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Die
Erfindung betrifft eine elektrische Kontaktierung einer Elektrode
eines piezoelektrischen oder elektrostriktiven Elements. Insbesondere
betrifft die Erfindung die elektrische Kontaktierung von Innenmetallisierungen
eines Multilayer-Piezostacks
im Kraftfahrzeugbereich.
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Piezoelektrische
oder elektrostriktive Elemente haben seit Jahren vielfältige Anwendungen
in Sensoren und als Aktoren in Tintenstrahldruckern, Ultraschallwandern,
Kraftstoffinjektoren, etc. Insbesondere bei Piezoaktoren kommen
u. a. die Vorteile minimaler Stellwege im Nanometerbereich, eines schnellen
Ansprechverhaltens und die Effektivität der Wandler zum Tragen. Es
besteht jedoch zunehmend Bedarf an Piezoaktoren mit relativ langen
Stellwegen im Bereich von einem μm
bis über
einige zehn μm. Dies
gelingt durch den Einsatz von Piezoaktoren, die mehr als 300 einzelne
Piezokeramikschichten aufweisen können. Jeweils zwei direkt zueinander
benachbarte Piezokeramikschichten schließen jeweils eine Innenelektrode
bzw. eine Innenmetallisierung zwischen sich ein. Durch eine Vielzahl
von Innenmetallisierungen im Multilayer-Piezostack werden im Betrieb
des Piezoaktors eine Vielzahl von elektrischen Feldern ausgebildet,
die für
eine Längung
des Piezostacks verantwortlich sind. Solche Multilayer-Piezostacks
bzw. Multilayer-Aktoren werden heutzutage bei Dieselinjektoren eingesetzt
und bestehen aus einem Stapel einzelner Piezokeramikschichten mit
einer Dicke von ca. 80 μm,
die elektrisch parallel angesteuert werden, wodurch die zur Erzeugung
der elektrischen Feldstärke
notwendige Spannung erheblich reduziert werden kann. Die Auslenkungen der
einzelnen Elemente addiert sich zur Gesamtauslenkung des Multilayer-Piezostacks.
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Ein
wesentliches Problem bei der Herstellung von Multilayer-Piezostacks für Dieselinjektoren ist
die Konfektionierung des Stacks, bei welcher der Multilayer-Piezostack
mit einer Schutzhülle
und elektrischen Außenkontakten
versehen wird, die einer Ansteuerung des Multilayer-Piezostacks
dienen. Bei der Herstellung der elektrischen Kontaktierung der Innenmetallisierungen
mit den elektrischen Außenkontakten
des Multilayer-Piezostacks muss die hin- und hergehende Bewegung
des Piezostacks im Betrieb des Injektors zuverlässig und dauerhaft überbrückt werden.
Bei Multilayer-Piezostacks für
Dieselinjektoren wird diese elektrische Verbindung mit mehr als
109 Bewegungszyklen belastet. Darüber hinaus
kommt erschwerend hinzu, dass eine elektrische Kontaktierung der
Innenmetallisierungen gegenüber
Rissen tolerant sein muss, die bei einer Polarisierung des Multilayer-Piezostacks
und auch in dessen späterem
Betrieb auftauchen. Diese so genannten Polungsrisse sind eine Folge
des Stackdesigns.
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Um
die nur wenige μm
dicken Innenmetallisierungen zwischen den Piezokeramikschichten elektrisch
zu kontaktieren, werden auf der Außenseite des Piezostacks zwei
streifenförmige
Außenmetallisierungen
aufgebracht. Damit aber nur jeweils jede zweite Innenmetallisierung
mit je einem Pol der Betriebsspannung verbunden wird, sind die Innenmetallisierungen
in der Kontaktzone jeweils wechselseitig ausgespart. Dadurch entstehen
Bereiche im Multilayer-Piezostack, die so genannten inaktiven Bereiche, die
beim Betrieb des Piezostacks von einer reduzierten Feldstärke durchsetzt
werden und somit weniger auslenken. Dadurch entstehen mechanische
Spannungen, die zu den Polungsrissen in den inaktiven und auch in
den dehnungsaktiven Bereichen führen. Solche
Polungsrisse können
dazu führen,
dass eine Außenmetallisierung über ihre
vollständige
Breite aufreißt
und somit nicht mehr alle Innenmetallisierungen des Piezostacks
mit Strom versorgt werden.
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Bisher
ist nur eine serientaugliche Technologie bekannt, die einer dauerhaften
elektrischen Kontaktierung der Innenmetallisierungen des Multilayer-Piezostacks
genügt.
Diese Technologie gemäß dem Stand
der Technik basiert auf einem Verlöten einer größeren Anzahl
von hochfesten Drähten
zwischen den Außenmetallisierungen
des Piezostacks und jeweils einem Pin, der den Piezostack mit Strom versorgt.
