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DE102005039642B3 - Kollimatorensystem für eine Röntgendiffraktometrie, Röntgenbeugungsscanner sowie Verfahren zur Durchführung einer Röntgenbeugungsanalyse - Google Patents

Kollimatorensystem für eine Röntgendiffraktometrie, Röntgenbeugungsscanner sowie Verfahren zur Durchführung einer Röntgenbeugungsanalyse Download PDF

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DE102005039642B3
DE102005039642B3 DE200510039642 DE102005039642A DE102005039642B3 DE 102005039642 B3 DE102005039642 B3 DE 102005039642B3 DE 200510039642 DE200510039642 DE 200510039642 DE 102005039642 A DE102005039642 A DE 102005039642A DE 102005039642 B3 DE102005039642 B3 DE 102005039642B3
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DE
Germany
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collimator
aperture
primary
ring
diffraction
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Expired - Fee Related
Application number
DE200510039642
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English (en)
Inventor
Stephan Olesinski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Smiths Detection Inc
Original Assignee
Yxlon International Security GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21KTECHNIQUES FOR HANDLING PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
    • G21K1/00Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating
    • G21K1/02Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating using diaphragms, collimators
    • G21K1/025Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating using diaphragms, collimators using multiple collimators, e.g. Bucky screens; other devices for eliminating undesired or dispersed radiation

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Abstract

Die Erfindung befasst sich mit einem Kollimatorsystem für eine Röntgendiffraktometrie mit einem Primärkollimator 1 und einem Sekundärkollimator 2. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Primärkollimator 1 eine zentrale Blendenöffnung 3, durch das die z-Achse verläuft, und eine dazu konzentrisch angeordnete ringförmige Durchbrechung 4 aufweist, der Sekundärkollimator 2 eine zylindermantelförmige Durchbrechung 5, die konzentrisch zur z-Achse verläuft, und eine kegelmantelförmige Durchbrechung 6, die auf einen Punkt auf der z-Achse zwischen dem Primärkollimator 1 und dem Sekundärkollimator 2 zuläuft, aufweist.
Ferner befasst sich die Erfindung mit einem Röntgenbeugungsscanner, der ein solches Kollimatorensystem aufweist.
Schließlich befasst sich die Erfindung mit einem Verfahren zur Durchführung einer Röntgenbeugungsanalyse, wobei ein erster Beugungsring 22 eines Ringes 21 eines Volumenelements 20, in einer Ebene parallel zur xy-Ebene aufgenommen wird, und der Ring 21 durch einen primären Kegelmantelstrahl 23 mit einem festen Öffnungswinkel α getroffen wird, wobei nur der Teil des am Ring 21 gebeugten Kegelmantelstahls 23 als erster Beugungsring 22 detektiert wird, der parallel zur z-Achse gebeugt wird. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass gleichzeitig ein zweiter Beugungsring 25 eines Punktes 24 des Volumenelements 20 detektiert wird, der auf der z-Achse liegt und dessen Beugungswinkel β gleich dem halben Öffnungswinkel α des primären Kegelmantelstrahls 23 ist.

Description

  • Die Erfindung befasst sich mit einem Kollimatorensystem für eine Röntgendiffraktometrie mit einem Primärkollimator und einen Sekundärkollimator. Darüber hinaus befasst sich die Erfindung auch mit einem Röntgenbeugungsscanner mit einer Röntgenröhre, einem Kollimatorensystem, einem Untersuchungsbereich zwischen Primärkollimator und Sekundärkollimator und einem Detektor. Schließlich befasst sich die Erfindung auch mit einem Verfahren zur Durchführung einer Röntgenbeugungsanalyse, wobei ein erster Beugungsring eines Ringes eines Volumenelements in einer Ebene parallel zur xy-Ebene aufgenommen wird, und der Ring durch einen primären Kegelmantelstrahl mit einem festen Öffnungswinkel getroffen wird, wobei nur der Teil des am Ring gebeugten Kegelmantelstrahls detektiert wird, der parallel zur z-Achse gebeugt wird.
  • Bei einer Gepäckprüfung wird häufig ein Computertomographiesystem eingesetzt, um mittels Röntgenstrahlung gefährliche oder verbotene Stoffe innerhalb eines Gepäckstücks zu detektieren. Dazu ist es bekannt, dass mittels der Röntgencomputertomographie in dem Gepäckstück lediglich einzelne kritische Regionen festgestellt werden. Diese müssen dann in einem weiteren Verfahrensschritt näher spezifiziert werden, um mit Sicherheit festzustellen, ob es sich um gefährliche oder verbotene Stoffe handelt. Dies wird beispielsweise durch eine Röntgendiffraktometrie erreicht. Die Röntgendiffraktometrie ist jedoch nur bedingt geeignet, ganze Abfertigungen von Gepäckstücke zu untersuchen, da dies zu lange Zeit in Anspruch nimmt und somit die angefallenen Gepäckstücke – beispielsweise an einem Flughafen – nicht in einer akzeptablen Zeit überprüft werden können. Dagegen kann die Röntgendiffraktometrie sehr gut eingesetzt werden, wenn lediglich wenige Regionen in einem Gepäckstück zur Untersuchung im zweiten Schritt anstehen. Kleine Bereiche können unter Einsatz einer starken Rönt genröhre flächig abgescannt werden. Diese Anlagen verfügen meist über hohe Baugrößen und sind relativ teuer. Reine punktuelle und kostengünstige Untersuchungen werden bislang so gemacht, dass eine Festanodenröhre mit 1 bis 2 kW Leistung verwendet wird, die einen Nadelstrahl erzeugt. Der Nadelstrahl wird nur über die Regionen gerastert, die im ersten Schritt mittels des Computertomographieverfahrens als kritisch erkannt wurden. Mittels eines geeigneten Sekundärkollimators werden die unter einem bestimmten Winkel (also auf einem Kegelmantel liegend) gebeugten Röntgenstrahlen mittels eines Einkanal-Ge-Detektors aufgenommen. Über die aufgenommenen Beugungsprofile kann auf das Material innerhalb der kritischen Region zurückgeschlossen werden. Damit ist eine sichere Entscheidung möglich, ob in der kritischen Region ein gefährlicher oder unzulässiger Stoff enthalten ist.
