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Die
Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung mit mindestens einem
berührbaren
Teil.
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Eine
derartige Schaltungsanordnung ist zum Beispiel aus der Antriebstechnik
oder der Leistungselektronik bekannt. Sie kann eine erste Einheit
in Form einer Auswerte- oder Ansteuerschaltung und eine zweite Einheit
in Form einer an oder in einem Leistungskreis angeordneten Sensor-
oder Signalelektronik-Komponente enthalten, zwischen denen eine
Verbindung insbesondere mit einer berührbaren Mess-, Signal- oder
Steuerleitung besteht. Aus Schutzgründen sind die einen gesonderten
Stromkreis bildenden zwei Einheiten mit ihrer Verbindung sicher
vom Leistungskreis zu trennen. Es ist also entweder eine ausreichend
starke elektrische Isolierung vorzusehen oder sicherzustellen, dass
der im Fehlerfall maximal fließende
Strom einen Wert von 10 mA nicht übersteigt. So wird eine Gefährdung des
Bedienungspersonals und auch das Einschleppen zu hoher Spannungen
in die nur für
kleinere Spannungspegel ausgelegten Einheiten verhindert.
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Bislang
erfolgt diese sichere Trennung zwischen dem Leistungskreis und dem
durch die beiden Einheiten und die Verbindung gebildeten Sensor-,
Signal- oder Steuerkreis mittels einer geeigneten, d.h. sehr dicken
und insbesondere für
die doppelte Betriebsspannung des Leistungskreises ausgelegten, elektrischen
Isolierung, mittels strombegrenzender Widerstände, mittels spannungsbegrenzender
Varistoren oder mittels BOD(Break-over-Diode)-Elemente. Dies ist
zum Teil mit hohem Aufwand und auch einem großen Platzbedarf verbunden.
Außerdem
können
die Maßnahmen
die Funktion im Normalbetrieb beeinträchtigen. So kann es beispielsweise
erforderlich sein, die Isolierung so dick auszuführen, dass sie insbesondere
bei ei ner als Temperatursensor ausgeführten Einheit die Funktionsfähigkeit
beeinträchtigt.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Schaltungsanordnung
der eingangs bezeichneten Art anzugeben, die bei reduziertem Aufwand
eine sichere Trennung ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch die Merkmale des unabhängigen
Patentanspruchs 1. Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung handelt es
sich um eine solche, bei der
- a) zur sicheren
Trennung des berührbaren
Teils ein passiver Strombegrenzer vorgesehen ist,
- b) der Strombegrenzer einen Sättigungsstrom aufweist, der
im Nennbetriebstemperaturbereich einen Nennwert von bis zu 10 mA
hat und der bei einer überlastungsbedingten
Erwärmung
auf eine über
dem Nennbetriebstemperaturbereich liegende Überlasttemperatur selbsttätig unter
den Nennwert absinkt.
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Aufgrund
der im Überlastfall
insbesondere selbsttätig
bewirkten Stromreduzierung haben die anderen elektrischen Isolationsmittel
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
nur noch deutlich verringerten Anforderungen zu genügen. Im
Extremfall kann sogar auf zusätzliche
Isolationsmaßnahmen komplett
verzichtet werden. Der erfindungsgemäß vorgesehene und mit einem
thermischen Selbstschutz ausgestattete Strombegrenzer führt also
zu einer erheblichen Senkung des Realisierungsaufwands für die sichere
Trennung.
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Durch
den Wegfall der besonders aufwändigen
dicken Isolierschichten oder großer Luft- und Kriechstrecken
reduziert sich auch der auf Leiterplatten und/oder für die Verbindung
benötigte
Platz. Darüber
hinaus können
für eine
berührbare
Verbindung zwischen zwei Einheiten preiswertere Leitungen oder Kabel
eingesetzt werden. Auch andere Komponenten der Schaltungsanordnung
können
in kostengünstigerer
Ausführungsform
mit zum Teil sogar verbesserter technischer Funktionalität verwendet
werden. Bei alledem bleibt die Schutzfunktion der sicheren Trennung
unverändert
erhalten.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ergeben
sich aus den Merkmalen der von Anspruch 1 abhängigen Ansprüche.
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Günstig ist
eine Variante, bei der der Strombegrenzer mehrere in Serie geschaltete
Strombegrenzer-Elemente enthält.
