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DE102005044803B4 - Vorrichtung zum Positionieren eines Prüfteils in einem Messgerät - Google Patents

Vorrichtung zum Positionieren eines Prüfteils in einem Messgerät Download PDF

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DE102005044803B4
DE102005044803B4 DE200510044803 DE102005044803A DE102005044803B4 DE 102005044803 B4 DE102005044803 B4 DE 102005044803B4 DE 200510044803 DE200510044803 DE 200510044803 DE 102005044803 A DE102005044803 A DE 102005044803A DE 102005044803 B4 DE102005044803 B4 DE 102005044803B4
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Michael Lerchl
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Bayerische Motoren Werke AG
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Bayerische Motoren Werke AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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Abstract

Vorrichtung zum Positionieren eines tafelartigen Prüfteils auf dem Tisch eines einen Meßsensor aufweisenden Meßgerätes mit Anschlägen, an denen eine Längsseite und eine Querseite des Prüfteils zur Anlage bringbar ist, gekennzeichnet durch eine Aufnahmeplatte (1), an der Unterseite der Aufnahmeplatte (1) angeordnete Anschläge (7, 8), die an einer Längs- und einer Querseite des Tisches (2) zur Anlage bringbar sind, einem der Anschläge zugeordnete Spannmittel (9), die an der Unterseite des Tisches (2) zur Anlage bringbar sind, eine an der Oberseite der Aufnahmeplatte (1) angeordnete Führungsleiste (3), an der eine Längsseite des Prüfteils (15) verschiebbar zur Anlage bringbar ist, einen an der Oberseite der Aufnahmeplatte (1) angeordneten Anschlag (4), an dem eine Querseite des Prüfteils (15) zur Anlage bringbar ist, mehrere in der Aufnahmeplatte (1) verschiebbar gelagerte Anschlagstifte (5), die in unterschiedlichem Abstand von dem Anschlag (4) angeordnet sind, und Mittel (14), um ausgewählte Anschlagstifte (5) aus einer versenkten Lage in eine...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Positionieren eines tafelartigen Prüfteils auf dem Tisch eines einen Meßsensor aufweisenden Meßgerätes mit Anschlägen, an denen eine Längsseite und eine Querseite des Prüfteils zur Anlage bringbar ist.
  • Aus der DE 31 40 882 C2 ist eine derartige Vorrichtung bekannt, bei der die Anschläge mit dem Tisch fest verbunden sind. Das Prüfteil kann somit auf dem Tisch in einer definierten Lage positioniert werden. Um verschiedene Bereiche des Prüfteils untersuchen zu können, ist der Meßsensor gegenüber dem Tisch verfahrbar angeordnet.
  • Aus der DE 24 05 304 A ist auch bereits eine Vorrichtung zum Positionieren eines tafelartigen Prüfteils bekannt, bei der auf einem Tisch angeordnete Positionierstifte mit Richtlöchern des Prüfteils in Eingriff gebracht werden können. Um mit dieser Vorrichtung auch Prüfteile untersuchen zu können, die keine Richtlöcher aufweisen, sind die Positionierstifte im Tisch verschiebbar gelagert und mit einer Feder in eine über die Oberseite des Tisches vorstehende Lage vorgespannt. Dabei ist die Vorspannkraft der Feder so bemessen, daß diese unter dem Gewicht des aufliegenden Prüfteils komprimiert wird und der zugehörige Positionierstift mit der Oberseite der Aufnahmeplatte bündig ist.