  • Aus der US 5,008,911 ist eine Vorrichtung zur Messung der Impulsübertragung von Röntgenquanten bekannt, die in einem Untersuchungsbereich elastisch gestreut werden. Die Vorrichtung weist ein Kollimatorensystem mit einem Primärkollimator zwischen Röntgenquelle und Untersuchungsbereich und einem Sekundärkollimator zwischen Untersuchungsbereich und Detektor auf. Der Primärkollimator lässt zum einen einen punktförmigen Zentralstrahl und zum anderen einen Kegelmantelstrahl durch. Der Sekundärkollimator lässt den Zentralstrahl sowie einen sich verjüngenden Kegelmantelstrahl durch. Alternativ zu dem Durchlass eines kegelmantelförmigen Strahls ist in einem anderen Ausführungsbeispiel ein zylindermantelförmiger Durchlass des gebeugten Strahles offenbart.
  • Aus der EP 0 924 967 A2 ist ebenfalls eine Vorrichtung zur Messung der Röntgenbeugung an einem Prüfobjekt bekannt, die einen Primär- und einen Sekundärkollimator aufweist. Der Primärkollimator erzeugt drei Punktstrahlen, wovon einer der Zentralstrahl ist und die anderen beiden unter einem Öffnungswinkel zueinander verlaufen. Bevor die drei Strahlen auf ein Prüfobjekt treffen, werden die beiden unter einem Öff nungswinkel verlaufenden Strahlen über jeweils einen Kristallmonochromator durch Beugung oder Reflexion und eine anschließende Blende so ausgerichtet, dass sie parallel zueinander laufen. Der Sekundärkollimator weist im Bereich der drei Strahlengänge der Punktstrahlen drei Löcher auf, durch die die Strahlen in jeweils einen Detektor fallen.
  • Aus der US 6,442,233 B1 ist eine Röntgenvorrichtung bekannt, die einen fächerförmigen Röntgenstrahl erzeugt. Dieser wird auf ein Prüfobjekt geschossen. Die im Objekt gebeugten und gestreuten Röntgenquanten werden mittels zweier Sekundärkollimatoren auf jeweils einen zugeordneten Detektor geleitet. In Vorwärtsrichtung des einfallenden Röntgenstrahls ist ein Sekundärkollimator mit parallelen Platten, die in Richtung des Objekts zum Zentralstrahl hin geneigt sind, ausgebildet. Der weitere Sekundärkollimator steht unter 90° zur Einfallsebene der Röntgenquanten. Er weist unter 90° zur Einfallsebene ausgerichtete, parallel zueinander verlaufende Metallplatten auf.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kollimatorensystem sowie einen Röntgenbeugungsscanner mit Kollimatorensystem zur Verfügung zu stellen, mit dem eine vorhandene Strahlintensität optimal genutzt werden kann. Hierzu soll auch ein Verfahren zur Durchführung einer Röntgenbeugungsanalyse gefunden werden. Eine weitere Aufgabe, insbesondere für vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung, ist es, einen möglichst kleinbauenden Röntgenbeugungsscanner zur Verfügung zu stellen.
  • Die Aufgabe wird durch ein Kollimatorensystem für eine Röntgendiffraktometrie mit einem Primärkollimator und einem Sekundärkollimator mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass der Primärkollimator eine zentrale Blendenöffnung aufweist, durch die die z-Achse verläuft und eine dazu konzentrisch angeordnete ringförmige Durchbrechung, wird nicht nur die Intensität der Röntgenquelle eines Nadelstrahls auf ein Objekt durchgelassen, sondern darüber hinaus auch weitere Röntgenstrahlung, die als Kegelmantelstrahl das Objekt trifft und zwar konzentrisch um den Nadelstrahl. Dadurch, dass der Sekundärkollimator eine zylindermantelförmige Durchbrechung aufweist, die konzentrisch zur z-Achse ver läuft, und gleichzeitig eine kegelmantelförmige Durchbrechung aufweist, die auf einen Ursprungspunkt auf der z-Achse zwischen dem Primärkollimator und dem Sekundärkollimator zuläuft, ist es möglich, die Röntgenbeugungsanalyse eines Volumenelements eines Tunnels einer Röntgenanordnung (im folgenden kurz Volumenelement genannt) aufzunehmen, das in einer Ebene parallel zur xy-Ebene angeordnet ist und dort von einem Ursprungspunkt sowie einem dazu konzentrischen Kreisring herrührt und dessen Beugungswinkel für sämtliche Streustrahlung – egal ob sie vom zentralen Ursprungspunkt oder vom konzentrischen Kreisring stammt – unter ein- und demselben Winkel aufgenommen wird. Dadurch wird für die gesamte detektierte gestreute Strahlung die für eine zuverlässige Durchführung der Röntgendiffraktometrie zwingende Bedingung erfüllt. Die Intensität ist hierbei jedoch bedeutend höher, als wenn nur die unter dem bestimmten Winkel gebeugte Strahlung vom zentralen Punkt aufgenommen und analysiert würde oder nur die gebeugte Strahlung aus einem Kegelmantelstrahl.