Dadurch steigt der Schutz vor zu hohen Strömen und der Berührungsschutz. Der
Einsatz mehrerer seriell angeordneter Strombegrenzer-Elemente bewirkt
auch eine gewisse Redundanz.
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Weiterhin
kann ein Klemmenkasten zum Anschluss einer insbesondere berührbaren
Leitung vorgesehen und der Strombegrenzer vorzugsweise in dem Klemmenkasten
platziert sein. Insbesondere wenn der Klemmenkasten an einer Leistungseinheit, wie
einem Elektromotor, montiert ist, stellt er eine Grenze hinsichtlich
der im Fehlerfall möglichen Spannungspegel
dar. Ein an dieser markanten Stelle platzierter Strombegrenzer verhindert,
dass sich bei einem Fehler in der Leistungseinheit auch außerhalb gefährlich hohe
Ströme
ausbreiten. Die zusätzliche elektrische
Isolierung der beidseitig des Klemmenkastens vorgesehenen Leitungen
braucht dann weder innerhalb noch außerhalb der Leistungseinheit für sich alleine
die Anforderungen an eine sichere Isolierung zu erfüllen. Die
sichere Trennung ergibt sich in Kombination mit dem Strombegrenzer.
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Gemäß einer
anderen günstigen
Variante ist es vorgesehen, dass mindestens eine Anschlussklemme
zum Anschluss einer insbesondere berührbaren Leitung vorgesehen
ist und der Strombegrenzer unmittelbar an die Anschlussklemme angebaut
ist. Vorzugsweise ist an alle Anschlussklemmen der ggf. vorhandenen
Einheiten jeweils ein Strombegrenzer unmittelbar angebaut. Dann
besteht für
keine der so geschützten
Einheiten und insbesondere auch für keine der in den Einheiten
enthaltenen elektronischen (Signalverarbeitungs-)Schaltungen die
Notwen digkeit einer sicheren Isolierung, wodurch ein wesentlich
kompakterer Aufbau möglich
wird. Bezüglich
des Platzbedarfs ist es außerdem
vorteilhaft, wenn die Anschlussklemme mit dem Strombegrenzer eine
bauliche Einheit bildet.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist ein Optokoppler vorgesehen
und der Strombegrenzer ist an den Optokoppler angebaut. Dadurch lässt sich
das Problem der oft nur unzureichenden Schaltgeschwindigkeiten von
Optokopplern, die für eine
sichere Isolierung ausgelegt sind, umgehen. Der Strombegrenzer erlaubt
den Einsatz eines Optokopplers mit einem geringeren Isolierungsgrad,
wodurch der Optokoppler ein besseres Schaltverhalten hat.
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Günstig ist
eine weitere Variante, bei der eine Leistungseinheit, wie ein Elektromotor
oder ein leistungselektronisches Modul, vorgesehen ist. Dann kommt
das die Reduzierung des Isolierungsgrads ermöglichende Verhalten des Strombegrenzers
besonders gut zur Geltung.
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Gemäß einer
anderen günstigen
Variante ist ein Sensor vorgesehen, der an oder in einer eine Betriebsspannung
aufweisenden Leistungseinheit, wie einem Elektromotor oder einem
leistungselektronischen Modul, angeordnet ist, wobei der Sensor
eine für
die einfache Betriebsspannung ausgelegte elektrische Isolierung
aufweist. Verglichen mit der ansonsten üblichen sicheren Isolierung,
die für
die doppelte Betriebsspannung ausgelegt ist, kann dann eine dünnere Isolierschicht
verwendet werden, so dass insbesondere ein Temperatur-Sensor ein
besseres thermisches Ansprechverhalten und damit eine bessere Dynamik
hat.
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Bevorzugt
ist es außerdem,
dass das berührbare
Teil als eine Signalleitung, eine Steuerleitung oder eine Zu- oder
Ableitung eines Sensors ausgebildet ist. Der jeweils in Serienschaltung
an geeigneter Stelle in eine mit diesen Leitungstypen realisierten Verbindung
integrierte Strombegrenzer be wirkt eine sichere Trennung der berührbaren
Teile, die neben der Leitung auch die Anschlussklemmen umfassen können.
