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DE102005032065A1 - Hartmetallbohrer - Google Patents

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DE102005032065A1
DE102005032065A1 DE102005032065A DE102005032065A DE102005032065A1 DE 102005032065 A1 DE102005032065 A1 DE 102005032065A1 DE 102005032065 A DE102005032065 A DE 102005032065A DE 102005032065 A DE102005032065 A DE 102005032065A DE 102005032065 A1 DE102005032065 A1 DE 102005032065A1
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DE
Germany
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end portion
drill
cutting edges
cutting edge
distal end
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102005032065A
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English (en)
Inventor
Takahiro Toyokawa Yamamoto
Jiro Toyokawa Osawa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OSG Corp
Original Assignee
OSG Corp
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Publication date
Application filed by OSG Corp filed Critical OSG Corp
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Withdrawn legal-status Critical Current

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling Tools (AREA)

Abstract

Es wird ein Bohrer (10) beschrieben, in dem Rillen (14) ausgebildet sind, die von einem axial fernen Endabschnitt von ihm zu einem axial nahen Endabschnitt von ihm laufen, um so im axial fernen Endabschnitt für Schneidkanten (16) zu sorgen, und der aus Hartmetall gebildet ist. Die Schneidkanten (16) arbeit so miteinander zusammen, dass sie einen Spitzenwinkel (alpha) des Bohrers (10) definieren, der nicht kleiner als 125 DEG und nicht größer als 135 DEG ist. Die Rillen (14) sind jeweils um einen Spiralwinkel (beta) verdreht, der nicht kleiner als 20 DEG und nicht größer als 30 DEG ist. Die Schneidkanten (16) haben jeweils einen radial inneren Endabschnitt (16b), der in einer Ausspitzung ausgebildet ist, so dass ein axialer Spanwinkel (gamma) des radial inneren Endabschnitts (16b) jeder Schneidkante (16) nicht kleiner als -5 DEG und nicht größer als +5 DEG ist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich allgemein auf einen Hartmetallbohrer und insbesondere auf einen Hartmetallbohrer, mit dem sich in einem Werkstück ohne eine deutliche Verfestigung des Werkstücks ein Loch bohren lässt.
  • Aus der JP 2001-300808 A ist ein Hartmetallbohrer bekannt, der aus Hartmetall gebildet ist. Im Allgemeinen ist ein solcher Hartmetallbohrer mit einem Spitzenwinkel von etwa 140° ausgestattet und hat Spanauswurfrillen, die um einen Spiralwinkel von etwa 30° verdreht sind, wenn der Bohrer beispielsweise ausgelegt ist, in einer Nabe eines Kraftfahrzeugs Löcher zu bohren.
  • Bei einem Bohrvorgang, bei dem der Bohrer zwangsläufig an seinen Rändern oder Seitenkanten mit der Innenumfangsfläche des Bohrlochs in Kontakt gebracht wird, kann jedoch die Innenumfangsfläche des Lochs durch die Hitze verfestigt werden, die durch den Reibkontakt mit dem Bohrer entsteht. Dieser Hang zur Kaltverfestigung ist beträchtlich, wenn das Werkstück aus einem Hartstahl oder einem anderen Material gebildet ist, das sich leicht verfestigen lässt. Wenn das Werkstück aus z.B. S55C gebildet ist, dessen Härte etwa 300 HV beträgt, um in einem Kraftfahrzeug eine Nabe vorzusehen, könnte die Härte des Werkstücks an der Innenumfangsfläche des Bohrlochs auf 750 HV oder mehr ansteigen. Wenn das Bohrloch dann einem weiteren Bearbeitungsvorgang, etwa einer Endbearbeitung und einem Innengewindeschneiden unterzogen wird, führt die Kaltverfestigung zu einer geringeren Werkzeuglebensdauer bei einem Endbearbeitungswerkzeug wie einer Reibahle oder einem Gewindeschneidewerkzeug wie einem Gewindebohrer. Wenn ein Bolzen, ein Stift oder dergleichen in das Bohrloch eingepresst werden soll, könnte die Kaltverfestigung zudem verhindern, dass sich ein solcher Presspassungsvorgang durchführen lässt. Der Grad der Kaltverfestigung ist vernachlässigbar klein, wenn das Loch mit einem neuen Bohrer gebohrt wird, der noch seine Ursprungsform hat. Sie wird jedoch problematisch groß, wenn der Bohrer insbesondere an seinen Eckkanten bzw. radialen Ecken, an denen sich die Schneidkanten und die Seitenkanten schneiden, abgenutzt oder angeschlagen ist.
