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Die
Erfindung richtet sich auf eine Zündvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruches 1 angegebenen Art. Hier gibt es einen manuell betätigbaren Schieber
in einem ortsfesten Gehäuse,
der durch eine Rückstellkraft
normalerweise in einer Ruhelage gehalten wird, von dort aber in
eine von mehreren Arbeitsstellungen translatorisch bewegt werden
kann, um einen mit dem Motor elektrisch verbundenen Zündschalter
aus einer Ausschaltstellung in eine oder mehrere Einschaltstellungen
umzusteuern, die zueinander wirkunterschiedlich sind.
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Aus
13 bis
19 der
DE 102 33 511 A1 ist eine
zweiteilige Kulissensteuerung vorgesehen, welche die gewünschte Arbeitslage
des Schiebers bestimmt. Diese besteht aus einem im Schieber sitzenden
Stift und aus einer in der Innenfläche des Gehäuses vorgesehenen herzförmigen Kurve,
worin mindestens zwei Raststellungen für zwei Lagen des Schiebers
vorgesehen sind. Der Zündschalter
ist dort in den Schieber integriert und führt eine translatorische Bewegung
zwischen seiner Ausschaltstellung in eine von mehreren zueinander
wirkunterschiedlichen Einschaltstellungen aus. Dazu ist eine Sonderkonstruktion
des Zündschalters
erforderlich, der dort in das Gehäuse des Schiebers integriert
ist. In einem solchen integrierten Zündschalter lassen sich keine hohen
Lastströme
schalten.
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Bei
Zündvorrichtungen
anderer Art wird ein mechanischer Schlüssel in ein drehbares Zündschloss
eingesteckt, welches mittelbar oder unmittelbar mit einem als Drehschalter
ausgebildeten Zündschalter
gekuppelt ist. Ausgehend von einer Nullposition lässt sich
dort ein Zylinderkern des Schließzylinders in verschiedene
Arbeitspositionen rotativ bewegen, wodurch der Drehschalter in entsprechende,
zueinander winkelversetzte Einschaltstellungen seiner Kontakte überführt wird.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zündvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruches 1 genannten Art zu entwickeln, dessen Bestandteile
auch bei Zündvorrichtungen
anderer Art nutzbar sind, wodurch eine preiswerte Fertigung hoher
Stückzahlen
erreicht wird. Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angeführten Maßnahmen
erreicht, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.
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Obwohl
bei der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung
der Schieber eine translatorische Bewegung im Gehäuse ausführt, kann
der zugehörige Zündschalter
dennoch als Drehschalter ausgebildet sein, der zur Schaltbetätigung seiner
Kontakte eine rotatorische Bewegung ausführt. Dies bewirkt ein besonders
ausgebildeter Rotor, der zwischen dem Schieber und dem Drehschalter
ist nämlich
ein Rotor im Gehäuse
drehgelagert ist. Der Rotor ist mit der Eingangswelle vom Zündschalter
drehfest verbunden und trägt
zugleich einen Teil der genannten Kulissensteuerung vom Schieber,
nämlich
entweder die herzförmige
Kurve oder den darin geführten
Stift. Dadurch ist der Rotor ein „Wandler", der bei einer Betätigung des Schiebers dessen
translatorische Bewegung in eine rotatorische Bewegung des Drehschalters
umwandelt. Damit ist es möglich,
den Zünd-Drehschalter
in so großen
Stückzahlen
herzustellen, dass er nicht nur bei Vorrichtungen mit rotatorisch
beweglichen Betätigern,
sondern auch bei Vorrichtungen der vorliegenden Art mit translatorisch beweglichem
Schieber benutzt werden kann. Im Drehschalter lassen sich über den
Rotor hohe Lastströme
schalten. Der Rotor distanziert nämlich den manuell zu betätigenden
Schieber vom Drehschalter.