Das Einhausen des Multilayer-Piezostacks erfolgt durch einen Verguss
mit Silikon, wobei der Piezostack und die mit ihm verbundenen Außenkontakte
in einer Hülse
positioniert und dann vollständig
blasenfrei vergossen werden, damit es im Betrieb des Multilayer-Piezostacks nicht
zu elektrischen Durchschlägen
kommt. Hierbei muss das Vergussmaterial eine Relativbewegung zwischen
dem Multilayer-Piezostack und der Umgebung kompensieren.
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Durch
die verlöteten
Drähte
außen
am Multilayer-Piezostack nimmt der Multilayer-Piezostack unnötig viel
Volumen und insbesondere unnötig
viel Querschnittsfläche
in Anspruch, was einerseits bei den beengten Verhältnissen
in einem Motorraum/Zylinderkopf problematisch ist, und andererseits
den Multilayer-Piezostack durch das aufwändige Verlöten teuer macht. Ferner ist
für eine
neue Generation von Kraftstoffinjektoren eine einfache Übernahme
der Technologie zum elektrischen Kontaktieren des Multilayer-Piezostacks
nicht möglich,
da ein zukünftiger Multilayer-Piezostack,
insbesondere dessen verfügbarer
Querschnitt innerhalb des Kraftstoffinjektors, wesentlich kleiner
ist als bei derzeitigen Kraftstoffinjektoren.
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Im
Stand der Technik werden ferner als Alternativen zur elektrischen
Kontaktierung der Außenmetallisierungen
mittels hochfesten Drähten
und auch zur elektrischen Kontaktierung der Innenmetallisierungen
außen
am Piezostack angeordnete Drahtgeflechte, dünne Bleche oder Folienverbünde vorgeschlagen.
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Darüber hinaus
tauchen insbesondere bei hochdynamisch angesteuerten piezoelektrischen oder
elektrostriktiven Elementen, z. B. bei der Transformation elektrischer
Schwingungen in mechanische Schwingungen oder umgekehrt (Ultraschallwandler),
Probleme bei der elektrischen Kontaktierung des piezoelektrischen
oder elektrostriktiven Elements auf. Durch eine ständige Hin-
und Herbewegung der elektrischen Kontaktierung des Elements kann
es zu Brüchen,
insbesondere Dauerbrüchen, an
der elektrischen Kontaktierung kommen, wodurch das Element unbrauchbar
wird.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes piezoelektrisches
oder elektrostriktives Element zur Verfügung zu stellen, das insbesondere bei
hochdynamischer Dauerbeanspruchung eine hohe Lebensdauer aufweist.
Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Multilayer-Piezostack
zur Verfügung
zu stellen, der geringe Abmessungen, insbesondere eine geringe Querschnittsfläche, aufweist
und gleichzeitig eine dauerhaltbare elektrische Kontaktierung von
Innenmetallisierungen realisiert.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird mittels eines piezoelektrischen oder
elektrostriktiven Elements, insbesondere eines piezoelektrischen
Aktorelements gelöst,
wobei eine elektrische Kontaktierung einer Metallisierung des Elements
mittels einer Elektrode hergestellt ist, die kein Metallfestkörper ist,
sondern bevorzugt flüssig,
gekörnt
oder pulverförmig
ist. Ferner eignen sich für
die erfindungsgemäße Elektrode Kunststoffe.
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Bei
der erfindungsgemäßen Art
der Kontaktierung der Metallisierung mit Hilfe flüssiger oder
pulverförmiger
elektrischer Leiter kann sich die Elektrode Kontur- oder Geometrieänderungen
des Elements anpassen; ähnliches
gilt für
eine Polymerelektrode, die über
weite Bereiche hinweg ein elastisches Formänderungsverhalten aufweist.
Hierdurch ist eine dauerhafte elektrische Kontaktierung der Metallisierungen
sichergestellt.
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Eine
elektrische Kontaktierung einer erfindungsgemäßen flüssigen oder pulverförmigen Elektrode
kann z. B. formschlüssig
durch Eintauchen eines Kontaktelements in die flüssige Elektrode oder das elektrisch
leitfähige
Pulver erfolgen. Hierdurch ist eine gegenseitige Verschiebbarkeit
des Kontaktelements gegenüber
der Elektrode dauerhaft und elektrisch leitend gesichert, sodass
in diesem Bereich keine Materialbrüche auftreten können. Hierbei
ist das Kontaktelement in der Elektrode gleitgelagert, wodurch keine
oder nur vernachlässigbar
geringe mechanische Belastungen auf die Kontaktierung einwirken.
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Im
Fall einer erfindungsgemäßen Polymerelektrode
lässt sich
eine elektrische Kontaktierung über
eine stoff- oder kraftschlüssige
Verbindung, z. B. mittels eines Kontaktpins, herstellen, wobei die
elektrische Kontaktierung bevorzugt in einem Bereich am Polymer
stattfindet, in welchem dieser nicht oder nur gering mechanisch
belastet ist. Bei einer solchen Ausführungsform findet keine Relativbewegung
zwischen der elektrischen Kontaktierung und der Polymerelektrode
statt.
