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Die
Erfindung betrifft ein Kraftübertragungselement
für einen
Fensterheber sowie einen Fensterheber und eine Kraftfahrzeugtür mit einem
Fensterheber.
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Ein
gemeinsamer Nachteil vorbekannter Fensterheber ist, dass der maximale
sogenannte Glass-Drop, das heißt
der maximale Hub des Fensters zwischen einer Schließ- und einer Öffnungsposition,
kleiner ist als der Abstand der Umlenkrollen des Fensterhebers.
Dies ist exemplarisch für
einen aus dem Stand der Technik bekannten Fensterheber in der 1 verdeutlicht:
Die 1 zeigt einen Seilfensterheber 100,
der an einem Trägerblech 102 einer
Kraftfahrzeugtür
befestigt ist. Bei dem Trägerblech 102 handelt
es sich um das Tür-Innenblech der Kraftfahrzeugtür oder eine
Trägerplatte
eines Türmoduls.
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Der
Seilfensterheber 100 hat einen Antriebsmotor 104,
der an dem Trägerblech 102 befestigt
ist. Das einzige Seil 106 des Seilfensterhebers 100 wird über zwei
Umlenkrollen 108 und 110 geführt und ist mit Hilfe eines
mit dem Seil 106 verquetschten Seilnippels 112 mit
einem Mitnehmer 114 verbunden. Der Mitnehmer 114 steht
einerseits verschiebbar mit einer sich entlang der Verstellrichtung
der in der 1 nicht dargestellten
Fensterscheibe erstreckenden Führungsschiene 116 in
Eingriff und trägt
andererseits die Fensterscheibe. Durch eine Drehung der Seiltrommel
des Antriebsmotors 104 nach rechts bzw. nach links wird
der Mitnehmer 114 entlang der Führungsschiene 116 nach
oben bzw. nach unten verschoben, wodurch sich die Fensterscheibe öffnen und
schließen
lässt.
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In
der 1 ist der Mitnehmer 114 gestrichelt
in der Position A dargestellt, das heißt in der Schließposition
des Fensters sowie auch in der Position B, das heißt in der
maximal geöffneten
Position des Fensters. Der sich daraus ergebende maximale Hub 118 des
Fensters, das heißt
der sogenannte Glass-Drop, ist dabei prinzipbedingt erheblich kleiner als
der Abstand 120 der Umlenkrollen 108 und 110.
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Der
Erfindung liegt dem gegenüber
die Aufgabe zu Grunde ein verbessertes Kraftübertragungselement für einen
Fensterheber, einen Fensterheber und eine Kraftfahrzeugtür mit einem
Fensterheber zu schaffen.
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Die
der Erfindung zu Grunde liegenden Aufgaben werden jeweils mit den
Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche
gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen
Patentansprüchen
angegeben.
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Durch
die Erfindung wird ein Kraftübertragungselement
für einen
Fensterheber geschaffen, der zur Übertragung einer Schließkraft und
einer Öffnungskraft
auf ein Fenster dient, wobei das Kraftübertragungselement einen ersten
Kraftangriffspunkt zur Übertragung
der Schließkraft
und einen zweiten Kraftangriffspunkt zur Übertragung der Öffnungskraft aufweist,
und wobei die Kraftangriffspunkte in einer Verstellrichtung des
Fensters versetzt angeordnet sind.
