[go: up one dir, main page]

DE102005030587A1 - Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens und hiermit hergestelltes Werkstück - Google Patents

Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens und hiermit hergestelltes Werkstück Download PDF

Info

Publication number
DE102005030587A1
DE102005030587A1 DE200510030587 DE102005030587A DE102005030587A1 DE 102005030587 A1 DE102005030587 A1 DE 102005030587A1 DE 200510030587 DE200510030587 DE 200510030587 DE 102005030587 A DE102005030587 A DE 102005030587A DE 102005030587 A1 DE102005030587 A1 DE 102005030587A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
components
joining
overlapping
sealing
overlapping end
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE200510030587
Other languages
English (en)
Other versions
DE102005030587B4 (de
Inventor
Sebastian Ortmann
Jens Unger
Andreas Sterzing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Original Assignee
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV filed Critical Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Priority to DE200510030587 priority Critical patent/DE102005030587B4/de
Publication of DE102005030587A1 publication Critical patent/DE102005030587A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102005030587B4 publication Critical patent/DE102005030587B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D39/00Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
    • B21D39/04Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of tubes with tubes; of tubes with rods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D26/00Shaping without cutting otherwise than using rigid devices or tools or yieldable or resilient pads, i.e. applying fluid pressure or magnetic forces
    • B21D26/02Shaping without cutting otherwise than using rigid devices or tools or yieldable or resilient pads, i.e. applying fluid pressure or magnetic forces by applying fluid pressure
    • B21D26/033Deforming tubular bodies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens, wobei die Bauteile zum Fügen mit überlappenden Endabschnitten in einem Innenhochdruck-Umformwerkzeug angeordnet werden, zumindest ein Formelement als form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mittels Wirkmediums im Überlappungsbereich ausgebildet wird und die überlappenden Endabschnitte der Bauteile eine Dichtkante und/oder eine Dichtfläche zur Wirkmediumabdichtung beim Fügen bilden.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens sowie ein hiermit hergestelltes Werkstück. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung das Fügen von Rohrenden mittels Wirkmedien.
  • In zahlreichen Industriezweigen haben sich wirkmedienbasierte Umformverfahren am Markt etabliert, wie insbesondere das Innenhochdruck-Umformen (IHU). Insbesondere im Automobilbau werden Bauteile, wie z.B. Elemente der Abgasanlage, Strukturbauteile oder auch Antriebselemente mit derartigen wirkmedienbasierten Umformverfahren hergestellt.
  • Eine Optimierung der Prozesskette zur Herstellung der Bauteile und damit eine Reduzierung der Fertigungskosten kann beim Innenhochdruck-Umformen erreicht werden, indem möglichst viele weitere Bearbeitungsschritte in den Umformvorgang integriert werden. Eine der möglichen Verfahrensintegrationen ist das Fügen von Bauteilen im IHU-Prozess. Neben dem Fügen von Zusatzelementen, wie es beispielsweise bei den gebauten Nockenwellen (Nocken-Rohr) Anwendung findet, können auch mehrere Rohre miteinander verbunden werden.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformvertahrens anzugeben, bei dem ein linienförmiges Fügen ohne Zusatzelemente zur Ausbildung einer Hinterschneidung im Fügebereich beim Verbinden mittels Innenhochdruck-Umformens ermöglicht ist.
  • Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens, bei dem die Bauteile zum Fügen mit überlappenden Endabschnitten in einem Innenhochdruck-Umformwerkzeug angeordnet werden, zumindest ein Formelement als form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mittels Wirkmedium im Überlappungsbereich ausgebildet wird und die überlappenden Endabschnitte der Bauteile eine Dichtkante und/oder eine Dichtfläche zur Wirkmedienabdichtung beim Fügen bilden.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein linienförmiges Fügen von Rohrenden mittels Wirkmedien ohne Zusatzelemente zur Ausbildung einer Hinterschneidung im Fügebereich ermöglicht, wobei Formelemente ausgeformt werden, die eine form- und kraftschlüssige Verbindung ergeben. Über die Dichtkante und/oder die Dichtfläche wird eine Leckage zwischen den rohrförmigen Bauteilen sicher verhindert, wodurch eine Ausformung der Fügestelle ermöglicht wird.
  • Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt eine Ausbildung der Dichtkante und/oder der Dichtfläche durch eine Vergrößerung eines Innendurchmessers im Bereich des überlappenden Endabschnittes an einem der Bauteile, wobei eine entstehende Stufe als Anlage für eine Stirnfläche des überlappenden Endabschnitts des anderen der Bauteile dient. In Verbindung hiermit bzw. alternativ hierzu kann die Ausbildung der Dichtkante und/oder der Dichtfläche durch eine Verringerung eines Außendurchmessers im Bereich des überlappten Endabschnittes eines der Bauteile erfolgen, wobei eine entstehende Stufe als Anlage für eine Stirnfläche des überlappenden Endabschnittes des anderen der Bauteile dient. Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel wird zur Erzeugung der Dichtkante und/oder der Dichtfläche gleichzeitig der Innendurchmesser im Bereich des überlappenden Endabschnittes des einen der Bauteile derart vergrößert und der Außendurchmesser im Bereich des überlappenden Endabschnittes des anderen der Bauteile derart verringert, dass der entstehende Innendurchmesser und der entstehende Außendurchmesser im wesentlichen übereinstimmen, wobei durch das Überlappen der Bauteile zwei Dichtkanten über einen gesamten Querschnitt gebildet werden können. Insbesondere in dieser Ausbildung ist ein Fügen zweier verschieden dicker Rohre ermöglicht.
  • Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird zur Erzeugung der Dichtfläche an einem der zu fügenden Bauteile im Bereich des überlappenden Endabschnittes ein konisch aufgeweiteter Innendurchmesser und am anderen der zu fügenden Bauteile im Bereich des überlappenden Endabschnittes ein konisch verjüngter Außendurchmesser vor dem Fügen ausgebildet.
  • Das Formelement kann vorzugsweise als eine umlaufende Sicke oder als eine flächenförmige, nicht vollständig umlaufende Sicke ausgebildet werden.
  • Es ist vorteilhaft, wenn zumindest eines der Bauteile während des Fügens mit einer Axialkraft entlang dessen Längserstreckung (insbesondere über Axialstempel) beaufschlagt wird.
  • Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Bauteile im Innenhochdruck-Umformwerkzeug in Verlängerung zueinander angeordnet werden, wobei Längsachsen der Bauteile im Bereich der überlappenden Endabschnitte der Bauteile parallel und insbesondere koaxial zueinander angeordnet werden. Diese relative Anordnung der Bauteile zueinander wird im Rahmen dieser Anmeldung auch als „linienförmig" bezeichnet.
  • Es ist weiterhin eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens hergestelltes Werkstück anzugeben, bei dem die Bauteile in Verlängerung zueinander („linienförmig") angeordnet sind.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Werkstück aus zumindest zwei rohrförmigen Bauteilen, bei dem an den Bauteilen vor einem Ausformen eines Formelementes zur form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung der Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens eine Dichtkante und/oder eine Dichtfläche ausgebildet ist.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Überlappungsbereichs zweier zu fügender Bauteile mit einer Abdichtung im Fügebereich mittels Dichtkanten,
