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Die
Erfindung betrifft eine Weißlicht-Leuchtdiode,
insbesondere eine Weißlicht-Leuchtdiode,
die unter Anregung eines Blaulichts über drei bis vier Wellenlängen verfügt und somit
eine hohe Farbwiedergabe gewährleistet.
Ganz frei von Material aus Y3Al5O12:Ce3+ (nachstehend „YAG" genannt) sowie aus
Tb3Al5O12:Ce3+ (nachstehend „Tag TAG" genannt), besteht die Erfindung aus
neuem Silikat-Fluoreszenzpulver. Außerdem ist sie frei von Stoffen
von Yttrium (Y), Terbium (Tb), Aluminium (Al), Cerium (Ce), usw.
Darüber
hinaus liegt nicht Cerium im leuchtenden Mittelpunkt. Im Gegensatz
zum herkömmlichen
Fluoreszenzpulver wie aus Y3Al5O12:Ce3+ sowie zum
Osram-Fluoreszenzpulver aus Tb3Al5O12:Ce3+ liegt
beim erfindungsgemäßen neuen
Silikat-Fluoreszenzpulver Eu im leuchtenden Mittelpunkt. Damit wird
vermieden, dass eine ungenügende
Farbwiedergabe vorkommt wie bei der Blauchip-Verpackung. Sogar kann
die Helligkeit des UV-Chips erhöht
werden. Hierdurch ergibt sich eine praktische Verpackung des UV-Chips.
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Leuchtdioden
(LED) gehören
zu einem der wichtigen Halbleiterelemente, wobei deren leuchtender
Chip als Verbindungshalbleiter aus Elementen der 3. und 5. Gruppe
des Periodensystems, wie GaP, GaAs sowie GaN besteht. Das Beleuchtungsprinzip von
LED besteht in Umwandlung elektrischer Energie ins Licht. Das heißt, dass
der Verbindungshalbleiter unter Spannung gesetzt wird, wobei unter
Verbindung von Elektronen und Defektelektronen die Restenergie in
der Form von Licht ausgegeben wird, um leuchtende Wirkung zu erzielen.
Da die Beleuchtung von LED nicht auf aufheizendem oder entladendem Leuchten,
sondern auf dem kalten Leuchten basiert, kann die LED-Lebensdauer
bis zu 100.000 Stunden erreichen. Außerdem erfordert ihre Beleuchtung
keine Anwärmzeit. Überdies
weist LED noch folgende Vorteile auf: kurze Reaktionsdauer (ca.
10–9 Sekunde),
kleine Baugröße, geringen
Energieaufwand, umweltfreundliche Verwendung (ohne Quecksilber)
und hohe Zuverlässigkeit,
wobei sich LED gut für
Massenproduktion eignet. So hat LED eine weite Verbreitung gefunden.
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Insbesondere
ist auf Weißlicht-Leuchtdioden hinzuweisen,
welche die üblichen
Leuchtstofflampen oder Glühlampen
nicht nur ersetzen, sondern ihr Anwendungsgebiet aufgrund der erhöhten Lichtausbeute
noch erheblich erweitern. Typische Anwendungsgebiete sind Lichtquelle
von Scanner, hintergrundbeleuchtete Flüssigkristallbildschirme oder
Beleuchtungsanlagen.
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Bei
herkömmlichen
Weißlicht-Leuchtdioden wird
Weißlicht
mithilfe eines Blaulicht-Leuchtdiodenchips unter Zusatz von gelbem,
anorganischem Fluoreszenzpulver oder gelbem, organischem Fluoreszenzfarbstoff
erzeugt. Der Blaulicht-Leuchtdiodenchip strahlt einen blauen Lichtstrahl
mit einer Wellenlänge
im Bereich von 440 nm bis 490 nm aus. Ist das gelbe, anorganische
Fluoreszenzpulver mit einem blauen Lichtstrahl bestrahlt, ergibt
sich eine gelbe Fluoreszenz. Bei Vermischung der gelben Fluoreszenz
und des ursprünglichen
Blaulichts entsteht ein erwünschtes
Weißlicht.
Vorteile solcher Weißlicht-Leuchtdiode
sind einfache Herstellung und somit geringer Kostenaufwand. Daher
ist sie im Handel sehr üblich.
Bei den solchen Weißlicht-Leuchtdioden ist
jedoch von Nachteil, da sie eine geringere Lichtausbeute haben.
Außerdem
verfügen
sie über nur
zwei Wellenlängen
(Vermischung von blauem und gelbem Licht). Im Gegensatz zu Weißlicht-Leuchtdioden
mit drei Wellenlängen
lassen die Weißlicht-Leuchtdioden
mit zwei Wellenlängen
bei Farbwiedergabe und Farbtemperatur viel zu wünschen übrig.
