungshebel 34 ist der Lösehebel 16 in die Entriegelungsstellung verschwenkbar. Hierzu ist ein Kraftübertragungsmittel in Form eines Seilgetriebes 40 vorgesehen, das ein Seil 42 aufweist, dessen beide Enden 43, 45 an einem sitzfesten Bolzen 44 sitzfest vermittels eines Sicherungselementes 47 festgelegt sind. Das Seil 42 ist vom Bolzen 44 aus um die Rolle 38 des Hebelarmes 36 des Betätigungshebels 34, eine erste, auf der Verstellwelle 28 frei drehbar angeordnete Seilrolle 50, eine rückenlehnenfeste, frei drehbare Rolle 46, die Rolle 32 des Lösehebels 16 und um eine zweite, auf der Verstellwelle 28 frei drehbare Seilrolle 52 zurück zum sitzfesten Bolzen 44 geführt, vgl. 2, 3, 6, 7, 10, 11.
  • Die 2 und 3 zeigen den Betätigungshebel 34 und den Lösehebel 16 in der jeweiligen Verriegelungsstellung. Zum Lösen der Verriegelung in den Rastbeschlägen 8, 10 zwecks Neigungseinstellung der Rückenlehne 2 oder zum Vorklappen der Rückenlehne 2 wird der Betätigungshebel 34 nach oben (in der Zeichnung im Uhrzeigersinn) verschwenkt, wobei der Hebelarm 36 mit der Rolle 38 mit verschwenkt wird und der Lösehebel 16 mit seiner Rolle 32 über das Seilgetriebe 40 ebenfalls im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, vgl. 5-8. Beim Entriegeln werden die Rückenlehne 2 und die rückenlehnenfeste Rolle 46 nicht bewegt.
  • Nach erfolgter Entriegelung kann die Rückenlehne 2 in der Neigung verstellt werden oder vorgeklappt werden, wobei die rückenlehnenfeste Rolle 46 mit verschwenkt wird. Der Betätigungshebel 34 und die Rolle 38 des Hebelarms 36 des Betätigungshebels 34 behalten ihre Entriegelungsposition in Bezug zum Sitzteil bei, bleiben also beim Vorklappen der Rückenlehne 2 stehen – sind somit beim Vorklappen der Rückenlehne 2 von dieser entkoppelt. Der Lösehebel 16 mit Rolle 32 behält seine Position in Bezug auf die Rückenlehne 2 bei, vgl. 9, 10 und 11.
  • Die 12-22 zeigen eine gegenüber der Ausführungsform nach den 1-11 modifizierte Ausführung.
  • Die 12-22 zeigen eine neigungsverstellbare und/oder klappbare Rückenlehne 102 mit einem nicht umlaufenden U-förmigen Rahmenteil 104, das an seinem unteren Ende mit einem U-förmigen Profil 106 verschweißt ist. Das Rückenlehnenpolster ist nicht dargestellt.
  • Die Rückenlehne 102 ist über auf beiden Sitzseiten vorgesehene Rastbeschläge 108, 110 um eine Lehnenschwenkachse 112 neigungsverstellbar und/oder klappbar an einem sitzteilfesten Adapter 114 befestigt. Das Sitzteil ist nicht dargestellt.
  • Anders als bei der Ausführungsform nach den 1-11 sind die beiderseitigen Rastbeschläge 108, 110 identisch, d. h., dass sie im eingebauten Zustand eine gegenläufige Betätigungsrichtung haben. Bei der Ausführungsform nach den 1-11 bilden die beiderseitigen Rastbeschläge 8, 10 ein "Paar", d. h., dass sie im eingebauten Zustand eine gleichsinnige Betätigungsrichtung haben.
  • Jeder Rastbeschlag 108, 110 weist eine eigene Verstellwelle 128 auf.
  • Die Lehnenschwenkachse 112 wird durch zwei Achsstummel 118, 120 der Rastbeschläge 108, 110 gebildet, die jeweils über ein Hebelgetriebe 122 mit einer parallel zu den Achsstummeln 118, 120 bzw. der Lehnenschwenkachse 112 angeordneten Übertragungswelle 124 verbunden sind.