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Sekundärkollimator zwei in z-Richtung voneinander beabstandete plattenförmige Blenden aufweist, wobei die zylindermantelförmige Durchbrechung durch jeweils eine in jeder Blende vorhandene, in z-Richtung fluchtende ringförmige Durchbrechung gebildet wird, und die kegelmantelförmige Durchbrechung durch jeweils eine in jeder Blende vorhandene konzentrisch um die z-Achse angeordnete ringförmige Durchbrechung gebildet wird. Dadurch ist es möglich, dass der Sekundärkollimator nicht aus einem in z-Richtung massiven Körper ausgebildet sein muss. Gegenüber einer solchen Ausbildung wird im vorliegenden Fall Masse eingespart und darüber hinaus auch der "Schmutzeffekt" möglichst klein gehalten, der von einer Streuung entlang der Durchbrechungen in z-Richtung stammen würde.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Abstand zwischen erster Blende und zweiter Blende in z-Richtung konstant ist. Dadurch ist es möglich, dass für den durchgelassenen Kegelmantelstrahl immer derselbe Öffnungswinkel gegeben ist. Dies führt dazu, dass auch die Bedingung für den Abstand einer Röntgenröhre vom Primärkollimator fest ist, da diese den Öffnungswinkel des Kegelmantelstrahls, der einen ringförmigen Bereich des Objekts ausleuchtet, definiert.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Sekundärkollimator mindestens zwei Systeme von Durchbrechungen aufweist, wobei zu jedem System eine zylindermantelförmige Durchbrechung und eine kegelmantelförmige Durchbrechung gehören und zwischen dem Sekundärkollimator und dem Primärkollimator eine verschiebbare Blockerblende mit mindestens einer ringförmigen Durchbrechung vorhanden ist, die eines der beiden Systeme von Durchbrechungen überdeckt. Dadurch ist es möglich, dass der Untersuchungsbereich, in dem ein Objekt angeordnet ist, in zwei Schichten hinsichtlich der z-Achse aufgeteilt wird. Dies bedeutet, dass je nachdem, welches System von Durchbrechung gerade nicht geblockt wird, das Volumenelement, von dem die gebeugte Strahlung aufgenommen wird, weiter oder weniger weit von der Röntgenröhre entfernt ist. Dadurch kann das gesamte Kollimatorensystem, somit auch ein Röntgenbeugungsscanner, in dem ein solches Kollimatorensystem eingesetzt ist, flacher gebaut werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Primärkollimator und der Sekundärkollimator über Verbindungsmittel so miteinander verbunden sind, dass ihr Abstand in z-Richtung konstant ist. Dadurch ist es möglich, dass in sehr einfacher Art und Weise die z-Komponente des zu untersuchenden Volumenelements variiert werden kann, ohne dass jeweils eine neue Justierung des Beugungswinkels erfolgen muss. Dies gilt dann, wenn auch die Röntgenröhre einen festen Abstand zum Primärkollimator und somit einen festen vorgegebenen Öffnungswinkel des erzeugten Kegelmantelstrahls hat.
  • Außerdem wird die Aufgabe durch einen Röntgenbeugungsscanner mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 gelöst. Ein solcher erfindungsgemäßer Röntgenbeugungsscanner weist neben einer Röntgenröhre, die Röntgenstrahlung in z-Richtung emittiert, einen Untersuchungsbereich zwischen einem Primärkollimator und einem Sekundärkollimator auf, wobei diese beiden Kollimatoren zu einem vorgeschriebenen erfindungsgemäßen Kollimatorensystem gehören. Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Röntgenbeugungsscanner einen Detektor auf, der in z-Richtung hinter dem Sekundärkollimator angeordnet ist. Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Kollimatorensystems ergeben sich die oben ausgeführten Vorteile.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Röntgenröhre und das Kollimatorensystem über Verbindungsmittel so miteinander verbunden sind, dass ihr jeweiliger Abstand zueinander in z-Richtung konstant ist. Dadurch ist es möglich – wie oben schon ausgeführt –, dass die Röntgenröhre immer einen Kegelmantelstrahl auf das Objekt treffen lässt, der einen festen Öffnungswinkel aufweist. In Verbindung mit einem festen Abstand zwischen Primärkollimator und Sekundärkollimator ist somit immer gewährleistet, dass ohne eine Nachjustierung – selbst bei einem Verschieben des gesamten Systems aus Röntgenröhre und Kollimatorensystem – immer die Beugungsanalyse aus ein- und demselben Volumenelement erfolgt, egal in welchem z-Abstand sich dieses innerhalb des Untersuchungsbereichs befindet.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Abstand des Detektors zum Sekundärkollimator in z-Richtung konstant ist. Dadurch wird gewährleistet, dass die Größe des Detektors immer ausreichend ist, um sämtliche gebeugte Strahlung zu detektieren und keine Beugungsstrahlung an diesem vorbeigeht, was zu einer Verringerung der Intensität führen würde.