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Aus
WO 98/05078 und WO 98-12757 (Nichia) ist eine Weißlicht-Leuchtdiode
bekannt, die unter Verwendung von Blaulicht-LED und Fluoreszenzpulver
aus Y3Al5O12:Ce3+ (nachstehend „YAG" genannt) sowie Osram-Fluoreszenzpulver
aus Tb3Al5O12:Ce3+ (nachstehend „TAG" genannt) verpackt
wird. Im Gegensatz zur Weißlicht-Leuchtdiode mit
drei Wellenlängen
lässt sich
die aus YAG und TAG entstehende Weißlicht-Leuchtdiode ebenfalls bei
der bei Farbwiedergabe und Farbtemperatur viel zu wünschen übrig. Außerdem kann
sie die hohen Anforderungen an hohe Leistung und Stabilität nicht erfüllen. Dies
ist als nicht optimal anzusehen.
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Aus
diesem Grund hat der Erfinder in Anbetracht der Nachteile herkömmlicher
Lösungen,
basierend auf langjähriger
Erfahrung im Bereich der Zahnpflege, nach langem Studium, zahlreichen
Versuchen und unentwegten Verbesserungen die vorliegende Erfindung
entwickelt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Weißlicht-Leuchtdiode zu schaffen,
die über
drei bis vier Wellenlängen
verfügen
kann, indem sie der Erregung eines Ultraviolett- und Blaulichts
ausgesetzt ist, was für
eine erhöhte
Lichtausbeute und Farbwiedergabe sorgt.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
eine Weißlicht-Leuchtdiode,
die die in Ansprüchen
1, 10 und 19 angegebenen Merkmale aufweist. Weitere vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
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Im
Gegensatz zu YAG-Fluoreszenzpulver von Nichia und TAG-Fluoreszenzpulver
von Osram enthält
das erfindungsgemäße Fluoreszenzpulver keine
Stoffe von Y, Tb, Al und Ce. Außerdem
liegt nicht Ce im leuchtenden Mittelpunkt. Das erfindungsgemäße Silikat-Fluoreszenzpulver
besteht aus Ca, Sr, Ba, Mg, Cl und SiO4,
wobei Eu im leuchtenden Mittelpunkt liegt. Von Vorteil ist, dass
das Fluoreszenzpulver aus Silikat eine höhere Wasserfestigkeit, Lichtdurchlässigkeit
und Lichtausbeute aufweist als dasjenige aus Aluminat. Der Beleuchtungskörper aus Eu
ist frei von Degeneration und zwar stabiler als derjenige aus Ce.
Das Fluoreszenzpulver aus Silikat besteht aus Grundelementen wie
Ca, Sr und Ba, was eine Reduzierung der Dichte bewirkt, die beim
Fluoreszenzpulver aus Silikat nur 3,458 beträgt, während Fluoreszenzpulver aus
YAG und TAG 4,33 betragen kann, was eine Absenkung des Fluoreszenzpulvers aus
Silikat erschwert und somit eine verbesserte Qualität an Einkapselung
gewährleistet.
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Außerdem ist
das erfindungsgemäße Fluoreszenzpulver,
das unter Lichtanregung im Bereich von 250 nm bis 485 nm steht,
für Ultraviolett-
und Blauchip geeignet. Da es eine Anregungsstrahlung breiterer Wellenlänge akzeptiert,
ergibt sich eine stabile Emissionswellenlänge. Hierdurch wird eine gründliche
Umwandlung der vollen Chipenergie ermöglicht, was eine erhöhte Lichtausbeute
erlaubt. So ist eine Verpackung von LED mit einer Wellenlänge von
250 nm bis 485 nm möglich.
Die nach der Verpackung entstehende Chrominanz wird stabiler, wobei eine
erhöhte
Farbwiedergabe zustande kommt.
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Im
Folgenden werden Aufgaben, Merkmale und Funktionsweise der Erfindung
anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele
und der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert werden.