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Weitere
Angaben zu den erfindungsgemäßen Materialien
für die
Elektroden des piezoelektrischen oder elektrostriktiven Elements
finden sich weiter unten bei den Ausführungen zu einem Multilayer-Piezostack.
Diese sollen ebenfalls für
das piezoelektrische oder elektrostriktive Element gelten.
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Ferner
wird die Erfindung mittels eines Multilayer-Piezostacks mit einer Vielzahl von Piezokeramikschichten
gelöst,
wobei zwischen zwei zueinander direkt benachbarten Piezokeramikschichten
jeweils eine Annenmetallisierung vorgesehen ist, und Innenmetallisierungen
des Multilayer-Piezostacks von wenigstens einer Innenelektrode innerhalb
des Multilayer-Piezostacks
elektrisch kontaktiert werden. Bevorzugt befinden sich im erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostack
zwei Hohlräume,
wobei sich in jedem der Hohlräume
ein elektrisch leitfähiges
Innenelektrodenmaterial befindet, das die entsprechenden Innenmetallisierungen
mit Strom versorgt und so in den Piezokeramikschichten ein elektrisches
Dehnfeld erzeugt, wodurch der Multilayer-Piezostack gelängt und
wieder kontraktiert werden kann.
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Erfindungsgemäß werden
die Außenmetallisierungen
und die daran verlöteten
hochfesten Drähte
des Stands der Technik, durch eine Innenelektrode innerhalb des
Multilayer-Piezostacks ersetzt. Hierdurch ist es möglich, Multilayer-Piezostacks
mit minimalen Querschnittsflächen
zu erhalten, was den beengten Gegebenheiten in einem Motorraum/Zylinderkopf
entgegenkommt. Darüber
hinaus entfällt
das im Stand der Technik notwendige Verlöten einer größeren Anzahl
von hochfesten Drähten
zwischen der Außenmetallisierung
und einem elektrischen Anschluss des Multilayer-Piezostacks, was
den Multilayer-Piezostack
in seiner Herstellung rationeller und kostengünstiger macht.
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Erfindungsgemäß ist die
Innenelektrode, die die Innenmetallisierungen des Multilayer-Piezostacks
unmittelbar elektrisch kontaktiert, nicht aus einem einzelnen Metallfestkörper (z.
B. der Außenmetallisierung)
aufgebaut, sondern wenigstens bei einem Teil der im Betrieb des
Multilayer-Piezostacks auftretenden Temperaturen bevorzugt flüssig, lose gekörnt oder
pulverförmig.
Ferner kann die Innenelektrode einen Kunststoff aufweisen. Hierdurch
ist der erfindungsgemäße Multilayer-Piezostack haltbarer als
im Stand der Technik, da eine flexible und dauerhafte elektrische
Kontaktierung der Innenmetallisierungen gewährleistet ist.
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Erfindungsgemäß findet
bei einer flüssigen oder
pulverförmigen
Innenelektrode eine Relativbewegung zwischen der Innenelektrode
und dem sich längenden
und kontraktierenden Multilayer-Piezostack statt. Dadurch können sich
die Innenelektroden Kontur- und Geometrieänderungen innerhalb des Multilayer-Piezostacks anpassen.
In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung weisen die Hohlräume
des Multilayer-Piezostacks an den Hohlraumwänden anhaftende Polymer-Innenelektroden
auf, die aufgrund ihrer Elastizität die Bewegungen die Multilayer-Piezostacks mitmachen
und so ebenfalls eine zuverlässige
elektrische Kontaktierung der Innenmetallisierungen ermöglichen.
Dadurch kann auf die problematische Außenmetallisierung mit den daran
verlöteten
Drähten
vollständig
verzichtet werden.
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Darüber hinaus
ist es jedoch erfindungsgemäß auch möglich, in
den Hohlräumen
des Multilayer-Piezostacks herkömmliche
metallische Elektroden als Innenelektroden zu verwenden. Bevorzugt
sind hierbei einstückige
metallische Festkörper,
die eine ausreichende Elastizität
aufweisen, damit sie die Bewegungen des Multilayer-Piezostacks mitmachen, ohne
diesen zu stark in seiner Bewegung zu hemmen. Hierfür eignen
sich z. B. weiche Metalllegierungen mit Schmelzpunkten über den
Maximalbetriebstemperaturen des Multilayer-Piezostacks oder Weichmetalle,
wie z. B. Thallium. Solche Metallinnenelektroden können z.
B. mittels eines Leitklebeverfahrens in den Hohlräumen des
Multilayer-Piezostacks vorgesehen sein.