  • Des Weiteren wird die Aufgabe durch ein Verfahren gemäß des Patentanspruchs 9 gelöst. Hierbei wird der zentrale Nadelstrahl unter einem festen Beugungswinkel gebeugt, der den halben Öffnungswinkel des Kegelmantelstrahls, der vom Primärkollimator durchgelassen wird, entspricht. Gleichzeitig wird der vom Kegelmantelstrahl ausgeleuchtete Ring im Volumenelement gebeugt und lediglich die Strahlung durchgelassen, die unter demselben Beugungswinkel wie diejenige des Nadelstrahls erzeugt wird. Hierbei handelt es sich dann um einen zylindermantelförmigen Beugungsstrahl. Somit wird eine optimale Ausnutzung der gesamten zur Verfügung stehenden Intensität an Beugungsstrahlung unter einem vorgegebenen Beugungswinkel gewährleistet.
  • Besonders vorteilhaft kann eine solche optimale Ausbeute dadurch erzielt werden, dass ein erfindungsgemäßer – oben schon beschriebener – Röntgenbeugungsscanner verwendet wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Röntgenbeugungsscanner in Abhängigkeit von der z-Komponente des zu untersuchenden Volumenelements in z-Richtung verschoben wird. Dadurch ist es möglich, dass das zu untersuchende Volumenelement in z-Richtung auf den vorab in einem tomographischen oder einem anderen geeigneten Verfahren festgestellten Bereich eingestellt werden kann und nur dieser spezifisch untersucht werden kann. Dadurch ist es nicht nötig, das zu untersuchende Objekt in seiner Höhe zu ändern, sondern der Röntgenbeugungsscanner wird auf die jeweilige Höhe eingestellt.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass eine geeignete Blockerblende in den Röntgenbeugungsscanner eingebracht wird, um nur ein System von Durchbrechungen frei zu lassen und somit eine Schicht in z-Richtung des Untersuchungsbereichs auszuwählen, in der sich das zu untersuchende Volumenelement befindet. Damit ist es möglich, den maximalen Untersuchungsbereich in z-Richtung in zwei Schichten einzuteilen. Es ist dadurch nicht nötig, unter Umständen den Röntgenbeugungsscanner in seiner Höhe bezüglich der z-Komponente zu verschieben, wenn ein Volumenelement in der oberen Schicht und eines in der unteren Schicht nacheinander geprüft werden müssen. Außerdem wird dadurch die Bauhöhe des Röntgenbeugungsscanners verringert, da dieser entlang der z-Achse nicht mehr über die volle Höhe des Untersuchungsbereichs bewegt werden muss, um diesen vollständig abzudecken, sondern lediglich noch um die Hälfte der Höhe. Es versteht sich von selbst, dass weitere Systeme von Durchbrechungen mit weiteren Blockerblendenausgestaltungen möglich sind. Je mehr Systeme von Durchbrechung vorhanden sind, desto kleiner wird die Höhe jeder einzelnen Schicht und somit auch die Verfahrlänge des Röntgenbeugungsscanners in z-Richtung. Dies führt dazu, dass mit zunehmender Anzahl von Systemen von Durchbrechungen die Bauhöhe geringer wird.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den Figuren dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 einen schematischen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Röntgenbeugungsscanners in einer ersten Position,
  • 2 der Röntgenbeugungsscanner der 1 in einer zweiten Position,
  • 3 einen schematischen Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Röntgenbeugungsscanners mit Blockerblende in einer ersten Position, und
  • 4 den Röntgenbeugungsscanner der 3 mit der Blockerblende in einer zweiten Position.
  • In 1 ist schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Röntgenbeugungsscanners im Querschnitt dargestellt. Eine Röntgenröhre 15 emittiert von ihrem Fokus 16 aus Röntgenstrahlung 17. Es wird angenommen, dass sich im Fokus 16 der Ursprung eines kartesischen Koordinatensystems befindet. Die x-Achse verläuft in der Blattebene horizontal, die y-Achse steht senkrecht auf die Blattebene und die z-Achse verläuft vertikal in der Blattebene.
  • Aus dem in z-Richtung emittierten Röntgenstrahl 17 wird mittels eines Primärkollimators 1 nur ein Teil durchgelassen. Der Primärkollimator 1 weist eine zentrale Blendenöffnung 3 auf der z-Achse und eine konzentrisch darum herum angeordnete erste ringförmige Durchbrechung 4 auf, die in einer Ebene parallel zur xy-Ebene ausgerichtet ist. Dadurch erhält man hinter dem Primärkollimator 1 einen zentralen Nadelstrahl, der sich entlang der z-Achse ausbreitet und einen konzentrisch darum angeordneten Kegelmantelstrahl. Der Kegelmantelstrahl weist einen Öffnungswinkel α auf, der im Bereich von 1° bis 5° liegt und beispielsweise 4° beträgt. Der Durchmesser des Nadelstrahls beträgt ungefähr 1-2 mm. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Öffnungswinkel α stark vergrößert dargestellt.
  • Diese beiden Strahlgeometrien treten in einen Untersuchungsbereich 18, beispielsweise einen Tunnel, ein. Innerhalb des Tunnels befindet sich ein zu untersuchendes Objekt, dessen Teilvolumen 20 einer Röntgendiffraktometrie unterzogen werden soll. Der Nadelstrahl trifft dieses Volumenelement 20 zentral an einem Ursprungspunkt 24. Dagegen trifft der Kegelmantelstrahl dieses Volumenelement 20 in einem Kreisring 21, der konzentrisch um den Ursprungspunkt 24 verläuft. Sowohl im Ursprungspunkt 24 als auch im Ring 21 wird die primäre Röntgenstrahlung gestreut. Zur Durchführung der energiedispersiven Röntgendiffraktometie ist es notwendig, dass alle detektierten Strahlen unter demselben Beugungswinkel β = α/2 registriert werden.
