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DE102005044930B3 - Verfahren zum Messen der Dichte eines Fluids - Google Patents

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DE102005044930B3
DE102005044930B3 DE200510044930 DE102005044930A DE102005044930B3 DE 102005044930 B3 DE102005044930 B3 DE 102005044930B3 DE 200510044930 DE200510044930 DE 200510044930 DE 102005044930 A DE102005044930 A DE 102005044930A DE 102005044930 B3 DE102005044930 B3 DE 102005044930B3
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Michael Seppeler
Stephan Seppeler
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SEPPELER STIFTUNG fur FLUG UN
Seppeler-Stiftung fur Flug- und Fahrwesen
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SEPPELER STIFTUNG fur FLUG UN
Seppeler-Stiftung fur Flug- und Fahrwesen
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    • G01MEASURING; TESTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen der Dichte eines Fluids, insbesondere einer Flüssigkeit, bei dem das Fluid in einem eingespannten Messrohr aufgenommen ist und das mit dem Fluid gefüllte Messrohr mittels eines Schwingungserregers zum Schwingen angeregt wird. Dabei wird mindestens ein Schwingungsparameter mit einem Sensor ermittelt, wobei einer der Schwingungsparameter eine Periode der Schwingung ist. Um Messfehler bei der Dichtebestimmung zu verringern, die auf eine nicht optimale Anregung zurückzuführen sind, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Messrohr zwischen zwei Anregungen des Schwingungserregers mindestens eine Periode lang frei schwingen zu lassen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen der Dichte eines Fluids, insbesondere einer Flüssigkeit, bei dem das Fluid in einem eingespannten Messrohr aufgenommen ist und das mit dem Fluid gefüllte Messrohr mittels eines Schwingungserregers zum Schwingen angeregt und mindestens ein Schwingungsparameter mit einem Sensor ermittelt wird, wobei einer der Schwingungsparameter eine Periode der Schwingung ist.
  • Es ist bekannt, dass die Resonanzfrequenz eines flüssigkeitsgefüllten schwingenden Messrohrs von der Dichte des mit dem Messrohr mitschwingenden Fluids abhängt. Durch Messen der Periode eines in Resonanz schwingenden, mit einem Fluid befüllten Messrohrs lässt sich so die Dichte des Fluids im Messrohr angeben. Der Schwingungserreger versetzt das Messrohr dazu in Schwingungen und führt dem Messrohr während des Schwingens Energie zu, damit die Schwingung nicht durch Reibungsverluste zum Stillstand kommt.
  • Aus der DE 36 01 085 A1 ist eine Messanordnung zum Messen der Resonanzfrequenz eines nicht näher spezifizierten Schwingungssystems mit einem Fluid bekannt. Als Schwingungserreger für das Schwingungssystem dient eine Erregerspule, die mit einer periodischen Spannung beaufschlagt werden kann, so dass durch ein von der Spule erzeugtes Magnetfeld das Schwingungssystem in Schwingung versetzt wird. Die Schwingung des Schwingungssystems wird dabei von einem Sensor in ein dazu proportionales elektrisches Signal umgewandelt. Das Schwingungssystem schwingt in Resonanz, wenn die Erregerspannung mit der Schwingung bzw. dem Signal des Sensors um 90° phasenverschoben ist. Dies wird zur Bestimmung der Resonanzfrequenz ausgenutzt, indem die Frequenz der Erregerspannung solange variiert wird, bis das Signal und die Erregerspannung um 90° phasenverschoben sind und somit die Resonanzbedingung vorliegt. Als Erregerspannung wird hier eine oszillierende Rechteckspannung verwendet. Im Resonanzfall kehrt sich die Erregerspannung nach genau einer halben Schwingungsperiode des Schwingungssystems um. Aufgrund von einer durch die Schaltung auftretenden elektronischen Phasenverschiebung des Signals und der Erregerspannung sowie von endlichen Schaltzeiten/Latenzen der elektronischen Bauteile in den Schaltungen ergibt sich eine geringfügig von der eigentlichen Resonanzfrequenz abweichende, gemessene Resonanzfrequenz des Schwingungssystems, da die Energiezufuhr an das Schwingungssystem nicht exakt in jedem Nulldurchgang des Schwingungssystems erfolgt. Ferner haftet diesem System eine endliche Einregelungszeit an. Bei auftretenden Dichteänderungen wird die Signalfrequenz zwanghaft bei der Erregerfrequenz gehalten. Es kommt lediglich zu einer Verschiebung der Phasenlage zwischen Erreger- und Signalfrequenz. Hierauf reagiert die Regelungselektronik mit einer endlichen Einregelungszeit um die 90°-Phasenverschiebungsbedingung zu erfüllen. Während dieser Einregelungszeit kommt es daher zu fehlerhaften Dichtemessbestimmungen.