  • Die Übertragungswelle 124 ist bzgl. der Lehnenschwenkachse 112 mittels der Hebelgetriebe 122 nach hinten und unten versetzt am Rahmen der Rückenlehne 102 gelagert. Durch diese versetzte Anordnung wird die Einsitztiefe vergrößert, wodurch der Beinraum und die Kniefreiheit für eine hinter dem Sitz sitzende Person entsprechend vergrößert werden kann.
  • Zum Verstellen der Neigung der Rückenlehne 102 müssen die Rastbeschläge 108, 110 gelöst werden. Dazu ist auf einer Sitzseite ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 126 bezeichneter Betätigungsmechanismus vorgesehen, der nachstehend näher erläutert wird.
  • Der Betätigungsmechanismus 126 umfasst einen frei drehbar auf der Verstellwelle 128 des einen Rastbeschlags 108 gelagerten Betätigungshebel 134, der als Winkelhebel mit einem ersten, ein Griffelement bildenden Hebelarm 135 und einem zweiten, vorzugsweise unter einem rechten Winkel zum ersten Hebelarm 135 verlaufenden Hebelarm 136 ausgebildet ist.
  • Der Betätigungsmechanismus 126 weist ferner zwei vom Betätigungshebel 134 betätigbare Lösehebel 116, 117 auf, von denen der eine Lösehebel 116 dem Rastbeschlag 108 der einen Sitzseite und der andere Lösehebel 117 dem Rastbeschlag 110 der anderen Sitzseite zugeordnet ist und die zum Lösen der Rastbeschläge 108, 110 in eine Entriegelungsstellung verschwenkbar sind. Die Lösehebel 116, 117 sind vorzugsweise einarmige Hebel.
  • Die beiden Lösehebel 116, 117 und der abgewinkelte Hebelarm 136 des Betätigungshebels 134 sind im Bereich ihrer freien Enden jeweils mit einer frei drehbaren Rolle 132, 146, 138 ausgestattet.
  • Der Rastbeschlag 108 der einen Sitzseite wird von dem einen Lösehebel 116 direkt betätigt. Dieser Lösehebel 116 ist vorzugsweise durch eine Vierkantverbindung 115 formschlüssig mit der Verstellwelle 128 des Rastbeschlags 108 verbunden, vgl. 13a. Der Rastbeschlag 110 auf der anderen Sitzseite wird über die Hebelgetriebe 122 und die Übertragungswelle 124 von dem anderen Lösehebel 117 des Betätigungsmechanismus 126 betätigt. Der Lösehebel 117 steht mit einer die Verstellwelle 128 umgebenden, mit der Übertragungswelle 124 in Wirkverbindung stehenden Hohlwelle 119 in Verbindung, vgl. 13a, und ist vermittels dieser Hohlwelle 119 auf der Ver stellwelle 128 frei drehbar und relativ zum Lösehebel 116 des Rastbeschlags 108 verschwenkbar gelagert.
  • Die Betätigung der Lösehebel 116, 117 durch den Betätigungshebel 134 erfolgt mit Hilfe eines Kraftübertragungsmitttels in Form eines Seilgetriebes 140, das ein Seil 142 aufweist, dessen beide Enden 143, 145 an einem sitzfesten Bolzen 144 sitzfest vermittels eines Sicherungselementes 147 festgelegt sind. Das Seil 142 ist vom Bolzen 144 aus um die Rolle 138 des Hebelarmes 136 des Betätigungshebels 134, eine erste, auf der Verstellwelle 128 frei drehbar angeordnete Seilrolle 150, die Rolle 146 des Lösehebels 117, die Rolle 132 des Lösehebels 116 und um eine zweite, auf der Verstellwelle 128 frei drehbare Seilrolle 152 zurück zum sitzfesten Bolzen 144 geführt, vgl. 13, 14, 17, 18.
  • Die Verstellwelle 128 jedes Rastbeschlags 108, 110 ist fest mit einem Steuernocken (nicht dargestellt) des Rastbeschlags 108, 110 verbunden. Der Steuernocken steuert Zahnsegmente (nicht dargestellt), die mit einem Innenzahnkranz (nicht dargestellt) des Rastbeschlags 108, 110 in Eingriff und außer Eingriff bewegbar sind zum Verriegeln und Entriegeln der Rückenlehne 102.