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Weiterhin
ist der Strombegrenzer vorzugsweise auf Basis des Halbleitermaterials
Siliziumcarbid (SiC) realisiert. Dieses Halbleitermaterial eignet sich
auch für
einen Einsatz bei hohen Spannungen. So kann ein SiC-Strombegrenzer
bei Anwendungsfällen
mit Leistungseinheiten, in denen Spannungen von über 1 kV auftreten, noch ohne
weiteres zur sicheren Trennung eingesetzt werden.
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Weitere
Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Es zeigt:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
einer Schaltungsanordnung mit einer mittels eines Strombegrenzers
geschützten,
teilweise berührbaren
Verbindung zwischen einer Auswerteeinheit und einem in einem Elektromotor
angeordneten Sensor,
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2 ein
Diagramm mit einem durch den Strombegrenzer gemäß 1 fließenden Strom,
der über
einer am Strombegrenzer abfallenden Spannung aufgetragen ist,
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3 ein
Diagramm mit einem maximal durch den Strombegrenzer gemäß 1 fließenden Strom,
der über
einer Temperatur des Strombegrenzers aufgetragen ist,
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4 den
Sensor gemäß 1 in
einer vergrößerten Darstellung,
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5 ein
Ausführungsbeispiel
einer Schaltungsanordnung mit zwei mittels einer berührbaren Steuerleitung verbundenen
Einheiten, deren Anschlussklemmen mit einem Strombegrenzer versehen
sind, und
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6 ein
Ausführungsbeispiel
einer Schaltungsanordnung mit einer berührbaren Signalleitung, die
einen mit zwei Strombegrenzern beschalteten Optokoppler enthält.
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Einander
entsprechende Teile sind in 1 bis 6 mit
denselben Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist
ein Ausführungsbeispiel
einer Schaltungsanordnung 1 gezeigt, die eine Auswerteeinheit 2,
eine weitere als Sensor 3 ausgeführte Einheit sowie eine zwischen
den beiden Einheiten 2 und 3 angeordnete und mittels
eines Strombegrenzers 4 geschützte elektrische Verbindung 5 enthält. Die Schaltungsanordnung 1 ist
Bestandteil eines Antriebs, der als Hauptkomponenten einen Elektromotor 6 und
einen Umrichter 7 umfasst. Zwischen dem Elektromotor 6 und
dem Umrichter 7 sind weitere in 1 nur schematisch
angedeutete Verbindungsleitungen insbesondere zur Energieversorgung
des Elektromotors 6 vorgesehen.
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Die
Auswerteeinheit 2 ist im Ausführungsbeispiel in den Umrichter 7 integriert.
Der Sensor 3 ist zur Temperaturüberwachung einer nicht näher dargestellten
Statorwicklung innerhalb des Elektromotors 6 angeordnet.
Der Elektromotor 6 stellt eine Leistungseinheit dar, die
bei einer Betriebsspannung von mindestens einigen hundert Volt betrieben
wird. Im Gegensatz dazu liegen die während des normalen Betriebs
auftretenden Spannungspegel der Schaltungsanordnung 1 beispielsweise
im Kleinspannungsbereich, insbesondere unter 40 V bzw. 60 V.
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Die
zur Übertragung
eines Messsignals bestimmte Verbindung 5 setzt sich aus
einer elektrischen Reihenschaltung einer berührbaren ersten Messleitung 8,
dem Strombegrenzer 4 und ei ner zweiten Messleitung 9 zusammen.
Der elektrische Anschluss des Strombegrenzers 4 an die
beiden Messleitungen 8 und 9 erfolgt an oder in
einem Klemmenkasten 10 des Elektromotors 6.
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Der
Strombegrenzer 4 ist im Ausführungsbeispiel intern aus zwei
in Reihe geschalteten Strombegrenzer-Elementen 11 und 12 aufgebaut.
Grundsätzlich
ist eine Hintereinanderschaltung von noch mehreren Strombegrenzer-Elementen
ebenso möglich
wie die Verwendung nur eines einzigen Strombegrenzer-Elements.
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Im
Folgenden wird auch unter Bezugnahme auf die Diagramme von 2 und 3 die
Wirkungsweise der Schaltungsanordnung 1 und insbesondere
des Strombegrenzers 4 näher
beschrieben.