  • Um dies zu gewährleisten, wird außerhalb des Untersuchungsbereichs 18 ein Sekundärkollimator 2 angeordnet. Im dargestellten Fall handelt es sich hierbei um eine erste plattenförmige Blende 7, die in einem festen Abstand zu einer zweiten parallelen plattenförmigen Blende 8 angeordnet ist. Die erste Blende 7 weist eine zweite ringförmige Durchbrechung 9 auf, die bezüglich der x-Richtung fluchtend mit einer dritten ringförmigen Durchbrechung 10 in der zweiten Blende 8 angeordnet ist. Dadurch wird aus dem Volumenelement 20 vom Kreisring 21 stammend lediglich ein Zylindermantelstrahl 26 durchgelassen, der einen ersten Beugungsring 22 am Detektor 19 erzeugt. Der Beugungswinkel β dieses Zylindermantelstrahls 26 ist gerade halb so groß wie der Öffnungswinkel α des durch den Primärkollimator 1 erzeugten Kegelmantelstrahls. Die Höhe, also die z-Komponente, des Volumenelements 20 hängt vom Durchmesser der zweiten und dritten ringförmigen Durchbrechung 9, 10 sowie dem primären Öffnungswinkel α ab.
  • Um die Intensität der aufgenommenen Röntgenstrahlung im Detektor 19 für die Röntgendiffraktometrie zu erhöhen, trifft unter demselben Beugungswinkel β, unter dem auch der Zylindermantelstrahl 26 gebeugt wird, ein weiterer gebeugter Röntgenstrahl in den Detektor 19. Hierzu ist in dem Sekundärkollimator 2 eine kegelmantelförmige Durchbrechung 6 ausgebildet, deren Öffnungswinkel α dem doppelten Beugungswinkel β entspricht. Die kegelmantelförmige Durchbrechung 6 wird durch eine vierte ringförmige Durchbrechung 11 in der ersten Blende 7 und eine fünfte ringförmige Durchbrechung 12 in der zweiten Blende 8 erzeugt. Diese sind zueinander konzentrisch um die z-Achse ausgebildet, so dass sie einen Kegelmantel bilden, dessen Spitze innerhalb des Volumenelements 20 im Ursprungspunkt 24 liegt.
  • Der Detektor 19 ist gerade so weit vom Sekundärkollimator 2 entfernt, dass sowohl ein vom Zylindermantelstrahl 26 erzeugter erster Beugungsring 22 als auch ein vom Kegelmantelstrahl 23 erzeugter zweiter Beugungsring 25 deckungsgleich im Detektor 19 entstehen. Der Detektor 19 hat im dargestellten Beispiel einen Durchmesser von ca. 8 cm. Das Volumenelement hat einen Durchmesser von ca. 5 cm parallel zur xy-Ebene und eine Höhe von ca. 5 cm in z-Richtung. Bei einer normalen Tunnelhöhe von 600 mm reicht mit dem oben genannten Werten für den Öffnungswinkel α der vorgenannte Durchmesser von 8 cm des Detektors 19 aus, um die gesamte unter dem Beugungswinkel β aus dem Volumenelement 20 stammende Streustrahlung zu detektieren.
  • Mittels dieses erfindungsgemäßen Röntgenbeugungsscanners ist es somit möglich, die Intensität der unter einem bestimmten Beugungswinkel β ausgehende Röntgenstrahlung aus einem Volumenelement 20 stark zu steigern. Dies hilft immens, das Ergebnis der Röntgendiffraktometrie zu optimieren und Messzeiten zu verkürzen.
  • Anstatt der Verwendung eines Sekundärkollimators 2 aus zwei Blenden 7, 8, ist es auch möglich, den Sekundärkollimator in z-Richtung durchgängig als eine einzige Blende auszugestalten. Anstatt eines einzigen Detektors 19 ist es auch möglich, diesen zu segmentieren, beispielsweise einen Detektor für eine Halbseite und einen Detektor für die andere Halbseite oder insgesamt vier Segmente, usw. vorzusehen. Es ist ebenfalls möglich, durch eine Änderung des Abstandes zwischen dem Fokus 16 der Röntgenröhre 15 und dem Primärkollimator 1 den Öffnungswinkel α des erzeugten Kegelmantelstrahls nach α' zu ändern. Dadurch ergibt sich für den Zylindermantelstrahl 26, der im Volumenelement 20 durch den Kreisring 21 erzeugt wird, dass der Beugungswinkel β' sich ändert. Wie schon oben erwähnt muss die Beziehung β' = α'/2 eingehalten werden. Dies bedeutet jedoch, dass zu einer nutzbaren Ausschöpfung der Intensität – wie oben beschrieben – der Winkel der kegelmantelförmigen Durchbrechung 6 im Sekundärkollimator 2 angepasst werden muss. Dies ist dadurch möglich, dass der Abstand zwischen den beiden Blenden 7, 8 in z-Richtung geändert wird.
  • Wird dieser so eingestellt, dass er dem neuen Beugungswinkel β' entspricht, gelangt die gewünschte gebeugte Intensität – wie oben schon beschrieben – durch den Sekundärkollimator 2 und tritt den Detektor 19, wenn der Detektor 19 mit dem neu eingestellten Skundärkollimator 2 ebenfalls in z-Richtung entsprechend angepasst wird.
