DE102005046603A1 - Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung (2) zum Transport von Blisterstreifen (5) von einer Abgabeeinheit (3) an eine Aufnahmeeinheit (4) vorgeschlagen, die mit einem Transportband (6), mit einer Ansaug-/Einblaseinheit (7) zum Übernehmen, Halten und Abgeben der Blisterstreifen (5) an einer Unterseite (8) des Transportbandes (6) verbunden ist und eine der Formgebung der Blisterstreifen (5) angepasste Strukturierung, mittels der die Blisterstreifen (5) formschlüssig an dem Transportband (6) gehalten sind, aufweist (Figur 1).
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen nach der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art sowie eine Verpackungsanlage mit einer derartigen Vorrichtung.
- Bei der Verpackung von Produkten wie Tabletten oder Dragees werden üblicherweise Blisterstreifen verwendet, wobei die Produkte in einzelne Näpfe einer Packstoffbahn eingefüllt werden. In einer Blisterstanzmaschine werden aus der Packstoffbahn ggf. nach einem Verschließen der Näpfe durch eine Siegelfolie Blisterstreifen ausgestanzt, welche zu einer Kartoniermaschine transportiert und üblicherweise in Faltschachteln abgelegt werden.
- In automatisierten Verpackungslinien mit hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten ist der Transport der Blister-streifen von der Blisterstreifenstanze bis zur Faltschachtel bei mittleren und größeren Chargen ein kritischer Bereich. Die Blisterpackungen werden üblicherweise maschinell aus der Blisterstreifenstanze entnommen und zu einer separaten Stapeleinrichtung überführt, wobei Fehlblister unmittelbar nach der Entnahme aus der Blisterstreifenstanze ausgeschieden und zur Gewährleistung einer fixen Stapelhöhe durch einen oder mehrere Gutblister ersetzt werden müssen. Als Blisterspeicher werden im Allgemeinen vertikal oder schräg angeordnete Nachlegeschächte mit einer Entnahmestelle an der Unterseite vorgesehen. Die Nachlegefunktion von Gutblistern ist jedoch in Folge des Stapeldrucks auf eine Entnahmestelle am unteren Schachtende störanfällig.
- Insbesondere problematisch ist die relativ komplexe Übergabe von Blisterstreifenstapel durch eine in der Regel aufwändige Stapel- und Überschubeinrichtung an eine die Blisterstreifen aufnehmende Aufnahmeeinheit, wie z. B. eine Produktkette in einer Kartoniermaschine. Die bekannten Transportvorrichtungen für Blisterstreifen legen diese üblicherweise an einer Ablagestelle ab und bilden dabei Stapel, welche bei Erreichen einer gewünschten Höhe von einer weiteren Vorrichtung in die Produktkette der Kartoniermaschine verschoben werden, wobei durch einen hochdynamischen Überschub des Blisterstreifenstapels in der geringen zur Verfügung stehenden Taktzeit bis zur Anlieferung des ersten Blisterstreifens eines weiteren Blisterstreifenstapels Verschiebungen in dem wegzuschiebenden Blisterstreifenstapel oder ein Umfallen desselben auftreten können.
- Derartige Störungen führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung im Verpackungsprozess und beeinträchtigen die Schnelligkeit, Funktionssicherheit und Wirtschaftlichkeit einer hiermit ausgestatteten Verpackungsanlage.
- Weiterhin nachteilhaft ist bei solchen bekannten Vorrichtungen zum Transport von Blisterstreifen ihr relativ großes Bauvolumen.
- Darüber hinaus ist es allgemein bekannt, zum Transport von Blisterstreifen Transportbänder anzuwenden, auf welche Blisterstreifen abgelegt werden und bis zu einem Ablagepunkt an einer Umlenkrolle des Transportbandes transportiert werden.
- Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen der eingangs genannten Art zu schaffen, welche eine größtmögliche Funktionssicherheit bei hoher Taktgeschwindigkeit gewährleistet.