  • Aus der US 4,876,879 ist ein Verfahren zum Messen der Dichte eines Fluids bekannt, bei dem zwei parallel angeordnete, U-förmige Messrohre an einem Tragelement eingespannt sind und zu einer Schwingung gegeneinander mit einem elektromagnetischen Schwingungserreger angeregt werden können. Anders als bei der DE 36 01 085 A1 wird hier die Frequenz der Spannung nicht von außen vorgegeben und verändert, bis die Schwingung und die Spannung 90° phasenverschoben sind, sondern bei der hier verwendeten Schaltung wird die Erregerspannung beim Nulldurchgangs der schwingenden Messrohre umgekehrt. Hierdurch wird das Messrohr für die Dauer einer halben Periode vom Magnetfeld der Steuerspule angezogen und nach dem Umpolen für die Dauer einer halben Periode von dem Magnetfeld abgestoßen. Dies hat den Vorteil, dass die Frequenz des Erregers automatisch der Resonanzfrequenz der schwingenden Messrohre entspricht, da die Frequenz der Erregung durch die Nulldurchgänge der Schwingung der Meßrohre vorgegeben wird. Bei dieser Schaltung muß die Erregerfrequenz nicht verändert werden, bis diese 90° phasenverschoben zu der Schwingung der Messrohre ist. Daher reagiert dieses Verfahren auf Dichteänderungen bedeutend schneller als das aus der DE 36 01 085 A1 bekannte Verfahren. Dennoch ist auch die derart gemessene Resonanzfrequenz fehlerbehaftet, da auch hier Latenzzeiten von Bauteilen der Schaltung und Phasenverschiebungen zwischen der Steuerspannung und dem vom Sensor aufgenommenen Signal ein Umpolen zum Zeitpunkt des tatsächlichen Nulldurchgangs der schwingenden Messrohre verhindert. Jede Anregung für eine halbe Periode erfolgt leicht zeitversetzt nach oder vor dem optimalen Anregungszeitpunkt des Nulldurchgangs der Meßrohre. Ferner ist die auf die Meßrohre wirkende Schwingung nicht sinusförmig, was ebenfalls eine Fehlerquelle bei der Dichtemessung darstellt. Desweiteren muß bei diesem Verfahren das Messrohr magnetisch eindeutig vorgespannt werden, damit es vom Magnetfeld der Spule sowohl an- als auch abgestossen werden kann.
  • Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren anzugeben, bei dem Messfehler bei der Dichtebestimmung nur in sehr geringem Maß auftreten, insbesondere solche Meßfehler, die auf eine zeitverschobene Anregung des Schwingers aufgrund von Latenzzeiten von elektronischen Bauteilen oder eine nicht sinusförmige Anregung zurückzuführen sind. Außerdem soll eine geringe Ansprechzeit auf Dichteänderungen erreicht werden, um Messfehler aufgrund endlicher Nachregelungszeiten zu minimieren.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Messrohr zwischen zwei Anregungen durch den Schwingungserreger mindestens eine Periode lang frei schwingt. Dies hat den Vorteil, dass das frei schwingende Messrohr trotz einer eventuell leicht zeitversetzten oder nicht sinusförmigen Anregung während einer bestimmten Anregungsdauer nach der Anregung in seine resonante Schwingung zurückkehren kann und in dieser Zeitspanne bis zur nächsten Anregung von außen unbeeinflußt mit seiner wirklichen Resonanzfrequenz schwingt. Das Messrohr schwingt vorzugsweise zwischen zwei Anregungen des Schwingungserregers mehrere Perioden lang frei. Dies hat den Vorteil, dass sich ein Messfehler über mehrere Perioden mittelt und so deutlich verkleinert werden kann. Ferner kann das so frei schwingen de Messrohr sehr schnell auf eine Dichteänderung reagieren. Während der Schwingung kann mit dem Sensor die Auslenkung des Messrohrs ermittelt werden. Ein bestimmter Punkt der Auslenkung während einer Periode kann so als Startpunkt der Anregung mit dem Schwingungserreger ausgewählt werden. Das Messrohr wird vorzugsweise regelmäßig von dem Schwingungserreger angeregt. Insbesondere kann das Messrohr regelmäßig in zeitlich festem Abstand angeregt werden.
  • Mit dem Sensor kann während der Schwingung eine Amplitude der Schwingung ermittelt werden. Der Sensor nimmt dabei vorzugsweise kontinuierlich die Auslenkung des Messrohrs auf und ermittelt einen Maximalausschlag als Amplitude der Schwingung zwischen zwei Anregungen. Alternativ zur Anregung des Messrohrs in einem fest vorgegebenen, zeitlichen Abstand kann das Messrohr angeregt werden, nachdem die Amplitude unter einen vorgegebenen Minimalwert abgefallen ist. Dies hat den Vorteil, dass kein fester zeitlicher Abstand zwischen zwei Anregungen vorgegeben werden muss, sondern sich der zeitliche Abstand zwischen zwei Anregungen des Schwingungserregers von selbst regelt. Insbesondere bei Messungen an Fluiden mit einer inhomogenen Dichteverteilung wird das mit dem Fluid schwingende Messrohr jeweils im richtigen Zeitpunkt angeregt.
  • Vorzugsweise wird ein ferromagnetisches Messrohr verwendet. Das ferromagnetische Messrohr kann dabei von einer mit einer Spulenspannung beaufschlagbaren Spule in einem Nulldurchgang der Schwingung angeregt werden. Dies hat den Vorteil, dass das Messrohr berührungslos von einem durch die Spulenspannung gesteuertem Magnetfeld angeregt wird. Die Spulenspannung kann dabei aus einer Rechteckspannung bestehen.
  • Die Spule wird vorzugsweise über eine Freilaufdiode und einen Widerstand entladen. Dies hat den Vorteil, dass zum einen durch Selbstinduktion entstehende Spannungsspitzen über die Freilaufdiode entladen werden können und zum anderen bei einem Abschalten der Spulenspannung nach einer Anregung eine Induktionsspannung in der Spule schnell abgebaut wird oder jedenfalls die charakteristische Zeitkonstante τ für das Entladen der Spule klein ist. Die Spule kann insbe sondere für eine Halbperiode der Schwingung mit einer Gleichspannung beaufschlagt werden, nachdem das Messrohr einen Nulldurchgang der Schwingung passiert hat. Nach dem Abschalten der Spulenspannung wird das von der Spule induzierte Magnetfeld schnell abgebaut, so dass das Messrohr in der Schwingung nicht gebremst wird und mindestens eine Periode frei schwingen kann. Die Änderung der Spulenspannung erfolgt vorzugsweise so schnell, dass sich das Magnetfeld im wesentlichen linear auf- und abbaut. Da sich das Magnetfeld der Spule hierbei nicht umpolt, benötigt dieses Verfahren keine magnetische Vorspannung des Messrohres.
