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DE102005047133A1 - Verfahren zur Verarbeitung von Dokumentdaten zum Schutz vor Zugriff - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Dokumentdaten zum Schutz vor Zugriff Download PDF

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DE102005047133A1
DE102005047133A1 DE102005047133A DE102005047133A DE102005047133A1 DE 102005047133 A1 DE102005047133 A1 DE 102005047133A1 DE 102005047133 A DE102005047133 A DE 102005047133A DE 102005047133 A DE102005047133 A DE 102005047133A DE 102005047133 A1 DE102005047133 A1 DE 102005047133A1
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DE
Germany
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DE102005047133A
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English (en)
Inventor
Keith Ball
Rudolf Kärtner
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Brainloop AG
Original Assignee
Brainloop AG
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Publication date
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    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
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    • G06F21/60Protecting data
    • G06F21/62Protecting access to data via a platform, e.g. using keys or access control rules
    • G06F21/6218Protecting access to data via a platform, e.g. using keys or access control rules to a system of files or objects, e.g. local or distributed file system or database
    • G06F21/6227Protecting access to data via a platform, e.g. using keys or access control rules to a system of files or objects, e.g. local or distributed file system or database where protection concerns the structure of data, e.g. records, types, queries
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
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Abstract

Erfindungsgemäß ist ein Verfahren geschaffen zum Verarbeiten von Dokumentdaten mittels eines Datenverarbeitungssystems, mit folgenden Schritten: Speichern einer ersten elektronischen Datei, welche Dokumentdaten enthält, die ein für einen Benutzer anzeigbares Dokument darstellen; Umwandeln der ersten Datei in eine Vielzahl von dritten elektronischen Dateien, die in ihrer Gesamtheit Dokumentdaten der ersten Datei enthalten, die mindestens einen Teil des Dokumentes darstellen; und Bereitstellen zum Abruf der Vielzahl von dritten Dateien zur Anzeige des mindestens einen Teiles des Dokumentes durch einen Benutzer. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Dokument vor dem Bereitstellen zur Anzeige durch den Benutzer "zerstückelt". Damit wird dem Benutzer zwar ein vollständiger Teil (z. B. eine Seite) des Dokumentes zur Anzeige zur Verfügung gestellt; die diesen Teil darstellenden Dokumentdaten sind jedoch über mehrere Dateien verteilt. Der Benutzer erhält somit statt einer einzelnen Dokumentdatei eine Vielzahl von Dateien. Dies erschwert eine unerwünschte Verarbeitung oder Weiterverwendung der Dokumentdaten.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Datenverarbeitungssystems, und insbesondere ein Verfahren zur elektronischen Verarbeitung von Dokumentdaten zum Schutz vor unerwünschtem oder unerlaubtem Zugriff oder Manipulation.
  • Hintergrund
  • Bei der Übertragung von elektronischen Dokumenten in Netzwerken sollen diese vor unerwünschtem Zugriff geschützt werden. Dies betrifft den Endanwender (also denjenigen, für den ein elektronisches Dokument bestimmt ist, nachfolgend Benutzer genannt) ebenso wie Systemadministratoren der Rechners des Benutzers, oder "Bad Guys". Beispielsweise soll der Benutzer daran gehindert werden, das Dokument zu drucken, es weiterzuleiten, oder zu speichern. Systemadministratoren sollen daran gehindert werden, trotz voller Leserechte auf dem Rechner des Benutzers auf das Dokument zugreifen zu können. Bei "Bad Guys" kann es sich um Hacker handeln, die sich Zugriff auf den Rechner des Benutzers verschaffen wollen, Personen, die den Datenverkehr zwischen Klient (Rechner des Benutzers) und Server ("Datenraum") abzuhören versuchen, als auch Viren, Würmer und Trojaner.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe, sich dieser Problematik anzunehmen. Insbesondere sollen Dokumente, die auf einem Server zum Abruf durch Benutzer bereitgestellt werden, vor unerwünschtem Zugriff und Manipulation geschützt werden. Insbesondere soll dieser Schutz auf Server-Seite geschaffen werden, so dass keine Installation von Software auf dem Rechner des Benutzers erforderlich ist. Gleichzeitig soll der Schutz möglichst unabhängig vom Format des zu schützenden Dokuments geschaffen werden.
  • Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
  • Erfindungsgemäß ist ein Verfahren geschaffen zum Verarbeiten von Dokumentdaten mittels eines Datenverarbeitungssystems, mit folgenden Schritten: Speichern einer ersten elektronischen Datei, welche Dokumentdaten enthält, die ein für einen Benutzer anzeigbares Dokument darstellen; Umwandeln der ersten Datei in eine Vielzahl von dritten elektronischen Dateien, die in ihrer Gesamtheit Dokumentdaten der ersten Datei enthalten, die mindestens einen Teil des Dokumentes darstellen; und Bereitstellen zum Abruf der Vielzahl von dritten Dateien zur Anzeige des mindestens einen Teiles des Dokumentes durch einen Benutzer.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Dokument vor dem Bereitstellen zur Anzeige durch den Benutzer "zerstückelt". Damit wird dem Benutzer zwar ein vollständiger Teil (z.B. eine Seite) des Dokumentes zur Anzeige zur Verfügung gestellt; die diesen Teil darstellenden Dokumentdaten sind jedoch über mehrere Dateien verteilt. Der Benutzer erhält somit statt einer einzelnen Dokumentdatei eine Vielzahl von Dateien. Dies erschwert die Verarbeitung der Dokumentdaten. Wollte der Benutzer beispielsweise den angezeigten Dokumententeil drucken oder speichern, so müsste der Druck- oder Speicherbefehl auf jede der Vielzahl der Dateien angewandt werden. Dies verhindert oder erschwert eine unerwünschte Weiterverwendung des Dokuments. Es wird folglich eine Anzeige zumindest eines Teiles des Dokumentes ermöglicht, dessen Verarbeitung aber verhindert oder zumindest erschwert. Diese Funktionalität ist in Datenräumen von Vorteil, in denen beispielsweise auf vertrauliche Dokumente zugegriffen werden kann, deren Ausdruck, Speicherung oder Weiterleitung durch den Benutzer verhindert werden soll. Gleichzeitig wird der Zugriff von außen (Administratoren, "Bad Guys") erschwert, oder aber die Verwertbarkeit von Dokumentdaten bei geschehenem Zugriff von außen stark gemindert.
  • Insbesondere kann das Dokument eine oder mehrere Seiten umfassen. Der Zugriff auf das Dokument erfolgt nach einer Ausgestaltung der Erfindung ausschließlich seitenweise. D.h., dass wenn der Benutzer ein Dokument neu anfordert, zuerst dritte Dateien erzeugt werden, die der ersten Seite des Dokuments entsprechen, und diese dem Benutzer zur Anzeige der ersten Seite zur Verfügung gestellt werden. Fordert der Benutzer eine weitere Seite an, so werden die dritten Dateien für diese weitere Seite erzeugt und dem Benutzer zur Verfügung gestellt, usw. Ein Zugriff auf das gesamte Dokument "auf einmal" ist nach dieser Ausgestaltung nicht möglich.
  • Nach einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Verfahren folgende weitere Schritte: Umwandeln der ersten Datei in eine Vielzahl von zweiten elektronischen Dateien, die in ihrer Gesamtheit die Dokumentdaten der ersten Datei enthalten, wobei jede der zweiten elektronischen Dateien die Dokumentdaten einer Seite des Dokumentes enthält; und Umwandeln der zweiten Dateien in die Vielzahl dritter Dateien, wobei die Dokumentdaten jeder zweiten Datei auf mehrere der dritten Dateien verteilt sind.
  • In dem ersten Umwandlungsschritt wird für jede Seite des Dokumentes eine Datei erzeugt (zweite Dateien). Im zweiten Umwandlungsschritt wird jede Seite des Dokuments einzeln "zerstückelt" und die entsprechenden Daten in den dritten Dateien abgelegt.
  • Mit Vorteil wird jeder Abruf durch den Benutzer protokolliert. Insbesondere kann jeder Abruf durch den Benutzer seitenweise protokolliert werden. Das Protokollieren kann auch die Identifikation des Benutzers beinhalten. Damit ist es möglich, nachzuvollziehen, welcher Benutzer wann welches Dokument oder welche Teile des Dokuments abgerufen hat.
  • Vorzugsweise wird jeder der Vielzahl der dritten Dateien ein anderer Name zugeordnet und diese entsprechend abgespeichert. Dazu kann jeder Name durch einen Zufallsgenerator ausgewählt werden. Der Zugriff auf die dritten Dateien durch den Benutzer erfolgt einzeln mittels dieser Namen. Die Zufälligkeit der Namen erschwert somit einen systematischen Aufruf, Verarbeitung und Weiterverwendung der Dokumentendaten.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst das Verfahren den Schritt des Erzeugens von Steuersignalen, die bei Abruf der dritten Dateien durch den Benutzer vorbestimmte, dem Benutzer ansonsten zur Verfügung stehende Funktionen deaktiviert, insbesondere Funktionen zum Drucken, Weiterleiten und/oder Speichern des angezeigten Teiles des Dokumentes. Damit wird eine unerwünschte Verarbeitung oder Weiterverwendung des angezeigten Teiles des Dokuments weiter erschwert bzw. vollständig verhindert.