  • In 2 ist der Röntgenbeugungsscanner der 1 dargestellt, wobei sich das Volumenelement 20 an einer tieferen Stelle um einen Verschiebeweg 27 gegenüber demjenigen der 1 befindet. Da es sich bei dem Röntgenbeugungsscanner der 2 um denselben wie in 1 handelt, wird lediglich auf die relevanten Änderungen hinsichtlich 1 hingewiesen, wobei die Bezugszeichen beibehalten wurden. Der Röntgenbeugungsscanner wurde so bewegt, dass der Abstand zwischen Fokus 16 und Primärkollimator 1 konstant bleibt. Dadurch ist der Öffnungswinkel α gleich geblieben. Außerdem ist der Abstand zwischen dem Sekundärkollimator 2 und dem Primärkollimator 1 ebenfalls in z-Richtung konstant gehalten worden und gleichzeitig der Abstand zwischen erster Blende 7 und zweiter Blende 8 des Sekundärkollimators 2 in z-Richtung gleich geblieben ist. Dadurch hat sich auch der Beugungswinkel β nicht geändert. Dies bedeutet, dass der einzige Unterschied zur 1 derjenige ist, dass nun Röntgenstrahlung detektiert wird, die aus einem Volumenelement 20 kommt, welches um den Verschiebeweg 27 tiefer liegt, d.h. in z-Richtung nach unten verschoben ist.
  • Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist weiterhin der Abstand zwischen Detektor 19 und Sekundärkollimator 2 ebenfalls konstant gehalten. Dadurch fallen der erste Beugungsring 22 und der zweite Beugungsring 25 im Detektor 19 wieder zusammen. Die gesamte Geometrie wurde nur im Bezug auf den Tunnel verändert.
  • Es ist jedoch auch möglich, den Detektor 19 an einer festen Stelle zu lassen und somit seine Entfernung in z-Richtung vom Sekundärkollimator 2 zu verändern, wenn die Höheneinstellung des Volumenelements 20 vorgenommen wird. Dies hat lediglich dahingehend Auswirkung, dass der erste Beugungsring 22 nicht mehr mit dem zweiten Beugungsring 25 zusammenfällt. Es ist dann darauf zu achten, dass auch die durch den Kegelmantelstrahl 23 herrührende Beugungsstrahlung vollständig im Detektor 19 erfasst wird, damit keine Intensitätseinbußen erfolgen.
  • Bei einem gängigen Röntgenbeugungsscanner mit einer Tunnelhöhe von 600 mm bedeutet dies, wenn diese gesamte Höhe des Tunnels untersucht werden soll, dass oberhalb des Tunnels ein zusätzlicher Raumbedarf von 600 mm und unterhalb des Tunnels ebenfalls ein zusätzlicher Raumbedarf von 600 mm besteht, um den Röntgenbeugungsscanner vollständig über die gesamte Höhe in z-Richtung zu verfahren. Damit ergibt sich eine Gesamtbauhöhe von mindestens 1.800 mm zuzüglich der Baumaße der Anordnung Röhre 15 und Primärkollimator 1 sowie Sekundärkollimators 2 und Detektors 19.
  • Mittels des zweiten Ausführungsbeispiels eines Röntgenbeugungsscanners wird anhand der 3 und 4 erläutert, wie die Bauhöhe reduziert werden kann.
  • Der Aufbau des Röntgenbeugungsscanners in 3 entspricht im Wesentlichen demjenigen des ersten Ausführungsbeispiels aus den 1 und 2. Im Folgenden wird deswegen lediglich auf die Unterschiede eingegangen; gleiche bzw. gleichwirkende Teile sind mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • Der Hauptunterschied liegt im Sekundärkollimator 2 begründet. Dieser ist auch wieder aus zwei Blenden 7, 8 aufgebaut. Sowohl die erste Blende 7 als auch die zweite Blende 8 weisen jedoch nicht nur jeweils zwei konzentrische Durchbrechungen auf, sondern jeweils insgesamt vier konzentrische Durchbrechungen. Hierbei liegen jeweils zwei der Durchbrechungen der ersten Blende 7 in z-Richtung fluchtend über zwei der Durch brechungen in der zweiten Blende 8. Diese bilden somit jeweils zwei zylindermantelförmige Durchbrechungen 5. Dies bedeutet im Ergebnis, dass unter dem weiterhin unveränderten Beugungswinkel β Röntgenstrahlung aus zwei verschiedenen Volumenelementen in unterschiedlichen Höhen in den Detektor (nicht gezeigt) eintreten würden. Dies wird jedoch dadurch verhindert, dass eine Blockerblende 13 oberhalb der ersten Blende 7 angeordnet ist und eine der beiden zylindermantelförmigen Durchbrechungen 5 (hier die näher an der z-Achse befindliche) abdeckt. Damit kann lediglich gebeugte Strahlung vom tieferen Ring 21 in den Detektor unter dem Beugungswinkel β fallen. Ebenfalls unter dem Beugungswinkel β vom oberen Ring 21' herrührende Röntgenstrahlung wird dagegen abgeblockt.
  • Im Ursprungspunkt 24 auf der z-Achse im selben Volumenelement 20 gelangt unter dem Beugungswinkel β durch die konzentrischen ringförmigen Durchbrechungen 11 und 12 ein weiterer Kegelmantelstrahl 6 in den Detektor 19. Im Sekundärkollimator 2 ist allerdings noch eine zweite kegelmantelförmige Durchbrechung 6 ausgebildet, die Röntgenstrahlung unter dem Beugungswinkel β aus einem anderen Volumenelement durchlassen würde. Dies wird jedoch ebenfalls durch die Blockerblende 13 verhindert. Es ist somit so, dass die Blockerblende 13 zwei ringförmige Durchbrechungen 14 aufweist, durch die lediglich die unter dem Beugungswinkel β aus dem Volumenelement 20 im unteren Bereich durchkommen, jedoch die ebenfalls unter dem Beugungswinkel β im oberen Volumenelement stammenden Röntgenstrahlung durch die Blockerblende 13 abgehalten werden.
