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Die
Erfindung betrifft ein Steuerungsventil für einen Kältemittelverdichter nach dem
Oberbegriff des Patenanspruchs 1 und einen Kältemittelverdichter nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 8.
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Ein
gattungsbildendes Steuerungsventil beziehungsweise ein gattungsbildender
Kältemittelverdichter
sind in der
DE 38 22
465 A1 offenbart. Der Kältemittelverdichter
weist mehrere in einem Antriebsgehäuse arbeitende Verdrängungskolben
auf, welche von einer über
eine Antriebswelle eine Riemenscheibe und den Riementrieb eines
Antriebsaggregates eines Kraftfahrzeugs angetriebene Taumelscheibe
in ihrer Förderbewegung
angetrieben werden. Die Kolben legen dabei eine in axialer Richtung der
zugehörigen
Zylinderbohrungen ausgerichtete, alternierende Hubbewegung aus.
Die Förderleistung des
Kältemittelverdichters
ist über
den im Hohlraum des Antriebsgehäuses
wirkenden Antriebsgehäusedruck
p
C einstellbar, der auf die der Verdrängungsseite
der Kolben abgewandte Rückseite
wirkt. So kann ausgehend von einer maximalen Förderleistung des Verdichters
durch Erhöhung
des Antriebsgehäusedrucks
p
C die Ansaugbewegung der Kolben bis zur Einstellung
einer minimalen Förderleistung
beziehungsweise bis zum Ausschalten der Förderleistung reduziert werden.
Zum Einstellen des die Förderleistung
vorgebenden Antriebsgehäusedrucks
p
C ist das Antriebsgehäuse des Kältemittelverdichters mit der den
Saugdruck p
S aufweisenden Saugkammer und der
den Förderdruck
p
D aufweisenden Förderkammer verbunden. Dabei
wird gängigerweise
im Förderbetrieb
des Verdichters über
eine starr gedrosselte, dauerhaft geöffnete Leitung zur Saugkammer
und eine durch ein Ventil gesteuert drosselbare Verbindung zur Förderkammer
des Antriebsgehäusedruck p
C eingestellt.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, Förderleistung und
Steuerung des Kältemittelverdichters
weiter zu verbessern.
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Die
Aufgabe wird durch ein Steuerungsventil für einen Kältemittelverdichter mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch einen Kältemittelverdichter
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 gelöst. Ein derartiger, beziehungsweise
ein von einem solchen Ventil gesteuerter Kältemittelverdichter weist in
einem Antriebsgehäuse
arbeitende Förderkolben
auf, welche in einer zugehörigen
Zylinderbohrungen des Antriebsgehäuses alternierende Hubbewegungen
ausführen.
Dabei sind die Förderkolben zwischen
einer eine Verdrängungsbewegung
begrenzend abschließenden
Verdrängungsendstellung einerseits
und einer eine Ansaugbewegung begrenzend abschließenden Ansaugendstellung
bewegt. Dabei ist die Verdrängungsbewegung
auf eine die Zylinderbohrung des Antriebsgehäuses der Verdrängungsseite
der Förderkolben
gegenüberliegend
begrenzenden Ventilplatte hin gerichtet. Die Ventilplatte weist
zwei gegensinnig schließende
Rückschlagventile
auf, über
welche die Zylinderbohrung einerseits mit einer Saugkammer des Verdichters
und andererseits mit einer Förderkammer
des Verdichters verbunden ist.
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Die
Förderkolben
werden durch eine im Antriebsgehäuse
drehende und in ihrem Anstellwinkel verstellbare Taumelscheibe angetrieben.
Die Taumelscheibe wird dabei über
eine zugehörige
Achse, eine auf der Achse sitzende Riemenscheibe und den Riementrieb
eines Antriebsaggregates des Kraftfahrzeugs angetrieben. Das Antriebsgehäuse des
Kältemittelverdichters
bildet im Drehbereich der Taumelscheibe einen mit der der Verdrängungsseite
der Förderkolben
abgewandten Rückseite
in Verbindung stehenden, hermetisch abgedichteten Hohlraum, in welchem
ein Antriebsgehäusedruck
pC wirkt. Bei gleich bleibender Verdrängungsendstellung
der Kolben kann über
die Veränderung
des Anstellwinkels der Taumelscheibe die Ansaugendstellung der Kolben
eingestellt werden. Dadurch ist die Förderleistung des Kältemittelverdichters
veränderbar.
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Eine
Veränderung
des Anstellwinkels der Taumelscheibe erfolgt durch Einstellung des
auf die Rückseiten
der Kolben wirkenden Antriebsgehäusedrucks
pC. Dazu ist der Hohlraum des Antriebsgehäuses über zwei
Steuerleitungen einerseits mit einer einen Förderdruck pD aufweisenden
Förderkammer und
andererseits mit einer einen Saugdruck pS aufweisenden
Ansaugkammer des Kältemittelverdichters
verbunden, wobei diese Leitungen über ein Steuerungsventil des
Kältemittelverdichters
steuerbar sind. Dabei weist das Steuerungsventil einen auf beide
Steuerungsleitungen wirkenden Steuerkörper auf, der elektromagnetisch
angetrieben wird, so dass über
eine zugehörige
Steuerung beispielsweise eine entgegen einer Federkraft wirkende
Magnetkraft und darüber
eine Steuerstellung des Steuerkörpers
einstellbar ist.
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Beim
Steuerungsventil und/oder Kältemittelverdichter
sind dabei sowohl die förderseitige
als auch die saugseitige Steuerleitung gesteuert drosselbar beziehungsweise
absperrbar. Dadurch kann während
des Betriebes des Verdichters die saugseitige Steuerleitung verschlossen
oder stark gedrosselt werden, so dass der Bypassstrom herkömmlicher Steuerungsventile
und Kältemittelverdichteren,
der an der unveränderbar
gedrosselten saugseitigen Steuerleitung vom Antriebsgehäuse zur
Saugkammer abgeführt
wird, zur Verbesserung der Kälteleistung
stark verringert, beziehungsweise vermieden ist.