  • Durch die Parallelschaltung der Freilaufdiode der Spule mit dem Widerstand kann das Magnetfeld schneller abgebaut werden als es aufgebaut wird. Eine im wesentlichen lineare Anstiegsflanke des Stroms in der Spule ist somit flacher als eine abfallende Flanke des Stroms beim Entladen der Spule. Da das Messrohr sinusförmig in Richtung auf die Spule und von dieser weg schwingt, kann die Energie zum Messrohr in Überlagerung einer dreiecks- und einer Sinusförmigen Funktion zugeführt werden.
  • Die Spulenspannung wird vorzugsweise an eine Maximalamplitude der Schwingung angepasst, so dass die Maximalamplitude während der Messung im wesentlichen konstant gehalten wird. Die Maximalamplitude dient dabei als Maß für die mittlere Auslenkung des Messrohrs. Die Reibungsverluste des schwingenden Messrohrs hängen von der Geschwindigkeit ab. Somit können bei einer größeren Auslenkung bzw. Amplitude des Messrohrs größere Reibungsverluste auftreten. Ein Vorteil der Regelung der Maximalamplitude ist nun, dass bei einer Bestimmung der Dichte von Fluiden unterschiedlicher Viskosität die Maximalamplitude konstant gehalten werden kann, so dass eine Änderung der Resonanzfrequenz des schwingenden Messrohres aufgrund einer Änderung der Amplitude der Schwingung nicht auftreten kann.
  • Die Temperatur des Messrohrs und/oder des Fluids wird vorzugsweise mit Hilfe eines Temperaturfühlers gemessen. Das Messrohr und/oder das Fluid können zweckmäßig mittels einer Temperiereinrichtung auf eine bestimmte Temperatur geregelt werden. Dadurch lässt sich die Dichte in Abhängigkeit von der Temperatur eines bestimmten Fluids ermitteln bzw. Temperatureinflüsse bei der Dichtebestimmung lassen sich ausschalten.
  • Ein Momentanwert der Spulenspannung und/oder der Amplitude kann mit einem Kontrollwert der Spulenspannung und/oder der Amplitude verglichen werden. Ablagerungen im Meßrohr oder Fremdkörper in dem Fluid können zu stärkeren Reibungsverlusten führen, wodurch die Spulenspannung erhöht werden muß, um den Energieverlust durch Reibung zu kompensieren. Ein veränderter Wert der Spulenspannung kann so auf eine mögliche Ablagerung oder eine kurzzeitige Verschmutzung durch Fremdkörper in der Flüssigkeit hinweisen. Für den dazu erforderlichen Vergleich kann ein Vergleichswert der Spulenspannung einmalig oder zu Beginn einer jeden Messung gespeichert werden und dann mit dem Momentanwert der Spulenspannung verglichen werden. Durch den Vergleich kann so die Funktionsfähigkeit der Dichtemessvorrichtung überprüft werden. Es kann auch ein Kontrollwert für ein unbefülltes, frei schwingendes Messrohr mit einem Momentanwert verglichen werden, um zu überprüfen, ob das Messrohr frei von Fremdkörpern ist, die eine Messung beeinträchtigen könnten.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnungen, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert wird. Es zeigt:
  • 1 eine erfindungsgemäße Dichtemessvorrichtung mit einem Messrohreinsatz in einem Vertikalschnitt;
  • 2 eine abgewandelte Dichtemessvorrichtung nach der Erfindung mit einem anderen Messrohreinsatz in einer 1 entsprechenden Darstellung; und
  • 3 einen elektrischen Schaltplan zur Ansteuerung der Erregerspule in der Dichtemessvorrichtung nach den 1 und 2.
  • In 1 ist mit 1 eine Dichtemessvorrichtung für Flüssigkeiten bezeichnet, wie sie beispielsweise zur Bestimmung der Dichte von Kraftstoffen in Motorenprüfständen eingesetzt wird.
  • Die Dichtemessvorrichtung weist ein sehr massiv ausgestaltetes Tragelement 10 auf, das im Wesentlichen aus einem unteren Geräteblock 10a mit einem darin angeordneten, umlaufenden Flüssigkeitskanal 13 und einer oberen Abdeckplatte 12 besteht, die den Flüssigkeitskanal bis auf einen Flüssigkeitszulauf 12b und einen Flüssigkeitsablauf 12c verschließt. Über den Flüssigkeitszulauf 12b und den Flüssigkeitsablauf 12c kann eine Heiz- oder Kühlflüssigkeit durch den Flüssigkeitskanal 13 geleitet werden, um das Tragelement 10 zu temperieren, wie dies nachfolgend noch im Detail beschrieben wird.
  • Das Tragelement 10 besteht bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel aus Stahl und hat aufgrund seiner Abmessungen eine vergleichsweise große Trägheitsmasse. Es ist in nicht näher dargestellter Weise an einer Halterung mittels Schrauben befestigt, die seitlich in Gewindebohrungen 17 am Geräteblock eingeschraubt sind.
  • Das Tragelement 10 ist mit einer die Abdeckplatte 12 und den Geräteblock 10a axial durchsetzenden, zentrischen Stufenbohrung 11 versehen, deren unterer Abschnitt 11b einen geringeren Durchmesser aufweist als der obere Bohrungsabschnitt 11a im Geräteblock und 12a in der Abdeckplatte. In diese Stufenbohrung 11 ist von der Oberseite der Vorrichtung ein zylindrischer Anschlusseinsatz 40 eingesteckt, der eine Zuleitung 51 und eine Ableitung 52 für das Fluid aufweist, dessen Dichte mit der Dichtemessvorrichtung bestimmt werden soll. Die Anordnung ist so getroffen, dass der Anschlusseinsatz 40 mit seinem unteren, stirnseitigen Ende 41 sich an der von der Stufenbohrung 11 gebildeten Stufe am Übergang zum unteren Abschnitt 11b abstützt und gegenüber dieser mit einer Dichtung 15 abgedichtet ist.