  • Die 12, 13 und 14 zeigen den Betätigungshebel 134 und die Lösehebel 116, 117 in der jeweiligen Verriegelungsstellung. Zum Entriegeln der Rückenlehne 102 durch Lösen der Verriegelung in den Rastbeschlägen 108, 110 zwecks Neigungseinstellung der Rückenlehne 102 oder zum Vorklappen der Rückenlehne 102 wird der Betätigungshebel 134 nach oben (in der Zeichnung im Uhrzeigersinn) verschwenkt, wobei dessen Hebelarm 136 mit der Rolle 138 im Uhrzeiger mit verschwenkt wird. Über das Seilgetriebe 140 werden dabei der Lösehebel 116 mit seiner Rolle 132 ebenfalls im Uhrzeigersinn und der Lösehebel 117 mit seiner Rolle 146 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, vgl. 13, 14, 17, 18. Beim Entriegeln wird die Rückenlehne 102 nicht bewegt.
  • Nach erfolgter Entriegelung kann die Rückenlehne 102 in der Neigung verstellt werden oder vorgeklappt werden. Der Betätigungshebel 134 und die Rolle 138 des Hebelarms 136 behalten hierbei ihre Entriegelungsposition in Bezug zum Sitzteil bei, bleiben also beim Vorklappen der Rückenlehne 102 stehen – sind somit beim Vorklappen der Rückenlehne 102 von dieser entkoppelt. Die Lösehebel 116, 117 mit ihren Rollen 132 und 146 behalten ihre Positionen in Bezug auf die Rückenlehne 102 bei.
  • 2, 102
    Rückenlehne
    4, 104
    Rahmenteil
    6, 106
    U-förmiges Profil
    8, 108
    Rastbeschlag
    10, 110
    Rastbeschlag
    12, 112
    Lehnenschwenkachse
    14, 114
    Adapter
    15, 115
    Vierkantverbindung
    16, 116
    Lösehebel
    117
    Lösehebel
    18, 118
    Achsstummel
    119
    Hohlwelle
    20, 120
    Achsstummel
    22, 122
    Hebelgetriebe
    24, 124
    Übertragungswelle
    26, 126
    Betätigungsmechanismus
    28, 128
    Verstellwelle
    32, 132
    Rolle
    34, 134
    Betätigungshebel
    35, 135
    Hebelarm
    36, 136
    Hebelarm
    38, 138
    Rolle
    40, 140
    Seilgetriebe
    42, 142
    Seil
    43, 143
    Seilende
    44, 144
    Bolzen
    45, 145
    Seilende
    46, 146
    Rolle
    47, 147
    Sicherungselement
    50, 150
    Seilrolle
    52, 152
    Seilrolle

Claims (14)

  1. Fahrzeugsitz mit neigungsverstellbarer und/oder klappbarer Rückenlehne (2, 102), die beidseitig an einem Sitzteil über Rastbeschläge (8, 108) angelenkt ist, welche jeweils eine Verstellwelle (28, 128) aufweisen, die die Schwenkachse der Rückenlehne bilden, und zum Verstellen der Neigung oder zum Umklappen der Rückenlehne durch wenigstens einen schwenkbaren Lösehebel (16, 116, 117) entriegelbar sind, der von einem drehbar gelagerten Betätigungshebel (34, 134) betätigbar ist, welcher mit dem Lösehebel über ein Kraftübertragungsmittel in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass – der Betätigungshebel (34, 134) auf der Verstellwelle (28, 128) frei drehbar gelagert ist, – das Kraftübertragungsmittel ein Seilgetriebe (40, 140) ist, das ein Seil (42, 142) umfasst, dessen beide Enden (43, 45, 143, 145) sitzteilfest angeordnet sind und das um eine die Kraft vom Betätigungshebel (34, 134) auf den wenigstens einen Lösehebel (16, 116, 117) übertragende Seilrollenanordnung (38, 50, 32, 46, 52; 138, 150, 132, 146, 152) herumgeführt ist, und – der Betätigungshebel (34, 134) als zweiarmiger Winkelhebel mit einem ersten ein Griffelement bildenden Hebelarm (35, 135) und einem zweiten das Betätigungsmoment des Betätigungshebels (34, 134) in das Seilgetriebe (40, 140) einleitenden Hebelarm (36, 136) ausgebildet ist.
  2. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lösehebel (16, 116) zur direkten Betätigung eines Rastbeschlags (8, 108) drehfest mit der Verstellwelle (28, 128) verbunden ist.