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Weitere
Maßnahmen
und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in zwei Ausführungsbeispielen
dargestellt, von denen die 1 bis 10 ein
erstes Ausführungsbeispiel
veranschaulichen. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung,
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2 einen
Axialschnitt durch die Vorrichtung längs der Schnittlinie II – II von 1,
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3 einen
Teilschnitt lediglich durch das Gehäuse der in 1 gezeigten
Vorrichtung in ebenfalls perspektivischer Ansicht,
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4 eine
zu 3 analoge perspektivische Ansicht der wichtigsten
Bestandteile im Inneren des Gehäuses
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
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5 bis 8 vier
unterschiedliche translatorische Lagen eines in der Vorrichtung
vorgesehenen Schiebers,
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9 eine
vergrößerte Seitenansicht
eines in der Vorrichtung vorgesehenen Rotors mit einer ebenen Abwicklung
der dort vorgesehenen Kurve einer Kulissensteuerung und
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10 einen
Querschnitt durch die Welle des Rotors, wobei seine verschiedenen
Drehlagen eingezeichnet sind.
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In
den letzten beiden Figuren ist ein Bestandteil einer alternativ
ausgebildeten Zündvorrichtung gezeigt,
nämlich
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11a in einer der 9 entsprechenden Darstellung
die eine Seite eines abgewandelt ausgebildeten Rotors und
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11b den gleichen Rotor von 11a, aber
in einer gegenüberliegenden
Seitenansicht.
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Die
wichtigsten Bestandteile im Inneren der Vorrichtung sind aus 4 in
Verbindung mit 2 zu sehen. In einem Gehäuse 10 ist
ein Schieber 20 translatorisch bewegbar. Im Gehäuse ist
ein Rotor 30 drehgelagert, dessen Rotationsachse 31 koaxial
mit einer Drehachse 41 eines Drehschalters 40 ausgerichtet
ist. Der Drehschalter 40 besitzt ein eigenes in sich geschlossenes
Schaltergehäuse 42,
das in einer Gehäuseverlängerung 11 aufgenommen
ist. Wie 2 erkennen lässt, ist der Rotor 30 bereichsweise als
Buchse ausgebildet, wobei das Buchseninnere 32 zur Aufnahme
eines im Schieber 20 vorgesehenen Kernstücks 21 dient.
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Letzteres
hat eine mittelbare Lagerfunktion des Schiebers 30 im Gehäuse 10.
Durch das eingreifende Kernstück 26 lagert
der Schieber 20 das eine zylindrische Ende des Rotors 30 im
Gehäuse 11.
Der Rotor 30 besitzt gegenüberliegend eine Ausgangswelle 33,
die unmittelbar im Gehäuse 10 gelagert und,
wie 2 verdeutlicht, drehfest mit dem entsprechenden
Eingangsglied 43 vom Drehschalter 40 verbunden
ist.
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Der
Schieber 20 steht unter der Wirkung einer durch den Pfeil 22 in 2 veranschaulichten Rückstellkraft,
die von einer den Rotor 30 umschließenden wendelartige Druckfeder 23 erzeugt
wird. Die wendelartige Druckfeder 23 befindet sich im Gehäuse. Außerdem befindet
sich zwischen dem Gehäuse 10 und
dem Rotor 30 eine Schenkelfeder 12, die für eine definierte
Ausgangs-Drehposition des Rotors 30 und damit des mit ihm
drehfest verbundenen Eingangsglied 43 vom Drehschalter 40 dient.
In der Ausgangsdrehposition des Rotors 30, die in den 2 bis 4 gezeigt
ist, nehmen die Kontakte im Drehschalter 40 eine Ausschaltstellung
ein. An den Drehschalter 40 ist nämlich ein in den Zeichnungen nur
symbolisch verdeutlichter Motor 50 eines Kraftfahrzeugs
elektrisch angeschlossen. In der Ausgangsposition des Rotors 30 erhält der Motor 50 keinen
elektrischen Strom.
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In
der axialen Mitte seines Kernstücks 26 hat der
Schieber 20 eine axiale Aufnahme 24 für einen aus
den 5 bis 8 im Einsteckzustand dargestellten
elektronischen Schlüssel 14.
Der Schlüssel 14 besitzt
eine elektronische Codierung in Form eines Transponders, die ihn
zu einem „Identifikationsgeber" macht und erlaubt
ihn als Nachweis der Betätigungsberechtigung
für den
Schieber 20 zu nutzen.
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Der
Schieber 20 besitzt eine am besten aus 2 entnehmbare
radiale Kammer 29, welche die axiale Aufnahme 24 kreuzt.