  • Im unteren Abschnitt 11b ist ein zum Anschlusseinsatz 40 hin offenes Sackrohr 5, welches am offenen Ende einen Flansch 16 aufweist einseitig fest eingespannt, wobei das Sackrohr 5 vom Geräteblock 10a ein Stück weit nach unten vorragt. Die Einspannung des Sackrohrs im Geräteblock mit Hilfe seines Flansches 16 ist gasdicht. Das Sackrohr 5 steht mit der Zuleitung 51 und der Ableitung 52 in Verbindung, wobei ein unten vom Anschlusseinsatz 40 ein Stück weit in das Sackrohr 5 hineinragender Leitsteg das Sackrohr an dessen oberen Bereich in einen Zulauf 43 und einen Ablauf 44 unterteilt.
  • Mit seinem unteren, nach unten vom Geräteblock 10a vorkragenden Abschnitt ragt das Sackrohr 5 in ein Messkammergehäuse 30 hinein, das in geeigneter Weise an der Unterseite des Geräteblocks 10a befestigt und gegenüber diesem mit einer schallweichen Trennschicht 15 versehen ist. In das Messkammergehäuse 30 ragt seitlich ein U-förmiger Elektromagnet 45 hinein, wobei die beiden Schenkel 45a, b des Magnetankers so nahe an das aus einem ferromagnetischen Material bestehende Sackrohr 5 heranreichen, dass bei Beaufschlagung der Spule 46 des Elektromagneten 45 mit Strom die hierdurch erzeugte Kraft auf das untere, freie Ende des Sackrohres im Messkammergehäuse wirkt und dieses anzieht.
  • Nahe der Einspannung des Sackrohres 5 knapp unterhalb seines Flansches 16 sind an der Außenseite des Sackrohrs zwei Dehnungsmessstreifen 6 einander gegenüberliegend angeordnet, und zwar quer zu der in der Zeichnungsebene liegenden Schwingungsebene des Rohrs 5. Nahe seines unteren Endes ist das Sackrohr zusätzlich mit einem Temperaturfühler 7 versehen, mit dessen Hilfe die Temperatur des Sackrohres und somit während eines Messvorgangs auch die Temperatur des im Sackrohr befindlichen Fluides ermittelt werden kann.
  • Wie 1 gut erkennen lässt, ist das Messkammergehäuse 30 zusätzlich mit einem Schalldeflektor 33 versehen, der vom Messkammerboden nach oben in die vom Messkammergehäuse 30 umschlossene Messkammer 31 hineinragt und sich dabei parallel zum Sackrohr 5 bis nahe an die Unterseite des Geräteblocks 10a hin erstreckt.
  • Die soweit beschriebene Dichtemessvorrichtung 1 funktioniert wie folgt:
    Die Flüssigkeit, deren Dichte mit Hilfe der Dichtemessvorrichtung bestimmt werden soll wird über einen an der Zuleitung 51 angeschlossenen Schlauch zugeführt, gelangt über den Zulauf 43 in das Sackrohr 5, aus dem sie über den Ablauf 44 mittels eines weiteren, an der Ableitung 52 angeschlossenen Schlauches wieder abgezogen wird. Zur Bestimmung der Dichte der im Sackrohr 5 befindlichen Flüssigkeit wird dieses mit Hilfe des Elektromagneten 45 in Schwingung versetzt. Dabei ist die sich einstellende Resonanzfrequenz des mit der Flüssigkeit befüllten Rohres 5 ein Wert für die Dichte der Flüssigkeit. Resonanzfrequenz und Dichte der Flüssigkeit stehen in einem proportionalen Zusammenhang, so dass mit Hilfe eines Proportionalitätsfaktors aus der Resonanzfrequenz des flüssigkeitsbefüllten Rohrs die Dichte bestimmt werden kann. Die besondere Ausgestaltung des Messrohres als Sackrohr, das bei ausreichend großer Länge des schwingenden, unten vom Tragelement vorragenden Abschnittes ein vergleichsweise geringes Volumen aufweist, gewährleistet bei der Erfindung innerhalb sehr kurzer Zeit einen vollständigen Austausch der im Sackrohr befindlichen Flüssigkeitsprobe, der durch die sich am Leitsteg 42 ausbildenden, gerichteten Flüssigkeitsströmung und der hierdurch erzielten guten Flüssigkeitsverwirbelung im Sackrohr noch begünstigt wird. Auch bei nur geringen Durchflussraten, wie sie bei beispielsweise bei Motorenprüfständen häufig vorkommen, wird durch die erfindungsgemäße Anordnung sichergestellt, dass die Flüssigkeit im Messrohr schnell und vollständig ausgetauscht wird und Dichteänderungen bei der Flüssigkeit, die durch die Dichtemessvorrichtung strömt, sehr zeitnah festgestellt werden können. Der vergleichsweise große Innendurchmesser des Sackrohres 5 stellt sicher, dass dieses nur einen geringen Durchflusswiderstand hat, so dass die Dichtemessvorrichtung auch bei einem großen Flüssigkeitsdurchsatz ohne Bypass z.B. direkt in einer Kraftstoffleitung eines Motorenprüfstandes angeordnet sein kann.
  • Wie bereits angeordnet, wird zur Bestimmung der im Sackrohr befindlichen Flüssigkeit dieses von dem Elektromagneten 45 zum Schwingen angeregt. Das im Wesentlichen von dem Geräteblock und der Abdeckplatte gebildete Tragelement 10 mit seiner im Vergleich zu dem kleinen Sackrohr 5 großen Trägheitsmasse dient dem Sackrohr dabei als Widerlager, ohne selbst mitzuschwingen. Wird die Spule 46 des Elektromagneten 45 bestromt, zieht das hierdurch erzeugte Magnetfeld das Sackrohr 5 an und versetzt es mit dem darin befindlichen Fluid in Schwingung. Die Anregung erfolgt dabei lediglich für jeweils eine halbe Schwingungsperiode, d. h. nach einer Anregung durch den Elektromagneten schwingt das Sackrohr 5 mit der darin befindlichen Flüssigkeit für einige Schwingungsperioden frei mit der Resonanzfrequenz des aus Sackrohr und Flüssigkeit bestehenden Schwingungssystems, wobei diese Resonanzfrequenz mit Hilfe der beiden Dehnungsmessstreifen 26 und einer (nicht dargestellten) Auswerteelektronik ermittelt und aufgrund der ermittelten Eigenfrequenz dann die Dichte des im Sackrohr befindlichen Fluids bestimmt wird.