  • In der Automobilindustrie hat die Qualität der Fahrzeuglackierung eine große Bedeutung. Für die Qualität der Lackierung ist unter anderem der Glanz und der als Haze bezeichnete Glanzschleier maßgeblich. Beim wiederholten Waschen des Fahrzeugs in einer Waschstraße wird die Lackierung mechanisch beansprucht und der Glanz nimmt ab. Es besteht daher ein Bedürfnis, die Widerstandsfähigkeit der Lackierung gegen eine derartige Beanspruchung zu testen. Zu diesem Zweck werden Blechtafeln lackiert, und der Glanz und der Glanzschleier wird an verschiedenen Stellen gemessen. Hierzu wird eine Blechtafel auf dem Tisch eines Meßgerätes in einer Position angeordnet, in der die zu prüfende Stelle einem ortsfest angeordneten Meßsensor gegenüberliegt. Nachdem die lackierten Tafeln einem wiederholten Waschvorgang unterzogen wurden, beispielsweise mit einer Waschbürste, wird die Glanz- und Hazemessung wiederholt. Dabei kommt es darauf an, daß die Messung an den gleichen Stellen wie bei der vorangegangenen Messung durchgeführt wird. Bisher wurden die Meßpunkte auf der Rückseite der Tafel mit einem Filzstift angezeichnet, und die Tafel wurde so auf dem Tisch des Meßgerätes angeordnet, daß der betreffende Meßpunkt mit einer Längs- bzw. Quermarkierung des Tisches fluchtete. Diese Vorgehensweise ist sehr zeitraubend und auch anstrengend, weil die Prüfperson dabei eine unergonomische gebückte Stellung einnehmen muß.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es ermöglicht, ein tafelartiges Prüfteil zuverlässig in verschiedenen vorgegebenen Lagen auf dem Tisch eines Meßgerätes anzuordnen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angegeben.
  • Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann ein tafelartiges Prüfteil auf wiederholbare Weise in mehreren definierten Lagen auf dem Tisch eines Meßgerätes angeordnet werden. Zum einen ist durch die an der Unterseite der Aufnahmeplatte angeordneten Anschläge die Längs- und die Querlage der Aufnahmeplatte in Bezug auf den Tisch definiert. Zum anderen ist durch die Führungsleiste der Aufnahmeplatte die Querlage des Prüfteils definiert, und durch die verschiebbar gelagerten Anschlagstifte sind unterschiedliche Längslagen des Prüfteils in Bezug auf den Meßsensor des Meßgerätes definiert.
  • Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Anschlagstifte durch eine Feder in die vorstehende Lage vorgespannt sind, wobei die Vorspannkraft so bemessen ist, daß die Feder unter dem Gewicht des aufliegenden Prüfteils komprimiert wird, und die Anschlagstifte mit der Oberseite der Aufnahmeplatte bündig sind.
  • Die Aufnahmeplatte ist vorzugsweise in einer solchen Lage an dem Tisch befestigt, daß der seitlich Abstand der Führungsleiste von dem Meßsensor des Meßgerätes der halben Breite des Prüfteils entspricht. Dadurch ist gewährleistet, daß das zu vermessende Prüfteil immer in der Mitte zentriert ist, wenn es an der Führungsleiste anliegt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine Draufsicht auf die Aufnahmeplatte einer Vorrichtung zum Positionieren eines tafelartigen Prüfteils auf dem Tisch eines Meßgerätes,
  • 2 einen Längsschnitt nach der Linie A-A in 1, und
  • 3 einen Querschnitt nach der Linie B-B in 1.
  • Die Vorrichtung zum Positionieren eines tafelartigen Prüfteils besteht aus einer rechteckigen Aufnahmeplatte 1, die auf dem Tisch 2 eines (nicht gezeigten) Meßgerätes in einer definierten Position befestigt werden kann. Wie aus der Draufsicht nach 1 hervorgeht, ist an einer Längsseite der Aufnahmeplatte 1 eine Führungsleiste 3 angeordnet, und an einer Schmalseite ist ein Anschlag 4 angeordnet. An der Unterseite der Aufnahmeplatte 1 sind an den beiden Längsseiten Führungsleisten 7 angeordnet, und an einer Schmalseite ist ein Anschlag 8 angeordnet. Der Anschlag 8 wird von dem einen Schenkel eines L-förmigen Ansatzes 6 gebildet, in dessen freiem Schenkel eine abgesetzte Bohrung ausgebildet ist. In dieser Bohrung sind ein Klemmbolzen 9 und eine Druckfeder 10 angeordnet, die mit einer Schraube 11 gesichert sind.