In dieser Kammer 29 befindet sich ein querverschieblicher
Sperrriegel 15, der unter der Wirkung einer Druckfeder 13 steht.
Im Gehäuse 10 befindet
sich ein Mikroschalter 16, der mit einem bei 60 in 2 symbolisch
angedeuteten Identifikationsgeber 60 elektrisch verbunden
ist. Im Normalfall wird der Sperrriegel 15 von seiner Druckfeder 13 in
seiner aus 2 ersichtlichen Sperrlage gehalten,
wo die Schlüsselaufnahme 24 geschlossen und
ein Betätiger 17 des
Mikroschalters 16 eingedrückt ist.
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Wenn
aber der Schlüssel 14 im
Sinne des Pfeils 18 in den Schieber 20 eingesteckt
wird, dann wird der Sperrriegel 15 gegen die Kraft seiner
Druckfeder 13 zurückgeschoben
und gibt den Betätiger 17 vom
Mikroschalter 16 frei. Dies meldet der Mikroschalter 16 dem
Identifikationsnehmer 60 im Fahrzeug, der dann mit dem
elektronischen Schlüssel 14 monodirektional
oder bidirektional kommuniziert. Es erfolgt eine Code-Abfrage des
im Schlüssel
befindlichen Transponders. Ist die Kommunikation erfolgreich, so
schaltet der Identifikationsnehmer 60 über eine Steuereinrichtung
die elektrischen Verbindungen zum Motor 50 des Fahrzeugs
frei. Dann ist der Berechtigungsnachweis für die Betätigung des Schiebers erbracht,
der dann in folgender besonderer Weise die diversen Einschaltstellungen
im Drehschalter 40 bewirkt.
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Wie
am besten aus den 5 bis 8 ersichtlich
ist, kann der Schieber 20 vier hubunterschiedliche Lagen
einnehmen, die durch jeweils eine Hilfslinie 20.0 bis 20.3 gekennzeichnet
sind. Die 5 zeigt eine Ruhelage 20.0 des
Schiebers 20, die einerseits durch die bereits erwähnte Rückstellkraft 22 und
andererseits durch Endanschläge 19 mit dem
Gehäuse 10 bestimmt
ist. Diese Ruhelage 20.0 liegt auch in den 2 bis 4 vor.
Durch unterschiedlich große
Eindrückbewegungen
im Sinne der Pfeile 44.1 bis 44.3, die auf den
Kopf des Schlüssels 14 ausgeübt werden,
gelangt der Schieber 20 aus seiner Ruhelage 20.0 von 5 in
drei unterschiedliche Arbeitslagen 20.1 bis 20.3 gemäß 6 bis 8.
An der Fixierung dieser Arbeitslagen 20.1 bis 20.3 ist
eine besondere Kulissensteuerung 45 beteiligt, die eine
doppelte Funktion hat.
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Die
Kulissensteuerung 45 besteht aus zwei miteinander wechselwirkenden
Teilen 25, 35. Der eine Teil der Kulissensteuerung 45 ist
eine doppelherzförmige
Kurve 35, die, wie am besten aus 4 zu entnehmen
ist, auf der zylindrischen Mantelfläche 34 des Rotors 30 angeordnet
ist. Der andere Teil der Kulissensteuerung 45 besteht aus
einem Stift 22, der in die kanalförmige Kurve 35 eingreift
und dort geführt
wird. Dies ist am besten aus 9 zu erkennen.
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In 9 ist
der Rotor 30 mit einer ebenen Abwickelung der auf ihm befindlichen
Kurve 35 dargestellt. In der Ruhelage 20.0 des
Schiebers 20 nimmt der dort sitzende Stift 25 die
in 9 mit 25.0 gekennzeichnete Ausgangsposition
ein. In 9 sind mit 25.1 bis 25.3 auch
die Lage des Stifts 25 in den drei Arbeitslagen 20.1 bis 20.3 des
Schiebers 20 gemäß 6 bis 8 veranschaulicht.
Aus Gründen
einfacherer Darstellung der Verhältnisse
sind in 9 die Bewegungen in kinematischer Umkehr wiedergegeben.