  • Das aus lediglich einem einzelnen Sackrohr bestehende Messrohr reagiert sehr präzise und schnell nicht nur auf Dichteänderungen der es durchströmende Flüssigkeit, sondern auch auf unterschiedliche Dichteverteilungen der Flüssigkeit innerhalb des Messrohres. Anders als beispielsweise ein U-förmiges Messrohr, bei dem insbesondere bei geringen Durchflussraten die Flüssigkeit in den beiden Messrohrschenkeln eine unterschiedliche Dichte haben bzw. annehmen kann, was zu unterschiedlichen Einzelfrequenzen der beiden Messrohrschenkel und dadurch zu einem Driften der gemeinsamen Resonanzfrequenz des ganzen U-förmigen Messrohres führt, kommt es bei der Erfindung mit dem aus nur einem Schwingungsrohr bestehenden Sackrohr auch bei einer inhomogenen Befüllung prinzipbedingt nicht zum Driften, da die Resonanzfrequenz hier nur durch ein einziges Rohr entsteht und nicht wie beispielsweise bei einem U-förmigen Messrohr durch eine Kopplung mehrerer Schwingungssysteme. Selbst bei einer inhomogenen Dichteverteilung im Sackrohr, wie sie in Einzelfällen bei sehr geringen Durchflussraten auftreten kann, wird mit der Erfindung eine Resonanzfrequenz gemessen, die den Mittelwert der inhomogenen Dichteverteilung zuverlässig widerspiegelt.
  • Die mit der Erfindung anstelle eines Piezoaufnehmers erstmalig zum Einsatz kommenden Dehnungsmessstreifen 6 haben sich als besonders vorteilhaft für die Bestimmung der Resonanzfrequenz des schwingenden Sackrohres erwiesen, da sie das Sackrohr in seinem Schwingungsver halten anders als Piezoaufnehmer nicht negativ beeinflussen, ja tatsächlich sogar zu einer Stabilisierung der Schwingung beitragen und Pendelbewegungen des Sackrohres durch dessen ungewollte Auslenkung senkrecht zur Schwingungsebene wirksam unterbinden. Bei Verwendung eines Piezoaufnehmers wird aufgrund seiner Formsteifigkeit das Sackrohr am Befestigungspunkt versteift, wodurch das Sackrohr zu Pendelbewegungen rechts und linksseitig zum Befestigungspunkt neigt. Die Dehnungsmessstreifen sind als T-Rosetten-DMS ausgestaltet und zu einer Vollbrücke verschaltet, an der das Schwingungssignal mittels eines (nicht dargestellten) Differenzverstärkers abgenommen wird. Die Verwendung von Dehnungsmessstreifen als Messwertaufnehmer wird möglich durch den im Vergleich zu anderen Messrohrbauarten vergleichsweise großen (Außen-) Durchmesser des Sackrohres, der jedenfalls größer ist als 6 mm, was der Mindestdurchmesser für eine zuverlässige Anbringung von Dehnungsmessstreifen an Bauteilen mit kreisförmigen Querschnitt ist. Tatsächlich beträgt sogar der Aussendurchmesser des Rohres bei dem dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung mindestens 8 mm, während die für die Dichtebestimmung wirksame Länge des Sackrohres (also der frei vom unteren Ende des Tragelementes vorragende Sackrohrteil) circa 25 mm beträgt.
  • Durch das schwingende Sackrohr 5 wird auch die in der Messkammer 31 befindliche Luft zum Schwingen angeregt. Die entstehenden Luftschallwellen werden an dem symmetrisch zur Schwingungsebene angeordneten Schalldeflektor 33 gedämpft und teilweise zum Sackrohr 5 reflektiert. Da der Schalldeflektor parallel zum Sackrohr 5 und symmetrisch zu dessen Schwingungsebene ausgerichtet ist, treffen die zurückgeworfenen Luftschallwellen auch symmetrisch wieder am Sackrohr 5 auf, wodurch sie sich teilweise auslöschen können. Die vom Deflektor reflektierten Luftschallwellen treffen im Allgemeinen unter einem stumpfen Winkel zur Schwingungsebene wieder am Sackrohr auf, wodurch dieses in seiner freien Schwingung wenn überhaupt nur sehr wenig beeinflusst wird. Unerwünschte Luftschallkopplungen, die in Abhängigkeit von der Lufttemperatur die Schwingung Sackrohres 5 beeinflussen und das Messergebnis verfälschen könnten, werden mit Hilfe des Schalldeflektors im Messkammergehäuse somit weitestgehend unterbunden.