Es zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Weißlicht-Leuchtdiode;
-
2a bis 2c weitere
Ausführungsbeispiele
einer erfindungsgemäßen Weißlicht-Leuchtdiode
in Schnittdarstellung;
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3a eine
Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen LED-Weißlicht-Scheibchens
in Schnittdarstellung;
-
3b eine
Draufsicht des Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen LED-Weißlicht-Scheibchens
gemäß 3a;
-
3c und 3d weitere
Ausführungsbeispiele
eines erfindungsgemäßen LED-Weißlicht-Scheibchens
in Draufsicht;
-
4 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08 der vorliegenden
Erfindung, wobei das Emissionsspektrogramm einen Scheitelwert von
508,2 nm aufweist;
-
5 ein
XRD-Spektrogramm [XRD: Abk. für
engl. X-ray diffraction = Röntgendiffraktometrie] von
Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08, das unter Zusatz von Europium und Dysprosium
als grüner
Fluoresenzkörper
ausgeführt
ist;
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6 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Ca7.6Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.32Dy0.08, wobei
sich der Scheitelwert des Emissionsspektrums unter Zunahme von Europium
auf 511,8 nm erhöht;
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7 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2 der vorliegenden Erfindung, wobei das
Emissionsspektrogramm einen Scheitelwert von 563 nm aufweist;
-
8 ein
XRD-Spektrogramm von (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2, das unter
Zusatz von Europium und Mangan als purpurroter Fluoresenzkörper ausgeführt ist;
-
9 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr7.28Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.32Mn0.2, wobei sich der Scheitelwert des Emissionsspektrums
unter Zunahme von Europium auf 564,4 nm erhöht;
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10 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015 der vorliegenden Erfindung, wobei das
Emissionsspektrogramm einen Scheitelwert von 616,2 nm aufweist;
-
11 ein
XRD-Spektrogramm von (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015, das unter
Zusatz von Europium und Samarium als roter Fluoresenzkörper ausgeführt ist;
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12 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr0.35Ca0.6)S:Eu0.1Sm0.015, wobei sich der Scheitelwert des Emissionsspektrums
unter Zunahme von Kalzium auf 641,8 nm erhöht;
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13 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15, wobei sich die Stärke des Emissionsspektrums
unter Zunahme von Gadolinium verdoppelt;
-
14 ein
XRD-Spektrogramm von Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15, das unter Zusatz von Europium und Gadolinium
als blauer Fluoresenzkörper ausgeführt ist;
-
15 ein
Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Sr4.85(PO4)2Cl:Eu0.15, wobei
die Stärke
des Emissionsspektrums ohne Zusatz von Gadolinium gezeigt ist;
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16 ein
Spektrogramm der erfindungsgemäßen, drei
Wellenlängen
aufweisenden Weißlicht-Leuchtdiode
unter Verwendung von Grünlicht-Fluoreszenzpulver
aus Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08 und Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver
aus (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2 im Mischungsverhältnis von
80% und 20%, wobei das Spektrogramm einer Weißlicht-Leuchtdiode mit drei
Wellenlängen
dadurch entsteht, dass der Leuchtdiodenchip unter einem blauen Anregungslicht
mit einer Wellenlänge
von 455 nm steht;
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17 ein
Spektrogramm der Leuchtdiode unter Verwendung von 100% Grünlicht-Fluoreszenzpulver
aus Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08, wobei das Spektrogramm einer Weißlicht-Leuchtdiode
dadurch entsteht, dass der Leuchtdiodenchip unter einem blauen Anregungslicht
mit einer Wellenlänge
von 455 nm steht; und
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18 ein
Spektrogramm der vorliegenden Erfindung jeweils unter Verwendung
von Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver, Grünlicht-Fluoreszenzpulver, rotem
Fluoreszenzpulver aus (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015 und blauem
Fluoreszenzpulver aus Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15, wobei das Spektrogramm dadurch entsteht,
dass die vorliegende Erfindung unter einem purpurnen Anregungslicht
mit einer Wellenlänge
von 385 nm steht.
-
Das
erfindungsgemäße Fluoreszenzpulver wird
in folgenden Verfahren hergestellt:
-
[Erstes Ausführungsbeispiel]:
-
Ein
erstes Verfahren – Festkörperreaktion von
grünem
Fluoreszenzpulver – zum
Herstellen von grünem
Fluoreszenzpulver weist folgende Prozessschritte auf:
Bereitstellen
von 5,0 Gramm Calciumcarbonat [CaCO3], 1,83
Gramm Siliziumdioxid [SiO2], 0,5860 Gramm
Europiumoxid [Eu2O3],
0,4141 Gramm Dysprosiumoxid [Dy2O3] und 1,1185 Gramm Magnesiumoxid [MgO] je
nach Gesetz der stöchiometrischen Proportionen,
wobei diese dosierten Stoffe durch Mahlen gründlich und gleichmäßig vermischt
werden, woraus sich Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08 unter Zusatz von Hydrogenchlorid [HCl]
in bestimmter Menge ergibt;
Einlegen der Mischung in einen
Schmelztiegel, wobei die Mischung bei einer Aufheizgeschwindigkeit
von 5 °C/Min.
in Stickstoff auf 1200 °C
erwärmt
und kalziniert wird, woraufhin die erhaltene Masse erst nach sechs
Stunden mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit von
5 °C/Min.
auf Raumtemperatur abgekühlt
wird;
Mahlen des kalzinierten Pulvers, wobei das gemahlene
Pulver wieder im Schmelztiegel bei einer Temperatur von 1200 °C fünf Stunden
lang gesintert wird, wobei der Sinterprozess ebenfalls mit der Aufheiz- und
Abkühlungsgeschwindigkeit
von 5 °C/Min
erfolgt; und
Mahlen des gesinterten Pulvers, wobei sich das
gemahlene Pulver einer chemischen Reduktion unter einer Reduzieratmosphäre von H2/N2(15%/85%)
bei einer Temperatur von 1000 °C
sechs Stunden lang unterzieht, wodurch eine Veränderung von Eu3+ in der
Masse zu Eu2+ durch den Reduktionsvorgang stattfindet,
was für
eine erhöhte
Beleuchtungsstärke sorgt,
wobei dieser Schritt nicht zwingend durchzuführen ist.