Aufgrund der in 4 erläuterten translatorischen Bewegung 26 des
Schiebers 20 kann sich der in ihm sitzende Stift 25 auch
nur translatorisch bewegen im Sinne des in 9 gepunktet dargestellten
achsparallelen Bewegungspfeils 27. In 9 sind
die Bewegungsverhältnisse
in kinematischer Umkehr dargestellt, nämlich so, als ob die Kurve 35 ruht
und der Stift 25 entlang der Kurve 35 sich bewegt.
Dann ergeben sich die in 9 strichpunktiert veranschaulichten
Wege 37.1 bis 37.5. Das läuft in folgender Weise ab.
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(n
der Ruhelage des Schiebers 20 gemäß 5 befindet
sich der Stift 25 in der Ausgangsposition 25.0 von 9.
Wird dann, gemäß 6 eine erste
Eindruckbetätigung 44.1 bewirkt,
so läuft
der Stift 25 an der in 9 gekennzeichneten
ersten Neigungsfläche
der Kurve 35 entlang und beschreibt dabei den in 9 mit 37.1 gekennzeichneten
Weg. Dieser Weg 37.1 führt
den Stift in die Arbeitsposition 25.1 von 9,
wo sich aufgrund einer Hinterschneidung der Kurve 35 eine
erste Raststellung 38.1 für den Stift 25 befindet.
Das führt
zu einer definierten Arbeitslage 20.1 des Schiebers 20 gemäß 6. Daraus
ergibt sich der in 6 und in 9 mit 28.1 gekennzeichnete
Hubweg des Schiebers 20.
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Die
vorgenannte erste Funktion des Rotors 30 besteht darin,
dass der Stift 25 aufgrund des Kurvenprofils der auf ihm
befindlichen Kurve 35 der Kulissensteuerung 45 in
einer ersten Arbeitsposition 25.1 vorläufig arretiert wird. Die zweite
Funktion des Rotors 30 besteht aber darin, dass dieser
axiale Hubweg 28.1 des Schiebers 20 in einen entsprechenden, aus 10 erkennbaren
Winkelbetrag 39.1 in eine Rotationsbewegung umgewandelt
wird, die in den 2, 9 und 10 durch
einen Drehpfeil 36 veranschaulicht ist. Der drehfest mit
dem Rotor 30 verbundene Drehschalter wird dadurch aus einer durch
die Hilfslinie 40.0 in 10 verdeutlichten
Ausschaltstellung 40.0 in eine erste Einschaltstellung 40.1 von 10 überführt. Dann
befinden sich die Kontakte des Drehschalter 40 in einer
sogenannten „Zündposition", wo verschiedene
elektrische Aggregate im Fahrzeug, wie z.B. das Radio, von der elektrischen
Bordspannung im Fahrzeug versorgt werden.
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Wird,
ausgehend von 6, der Schlüssel 14 im Sinne des
Pfeils 44.2 von 7 tiefer eingedrückt, so
bewegt sich, in der Darstellung von 9, der Stift
aus seiner ersten Arbeitsstellung 25.1 normalerweise auf
seinem Wege 37.2 weiter, bis er zu einer mit 25.2 in 9 gekennzeichneten
Zwischenposition gelangt, die nicht stabil ist. Dies ergibt einen mit 28.2 in 7 und 9 verdeutlichten
Gesamt-Hubweg 28.2 des Schiebers 20, der ihn in
eine instabile zweite Arbeitslage 20.2 in 7 überführt und
in der kinematischen Umkehr von 9 mit 25.2 markiert
ist. Dies wirkt sich konkret am Rotor 30 bzw. Drehschalter 40 zu
einem in 10 mit 39.2 gekennzeichneten
Gesamt-Winkelbetrag aus. Dann befindet sich der Drehschalter in
der in 10 mit 40.2 gekennzeichneten
zweiten Einschaltstellung, wo die zugehörigen Kontakte eine „Startposition" einnehmen. Der Motor
wird über
einen Anlasser od. dgl. gestartet.
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Wie
bereits erwähnt
wurde, ist diese Zwischenposition 25.2 von 9 instabil,
weil, wie 9 verdeutlicht, der Stift sich
nicht in einem hinterschnittenen Bereich der Kurve 35 befindet.
Lässt der
Betätigungsdruck 44.2 von 7 auf
den Schlüssel 14 nach,
so wird der Schieber 20 aufgrund der auf ihn wirkenden
Rückstellkraft 22 axial
zurückbewegt.