  • An der Unterseite der Aufnahmeplatte 1 ist eine längsgerichteter Ansatz 12 angeordnet, in dem mehrere Sackbohrungen ausgebildet sind. Diese Sackbohrungen fluchten mit Bohrungen 13 der Aufnahmeplatte 1. Wie aus 1 hervorgeht, sind die Bohrungen 13 entlang einer Mittellinie der Aufnahmeplatte 1 in verschiedenem Abstand von dem Anschlag 4 angeordnet. In den Sackbohrungen des Ansatzes 12 sind Anschlagstifte 5 und Druckfedern 14 angeordnet. Die Vorspannkraft der Druckfedern 14 ist so bemessen, daß sie unter dem Gewicht eines auf die Aufnahmeplatte 1 aufgelegten tafelartigen Prüfteils 15 komprimiert werden, so daß die Anschlagstifte 5 mit der Oberseite der Aufnahmeplatte bündig sind.
  • Die vorstehend beschriebene Vorrichtung eignet sich insbesondere zum Positionieren einer lackierten Blechtafel auf dem Tisch eines den Glanz und den Glanzschleier der Lackierung prüfenden Meßgerätes. Zunächst wird die Aufnahmeplatte in einer definierten Stellung an dem Meßgerät befestigt. Zu diesem Zweck wird die Aufnahmeplatte 1 auf den Tisch 2 aufgeschoben, wobei dessen Längsseiten von den beiden Führungsleisten 7 geführt werden. Die Aufnahmeplatte 1 wird so wert aufgeschoben, bis der Tisch 2 an dem Anschlag 8 zur Anlage gelangt. In dieser in Längs- und Querrichtung definierten Lage wird die Aufnahmeplatte 1 von dem Klemmbolzen 9 an dem Tisch 2 festgehalten.
  • Anschließend wird ein Prüfteil, d. h. eine lackierte Blechtafel 15 auf die Aufnahmeplatte 1 aufgelegt und mit ihrer Längsseite an der Führungsleiste 3 und mit ihrer Schmalseite an dem Anschlag 4 zur Anlage gebracht. Durch die Führungsleiste 3 und den Anschlag 4 ist die Lage der Blechtafel in Bezug auf das Glanzmeßgerät bzw. den eigentlichen Meßsensor definiert. Mit anderen Worten ein bestimmter Punkt der Blechtafel ist gegenüber dem Meßsensor angeordnet, und die Messung kann durchgeführt werden. Daraufhin wird die Blechtafel 15 über den ersten Anschlagstift 5 hinaus zurückgezogen. Sobald die Blechtafel 15 den Anschlagstift 5 freigibt, kann sich dieser unter der Kraft der Druckfeder 14 nach oben bewegen, so daß er über die Oberseite der Aufnahmeplatte 1 vorspringt. Daraufhin wird die Blechtafel 15 wieder nach vorne bewegt, bis sie an den vorstehenden Anschlagstift 5 zur Anlage gelangt. In dieser definierten Stellung der Blechtafel wird eine erneute Messung durchgeführt. Im Anschluß daran wird die Blechtafel 15 wieder nach hinten gezogen, bis der nächste Anschlagstift 5 aus der Aufnahmeplatte 1 nach oben austritt und als Anschlag für die Blechtafel dient, um einen weiteren Meßpunkt zu definieren. Dieser Vorgang wird für alle Meßpunkte wiederholt.
  • Sodann wird die Blechtafel 15 aus dem Meßgerät entnommen und einem Reinigungsvorgang unterzogen, beispielsweise mit einer Waschbürste, um die Reinigung eines Fahrzeugs in einer Waschstraße zu simulieren. Daraufhin wird die Blechtafel 15 wieder in das Meßgerät eingesetzt, und die Glanzmessung wird in den vorgegebenen Meßpunkten wiederholt, um den Einfluß des Waschvorgangs auf die Qualität der Lackierung zu prüfen.