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Eine
elektrische Kontaktierung der Innenelektroden erfolgt bevorzugt
an denjenigen Stellen der Innenelektroden, an wel chen die Innenelektroden
im Betrieb des Multilayer-Piezostacks
mechanisch nicht oder nur geringfügig belastet sind bzw. keine
oder nur eine geringfügige
Relativbewegung mit den Hohlraumwänden aufweisen.
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Bevorzugt
findet eine elektrische Kontaktierung einer flüssigen bzw. pulverförmigen Innenelektrode
durch ein wenigstens teilweise in die Innenelektrode eingetauchtes
oder eingestecktes Kontaktelement statt. Hierbei ist das Kontaktelement
innerhalb der Innenelektrode formschlüssig aufgenommen. Bevorzugt
ist das Kontaktelement als ein Kontaktstab ausgebildet, der in den
Hohlraum und somit auch in die Innenelektrode im Wesentlichen vollständig hineinragt
oder durch diese durchragt. Hierdurch ist wieder eine gegenseitige
Verschiebbarkeit des Kontaktstabs gegenüber der Innenelektrode dauerhaft
und elektrisch leitend gesichert. Der Kontaktstab ist in der Innenelektrode
losgelagert, wodurch keine oder nur vernachlässigbar geringe mechanische
Belastungen auf den Kontaktstab einwirken und so eine dauerhafte
Durchkontaktierung (Kontaktelement => Innenelektrode => Innenmetallisierungen) auch im hochdynamischen
Betrieb gewährleistet
ist.
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Eine
elektrische Kontaktierung einer festen Innenelektrode (Polymer-
oder Metallinnenelektrode) erfolgt durch ein stoff- oder kraftschlüssig an
der Innenelektrode vorgesehenes Kontaktelement, das bevorzugt als
Kontaktpin ausgebildet ist. Hierdurch ist ebenfalls eine dauerhafte
elektrische Durchkontaktierung (Kontaktelement => Innenelektrode => Innenmetallisierungen) gewährleistet,
da sich die Innenelektrode relativ zum Multilayer-Piezostack nicht
bewegt und das Kontaktelement an einer Position an/in der Innenelektrode
vorgesehen ist, an welcher diese nicht oder nur geringfügig mechanisch
belastet ist.
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Die
Kontaktelemente (z. B. der Kontaktstab oder der Kontaktpin) sind
entweder direkt mit einer Ansteuerelektronik des Multilayer-Piezostacks,
oder über
eine zusätzliche
elektrische Verbindung, z. B. einem Draht, mit der Ansteuerelektronik
verbunden.
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Für das erfindungsgemäße piezoelektrische oder
elektrostriktive Element bzw. den erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostack kommen
als Materialien für
die Elektroden bzw. die Innenelektroden Metalle oder Metalllegierungen
mit niedrigem Schmelzpunkten in Frage. Ferner eignen sich hierfür elektrisch
leitfähige
Flüssigkeiten.
Durch die Verwendung von Flüssigkeiten
oder Metallen/Metalllegierungen, die wenigstens bei einem Teil der
Betriebstemperaturen flüssig
sind, ist eine dauerhafte elektrische Kontaktierung der jeweiligen
Metallisierungen (und der Kontaktelemente) sichergestellt, da diese
sich sehr gut an veränderte
Umgebungsbedingungen anpassen und keine Hohlräume innerhalb der Elektroden bzw.
der Innenelektroden bilden können.
Bevorzugt ist hierbei, dass das Material der jeweiligen flüssigen Elektrode
bzw. Innenelektrode eine hohe Oberflächenspannung aufweist, damit
das Elektrodenmaterial nicht allzu flüchtig ist und z. B. in Polungsrisse des
Multilayer-Piezostacks hineinläuft.
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Dieselben
Vorteile erreicht man mittels eines elektrisch leitfähigen Pulvers
oder einer elektrisch leitfähigen,
feinkörnigen
Schüttung,
wobei darauf zu achten ist, dass die Korngrößen nicht zu klein sind und
in Polungsrisse des Multilayer-Piezostacks derart eindringen können, dass
es zu Kurzschlüssen kommt,
die den gesamten Multilayer-Piezostack unbrauchbar machen würden.