-
(Beispiel 1)
-
In 4 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08 dargestellt.
-
(Beispiel 2)
-
In 5 ist
ein XRD-Spektrogramm [XRD: Abk. für engl. X-ray diffraction =
Röntgendiffraktometrie]
von Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08 dargestellt, das unter Zusatz von Europium
und Dysprosium als grüner
Fluoresenzkörper
ausgeführt
ist.
-
(Beispiel 3)
-
In 6 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Ca7.6Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.32Dy0.08 dargestellt.
-
[Zweites Ausführungsbeispiel]:
-
Ein
zweites Verfahren – Festkörperreaktion von
purpurrotem Fluoreszenzpulver – zum
Herstellen von purpurrotem Fluoreszenzpulver weist folgende Prozessschritte
auf:
Bereitstellen von 5,0 Gramm Strontiumcarbonat [SrCO3], 0,9970 Gramm Calciumcarbonat [CaCO3], 3,29 Gramm Siliziumdioxid [SiO2], 1,0515 Gramm Europiumoxid [Eu2O3], 1,145 Gramm
Manganoxid [Mn2O3]
und 2,007 Gramm Magnesiumoxid [MgO] je nach Gesetz der stöchiometrischen
Proportionen, wobei diese dosierten Stoffe durch Mahlen gründlich und
gleichmäßig vermischt
werden, woraus sich (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2 unter Zusatz
von Hydrogenchlorid [HCl] in bestimmter Menge ergibt;
Einlegen
der Mischung in einen Schmelztiegel, wobei die Mischung bei einer
Aufheizgeschwindigkeit von 5 °C/Min.
in Stickstoff auf 1250 °C
erwärmt
und kalziniert wird, woraufhin die erhaltene Masse erst nach sechs
Stunden mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit von
5 °C/Min.
auf Raumtemperatur abgekühlt
wird;
Mahlen des kalzinierten Pulvers, wobei das gemahlene
Pulver wieder im Schmelztiegel bei einer Temperatur von 1250 °C fünf Stunden
lang gesintert wird, wobei der Sinterprozess ebenfalls mit der Aufheiz- und
Abkühlungsgeschwindigkeit
von 5 °C/Min
erfolgt; und
Mahlen des gesinterten Pulvers, wobei sich das
gemahlene Pulver einer chemischen Reduktion unter einer Reduzieratmosphäre von H2/N2(15%/85%)
bei einer Temperatur von 1000 °C
sechs Stunden lang unterzieht, wodurch eine Veränderung von Eu3+ in der
Masse zu Eu2+ durch den Reduktionsvorgang stattfindet,
was für
eine erhöhte
Beleuchtungsstärke sorgt,
wobei dieser Schritt nicht zwingend durchzuführen ist.
-
(Beispiels 4)
-
In 7 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2 dargestellt.
-
(Beispiels 5)
-
In 8 ist
ein XRD-Spektrogramm von (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2 dargestellt, das unter Zusatz von Europium
und Mangan als purpurroter Fluoresenzkörper ausgeführt ist.
-
(Beispiels 6)
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In 9 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr7.28Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.32Mn0.2 dargestellt.
-
[Drittes Ausführungsbeispiel]:
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Ein
drittes Verfahren – Festkörperreaktion von
rotem Fluoreszenzpulver – zum
Herstellen von rotem Fluoreszenzpulver weist folgende Prozessschritte
auf:
Bereitstellen von 0,8059 Gramm Calciumcarbonat [CaCO3], 5,0 Gramm Strontiumcarbonat [SrCO3], 3,6945
Gramm Natriumsulfide [Na2S], 1,6668 Gramm
Europiumoxid [Eu2O3]
und 0,3812 Samariumoxid [Sm2O3]
je nach Gesetz der stöchiometrischen
Proportionen, wobei diese dosierten Stoffe durch Mahlen gründlich und
gleichmäßig vermischt werden,
woraus sich (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015 ergibt;
Einlegen
der Mischung in einen Schmelztiegel, wobei sich die Mischung einer
Kalzinierung und Reduktion unter einer Reduzieratmosphäre von H2/N2(15%/85%) bei
einer Temperatur von 1100 °C sechs
Stunden lang unterzieht, woraufhin die erhaltene Masse mit einer
Abkühlungsgeschwindigkeit
von 5 °C/Min.
auf Raumtemperatur abgekühlt
wird;
Mahlen des gesinterten Pulvers, wobei sich das gemahlene
Pulver wieder einer chemischen Reduktion unter einer Reduzieratmosphäre von H2/N2(15%/85%)
bei einer Temperatur von 1000 °C sechs
Stunden lang unterzieht, wodurch eine Veränderung von Eu3+ in
der Masse zu Eu2+ durch den Reduktionsvorgang
stattfindet, was für
eine erhöhte
Beleuchtungsstärke
sorgt, wobei dieser Schritt nicht zwingend durchzuführen ist;
und
Verwenden des Na2S-Verfahrens zum
Herstellen des roten Fluoreszenzpulvers unter Zusatz von Samarium
(Sm), was eine Steigerung der Lichtausbeute und Wärmebeständigkeit
des roten Fluoreszenzpulvers bewirkt.