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Durch
die versetzte Anordnung der Kraftangriffspunkte für die Öffnungskraft
und die Schließkraft kann
mit Hilfe des erfindungsgemäßen Kraftübertragungselements
ein Fensterheber geschaffen werden, bei dem der maximale Hub des
Fensters größer ist,
als der Abstand der Umlenkrollen. Dadurch ist eine besonders kompakte
Bauweise des Fensterhebers realisierbar.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung hat das Kraftübertragungselement
ein Befestigungsmittel zur Befestigung an dem Fenster. Das Befestigungsmittel
kann zur Ausbildung einer form- oder kraftschlüssigen Verbindung mit dem Fenster
ausgebildet sein.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung hat das Kraftübertragungselement
einen ersten Vorsprung zur Bildung des ersten Kraftangriffspunkts und
einen zweiten Vorsprung zur Bildung des zweiten Kraftangriffspunkts,
wobei die Vorsprünge
in unterschiedliche Richtungen, vorzugsweise im wesentlichen entgegengesetzte
Richtungen, zeigen. Dabei ist der erste Vorsprung oberhalb des zweiten
Vorsprungs angeordnet.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung hat der erste Vorsprung eine erste Anschlagfläche zur
Bildung eines ersten Anschlags in einer Öffnungsposition des Fensters
und der zweite Vorsprung hat eine zweite Anschlagfläche zur
Bildung eines zweiten Anschlags in einer Schließposition des Fensters. Vorzugsweise
sind die Anschlagflächen kreisbogenförmig ausgebildet,
um Anschläge
mit Umlenkrollen des Fensterhebers zu bilden.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung dienen die Kraftangriffspunkte jeweils zur Aufnahme eines
Zugseils. Durch eine Feder kann zumindest eines der Zugseile unter
einer Vorspannung stehen, was die Lebensdauer des Fensterhebers
bei einer allmählichen
Dehnung des Zugseils erhöhen
kann.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung einen Fensterheber
mit zumindest einem erfindungsgemäßen Kraftübertragungselement. Der Fensterheber
hat einen Antrieb zur Übertragung
einer ersten Zugkraft auf den ersten Kraftangriffspunkt zur Öffnung des
Fensters und zur Übertragung
einer zweiten Zugkraft auf den zweiten Kraftangriffspunkt zum Schließen des
Fensters.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung werden entsprechende erste und zweite Zugseile zur Übertragung
der Zugkräfte
durch den Antrieb über zumindest
eine Seiltrommel angetrieben.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung dient eine erste Umlenkrolle zur Umlenkung der ersten
Zugkraft und eine zweite Umlenkrolle zur Umlenkung der zweiten Zugkraft,
wobei der Abstand der Umlenkrollen in der Verstellrichtung des Fensters kleiner
als der maximale Hub des Fensters ist.
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Nach
einer Ausführungsform
der Erfindung erfolgt die Glasanbindung des Fensterhebers über zumindest
zwei der erfindungsgemäßen Kraftübertragungselemente.
Die beiden Kraftübertragungselemente
sind dabei mechanisch so gekoppelt, dass beim Öffnen und Schließen des
Fensters eine Zugkraft von dem einen auf das andere Kraftübertragungselement übertragen
wird. Vorzugsweise erfolgt diese mechanische Kopplung über ein
weiteres Seil, welches über
eine weitere Umlenkrolle geführt
ist.
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Diese
Ausführungsform
ist besonders geeignet zur Realisierung eines sogenannten schienenlosen
Fensterhebers, der keine zusätzlichen
Führungsschienen
benötigt.
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In
einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Kraftfahrzeugtür mit einem
erfindungsgemäßen Fensterheber.
Beispielsweise hat ein Tür-Innenblech
der Kraftfahrzeugtür
eine Öffnung,
die zur Aufnahme eines Trägers
dient, auf dem der Antrieb und die Umlenkrollen des Fensterhebers
montiert sind. Da aufgrund der erfindungsgemäßen Kraftübertragungselemente eine besonders
kompakte Bauweise des Fensterhebers möglich ist, das heißt die Anordnung
der Umlenkrollen mit einem relativ kleinen Abstand, kann die Öffnung in
dem Tür-Innenblech
dementsprechend relativ klein sein. Hierdurch lässt sich die Steifigkeit der
Kraftfahrzeugtür
sowie die Crash-Sicherheit
erhöhen.