  • Die Schwingungen des fest im Tragelement 10 eingespannten Sackrohrs 5 breiten sich auch als Körperschall in der Vorrichtung aus. Dieser Körperschall kann dabei derart ungünstig reflektiert werden, dass er wieder zum Sackrohr 5 zurückläuft und sich mit der Resonanzschwingung des Rohres überlagert, was zu Fehlmessungen führen würde. Um diese Gefahr zu eliminieren, sind die einzelnen Bestandteile der Vorrichtung, nämlich der Geräteblock 10a, die Abdeckplatte 12, der Anschlusseinsatz 40 und das Messkammergehäuse 30 jeweils unter Zwischenlage von schallweichen Trennschichten 15 aneinander angebaut, die nicht nur für einen flüssigkeitsdichten bzw. gasdichten Anschluss der Teile aneinander sorgen, sondern die auch wirksam verhindern, dass sich Körperschallwellen von einem Bestandteil der Vorrichtung ungehindert in einen anderen fortsetzen können. Auch der besondere konstruktive Aufbau der Vorrichtung, nämlich die konzentrische Ausgestaltung des aus Geräteblock 10a und Abdeckplatte 12 bestehenden Tragelements, des Anschlusseinsatzes 40 und des Messkammergehäuses 30 tragen wirksam zu einer Verringerung der Reflexion von Körperschall in der Vorrichtung bei. Ferner haben sich zu diesem Zweck an den umlaufenden Kanten des Geräteblocks 10a und der Abdeckplatte 12 durch Abschrägen ausgebildete Reflexionsflächen 14 als günstig erwiesen, die unter einem Winkel von etwa 45° zur Horizontalen geneigt sind und die wirksam zu einer Eliminierung des Einflusses von Körperschall auf das Messergebnis beitragen.
  • Das in 1 gezeigte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Dichtemessvorrichtung soll die Dichtemessung bei möglichst konstanter Flüssigkeitstemperatur ermöglichen, d.h. die über die Zuleitung 51 zugeleitete Flüssigkeit soll möglichst über die Ableitung 52 mit gleicher Temperatur wieder aus der Vorrichtung abgezogen werden und die Dichtebestimmung soll auch bei dieser Temperatur erfolgen. Insbesondere bei sehr geringen Durchflussraten konnte es bei bislang bekannten Dichtemessvorrichtungen aber leicht zu einer Änderung der Flüssigkeitstemperatur in der Vorrichtung kommen, nämlich wenn das Messrohr bzw. die dieses tragende Apparatur merklich wärmer oder kälter als die zugeführte Flüssigkeit war. Insbesondere bei Motorenprüfständen, bei denen häufig hohe Umgebungstemperaturen herrschen, war eine Erwärmung des über die Dichtemessvorrichtung geleiteten Kraftstoffes häufig zu verzeichnen, was die Dichtebestimmung ungenau machte.
  • Um eine Temperaturänderung der durch die Dichtemessvorrichtung beströmenden Flüssigkeit zu vermeiden oder jedenfalls auf ein Minimum zu reduzieren, ist zum einen der Anschlusseinsatz 40 aus einem wärmeisolierenden Material hergestellt, bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel aus Polyoximethylen (POM), zum anderen ist mit dem im Geräteblock 10a angeordneten Flüssigkeitskanal 30, durch den hindurch ein Kühl- oder Heizmittel geleitet werden kann, eine Möglichkeit geschaffen, das Tragelement zu temperieren. Dabei wird gar nicht notwendigerweise angestrebt, dass Tragelement mit dem darin eingesetzten Anschlusseinsatz und den übrigen Bestandteilen der Dichtemessvorrichtung auf die Temperatur einzuregeln, mit der die Flüssigkeit der Vorrichtung über die Zuleitung 51 zugeführt wird, sondern es reicht aus, die Vorrichtung auf eine Temperatur einzustellen, die möglichst wenig von der Temperatur der zugeführten Flüssigkeit abweicht, so dass der Temperaturgradient von Flüssigkeitstemperatur zur Temperatur der Dichtemessvorrichtung allenfalls gering ist und somit aufgrund des geringen Temperaturgradienten und des geringen Wärmedurchgangskoeffizienten des aus wärmeisolierenden Material bestehenden Anschlusseinsatzes ein Wärmeaustausch stattfindet, der so niedrig ist, dass er zu keiner nennenswerten Temperaturerhöhung der durch die Vorrichtung strömenden Flüssigkeit führt, selbst wenn die Durchflussrate nur sehr gering und die Umgebungstemperatur, in der sich die Dichtemessvorrichtung befindet, groß ist.
  • Während bei der in 1 dargestellten Ausführungsform die Vorrichtung mittels durch den Flüssigkeitskanal strömenden Wärme- oder Kältemittels auf eine möglichst gleichbleibende, nahe der Temperatur der Flüssigkeit liegenden Temperatur eingestellt wird, dient er bei der in 2 dargestellten Ausführungsform bewusst dazu, verschiedene Temperaturzustände der Dichtemessvorrichtung herbeizuführen. Die in 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung dient dazu, die Dichte eines stationären Probevolumens einer Flüssigkeit zu bestimmen und zwar insbesondere bei verschiedenen Flüssigkeitstempe raturen, um die Abhängigkeit der Dichte einer Flüssigkeit wie beispielsweise Kraftstoff von der Temperatur zu bestimmen und die so gewonnenen Werte beispielsweise als Korrekturwerte bei der kontinuierlichen Dichtebestimmung nach dem zuvor beschriebenen Verfahren zu berücksichtigen.
  • Wie die Figuren leicht erkennen lassen, unterscheidet sich die Vorrichtung nach 2 von der nach 1 im Wesentlichen durch die Ausgestaltung des Anschlusseinsatzes, der bei der Ausführungsform nach 2 als Analyseeinheit 60 ausgebildet ist, die zur Aufnahme eines Probevolumens einer Flüssigkeit dient, die also nicht von einer Flüssigkeit durchströmt wird. Die Analyseeinheit 60 besteht aus einem Wärme leitenden Material, zum Beispiel aus Stahl, und ist ähnlich wie der Anschlusseinsatz bei der ersten Ausführungsform von oben in die Stufenbohrung 11 im Tragelement 10 eingesetzt und an einem Befestigungsflansch 23 mittels (nicht dargestellten) Befestigungsschrauben an der Abdeckplatte 12 angeschraubt. Die Analyseeinheit hat eine durchgehende, zentrische Bohrung 61, die an ihrer Oberseite mit einer oben an der Analyseeinheit aufschraubbaren Verschlusskappe 62 verschließbar ist und die unten mit dem Sackrohr 5 in Verbindung ist. Die Analyseeinheit 60 ist oberhalb des Flansches 63 mit einem Drucksanschluss 64 versehen, der mit der zentrischen Bohrung 61 der Analyseeinheit in Verbindung ist und über den die in der Bohrung bzw. dem damit kommunizierenden Sackrohr befindliche Flüssigkeitsprobemenge bei Bedarf mit Druck beaufschlagt werden kann.