  • Die Erfindung erfolgte angesichts des oben beschriebenen Stands der Technik. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Hartmetallbohrer zur Verfügung zu stellen, mit dem sich in einem Werkstück auch dann ohne eine deutliche Verfestigung des Werkstücks ein Loch bohren lässt, wenn das Werkstück aus einem Hartstahl oder einem anderen Material gebildet ist, das sich leicht verfestigen lässt. Diese Aufgabe lässt sich mit jeder der im Folgenden beschriebenen vier Ausgestaltungen der Erfindungen lösen.
  • Die erste Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Bohrer mit darin ausgebildeten Rillen vor, die von einem axial fernen Endabschnitt von ihm zu einem axial nahen Endabschnitt von ihm laufen, um so in dem axial fernen Endabschnitt für Schneidkanten sorgen, wobei zumindest der axial ferne Endabschnitt aus Hartmetall gebildet ist. Die Schneidkanten arbeiten so miteinander zusammen, dass sie einen Spitzenwinkel des Bohrers definieren, der nicht kleiner als 125° und nicht größer als 135° ist. Die Rillen sind jeweils um einen Spiralwinkel verdreht, der nicht kleiner als 20° und nicht größer als 30° ist. Die Schneidkanten haben jeweils einen in einer Ausspitzung (engl.: web thinning) ausgebildeten, radial inneren Endabschnitt, so dass ein axialer Spanwinkel des radial inneren Endabschnitts jeder Schneidkante nicht kleiner als –5° und nicht größer als +5° ist.
  • Die zweite Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Bohrer vor, der in einer vorbestimmten Drehrichtung um seine Achse zu drehen ist, um in einem Werkstück ein Loch zu bohren. Der Bohrer hat (a) Hauptschneidkanten und Nebenschneidkanten, die so in einem axial fernen Endabschnitt von ihm ausgebildet sind, dass sich die Nebenschneidkanten jeweils auf der radial inneren Seite einer der Hauptschneidkanten befinden; (b) Rillen, die jeweils vom axial fernen Endabschnitt zu einem axial nahen Endabschnitt von ihm laufen; (c) Hauptspanflächen, die jeweils eine der Hauptschneidkanten definieren; und (d) Nebenspanflächen, die jeweils eine der Nebenschneidkanten definieren, so dass sie sich jeweils auf einer radial inneren Seite einer der Hauptspanflächen befinden, wobei zumindest der axial ferne Endabschnitt aus Hartmetall gebildet ist. Jede der Nebenspanflächen und die entsprechende Hauptspanfläche werden durch einen in Längsrichtung fernen Endabschnitt einer in der vorbestimmten Drehrichtung gesehen rückwärtigen Wand einer der Rillen gebildet. Die Haupt- und Nebenschneidkanten arbeiten so miteinander zusammen, dass sie einen Spitzenwinkel des Bohrers definieren, der nicht kleiner als 125° und nicht größer als 135° ist. Die Rillen sind bezüglich der Achse jeweils um einen Spiralwinkel verdreht, der nicht kleiner als 20° und nicht größer als 30° ist. Die Nebenspanflächen sind jeweils in einer solchen Richtung vertieft, dass dies im axial fernen Endabschnitt eine geringere Kerndicke (engl.: reduced web thickness) erlaubt, so dass der axiale Spanwinkel jeder Nebenschneidkante nicht kleiner –5° und nicht größer als +5° ist.
  • Bei der dritten Ausgestaltung der Erfindung sind die Schneidkanten in dem Bohrer gemäß der ersten oder zweiten Ausgestaltung der Erfindung so abgeschrägt, dass sie mit einem negativen Schneidkantenrücken (engl.: negative land) versehen sind, der eine Breite von nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 0,15 mm hat.
  • Bei der vierten Ausgestaltung der Erfindung ist der Bohrer gemäß der ersten, zweiten oder dritten Ausgestaltung der Erfindung zumindest teilweise mit einer Hartschicht überzogen.
  • Da der Spitzenwinkel des Hartmetallbohrers bei jeder der ersten bis vierten Ausgestaltungen der Erfindung 125–135° beträgt und demnach kleiner als der Spitzenwinkel eines herkömmlichen Hartmetallbohrers ist, der etwa 140° beträgt, ist der Winkel der radialen Ecken (in 1 mit dem Bezugszeichen „θ" bezeichnet) verhältnismäßig groß, wodurch die Schartenbildung an den radialen Ecken unterdrückt und die Abnutzung an den radialen Ecken verringert wird. Da der Spitzenwinkel außerdem nicht kleiner als 125° ist, ist es möglich, einen Bruch oder eine Schartenbildung am radial inneren Endabschnitt jeder Schneidkante (oder jeder Nebenschneidkante) zu unterdrücken. Da der Spiralwinkel zudem 20–30° beträgt, während der axiale Spanwinkel des radial inneren Endabschnitts jeder Schneidkante (oder jeder Nebenschneidkante) von –5° bis +5° reicht, sorgt der Bohrer vorteilhafter Weise sowohl für einen hohen Grad an Schneidschärfe als auch für einen hohen Grad an Festigkeit an den radialen Ecken und am radial inneren Endabschnitt jeder Schneidkante (oder jeder Nebenschneidkante) und ist er demnach in der Lage, mit höherer Effizienz und einem geringeren Bruch- oder Schartenbildungsrisiko einen Bohrvorgang vorzunehmen. Der erfindungsgemäß aufgebaute Bohrer sorgt daher über eine lange Zeitdauer für einen hohen Grad an Bearbeitungsgenauigkeit und vermeidet eine deutliche Zunahme der Reibung an seinen Rändern oder Seitenkanten mit der Innenfläche des Bohrlochs, wodurch die durch die Reibungshitze verursachte Kaltverfestigung unterdrückt wird.