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Da
eine Ansteuerung eines die saugseitige Steuerungsleitung sperrenden,
insbesondere aber eines diese gezielt drosselnden Steuerungzustandes mit
einem ausschließlich
elektromagnetisch angetriebenen Steuerkörper insbesondere in Ermangelung erfasster
Zustandsgrößen des
Kältemittelkreislaufs nur
schwer steuerbar ist, weist das vorliegende Steuerungsventil beziehungsweise
der Kältemittelverdichter
einen Steuerkörper
auf, welcher durch eine Druckdose angetrieben ist. Eine derartige
Druckdose ermöglicht
den Antrieb des Steuerkörpers
in Abhängigkeit
von am Kältemittelverdichter
oder am Kältemittelkreislauf
auftretenden Druckgrößen beziehungsweise
Druckdifferenzen, so dass bestimmte Betriebsdruckzustände des
Kältemittelverdichters
direkt in die Ansteuerung des Steuerkörpers einfließen können. Da
die elektromagnetische Ansteuerung des Steuerkörpers in Abhängigkeit
der vorliegenden Messstellen der zugehörigen Steuerung, beispielsweise
auch nur in Abhängigkeit
von sekundären Messgrößen wie
beispielsweise einer Verdampferausströmtemperatur, geregelt werden,
ermöglicht
die Druckdose eine Verbesserung des Steuerungsventils durch Berücksichtigung
direkter Zustandsgrößen am Kältemittelverdichter.
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Bei
einer Ausführungsform
des Steuerungsventils ist eine Druckdose zum Antrieb des Steuerkörpers vorgesehen,
welche die Druckdifferenz von atmosphärischem Druck pA der
Fahrzeugumgebung und Saugdruck pS überwacht.
Dadurch kann in Abhängigkeit
eines Sollsaugdrucks die Ansteuerung des Steuerkörpers zum wechselseitigen Öffnen der förderseitigen
Steuerleitung zum Verringern der Förderleistung bei zu geringem
Saugdruck und der saugseitigen Steuerleitung zur Erhöhung der
Förderleistung
des Kältemittelverdichters
bei zu hohem Saugdruck erfolgen. Durch die direkte Erfassung des Saugdruckes
der Kälteanlage
und eine saugdruckabhängige
Ansteuerung des Kältemittelverdichters
werden insbesondere Kälteleistungsverluste
und -schwankungen, die beispielsweise bei einer verdampfertemperaturabhängigen Steuerung
auftreten können,
vermieden.
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Zur
besonders effektiven Ansteuerung des die beiden Steuerleitungen
steuernden Steuerkörpers
erfolgt bei einer besonderen Ausgestaltung des Steuerungsventils
und/oder des Kältemittelverdichters
die magnetische Wirkumsetzung der den Steuerkörper steuernden Magnetspule
direkt am Steuerkörper
beziehungsweise einem am Steuerkörper
befestigten Anker. Dadurch kann die Kraft der elektromagnetischen
Wirkung der Spule am Steuerkörper
des Steuerungsventils direkt wirken und kann bei gegebenen Kraftwegeverhältnissen
am Steuerungskörper beispielsweise
zur drosselnden Steuerung einer zugehörigen Öffnung besonders vorteilhaft
als Steuergrößenkomponente
berücksichtigt
werden. Dies ist insbesondere bei einer kombinierten Ansteuerung des
Steuerungskörpers
unter Zuhilfenahme verschiedener kraftbeaufschlagender Elemente,
wie beispielsweise Federn oder Druckdosen von Vorteil. Dabei kann über die
Ansteuerung der elektromagnetischen Spule ein Eingriff in das Kräftegleichgewicht am
Steuerkörper
zwischen federnden Elementen, Druckaufnehmer beziehungsweise Druckdose und Magnetwirkung
erfolgen. Dadurch ist ein unterschiedlicher Betriebspunkt des Steuerungsventils, also
ein veränderlicher
Sollsaugdruck einstellbar, so dass wiederum eine veränderbare
Grundkälteleistung
des Verdichters steuerbar ist.
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Bei
einer Ausführungsform
des Steuerungsventils beziehungsweise des Kältemittelverdichters ist vorgesehen,
dass bei ungestörtem
Betrieb und Zustand der zugehörigen
Kälteanlage
der Steuerkörper
bei Abschalten des Kälteanlagenbetriebs
eine Ruhestellung einnimmt in welcher die saugseitige Steuerleitung
gesperrt ist. Dies kann durch entsprechende Abstimmung der beteiligten
Feder- beziehungsweise
Antriebs- und Schaltelemente erreicht werden, wobei vorzugsweise
in diesem Zustand das Steuerungsventil und die zugehörige Steuerung stromlos
ist. Durch die Sperrung der saugseitigen Steuerleitung des Steuerungsventils
wird während des
Stillstands der Kälteanlage
ein Ablagern von Kältemittelkondensat
im Antriebsgehäuse
des Kältemittelverdichters
verringert, beziehungsweise vermieden, so dass bei erneutem Start
des Kältemittelverdichters
nach längerem
Stillstand der Kälteanlage eine
verbesserte Startkälteleistung
erreicht ist.