- Vorteile der Erfindung
- Die Erfindung sieht eine Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen von einer Abgabeeinheit an einer Aufnahmeeinheit mit einem Transportband vor, wobei das Transportband mit einer Ansaug-/Einblaseinheit zum Übernehmen, Halten und Ablegen der Blisterstreifen an einer Unterseite des Transportbandes verbunden ist und eine der Formgebung der Blisterstreifen angepasste Strukturierung, mittels der die Blisterstreifen formschlüssig an dem Transportband gehalten sind, aufweist.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, dass ein Blisterstreifen durch Abschalten der Ansaugung und paralleles Abblasen an einer beliebigen Stelle abgelegt werden kann, beispielsweise direkt in eine Verpackungszelle einer Kartoniermaschine, so dass eine Stapelbildung und die Verschiebung eines kompletten Stapels von Blisterstreifen an eine nachgeordnete Einheit wie eine Kartoniermaschine entfallen kann.
- Des Weiteren ist aufgrund des geringen Massenträgheitsmoments des Transportbandes insgesamt eine höhere Taktzahl beim Transport der Blisterstreifen möglich.
- Neben der Möglichkeit, Stapel unterschiedlicher Höhe an unterschiedlichen Stellen durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zu bilden, können auch an unterschiedlicher Stelle Blisterstreifen durch Ansaugung übernommen werden, so dass ein wegen eines Fehlers ausgeschiedener Blisterstreifen an dem Transportband durch Ansaugung eines Gutblisters aus einem unter dem Transportband angeordneten Vorratsschacht auf einfache Weise ersetzt werden kann.
- Die Strukturierung des Transportbandes ermöglicht bei einem Ansaugen der Blisterstreifen eine exakte Anordnung und Zentrierung der Blisterstreifen an dem Transportband, so dass die Blisterstreifen kraftschlüssig durch die Ansaugung und formschlüssig durch die Strukturierung des Transportbandes gehalten sind.
- Die Erfindung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass wenige Handhabungsfunktionen bei der Übernahme der Blisterstreifen aus der Abgabeeinheit, wie z. B. einer Blisterstreifenstanze, und an der Blisterstreifenabgabe nötig sind und dass sie in einer sehr kompakten Bauweise ausführbar ist, womit ausreichender Bauraum zur funktionssicheren Ausscheidung von Gut- und Schlechtblistern zur Verfügung steht.
- Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Strukturierung des Transportbandes Fixiernäpfe zur formschlüssigen Aufnahme von Näpfen der Blisterstreifen aufweisen.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Strukturierung des Transportbandes aber auch Ausbuchtungen aufweisen, welche Zwischenräume zwischen den Näpfen der Blisterstreifen ausfüllen und die Blisterstreifen dadurch an dem Transportband zentrieren und formschlüssig fixieren.
- Da die Umfangskontur der ausgestanzten Blisterstreifen jeweils identisch ist, kann eine sichere Fixierung der Blisterstreifen an dem Transportband auch durch Fixierstege an dem Transportband erreicht werden, deren Geometrie der Umfangskontur der Blisterstreifen entspricht.
- Zur Ansaugung der Blisterstreifen und gegebenenfalls Ausübung eines Druckimpulses in Richtung der Blisterstreifen zum Abgeben derselben weist das Transportband im Überdeckungsbereich mit den Blisterstreifen, insbesondere im Bereich der Fixiernäpfe, wenigstens eine Ausnehmung aus, über die der jeweilige Blisterstreifen mit Vakuum oder Abblasluft beaufschlagbar ist.
- Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen einer Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen gemäß der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
- Zeichnung
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele einer Verpackungsanlage mit einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
-
1 eine schematisierte Längsschnitt durch einen Bereich einer Verpackungsanlage mit einer Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen von einer Blisterstreifenstanze an eine Kartoniervorrichtung in einem ersten Prozessstadium; -
2 die Verpackungsanlage der1 in einem zweiten Prozessstadium; -
3 die Verpackungsanlage gemäß1 und2 in einem dritten Prozessstadium; -
4 eine vereinfachte perspektivische Draufsicht auf einen Abschnitt eines Transportbandes der in1 bis3 gezeigten Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen; -
5 eine Ausgestaltung eines Bereichs des Transportbandes der4 in Alleinstellung; und -
6 eine alternative Ausgestaltung des Transportbandes in einer der5 entsprechenden Darstellung. - Beschreibung der Ausführungsbeispiele
- In den
1 bis3 ist jeweils ausschnittsweise und schematisiert eine Verpackungsanlage1 gezeigt, wobei eine Vorrichtung2 zum Transport von Blisterstreifen5 von einer Abgabeeinheit3 an eine Aufnahmeeinheit4 dargestellt ist. Die Abgabeeinheit stellt dabei vorliegend einen Auslauf einer Blisterstreifenstanze3 und die Aufnahmeeinheit eine Produktlinie einer Kartoniermaschine4 dar. - Die Vorrichtung
2 zum Transport von Blisterstreifen weist ein Transportband6 auf, welches gemäß einer der in den4 bis6 detaillierter gezeigten Ausführungsvarianten strukturiert ist und mit einer Ansaug-/Einblaseinheit7 zum Übernehmen, Halten und Ablegen der Blisterstreifen5 an einer Unterseite8 des Transportbandes6 verbunden ist. - Wie insbesondere den
4 bis6 zu entnehmen ist, weist das Transportband6 eine der Formgebung der Blisterstreifen5 angepasste Strukturierung11 auf, mittels der die Blisterstreifen5 an dem Transportband6 bei ihrer Annahme zentriert und formschlüssig während des Transports gehalten werden. - Die Strukturierung
11 des Transportbandes6 , welches aus thermoverformbaren Kunststoffmaterial hergestellt ist, ist dabei mit Fixiernäpfen16 zur formschlüssigen Aufnahme von Näpfen18 der Blisterstreifen5 und mit Fixierstegen20 bzw.21 , welche wie in den4 und5 die Umfangskontur der Blisterstreifen5 umgreifen bzw. wie in6 eine Auflage für die Blisterstreifen5 im Bereich zwischen den Fixiernäpfen16 bilden, ausgebildet. Die Strukturierung11 kann Kräfte in Längs- und Querrichtung aufnehmen und versteift das Transportband6 quer zur Transportbandlängsrichtung. - Bei der gezeigten Ausführung bilden die Fixierstege
20 keine geschlossene Kurve um die Blisterstreifen5 , sondern bilden segmentweise mit Unterbrechungen23 die Kontur der Blisterstreifen5 nach, um eine zu hohe Steifigkeit zu vermeiden und eine Scharnierfunktion zu erhalten. - In Anwendungsfällen, in denen eine besonders geringe Versteifung in Transportbandlängsrichtung erwünscht ist, ist die in
6 gezeigte Ausführung ohne eine Blisterstreifenumrandung darstellende Fixierstege vorteilhaft. - Die Fixiernäpfe
16 und die Fixierstege20 ,21 erstrecken sich von einer planen Grundfläche22 in Richtung der Blisterstreifen und sind somit vorgelegt, um zum einen leichter Vakuum an der den Blistern abgewandten, im Wesentlichen planen Seite des Transportbandes6 erzeugen zu können und zum anderen eine bei der Abgabe an die Kartoniervorrichtung4 geringe Fallhöhe zu realisieren. - Die Fixiernäpfe
16 sind im Bereich ihres Bodens bzw. tiefsten Punktes zur Weiterleitung des Vakuums bzw. der Abblasluft an den Blisterstreifen5 mit einer Ausnehmung26 ausgebildet, welche vorliegend jeweils ein gestanztes Loch darstellt. - Die Ansaug-/Einblaseinheit