  • 2 eine schematische Darstellung eines Überlappungsbereichs zweier zu fügender Bauteile mit einer Abdichtung im Fügebereich mittels Dichtfläche,
  • 3A eine räumliche, teilweise geschnittene und schematische Darstellung eines Fügebereichs nach dem Fügevorgang mit einer als umlaufende Sicke ausgebildeten Fügeverbindung,
  • 3B eine räumliche, schematische Darstellung eines Fügebereichs nach dem Fügevorgang mit einer zwei flächenförmige Sicken aufweisenden Fügeverbindung,
  • 4 eine Abbildung einer aufgeschnittenen Fügeverbindung nach dem Fügevorgang zweier Rohre mit unterschiedlichen Rohrdurchmessern,
  • 5 eine räumliche Abbildung zweier gefügter Rohre mit unterschiedlichen Rohrdurchmessern mit konischer Dichtfläche,
  • 6 eine räumliche Abbildung zweier gefügter Rohre mit im wesentlichen gleichen Rohrdurchmessern mit zwei Dichtkanten, und
  • 7 und 8 schematische Darstellungen des Überlappungsbereichs zweier zu fügender Bauteile mit einer Abdichtung mittels Klebstoff.
  • Zur Ausbildung eines Formelementes/mehrerer Formelemente zum Verbinden von hohlen Bauteilen mittels des vorliegenden wirkmedienbasierten Umformverfahren, wird in einem Innenraum der Bauteile ein Wirkmediendruck erzeugt. Um die Ausformung des Formelementes zu ermöglichen, muss gewährleistet werden, dass keine Leckage zwischen den Hohlräumen der Rohre auftritt. In Abhängigkeit der Eingangsgrößen sind hierbei verschiedene Dichtstrategien möglich.
  • Zum einen kann die Abdichtung mittels zumindest einer Dichtkante 3 zwischen den Bauteilen 1, 2 erfolgen. Entsprechend vorbereitete und ineinander gesteckte rohrförmige Bauteile 1, 2 mit der Ausbildung zweier umlaufender Dichtkanten 3 hierfür sind in 1 gezeigt.
  • Alternativ zur Ausbildung einer Dichtkante 3 bzw. in Kombination hiermit kann auch eine Abdichtung über eine Dichtfläche 30 zwischen den Bauteilen 10, 20 realisiert werden. Dabei wird einer der Fügepartner 20 konisch aufgeweitet, wobei der andere Fügepartner 10 konisch verjüngt wird, wie dies in 2 dargestellt ist.
  • Zur Ausbildung der Dichtkanten 3 nach 1 erfolgt an dem in 1 rechts angeordneten Ausgangsbauteil 1 einer Vergrößerung des Innendurchmessers von dem ursprünglichen Durchmesser d1 auf den vergrößerten Durchmesser d2, sowie am in 1 links angeordneten Ausgangsbauteil 2 eine Verringerung des Außendurchmessers von dem ursprünglichen Durchmesser D3 auf den verringerten Durchmesser D4. Das rechts angeordnete Ausgangsbauteil weist daher einen „stufenartigen" Sprung an der Innenumfangsfläche auf. Das links angeordnete Ausgangsbauteil weist einen „stufenartigen" Sprung an der Außenumfangsfläche auf. Hierbei erfolgt eine Passung der Durchmesser d2 und D4 derart, dass ein Ineinanderstecken ermöglicht ist.
  • Nach diesen Vorbereitungsschritten werden die Hohlkörper mit ihren Randbereichen ineinander gesteckt. Die stirnseitigen Flächen gelangen beim Ineinanderstecken der Bauteile (der Halbzeuge) in Kontakt mit den an den Umfangsflächen gebildeten Stufen und erzeugen hierdurch zwei Dichtkanten über den gesamten Querschnitt, wie aus 1 ersichtlich. Die Abdichtung erfolgt somit stirnseitig zwischen den beiden rohrförmigen Bauteilen.
  • Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen des Verfahrens wird auf jeden Fall gewährleistet, dass die „innere" Dichtkante (also die dem Innenraum der Halbzeuge näher liegende Dichtkante, also die in 1 links angeordnete Dichtkante) dicht ist. Wenn sich das Fluid zwischen die zwei zu fügenden Halbzeuge setzten würde, entstünde ein Gegendruck auf das innere Rohr, wodurch eine Ausformung der Fügestelle nicht mehr möglich wäre. Nur das äußere Rohr würde sich in dem Falle ausformen, das innere Rohr bliebe unverformt.