  • Da die Schneidkanten des Hartmetallbohrers bei der dritten Ausgestaltung der Erfindung jeweils durch Honen oder dergleichen abgeschrägt sind, so dass er mit dem negativen Schneidkantenrücken versehen ist, der eine Breite von 0,05–0,15 mm hat, wird der Schneidkante sowohl ein hoher Grad an Schneidschärfe als auch ein hoher Grad an Festigkeit verliehen. Daher sorgt der Bohrer bei der dritten Ausgestaltung der Erfindung über eine noch längere Zeitdauer für einen hohen Grad an Bearbeitungsgenauigkeit und vermeidet noch wirksamer eine Zunahme seiner Reibung mit der Innenfläche des Bohrlochs, wodurch die durch die Reibungshitze verursachte Kaltverfestigung noch zuverlässiger unterdrückt wird.
  • Bei jeder der ersten bis vierten Ausgestaltungen der Erfindung ist der Bohrer vollständig oder teilweise aus dem Hartmetall gebildet. Wenn der Bohrer vollständig aus dem Hartmetall gebildet ist, ist nicht nur sein zylinderförmiger Hauptkörper, sondern auch sein Schaft aus dem Hartmetall gebildet. Wenn der Bohrer teilweise aus dem Hartmetall gebildet ist, ist sein axial ferner Endabschnitt oder sein zylinderförmiger Hauptkörper aus dem Hartmetall gebildet und durch eine geeignete Befestigung wie eine Hartlötung oder eine Schrumpfpassung mit dem anderen Abschnitt oder dem Schaft verbunden (der aus einem anderen Material besteht, etwa einem Schnellstahl).
  • Bei jeder der ersten bis vierten Ausgestaltungen der Erfindung beträgt der Spitzenwinkel des Bohrers 125–135°. Wenn der Spitzenwinkel größer als 135° wäre, würde der Winkel der radialen Ecken deutlich kleiner ausfallen, so dass die radialen Ecken infolge ihrer geringeren Festigkeit leicht angeschlagen oder abgenutzt werden könnten. Wenn der Spitzenwinkel kleiner als 125° wäre, könnten die Schneidkanten leicht an ihren axial fernen Enden oder radial inneren Endabschnitten brechen oder angeschlagen werden oder könnten die Nebenschneidkanten leicht brechen oder angeschlagen werden.
  • Bei jeder der ersten bis vierten Ausgestaltungen der Erfindung beträgt der Spiralwinkel des Bohrers 20–30°. Wenn der Spiralwinkel mehr als 30° betragen würde, wäre die Festigkeit an den radialen Ecken und Schneidkanten geringer, so dass die radialen Ecken und die Schneidkanten leicht brechen oder angeschlagen werden könnten. Wenn der Spiralwinkel kleiner als 20° wäre, würde sich der Grad der Schneidschärfe verringern, so dass die Haltbarkeit des Bohrers und die vom Bohrer erbrachte Bearbeitungsgenauigkeit unerwünscht abnehmen könnten.
  • Bei jeder der ersten bis vierten Ausgestaltungen der Erfindung ist der axiale Spanwinkel am radial inneren Endabschnitt jeder Schneidkante oder der axiale Spanwinkel jeder Nebenschneidkante beim Bohrer nicht kleiner als –5° und nicht größer als +5°. Wenn er größer als +5° wäre, könnte der radial innere Endabschnitt jeder Schneidkante oder jeder Nebenschneidkante infolge seiner geringeren Festigkeit leicht brechen oder angeschlagen werden. Wenn er weniger als –5° betragen würde, würde sich der Grad der Schneidschärfe des radial inneren Endabschnitts jeder Schneidkante oder jeder Nebenschneidkante verringern, so dass der auf dem Bohrer wirkende Schneidwiderstand unerwünscht hoch und die durch den Bohrer erbrachte Bearbeitungsgenauigkeit unerwünscht gering ausfallen könnten.