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(Beispiel 7)
-
In 10 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015 dargestellt.
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(Beispiel 8)
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In 11 ist
ein XRD-Spektrogramm von (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015 dargestellt, das unter Zusatz von Europium
und Samarium als roter Fluoresenzkörper ausgeführt ist.
-
(Beispiel 9)
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In 12 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von (Sr0.35Ca0.6)S:Eu0.1Sm0.015 dargestellt.
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[Viertes Ausführungsbeispiel]:
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Ein
viertes Verfahren – Festkörperreaktion von
blauem Fluoreszenzpulver – zum
Herstellen von blauem Fluoreszenzpulver weist folgende Prozessschritte
auf:
Bereitstellen von 5,0 Gramm Strontiumcarbonat [SrCO3],
0,3575 Gramm Europiumoxid [Eu2O3]
und 0,3683 Gramm Gadoliniumoxid [Gd2O3] je nach Gesetz der stöchiometrischen Proportionen,
wobei diese dosierten Stoffe durch Mahlen gründlich und gleichmäßig vermischt
werden, woraus sich Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15 unter Zusatz von Hydrogenchlorid [HCl]
in bestimmter Menge sowie 2,31 Gram Phosphorsäure [H3PO4] ergibt;
Einlegen
der Mischung in einen Schmelztiegel, wobei die Mischung bei einer
Aufheizgeschwindigkeit von 5 °C/Min.
in Stickstoff auf 1250 °C
erwärmt
und kalziniert wird, woraufhin die erhaltene Masse erst nach sechs
Stunden mit einer Abkühlungsgeschwindigkeit von
5 °C/Min.
auf Raumtemperatur abgekühlt
wird;
Mahlen des kalzinierten Pulvers, wobei das gemahlene
Pulver wieder im Schmelztiegel bei einer Temperatur von 1200 °C fünf Stunden
lang gesintert wird, wobei der Sinterprozess ebenfalls mit der Aufheiz- und
Abkühlungsgeschwindigkeit
von 5 °C/Min
erfolgt;
Mahlen des gesinterten Pulvers, wobei sich das gemahlene
Pulver einer chemischen Reduktion unter einer Reduzieratmosphäre von H2/N2(15%/85%)
bei einer Temperatur von 1000 °C
sechs Stunden lang unterzieht, wodurch eine Veränderung von Eu3+ in der
Masse zu Eu2+ durch den Reduktionsvorgang stattfindet,
was für
eine erhöhte
Beleuchtungsstärke sorgt,
wobei dieser Schritt nicht zwingend durchzuführen ist; und
Herstellen
von blauem Fluoreszenzpulver unter Zusatz von Gadolinium (Gd), um
eine erhöhte
Lichtausbeute des blauen Fluoreszenzpulvers zu gewährleisten.
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(Beispiel 10)
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In 13 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15 dargestellt.
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(Beispiel 11)
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In 14 ist
ein XRD-Spektrogramm von Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15 dargestellt.
-
(Beispiel 12)
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In 15 sind
ein Anregungsspektrogramm und Emissionsspektrogramm von Sr4.85(PO4)2Cl:Eu0.15 dargestellt.
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In 1 ist
eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Weißlicht-Leuchtdiode
dargestellt. Die Weißlicht-Leuchtdiode 100 weist
einen Verpackungsträger 110,
einen Leuchtdiodenchip 120 und eine Verpackungspaste 130 auf.
Der Verpackungsträger 110 umfasst
einen ersten Kontakt 112a, einen zweiten Kontakt 112b und
eine Aussparung 110a. Der Leuchtdiodenchip 120 ist
mit Klebepaste 140 in der Aussparung 110a festgestellt.
Außerdem
weist der Leuchtdiodenchip 120 einen Pluspol 122a und
einen Minuspol 122b auf, die beide mit je einem Lötdraht 150 elektrisch
mit dem ersten bzw. dem zweiten Kontakt 112a, 112b des
Verpackungsträgers 110 verbunden
sind. Des Weiteren ist der Leuchtdiodenchip 120 mit der
Verpackungspaste 130 abgedeckt, was für eine sichere Fixierung der
Leuchtdiodenchip 120 in der Aussparung 110a sorgt.