  3. Fahrzeugsitz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der drehfest mit der Verstellwelle (28) verbundene, den einen Rastbeschlag (8) der einen Sitzseite direkt betätigende Lösehebel (16) oder ein zusätzlich zu dem den Rastbeschlag (108) direkt betätigenden, drehfest mit der Verstellwelle (128) verbundenen Lösehebel (116) vorgesehener separater, frei drehbar auf der Verstellwelle (128) angeordneter Lösehebel (117) in Wirkverbindung mit dem Rastbeschlag (10, 110) der gegenüberliegenden Sitzseite steht.
  4. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmoment des Betätigungshebels (34) über den den einen Rastbeschlag (8 oder 10) der einen Sitzseite direkt betätigenden Lösehebel (16) auf den Rastbeschlag (10 oder 8) der gegenüberliegenden Sitzseite mittels einer im Rahmen der Rückenlehne (2) gelagerten Übertragungswelle (24) übertragen wird.
  5. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmoment des Betätigungshebels (134) über den zusätzlich zu dem den Rastbeschlag (108) direkt betätigenden, drehfest mit der Verstellwelle (128) verbundenen Lösehebel (116) der einen Sitzseite vorgesehenen, separaten, frei drehbar auf der Verstellwelle (128) angeordneten Lösehebel (117) auf den Rastbeschlag (110) der gegenüberliegenden Sitzseite mittels einer im Rahmen der Rückenlehne (102) gelagerten Übertragungswelle (124) übertragen wird.
  6. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilrollenanordnung eine auf dem zweiten Hebelarm (36) des Betätigungshebels (34) frei drehbar ange ordnete Rolle (38), wenigstens eine auf der Verstellwelle (28) frei drehbar angeordnete Rolle (50, 52), eine auf dem den Rastbeschlag (8) der einen Sitzseite direkt betätigenden und den Rastbeschlag (10) der gegenüberliegenden Sitzseite über die Übertragungswelle (24) betätigenden, drehfest mit der Verstellwelle (28) verbundenen Lösehebel (16) frei drehbar angeordnete Rolle (32) und eine rückenlehnenfeste Rolle (46) umfasst.
  7. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilrollenanordnung eine auf dem zweiten Hebelarm (136) des Betätigungshebels (134) frei drehbar angeordnete Rolle (138), wenigstens eine auf der Verstellwelle (128) frei drehbar angeordnete Rolle (150, 152), eine auf dem den Rastbeschlag (108) der einen Sitzseite direkt betätigenden, drehfest mit der Verstellwelle (128) verbundenen Lösehebel (116) frei drehbar angeordnete Rolle (132) und eine auf dem zusätzlich zu dem drehfest auf der Verstellwelle (128) angeordneten Lösehebel (116) vorgesehenen separaten, frei drehbar auf der Verstellwelle (128) angeordneten und über die Übertragungswelle (124) mit dem Rastbeschlag (110) der anderen Sitzseite in Wirkverbindung stehenden Lösehebel (117) frei drehbar angeordnete Rolle (146) aufweist.
  8. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungswelle (24, 124) nach unten und hinten verlegt ist.
  9. Fahrzeugsitz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlegung der Übertragungswelle (24, 124) mittels eines Getriebemechanismus (22, 122) erfolgt.
  10. Fahrzeugsitz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Getriebemechanismus (22, 122) ein Hebelgetriebe ist.
  11. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die die Rastbeschläge (8, 108) direkt betätigenden Lösehebel (16, 116) mittels Vierkantverbindung (15, 115) drehfest mit der Verstellwelle (28, 128) verbunden sind.
  12. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 5 und 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzlich zu dem drehfest mit der Verstellwelle (128) verbundenen Lösehebel (116) vorgesehene Lösehebel (117) mittels einer die Verstellwelle (128) umgebenden, mit der Übertragungswelle (124) in Wirkverbindung stehenden Hohlwelle (119) frei drehbar auf der Verstellwelle (128) angeordnet ist.
  13. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellwelle (28, 128) fest mit einem Steuernocken der Rastbeschläge (8, 10, 108, 110) verbunden ist.
  14. Fahrzeugsitz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuernocken Zahnsegmente steuert, die mit einem Innenzahnkranz der Rastbeschläge (8, 10, 108, 110) in Eingriff und außer Eingriff bewegbar sind zum Verriegeln und Entriegeln der Rückenlehne (2, 102).
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