  • Bei der dritten Ausgestaltung der Erfindung hat der in jeder Schneidkante vorgesehene negative Schneidkantenrücken des Bohrers eine Breite von 0,05–0,15 mm. Wenn die Breite des negativer Schneidkantenrückens mehr als 0,15 mm betragen würde, würde sich der Grad der Schneidschärfe jeder Schneidkante verringern, so dass sich die Bearbeitungsgenauigkeit verringern könnte. Wenn die Breite des negativen Schneidkantenrückens kleiner als 0,05 mm wäre, könnte jede Schneidkante infolge ihrer geringeren Festigkeit leicht brechen oder angeschlagen werden. Dabei ist zu beachten, dass die Abschrägung jeder Schneidkante und die Bildung des negativen Schneidkantenrückens an jeder Schneidkante vorzugsweise durch Honen oder dergleichen erfolgt.
  • Der erfindungsgemäße Bohrer kann vollständig oder aber bei Bedarf wie bei der vierten Ausgestaltung der Erfindung teilweise mit der Hartschicht überzogen sein. Die Hartschicht kann aus TiAlN oder dergleichen gebildet sein.
  • Die obigen und weiteren Aufgaben, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie ihre technische und industrielle Bedeutung ergibt sich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der derzeit bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung, die zusammen mit den beigefügten Zeichnungen zu lesen ist.
  • Es zeigen:
  • 1 mehrere Ansichten eines axial fernen Endabschnitts eines gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung aufgebauten Hartmetallbohrers;
  • 2 eine Draufsicht auf den axial fernen Endabschnitt des Bohrers von 1;
  • 3 eine Schnittansicht des Bohrers von 1 zur Erläuterung eines negativen Schneidkantenrückens, der an jeder Schneidkante durch einen Honvorgang ausgebildet wurde;
  • 4 eine Tabelle mit dem Ergebnis eines Versuchs, der durchgeführt wurde, um die Haltbarkeit von verschiedenen Bohrern als Testprodukten und das Ausmaß der Kaltverfestigung festzustellen, die durch den Bohrvorgang verursacht wurde, der mit jedem Bohrer vorgenommen wurde; und
  • 5 grafisch den Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Härtezunahme in der „ENDPHASE" und die Anzahl der Bohrlöcher bei dem Bohrvorgang, der mit jedem der in der Tabelle von 4 gezeigten Bohrer vorgenommen wurde.
  • 1 zeigt mehrere Ansichten eines axial fernen Endabschnitts eines Hartmetallbohrers 10, der gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung aufgebaut ist, wobei die mittlere Ansicht eine Vorderansicht in Axialrichtung des Bohrers 10 ist, während die drei anderen, die mittlere Ansicht umgebenden Ansichten Seitenansichten in jeweils zur Axialrichtung senkrechten Richtungen sind. Der Hartmetallbohrer 10 ist vollständig aus Hartmetall gebildet und hat ein Paar Spanauswurfrillen 14, die in seiner Außenumfangsfläche ausgebildet sind und von seinem axial fernen Endabschnitt zu seinem axial nahen Endabschnitt laufen, so dass im axial fernen Endabschnitt des Hartmetallbohrers 10 für ein Paar Schneidkanten 16 gesorgt wird, während die in Drehrichtung des Bohrers 10 rückwärtige der beiden in Breitenrichtung entgegengesetzten Kanten der entsprechenden Rille 14 jeweils für eine von zwei Seitenkanten 20 sorgt.
  • Wie am besten in 2 dargestellt ist, bestehen die Schneidkanten 16 jeweils aus einer Hauptschneidkante 16a und einer Nebenschneidkante 16b, die auf der radial inneren Seite der Hauptschneidkante 16a liegt. Die Rillen 14 sorgen jeweils in einem in Längsrichtung fernen Endabschnitt der in Drehrichtung des Bohrers 10 rückwärtigen ihrer in Breitenrichtung entgegengesetzten Seitenwände für eine Spanfläche 24. Die Spanfläche 24 besteht aus einer Hauptspanfläche und einer Nebenspanfläche, die sich auf der radial inneren Seite der Hauptspanfläche befindet, so dass die Hauptspanfläche die Hauptschneidkante 16a definiert, während die Nebenspanfläche die Nebenschneidkante 16b definiert. Die Nebenspanfläche ist in einer Richtung vertieft, die eine Verringerung der Kerndicke im axial fernen Endabschnitt erlaubt, so dass die Nebenschneidkante 16b, die durch die auf diese Weise vertiefte Nebenspanfläche definiert wird, im Wesentlichen zur Achse des Bohrers 10 hoch läuft und so gekrümmt ist, dass sie in Drehrichtung des Bohrers 10 nach vorne eine Außenwölbung hat. Das Bezugszeichen 18 bezeichnet einen Abschnitt eines Kerns, der durch diese Vertiefung der Nebenspanfläche dünner gestaltet ist. Die Schneidkanten 16 sind jeweils durch Honen abgeschrägt, so dass sie wie in 3 gezeigt mit einem negativen Schneidkantenrücken 17 ausgebildet sind. Dabei ist zu beachten, dass die oben beschriebene Nebenschneidkante auch als ein radial innerer Endabschnitt jeder Schneidkante 16 bezeichnet werden kann. Außerdem ist zu beachten, dass der Bohrer 10 aus einem zylinderförmigen Hauptkörper, der mit den Spanauswurfrillen 14 versehen ist, und einem (nicht gezeigten) Schaft besteht, der mit dem zylinderförmigen Hauptkörper zusammenhängt. Der oben beschriebene axial ferne Endabschnitt des Bohrers 10 wird durch einen Endabschnitt des zylinderförmigen Hauptkörpers gebildet, während der oben beschriebene axial nahe Endabschnitt des Bohrers 10 durch einen Endabschnitt des Schafts gebildet wird.