  • Zur Analyse eines Probevolumens einer Flüssigkeit wie beispielsweise Kraftstoff wird die Analyseeinheit 60 anstelle des Anschlusseinsatz 40 von oben in die Stufenbohrung 11 eingesetzt und an der Abdeckplatte angeschraubt. Eine zwischen der Unterseite der Analyseeinheit 60 und des Sackrohrflansches 16 für das Sackrohr angeordnete Dichtung sorgt dafür, dass in diesem montierten Zustand der Analyseeinheit keine Flüssigkeit zwischen dieser und dem Sackrohr austreten kann. Das von dem Sackrohr 5 und der Bohrung 61 gebildete Volumen wird mit der zu analysierenden Flüssigkeit gefüllt und anschließend wird die Analyseeinheit mit der Abschlusskappe fest verschlossen.
  • Danach wird das Sackrohr 5 mit Hilfe des Elektromagneten 45 wie zuvor bereits beschrieben zum Schwingen angeregt. Die sich dann einstellende Resonanzfrequenz des mit Flüssigkeit befüllten Sackrohrs ist ein Maß für die Dichte der Probenflüssigkeit bei der gerade herrschenden Temperatur, die mit Hilfe des Temperaturfühlers 7 am unteren Ende des Sackrohrs ermittelt wird.
  • Mit der Vorrichtung ist es nun möglich, die Dichte der Flüssigkeit auch bei anderen Temperaturen zu ermitteln, wozu die Vorrichtung temperiert wird. Ein durch den Flüssigkeitskanal 13 geleitetes Wärme- oder Kältemittel temperiert zunächst das Tragelement 10, wobei es zu einem schnellen Temperaturausgleich mit dem aus gut Wärme leitendem Stahl bestehenden Einsatz 60 kommt und damit auch zu einer Temperaturanpassung der in dessen Inneren befindlichen Flüssigkeit. Der Temperaturanstieg bzw. -abfall kann leicht mit Hilfe des Temperaturfühlers 7 festgestellt werden; sobald hier ein stationärer Temperaturzustand erreicht ist, sich die Temperatur, wie sie vom Temperaturfühler 7 am Sackrohr gemessen wird, also nicht mehr ändert, kann eine neue Dichtebestimmung durch Anregung des Sackrohres mit Hilfe des Elektromagneten erfolgen und auf diese Weise können eine Reihe von Punkten einer Temperatur-Dichtekurve ermittelt und somit eine Aussage über die Dichte-Temperaturabhängigkeit eines Kraftstoffes oder einer anderen Flüssigkeit in einem vergleichsweise großen Temperaturbereich von beispielsweise 0°-80°Celsius gemacht werden.
  • Über den Druckanschluss 64 kann die in der Analyseeinheit aufgenommene Flüssigkeitsmenge mit Druck beaufschlagt werden, was besonders dann vorteilhaft ist, wenn es gilt, die Dichte von Flüssigkeiten zu bestimmen, die zur Blasenbildung neigen, wenn sie lediglich unter atmosphärischen Druck stehen. Ein Beispiel für eine solche Flüssigkeit ist destilliertes Wasser. Gasblasen in der Flüssigkeit können das Ergebnis der Dichtemessung stark verfälschen, was durch die Messung unter Druck mit bis zu einigen bar wirksam verhindert werden kann.
  • 3 zeigt einen Schaltplan zur Ansteuerung der in 1 und 2 dargestellten Spule 46, die das mit der Flüssigkeit gefüllte Messrohr 5 anregt.
  • Die Auslenkung des Messrohrs 5 wird dabei von den als Sensor wirkenden Dehnungsmessstreifen (DMS) 6 aufgenommen und in eine Spannung U-DMS umgewandelt. Ein Spannungsverstärker 111 verstärkt die am Eingang anliegende Spannung U-DMS zur Spannung U-DMS-V.
  • Hinter dem Ausgang des Spannungsverstärkers 111 teilt sich der Signalweg in zwei zueinander parallele Abschnitte. Im ersten, in der Zeichnung oberen Zweig sind ein Amplitudeneffektivwertmesser 112, ein Komparator 113, ein PI-Regler 114 und eine regelbare Gleichstromquelle 115 in Reihe hintereinander geschaltet. Die regelbare Gleichstromquelle 115 ist dabei an dem Eingang (Source) eines Feldeffekttransistors 116 angeschlossen, an dessen Ausgang (Drain) die geerdete Spule 46 in Reihe liegt.
  • Über den mit dem ersten Abschnitt parallelen Zweig wird die an dem Spannungsverstärker 111 abgegriffene Spannung U-DMS-V über einen weiteren Komparator 120 und eine mit diesem in Reihe geschalteten Spannungsblende 121 am Steueranschluß (Gate) des Feldeffekttransistors 116 angelegt. Schließlich ist parallel zu der Spule 46 noch eine Freilaufdiode 117 in Reihenschaltung mit einem ohmschen Widerstand 118 angeordnet.