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Eine
besondere Ausgestaltung des Steuerungsventils sieht vor, dass die
Druckdose den Steuerkörper
bei Absenken des Saugdrucks unter einen zugehörigen Minimalbetriebswert in
eine die förderseitige
Steuerleitung freigebende Stellung bringt. Dadurch wird erreicht,
dass beispielsweise bei Undichtigkeiten des Kältemittelkreislaufs nicht über eine durch
Nachregeln der Kälteleistungssteuerung
hervorgerufene Beschädigung
des Kältemittelverdichters
bei zu stark angestellter Taumelscheibe erfolgt, sondern dass durch
Freischalten der förderseitigen Steuerleitung
die Taumelscheibe in Neutralstellung gebracht und auf diese Weise
Beschädigungen
vermieden werden.
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Bei
einer Ausführungsform
des Steuerventils und/oder des Verdichters ist vorgesehen, dass
der Steuerkörper
in einer Steuerstellung beide Steuerungsleitungen gleichzeitig absperrt.
Es kann somit neben einem die förderseitige
Steuerleitung freigebenden und somit die Förderleitung senkenden Steuerbetriebszustand,
sowie einem die saugseitige Steuerleitung freigebenden und somit
die Förderleistung
des Kältemittelverdichters
erhöhenden
Steuerungsbetrieb ein Haltebetriebszustand angesteuert werden, in
welchem sowohl die saugseitige als auch die förderseitige Steuerleitung gesperrt
ist, und somit die eingestellte Förderleistung ohne weitere Steuereingriffe,
sowie ohne die Förderleistung
senkenden Beipassstrom des Kältemittels über die
Steuerleitungen gehalten werden kann. Ausgehend vom Steuerzustand
mit beidseitig geschlossenen Steuerleitungen kann beispielsweise
auch ein Haltebetriebszustand angesteuert werden, bei dem bei geschlossener
förderseitiger
Steuerleitung eine stark angedrosselte saugseitige Steuerleitung
geöffnet
wird, die dann nicht einen Bypassstrom der gesteuerten förderseitigen
Steuerleitung abführt,
sondern nur die an den Kolben auftretenden Leckagen beim Verdichten ausgleicht.
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Um
einen besonders einfach ansteuerbaren und funktionssicheren Betrieb
des Steuerungsventils und/oder des Kältemittelverdichters sicherzustellen, ist
bei einer Ausführungsform
des Steuerungsventils beziehungsweise des Verdichters vorgesehen,
dass der Steuerköper über eine
Zwischenstellung hinweg zwischen zwei Endstellungen bewegbar ist,
wobei in einer ersten Endstellung die förderseitige Steuerleitung gesperrt
ist, in der Zwischenstellung beide Steuerleitungen gesperrt sind
und in einer zweiten Endstellung die saugseitige Steuerleitung gesperrt
ist. Dadurch ist es ermöglicht,
eine Betriebsgrundstellung vorzusehen, in welcher beide Steuerleitungen sowohl
förderseitig
als auch saugseitig gesperrt sind, beziehungsweise bei gesperrter
förderseitiger
Steuerleitung die saugseitige Steuerleitung stark angedrosselt ist,
von der aus die beiden in ihrer Wirkung einander Entgegengerichteten
Steuereingriffe zum Erhöhen
beziehungsweise Senken der Förderleistung
des Kältemittelverdichters
aus der Betriebsgrundstellung des Steuerkörpers heraus in einander gegensinnig
gerichteten Bewegungen ansteuerbar sind. Dadurch entfällt beispielsweise
ein Überfahren eines
gegensinnigen Steuerzustandes zur Ansteuerung eines gewollten Steuerzustandes
aus der Betriebsgrundstellung heraus.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen des Steuerungsventils beziehungsweise
des Kältemittelverdichters
ergeben sich aus Kombinationen oben genannter Ausführungsformen,
beziehungsweise aus dem Zeichnungen und ihrer Beschreibung.
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Die
Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel eines
Steuerungsventils beziehungsweise das eines zugehörigen Kältemittelverdichters.
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Dabei
zeigen:
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1 Eine
schematische Darstellung eines Kältemittelverdichters
mit zugehörigem
Steuerungsventil,
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2 ein
Steuerungsventil in förderseitig
geöffneter
Steuerstellung,
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3 ein
Steuerungsventil in einer Steuerungsstellung mit beidseitig geschlossener
Steuerleitung, sowie
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4 ein
Steuerungsventil mit saugseitig freigegebener Steuerleitung.
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1 zeigt
einen Kältemittelverdichter
eines Kraftfahrzeugs 1, welcher über eine im Riementrieb des
Antriebsaggregats des Kraftfahrzeugs eingebundene Riemenscheibe 12 angetrieben
ist. Die Antriebsleistung wird über
die Riemenscheibe 12 und eine Antriebswelle 13,
welche gedichtet in einem hermetisch verschlossenen Antriebsgehäuse 10 des Kältemittelverdichters 1 angeordnet
ist an eine drehfest mit der Antriebswelle 13 verbundene
Taumelscheibe 14 übertragen.