  • Die beiden Schneidkanten 16 arbeiten so miteinander zusammen, dass sie einen Spitzenwinkel α des Bohrers 10 bilden, der nicht kleiner als 125° und nicht größer als 135° ist. Die Rillen 14 sind jeweils um einen Spiralwinkel β verdreht, der nicht kleiner als 20° und nicht größer als 30° ist. Die Nebenschneidkanten 16b, die in der Ausspitzung ausgebildet sind, sind jeweils mit einem axialen Spanwinkel γ versehen, der nicht kleiner als –5° und nicht größer als +5° ist. Der negative Schneidkantenrücken 17, der durch das Honen an jeder Schneidkante 16 ausgebildet ist, hat eine Breite L, die nicht kleiner als 0,05 mm und nicht größer 0,15 mm ist.
  • Der axiale Spanwinkel γ der Nebenschneidkante 16b ist der Winkel zwischen der Nebenspanfläche (die die Nebenschneidkante 16b definiert) und einer zur Achse des Bohrers 10 parallelen Linie. 1 stellt den Fall dar, dass der axiale Spanwinkel γ der Nebenschneidkante 16b statt eines positiven Werts einen negativen Wert (γ < 0) hat. Die Breite L des negativen Schneidkantenrückens 17 entspricht, wie in 3 gezeigt ist, die eine Schnittansicht entlang einer zur Schneidkante 16 senkrechten Ebene darstellt, der Breite eines generell flachen Abschnitts, der durch das Honen an jeder Schneidkante 16 gebildet wird, d.h. an dem Schnittpunkt zwischen der Spanfläche 24 und einer Flankenfläche 26, die sich in der Drehrichtung auf der Rückseite der Spanfläche 24 befindet. Dabei ist zu beachten, dass der Bohrer 10, nachdem der negative Schneidkantenrücken 17 durch das Honen gebildet wurde, auf seiner Oberfläche mit einer Hartschicht (aus TiAlN oder dergleichen) überzogen wird. Der oben angegebene Wert der Breite L des negativen Schneidkantenrückens 17 entspricht dem Wert, der nach dem Überziehen des Bohrers 10 mit der Hartschicht 28 gemessen wird.
  • Da der Spitzenwinkel α bei dem wie oben beschrieben aufgebauten Hartmetallbohrer 10 125–135° beträgt und demnach kleiner als der Spitzenwinkel eines herkömmlichen Hartmetallbohrers ist, der etwa 140° beträgt, ist der Winkel θ der radialen Ecken 22 (an denen sich jeweils die Schneidkante 16 und die Seitenkante 20 schneiden) verhältnismäßig groß, wodurch eine Schartenbildung an den radialen Ecken 22 unterdrückt und die Abnutzung an den radialen Ecken 22 verringert wird. Da der Spitzenwinkel α nicht kleiner als 125° ist, ist es darüber hinaus möglich, einen Bruch oder eine Schartenbildung an der Nebenschneidkante 16b zu unterdrücken. Da der Spiralwinkel β 20–30° beträgt, während der axiale Spanwinkel γ jeder Nebenschneidkante 16b von –5° bis +5° reicht, wird dem Bohrer 10 des Weiteren vorteilhafter Weise sowohl ein hoher Grad an Schneidschärfe wie auch ein hoher Grad an Festigkeit an den radialen Ecken 22 und der Nebenschneidkante 16b verliehen und ist er demnach in der Lage, mit höherer Effizienz und einem geringeren Bruch- oder Schartenbildungsrisiko einen Bohrvorgang vorzunehmen. Da der negative Schneidkantenrücken 17 (der durch das Honen an der Schneidkante 16 gebildet wurde) außerdem eine Breite L von 0,05–0,15 mm hat, wird der Schneidkante 16 in ihrer Gesamtheit sowohl ein höherer Grad an Schneidschärfe als auch ein höherer Grad an Festigkeit verliehen. Daher sorgt der Bohrer 10 über eine lange Zeitdauer für einen hohen Grad an Bearbeitungsgenauigkeit und vermeidet eine deutliche Zunahme der Reibung seiner Ränder oder Seitenkanten an der Innenfläche des Bohrlochs, wodurch die durch die Reibungshitze verursachte Kaltverfestigung unterdrückt wird.