7 weist mehrere an das Transportband6 an dessen den Blisterstreifen5 abgewandter Seite anschließende Druckkammern7.1 ,7.2 ,7.3 ,7.4 aufweist, welche mit Unterdruck bzw. Vakuum und/oder Überdruck bzw. Abblasluft beaufschlagbar sind. Die Druckkammern7.1 ,7.2 ,7.3 ,7.4 , von denen bei der gezeigten Ausführung jeweils eine zur Beaufschlagung eines Blisterstreifens5 vorgesehen ist, sind zwischen dem Transportband6 und einer gestellfesten Leiste bzw. Platte30 mit die Druckkammern voneinander trennenden Trennstegen32 und einer seitlichen Abdichtung ausgebildet und in an sich bekannter Weise über Druckluftleitungen mit einer Pumpe oder einem Seitenkanalverdichter verbunden. - Die Arbeitsweise der Verpackungsanlage
1 mit der Vorrichtung2 zum Transport der Blisterstreifen5 wird anhand der in den -
1 bis3 gezeigten unterschiedlichen Prozessstadien verdeutlicht, wobei drei Blisterstreifen5.1 ,5.2 und5.3 zur Nachverfolgung ihres Wegen in der Verpackungsanlage1 explizit bezeichnet sind. - Die Beschickung des Transportbandes
6 der Transportvorrichtung2 erfolgt bei der gezeigten Ausführung über eine als Zykloidenrotor9 mit Vakuum-Saugern ausgebildete Übergabeeinrichtung, wobei der Zykloidenrotor9 eine Saugerkurve mit vorliegend vier ausgeprägten Spitzen aufweist. Eine erste Kurvenspitze9.1 wird zur Entnahme eines Blisterstreifens aus der Blisterstreifenstanze3 und eine zweite Kurvenspitze9.2 zur Übergabe eines Blisterstreifens an das Transportband6 genutzt. Die beiden weiteren Kurvenspitzen9.3 ,9.4 werden vorliegend zur Ausscheidung von Fehlern aufweisenden Schlechtblistern genutzt, wobei Schlechtblister an der Kurvenspitze9.3 in einen Aufnahmeschacht10 abgelegt werden. - In weiteren Ausführungen kann es auch vorgesehen sein, dass Schlechtblister lediglich in einen Schacht abgeworfen werden und/oder eine der Kurvenspitzen
9.3 oder9.4 einem Schacht mit Gutblistern zugeordnet ist, so dass als Ersatz für ausgeschiedene Schlechtblister an dem Zykloidenrotor9 ein Gutblister aus einem Gutblisterschacht an das Transportband6 der Transportvorrichtung2 übergeben wird. - Die Aufnahme der Blisterstreifen
5 an dem Transportband6 erfolgt dabei an einer Unterseite8 des Transportbandes6 , welche ein unteres Bandtrum des als Endlosband mit einem oberen Bandtrum und einem unteren Bandtrum ausgebildeten Transportbandes darstellt. Das Transportband6 läuft über Umlenkräder12 ,13 mit integrierter Antriebsverzahnung, wobei das der Kartoniervorrichtung4 zugewandte Umlaufrad13 ein mit einem Servomotor verbundenes Antriebsrad darstellt und an dem Transportband6 angeordnete Mitnehmer14 während des Umlaufs in in korrespondierenden Abständen an dem Umfang der Umlenkräder12 ,13 angeordnete Nuten15 eingreifen. - Nach der Ansaugung der Blisterstreifen
5 durch die mit Dauervakuum beaufschlagte erste Druckkammer7.1 , beim der die Blisterstreifen5 an dem Transportband6 zentriert und fixiert werden, werden diese in Richtung der Kartoniervorrichtung4 gefördert. Zur Sicherung gegen ein etwaiges Herabfallen der Blisterstreifen5 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel redundant ein Halteblech33 unterhalb der Blisterstreifen5 angeordnet. - Bei einer alternativen Ausgestaltung kann es auch vorgesehen sein, dass im Bereich des Haltebleches
33 keine Vakuumsteuerung erfolgt, sondern die Blisterstreifen5 formschlüssig in Quer- und Längsrichtung durch das Transportband6 gehalten und von nach unten durch das Halteblech33 gesichert weitertransportiert werden. - In einer weiteren Ausführungsvariante kann das Andocken der Blisterstreifen und gegebenenfalls der Halt an dem Transportband während des Transports auch über einen von unten, d. h. unterhalb der ebenen Deckfolienseite der Blisterstreifen, auf die Blisterstreifen wirkenden tragenden Luftfilm nach der Art einer Luftlager-Gleittechnik redundant zur Vakuum-Ansaugung verbessert werden.