  • Über die Ausbildung der Dichtkanten können auch Bauteile gefügt werden, die unterschiedliche Wanddicken aufweisen. In diesem Fall wird am rohrförmigen Bauteil mit größerer Wanddicke je nach Wanddickenunterschied der Innendurchmesser vergrößert. Der Außendurchmesser des Fügepartners kann dann entsprechend dem gewählten Innendurchmesser des ersten rohrförmigen Bauteiles verringert werden. Alternativ hierzu kann jedoch auch der Außendurchmesser des Fügepartners unverändert bleiben, wenn der Innendurchmesser des ersten Fügepartners dem Außendurchmesser entspricht.
  • Alternativ zur Ausbildung einer Dichtkante bzw. in Kombination hiermit kann auch eine Abdichtung über eine Dichtfläche realisiert werden. Dabei wird einer der Fügepartner konisch aufgeweitet, wobei der andere Hohlkörper konisch verjüngt wird, wie dies in 2 dargestellt ist. Dieses Verfahren kann unter anderem bei Hohlkörpern mit unterschiedlichen Durchmessern oder dem Fügen von rotations- mit nichtrotationssymmetrischen Hohlkörpern angewandt werden.
  • An der Fügestelle wird zumindest ein Formelement 4, 5, 6 mittels des wirkmedienbasierten Umformens ausgebildet, wie dies in den 3A und 3B für eine umlaufende Sicke 4 bzw. zwei flächenförmige Sicken 5, 6 dargestellt ist.
  • Eine Geometrie des bzw. der ausgebildeten Formelemente 4,5,6 kann abhängig von der erwarteten Belastung auf das herzustellende Werkstück ausgebildet werden.
  • Beispielsweise kann für eine im wesentlichen axiale Belastung eine umlaufende Sicke 4 ausgeformt werden, wie dies in 3A dargestellt ist.
  • Liegt neben der axialen noch eine relevante tangentiale Belastung am Bauteil (im Einsatzfall) vor, kann die Ausformung der Formelemente 5, 6 auch nicht vollständig umlaufend (d.h. also „flächenförmig") erfolgen, so dass eine Verdrehsicherung gewährleistet ist (3B).
  • Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel des Verfahrens umfaßt das Fügen der Rohrenden mittels Innenhochdruck das Anbringen von Dichtkante 3/Dichtfläche zur Vorbereitung der Rohre 1, 2, das Einlegen der Rohre 1, 2 in die Werkzeuggravur des Innenhochdruck-Umformwerkzeuges, das Schließen des Innenhochdruck-Werkzeuges, das Beaufschlagen des entstandenen Hohlkörpers mit einer Axialkraft mit Hilfe von Axialstempeln, die Erzeugung von Innenhochdruck und damit die Ausformung der Formelemente 4, 5, 6 und die Entlastung und Entnahme der gefügten Rohre 1, 2.
  • Mit den vorgenannten Ausführungsbeispielen des Verfahrens ist es auch vorteilhafter Weise möglich, Hohlkörper ohne Zusatzelemente in einer linienförmigen Verbindung zu fügen. Je nach Verwendung der unterschiedlichen Dichtvarianten können auch rotations- und nichtrotationssymmetrische Bauteile miteinander verbunden werden. Gleichfalls können auch Bauteile mit unterschiedlichen Durchmessern und Wanddicken gefügt werden.
  • Ein zu Versuchszwecken hergestelltes Werkstück aus zwei Rohren mit unterschiedlichen Rohrdurchmessern ist in 4 als Schnitt durch den Bereich der Fügeverbindung mit einer Dichtfläche 30 nach 2 abgebildet. Der Unterschied im Durchmesser der Rohre hieraus klar ersichtlich. Ebenfalls ist die in diesem Ausführungsbeispiel umlaufende Sicke 40, welche ohne die Verwendung von Formstempeln ausgeformt ist, ersichtlich.
  • Das vorliegende Verfahren ist insbesondere bei der Verwendung von Strukturkomponenten in vorteilhafter Weise einsetzbar.
