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Die
Erfindung bezieht sich auf eine elektronisch gesteuerte Zündanlage
zur Verwendung bei einer Brennkraftmaschine und betrifft insbesondere eine
Zündanlage
dieser Art, bei der eine Zeitdauer zur Durchführung einer Mehrfachzündung in
Abhängigkeit
von Betriebszuständen
einer Brennkraftmaschine verändert
und das Vorliegen eines normalen Zündbetriebs bzw. Zündvorgangs
auf der Basis der Stärke
des in der Primärwicklung
einer Zündspule fließenden Stroms
beurteilt werden.
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Aus
der japanischen Patentschrift 2 811 781 ist ein Beispiel für eine Zündanlage
bekannt, bei der eine Zeitdauer zur Durchführung einer Mehrfachzündung in
Abhängigkeit
von Betriebsbedingungen einer Brennkraftmaschine verändert wird,
während
aus der JP-A-2003-28
037 eine Zündanlage
bekannt ist, bei der auf der Basis der Stärke eines in einer Zündspule fließenden Primärstroms
beurteilt wird, ob ein Zündvorgang
normal verläuft
oder nicht.
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Zur
Realisierung dieser beiden Funktionen müssen bei einer Zündanlage
zwei Signalleitungen zwischen einer Ansteuer- oder Treiberschaltung
und einer elektronischen Steuereinheit vorgesehen werden, nämlich eine
Signalleitung zur Zuführung
eines die Zeitdauer der Durchführung
der Mehrfachzündung
angebenden Signals IGw von der elektronischen Steuereinheit zu der
Treiberschaltung und eines anderen Signals zur Zuführung eines
einen normalen Zündvorgang
angebenden Signals Igf von der Treiberschaltung zu der elektronischen
Steuereinheit. Dies führt
zu einem aufwendigen Aufbau der Zündanlage und damit zu hohen
Herstellungskosten.
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Die
Erfindung ist unter Berücksichtigung
dieses Problems konzipiert worden, wobei ihr die Aufgabe zu Grunde
liegt, eine verbesserte Zündanlage
anzugeben, bei der die vorstehend beschriebenen beiden Funktionen
unter Verwendung einer gemeinsamen Signalleitung realisiert sind.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den
in den Patentansprüchen
angegebenen Mitteln gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Zündanlage
zur Verwendung bei einer Brennkraftmaschine umfasst eine Energiespeicherschaltung,
die eine von einer Fahrzeugbatterie (Bordbatterie) mit Strom versorgte
Energiespeicherspule und einen ersten Schalter zum Einschalten und
Abschalten der Stromzufuhr von der Batterie zu der Energiespeicherspule
aufweist, einen Kondensator zur elektrischen Energiespeicherung, eine
Zündschaltung,
die eine Zündspule
und einen zweiten Schalter zum Einschalten und Abschalten der Stromversorgung
einer Primärwicklung
der Zündspule
aufweist, eine Treiberschaltung, die eine Energiespeicherungs-Steuerschaltung,
eine Mehrfachzündungs-Steuerschaltung
und eine Normalbetriebssignal-Detektorschaltung aufweist, sowie
eine elektronische Steuereinheit, die eine Energiespeichersignal-Abgabeschaltung
(IGt-Signal-Abgabeschaltung),
eine Entladungsdauersignal-Abgabeschaltung (IGw-Signal-Abgabeschaltung)
und eine Normalbetriebssignal-Bewertungsschaltung (IGf-Signal-Bewertungsschaltung)
aufweist.
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Die
Normalbetriebssignal-Detektorschaltung umfasst eine IGf-0-Signal-Abgabeschaltung,
die ein der kürzesten Entladungsdauer
für die
Durchführung
der Mehrfachzündung
entsprechendes verkürztes
Normalbetriebssignal (Signal IGf-0) abgibt, das von der Treiberschaltung
der elektronischen Steuereinheit über eine gemeinsame Signalleitung
(δ) zugeführt wird.
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Die
IGw-Signal-Abgabeschaltung gibt ein Entladungsdauer-Verlängerungssignal
(Signal IGw-T) zur Verlängerung
der Entladungsdauer auf eine durch eine auf der Basis von Betriebsbedingungen
der Brennkraftmaschine erfolgende Berechnung erhaltene Dauer (w)
ab, das von der elektronischen Steuereinheit der Treiberschaltung über die
gemeinsame Signalleitung (δ)
zugeführt
wird.