Dadurch gelangt der Stift, in der kinematischen Umkehr von 9 gesehen,
hinter ein hinterschnittenes geneigtes Kurvenstück und landet dann nach einem Wegstück 37.3 von 9 in
einer zweiten stabilen Arbeitsposition 25.3 von 9,
die eine zweite Raststellung 38.2 des Stiftes 25 bzw.
des zugehörigen Schiebers 20 bildet.
Diese ist in 9 eingezeichnet. Dies ergibt
sich aus einem in 9 und 8 eingezeichnete
Rückhubweg 28.3,
der den Schieber 20 in seine aus 8 ersichtliche
dritte Arbeitsposition 25.3 überführt.
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Dieser
Rückhubweg 28.3 des
Schiebers wirkt sich, gemäß der vorerwähnten zweiten
Funktion des Rotors, in einer entsprechenden Rückdrehung des Rotors 30 um
den aus 10 ersichtlichen Winkelbetrag 39.3 aus.
So gelangt der mit dem Rotor 30 drehfeste Drehschalter 40 in
seine dritte Einschaltstellung 40.2 von 10,
die einer „Fahrtposition" des zugehörigen Motors 50 entspricht.
Der Motor- 50 treibt das Fahrzeug an.
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Wenn
der Motor 50 ausgeschaltet werden soll, um die Bewegung
des Fahrzeugs zu beenden, braucht der Schlüssel 14 gemäß 8 nur
erneut gemäß dem dortigen
Pfeil 44.3 druckbetätigt
zu werden. Was dann passiert, ist aus 9 zu erkennen. Der
Stift wird aus seiner dortigen Arbeitsposition 25.3 in
der Raststellung 38.2 der Kurve 35 herausgehoben und
folgt dem in 9 strichpunktiert angedeuteten und
mit 37.4 gekennzeichneten Weg. Er gelangt dann in ein Endstück der Kurve 35,
die den Stift 25 aufgrund der auf den Schieber 20 wirkenden
Rückstellkraft 22 wieder
in seine Ausgangsposition 25.0 von 9 überführt. Das
ist die bereits in 5 gezeigte Ruhelage 20.0 des
Schiebers 20. Dann hat sich, gemäß 10, der
Rotor 30 und damit auch der Drehschalter 40 um
den Winkelbetrag 39.4 zurückbewegt. Der Drehschalter 40 ist
aus seiner der „Fahrtstellung" des Motors 50 entsprechenden
dritten Arbeitsstellung 40.3 wieder in seine Ausschaltstellung 40.0 von 10 wunschgemäß gekommen.
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Wie 9 veranschaulicht,
muss der Schieber aus seiner ersten stabilen Arbeitslage 20.1 von 6 durch
eine weitere Druckbetätigung 44.2 von 7 in
eine instabile vorläufige
Arbeitslage 20.2 gebracht werden, die der Zwischenposition 15.2 des Stiftes
in 9 entspricht. Das würde einer Zwischenhubstrecke 46 von 9 entsprechen.
Wird, ausgehend von der ersten stabilen Arbeitsposition 25.1 seines
Stifts 25 der Schieber 20 nur geringfügig, über eine
Teilhubstrecke 47 von 9 eingedrückt, dann
gelangt der Stift an einer aus 9 ersichtliche Gabelungsstelle 48.
Endet dann der über
den Schlüssel 14 auf
den Schieber 20 ausgeübte
Betätigungsdruck,
so kann sich der Stift auf dem gepunktet in 9 eingezeichneten
alternativen Abkürzungsweg 37.5 bewegen
und gelangt dann gleich wieder in seine Ausgangsposition 25.0.
Dann ist der Schieber 20 aus seiner ersten stabilen Arbeitslage 20.1 von 6 in
seine Ruhelage 20.0 von 5 zurückbewegt
worden.
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In
den letzten beiden Zeichnungen ist ein zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung
anhand eines alternativ ausgebildeten Rotors 30' gezeigt. Die übrigen Bauteile
dieser zweiten Vorrichtung können
analog zu denjenigen der ersten ausgebildet sein. Insoweit gilt
die bisherige Beschreibung. Es genügt lediglich auf die Unterschiede
dieser zweiten Vorrichtung gegenüber
der ersten einzugehen.