Im Antriebsgehäuse 10 sind mit
der Taumelscheibe 14 in Eingriff stehende Kolben 11 vorgesehen,
welche in einem zugehörigen
Zylinder eine alternierende Hubbewegung ausführen. Von den mehreren auf
dem Umfang verteilten Kolben 11 ist in der Zeichnung nur
einer dargestellt. Die sich drehende Taumelscheibe 14 bewirkt
dabei den Antrieb der Kolben 11 in der Hubbewegung. Während der
die Verdrängungsbewegung
der Kolben beendende Totpunkt in einer unveränderbaren Position des Kolbens
erfolgt, ist der Entgegengesetzte, die Ansaugbewegung beendende
Totpunkt der Hubbewegung der Kolben variabel. Der die Ansaugbewegung
beendende Todpunkt der Hubbewegung ist durch ein Kräftegleichgewicht
zwischen dem im Antriebsgehäuse
herrschenden Druck pC, welcher auf die der
Förderseite
der Kolben 11 Entgegengesetzte Rückseite wirkt, und den bei
der Ansaugbewegung auf der Förderseite
wirkenden Druck bestimmt. Durch Variation des im Hohlraum des Antriebsgehäuse 10 herrschenden
Drucks pC kann somit die Taumelscheibe 14 zwischen
einem Anstellwinkel maximaler Förderleistung
bei einem sehr geringen Antriebsgehäusedruck pC bis
hin zu einem die Taumelscheibe vollständig flachstellenden und die
Förderleistung
auf Null reduzierenden Anstellwinkel verändert werden. Durch die Hubbewegung
der Kolben 11 fördert
der Kältemittelverdichter 1 an
der Sauleitung 4 des Kältemittelkreislaufs
angesaugtes Kältemittel mit
dann erhöhtem
Druck zur Druckleitung 3 des Kältemittelkreislaufs. Die Saugleitung 4 ist
am Kältemittelverdichter 1 an
der Saugkammer 102 angeschlossen, aus der die Kolben 11 Kältemittel
ansaugen. Die Druckleitung 3 des Kältemittelkreislaufs ist am
Kältemittelverdichter 1 an
der Förderkammer 101 angeschlossen,
in welche die Kolben 11 das verdichtete Kältemittel
fördern.
Die Förderkolben 11 des
Kältemittelverdichters
sind über
zwei die Förderrichtung bestimmende
und wechselseitig sperrende Rückschlagventile
mit der Saugkammer 102 einerseits und der Förderkammer 101 andererseits
verbunden.
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Die
Einstellung der Förderleistung
des Kältemittelverdichters 1 während des
Förderbetriebs über den
im Antriebsgehäuse 10 herrschenden
Drucks pC erfolgt über ein Steuerungsventil 2,
welches den Druck pC über Steuerung zweier Steuerleitungen 21 und 22 einstellt.
Die förderseitige
Steuerleitung 21 ist mit der den Förderdruck pC aufweisenden
Förderkammer 101,
die saugseitige Steuerleitung 22 mit der den Saugdruck
pS aufweisenden Saugkammer 102 verbunden.
Bei entsprechender Öffnung
der Steuerleitungen durch den Steuerkörper 20 ist die Steuerleitung 21 über die
Steuerkammer 211 und den Zuleitungsabschnitt 29 mit
dem Hohlraum des Antriebsgehäuses 10 verbunden.
Bei Öffnung
der saugseitigen Steuerleitung 22 ist diese über die
zugehörige
Steuerkammer 221 und den Zuleitungsabschnitt 28 mit dem
Hohlraum des Antriebsgehäuses 10 verbunden.
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Zur
gesteuerten Öffnung
der beiden Steuerleitungen 21 und 22 weist das
Steuerungsventil 2 einen Steuerkörper 20 auf, welcher
bei Bewegung in der Steuerbohrung in den beiden die Hubbewegung des
Steuerkörpers 20 begrenzenden
Endstellungen des Steuerventils 2 die Steuerleitungen 21 und 22 wechselweise öffnet und
in einer zwischen den Endstellungen angeordneten Zwischenstellung
beide Steuerungsleitungen 21 und 22 verschließt, wobei der
Steuerkörper 20 die
Steuerleitungen jeweils gegen die zugehörige Steuerkammer abdichtet.
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Der
Steuerkörper 20 des
Steuerungsventils 2 wird in der Steuerbohrung des Steuerungsventils 2 mittels
einer auf den Anker 201 des Steuerkörpers 20 wirkenden
Magnetspule 24 und andererseits durch eine federnd nachgiebige,
im Innenraum mit Saugdruck pS beaufschlagte
Druckdose 23 angetrieben. Dabei bewirkt ausgehend von einer
eingeregelten Förderleistung
des Kältemittelverdichters 1 eine
Erhöhung
des durch die Spule 24 fließenden Stromes über die
Erhöhung
der zugehörigen
Magnetkraft eine Bewegung des Steuerkörpers 20 in Richtung
einer Freigabe der saugseitigen Steuerungsleitung 22, welche
mit der den Saugdruck pS aufweisenden Saugkammer 102 verbunden
ist. Durch diese Bewegung wird die Steuerungsleitung 22 gegenüber der Steuerkammer 221 des
Steuerungsventils 2 freigegeben und kann über den
Zuleitungsabschnitt 28 der Steuerleitung den Antriebsgehäusedruck
pC verringern. Durch Verringerung des Antriebsgehäusedrucks
werden im Ansaugzustand der Förderkolben 11 diese
verstärkt
ausgerückt,
so dass eine vergrößerte Kältemittelmenge
angesaugt und gefördert werden
kann. Die Förderleistung
des Kältemittelverdichters 1 wird
somit vergrößert. Den
gleichen Effekt wie eine Erhöhung
des die Spule 24 durchfließenden Stromes erzielt eine
Veränderung
des Saugdrucks pS in der Saugkammer 102 bei
der der Druck pS ansteigt. Die Druckdose 23 des
Steuerungsventils 2, welche über eine Druckstange mit dem
Steuerungskörper 20 verbunden
ist, ist mit ihrem Innenraum über eine
Zuleitung 27 mit der den Saugdruck pS aufweisenden
Saugkammer 102 des Kältemittelverdichters verbunden.
Steigt der Saugdruck pS an, erfolgt wie bei
der Erhöhung
des die Spule 24 durchfließenden Stromes eine Bewegung
des Steuerkörpers
in Richtung einer Öffnung
der saugseitigen Steuerleitung. Wie beschrieben, erfolgt dadurch
eine Erhöhung
der Förderleistung
des Kältemittelverdichters,
welche wiederum ein Absinken des Saugdruckes pS in
der Saugkammer 102 nach sich zieht.