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Im
weiteren werden bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 einen
aus dem Stand der Technik bekannten Seilfensterheber,
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2 eine
erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fensterhebers
in einer Schließposition
des Fensters,
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3 die
Ausführungsform
des Fensterhebers der 2 in einer Öffnungsposition des Fensters,
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4 eine
zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fensterhebers
in einer Schließposition
des Fensters,
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5 die
Ausführungsform
des Fensterhebers der 4 in einer Öffnungsposition des Fensters,
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6 eine
perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kraftübertragungselements
zur Glasanbindung des Fensterhebers,
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7 eine
Detailansicht des Kraftübertragungselements
der 6,
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8 das
Tür-Innenblech
einer Kraftfahrzeugtür,
mit einer dritten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fensterhebers.
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Die 2 zeigt
einen Seilfensterheber 200. Der Seilfensterheber 200 hat
einen Antrieb, der eine Seiltrommel 202 antreibt. Der Antrieb
mit seiner Seiltrommel 202 sind auf einem Träger 204 montiert.
Bei dem Träger 204 kann
es sich um ein Trägerblech,
wie zum Beispiel ein Tür-Innenblech
handeln, oder um einen Kunststoffträger, der zum Beispiel mit einem Tür-Innenblech
verschraubt wird. Der Kunststoffträger kann ein so genanntes Tür-Modul
bilden.
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Auf
dem Träger 204 sind
ferner eine untere Umlenkrolle 206 und eine obere Umlenkrolle 208 angeordnet.
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Ein
Fenster 210, welches mit Hilfe des Seilfensterhebers 200 verstellt
werden soll, ist in der 2 in einer vollständig geschlossenen
Position gezeigt. Das Fenster 210 ist mit einem Kraftübertragungselement 212 fest
verbunden. Das Kraftübertragungselement 212 hat
einen oberen Vorsprung 214 mit einem Kraftangriffspunkt 216 für ein Zugseil 218. Das
Seil 218 ist an dem Kraftangriffspunkt 216 mit dem
Vorsprung 214 fest verbunden.
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Das
Kraftübertragungselement 212 hat
einen weiteren Vorsprung 220 an dem ein weiterer Kraftangriffspunkt 222 gebildet
ist. In dem hier betrachteten Ausführungsbeispiel weisen die Vorsprünge 214 und 220 im
wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen, die jeweils im wesentlichen
senkrecht zu der Verstellrichtung 224 des Fensters 210 sind.
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In
der in der 2 dargestellten geschlossenen
Position des Fensters 210 bildet die Oberseite des Vorsprungs 220 einen
Anschlag 226 mit der Umlenkrolle 208, wodurch
die Bewegung des Fensters 210 nach oben begrenzt wird.
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Der
Kraftangriffspunkt 222 des Kraftübertragungselements 212 ist
mit einem weiteren Seil 219 verbunden. Das Seil 219 ist über die
Umlenkrolle 208 zu der Seiltrommel 202 geführt.
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In
der in der 2 gezeigten geschlossenen Position
des Fensters 210 ist die maximale Länge des Seils 218 von
der Seiltrommel 202 abgewickelt, wohingegen eine maximale
Länge des
Seils 219 auf die Seiltrommel 202 aufgewickelt
ist.
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Statt
einer einzigen Seiltrommel 202 können auch zwei separate Seiltrommeln
für die
Seile 218 und 219 vorhanden sein, die von demselben
Antrieb angetrieben werden.
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Zum Öffnen des
Fensters 210 treibt der Antrieb die Seiltrommel 202 in
dem in der 2 dargestellten Richtungssinn 228 an. Über das
Seil 218 wird dadurch eine Zugkraft 230 zu dem
Kraftangriffspunkt 216 übertragen.