  • Da die Meßpunkte durch die Anschlagleiste 3 in Verbindung mit dem Längsanschlag 4 und den ausfahrbaren Anschlagstiften 5 definiert sind, ist gewährleistet, daß vor und nach der Behandlung des Prüfteils der Meßvorgang stets an den gleichen Punkten des Prüfteils vorgenommen wird. Der Meßvorgang kann daher rasch und einfach durchgeführt werden, weil die Bedienungsperson lediglich darauf achten muß, daß einerseits die Aufnahmeplatte 1 mit den Führungsleisten 7 bzw. dem Anschlag 8 gegenüber dem Tisch 2 des Meßgerätes ordnungsgemäß positioniert ist, und daß andererseits das Prüfteil 15 an der Führungsleiste 3 und an dem Anschlag 4 bzw. an einem der Anschlagstifte 5 anliegt.
  • 1
    Aufnahmeplatte
    2
    Tisch
    3
    Führungsleiste
    4
    Anschlag
    5
    Anschlagstifte
    6
    Ansatz
    7
    Führungsleisten
    8
    Anschlag
    9
    Klemmbolzen
    10
    Druckfeder
    11
    Schraube
    12
    Ansatz
    13
    Bohrungen
    14
    Druckfedern
    15
    Prüfteil

Claims (4)

  1. Vorrichtung zum Positionieren eines tafelartigen Prüfteils auf dem Tisch eines einen Meßsensor aufweisenden Meßgerätes mit Anschlägen, an denen eine Längsseite und eine Querseite des Prüfteils zur Anlage bringbar ist, gekennzeichnet durch eine Aufnahmeplatte (1), an der Unterseite der Aufnahmeplatte (1) angeordnete Anschläge (7, 8), die an einer Längs- und einer Querseite des Tisches (2) zur Anlage bringbar sind, einem der Anschläge zugeordnete Spannmittel (9), die an der Unterseite des Tisches (2) zur Anlage bringbar sind, eine an der Oberseite der Aufnahmeplatte (1) angeordnete Führungsleiste (3), an der eine Längsseite des Prüfteils (15) verschiebbar zur Anlage bringbar ist, einen an der Oberseite der Aufnahmeplatte (1) angeordneten Anschlag (4), an dem eine Querseite des Prüfteils (15) zur Anlage bringbar ist, mehrere in der Aufnahmeplatte (1) verschiebbar gelagerte Anschlagstifte (5), die in unterschiedlichem Abstand von dem Anschlag (4) angeordnet sind, und Mittel (14), um ausgewählte Anschlagstifte (5) aus einer versenkten Lage in eine über die Oberseite der Aufnahmeplatte (1) vorstehende Lage zu verschieben.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannmittel (9) durch eine Feder (10) vorgespannt sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagstifte (5) durch eine Feder (14) in die vorstehende Lage vorgespannt sind, wobei die Vorspannkraft so bemessen ist, daß die Feder unter dem Gewicht des aufliegenden Prüfteils (15) komprimiert wird und die Anschlagstifte mit der Oberseite der Aufnahmeplatte (1) bündig sind.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeplatte (1) in einer solchen Lage an dem Tisch (2) befestigt ist, daß der seitliche Abstand der Führungsleiste (3) von dem Meßsensor des Meßgerätes der halben Breite des Prüfteils (15) entspricht.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2405304A1 (de) * 1973-02-06 1974-08-08 Misomex Ab Radial einstellbare richtstiftvorrichtung
DE2903072A1 (de) * 1978-01-27 1979-08-09 Hitachi Ltd Vorrichtung und verfahren zur oberflaechenpruefung
DE3140882C2 (de) * 1980-10-17 1992-04-23 Dai Nippon Insatsu K.K., Tokio/Tokyo, Jp

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