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Es
wird wiederum Bezug auf 1 genommen. Der Leuchtdiodenchip 120 kann
beispielsweise ein Anregungslicht 124 ausstrahlen, wobei
die Verpackungspaste 130 mit Fluoreszenzpulver 132 dotiert ist.
Ein Teil vom Anregungslicht 124 kann durch die Verpackungspaste 130 ausgestrahlt,
während
der andere Teil an Fluoreszenzpulver 132 gelangt. Unter Strahlung
des Anregungslichts 124 lässt sich der im Fluoreszenzpulver 132 befindliche
Fluoreszenzstoff 132 erregt. Hierdurch ergibt sich ein Übergang
elektrischen Energieniveaus, was eine Ausstrahlung der Lumineszenz 134 bewirkt.
Unter Mischung von Anregungslicht 124 und Lumineszenz 134 entsteht
dann ein Weißlicht.
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Außerdem kann
der oben erwähnte
Verpackungsträger 110 der
erfindungsgemäßen Weißlicht-Leuchtdiode
durch ein Substrat ersetzt werden. Wie aus 2a ersichtlich,
weist die Weißlicht-Leuchtdiode 200a ein
Substrat 210, einen Leuchtdiodenchip 220 und eine
Verpackungspaste 230 auf. Der Leuchtdiodenchip 220 ist über Klebepaste 240 an
einem innerhalb einer Aussparung 210a befindlichen Vorsprung 210b angeordnet
und durch Drahtbonden elektrisch mit einem vertieften oder flächigen Vorsprung 210b verbunden.
Die Verpackungspaste 230 ist innen beispielsweise mit Fluoreszenzpulver 232 dopiert,
wobei die Verpackungspaste 230 den Leuchtdiodenchip 220 überdeckt.
Das Ausführungsbeispiel
entspricht in seiner Funktionsweise und Verbindung von relevanten
Bauelementen dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel,
sodass es weiterer Erläuterungen
nicht bedarf. Denkbar wären
auch Weißlicht-Leuchtdioden 200b und 200c,
wie in 2b bzw. 2c gezeigt,
die gut für den
Einsatz bei Flip-Chip-Montage von Leuchtdioden geeignet ist.
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In
den oben erwähnten
Ausführungsbeispielen
befinden sich beide Anschlüsse
an der am oberen Ende des Chips angeordneten Leuchtdiodenchip. In der
Praxis können
sich die beiden Anschlüsse
an den Leuchtdiodenchips befinden, die am oberen bzw. am unteren
Ende des Chips angeordnet sind. Je nach unterschiedlichen Anordnungsstellen
der Anschlüsse variiert die
Verbindung zwischen dem Leuchtdiodenchip und dem Verpackungsträger [oder
Substrat].
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Wie
aus 3a bis 3d ersichtlich,
weist ein LED-Weißlicht-Scheibchen
ein Substrat 310, eine LED-Chipschicht 330 und
eine Fluoreszenzpulverschicht 340 auf. Die LED-Chipschicht 330 ist über eine
Kontaktschicht 350 elektrisch mit einem auf der Oberfläche des
Substrats 310 befindlichen Pluspol 320 und Minuspol 360 verbunden.
Die Fluoreszenzpulverschicht 340 des Weißlicht-Scheibchens
ist 0,5 bis 3,0 mm dick, was für
eine verbesserte Lichtausbeute sorgt.
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Durch
die oben erwähnte
Gestaltung liegt die Wellenlänge
des aus dem Leuchtdiodenchip ausgestrahlten Anregungslichts im Bereich
zwischen 250 nm und 490 nm, wobei das Fluoreszenzpulver aus einer
Gruppe ausgewählt
ist, die Grünlicht-,
Purpurrotlicht-, Rotlicht- und Blaulicht-Fluoreszenzpulver aufweist.
Das Grünlicht-
und Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver ist aus einer oder mehreren
Gruppen von (Me1-x-yEuxRey)8Mgz(SiO4)m und Cln hergestellt, wobei das Rotlicht-Fluoreszenzpulver
aus einer der Gruppen von (Me1-x-yEuxRey)S hergestellt
ist, während
das Blaulicht-Fluoreszenzpulver aus einer der Gruppen von (Ca1-x-y,Srx,Bay)5(PO4)3Cl:Eu2+,Gd2+ hergestellt ist, und wobei 0 < x ≤ 0,8, 0 ≤ y ≤ 2,0, 0 ≤ Z ≤ 1,0, 1,0 ≤ m ≤ 6,0 und 0,1 ≤ n ≤ 3,0, und
wobei Me aus einer Gruppe ausgewählt
ist, die Kalzium, Strontium und Barium aufweist, und wobei Re aus
einer oder mehreren Gruppen ausgewählt ist, die Praseodym, Rubidium,
Samarium, Dysprosium, Holmium, Yttrium, Erbium, Europium, Thulium,
Ytterbium, Cassiopeium, Gadolinium, Magnesium und Mangan aufweisen.