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Der
wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Kulissensteuerung
im zweiten Ausführungsbeispiel
in zwei Kulissensteuerungs-Systeme 45.1 und 45.2 gegliedert
ist, die sich in diesem Fall auf zwei voneinander gegenüberliegenden
Seiten 51, 52 der zylindrischen Mantelfläche 34' des Rotors 30' angeordnet
sind. Auf der einen Seite 51 des Rotors 30', gemäß 11a, gibt es eine erste Kurve 35.1, in
welcher ein erster Stift 55.1 geführt ist, während auf der gegenüberliegenden
Seite 52 des Rotors 30', gemäß 11b,
das andere Kulissensteuerungs-System 45.2 mit seiner eigenen
Kurve 35.2 und dem zugehörigen Stift 55.2 angeordnet
sind. Beide 11a und 11b sind,
in Analogie zu 9, als ebene Abwickelungen der
zylindrischen Rotorfläche
dargestellt und die Relativbewegung zwischen den Kurven und ihren
Stiften, nämlich 35.1 mit 55.1 einerseits
und 35.2 mit 55.2 andererseits, sind in kinematischer
Umkehr wiedergegeben.
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Zur
näheren
Erläuterung
der Wirkweise des Rotors 30' von 11a, 11b kann
auf die vorausgehende Beschreibung im Zusammenhang mit 9 verwiesen
werden. Auf der ersten Seite 51 der Zylinderfläche 34' von 11a befindet
sich nur ein kleines Kurvenstück 35.1,
welches die ausgezogen gezeichneten beiden Positionen bestimmt,
nämlich
die Ausgangsposition 25.0' und die erste Arbeitsposition 25.1' des ersten Stifts 55.1.
Damit sind in der Kurve 35.1 des ersten Kulissensteuerungs-Systems 45.1 nur
der erste Weg 37.1' und
ein Teil des zweiten Wegs 37.2' festgelegt. Durch die genannte Rückstellkraft
und die Hinterschneidung der Kurve 35.1 gibt es auf dieser
Seite 51 der Zylinderfläche 34' nur eine Raststellung 38.1'. Neben dieser Kurve 35.1 befindet sich
auf dieser Rotorseite 51 ein Freiraum 49.1, der die
Lage dieses ersten Stiftes 55.1 völlig freigibt. In diesem hinteren
Bereich 49.1 ist der erste Stift 55.1 des ersten
Kulissensteuerungs-Systems 45.1 unwirksam. Solange die
Kurve 35.1 des ersten Kulissensteuerungs-Systems 45.1 mit
dem Stift 55.1 positionsbestimmend wirkt, erfolgt die zu 9 analoge Rotationsbewegung 36' beim Rotor 30', die dann an den
zugehörigen
Drehschalter gelangt und dort die entsprechenden Kontaktierungen
bewirkt.
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Bei
dem in 11b gezeigten zweiten Kulissensteuerungs-System 45.2 auf
der gegenüberliegenden
Rotorseite 52 liegen die umgekehrten Verhältnisse
vor. Dort wo beim ersten Kulissensteuerungs-System 45.1 die
Kurve 35.1 für
den zugehörigen
Stift 55.1 positionsbestimmend ist, liegt bei dem zweiten
Kulissensteuerungs-System 45.2 ein
Freiraum 49.2 vor. In diesem Bereich ist daher der zugehörige zweite
Stift 55.2 unwirksam. Die Kurve 35.2 wird erst
in der zweiten Hälfte
des Weges 37.2' für den zweiten
Stift 55.2 führungswirksam
bis zur instabilen Zwischenposition 25.2'. Das gilt auch für die im Zusammenhang
mit 9 bereits beschriebenen analogen weiteren Wege 37.3' und 37.4'.
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So
bestimmt die Kurve 35.2 nur die zweite stabile Raststellung 38.2', wenn sich der zweite
Stift 55.2 in dem hinterschnittenen Teil der Kurve 35.2 in der
stabilen Arbeitsposition 25.3' von 11b befindet.