Da das Kraftübertragungselement 212 mit
dem Fenster 210 fest verbunden ist, wirkt also die Kraft 230 in
die Verstellrichtung 224 auf das Fenster 210,
so dass sich das Fenster 210 in die Verstellrichtung 224 in
Bewegung setzt. Dabei beginnt sich die Umlenkrolle 206 in
dem Richtungssinn 232 zu drehen.
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Gleichzeitig
wird das Seil 219 von der Seiltrommel 202 abgewickelt,
so dass sich die Umlenkrolle 208 in dem Richtungssinn 234 drehen
kann. Dadurch bewegt sich das Kraftübertragungselement 212 aus
seiner in der 2 gezeigten Position A in seine
in der 3 gezeigte Position B, in der das Fenster 210 vollständig geöffnet ist.
Die Position A des Kraftübertragungselements 212 ist
auch in der 3 mit gestrichelten Linien dargestellt.
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In
der Position B ist eine maximale Länge des Seils 218 auf
die Seiltrommel 202 aufgewickelt worden, wohingegen eine
maximale Länge
des Seils 219 von der Seiltrommel 202 abgewickelt
worden ist. Das Fenster 210 ist in dieser Position maximal
geöffnet.
Der Vorsprung 214 befindet sich in der Position B auf der
Höhe der
unteren Umlenkrolle 206.
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Durch
Bewegung des Kraftübertragungselements 212 von
der Position A in die Position B ist also ein Hub 236 der
Glasscheibe 210 realisiert worden, der größer ist,
als der Abstand 238 der Umlenkrollen 206 und 208.
Dies ermöglicht
es den Träger 204 dementsprechend
kompakt auszuführen.
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Zum
Schließen
des Fensters 210 in die Verstellrichtung 224 wird
die Seiltrommel 202 in dem zu dem Richtungssinn 228 entgegengesetzten
Richtungssinn 240 angetrieben. Dadurch wird eine Kraft 242 über das
Seil 219 zu dem Kraftangriffspunkt 222 übertragen.
Da das Kraftübertragungselement 212 fest
mit dem Fenster 210 verbunden ist, wirkt die Kraft 242 auch
auf das Fenster 210, so dass sich dieses in die Verstellrichtung 224 in
Bewegung setzt. Aufgrund dessen dreht sich die Umlenkrolle 208 in dem
zu dem Richtungssinn 234 entgegengesetzten Richtungssinn 244.
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Durch
Drehung der Seiltrommel 202 in dem Richtungssinn 240 wird
ferner das Seil 218 abgewickelt, so dass sich die Umlenkrolle 206 aufgrund
der Bewegung des Kraftübertragungselements 212 zusammen
mit dem Fenster 210 in die Verstellrichtung 224 in
eine zu dem Richtungssinn 232 entgegengesetzten Richtungssinn 245 dreht.
Zum Schließen
des Fensters 210 wird also die maximale Länge des
Seils 218 von der Seiltrommel 202 abgewickelt,
bis das Kraftübertragungselement 212 wieder
seine Position A erreicht hat.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform können die
Umlenkrollen 206 und der Vorsprung 214 so angeordnet
sein, dass die Unterseite des Vorsprungs 214 mit der Umlenkrolle 206 in
der Position B einen Anschlag bildet, wodurch die Endposition beim Öffnen des
Fensters 210 eindeutig festgelegt ist.
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Die 4 zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Seilfensterhebers. Elemente
der 4, die Elementen der 2 und 3 entsprechen,
sind mit entsprechenden Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Bei
der Ausführungsform
des Seilfensterhebers 300 gemäß der 4 sind zwei
der Kraftübertragungselemente 312 und 312' mit dem Fenster 310 fest
verbunden. Wie in der Ausführungsform
der 2 und 3 ist das Seil 318 mit
dem Kraftangriffspunkt 316 des Vorsprungs 314 verbunden
und über
die Umlenkrolle 306 zu der Seiltrommel 302 geführt. Ebenso
ist das Seil 319 zu dem Kraftangriffspunkt 322' des Vorsprungs 320' über die
obere Umlenkrolle 308' geführt. Wenn
die Seiltrommel 302 in dem Richtungssinn 328 angetrieben
wird, wird das Seil 318 auf die Seiltrommel aufgewickelt,
so dass die Kraft 330 auf den Kraftangriffspunkt 316 wirkt.