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Ferner
eignen sich erfindungsgemäß für die Elektroden
bzw. die Innenelektroden sämtliche
nicht monolithische bzw. nicht einstückige Metallfestkörper. Darüber hinaus
eignen sich e lektrisch leitfähigen Gläser, Kolloide,
Gele, Sole, Öle,
Flüssigkristalle, Salze,
Pasten etc. Voraussetzung hierbei ist nur, dass das entsprechende
Elektrodenmaterial bei den entsprechenden Betriebstemperaturen stabil
und elektrisch leitfähig
ist. Ferner sollte eine Siedetemperatur des verwendeten Elektrodenmaterials
wenigstens 30 bis 50K über
einer maximalen Betriebstemperatur des piezoelektrischen oder elektrostriktiven Elements
bzw. des Multilayer-Piezostacks liegen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung befindet sich bevorzugt außerhalb dehnungsaktiver Bereiche
des piezoelektrischen oder elektrostriktiven Elements bzw. außerhalb
des Multilayer-Piezostacks ein Reservoir für die Elektrode bzw. die Innenelektrode,
sodass ein Materialschwund der betreffenden Elektrode kompensierbar ist,
wodurch z. B. beim Multilayer-Piezostack sichergestellt ist, dass
nach wie vor alle Piezokeramikschichten an der Auslenkung des Multilayer-Piezostacks teilhaben
können.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird insbesondere die flüssige Elektrode bzw. die flüssige Innenelektrode
zur Kühlung
des piezoelektrischen oder elektrostriktiven Elements bzw. des Multilayer-Piezostacks
eingesetzt. Die Kühlung kann
durch freie oder erzwungene Flüssigkeitskonvektion
erfolgen. Hierbei ist das erfindungsgemäße Element bzw. der erfindungsgemäße Multilayer-Piezostack derart
eingerichtet, dass wenigstens ein Teil des Elektroden- bzw. Innenelektrodenmaterials durch
das Element bzw. den Multilayer-Piezostack hindurchtreten kann.
Ferner ist hierbei das Elektroden- bzw. das Innenelektrodenmaterial
mit einem kühleren
Abschnitt verbunden, wodurch das Element bzw. der Multilayer-Piezostack über die
Elektrode bzw. die Innenelektroden gekühlt werden können.
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Ferner
betrifft die Erfindung einen Injektor mit einem erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostack, ein
Einspritzsystem mit einem erfindungsgemäßen Injektor und einen Verbrennungsmotor
mit einem erfindungsgemäßen Einspritzsystem.
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Weitere
bevorzugte Ausführungsformen
ergeben sich aus den übrigen
abhängigen
Ansprüchen.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
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1 eine
geschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostacks;
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2 eine
geschnittene Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostacks;
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3 eine
geschnittene Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostack aus 1 entlang
der Linie A-A;
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4 eine
geschnittene Seitenansicht einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostacks; und
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5 eine
geschnittene Seitenansicht einer vierten Ausführungsform der Erfindung.
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Die 1 zeigt
einen erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostack 10,
der aus einander in Längsrichtung
L abwechselnden Piezokeramikschichten 50 und Innenmetallisierungen 20 aufgebaut
ist. Hierbei schließen
jeweils zwei direkt zueinander benachbarte Piezokeramikschichten 50 eine
einzelne Innenmetallisierung 20 zwischen sich ein; ebenso
schließen jeweils
zwei direkt zueinander benachbarte Innenmetallisierungen 20 eine
einzelne Piezokeramikschicht 50 zwischen sich ein. Diese alternierende
Anordnung von Piezokeramikschichten 50 und Innenmetallisierungen 20 lässt einen
sich in Längsrichtung
L erstreckenden Stapelaufbau mit bevorzugt kreisrunder oder quadratischer
Grundfläche
(s. 3) entstehen. Andere Grundflächen des Multilayer-Piezostacks 10 sind
jedoch möglich,
wie z. B. Ellipsen oder Rechteckformen. Die Piezokeramikschichten 50 bestehen
aus einer Blei-Zirkonat-Titanat-Keramik (PZT)
und die Innenmetallisierungen 20 bestehen bevorzugt aus
einer Silber-Palladium-Legierung.
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Im
Betrieb des Multilayer-Piezostacks 10 werden an zwei zueinander
direkt benachbarte Innenmetallisierungen 20 jeweils unterschiedliche elektrische
Potentiale angelegt, sodass sich zwischen diesen Innenmetallisierungen 20 ein
elektrisches Feld innerhalb der Piezokeramikschicht 50 ausbildet,
welches für
eine Dehnung der Piezokeramikschicht 50 verantwortlich
ist. Die einzelnen Dehnungen der Piezokeramikschichten 50 addieren
sich zu einer Gesamtdehnung des Multilayer-Piezostacks 10.
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Eine
elektrische Kontaktierung der jeweiligen Innenmetallisierungen 20 findet über erfindungsgemäße Innenelektroden 40 statt.
Damit jeweils zwei direkt zueinander benachbarte Innenmetallisierungen 20 über die
Innenelektroden 40 mit einem unterschiedlichen elektrischen
Potential beaufschlagt werden können,
sind die direkt zueinander benachbarten Innenmetallisierungen 40 jeweils
mit einer anderen Innenelektrode 20 in elektrischem Kontakt.
Die betreffende nicht zu kontaktierende Innenmetallisierung 20 ist
im Bereich der jeweiligen anderen Innenelektrode 40 ausgenommen.