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Hierzu
ist darauf hinzuweisen, dass das von der Weißlicht-Leuchtdiode ausgegebene
Emissionsspektrogramm je nach Wellenlänge oder Frequenz des Anregungslichts
sowie angewendetem Fluoreszenzpulver variiert.
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[Fünftes Ausführungsbeispiel]:
-
Gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel liegt
die Wellenlänge
des Anregungslichts im Bereich von 440 nm bis 490 nm. Ist der Leuchtdiodenchip
als Blaulicht-Leuchtdiodenchip mit einer Wellenlänge von 440 nm bis 490 nm ausgeführt, kann
beispielsweise das Grünlicht-
und
Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver niedriger Erregungsenergie
zum Einsatz kommen. In 4 ist ein Emissionsspektrogramm
der Weißlicht-Leuchtdiode gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei das Fluoreszenzpulver
aus Grünlicht-Fluoreszenzpulver Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08 und
Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver (Sr7.48Ca0.2)Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Mn0.2 im Mischungsverhältnis von
80% und 20% besteht, wodurch der Leuchtdiodenchip beispielsweise
ein blaues Anregungslicht mit einer Wellenlänge von 455 nm ausstrahlt.
Durch Bestrahlung mit Anregungslicht kann das Grünlicht-Fluoreszenzpulver beispielsweise
eine grüne
Fluoreszenz mit einer maximalen Wellenlänge im Bereich von 510 nm bis
525 nm ausstrahlen. Das Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver kann beispielsweise
eine Purpurrotlicht-Fluoreszenz mit einer Wellenlänge im Bereich
von 560 nm bis 590 nm ausstrahlen. Unter Vermischung von blauem
Anregungslicht, grüner
Fluoreszenz und purpurroter Fluoreszenz entsteht ein Weißlicht mit
hoher Farbwiedergabe. Wie aus 16 ersichtlich,
verfügt
die erfindungsgemäße Weißlicht-Leuchtdiode über drei
Wellenlängen.
-
[Sechstes Ausführungsbeispiel]:
-
Ausgehend
von dem oben erwähnten
Ausführungsbeispiel
ergibt sich aus unterschiedlichem Prozentsatz der Zusammensetzung
des Fluoreszenzpulvers verschiedene Ausgabe der Weißlicht-Leuchtdiode.
Besteht das Fluoreszenzpulver vollständig aus 100% Ca7.8Mg(SiO4)4Cl2:Eu0.12Dy0.08, dann
kann der Leuchtdiodenchip ein blaues Anregungslicht mit einer Wellenlänge von
455 nm ausstrahlen. Durch Bestrahlung mit Anregungslicht kann das
Grünlicht-Fluoreszenzpulver
ein hoch helles Grünlicht
ausstrahlen. Auf diese Weise kann die Blaulicht-Leuchtdiode unmittelbar
mit Fluoreszenzpulver zur Grünlicht-Leuchtdiode
eingekapselt werden, die über
eine hohe Helligkeit verfügt
und somit ein ausgezeichnetes Produkt in der Welt darstellt [siehe 17].
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[Siebtes Ausführungsbeispiel]:
-
Gemäß dem siebten
Ausführungsbeispiel liegt
die Wellenlänge
des Anregungslichts im Bereich von 250 nm bis 440 nm. In 18 ist
ein Emissionsspektrogramm einer Weißlicht-Leuchtdiode gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Es ist vorzusehen, dass
das Fluoreszenzpulver aus Purpurlicht-Fluoreszenzpulver, Grünlicht-Fluoreszenzpulver,
rotem Fluoreszenzpulver (Sr0.78Ca0.17)S:Eu0.1Sm0.015 und blauem Fluoreszenzpulver Sr4.7(PO4)2Cl:Eu0.15Gd0.15 in gewissem
Verhältnis
besteht, wobei ein Purpurlicht mit einer Wellenlänge von 385 nm als Anregungslicht
eingesetzt wird. Ist das Fluoreszenzpulver einem Anregungslicht
ausgesetzt, kann das Grünlicht-Fluoreszenzpulver
eine grüne
Fluoreszenz 420 mit einer Wellenlänge von 508,2 nm ausstrahlen,
wobei das Blaulicht-Fluoreszenzpulver eine blaue Fluoreszenz 410 mit
einer Wellenlänge
von 450,2 nm, das Rotlicht-Fluoreszenzpulver eine rote Fluoreszenz 440 mit
einer verstärkten
Wellenlänge
von 615,6 nm und das Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver eine purpurrote Fluoreszenz 430 mit
einer Wellenlänge
von 564 nm ausstrahlen kann. Dadurch entsteht ein Weißlicht mit noch
hoher Farbwiedergabe. Wie aus 18 ersichtlich,
verfügt
die erfindungsgemäße Weißlicht-Leuchtdiode über vier
Wellenlängen.