  • In einer Ausgestaltung umfasst das Verfahren folgende zusätzliche Schritte: Empfangen einer elektronischen Datei, welche die Dokumentdaten enthält; Umwandeln der empfangenen Datei in die erste Datei, wobei die erste Datei ein erstes vorbestimmtes Datenformat aufweist; und Umwandeln der ersten Datei in die Vielzahl von zweiten elektronischen Dateien, wobei die zweiten Dateien ein zweites vorbestimmtes Datenformat aufweisen.
  • Demnach werden die empfangenen Dokumentdaten, die beispielsweise im Word-Format vorliegen, in ein anderes Format umgewandelt, z.B. PDF. Anschließend werden die einzelnen Seiten des PDF-Dokumentes in jeweilige Dateien eines weiteren Formats umgewandelt, beispielsweise das PNG-Format. Die PNG-basierten Darstellungen der Dokumentseiten werden anschließend "zerstückelt", wie oben beschrieben, und die resultierenden Bilddaten vorzugsweise als HTML-basierte Darstellung dem Benutzer seitenweise zur Verfügung gestellt.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung enthält das Verfahren folgende zusätzlichen Schritte: Erzeugen von Daten, die ein Wasserzeichen für das Dokument darstellen; und Hinzufügen der Daten, die das Wasserzeichen darstellen, zu der ersten Datei, so dass der mindestens eine Teil des Dokuments bei Anzeige durch einen Benutzer das Wasserzeichen enthält.
  • Die Verwendung von Wasserzeichen erschwert eine unerwünschte Weiterverwendung der abgerufenen und angezeigten Dokumente weiter und kann beispielsweise vor einem Abfotografieren des Benutzerbildschirms schützen.
  • Erfindungsgemäß ist außerdem ein Verfahren geschaffen mit folgenden Schritten: Empfangen durch einen Server einer Anforderung eines Klienten der Anzeige eines auf dem Server gespeicherten Dokumentes; Verarbeiten durch den Server der Dokumentdaten einer Seite des auf dem Server gespeicherten Dokuments, so dass die Dokumentdaten der Seite auf mehrere Dateien verteilt sind; und Bereitstellen durch den Server der mehreren Dateien zur Anzeige der Seite auf dem Klienten.
  • Vorzugsweise umfasst das Verfahren ein Wiederholen der Schritte des Verarbeitens und des Bereitstellens auf Anforderung des Klienten, zur seitenweisen Anzeige des Dokumentes auf dem Klienten.
  • Darüber hinaus sind Datenverarbeitungssysteme und ein Computerprogramm geschaffen, die zur Ausführung der oben beschriebenen Verfahren ausgestaltet sind.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird nun erläutert anhand von beispielhaften Ausgestaltungen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen
  • die 1 schematisch die Schritte eines Verfahrens nach einer Ausgestaltung der Erfindung;
  • die 2 ein Datenverarbeitungssystem, dass zur Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist;
  • die 3 und 4 Schritte und Module eines Verfahrens bzw. einer Vorrichtung nach einer Ausgestaltung der Erfindung; und
  • die 5 eine weitere schematische Darstellung der Durchführung eines Verfahrens nach einer Ausgestaltung der Erfindung.
  • Ausführliche Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
  • 1 zeigt schematisch den Ablauf eines Verfahrens zur Dokumentverarbeitung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung. Zu Beginn des Verfahrens erhält ein Server eine Anforderung eines Benutzers zum Abruf eines auf dem Server gespeicherten Dokumentes. Ist das Dokument nicht im PDF-Format gespeichert, so wird in Schritt 1 eine Umwandlung vorgenommen, und das erzeugte PDF-Dokument für spätere Zugriffe gespeichert.
  • Optional wird anschließend ein Deckblatt für das angeforderte Dokument generiert und dem Dokument als Seite 1 vorangestellt (nicht gezeigt). Das Deckblatt kann Informationen über das Dokument enthalten wie beispielsweise dessen Version, Urheber, etc.