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Im
Unterschied zu der Ausführungsform
der 2 und 3 ist der Kraftangriffspunkt 322 nicht mit
der Seiltrommel 302, sondern über ein weiteres Seil 346,
welches über
eine Umlenkrolle 348 geführt ist mit dem Kraftangriffspunkt 316' des Kraftübertragungselements 312' verbunden. Über das
Seil 346 wird also eine Kraft 350 von dem Kraftangriffspunkt 322 zu
dem Kraftangriffspunkt 316' übertragen,
wobei bei einer symmetrischen Anordnung die Kraft 350 in
etwa halb so groß ist
wie die Kraft 330. Dadurch übertragen die beiden Kraftübertragungselemente 312, 312' jeweils in
etwa die Kraft 350 auf das Fenster 310. Diese
Ausführungsform
ist daher besonders vorteilhaft zur Realisierung eines Fensterhebers,
der keine zusätzlichen
Führungsschienen
für das
Fenster 310 benötigt.
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Bei
der Öffnungsbewegung
des Fensters 310 in der Verstellrichtung 324 wird
also das Seil 318 auf der Seiltrommel 302 aufgewickelt,
so dass die Kraft 330 zu dem Kraftangriffspunkt 316 übertragen wird.
Gleichzeitig wird das Seil 319 von der Seiltrommel 202 abgewickelt.
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Ferner
wird ein Teil der Kraft 330 von dem Kraftangriffspunkt 322 über das
Seil 346 zu dem Kraftangriffspunkt 316' übertragen,
wobei das Seil 346 weder auf- noch ab gewickelt wird. Die
Umlenkrolle 348 dreht sich dabei in dem Richtungssinn 352, wie
in der 4 dargestellt.
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Die 5 zeigt
die Ausführungsform
der 4, nachdem das Fenster 310 vollständig geöffnet worden
ist. Dabei haben sich die Kraftübertragungselemente 312, 312' von der Position
A (in der 5 mit gestrichelten Linien dargestellt)
in die Position B bewegt. Der sich daraus ergebende maximale Hub 326 des
Fensters 310 ist wiederum größer als der Abstand 328 der
Umlenkrollen 308, 308' bzw. 306, 348.
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In
der Position B ist das Seil 318 auf der Seiltrommel 302 maximal
aufgewickelt, wohingegen eine maximale Länge des Seils 319 von
der Seiltrommel 302 abgewickelt ist. Das Seil 346 ist
weder auf- noch abgewickelt, sondern verbindet die Kraftangriffspunkte 316' und 322 über die
Umlenkrollen 308 und 348.
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Zum
Schließen
des Fensters 310 in der Verstellrichtung 324 wird
die Seiltrommel 302 in dem Richtungssinn 340 angetrieben,
so dass eine Kraft 342 von dem Seil 319 zu dem
Kraftangriffspunkt 322' übertragen
wird. Diese Kraft 342 wird teilweise als Kraft 356 von
dem Seil 346 zu dem Kraftangriffspunkt 322 übertragen.
Bei annähernd
symmetrischer Anordnung beträgt
die Kraft 356 in etwa die Hälfte der Kraft 342,
so dass dieselbe Kraft 356 auf beide Seiten des Fensters 310 durch
die Kraftübertragungselemente 312 bzw. 312' übertragen
wird. Aufgrund dessen bewegt sich das Fenster 310 bzw.
die Kraftübertragungselemente 312 bzw. 312' wieder in die
Position A zurück.