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Eine
Verringerung des die Magnetspule 24 durchfließenden Stromes
und ein Absinken des Saugdruckes pS in der
Saugkammer 102 des Kältemittelverdichters
bewirken beide eine gleichgerichtete Bewegung des Steuerkörpers 20 des
Steuerungsventils 2 des Kältemittelverdichters bei welchem
ausgehend von einem die beiden Steuerleitungen 21 und 22 sperrenden
Steuerungszustand des Steuerungsventils der Steuerkörper 20 in
Richtung einer Öffnung der
förderseitigen
Steuerleitung 21 bewegt wird. Durch Absinken des Saugdrucks
pS und ein dadurch bewirktes Zusammenziehen
der Druckdose 23 und/oder ein Verringern des Stromes der
Steuerspule 24 des Steuerungsventils 2 wird somit
die mit der den Förderdruck
pD aufweisenden Förderkammer 101 verbundene
Steuerleitung 21 geöffnet,
so dass über
die Steuerkammer 211 des Steuerungsventils 2, sowie
die daran angeschlossene Zuleitung 29 der Steuerleitung
der Antriebsgehäusedruck
pC im Antriebsgehäuse 10 des Kältemittelverdichters 1 erhöht wird.
Dadurch wird eine geringere Kältemittelmenge angesaugt,
so dass sich der Saugdruck pS des Kältemittelverdichters
erhöht.
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Wird
die Kältemittelanlage
ausgeschaltet, erfolgt ein Abschalten des Stromes an der Magnetspule 24,
wodurch sich unter Zuhilfenahme der federnden Wirkung der Druckdose 23 und
einer eventuell vorhandenen zusätzlichen
Feder der Steuerkörper 20 in eine
die förderseitige
Steuerungsleitung 21 freigebende und die saugseitige Steuerungsleitung 22 sperrende
Stellung bewegt wird. Dadurch wird bei über einen längeren Zeitraum abgestelltem
Fahrzeug die Kältemittelkondensatbildung
im Antriebsgehäuse des
Kältemittelverdichters
durch Sperrung der saugseitigen Steuerungsleitung 22 unterbunden.
In der förderseitigen
Steuerleitung 21 ist gängigerweise
in der Darstellung nicht gezeigtes Rückschlagventil vorgesehen.
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Da
im Betrieb der Kältemittelanlage
beispielsweise durch veränderte
Belüftungstemperaturen
am Verdampfer wechselhafte Betriebszustände im Kältekreislauf auftreten können kann
die vorliegende gekoppelte Steuerung des Steuerkörpers – durch die Druckdose einerseits
und die Magnetspule andererseits schwingungsarm und gut steuerbar
betrieben werden.
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Bei
einer konstanten Anregung der Magnetspule 24 kann somit über die
zusätzlich
am Steuerkörper 20 angekoppelte
Druckdose 23 ein Sollsaugdruck eingeregelt werden. Erhöht sich
der Saugdruck pS beispielsweise durch stärkere thermische
Belastung des Verdampfers im Kältemittelkreislauf
wird durch die Druckdose 23 der Steuerkörper 20 in eine die
saugseitige Steuerleitung 22 freigebende Steuerstellung
gebracht, so dass in Folge dessen der Antriebsgehäusedruck
pC verringert, der Anstellwinkel der Steuerscheibe 14 und
damit die Förderleistung des
Verdichters – zum
Ausgleich der erhöhten
thermischen Belastung – erhöht werden.
Durch die erhöhte
Förderleistung
sinkt wiederum der Saugdruck pS, bis das
Niveau des Sollsaugdruckes erreicht ist und über die auf den Steuerkörper 20 wirkende Druckdose 23 die
saugseitige Steuerleitung 22 wieder geschlossen wird. Bei
einer Verringerung des Saugdruckes pS erfolgt
eine genau inverse Wirkungsweise durch die von der Druckdose 23 bewirkte
Freigabe der förderseitigen
Steuerleitung 21. Der Regelkreis des vorgeschlagenen Steuerventils 2 beziehungsweise
Kältemittelverdichters 1 ist
klein und dadurch besonders stabil, so dass durch den den Saugdruck
nachregelnden Steuereingriff der Druckdose 23 am Steuerungskörper 20 Regelschwingungen
des Kältekreislaufs
unterbunden werden. Wechselnde thermische und antriebsbedingte Belastungen
des Kältekreislaufs
werden unmittelbar erfasst und nachgeregelt. Über die vorteilhafterweise
stark bedämpft veränderliche
Anregung der Magnetspule 24 ist am Steuerungsventil 2 eine
Grundkälteleitung
von außen einstellbar.
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Die 2 bis 4 zeigen
eine konzeptionelle Darstellung einer Ausführungsform des Steuerungsventils 2 eines
Kältemittelverdichters 1 eines Kraftfahrzeugs
in verschiedenen Steuerungsstellungen. Das Steuerungsventil ist
in Bezug auf die Bauteile und deren steuerungsunabhängiger Anordnung in
allen Fällen
gleich, so dass Beschreibungen entsprechender Gegenstände und
Sachverhalte bei Einzelfiguren ebenso für die anderen Figuren gelten.
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Das
in 2 dargestellte Steuerungsventil 2 weist
in einem Gehäuse
einen Steuerkörper 20 auf, welcher
mit seinem zylindrischen Querschnitt innerhalb einer darauf abgestimmten
zylindrischen Steuerbohrung des Steuerungsventils 2 bewegbar
angeordnet ist. Der Steuerkörper 20 weist
dabei Teilkörper verschiedener
Durchmesser auf. An der Steuerbohrung des Steuerungsventils 2 sind
einerseits eine mit der den Förderdruck
pD aufweisenden Förderseite verbundene Steuerleitung 21,
eine mit der den Saugdruck pS aufweisenden
Saugseite verbundene Steuerleitung 22, sowie die Zuleitungsabschnitte 28 und 29 der
Steuerungsleitungen zum Antriebsgehäuse des Kältemittelverdichters angeschlossen.