  • Anschließend werden in Schritt 2 sogenannte "Brainmark"-Informationen und ein Overlay mit diesen Informationen erzeugt. Bei den "Brainmark"-Informationen handelt es sich um eine eindeutige Bezeichnung des Dokumentes und/oder der Version des Dokumentes, das durch den Benutzer angefordert worden ist. In Schritt 3 wird das Overlay auf des PDF-Dokument übertragen und die resultierende Datei in Schritt 4 in einem Cache gespeichert.
  • In Schritt 5 werden Attribute des angeforderten Dokuments sowie Informationen über den Benutzer erzeugt. Bei den Attributen kann es sich verschiedene Eigenschaften des Dokumentes handeln, wie beispielsweise "vertraulich", "Entwurf", usw. Bei den Benutzerinformationen kann es sich beispielsweise um den Namen oder die E-mail-Adresse des Benutzers handeln. Aus diesen Informationen wird ein Wasserzeichen erzeugt, dass in Schritt 6 auf jede Seite des PDF-Dokumentes (ausgenommen das Deckblatt) übertragen wird. Die Schrift des Wasserzeichens ist dabei derart ausgeführt, dass das Wasserzeichen weder manuell noch technisch ohne unverhältnismäßig großem Aufwand aus dem Dokument zu entfernen ist.
  • Im Schritt 7 wird das PDF-Dokument seitenweise in ein Bildformat konvertiert (z.B. PNG). Anschließend wird die gerade angeforderte Seite "zerstückelt", d.h. in Einzelteile zerlegt, wobei jedes Einzelteil unter einem von einem Zufallsgenerator erzeugten Namen auf dem Server abgespeichert wird. Zur Anzeige einer solchen zerstückelten Seite wird eine HTML-Darstellung der einzelnen Bildteile sowie einer Navigationsleiste zum Navigieren zwischen den Seiten erzeugt. Der Server liefert somit die jeweils angeforderte Seite als Sammlung von Einzelbildern und HTML-Code an den Benutzer aus. Gleichzeitig wird der Abruf und die Anzeige der angeforderten Seite(n) auf dem Server protokolliert. Bei Anforderung einer Folgeseite wird dieser Vorgang entsprechend wiederholt. Die Anzeige des Dokuments erfolgt demnach seitenweise, und nicht als Ganzes.
  • 2 zeigt schematisch ein Datenverarbeitungssystem mit einem Klienten PC, einem Datenraum-Server, einem Datenspeicher sowie einer Datenbank zur Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die durch einen Benutzer abrufbaren Dokumente sind auf dem Datenspeicher und/oder der Datenbank gespeichert. Der Abruf durch den Benutzer erfolgt von dem Klienten-PC aus. Das oben beschriebene Verfahren zur Verarbeitung der Dokumente ist auf dem Datenraum-Server implementiert. Dadurch wird von dem Datenraum-Server aus bestimmt, in welcher Form der Benutzer auf gespeicherte Dokumente Zugriff hat, und was er mit diesen (nicht) tun kann.
  • Die 3 und 4 illustrieren schematisch Verfahren und Vorrichtung nach einer Ausgestaltung der Erfindung.
  • Das Verfahren umfasst insbesondere folgende Schritte:
  • 1. Das Dokument wird in ein gängiges Format konvertiert, insbesondere PDF.
  • 2. Das Dokument bekommt ein Deckblatt vorangestellt. Das Deckblatt enthält insbesondere Informationen über das Dokument, und Informationen über den Benutzer, der das Dokument herunterlädt.
  • 3. Das Dokument wird mit einem Wasserzeichen überlagert. Das Wasserzeichen wird insbesondere gebildet durch folgende Angaben über den Benutzer, der das Dokument herunterlädt, sowie durch ein "Brainmark" (siehe oben).
  • 4. Das Dokument wird in ein Bildformat umgewandelt, beispielsweise PNG.
  • 5. Die das Dokument darstellenden Bildinformationen werden seitenweise erzeugt und sind nur seitenweise abrufbar. Beim Blättern im Dokument werden die Seiten auf der Server-Seite jeweils dynamisch generiert. Die Zugriffe auf jede einzelne Seite werden in einer Datenraumhistorie protokolliert.
  • 6. Jede Seite des Dokumentes wird in eine konfigurierbare Anzahl von Einzelteilen unterteilt (Puzzle/Aktenvernichter-Analogon).