  • Als nächstes wird ein Versuch beschrieben, der durchgeführt wurde, um die technischen Vorteile der Erfindung weiter zu klären. Bei diesem Versuch wurden mit Hilfe von Testprodukten in Form der in der Tabelle von 4 angegebenen Bohrer Nr. 1–14 Bohrvorgänge durchgeführt, um unter den unten beschriebenen Schneidbedingungen die Haltbarkeit jedes Bohrers und den Grad der Kaltverfestigung zu überprüfen. Unter den verwendeten Bohrern Nr. 1–14 sind die sechs Bohrer Nr. 4–7, 9 und 10 erfindungsgemäß aufgebaut, während die anderen Bohrer Nr. 1–3, 8 und 11–14 Vergleichsbeispiele sind. Die Bohrer Nr. 1–14 haben jeweils die in der Tabelle von 4 angegebenen Spitzenwinkel α und Spiralwinkel β, dabei jedoch den gleichen axialen Spanwinkel γ (= 0°) der Nebenschneidkante 16b und die gleiche Breite L (= 0,10 mm) des an der Schneidkante 16 durch Honen ausgebildeten negativen Schneidkantenrückens 17.
  • [Schneidbedingungen]
    • Werkstückmaterial: S55C (Kohlenstoffstahl)
    • Bohrlochtiefe (Durchgangsloch): 11 mm
    • Bohrlochdurchmesser: 10,8 mm
    • Schneidgeschwindigkeit (Umfangsgeschwindigkeit): 70 m/min
    • Vorschubgeschwindigkeit: 0,25 mm/Umdrehung
  • Der Bohrvorgang wurde in dem Versuch mit jedem der Bohrer Nr. 1–14 solange weitergeführt, bis durch den Bohrer eine vorbestimmte Anzahl an Löchern (insgesamt 4000 Löcher) gebohrt war oder bis der Bohrer nicht mehr dazu in der Lage war, den Bohrvorgang fortzusetzen. In der Spalte „HALTBARKEIT" in der Tabelle von 4 ist die Anzahl der Löcher angegeben, die nacheinander durch jeden der Bohrer Nr. 1–14 gebildet wurden. Sämtliche der oben angesprochenen sechs Bohrer Nr. 4–7, 9 und 10 waren in der Lage, die vorbestimmte Anzahl an Löchern zu bohren, während einige der angesprochenen anderen Bohrer als die Vergleichsbeispiele aufgrund einer übermäßigen Abnutzung oder Schartenbildung (siehe Spalte „BEMERKUNGEN") vor Erreichen der vorbestimmten Anzahl an Löchern nicht mehr dazu in der Lage waren. In der Tabelle ist in der Spalte „KALTVERFESTIGUNG (HV0,2)" die Zunahme der Härte des bearbeiteten Werkstücks beim Bohrvorgang mit jedem der Bohrer Nr. 1–14 angegeben. Die Härtezunahme wurde durch Messung der Vickershärte gemessen. Genauer gesagt wurde zunächst an einer Bearbeitungsfläche des bearbeiteten Werkstücks (d.h. an der Innenumfangsfläche des Bohrlochs) mit einer Last von 1,96 N (200 gf) eine Härte „X" und dann an einem unter der gehärteten Oberflächenschicht des bearbeiteten Werkstücks liegenden Innenabschnitt mit der gleichen Last eine Härte „Y" gemessen, nachdem die gehärtete Oberflächenschicht von dem Werkstück entfernt worden war. Die Härtezunahme entsprach also dem Wert (X-Y), der durch Subtraktion von „Y" von „X" erhalten wird. In der Tabelle gibt „ANFANGSPHASE" die Härtezunahme an, die in der Anfangsphase des Bohrvorgangs durch jeden Bohrer gemessen wurde. „ENDPHASE" gibt die Härtezunahme an, die beim 4000-ten oder beim letzten Loch direkt vor dem Ausfall des Bohrers gemessen wurde. 5 stellt grafisch den Zusammenhang zwischen der Härtezunahme in der „ENDPHASE" und der Anzahl der Bohrlöcher (Haltbarkeit) bei dem mit jedem der Bohrer Nr. 1–14 durchgeführten Bohrvorgang dar. In dieser Grafik bedeutet „O", dass der entsprechende Bohrer erfindungsgemäß aufgebaut war, während „X" bedeutet, dass der entsprechende Bohrer einem der oben beschriebenen Vergleichsbeispiele entsprach. Die jeweilige Zahl neben „O" oder „X" steht für die Nummer des entsprechenden Bohrers als Testprodukt.