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Aufgrund
der hohen Betriebsspannung, bei der der Elektromotor 6 betrieben
wird, sind die Komponenten der Schaltungsanordnung 1 elektrisch
so zu isolieren, dass ein Berührungsschutz
und auch ein Schutz vor einem Einschleppen zu hoher Spannungen gegeben
ist. Dies gilt vor allem, aber nicht ausschließlich, für den Sensor 3 und
die zweite Messleitung 9, die sich innerhalb des Elektromotors 6 und damit
in enger Nachbarschaft zu Bauteilen befinden, an denen hohe Spannungen
anliegen und die hohe Ströme
führen.
Gemäß den einschlägigen Normvorschriften
ist eine Isolierung vorzusehen, die eine so genannte sichere Trennung
gewährleistet.
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Dies
bedeutet, dass die Isolierung zumindest auch eines Teils der Schaltungsanordnung 1 für die doppelte
Betriebsspannung des Elektromotors 6 auszulegen ist, so
dass relativ dicke Isolierschichtdicken resultieren. Letztere verschlechtern
das thermische Ansprechverhalten des Sensors 3. Dies kann
insbesondere bei einem als Linearmotor ausgebildeten Elektromotor 6 problematisch
sein, da es bei diesem Motortyp zu sehr dynamischen Temperaturschwankungen
mit kurzen thermischen Zeitkonstanten kommen kann, die mittels des
Sensors 3 erfasst werden sollen. Verzichtet man deshalb
am Sensor 3 auf eine entsprechend einer sicheren Trennung
ausgelegte Isolierung, muss stattdessen der Rest der Schaltungsanordnung 1,
also vor allem auch die erste Messleitung 8 und die Auswerteeinheit 2,
sicher isoliert werden. Dies ist mit erheblichem Aufwand verbunden.
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Um
die genannten Nachteile zu umgehen, enthält die Verbindung 5 als
zusätzliche
Komponente den Strombegrenzer 4.
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Der
Strombegrenzer 4 weist einen Sättigungsstrom ILimitermax auf,
der im Nennbetriebstemperaturbereich einen Nennwert von bis zu 10
mA hat und der bei einer überlastungsbedingten
Erwärmung auf
eine über
dem Nennbetriebstemperaturbereich liegende Überlasttemperatur selbsttätig unter
den Nennwert absinkt. Der Nennbetriebstemperaturbereich erfasst
beispielsweise Temperaturwerte bis 125°C, insbesondere 25°C bis 125°C. Die Überlasttemperatur
liegt z.B. bei einem Temperaturwert von mindestens 175°C, insbesondere
175°C bis
250°C. Das
Verhalten des Strombegrenzers 4 wird anhand der Diagramme
gemäß 2 und 3 deutlich.
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Im
Normalbetrieb liegt ein durch den Strombegrenzer 4 fließender Strom
ILimiter unterhalb des Sättigungsstroms ILimitermax,
der eine obere Grenze des Stromflusses darstellt. Dann ist der Widerstand
des Strombegrenzers 4 und damit auch der Spannungsabfall
am Strombegrenzer 4 gering. Der Betriebspunkt des Strombegrenzers 4 liegt
im steil ansteigenden Bereich der in 2 gezeigten
Kurvenverläufe, bei
denen der durch den Strombegrenzer 4 fließende Strom
ILimiter über einer am Strombegrenzer 4 abfallenden
Spannung ULimiter mit einer Temperatur T
des Strombegrenzers 4 als Scharparameter aufgetragen ist.
Der Strombegrenzer 4 bleibt in diesem Betriebszustand kalt.
In 2 gilt die Kurve mit der durchgezogenen Linie
für eine
Temperatur T von 25°C,
die mit gestrichelter Linie für
eine Temperatur T von 125°C
und die mit punktierter Linie für
eine Temperatur T von 175°C.
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In
einem Fehlerfall kommt es zu einem Anstieg des Stroms ILimiter bis
zum Sättigungsstrom
ILimitermax. Sobald diese Grenze erreicht
ist, fällt
am Strombegrenzer 4 eine stark ansteigende Spannung ULimiter ab, wodurch sich auch die Verlustleistung
deutlich erhöht.
Dies führt
zu einer Erwärmung
des Strombegrenzers 4 und in Folge zu einer automatischen
Reduzierung des Sättigungsstroms
ILimitermax und damit auch der Verlustleistung.
Dieses wesentliche Verhalten des Strombegrenzers 4 geht
aus den Diagrammen gemäß 2 und 3 hervor.