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Durch
diese Ausnehmungen in den Innenmetallisierungen 20 entstehen
im Multilayer-Piezostack 10 hohlzylinderförmige, inaktive
Kontaktierungszonen 30, die von keiner oder nur von einer
reduzierten elektrischen Feldstärke
durchsetzt werden und daher beim Betrieb des Multilayer-Piezostacks nicht
bzw. weniger auslenken. Hierdurch entstehen bei einer Polarisierung
und auch im späteren
Betrieb mechanische Spannungen, die zu unerwünschten Polungsrissen in den
inaktiven Kontaktierungszonen 30 und auch den dehnungsaktiven
Zonen der Piezokeramikschichten 50 führen.
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Im
Stand der Technik sind diese Polungsrisse für eine Kontaktierung der Innenmetallisierungen 20 durch
Außenmetallisierungen
problematisch, da die Außenmetallisierungen
bei einem Vorliegen von Polungsrissen aufreißen können, und so eine Versorgung
der Innenmetallisierungen 20 mit elektrischen Strom gestört oder
unterbrochen ist. Erfindungsgemäß werden
die Außenmetallisierungen
durch die Innenelektroden 40 ersetzt, wodurch der Multilayer-Piezostack 10 eine
höhere
Lebensdauer aufweist und in seinem Volumen und insbesondere in seiner
Querschnittsfläche
kleiner als ein herkömmlicher
Multilayer-Piezostack ist. Durch eine geeignete Wahl des Materials
der Innenelektrode 40 (s. u.) ist eine dauerhafte und eine
sichere elektrische Kontaktierung 42 der Innenmetallisierungen 20 trotz
des Vorliegens von Polungsrissen gewährleistet.
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Die
erfindungsgemäßen Innenelektroden 40 sind
in Hohlräumen 70 des
Multilayer-Piezostacks 10 aufgenommen. Diese Hohlräume 70 sind
bevorzugt kreiszylindrisch ausgebildet, können jedoch auch andere Formen
besitzen, wie z. B. die eines Prismas oder eines allgemeinen Zylinders.
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Eine
Elektrode (Außenmetallisierung)
gemäß dem Stand
der Technik besteht aus einem metallisch kristallinen, einstückigen (integralen)
Festkörper.
Erfindungsgemäß ist die
Innenelektrode 40 bei wenigstens einem Teil der im Betrieb
des Multilayer-Piezostacks 10 auftretenden Temperaturen
kein einstückiger
(integraler) kristalliner Metallfestkörper. D. h., die jeweilige,
im Hohlraum 70 vorliegende, gesamte Innenelektrode 40 hat
keine feste bzw. metallisch kristalline Konsistenz. So kann erfindungsgemäß die Innenelektrode 40 z.
B. glasartig, pastös,
gelartig, dickflüssig,
zähflüssig, flüssig, lose
gekörnt oder
pulverförmig
sein. Hierfür
eignen sich elektrisch leitende Gläser, Pasten, Gele und Flüssigkeiten,
sowie Metalle bzw. Metalllegierungen mit einem niedrigen Schmelzpunkt.
Insbesondere sollte der Schmelzpunkt des Metalls bzw. der Metalllegierung für die Innenelektrode 40 unterhalb
der Maximaltemperatur des Multilayer-Piezostacks 10 liegen.
Bevorzugt liegen die flüssig-metallischen
Innenelektroden 40 über
einen weiten Temperaturbereich des Betriebs des Multilayer-Piezostacks 10 flüssig vor.
Ferner eignen sich als Materialien für die Innenelektroden 40 elektrisch
leitende Kolloide, Öle,
Flüssigkristalle
oder auch Salze. Darüber
hinaus eignen sich erfindungsgemäß für die Innenelektroden 40 elektrisch leitfähige Pulver
bzw. Schüttungen
mit geringem Korndurchmesser, und auch Polymere (s. 2).
Bei den Materialien der Innenelektrode 40 ist darauf zu achten,
dass diese nicht zu stark in Polungsrisse im Multilayer-Piezostack 10 eindringen
und so einen Kurzschluss verursachen können.
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Bei
der Ausführungsform
nach 1 findet eine elektrische Kontaktierung 44 der
Innenelektrode 40 mittels eines Kontaktelements 60 statt,
das bevorzugt als Kontaktstab 62 ausgebildet ist. Hierbei
ist das Kontaktelement 60 in die Innenelektrode 40 eingetaucht
oder eingesteckt, wobei das Kontaktelement 60 bevorzugt
vollständig
in den entsprechenden Hohlraum 70 des Multilayer-Piezostacks 10 hineinragt.
Hierbei ist das Kontaktelement 60 formschlüssig in
der flüssigen
Innenelektrode 40 oder dem leitfähigen Pulver aufgenommen. Ein
elektrischer Anschluss des Kontaktelements 60 mit einer Ansteuerelektronik
des Multilayer-Piezostacks 10 kann entweder direkt oder über Anschlusselemente, bevorzugt
hochfeste elektrisch leitfähige
Drähte,
erfolgen.