- Die an dem Transportband
6 kraft- und formschlüssig angedockten Blisterstreifen5 werden bei einer einbahnigen Überleitung einzeln entsprechend der Taktlänge der Produktkette der Kartoniervorrichtung4 taktsynchron weitergetaktet. - Etwaige Fehlstellen auf dem Transportband
6 aufgrund ausgeschiedener Fehlblister werden im Bereich der zweiten Druckkammer7.2 durch Anheben eines in einem Blisterspeicherschacht36 befindlichen Blisterstreifenstapels mit Gutblistern und Ansaugen des oberstes Blisterstreifens über das Dauervakuum in der Druckkammer7.2 aufgefüllt. - Eine Stapelbildung in der Kartoniervorrichtung
4 erfolgt durch Ablage der Blisterstreifen5 auf schräg angestellte Führungsleisten40 zwischen kammartigen Zellenwinkeln41 der Produktkette in Laufrichtung der Kartoniervorrichtung4 . Durch die unterschiedliche Höhenstaffelung der Führungsleisten4 wird die Fallhöhe der Blisterstreifen5 bei ihrer Abgabe minimiert. - Die Abgabe der Blisterstreifen in die zugeordneten Zellen bzw. Weichen der Produktkette der Kartoniervorrichtung
4 erfolgt vorteilhafterweise durch ein taktabhängiges mit Druckluft unterstütztes Belüften der entsprechenden Druckkammer7.4 seitens der Ansaug-/Einblaseinrichtung7 . - Entsprechend der gewünschten Stapelhöhe mit n Blistern werden zur Fertigstellung der Stapel jeweils n Produktkettentakte benötigt. Die Taktfrequenz des Transportbandes
6 ist im vorliegenden Fall n-mal größer als die Taktfrequenz der Kartoniervorrichtung4 . Am Ende des n-ten Taktes der Kartoniervorrichtung4 ist jeweils ein Blisterstreifenstapel fertig gestellt. - Auf diese Weise ergibt sich ein sehr ruhiger Maschinenlauf insbesondere bei hohen Blisterstapeln. Die höhere Taktfrequenz des Transportbandes
6 ist aufgrund der relativ kleinen bewegten Massen in vorteilhafter Weise problemlos beherrschbar. - Die Vorrichtung
2 zum Transport von Blisterstreifen kann sowohl einbahnig als auch mehrbahnig ausgeführt sein. - Bei einer mehrbahnigen Überleitung müssen die parallel aus der Blisterstreifenstanze
3 entnommenen Blisterstreifen5 in der Produktkette der Kartoniervorrichtung4 in Blisterstreifenstapel überführt werden, welche in Reihe angeordnet sind. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung2 wird dies durch eine Verdoppelung der Vorzugslänge der Produktkette erreicht. - In die Vorrichtung
2 zum Transport von Blisterstreifen Transportvorrichtung2 lassen sich im Bedarfsfall problemlos weitere Stationen integrieren, z. B. ein Schacht zur ggf. druckluftunterstützten Ausscheidung von Kontroll-Blistern. - Der gesamte Ablauf der Einfüllung der Produkte in die Näpfe
18 der Blisterstreifen5 , insbesondere gemäß der vollständig zum Offenbarungsgehalt zu zählenden Vorrichtungen derDE 103 46 841 und derDE 10 2004 032 345 , die Stanzung und Versiegelung der Blisterstreifen5 , die Ausscheidung und Ersetzung fehlerhafter Blisterstreifen, der Transport der Blisterstreifen an die Kartoniermaschine4 durch die Transportvorrichtung2 und die Kartonierung erfolgt vorzugsweise vollautomatisch mit Hilfe bekannter Sensor- und Steuervorrichtungen.