  • Besonders vorteilhaft an dem vorliegenden Verfahren ist, dass das Fügen der beiden bzw. von mehreren Werkstücken mit dem Wirkmedium ohne Zusatzelemente erfolgt. Das eingesetzte Wirkmedium kann fest, flüssig oder gasförmig sein. Die Fügestelle zwischen beiden Werkstücken kann linien- oder flächenförmig sein. Die Verbindungsstelle zwischen den beiden Profilen kann zylindrisch, kegelförmig, lokalkonisch oder alternierend sein. Die linien- oder flächenförmige Fügestelle ermöglicht eine form- oder kraftschlüssige Verbindung, wobei durch technologische und werkzeugtechnische Maßnahmen eine die Leckage verhindernde Dichtkante/Dichtfläche initiiert wird. Die Dichtkante/Dichtfläche kann stirnseitig flächig oder umfangsmantelflächig ausgebildet sein. Die Fügeverbindung kann in Form einer oder mehrere Sicken aus unterschiedlichen Geometrien gebildet werden. Hierbei können die zu fügenden Profile beliebige Formen annehmen.
  • Als ein Ausführungsbeispiel des Rohrfügens mittels Dichtfläche ist eine entsprechend hergestellte Verbindung in 5 dargestellt.
  • Als ein Ausführungsbeispiel eines Rohrfügens mittels Dichtkanten ist eine ausgeführte Verbindung in 6 abgebildet.
  • Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen des Verfahrens wird zur Abdichtung der Bauteile eine axiale Kraftkomponente auf die Dichtkante oder die Dichtfläche ausgeübt. Diese Axialkraft wird über zumindest einen axial wirkenden Stempel erzeugt. Das vorliegende Verfahren kann jedoch auch so abgewandelt werden, dass auch ohne axiale Krafteinleitung bzw. bei gekrümmten Bauteilen (Halbzeugen) eine Abdichtung ermöglicht ist. Insbesondere kann dies durch die Zuhilfenahme eines Klebstoffes realisiert werden. Der Klebstoff ermöglicht eine stoffschlüssige Verbindung, die einerseits eine Abdichtung gegenüber dem Fluid ermöglicht, sowie zusätzlich als Unterstützung der Fügeverbindung dient. Dabei können einkomponentige Epoxidklebstoffe, zweikomponentige Epoxidklebstoffe oder auch Klebstoffe mit anderen Zusammensetzungen zur Anwendung kommen.
  • Die Möglichkeiten der Auftragung des Klebstoffes sind in den 7 und 8 dargestellt.
  • In 7 sind ineinander gesteckte rohrförmige Bauteile (Halbzeuge) 1, 2 mit zwei umlaufenden Dichtkanten 3 gezeigt. Außer im Überlappungsbereich der rohrförmigen Bauteile weisen diese im wesentlichen gleiche Außen- und Innendurchmesser auf. Im Überlappungsbereich weist das in der Fig. links angeordnete Bauteil 2 einen vergrößerten Innendurchmesser und das in der Fig. rechts angeordnete Bauteil 1 einen entsprechend hierzu verringerten Außendurchmesser auf. Zwischen der Innenumfangsfläche des links angeordneten Bauteils 2 und der Außenumfangsfläche der rechts angeordneten Bauteils 1 im Überlappungsbereich ist eine Klebstoffmasse K angeordnet, welche zusammen mit jedenfalls der „inneren" Dichtkante (d.h. der in der Fig. links angeordneten Dichtkante, also der dem Innenraum der Halbzeuge näher liegenden Dichtkante) eine sichere Abdichtung des Innenraums (auch ohne zusätzliche Axialkraft) ermöglicht.
  • In 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Abdichtung über eine Dichtmasse (den Klebstoff) dargestellt. Wie 8 entnehmbar ist der Außendurchmesser des Endbereichs des in 8 rechts angeordneten Bauteils 100 vermindert, so daß dieser Endbereich in das in 8 links angeordnete Bauteil 200 eingeführt werden kann. Zwischen der Innenumfangsfläche des links angeordneten Bauteils 2 und der Außenumfangsfläche der rechts angeordneten Bauteils 1 im Überlappungsbereich ist eine Klebstoffmasse K angeordnet, welche eine sichere Abdichtung des Innenraums (auch ohne zusätzliche Axialkraft) ermöglicht.
  • Alternativ zu bzw. in Verbindung mit der in 8 gezeigten Durchmesserverringerung kann auch eine Durchmesservergrößerung durch Aufweitung des in 8 rechts angeordneten Bauteils 100 vorgenommen werden. In diesem Fall wird dann das in 8 links angeordnete Bauteil 200 in das Bauteils 100 eingeführt.