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Als
Konsequenz aus den oben erwähnten Ausführungsbeispielen
ist deutlich, dass ein Anregungslicht höher Energie, beispielsweise
ein Purpurlicht-Anregungslicht mit einer Wellenlänge im Bereich von 365 nm bis
395 nm oder ein Ultraviolett-Anregungslicht mit einer Wellenlänge geringer
als 365 nm, bei der erfindungsgemäßen Weißlicht-Leuchtdiode Verwendung
findet. Neben herkömmlichem
Rotlicht- und Purpurrotlicht-Fluoreszenzpulver können Grünlicht- und Blaulicht-Fluoreszenzpulver
höherer Erregungsenergie
zum Einsatz kommen. Je kürzer die
Wellenlänge
des aus dem Leuchtdiodenchip ausgestrahlten Anregungslichts ist,
desto höher
ist dessen Energie, desto mehr Sorten von Fluoreszenzpulvern, die
mit dem Anregungslicht reagieren können und desto vollständiger wird
das Fluoreszenzpulver erregt.
-
Die
Erfindung lässt
sich wie folgt zusammenfassen: Das Fluoreszenzpulver, das Anregungslichter
unterschiedlicher Farben ausstrahlt, lässt sich von einer Anregungslichtquelle
mit einer Wellenlänge
im Bereich von 250 nm bis 490 nm erregen. Das Material des zu erregenden
Fluoreszenzpulvers variiert je nach unterschiedlichen Wellenlängen (Frequenz)
der Anregungslichtquelle. Im Gegensatz zur herkömmlichen Weißlicht-Leuchtdiode
mit Doppelwellenlänge verfügt die erfindungsgemäße Weißlicht-Leuchtdiode über drei
bis vier Wellenlängen,
was eine erhöhte Lichtausbeute
und Farbwiedergabe gewährleistet.
Im Vergleich zur herkömmlichen
Weißlicht-Leuchtdiode, bei
der mehrere Leuchtdiodenchips zur optischen Vermischung Verwendung
finden, weist die erfindungsgemäße Weißlicht-Leuchtdiode
niedrigere Herstellungskosten und schnellere Fertigungsgeschwindigkeit
auf.
-
Hinsichtlich
der Anregungslichtquelle der erfindungsgemäßen Weißlicht-Leuchtdiode ist darauf hinzuweisen,
dass ein Laserdiodenchip als Alternative zum Leuchtdiodenchip Verwendung
finden kann. Das Zusammensetzungsverhältnis und das ausgewählte Material
kann in Abhängigkeit
von optischen Eigenschaften wie Farbe oder Helligkeit sowie Wellenlänge der Anregungslichtquelle
verändert
werden. Außerdem
kann die erfindungsgemäße Weißlicht-Leuchtdiode
unter Verwendung von unterschiedlichen Stoffen des Fluoreszenzpulvers
einen Lichtstrahl gewisser Helligkeit und Farbe ausstrahlen, was
eine vollfarbige Leuchtdiode darstellt.
-
Obwohl
die Erfindung in Bezug auf obige Beispiele beschrieben wurde, welche
derzeit als praktikabelste und bevorzugteste Ausführungsformen
betrachtet werden, versteht es sich, dass die Erfindung nicht auf
die offenbarten Ausführungsbeispiele
beschränkt
ist. Im Gegenteil sollen verschiedenen Modifikationen und ähnliche
Anordnungen abgedeckt werden, die sich im Umfang der beigefügten Ansprüche befinden,
welche mit der breitesten Interpretation übereinstimmen, um alle derartigen
Modifikationen und ähnliche
Anordnung umfassen.
-
- 100
- Weißlicht-Leuchtdiode
- 110
- Verpackungsträger
- 110a
- Aussparung
- 112a
- erster
Kontakt
- 112b
- zweiter
Kontakt
- 120
- Leuchtdiodenchip
- 122a
- Pluspol
- 122b
- Minuspol
- 124
- Anregungslicht
- 130
- Verpackungspaste
- 132
- Fluoreszenzpulver
- 134
- Lumineszenz
- 140
- Klebepaste
- 150
- Lötdraht
- 200
- Weißlicht-Leuchtdiode
- 210
- Substrat
- 210a
- Aussparung
- 210b
- Vorsprung
- 220
- Leuchtdiodenchip
- 230
- Verpackungspaste
- 232
- Fluoreszenzpulver+
- 240
- Klebepaste
- 310
- Substrat
- 320
- Pluspol
- 330
- LED-Chipschicht
- 340
- Fluoreszenzpulverschicht
- 350
- Kontaktschicht
- 360
- Minuspol
- 410
- blaue
Fluoreszenz
- 420
- grüne Fluoreszenz
- 430
- purpurrote
Fluoreszenz
- 440
- rote
Fluoreszenz