  • 7. Jedes Einzelteil einer Dokumentseite erhält einen schwer zu identifizierenden Namen, erzeugt durch einen Zufalls-Generator. D.h. dass selbst dann, wenn eine dazu nicht autorisierte Person Zugriff auf diese Dokumentdaten erlangen würde (z.B. Internet Browser Cache), wäre es extrem aufwändig, die Seite aus den vielen Einzelteilen wieder zusammenzusetzen.
  • 8. Die Dateien mit den Einzelteilen der Dokumentseiten werden technisch so gekennzeichnet, dass diese auf dem Weg vom Server zum Rechner des Benutzers nicht zwischengespeichert wird bzw. werden kann. Insbesondere heißt dies, dass die Dateien nicht im Internet Browser Cache gespeichert werden. Dies gilt auch in Proxies und im Web-Server.
  • Ein beispielhaftes Datenverarbeitungssystem zur Implementierung dieses Verfahrens umfasst folgende Komponenten:
    PDF-Konvertierungs-Modul 10;
    Deckblatt Generierungs-Modul (nicht gezeigt);
    Wasserzeichen-Generierungs-Modul 11;
    ein Modul 12 zur seitenweisen Umwandlung des Dokumentes im PDF-Format in ein Bild-Format (z.B. PNG);
    ein Modul 13 zur „Zerstückelung" der Bildinformation in eine konfigurierbare Anzahl von Einzelteilen, mit einem Zufallsgenerator zur Erzeugung von zufälligen Dateinamen für die Einzelteile; und
    ein Modul 14 zur Auslieferung von angeforderten Dokumentdaten an einen Benutzer, wobei das Modul nur einen seitenweisen Abruf zulässt, "Cashing" verhindert, sowie Zugriffe seitenweise protokolliert.
  • Der Ablauf des Verfahrens umfasst insbesondere folgende Schritte:
  • 1. Ein Benutzer wählt ein Dokument zum Herunterladen aus.
  • 2. Falls das Dokument noch nicht als PDF-Datei zur Verfügung steht, wird eine Umwandlung durchgeführt und die PDF-Datei für spätere Zugriffe gespeichert.
  • 3. Falls im Datenraum (Server) die Deckblatt-Funktion aktiviert ist, wird das Deckblatt dynamisch generiert und dem Dokument als erste Seite vorangestellt.
  • 4. Falls im Datenraum die "Watermarking"-Funktion aktiviert ist, werden alle Seiten des eigentlichen Dokuments (nicht das Deckblatt) mit einem Wasserzeichen überlagert. Das Wasserzeichen ist so ausgeführt, dass der gesamte Inhalt des Originaldokumentes lesbar ist, das Wasserzeichen selbst jedoch nicht mit vertretbarem Aufwand aus dem Dokument entfernbar ist (weder manuell noch technisch).
  • 5. Das Dokument wird nun seitenweise in ein Bild-Format (PNG) konvertiert.
  • 6. Die anzuzeigende (d.h. durch den Benutzer angeforderte) Seite wird auf voreingestellte Art in eine voreingestellte Anzahl von Einzelteilen zerteilt. Die Einzelteile werden unter durch einen Zufallsgenerator generierten Namen gespeichert.
  • 7. Es wird eine HTML-Darstellung einer Gesamtseite erzeugt, die die Darstellung der aktuellen Dokumentseite aus den einzelnen Bildteilen sowie eine Navigationsleite für die Navigation zwischen den Dokumentseiten enthält.
  • 8. Das Auslieferungsmodul liefert die jeweils angeforderte Einzelseite als Sammlung von Einzelbildern und HTML-Code an den Benutzer aus und protokolliert diese Vorgänge. Das Auslieferungsmodul ist auch für die Generierung der jeweils angeforderten Folgeseiten zuständig. Außerdem generiert das Auslieferungsmodul Steuersignale, die zwischen dem Server (Datenraum) und Klienten (Benutzer) liegende Komponenten (WebServer, Internet Browser) davon abhält, die Informationen in Caches (Festplatten o.ä.) physikalisch zwischenzuspeichern.
  • Die 5 illustriert nochmals schematisch die Erzeugung des „Dokumentenpuzzles" durch einen Server.
  • Anzumerken ist, dass die beschriebenen Ausführungsbeispiele lediglich beispielhafter Natur ist und die Erfindung Abwandlungen innerhalb des durch die Schutzansprüche definierten Schutzbereiches umfasst.