  • Der Amplitudeneffektivwertmesser 112 ermittelt aus der verstärkten Spannung des Dehnungsmessstreifens 6 (U-DMS-V) ein Maß für die mittlere Auslenkung des Messrohrs. Dieses am Ausgang des Amplitudeneffektivwertmessers 112 anliegende Signal wird in dem Komparator 113 mit einem Sollwert 112a am anderen Eingang des Komparators 113 verglichen. Der Vergleich mit dem Sollwert 112a der effektiven Amplitude dient dazu, die durchschnittliche Auslenkung des Messrohrs bei Flüssigkeiten unterschiedlicher Viskosität konstant zu halten, da eine zu große oder zu kleine Auslenkung des Messrohres 5 die gemessene Resonanzfrequenz des mit dem Fluid gefüllten Messrohrs 5 verfälschen könnte. Die Differenz des Amplitudeneffektivwertes und des Sollwertes der Amplitude 112a liegt am Ausgang des Komparators 113 an und wird dem Proportional-Integral-Regler 114 zugeführt. Das Ausgangssignal des Proportional-Integral-Reglers 114 steuert die regelbare Gleichspannungsquelle 115 an „ die in Abhängigkeit von diesem Ansteuersignal an ihrem Ausgang eine Gleichspannung U-GL erzeugt, die an dem Feldeffekttransistor 116 anliegt.
  • In dem zweiten vor dem Feldeffekttransistor liegenden Zweig der Parallelschaltung wird die verstärkte Spannung U-DMS-V des Spannungsverstärkers 111 zunächst über den Eingang 120b dem Komparator 120 zugeführt und mit einem am Eingang 120a des Komparators 120 anliegenden Spannungsnullniveau verglichen. Das Ergebnis dieses Vergleichs am Ausgang des Komparators ist eine zeitlich konstante Komparatorspannung U-KOMP, wenn die Differenz der Spannung an den beiden Eingängen des Komparators 120 positiv ist. Ansonsten liegt am Komparatorausgang keine Spannung an.
  • Wenn beispielsweise das vom Dehnungsmeßstreifen gelieferte Spannungssignal im wesentlichen sinusförmig ist, wie dies bei 130 angedeutet ist, führt dies am Ausgang des Komparators 120 zu einer Komparatorspannung U-KOMP in Form einer abschnittsweise konstanten Rechteckspannung, wie dies in dem Diagramm 140 dargestellt ist. Die Ausgangsspannung des Komparators U-KOMP wird nun durch die Spannungsblende 121 geleitet, die einen Rechteckspannungsimpuls durchläßt und danach eine festgelegte Anzahl von Rechteckspannungsimpulsen (hier 3) ausblendet, wie dies durch einen Vergleich der in Diagramm 140 dargestellten Komparatorspannung U-KOMP und der in Diagramm 145 gezeigten Ausgangsspannung U-ST ersichtlich ist. Diese Spannung U-ST dient als Steuerspannung des Transistors 116, an dem die Spannung U-GL der steuerbaren Gleichspannungsquelle anliegt.
  • Die durch den Komparator 120 und die Spannungsblende 121 erzeugte Steuerspannung U-ST öffnet und schließt den Transistor 116. Wenn der Transistor 116 infolge eines Steuersignals U-ST geöffnet ist, kann durch die Spule 119 ein Strom fließen, der von der Gleichspannung U-GL der regelbaren Gleichspannungsquelle 115 hervorgerufen wird. Schließt sich der Transistor 116 durch einen Wegfall der Spannung U- SP, dann entlädt sich die Spule über die parallel zur Spule 119 geschaltete Freilaufdiode und den Widerstand 118. Die Freilaufdiode dämpft dabei Induktionsspannungsspitzen ab und ermöglicht eine kurze Entladezeit über den Widerstand 118. Der Vergleich der verstärkten, vom Dehnungsmessstreifen 110 aufgenommenen Spannung U-DMS-V mit einem Referenzwert 120a am Eingang des Komparators 120 zusammen mit der Spannungsblende 121 ermöglicht es, dass das Messrohr zwischen zwei Anregungen der Spule mehrere Perioden frei schwingt, das Messrohr regelmäßig von der Spule neu angeregt wird und dies in festen zeitlichen Abständen geschieht.

Claims (16)

  1. Verfahren zum Messen der Dichte eines Fluids, insbesondere einer Flüssigkeit, bei dem das Fluid in einem eingespannten Meßrohr (5) aufgenommen ist und das mit dem Fluid gefüllte Meßrohr(5) mittels eines Schwingungserregers (45) zu einer Schwingung angeregt und mindestens ein Schwingungsparameter mit einem Sensor (6) ermittelt wird, wobei einer der Schwingungsparameter eine Periode der Schwingung ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßrohr (5) zwischen zwei Anregungen des Schwingungserregers (45) mindestens eine Periode lang frei schwingt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslenkung des Meßrohrs (5) während dessen Schwingung mit Hilfe des Sensors (6) ermittelt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßrohr (5) regelmäßig von dem Schwingungserreger (45) angeregt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßrohr (5) regelmäßig in festen zeitlichen Abständen angeregt wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe des Sensors (6) während der Schwingung eine Amplitude der Schwingung ermittelt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßrohr (5) erneut dann angeregt wird, wenn die Amplitude unter einen Minimalwert abgefallen ist.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein ferromagnetisches Meßrohr (5) verwendet wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das ferromagnetische Messrohr (5) von einer mit einer Spulenspannung beaufschlagbaren Spule (46) im Nulldurchgang der Periode angeregt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (46) mit einer Gleichspannung beaufschlagt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (46) über eine Freilaufdiode (117) und einen Widerstand (118) entladen wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung an die Amplitude angepasst wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Maximal-Amplitude der Schwingung mit dem Sensor (6) gemessen wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Schwingungsparameter in einer Speichereinheit gespeichert wird und der gespeicherte Schwingungsparameter mit einem Schwingungsparameter-Istwert verglichen wird und bei einer Abweichung an einer Anzeigeeinheit eine Fehlermeldung ausgegeben wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Meßrohrs (5) und/oder des Fluids mit einem Temperaturfühler (7) gemessen wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Meßrohr (5) in Verbindung stehender Geräteblock (10a) mittels einer Temperiereinrichtung (13) auf eine bestimmte Temperatur erwärmt oder abgekühlt wird.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß als Messrohr (5) ein Sackrohr (5) mit einem offenen und einem geschlossenen Ende verwendet wird.
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