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Erfindungsgemäß wird eine
elektrisch leitfähige
Los- bzw. Gleitlagerung zwischen der Innenelektrode 40 und
dem Kontaktelement 60, sowie zwischen der Innenelektrode 40 und
Innenmetallisierungen 20 zur Verfügung gestellt, was die problematische
Kontaktierung der Außenmetallisierungen
im Stand der Technik umgeht. Die elektrische Kontaktierung 44 der
Innenelektrode 40 durch das Kontaktelement 60,
und die elektrische Kontaktierung 42 von Innenmetallisierungen 20 durch
die Innenelektrode 40 ist mechanisch nahezu frei von Belastungen,
wodurch diese beiden Kontaktierungen 42, 44 dauerhaft viel
haltbarer sind, als entsprechende Kontaktierungen im Stand der Technik.
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Die
Kontaktelemente 60 können
zusätzlich bevorzugt
außerhalb
des Multilayer-Piezostacks 10 gehaltert sein, sodass sich
eine Bewegung der Innenelektrode 40 nicht auf das jeweilige
Kontaktelement 60 überträgt. Das
Kontaktelement 60 ist mittels einer kraft- oder stoffschlüssigen elektrischen
Verbindungstechnik, wie z. B. Löten,
direkt oder über
eine elektrische Leitung mit der Ansteuerelektronik verbunden.
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Der
Gesamtaufbau des Multilayer-Piezostacks 10 ist nach Vorsehen
der Innenelektrode 40 und der Kontaktelemente 60 mittels
eines elektrisch nicht leitenden elastischen Werkstoffs, durch eine Kapselung 80,
z. B. aus Silikon, zu hermetisieren.
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Die 2 zeigt
eine zweite Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Multilayer-Piezostacks 10, wobei
die Innenelektrode 40 aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff
bzw. Polymer besteht. Bevorzugt ist die Polymer-Innenelektrode 40 in
den jeweiligen Hohlraum 70 mittels eines Leitklebeverfahrens über ihre
gesamte Länge
hinweg in den Multilayer-Piezostack 10 hineingeklebt. Hierdurch
macht die Polymer-Innenelektrode 40 die hin- und hergehenden
Bewegungen des Multilayer- Piezostacks 10 mit,
wodurch eine dauerhafte und sichere elektrische Kontaktierung 42 der
Innenmetallisierungen 20 gewährleistet ist.
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Die
elektrische Kontaktierung 44 der Polymer-Innenelektrode 40 geschieht über ein
in das Polymer eingebrachtes Kontaktelement 60, welches
bevorzugt als Kontaktpin 64 ausgebildet ist. Für eine solche
Verbindung wird vorzugsweise eine kraftschlüssige Verbindung des Polymers
mit dem Kontaktpin, z. B. mittels Löten, Bonden oder Leitkleben, hergestellt.
Ferner ist es möglich,
innerhalb der Polymer-Innenelektrode 40 einen Kontaktstab 62 innerhalb
der Polymer-Innenelektrode 40 vorzusehen. Dies kann wie
im ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung geschehen, wobei der Kontaktstab 62 in die Polymer-Innenelektrode 40 teilweise
oder auch ganz hineinragt. Auf eine dauerhafte elektrische Verbindung
zwischen Kontaktstab 62 und Polymer-Innenelektrode 40 ist
dabei zu achten.
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3 zeigt
einen Ausschnitt A-A des ersten Ausführungsbeispiels aus 1,
welcher den Multilayer-Piezostack 10 geschnitten in einer
Draufsicht darstellt. Hierbei ist in der rechten Hälfte der 3 die
Innenmetallisierung 20 und in der linken Hälfte die Piezokeramikschicht 50 geschnitten
dargestellt. Wie aus 3 zu sehen ist, ist der erfindungsgemäße Multilayer-Piezostack 10 in
seiner Grundfläche
bevorzugt kreisförmig
bzw. quadratisch (in 3 gestrichelt dargestellt).
Ferner sind auf einem einzelnen Durchmesser die Zentren der Hohlräume 70 vorgesehen.
Andere Positionen dieser Zentren sind natürlich möglich. Ferner ist in 3 der
im Vergleich mit dem Stand der Technik größere Kontaktierungsbereich 42 der
Innenmetallisierung 20 mit der Innenelektrode 40 gut
zu erkennen (durch einen Umlaufpfeil um den Hohlraum 70 dargestellt).
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4 zeigt
eine dritte erfindungsgemäße Ausführungsform
des Multilayer-Piezostacks 10, wobei die erfindungsgemäße Elektrode 40 nicht
innerhalb des Multilayer-Piezostacks 10, sondern außen an den
Piezokeramikschichten 50 vorgesehen ist. Hierfür ist das
Design der Innenmetallisierungen 20 derart geändert, dass
sich die jeweiligen Ausnehmungen der Innenmetallisierungen 20 an
den äußeren Rändern befinden.