Claims (21)

  1. Verfahren zum Verarbeiten von Dokumentdaten mittels eines Datenverarbeitungssystems, mit folgenden Schritten: Speichern einer ersten elektronischen Datei, welche Dokumentdaten enthält, die ein für einen Benutzer anzeigbares Dokument darstellen; Umwandeln der ersten Datei in eine Vielzahl von dritten elektronischen Dateien, die in ihrer Gesamtheit Dokumentdaten der ersten Datei enthalten, die mindestens einen Teil des Dokumentes darstellen; und Bereitstellen zum Abruf der Vielzahl von dritten Dateien zur Anzeige des mindestens einen Teiles des Dokumentes durch einen Benutzer.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Dokument eine oder mehrere Seiten umfasst, und der Teil des Dokumentes einer Seite entspricht.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, mit seitenweisem Bereitstellen zum Abruf der Vielzahl von dritten Dateien zur seitenweisen Anzeige des Dokumentes durch den Benutzer.
  4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, mit folgenden Schritten: Umwandeln der ersten Datei in eine Vielzahl von zweiten elektronischen Dateien, die in ihrer Gesamtheit die Dokumentdaten der ersten Datei enthalten, wobei jede der zweiten elektronischen Dateien die Dokumentdaten einer Seite des Dokumentes enthält; und Umwandeln der zweiten Dateien in die Vielzahl dritter Dateien, wobei die Dokumentdaten jeder zweiten Datei auf mehrere dritte Dateien verteilt sind.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder Abruf durch den Benutzer protokolliert wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei jeder Abruf durch den Benutzer seitenweise protokolliert wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, mit Identifizieren des Benutzers und Protokollieren der Abrufe durch den Benutzer.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Datenverarbeitungssystem einen Server und der Benutzer einen Klienten darstellt.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder der Vielzahl der dritten Dateien ein anderer Name zugeordnet, und jede der dritten Dateien unter dem jeweils zugeordneten Namen abgespeichert wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Namen durch einen Zufallsgenerator ausgewählt werden.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit Erzeugen von Steuersignalen, die bei Abruf der dritten Dateien durch den Benutzer vorbestimmte, dem Benutzer ansonsten zur Verfügung stehende Funktionen deaktiviert, insbesondere Funktionen zum Drucken, Weiterleiten und/oder Speichern des angezeigten Teiles des Dokumentes.
  12. Verfahren nach Anspruch 4, mit folgenden Schritten: Empfangen einer elektronischen Datei, welche die Dokumentdaten enthält; Umwandeln der empfangenen Datei in die erste Datei, wobei die erste Datei ein erstes vorbestimmtes Datenformat aufweist; und Umwandeln der ersten Datei in die Vielzahl von zweiten elektronischen Dateien, wobei die zweiten Dateien ein zweites vorbestimmtes Datenformat aufweisen.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei das erste Datenformat das PDF-Format ist, und das zweite Datenformat das PNG-Format ist.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit Bereitstellen einer HTML-basierten Darstellung des mindestens einen Teiles des Dokuments.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgenden Schritten: Erzeugen von Daten, die ein Wasserzeichen für das Dokument darstellen; und Hinzufügen der Daten, die das Wasserzeichen darstellen, zu der ersten Datei, so dass der mindestens eine Teil des Dokuments bei Anzeige durch einen Benutzer das Wasserzeichen enthält.
  16. Verfahren, mit folgenden Schritten: Empfangen durch einen Server einer Anforderung eines Klienten der Anzeige eines auf dem Server gespeicherten Dokumentes; Verarbeiten durch den Server der Dokumentdaten einer Seite des auf dem Server gespeicherten Dokuments, so dass die Dokumentdaten der Seite auf mehrere Dateien verteilt sind; und Bereitstellen durch den Server der mehreren Dateien zur Anzeige der Seite auf dem Klienten.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, mit Wiederholen der Schritte des Verarbeitens und des Bereitstellens auf Anforderung des Klienten, zur seitenweisen Anzeige des Dokumentes auf dem Klienten.
  18. Datenverarbeitungssystem, mit einem Prozessor, der programmiert ist zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15, und einem Speicher zum Speichern der ersten und dritten Dateien.
  19. Datenverarbeitungsprogramm, mit maschinenlesbaren Instruktionen zur Durchführung der Schritte des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15 mittels einer Datenverarbeitungsvorrichtung nach Anspruch 18.
  20. Datenträger, auf dem ein Datenverarbeitungsprogramm nach Anspruch 19 gespeichert ist.
  21. Datenverarbeitungssystem mit einem Server und mindestens einem Klienten, ausgebildet zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 16 oder 17.
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