Nach dem Durchlauf des letzten Weges 37.4' gelangt der Stift 55.2 aus
seinem letzten Teilstück
wieder durch den Freiraum 49.2 bis zur Ausgangsposition 25.0', die, wie aus 11a ersichtlich ist, wieder von der anderen Kurve 35.1 des
ersten Kulissensteuerungs-Systems 45.1 bestimmt wird. Soweit
dieses zweite Kulissensteuerungs-System 45.2 wirksam ist, sorgt
es für
die auch in 11b angedeutete rotative Bewegung 36' des Rotors 30' bzw, des damit
drehfest verbundenen Drehschalters.
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Es
versteht sich, dass auch mehr als zwei Kulissensteuerungs-Systeme 45.1 und 45.2 vorgesehen
sein könnten,
die in axialem und/oder radialem Abstand zueinander angeordnet wären. Anstelle
einer Kurve könnte
am Rotor alternativ der andere Teil der Kulissensteuerung, nämlich der
Stift sitzen, während
der andere Teil der Kulissensteuerung, nämlich die Kurve, dann an der
Innenfläche
des Gehäuses sich
befindet.
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Im
vorliegenden Fall ist ein elektronischer Schlüssel der Identifikationsgeber,
der in die beschriebene Schlüsselaufnahme 24 einsteckbar
ist, die sich inmitten des Schiebers 20 befindet. Eine
solche Schlüsselaufnahme 24 könnte aber
auch in einem gesonderten Bauteil, außerhalb des Schiebers 20 angeordnet
sein. Entscheidend ist, dass eine Kommunikation zwischen dem Schlüssel und
dem Identifikationsnehmer im Fahrzeug möglich ist. Der Schlüssel könnte auch
eine mechanische Codierung aufweisen, die als Nachweis für die Betätigungsberechtigung
der zugehörigen
Zündvorrichtung
dient.
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Als
Identifikationsgeber könnte
aber auch eine sogenannte „Smart
Card" dienen, die
nach einem sogenannten „Keyless
entry"-System mit
dem zugehörigen
Identifikationsnehmer im Fahrzeug kommuniziert. Eine solche Smart
Card kann fallweise auch in einer Aufnahme am Fahrzeug eingesteckt werden,
wo diese Kommunikation abläuft.
In diesem Fall ist dann der zugehörige Schieber der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung
als manuelles Betätigungsmittel
vorgesehen, um den Motor aus einer Ausschaltstellung in die genannten,
zueinander wirkunterschiedlichen Einschaltstellungen zu überführen. Die
Kommunikation mit einer Smart Card kann aber auch dann erfolgen,
wenn die berechtigte Person, welche die Smart Card bei sich trägt, in eine
definierte Position bezüglich
eines zum Identifikationsnehmer gehörenden Kommunikationsmittels
im Fahrzeug kommt.
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- 10
- Gehäuse
- 11
- Gehäuseverlängerung
von 10 für 40
- 12
- Schenkelfeder,
Impulsfeder zur Rückdrehung
von 30
- 13
- rückstellwirksame
Druckfeder für 15
- 14
- Identifikationsgeber,
elektronischer Schlüssel
(5 bis 8)
- 15
- plattenförmiger Sperrriegel
in 25 (2)
- 16
- Mikroschalter
in 10 (2)
- 17
- Betätiger von 16 (2)
- 18
- Einsteckpfeil
von 14 in 24 (2)
- 19
- Endanschläge zwischen 20, 10 (2)
- 20
- Schieber
- 20.0
- Ruhelage
von 20 (5)
- 20.1
- erste
stabile Arbeitslage von 20 (6)
- 20.2
- instabile