Claims (15)
- Vorrichtung zum Transport von Blisterstreifen (
5 ) von einer Abgabeeinheit (3 ) an eine Aufnahmeeinheit (4 ) mit einem Transportband (6 ), dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (6 ) mit einer Ansaug-/Einblaseinheit (7 ) zum Übernehmen, Halten und Abgeben der Blisterstreifen (5 ) an einer Unterseite (8 ) des Transportbandes (6 ) verbunden ist und eine der Formgebung der Blisterstreifen (5 ) angepasste Strukturierung (11 ), mittels der die Blisterstreifen (5 ) formschlüssig an dem Transportband (6 ) gehalten sind, aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung (
11 ) des Transportbandes (6 ) Fixiernäpfe (16 ) zur formschlüssigen Aufnahme von Näpfen (18 ) der Blisterstreifen (5 ) aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung (
11 ) des Transportbandes (6 ) Fixierstege (20 ) aufweist, deren Geometrie einer Umfangskontur der Blisterstreifen (5 ) entspricht. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaug-/Einblaseinheit (
7 ) an das Transportband (6 ) an dessen dem Blisterstreifen (5 ) abgewandter Seite anschließende Druckkammern (7.1 ,7.2 ,7.3 ,7.4 ) aufweist, welche mit Unterdruck und/oder Überdruck beaufschlagbar sind. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Druckkammer (
7.1 ,7.2 ,7.3 ,7.4 ) zur Beaufschlagung eines Blisterstreifens (5 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (
6 ) im Überdeckungsbereich mit einem Blisterstreifen (5 ), insbesondere im Bereich der Fixiernäpfe (16 ), wenigstens eine Ausnehmung (26 ) zur Beaufschlagung des Blisterstreifens (5 ) mit Vakuum oder Abblasluft aufweist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (
6 ) aus thermoverformbarem Material hergestellt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (
6 ) als ein über Um lenkräder (12 ,13 ) laufendes Endlosband mit einem die Unterseite des Transportbandes (6 ) bildenden unteren Bandtrum (8 ) und einem oberen Bandtrum ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinheit (
3 ) mit dem Transportband (6 ) über eine als Zykloidenrotor (9 ) mit Vakuum-Sauger ausgebildete Übergabeeinrichtung verbunden ist, wobei die Abgabeeinheit (3 ) und das Transportband (6 ) Kurvenspitzen einer Saugerbahnkurve des Zykloidenrotors (9 ) bilden. - Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schlechtblister-Auswurf (
10 ) eine weitere Kurvenspitze (7.3 ) der Saugerbahnkurve des Zykloidenrotors (9 ) bildet. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blisterspeicher mit Ein- und Ausstapelfunktion Teil der Abgabeeinheit (
3 ) ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blisterspeicher (
36 ) mit Ein- und Ausstapelfunktion einer Druckkammer (7.2 ) im Bereich zwischen der Abgabeeinheit (3 ) und der Aufnahmeeinheit (4 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabeeinheit ein Auslauf einer Blisterstreifenstanze (
3 ) ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinheit eine Kartoniervorrichtung (
4 ) ist. - Verpackungsanlage mit einer Vorrichtung (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zum Transport von Blisterstreifen (5 ) von einer Abgabeeinheit (3 ), insbesondere einer Blisterstreifenstanze (3 ), an eine Aufnahmeeinheit (4 ), insbesondere eine Kartoniervorrichtung (4 ).
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