Claims (11)

  1. Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrtörmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens, wobei die Bauteile zum Fügen mit überlappenden Endabschnitten in einem Innenhochdruck-Umformwerkzeug angeordnet werden, zumindest ein Formelement als form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mittels Wirkmedium im Überlappungsbereich ausgebildet wird und die überlappenden Endabschnitte der Bauteile eine Dichtkante und/oder eine Dichtfläche zur Wirkmediumabdichtung beim Fügen bilden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Ausbildung der Dichtkante und/oder der Dichtfläche durch eine Vergrößerung eines Innendurchmessers im Bereich des überlappenden Endabschnittes an einem der Bauteile, wobei eine entstehende Stufe als Anlage für eine Stirnfläche des überlappenden Endabschnittes des anderen der Bauteile dient.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Ausbildung der Dichtkante und/oder der Dichtfläche durch eine Verringerung eines Außendurchmessers im Bereich des überlappenden Endabschnittes eines der Bauteile, wobei eine entstehende Stufe als Anlage für eine Stirnfläche des überlappenden Endabschnittes des anderen der Bauteile dient.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Dichtkante und/oder der Dichtfläche gleichzeitig der Innendurchmesser im Bereich des überlappenden Endabschnittes des einen der Bauteile derart vergrößert und der Außendurchmesser im Bereich des überlappenden Endabschnittes des anderen der Bauteile derart verringert werden, dass der entstehende Innendurchmesser und der entstehende Außendurchmesser im wesentlichen übereinstimmen, wobei durch das Überlappen der Bauteile zwei Dichtkanten über einen gesamten Querschnitt gebildet werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Dichtfläche an einem der zu fügenden Bauteile im Bereich des überlappenden Endabschnittes ein konisch aufgeweiteter Innendurchmesser und am anderen der zu fügenden Bauteile im Bereich des überlappenden Endabschnittes ein konisch verjüngter Außendurchmesser vor dem Fügen ausgebildet wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Formelement als eine umlaufende Sicke oder als eine oder mehrere flächenförmige, nicht vollständig umlaufende Sicke ausgebildet wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Bauteile während des Fügens mit einer Axialkraft entlang dessen Längserstreckung beaufschlagt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile im Innenhochdruck-Umformwerkzeug in Verlängerung zueinander angeordnet werden, wobei Längsachsen der Bauteile im Bereich der überlappenden Endabschnitte der Bauteile parallel und insbesondere koaxial zueinander angeordnet werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das eingesetzte Wirkmedium fest, flüssig oder gasförmig ist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle zwischen den beiden Profilen zylindrisch, kegelförmig, lokal konisch oder alternierend ist.
  11. Werkstück, hergestellt mit dem Fügeverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, aus zumindest zwei rohrförmigen Bauteilen, wobei an den Bautei len vor einem Ausformen eines Formelementes zur form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung der Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens eine Dichtkante und/oder eine Dichtfläche ausgebildet ist.
DE200510030587 2005-06-30 2005-06-30 Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens Expired - Fee Related DE102005030587B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510030587 DE102005030587B4 (de) 2005-06-30 2005-06-30 Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510030587 DE102005030587B4 (de) 2005-06-30 2005-06-30 Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102005030587A1 true DE102005030587A1 (de) 2007-01-04
DE102005030587B4 DE102005030587B4 (de) 2009-03-12