Erfindungsgemäß ist die
nicht aus einem einstückigen
Metallfestkörper
bestehende Elektrode 40 am Multilayer-Piezostack 10 sich
seitlich in Längsrichtung
L erstreckend vorgesehen. Hierfür
ist ein (fluid)dichter Hohlraum seitlich am Multilayer-Piezostack 10 ausgebildet.
Innerhalb dieses Hohlraums befindet sich das bereits oben beschriebene
Material der Elektrode 40. Eine elektrische Kontaktierung
der Elektrode 40 findet z. B. ebenfalls wie oben beschrieben
mittels des Kontaktelements 60, welches als Kontaktstab 62 oder
auch als Kontaktpin 64 ausgebildet sein kann, statt. Die
erfindungsgemäße Elektrode 40 kann
hierbei an einer Längsseite oder über eine
Ecke des Multilayer-Piezostacks 10 hinweg vorgesehen sein.
Darüber
hinaus ist es z. B. möglich,
die erfindungsgemäße Elektrode 40 in
einer in Längsrichtung
L ausgenommenen Ecke des Multilayer-Piezostacks 10 vorzusehen.
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Insbesondere
bei einer hochdynamischen Ansteuerung entsteht innerhalb des Multilayer-Piezostacks 10 eine
große
Wärmemenge,
die mittels der erfindungsgemäßen flüssigen Innenelektrode 40 abtransportierbar
ist. Die folgenden Ausführungen
sollen ebenfalls ein piezokeramisches oder elektrostriktives Element 10 (s.
u.) umfassen. Erfindungsgemäß ist der
Multilayer-Piezostack 10 zur Kühlung derart eingerichtet,
dass die Innenelektroden 40 mit einem Wärmetauscher in Kontakt sind.
Dies kann ein einfacher Stoffkontakt oder auch ein Stoffaustauschkontakt,
z. B. über
eine freie oder eine erzwungene Flüssigkeitskonvektion sein. Je
mehr Wärme
innerhalb des Multilayer-Piezostacks 10 entsteht, desto
ratsamer ist ein Stoffaustausch der flüssigen Innenelektrode 40 mit
dem Wärmetauscher,
wobei z. B. die flüssige
Innenelektrode 40 in einem Kreislauf durch den Hohlraum 70 und
durch den Wärmetauscher
hindurch pumpbar ist. Nach Passieren des Wärmetauschers kann die flüssige Innenelektrode 40 wieder zurück in den
Hohlraum 70 gepumpt werden oder z. B. noch andere (Kühl-)Aufgaben übernehmen.
Ferner kann die flüssige
Innenelektrode 40 vor ihrem Eintritt in den Wärmetauscher
noch andere (Kühl-)Aufgaben übernehmen.
Ein solcher Kreislauf kann jedoch auch ohne Pumpe, nur durch freie
Konvektion realisiert sein.
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5 zeigt
eine vierte Ausführungsform
der Erfindung, bei welcher ein piezokeramisches oder elektrostriktives
Element 10 mittels der erfindungsgemäßen Elektrode 40 kontaktiert
ist. Bei diesem Beispiel handelt es sich um eine einzelne Piezokeramikschicht 50,
die von zwei Metallisierungen 20 angesteuert wird (Aktor,
dargestellt in 5), bzw. durch beide Metallisierungen 20 eine
elektrische Spannung bei einer Verformung der Piezokeramikschicht 50 von
außen
abgenommen wird (Sensor, nicht dargestellt in 5).
Hierbei ist eine elektrische Kontaktierung 42 der Metallisierung 20 über die
erfindungsgemäße Elektrode 40 bzw.
das erfindungsgemäße Elektrodenmaterial
hergestellt. Alternativ können
beide Metallisierungen 20 mit der erfindungsgemäßen Elektrode 40 versehen
sein.
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Die
auf der Metallisierung 20 vorgesehene Elektrode 40 ist
hierbei bevorzugt durch eine Kapselung bzw. durch ein Gehäuse fest
mit der Metallisierung 20 verbunden. Ein Kontaktelement 60 ragt
in die Elektrode 40 hinein, wobei zwischen Elektrode 40 und
Kontaktelement 60 ein gegeneinander verschieblicher elektrischer
Kontakt besteht. Die Elektrode 40 ist hierbei ein Los-
bzw. Gleitlager für
das Kontaktelement 60, was insbesondere vorteilhaft für die elektrische
Kontaktierung bei einer dynamischen Beanspruchung des piezokeramischen
oder e lektrostriktiven Elements 10 ist (s. o.), da die
elektrische Kontaktierung nur einer geringfügigen mechanischen Belastung
unterworfen ist.
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Ferner
kann bei einer mechanischen Beanspruchung der flüssigen Elektrode 40,
diese als ein Schmier- oder Gleitmittel, z. B. zwischen zwei Abschnitten
eines piezoelektrisch betriebenen Motors, dienen.