In 3 ist der Verlauf des Sättigungsstroms ILimitermax über einer Temperatur
T des Strombegrenzers 4 aufgetragen. Bei Temperaturen von über 150°C kommt es
zu einem starken Stromabfall. Auch bei einer hohen am Strombegrenzer 4 abfallenden
Spannung ULimiter stellt sich ein stationärer Zustand
ein, bei dem die Verlustleistung und die abgeführte Wärmemenge im Gleichgewicht stehen.
Der Strombegrenzer 4 verfügt demnach über einen inhärenten Überhitzungsschutz.
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Der
Strombegrenzer 4 ist im Ausführungsbeispiel ein aus dem
Halbleitermaterial Siliziumcarbid (SiC) hergestelltes Halbleiter-Bauelement.
Je nachdem, ob ein Schutz für
Gleich- oder Wechselspannung erreicht werden soll, kann er zur uni-
oder bidirektionalen Strombegrenzung ausgelegt sein und einen Sperrschicht-Feldeffekttransistor
(JFET) bzw. zwei antiseriell zusammengeschaltete Sperrschicht-Feldeffekttransistoren
umfassen. Auch die bidirektionale Ausführung lässt sich mittels Integration der
beiden Sperrschicht-Feldeffekttransistoren auf einem einzigen SiC-Substrat
als ein Bauelement realisieren. Die Spannungsfestigkeit ist entsprechend den
durch den Elektromotor 6 bestimmten Anforderungen ausgelegt,
wobei mit dem SiC-Halbleitermaterial auch Spannungsbereiche von
bis zu über
1 kV problemlos abgedeckt werden können. Derartige Strombegrenzer
sind beispielsweise aus der WO 98/49733 A1 oder der WO 98/59377
A1 bekannt.
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Die
Einbindung des Strombegrenzers 4 in die Verbindung 5 ermöglicht es,
die Messleitung 8 und die Auswerteeinheit 2 mit einem
geringeren Isolierungsgrad, beispielsweise nur für die einfache Betriebsspannung
der Auswerteeinheit 2, zu versehen. Liegt diese Betriebsspannung
unter 60 V kann sogar komplett auf eine elektrische Isolierung verzichtet werden.
Dennoch bleibt aufgrund des vorteilhaften Verhaltens des Strombegrenzers 4 eine
sichere Trennung gewährleistet.
Auch in einem Fehlerfall ist der Strom auf einen für einen
Menschen ungefährlichen
Wert begrenzt.
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Wird
der Strombegrenzer 4 wie beim Ausführungsbeispiel am oder im Klemmenkasten 10 in
die Verbindung 5 eingefügt,
kann die Isolierung sowohl der ersten als auch der zweiten Messleitung 8 bzw. 9 vorteilhafterweise
mit dem reduzierten Isolierungsgrad versehen werden.
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Gleiches
gilt auch für
den in 4 vergrößert gezeigten
Sensor 3. Eine elektrische Isolierung 13 ist entsprechend
schwächer
ausgelegt, so dass das thermische Ansprechverhalten nicht beeinträchtigt wird.
Die Messleitungen 8 und 9 umfassen jeweils eine
Zu- und eine Ableitung 14 bzw. 15, die jeweils mit
einem Strombegrenzer 16 bzw. 17 abgesichert sind.
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Das
vorstehend beschriebene Prinzip zur sicheren Trennung der Schaltungsanordnung 1 vom Leistungskreis
des Elektromotors 6 kann auch auf andere Anwendungsfälle übertragen
werden.
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So
kann es auch bei einer Temperaturerfassung in einem leistungselektronischen
Modul analog zum Einsatz kommen. Bei diesem Anwendungsfall ist eine
sichere Trennung der innerhalb des zu überwachenden Moduls angeordneten
Messkomponenten, also des Temperatursensors und der Zu- und Ableitungen,
praktisch unmöglich.
Bei einer mit einzubeziehenden Zerstörung des Moduls kann es zu
einem Lichtbogen kommen, der auch eine sehr dicke Isolierungsschicht
durchdringen und zerstören
würde.
Deshalb sind bei einer gängigen
derartigen Temperaturerfassung stets die außerhalb des Moduls angeordneten
und insbesondere berührbaren
Komponenten sicher isoliert. Auch bei diesem Anwendungsfall kann
der Isolierungsgrad reduziert werden, indem ein Strombegrenzer in
Serie in die Messleitung zwischen Temperatursensor und Auswerteeinheit
geschaltet wird.