  • In 4 ist dargestellt, wie die Blockerblende 13 mit einer geänderten ringförmigen Durchbrechung 14 nun Röntgenstrahlung durchlässt, die unter dem Beugungswinkel β aus dem oberen Volumenelement 20 stammen. Dagegen wird jegliche Röntgenstrahlung unter dem Beugungswinkel β aus dem unteren Volumenelement (wie diese in 3 noch durch die Sekundärkollimator 2 hindurchtrat) nicht durchgelassen.
  • Das Ergebnis ist es, dass allein durch Wechseln der Stellung der Blockerblende 13 eine Entscheidung getroffen werden kann, ob Röntgenstrahlung unter dem Beugungswinkel β aus dem oberen Volumenelement 20 oder dem unteren Volumenelement 20 in den Detektor 19 gelangen soll. Dies bedeutet im Ergebnis, dass es zwei Schichten 28, 29 gibt, die völlig voneinander getrennt sind, was die Analyse mittels Röntgendiffraktometrie angeht. Somit kann sehr einfach gewechselt werden zwischen der ersten Schicht 28 in der unteren Hälfte des Untersuchungsbereichs 18 und der zweiten Schicht 29 im oberen Bereich. Dies bedeutet im Endeffekt, dass die in den 1 und 2 dargestellte Verschiebung des Röntgenbeugungsscanners nur noch über die Hälfte der Strecke in z-Richtung erfolgen muss, um die gesamte Höhe abzufahren und jedes mögliche Volumenelement 20 abzudecken. Dadurch ist es möglich, dass Bauhöhe eingespart wird. Die Tunnelhöhe bleibt bei 600 mm, jedoch ist es nur noch nötig, oberhalb und unterhalb jeweils 300 mm Verschiebungsweg vorzusehen. Somit reduziert sich die Bauhöhe um 600 mm auf 1.200 mm zuzüglich der oben genannten Baumaße.
  • Dem Fachmann ist klar, dass die Erfindung auch bei Tunnels mit anderen Höhen anwendbar ist. So ist es beispielsweise bei einer Tunnelhöhe von 400 mm so, dass zwei Mal der halbe Verschiebungsweg (jeweils nach oben und unten) von 200 mm eingespart wird. Somit ergibt sich anstatt einer Bauhöhe von 1.200 mm bei konventioneller Ausführung hier eine Bauhöhe von nur 1.000 mm. Entsprechendes gilt für andere Tunnelhöhen.
  • Die Blockerblende 13 ist so ausgebildet, dass die beiden konzentrischen Durchbrechungen 14 der 3 und die ringförmige Durchbrechung 14' der 4 nebeneinander angeordnet sind. Ein Übergang von dem in 3 dargestellten Modus in den in der 4 dargestellten Modus erfolgt durch eine Verschiebung der Blockerblende 13 parallel zur xy-Ebene.
  • Für den Fachmann ist es in Kenntnis der Erfindung klar, dass durch weitere Systeme von Durchbrechungen (zusätzlich zu den in den 3 und 4 dargestellten zwei Systemen von Durchbrechungen) eine weitere Reduzierung der Bauhöhe erfolgen kann. Dabei ist es dann nötig, dass die Blockerblende 13 noch weitere Stellungen aufweist, wo sie jeweils immer nur ein System von Durchbrechungen freigibt.
  • Die Blockerblende 13 muss bezüglich ihrer geometrischen Ausgestaltung nicht so akkurat ausgeführt sein wie die erste Blende 7 und die zweite Blende 8. Es ist lediglich nötig, dass die nicht benötigten Durchbrechungen des Sekundärkollimators 2 abgedeckt werden. Eine Blockerblende 13 kann deswegen aus konzentrischen Kreisen und Ringen von röntgenstrahlenabsorbierendem Material bestehen, welches auf eine dünne Folie, beispielsweise aus Plexiglas aufgeklebt ist. Dagegen können die beiden Blenden 7, 8 nicht so ausgeführt sein, da diese sehr exakt den Beugungswinkel β definieren müssen. Die Blenden 7, 8 sind deshalb normalerweise aus einem röntgenstrahlenundurchlässigen Material gefertigt, wobei die ringförmigen Durchbrechungen 9 bis 12 jeweils dünne Stege aufweisen oder ähnliche Halterungen, die die zueinander konzentrischen Ringe miteinander verbinden. Dadurch erhält man zwar einen geringen Intensitätsverlust, dieser fällt jedoch nicht so stark ins Gewicht, wie wenn eine Änderung des Beugungswinkels β wegen mangelnder Genauigkeit gegeben wäre.