Der zentrale Sperrkörper
des Steuerkörpers 20 gliedert durch
vollständig
umlaufendes dichtendes Anliegen an der äußeren Wand der zylindrischen
Steuerbohrung diese Steuerbohrung in einen förderseitigen Steuerraum 211 sowie
einen saugseitigen Steuerraum 221. Diese sind jeweils mit
den zugehörigen
antriebsgehäuseseitig
verbundenen Steuerleitungsabschnitten 28 und 29 verbunden.
Alternativ kann der Steuerkörper 20 auch
in zwei in axialer Richtung nebeneinander liegende Sperrkörper gegliedert
sein, die durch eine gegenüber
den beiden Sperrkörpern
in radialer Richtung verengte Druckstange verbunden sind, wobei
die Druckstange eine zentrale Steuerkammer freigibt, die seitlich
von den Sperrkörpern begrenzt
ist. Die Sperrkörper
geben wechselweise die beiden Steuerleitungen gegenüber der
zentralen Steuerkammer frei, die über einen Zuleitungsabschnitt
mit dem Hohlraum des Antriebsgehäuses
verbunden ist.
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Am
Ventilgehäuse
ist im Bereich der Steuerbohrung innenliegend eine elektromagnetisch
betreibbare Steuerspule 24 angeordnet. Diese wirkt magnetisch
auf einen zugeordneten Anker 201 des Steuerkörpers 20.
Der Steuerkörper 201 ist
die Steuerbohrung in radialer Richtung im Wesentlichen ausfüllend an
der Mittelöffnung
der Spule 24 angeordnet. Der Anker 201 ist über einen
als Ankerverbindungsstange 202 radial verkleinerten, die
dortige Steuerkammer 211 freisparenden Bereich des Steuerkörpers 20 mit
dem zentralen Störkörper verbunden.
In der Innenöffnung
der Spule 24 befindet sich eine Spiralfeder 25,
welche den Steuerkörper 20 entgegen der
magnetischen Anzugsrichtung abstützt.
Eine Anregung der Spule 24 bewirkt durch die magnetische Wirkung
ein Anziehen des Ankers 201 des Steuerkörpers 20, so dass
dieser durch Erhöhen
des Stromes in der Spule 24 mit seinem zentralen Sperrkörper in
Richtung der förderseitigen
Steuerleitung 21 bewegt wird.
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Auf
der dem Anker gegenüberliegenden
Seite weist der Steuerkörper 20 einen
wiederum als Verbindungsstange 203 in radialer Richtung
verkleinert ausgeführten
Teilbereich auf, welcher gedichtet durch eine zugehörige Bohrung
des Gehäuses
des Steuerungsventils bis zu einer Druckdosenkammer 261 durchgeführt und
mit einer Druckdose 23 verbunden ist. Die Druckdosenkammer 261 ist über eine
Zuleitung 26 mit atmosphärischem Druck aufweisender Fahrzeugumgebung
verbunden. In der Druckdosenkammer 261 ist die federnd
ausgeführte
Druckdose 23 angeordnet, welche mit ihrem Innenraum gegenüber der
Druckdosenkammer hermetisch dicht ausgeführt ist, und mit ihrem Innenraum über die
Zuleitung 27 an die den Saugdruck pS aufweisende
Saugseite des Kältemittelsverdichters
angeschlossen ist. Eine Steigerung des Saugdruckes pS bewirkt
somit ein Verschieben des Sperrkörpers
des Steuerkörpers 20 in
Richtung der förderseitigen
Steuerleitung 21. Eine Verringerung des Saugdruckes pS bewirkt eine Entgegengesetzte Bewegung
des Steuerkörpers 20 in Richtung
der saugseitigen Steuerleitung 22.
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2 zeigt
einen Steuerzustand des Steuerungsventils 2, in welchem
der zentrale Sperrkörper 20 die
förderseitige
Steuerleitung 21 über
die förderseitige
Steuerkammer 211 mit dem mit dem Antriebsgehäuse des
Verdichters verbundenen Steuerleitungsabschnitt 29. Der
zentrale Sperrkörper
des Steuerkörpers 20 sperrt
dabei die saugseitige Steuerleitung 22 gegenüber dem
Antriebsgehäuse
des Verdichters ab. Diese Steuerungstellung wird insbesondere in
zwei Betriebsfällen
des Kältemittelverdichters
eingenommen. Einerseits ist dies bei ausgeschalteter Kälteanlage,
also in einem Ruhebetriebszustand der Fall, andererseits bei der
Ansteuerung einer Förderleistungsverringerung
am Kältemittelverdichter.
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Im
ersten Fall bewirkt die stromlose Spule 24 des Steuerungsventils 2,
dass an dieser Stelle keine den Steuerkörper 20 in Richtung
der förderseitigen Steuerleitung 21 bewegende
Kraft am Steuerkörper 20 eingeleitet
wird. Die federnde Wirkung der Druckdose 23 beziehungsweise
im vorliegenden Fall unterstützt
von der Feder 25 bewirkt dabei entgegen dem in der Druckdose 23 anliegenden
Ruhesaugdruck auf der Saugseite des Kältemittelkreislaufs die Einnahme
der gezeigten Steuerstellung des Steuerkörpers 20 im Steuerungsventil 2.