  • Wie aus den 4 und 5 hervorgeht, waren sämtliche der erfindungsgemäß aufgebauten Bohrer in der Lage, die vorbestimmte Anzahl (= 4000) Löcher zu bohren, ohne unter einer Abnutzung oder Schartenbildung zu leiden. Was die Härtezunahme betrifft, gab es in der „ENDPHASE" einen bemerkenswerten Unterschied zwischen den erfindungsgemäßen Bohrern und den Vergleichsbeispielen, jedoch keinen so großen Unterschied in der „ANFANGSPHASE". Genauer gesagt reichte die Härtezunahme der mit den erfindungsgemäßen Bohrern bearbeiten Werkstücke in der „ENDPHASE" von etwa 190 bis 260, während die der mit den Bohrern Nr. 12–14 als Vergleichsbeispielen bearbeiteten Werkstücke (die 4000 Löcher bohren konnten) in der „ENDPHASE" von 380–455 reichte. Es kann also gesagt werden, dass die durch die erfindungsgemäßen Bohrer verursachte Härtezunahme um etwa mindestens 100 kleiner als die durch die Bohrer der Vergleichsbeispiele verursachte Härtezunahme ist. Die Bohrer Nr. 1–3 mit dem Spitzenwinkel α von 120° erlitten jeweils an ihrem axial fernen Ende in einer frühen Phase des Bohrvorgangs eine Schartenbildung und zeigten demnach eine schlechte Haltbarkeit und eine geringe Genauigkeit in den Bohrlöchern.
  • Nach den Bohrvorgängen mit den Bohrern wurden in die mit dem erfindungsgemäßen Bohrer Nr. 6 gebohrten Löcher wie auch in die durch den Bohrer Nr. 14 als Vergleichsbeispiel gebohrten Löcher mit Hilfe eines Gewindeschneiders Innengewinde geschnitten. Dabei ließen sich etwa 1000 der mit dem Bohrer Nr. 14 gebohrten Löcher mit dem Gewindeschneider schneiden, bevor der Gewindeschneider ausfiel. Gleichzeitig ließen sich erfolgreich etwa 1250 der mit dem Bohrer Nr. 6 gebohrten Löcher mit dem Gewindeschneider schneiden, ohne dass der Gewindeschneider ausfiel. Das bedeutet, dass der erfindungsgemäße Bohrer eine um mindestens 25% längere Lebensdauer des Gewindeschneiders bewirkt.
  • Es wurde ein weiterer Versuch durchgeführt, bei dem ein erfindungsgemäßer Bohrer (mit einem Spitzenwinkel α von 130° und einem Spiralwinkel β von 25°) und ein als Vergleichsbeispiel dienender Bohrer (mit einem Spitzenwinkel α von 140° und einem Spitzenwinkel β von 35°) verwendet wurden. In diesem zusätzlichen Versuch wurden mit diesen Bohrern jeweils 3200 Löcher gebohrt und wurde dann die Härtezunahme des bearbeiteten Werkstücks und die Dicke der gehärteten Oberflächenschicht gemessen. Die Härtezunahme betrug bei dem 3200-ten mit dem erfindungsgemäßen Bohrer gebohrten Loch 162 (HV0,2) und die Dicke der gehärteten Oberflächenschicht 0,01 mm. Dagegen betrugen die Werte bei dem mit dem als Vergleichsbeispiel dienenden Bohrer gebohrten 3200-ten Loch 405 (HV0,2) und 0,02 mm. Das bedeutet, dass der erfindungsgemäße Bohrer bewirkt, dass die Kaltverfestigung um etwa 240 (HV0,2) und die Dicke der gehärteten Oberflächenschicht um ungefähr die Hälfte gesenkt wird.
  • Oben wurden zwar die derzeit bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, doch versteht sich, dass die Erfindung nicht auf die Einzelheiten der dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern mit verschiedenen anderen Änderungen, Abwandlungen und Verbesserungen ausgeführt werden kann, die dem Fachmann in den Sinn kommen, ohne vom Erfindungsgedanken und von dem in den folgenden Patentansprüchen definierten Schutzumfang abzuweichen.