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Die 6 zeigt
eine Ausführungsform
eines Kraftübertragungselements 412,
wie es in den Ausführungsformen
der 2 bis 5 des erfindungsgemäßen Fensterhebers
verwendet werden kann. Elemente der 6, die Elementen
der 2 bis 5 entsprechen, sind mit entsprechenden
Bezugszeichen gekennzeichnet. Das Kraftübertragungselement 412 hat
einen Vorsprung 414 mit einer Öffnung 415 zur Aufnahme
eines Seils 418. Über
das Seil 418 kann eine Zugkraft auf den Kraftangriffspunkt 416,
der durch den Vorsprung 414 gebildet wird, eingeleitet
werden.
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An
seiner Unterseite hat der Vorsprung 414 eine kreisbogenförmig gekrümmte Fläche 419 zur Ausbildung
eines Anschlags mit zum Beispiel der Umlenkrolle 406. Dieser
Anschlag wird in der vollständig
geöffneten
Position des Fensters gebildet, vgl. hierzu die Position B der 3 und 5.
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Das
Kraftübertragungselement 412 hat
einen weiteren Vorsprung 420, an dem das Seil 419 befestigt
ist. Über
das Seil 419 kann eine Zugkraft 442 auf den durch
den Vorsprung 420 gebildeten Kraftangriffspunkt 422 ausgeübt werden.
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Die
Vorsprünge 420 und 414 sind
in der Verstellrichtung 424 versetzt angeordnet.
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Der
Vorsprung 420 hat eine kreisbogenförmig gekrümmte Fläche 421 zur Bildung
eines Anschlags (vgl. Anschlag 226 der 2)
mit der Umlenkrolle 408.
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Das
Kraftübertragungselement 412 hat
ferner ein Befestigungselement 458, welches für die sogenannte
Glasanbindung, das heißt
die Befestigung des Kraftübertragungselements 412 an
der zu bewegenden Fensterscheibe dient. Das Befestigungselement 458 hat
in der Ausführungsform
der 5 zwei Schenkel 460, die einander gegenüberliegend
angeordnet sind, so dass eine Klammer zum kraft- und/oder formschlüssigen Verbinden
mit der Fensterscheibe gebildet wird.
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In
der Ausführungsform
der 4 und 5 kann ein Kraftübertragungselement
gemäß der Ausführungsform
der 6 für
beide Kraftübertragungselemente 312 und 312' verwendet werden.
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Die 7 zeigt
einen Teilschnitt des Kraftübertragungselements
der 6 durch dessen Vorsprung 414. In dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel
befindet sich in einem Sackloch des Vorsprungs 414 eine
Feder 460. Das eine Ende der Feder 460 wird von
einem Befestigungsnippel 462 gehalten, der sich auf den
Rändern
des Sacklochs abstützt,
so dass die Feder 460, die mit ihrem anderen Ende mit dem
Seil 418 verbunden ist, auf das Seil 418 eine Vorspannung
ausübt.
Diese Vorspannung hat den Vorteil, dass bei einer eventuellen Längung des
Seils 418, welche insbeson dere nach einer längeren Betriebsdauer
eintreten kann, der Fensterheber voll funktionsfähig bleibt.
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Die 8 zeigt
eine Kraftfahrzeugtür 564. Elemente
der 8, die Elementen der 2 bis 6 entsprechen,
sind mit entsprechenden Bezugszeichen gekennzeichnet.
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Die
Kraftfahrzeugtür 564 hat
ein Tür-Innenblech 566,
das eine Öffnung 568 aufweist.
An den Rändern
der Öffnung 568 ist
der Träger 504 einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Seilfensterhebers 500 befestigt.
Der Seilfensterheber 500 ist als sogenannter schienenloser
Fensterheber gemäß der Ausführungsformen
der 4 und 5 ausgebildet.