Dabei ist die förderseitige Steuerleitung 21 über die
Steuerkammer 211 und den Steuerleitungsabschnitt 29 mit
dem Antriebsgehäuse
des Kältemittelverdichters
verbunden. Dies bewirkt bei auslaufender Kältemaschine ein Anstellen der
Taumelscheibe in Richtung minimaler Förderleistung, also in Richtung
neutraler Position, wodurch das Schleppmoment im Offbetrieb und
bei Neustart des Antriebsaggregates verringert wird. Die saugseitige
Steuerleitung ist durch den zentralen Sperrkörper des Steuerkörpers 20 dichtend
gegenüber
dem Antriebsgehäuse
des Verdichters verschlossen, so dass bei länger ruhendem Kältekreislauf
das Eindringen von kondensierendem Kältemittel über die offene saugseitige
Steuerleitung vermieden ist.
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Im
zweiten Betriebsfall, in dem die in 2 gezeigte
Steuerstellung des Steuerkörpers 20 im Steuerungsventil 2 eingenommen
wird, ist ein die Kältemittelförderungsleistung
des Kältemittelverdichters 1 reduzierender
Steuerzustand des Steuerungsventils 2. Am Steuerungsventil 2 wird
im Allgemeinen, also auch in anderen Steuerungsbetriebszuständen über die
Spule 24 eine Grundleistung des Kältemittelverdichters über die
Anregung der Spule eingestellt. Dadurch wird der Steuerkörper 20 zunächst in
Richtung der förderseitigen
Steuerleitung 21 bewegt. Die Fördertätigkeit des Kältemittelverdichters
bewirkt dabei ein Absenken des Saugdrucks pS.
Wird nun im Bereich der über
die Spule 24 von der Steuerung der Klimaanlage vorgegebenen
Grundförderleistung
des Kältemittelverdichters
die Förderleitung
zu hoch, senkt sich der Saugdruck pS an
der Ansaugseite des Verdichters und bewirkt über die mit der Saugseite verbundene
Zuleitung 27 ein Absenken des Drucks in der Druckdose 23.
Durch Senken des Drucks in der Druckdose 23 wird über die
Verbindungsstange 203 der Steuerkörper 20 in Richtung der
saugseitigen Steuerleitung 22 bewegt, so dass bei gesperrter
saugseitiger Steuerleitung 22 die förderseitige Steuerleitung 21 freigegeben
wird. Dadurch erfolgt eine Beaufschlagung des Antriebsgehäuses des
Kältemittelverdichters
mit über
den förderseitigen
Druck pD erhöhten Druck, so dass der Druck
pC im Antriebsgehäuse des Kältemittelverdichters steigt
und die Taumelscheibe in einem flacheren die Kältemittelförderungsleistung verringernden
Anstellwinkel eingestellt wird.
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Die
in 3 gezeigte Steuerstellung des Steuerungsventils 2 kann ähnlich der
in 2 gezeigten Steuerstellung ebenso als Ruhestellung
des Steuerungsventils vorgesehen sein, wobei in diesem Fall sowohl
die förderseitige
Steuerungsleitung 21 als auch die saugseitige Steuerungsleitung 22 gesperrt
sind.
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Ansonsten
wird die in 3 dargestellte Steuerstellung
des Steuerungsventils 2 eingenommen, wenn die Förderleistung
des Kältemittelverdichters
mit der von der Steuerung der Kälteanlage
vorgesehenen Grundförderleistung übereinstimmt.
Dabei bewirkt die zur Kraftrichtung der Magnetkraft der Spule 24 gleichgerichtete
Kraft des Saugdruckes pS in der Druckdose 23 die
Einnahme der gezeigten Stellung des Steuerkörpers 20 in der Steuerbohrung des
Steuerungsventils 2, wobei sowohl die förderseitige Steuerleitung 21 als
auch die saugseitige Steuerleitung 22 gegenüber den
zugehörigen
Steuerkammern 211 und 221 beziehungsweise die
daran angeschlossenen und mit den Antriebsgehäuse 10 des Kältemittelverdichters 1 verbundenen
Steuerleitungsabschnitt 28 und 29 gesperrt sind.
Die gleichgerichteten Kräfte
der magnetischen Wirkung der Spule 24 auf den Anker 201 und
des in der Druckdose 23 gegenüber den in der Druckdosenkammer 261 herrschenden
atmosphärischen
Drucks wirkenden Saugdruck pS stehen im
gezeigten Steuerungszustand des Steuerungsventils 2 im
Gleichgewicht mit den zur entsprechenden Verformung der Druckdose 23 notwendigen
Federungskräfte
beziehungsweise einer zusätzlichen
zur Verformung der Spiralfeder 25 erforderlichen Federkraft.
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Der
in 4 gezeigte Steuerungszustand des Steuerungsventils 2 bewirkt
eine Erhöhung
der Förderleistung
des Kältemittelverdichters,
welche beispielsweise durch eine Erhöhung der Anforderung an die
Grundkälteleistung über die
Steuerung des Kältekreislaufs – angesteuert über erhöhten Strom an
der Spule 24 erfolgen kann oder bei einer unverändert angesteuerten
Grundkälteleistung über einen am
Kältemittelverdichter
anliegenden erhöhten Saugdruck
pS der auf die Druckdose 23 wirkt.
Durch den auf die Druckdose 23 wirkenden erhöhten Saugdruck
pS und/oder die auf den Anker 201 des
Steuerkörpers 20 wirkende
erhöhte
Magnetkraft erfolgt eine Verschiebung des Steuerkörpers 20 entgegen
der Federkräfte
der Druckdose 23 und gegebenenfalls einer zusätzlichen
Feder 25 in Richtung der förderseitigen Steuerleitung 21,
so dass der Sperrkörper des
Steuerkörpers 20 die
förderseitige
Steuerleitung 21 gegenüber
der zugehörigen
Steuerkammer 211 und dem dortigen mit dem Antriebsgehäuse des
Kältemittelverdichters
verbundenen Steuerleitungsabschnitt 29 dichtend absperrt.