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In 5 ist
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Schaltungsanordnung 18 mit zwei nicht näher spezifizierten Einheiten 19 und 20 gezeigt,
wobei die Einheit 20 ein Leistungskreis mit einer hohen
Betriebsspannung ist. Zwischen den beiden Einheiten 19 und 20 besteht
eine elektrische Verbindung 21 mit einer berührbaren
Steuerleitung 22 und mit berührbaren Anschlussklemmen 23 an
den Ein- und Ausgängen
der Einheiten 19 und 20. Die Verbindung 21 ist
zur Übertragung
eines Steuersignals bestimmt. An den Anschlussklemmen 23 ist
für jeden
ein- oder ausgehenden Strompfad ein Strombegrenzer 24 vorgesehen.
Die Strombegrenzer 24 bilden mit den Anschlussklemmen 23 eine
bauliche Einheit.
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Die
Strombegrenzer 24 ermöglichen
wiederum, dass die Steuerleitung 22, über die betriebsmäßig ein
Gleichstrom von höchstens
3,5 mA oder ein Wechselstrom von höchstens 10 mA getrieben wird, keine
Isolierung entsprechend einer sicheren Trennung aufzuweisen braucht.
Außerdem
kann dann eine Steuerspannung von mehr als 40 V oder sogar mehr
als 60 V verwendet werden, ohne dass eine gesonderte Berührungsschutzmaßnahme erforderlich würde. Die
an den Anschlussklemmen 23 vorgesehenen Strombegrenzer 24 schützen die
Ein- und Ausgänge
der Einheiten 19 und 20 zusätzlich auch vor Überspannungen
von außen
(Burst, Surge), die auf die Steuerleitung 22 einwirken.
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In 6 ist
ein Ausführungsbeispiel
einer Schaltungsanordnung 25 mit einer Signalverarbeitungseinheit 26 und
einer einen IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor) 27 umfassenden
Leistungseinheit 28 gezeigt. Zwischen der Signalverarbeitungseinheit 26 und
der Leistungseinheit 28 verläuft eine sicher getrennte elektrische
Verbindung 29 mit einer berührbaren Signalleitung 30,
in die zur galvanischen Trennung ein Optokoppler 31 zwischengeschaltet
ist. Die Signalverarbeitungseinheit 26 liefert zur Ansteuerung des
IGBT's 27 ein
Kleinspannungssignal, das über die
Signalleitung 30 zur Leistungseinheit 28 übertragen
wird. Um eine ausreichend hohe Schaltgeschwindigkeit zu erzielen,
ist der Optokoppler 31 nicht sicher isoliert, sondern nur
mit einer Isolierung für
die einfache Betriebsspannung der Leistungseinheit 28 versehen.
Zur Gewährleistung
der sicheren Trennung ist zusätzlich
eine Serienbeschaltung des Optokopplers 31 mit zwei Strombegrenzern 32 vorgesehen.
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Die
vorstehend angeführten
Ausführungsbeispiele
lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Bei der ersten Kategorie
(vgl. Ausführungsbeispiele
gemäß 1, 6 und
ggf. auch 5 bei einem leistungsarmen Steuersignal)
existieren zwei zumindest in Teilbereichen eng benachbarte Stromkreise, von
denen einer ein bei einer hohen Spannung betriebener Leistungskreis
ist. Für
die Bemessung der elektrischen Isolation ist dann für beide
Stromkreise die Betriebsspannung des Leistungskreises maßgeblich.
Dennoch hat der berührbare
Teile umfassende zweite Stromkreis keine aufwendige elektrische Isolierung.
Die sichere Trennung wird durch den oder die vorgesehenen Strombegrenzer
erreicht.
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Bei
der zweiten Kategorie (vgl. Ausführungsbeispiel
gemäß 5 bei
einem leistungsstarken Steuersignal) existiert nur ein berührbare Teile
umfassender Stromkreis, der aber bei einer prinzipiell gefährlichen
Spannung, also bei einem Spannungswert von über 40 V oder über 60 V,
betrieben wird. Die berührbaren
Teile, wie Verbindungsleitungen und Anschlussklemmen, werden durch
den oder die vorgesehenen Strombegrenzer sicher abgetrennt, so dass
sie keine aufwendige elektrische Isolierung aufweisen müssen.