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Die 8 zeigt
das Fenster 510 in seiner geschlossenen Position. Zum Öffnen des
Fensters 510 wird die Seiltrommel 502 von dem
Antrieb in dem Richtungssinn 528 angetrieben, so dass das
Seil 518 eine Zugkraft auf das Kraftübertragungselement 512 überträgt und auf
der Seiltrommel 502 aufgewickelt wird, das Seil 519 von
der Seiltrommel 502 abgewickelt wird und ein Teil der über das
Seil 518 übertragenen
Zugkraft von dem Kraftübertragungselement 512 zu
dem Kraftübertragungselement 512' über das Seil 546 übertragen
wird.
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Im
Unterschied zu der Ausführungsform
der 4 und 5 kreuzt das Seil 546 die
Seiltrommel 502. Beispielsweise befindet sich oberhalb
der Seiltrommel 502 ein Blech, über welches das Seil 546 hinweg
gleiten kann.
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- 100
- Seilfensterheber
- 102
- Trägerblech
- 104
- Antriebsmotor
- 106
- Seil
- 108
- Umlenkrolle
- 110
- Umlenkrolle
- 112
- Seilnippel
- 114
- Mitnehmer
- 116
- Führungsschiene
- 118
- Hub
- 120
- Abstand
- 200
- Seilfensterheber
- 202
- Seiltrommel
- 204
- Träger
- 206
- Umlenkrolle
- 208
- Umlenkrolle
- 210
- Fenster
- 212
- Kraftübertragungselement
- 214
- Vorsprung
- 216
- Kraftangriffspunkt
- 218
- Seil
- 219
- Seil
- 220
- Vorsprung
- 222
- Kraftangriffspunkt
- 224
- Verstellrichtung
- 226
- Anschlag
- 228
- Richtungssinn
- 230
- Kraft
- 232
- Richtungssinn
- 234
- Richtungssinn
- 236
- Hub
- 238
- Abstand
- 240
- Richtungssinn
- 242
- Kraft
- 244
- Richtungssinn
- 245
- Richtungssinn
- 300
- Seilfensterheber
- 302
- Seiltrommel
- 304
- Träger
- 306
- Umlenkrolle
- 308
- Umlenkrolle
- 308'
- Umlenkrolle
- 310
- Fenster
- 312
- Kraftübertragungselement
- 312'
- Kraftübertragungselement
- 314
- Vorsprung
- 314'
- Vorsprung
- 316
- Kraftangriffspunkt
- 316'
- Kraftangriffspunkt
- 318
- Seil
- 319
- Seil
- 320
- Vorsprung
- 320'
- Vorsprung
- 322
- Kraftangriffspunkt
- 322'
- Kraftangriffspunkt
- 324
- Verstellrichtung
- 326
- Anschlag
- 326'
- Anschlag
- 328
- Richtungssinn
- 330
- Kraft
- 334
- Richtungssinn
- 336
- Hub
- 338
- Abstand
- 340
- Richtungssinn
- 342
- Kraft
- 344
- Richtungssinn
- 346
- Seil
- 348
- Umlenkrolle
- 350
- Kraft
- 352
- Richtungssinn
- 356
- Kraft
- 412
- Kraftübertragungselement
- 414
- Vorsprung
- 415
- Öffnung
- 416
- Kraftangriffspunkt
- 418
- Seil
- 419
- Fläche
- 420
- Vorsprung
- 421
- Fläche
- 430
- Zugkraft
- 458
- Befestigungselement
- 460
- Feder
- 462
- Befestigungsnippel
- 500
- Seilfensterheber
- 502
- Seiltrommel
- 504
- Träger
- 506
- Umlenkrolle
- 508
- Umlenkrolle
- 508'
- Umlenkrolle
- 510
- Fenster
- 512
- Kraftübertragungselement
- 512'
- Kraftübertragungselement
- 518
- Seil
- 519
- Seil
- 528
- Richtungssinn
- 546
- Seil
- 548
- Umlenkrolle
- 564
- Kraftfahrzeugtür
- 566
- Tür-Innenblech
- 568
- Öffnung