  • 1
    Primärkollimator
    2
    Sekundärkollimator
    3
    zentrale Blendenöffnung
    4
    erste ringförmige Durchbrechung
    5
    zylindermantelförmige Durchbrechung
    6
    kegelmantelförmige Durchbrechung
    7
    erste Blende
    8
    zweite Blende
    9
    zweite ringförmige Durchbrechung
    10
    dritte ringförmige Durchbrechung
    11
    vierte ringförmige Durchbrechung
    12
    fünfte ringförmige Durchbrechung
    13
    Blockerblende
    14
    konzentrische Durchbrechungen
    14'
    ringförmige Durchbrechung
    15
    Röntgenröhre
    16
    Fokus
    17
    Röntgenstrahlung
    18
    Untersuchungsbereich
    19
    Detektor
    20
    Volumenelement
    21, 21'
    Kreisring
    22
    erster Beugungsring
    23, 23'
    Kegelmantelstrahl
    24, 24'
    Ursprungspunkt
    25
    zweiter Beugungsring
    26, 26'
    Zylindermantelstrahl
    27
    Verschiebeweg
    28
    erste Schicht
    29
    zweite Schicht
    α, α'
    Öffnungswinkel
    β, β'
    Beugungswinkel

Claims (12)

  1. Kollimatorensystem für eine Röntgendiffraktometrie mit einem Primärkollimator (1) und einem Sekundärkollimator (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Primärkollimator (1) eine zentrale Blendenöffnung (3), durch die die z-Achse verläuft, und eine dazu konzentrisch angeordnete ringförmige Durchbrechung (4) aufweist, der Sekundärkollimator (2) eine zylindermantelförmige Durchbrechung (5), die konzentrisch zur z-Achse verläuft, und eine kegelmantelförmige Durchbrechung (6), die auf einen Punkt auf der z-Achse zwischen dem Primärkollimator (1) und dem Sekundärkollimator (2) zuläuft, aufweist.
  2. Kollimatorensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärkollimator (2) zwei in z-Richtung voneinander beabstandete plattenförmige Blenden (7; 8) aufweist, wobei die zylindermantelförmige Durchbrechung (5) durch jeweils eine in jeder Blende (7; 8) vorhandene, in z-Richtung fluchtende ringförmige Durchbrechung (9; 10) gebildet wird, und die kegelmantelförmige Durchbrechung (6) durch jeweils eine in jeder Blende (7; 8) vorhandene konzentrisch um die z-Achse angeordnete ringförmige Durchbrechung (11; 12) gebildet wird.
  3. Kollimatorensystem nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen erster Blende (7) und zweiter Blende (8) in z-Richtung konstant ist.
  4. Kollimatorensystem nach einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärkollimator (2) mindestens zwei Systeme von Durchbrechungen aufweist, wobei zu jedem System eine zylindermantelförmige Durchbrechung (5) und eine kegelmantelförmige Durchbrechung (6) gehören und zwischen dem Sekundärkollimator (2) und dem Primärkollimator (1) eine verschiebbare Blockerblende (13) mit mindestens einer um die z-Achse ringförmigen Durchbrechung (14, 14') vorhanden ist, die eines der beiden Systeme von Durchbrechungen überdeckt.
  5. Kollimatorensystem nach einem der vorstehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Primärkollimator (1) und der Sekundärkollimator (2) über Verbindungsmittel so miteinander verbunden sind, dass ihr Abstand in z-Richtung konstant ist.
  6. Röntgenbeugungsscanner mit einer Röntgenröhre (15), deren Fokus (16) im Koordinatenursprung angeordnet ist und die Röntgenstrahlung (17) in z-Richtung emittiert, mit einem Kollimatorensystem aus einem Primärkollimator (1) und einem Sekundärkollimator (2) nach einem der vorstehenden Patentansprüche, mit einem Untersuchungsbereich (18) zwischen dem Primärkollimator (1) und dem Sekundärkollimator (2) und einem Detektor, der in z-Richtung hinter dem Sekundärkollimator angeordnet ist.
  7. Röntgenbeugungsscanner nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Röntgenröhre (15) und das Kollimatorensystem über Verbindungsmittel so miteinander verbunden sind, dass ihr jeweiliger Abstand zueinander in z-Richtung konstant ist.
  8. Röntgenbeugungsscanner nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des Detektors (19) zum Sekundärkollimator (2) in z-Richtung konstant ist.
  9. Verfahren zur Durchführung einer Röntgenbeugungsanalyse, wobei ein erster Beugungsring (22) eines Ringes (21) eines Volumenelements (20) in einer Ebene parallel zur xy-Ebene aufgenommen wird, und der Ring (21) durch einen primären Kegelmantelstrahl mit einem festen Öffnungswinkel (α) getroffen und an diesem gebeugt wird, wobei nur der Teil des am Ring (21) gebeugten Kegelmantelstrahls (23) als erster Beugungsring (22) detektiert wird, der parallel zur z-Achse zu einem Zylindermantelstrahl (26) gebeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig ein zweiter Beugungsring (25) eines Ursprungspunktes (24) des Volumenelements (20) detektiert wird, der auf der z-Achse liegt und dessen Beugungswinkel (β) gleich dem halben Öffnungswinkel (α) des primären Kegelmantelstrahls ist.
  10. Verfahren nach Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem Röntgenbeugungsscanner mit den Merkmalen eines der Patentansprüche 6-8 durchgeführt wird.
  11. Verfahren nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Röntgenbeugungsscanner in Abhängigkeit von der z-Komponente des zu untersuchenden Volumenelements (20) in z-Richtung verschoben wird.
  12. Verfahren nach Patentanspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine geeignete Blockerblende (13) in den Röntgenbeugungsscanner eingebracht wird, um nur ein System von Durchbrechungen frei zu lassen und somit eine Schicht (28; 29) in z-Richtung des Untersuchungsbereichs (18) auszuwählen, in der sich das zu untersuchende Volumenelement (20) befindet.
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