Dabei wird die saugseitige Steuerleitung 22 gegenüber der
zugehörigen Steuerkammer 221 geöffnet, so
dass über
den an der Steuerkammer 221 angeschlossenen Steuerleitungsabschnitt 28 der
Antriebsgehäusedruck
pC im Antriebsgehäuse des Kältemittelverdichters verringert
wird. Dadurch erfolgt ein stärkeres
Anstellen der Taumelscheibe und somit eine Erhöhung der Förderleistung des Kältemittelverdichters.
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Die
in den 2 bis 4 dargestellten Steuerstellungen
des Steuerungsventils 2 können während des Betriebs des Kältemittelverdichters durch
unterschiedliche Wirkungen abwechselnd eingenommen werden. Bei gleich
bleibendem auf die Druckdose 23 wirkendem Saugdruck wird
eine Verschiebung des Steuerkörpers 20 bei
Erhöhung
des Stromes der Spule 24 in Richtung einer Sperrung der förderseitigen
Steuerungsleitung und bei Verringerung des Stromes der Spule 24 in
Richtung einer Sperrung der saugseitigen Steuerungsleitung bewirkt.
Andererseits erfolgt eine Verschiebung des Steuerkörpers 20 im
Steuerungsventil 2 durch veränderten Saugdruck pS, welcher über die Druckdose 23 den
Steuerkörper 20 bewegt.
Eine Veränderung
von Saugdruck pS, der im Innenraum der Druckdose 23 anliegt,
und/oder Magnetkraft der Spule 24 auf den Anker 201 bewirkt
eine veränderte
Kraft im Kräftegleichgewicht
von Magnetkraft, Federkräften
von Spiralfeder 25 und Druckdose 23 sowie Druckdosenkraft
durch die dort anliegenden Differenzdrücke. Durch eine solche Veränderung
wird bis zum Einstellen eines neuen Kräftegleichgewichts eine veränderte Lage
des Sperrkörpers 204 des
Steuerkörpers 20 bewirkt.
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Der
mit der Lageveränderung
einhergehende Steuereingriff am Steuerungsventil 2 bewirkt
eine Veränderung
der Kälteleistung
des Kältemittelverdichters
und dadurch eine Saugdruckveränderung, die über die
Druckdose eine den Steuereingriff entgegenwirkende und somit den
Steuerkörper 20 erneut in
Haltesteuerstellung bringende Wirkung hat. Somit wird bei Erhöhung des
Saugdruckes pS in der Druckdose über die
Druckstange 203 der Sperrkörper in Richtung einer Freigabe
der saugseitigen Förderleitung 22 erreicht,
so dass durch die damit verbundene Verringerung des Antriebsgehäusedrucks
pC im Kältemittelverdichter
eine Erhöhung
der Förderleitung des
Kältemittelverdichters
erfolgt und somit der Saugdruck pS wieder
sinkt und damit über
zugehöriges
Absinken der Druckkraft der Druckdose ein Sperren der saugseitigen
Steuerleitung 22 und somit keine weitere Erhöhung der
Förderleitung
des Kältemittelverdichters
erfolgt. Bei Verringerung des Saugdruckes pS erfolgt
eine gegenläufige
Wirkweise, so dass durch Verringerung der Druckkraft der Druckdose 23 am
Steuerkörper 20 ein
Verschieben des Sperrkörpers 204 in
Richtung einer Freigabe der förderseitigen
Steuerleitung 21 erfolgt und somit durch die damit verbundene
Erhöhung
des Antriebsgehäusedrucks
pC eine Verringerung der Kälteleistung
und damit eine Erhöhung
des Saugdrucks pS und dadurch wiederum eine
Erhöhung
der Druckkraft der Druckdose 23 erfolgt, so dass die förderseitige
Steuerleitung 21 wieder geschlossen wird.
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Eine
entsprechend veränderte
Bestromung der Spule 24 bewirkt eine veränderte Magnetkraft
auf den Anker 201 des Steuerkörpers 20. Am Steuerkörper 20 herrscht
jeweils ein Kräftegleichgewicht
zwischen der Magnetkraft den Federungskräften von Spiralfeder 25 und
Druckdose 23 sowie der an der Druckdose durch die an den
beiden Seiten von deren Wirkfläche
wirkenden unterschiedlich hohen Drücken. Die Kräfte werden
dabei vom Anker 201 über die
Verbindungsstange 202 auf den zentralen Sperrkörper 204 des
Steuerkörpers 20 und über die
Druckstange 203 auf die die Wirkfläche der Druckdose 23 aufweisende
Vorderseite der Druckdose übertragen. Eine
veränderte
Magnetkraft bewirkt somit die Einnahme der mittleren Haltstellung
des Steuerkörpers bei einer
entsprechend der Veränderung
der Magnetkraft veränderten
Kraft der Druckdose 23 und somit bei einem entsprechend
deren Wirkfläche
veränderten
Saugdruck. Somit kann durch Ansteuerung der Magnetspule 24 der
Sollsaugdruck verändert
werden, bei dem die Haltesteuerstellung des Steuerungsventils 2 eingenommen
wird.
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Über eine
vorteilhafterweise stark gedämpfte Anregung
der Spule 24 und die zugehörige Magnetkraft kann somit
ein veränderlicher
Betriebspunkt des Kältemittelverdichters
eingestellt werden, wobei über die
Druckdose 23 dieser Betriebspunkt in unmittelbarem Kräftegleichgewicht
zwischen Magnetkraft beteiligten Federelementen und Kraft der Druckdose
einen im Wesentlichen konstanten Saugdruck pS zugehörig zum über die
Magnetspule eingestellten Betriebspunkt, beziehungsweise veränderten
Kräftegleichgewicht
einregelt.