Family

ID=37545025

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200510030587 Expired - Fee Related DE102005030587B4 (de) 2005-06-30 2005-06-30 Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102005030587B4 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012030240A1 (en) * 2010-08-30 2012-03-08 Instytut Obróbki Plastycznej Method for connecting hollow cylindrical elements, especially pipes

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4148127A (en) * 1975-10-20 1979-04-10 Northern Border Pipeline Company Method of applying a bond-type crack arrestor to a pipe section of a pipeline
GB2330104A (en) * 1997-10-10 1999-04-14 Gkn Sankey Ltd Tubular connection
DE10236132C1 (de) * 2002-08-07 2003-11-20 Daimler Chrysler Ag Verfahren zur Herstellung einer Verbindung
DE10347101A1 (de) * 2003-10-10 2005-05-12 Daimler Chrysler Ag Drehfeste Verbindung

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4148127A (en) * 1975-10-20 1979-04-10 Northern Border Pipeline Company Method of applying a bond-type crack arrestor to a pipe section of a pipeline
GB2330104A (en) * 1997-10-10 1999-04-14 Gkn Sankey Ltd Tubular connection
DE10236132C1 (de) * 2002-08-07 2003-11-20 Daimler Chrysler Ag Verfahren zur Herstellung einer Verbindung
DE10347101A1 (de) * 2003-10-10 2005-05-12 Daimler Chrysler Ag Drehfeste Verbindung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012030240A1 (en) * 2010-08-30 2012-03-08 Instytut Obróbki Plastycznej Method for connecting hollow cylindrical elements, especially pipes

Also Published As

Publication number Publication date
DE102005030587B4 (de) 2009-03-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008038276B4 (de) Verfahren zur Verbindung von Fahrwerksteilen und Fahrwerksbaugruppe
DE2924641C2 (de) Rohrverbindung
EP2866979B1 (de) Pressbacke, verfahren zum herstellen einer unlösbaren rohrverbindung, fitting und system aus einer pressbacke und einem fitting
DE2941847A1 (de) Rohrverbindung und verfahren zu ihrer herstellung
EP2475922A1 (de) Rohrverschraubung und verfahren zur herstellung derselben
EP3596377A1 (de) Fitting zum verbinden mit mindestens einem rohr und verfahren zum herstellen einer verbindung
DE3226868A1 (de) Dauerhaft dichte gewindelose rohrverbindung
EP1707861B1 (de) Fitting und Verfahren zur Herstellung eines Fittings
WO2012066099A1 (de) Verfahren und komponentensatz zur herstellung eines rohrförmigen bauteils, insbesondere einer gebauten nockenwelle
DE102006049594A1 (de) Flanschverbindung für Rohrleitungen
DE69114260T2 (de) Rohrverbindung und Verfahren dazu.
DE102019111206A1 (de) Druckgehäuse, Verfahren zur Herstellung eines Druckgehäuses und Ventil mit einem Druckgehäuse
DE102005030587B4 (de) Verfahren zum Fügen zweier insbesondere rohrförmiger Bauteile mittels eines wirkmedienbasierten Umformverfahrens
DE2729677A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum zusammenfuegen von rohren
DE102008049990B4 (de) Speichervorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Speichervorrichtung
DE102009008660A1 (de) Fügeverbindung und Verfahren zu deren Herstellung
DE19731563A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer dichten und festen Rohrverbindung
DE102015108083A1 (de) Flanschverbindung für Bauteile aus Kunststoff, insbesondere für rohrförmige Bauteile aus Kunststoff
DE10064976A1 (de) Armatur mit Anschlussadapter
AT526935B1 (de) Steckverbinder
DE102010045400A1 (de) Rohrleitung
EP4388205B1 (de) Zylinderrohrbaugruppe und verfahren zu deren herstellung
DE19832288A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Verbindungselementes und danach hergestelltes Verbindungselement
DE102005031727B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden zweier Profilteile
DE102005029681A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Fügen nicht-rotationssymmetrischer Hohlprofile durch Weiten mit Formkörpern

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20150101