  • Es wurde ein Bohrer (10) beschrieben, in dem Rillen (14) ausgebildet sind, die von einem axial fernen Endabschnitt von ihm zu einem axial nahen Endabschnitt von ihm laufen, um so im axial fernen Endabschnitt für Schneidkanten (16) zu sorgen, und der aus Hartmetall gebildet ist. Die Schneidkanten (16) arbeiten so miteinander zusammen, dass sie einen Spitzenwinkel (α) des Bohrers (10) definieren, der nicht kleiner als 125° und nicht größer als 135° ist. Die Rillen (14) sind jeweils um einen Spiralwinkel (β) verdreht, der nicht kleiner als 20° und nicht größer als 30° ist. Die Schneidkanten (16) haben jeweils einen radial inneren Endabschnitt (16b), der in einer Ausspitzung ausgebildet ist, so dass ein axialer Spanwinkel (γ) des radial inneren Endabschnitts (16b) jeder Schneidkante (16) nicht kleiner als –5° und nicht größer als +5° ist.

Claims (6)

  1. Bohrer (10) mit darin ausgebildeten Rillen (14), die von einem axial fernen Endabschnitt von ihm zu einem axial nahen Endabschnitt von ihm laufen, um so in dem axial fernen Endabschnitt für Schneidkanten (16) sorgen, wobei zumindest der axial ferne Endabschnitt aus Hartmetall gebildet ist, die Schneidkanten (16) so miteinander zusammenarbeiten, dass sie einen Spitzenwinkel (α) des Bohrers (10) definieren, der nicht kleiner als 125° und nicht größer als 135° ist, die Rillen (14) jeweils um einen Spiralwinkel (β) verdreht sind, der nicht kleiner als 20° und nicht größer als 30° ist, und die Schneidkanten (16) jeweils einen in einer Ausspitzung ausgebildeten, radial inneren Endabschnitt (16b) haben, so dass ein axialer Spanwinkel (γ) des radial inneren Endabschnitts (16b) jeder Schneidkante (16) nicht kleiner als –5° und nicht größer als +5° ist.
  2. Bohrer (10) nach Anspruch 1, bei dem die Schneidkanten (16) jeweils so abgeschrägt sind, dass sie mit einem negativen Schneidkantenrücken (17) versehen sind, der eine Breite von nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 0,15 mm hat.
  3. Bohrer (10) nach Anspruch 1 oder 2, der zumindest teilweise mit einer Hartschicht (28) überzogen ist.
  4. Bohrer (10), der in einer vorbestimmten Drehrichtung um seine Achse zu drehen ist, um in einem Werkstück ein Loch zu bohren, mit: Hauptschneidkanten (16a) und Nebenschneidkanten (16b), die so in einem axial fernen Endabschnitt von ihm ausgebildet sind, dass sich die Nebenschneidkanten (16b) jeweils auf der radial inneren Seite einer der Hauptschneidkanten (16a) befinden; Rillen (14), die jeweils vom axial fernen Endabschnitt zu einem axial nahen Endabschnitt von ihm laufen; Hauptspanflächen (24), die jeweils eine der Hauptschneidkanten (16a) definieren; und Nebenspanflächen (24), die jeweils eine der Nebenschneidkanten (16b) definieren, so dass sie sich jeweils auf einer radial inneren Seite einer der Hauptspanflächen befinden, wobei zumindest der axial ferne Endabschnitt aus Hartmetall gebildet ist, jede der Nebenspanflächen (24) und die entsprechende Hauptspanfläche (24) durch einen in Längsrichtung fernen Endabschnitt einer in der vorbestimmten Drehrichtung gesehen rückwärtigen Wand einer der Rillen (14) gebildet werden, die Haupt- und Nebenschneidkanten (16a, 16b) so miteinander zusammenarbeiten, dass sie einen Spitzenwinkel (α) des Bohrers (10) definieren, der nicht kleiner als 125° und nicht größer als 135° ist, die Rillen (14) bezüglich der Achse jeweils um einen Spiralwinkel (β) verdreht sind, der nicht kleiner als 20° und nicht größer als 30° ist, und die Nebenspanflächen (24) jeweils in einer solchen Richtung vertieft sind, dass dies im axial fernen Endabschnitt eine geringere Kerndicke erlaubt, so dass der axiale Spanwinkel (γ) jeder Nebenschneidkante (16b) nicht kleiner –5° und nicht größer als +5° ist.
  5. Bohrer (10) nach Anspruch 4, bei dem die Schneidkanten (16) jeweils so abgeschrägt sind, dass sie mit einem negativen Schneidkantenrücken (17) versehen sind, der eine Breite von nicht weniger als 0,05 mm und nicht mehr als 0,15 mm hat.
  6. Bohrer (10) nach Anspruch 4 oder 5, der zumindest teilweise mit einer Hartschicht (28) überzogen ist.
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