Arbeitslage von 20 (7)
- 20.3
- zweite
stabile Arbeitslage von 20 (8)
- 21
- Kernstück von 20
- 22
- Pfeil
der Rückstellkraft
für 20
- 23
- rückstellwirksame
Druckfeder für 22
- 24
- axiale
Schlüsselaufnahme
in 20 (2)
- 25
- Stift
von 45 (1 bis 9)
- 25.0
- Ausgangsposition
von 25 (9)
- 25.0'
- Ausgangsposition
von 55.1 bzw. 55.2 (11a, 11b)
- 25.1
- erste
stabile Arbeitsposition von 25 (9)
- 25.1'
- erste
stabile Arbeitsposition von 55.1 (11a)
- 25.2
- instabile
Zwischenposition von 25 (9)
- 25.2'
- instabile
Zwischenposition von 55.2 (11b)
- 25.3
- zweite
stabile Arbeitsposition von 25 (9)
- 25.3'
- zweite
stabile Arbeitsposition von 25.2 (11b)
- 26
- translatorische
Bewegung von 20
- 27
- achsparalleler
Bewegungspfeil von 25 (9)
- 28.1
- erste
Hubstrecke von 20 (6, 9)
- 28.2
- zweite
Hubstrecke von 20 (7, 9)
- 28.3
- dritte
Hubstrecke von 20, Rückhubweg (8, 9)
- 29
- Kammer
in 20 für 15
- 30
- Rotor
(2 bis 9)
- 30'
- alternativer
Rotor (11a, 11b)
- 31
- Rotationsachse
von 30
- 32
- Buchseninneres
von 30
- 33
- Ausgangswelle
von 30
- 34
- Umfangsfläche von 30,
Zylinderfläche (4)
- 34'
- Umfangsfläche von 30' Zylinderfläche (11a, 11b)
- 35
- Kurve
von 45 (4)
- 3
5.1
- Kurve
von 45.1 (11a)
- 35.2
- Kurve
von 45.2 (11b)
- 36
- Pfeil
der Rotationsbewegung von 30 (2, 10)
- 36'
- Pfeil
der Rotationsbewegung von 30' (11a, 11b)
- 37.1
- erster
Weg von 25 (9)
- 37.1'
- erster
Weg von 55.1 (11a)
- 37.2
- zweiter
Weg von 25 (9)
- 37.2'
- zweiter
Weg von 55.1 bzw. 55.2 (11a, 11b)
- 37.3
- dritter
Weg von 25 (9)
- 37.3'
- dritter
Weg von 55.2 (11b)
- 37.4
- vierter
Weg von 25 (9)
- 37.4'
- vierter
Weg von 55.2 (11b)
- 37.5
- alternativer
Abkürzungsweg
von 25 (9)
- 38.1
- erste
Raststellung von 25 bzw. 20 (9)
- 3
8.1'
- Raststellung
von 55.1 (11a)
- 38.2
- zweite
Raststellung von 25 bzw. 20 (9)
- 38.2'
- Raststellung
von 55.2 (11b)
- 39.1
- erster
Winkelbetrag der Drehung von 30 bzw. 40 (10)
- 39.2
- zweiter
Gesamt-Winkelbetrag der Drehung von 30 bzw. 40 (10)
- 39.3
- dritter
Winkelbetrag der Drehung von 30 bzw. 40 (10)
- 39.4
- vierter
Winkelbetrag der Drehung von 30 bzw. 40 (10)
- 40
- Drehschalter
- 40.0
- Ausschaltstellung
von 40 (10)
- 40.1
- erste
Einschaltstellung von 40 (10)
- 40.2
- zweite
Einschaltstellung von 40 (10)
- 40.3
- dritte
Einschaltstellung von 40 (10)
- 41
- Drehachse
von 40
- 42
- Schaltergehäuse von 40
- 43
- Eingangsglied
von 40
- 44.1
- erster
Pfeil der Eindrückbewegung
(6)
- 44.2
- zweiter
Pfeil der Eindrückbewegung (7)
- 44.3
- dritter
Pfeil der Eindrückbewegung
(8)
- 45
- Kulissensteuerung
zwischen 20 und 30 (4)
- 45.1
- erstes
Kulissensteuerungs-System auf 51 von 30' (11a)
- 45.2
- erstes
Kulissensteuerungs-System auf 52 von 30' (11b)
- 45
- Zwischenhubstellung
zwischen 25.1, 25.2 (10)
- 47
- Teilhubstrecke
zwischen 25.1, 48 (10)
- 48
- Gabelungsstelle
von 35 (10)
- 49.1
- Freiraum
bei 35.1 (11a)
- 49.2
- Freiraum
bei 35.2 (11b)
- 50
- Motor
- 51
- erste
Seite von 34' (11a)
- 52
- zweite
Seite von 34' (11b)
- 55.1
- Stift
von 45.1 (11a)
- 55.2
- Stift
von 45.2 (11b)
- 60
- Identifikationsnehmer