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Die
Mehrfachzündungs-Steuerschaltung kombiniert
das Signal IGf-0 und das Signal IGw-T zur Bildung des Signals IGw.
Während
der Signaldauer des Signals IGw werden der erste und der zweite Schalter
abwechselnd in kurzen Intervallen wiederholt eingeschaltet und abgeschaltet.
Auf diese Weise erfolgt eine Mehrfachzündung während einer Entladungsdauer,
die sich in Abhängigkeit
von Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine verändert.
Das Signal IGf kann in ähnlicher
Weise durch Kombination des Signals IGf-0 mit dem Signal IGw-T erhalten
werden. Ob ein Zündvorgang
normal verläuft
oder nicht, wird auf der Basis des Signals IGf beurteilt.
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Hierbei
können
ein invertiertes Signal IGf-0 und ein invertiertes Signal IGw-T
kombiniert und die kombinierten bzw. synthetisierten Signale sodann
zur Bildung des Entladungsdauersignals (Signal IGw) umgekehrt werden.
Ferner kann ein invertiertes Signal IGf für die Beurteilung verwendet
werden, ob ein Zündvorgang
normal verläuft
oder nicht.
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Erfindungsgemäß werden
das von der Treiberschaltung der elektronischen Steuereinheit zuzuführende Signal
IGf-0 und das von der elektronischen Steuereinheit der Treiberschaltung
zuzuführende
Signal IGw-T über
die gleiche gemeinsame Signalleitung δ geführt. Hierdurch vereinfacht
sich der Aufbau der Zündanlage,
sodass geringere Herstellungskosten anfallen.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 ein
Blockschaltbild der elektrischen Schaltungsanordnung einer erfindungsgemäßen Zündanlage,
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2 verschiedene
zeitabhängige
Signalverläufe
bei der erfindungsgemäßen Zündanlage,
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3 ein
Blockschaltbild der elektrischen Schaltungsanordnung einer bekannten
Zündanlage, und
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4 verschiedene
zeitabhängige
Signalverläufe
bei der bekannten Zündanlage.
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Vor
der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
wird unter Bezugnahme auf die 3 und 4 näher auf
eine bekannte Zündanlage
eingegangen, wodurch eine bessere Basis für das Verständnis der Erfindung erhalten
wird. Die Zündanlage
gemäß 3 stellt
eine Zündanlage
dar, die eine Funktion zur Änderung
einer Entladungsdauer "w", in der eine Mehrfachzündung erfolgt,
sowie eine Funktion aufweist, durch die überwacht wird, ob ein normaler
Ablauf des Zündvorgangs
vorliegt. Die Zündanlage
umfasst hierbei eine Energiespeicherschaltung 1, einen
Kondensator 2, eine Zündschaltung 3,
ein Primärstrom-Überwachungselement 4,
eine Treiberschaltung 5 sowie eine elektronische Steuereinheit
(ECU) 6.
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Die
Energiespeicherschaltung 1 umfasst eine Energiespeicherspule 7,
einen ersten Schalter 8 und eine Gegenstrom-Sperrdiode 9.
Die Energiespeicherspule 7 besitzt eine hohe Induktivität zur Energiespeicherung
und ist mit einer Fahrzeugbatterie bzw. Bordbatterie 10 verbunden.
Der erste Schalter 8 stellt eine Schalteinrichtung zur
Einschaltung und Abschaltung der Stromzufuhr von der Bordbatterie 10 zu
der Energiespeicherspule 7 dar. Der erste Schalter 8 kann
hierbei von verschiedenen Bauelementen wie einem IGBT-Transistor, einem
Leistungstransistor, einem MOS-Feldeffekttransistor
oder einem Kontaktschalter gebildet werden. Der Schaltbetrieb des ersten
Schalters 8 wird von einem von der Treiberschaltung 5 zugeführten Ansteuersignal "A" gesteuert. Die Diode 9 führt die
in der Speicherspule 7 gespeicherte elektrische Energie
einer Primärwicklung 11a einer
Zündspule 11 zu,
wobei eine Energiezufuhr von der Primärwicklung 11a zu der
Energiespeicherspule 7 verhindert wird, wenn am Anschluss
der Primärwicklung 11a eine
hohe Spannung auftritt.
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Der
Kondensator 2, der über
eine Seite zwischen die Diode 9 und die Primärwicklung 11a geschaltet
ist, während
seine andere Seite an Masse liegt, speichert elektrische Energie
und führt
die gespeicherte Energie der Primärwicklung 11a zu.
Die Zündschaltung 3 umfasst
einen zweiten Schalter 12 zum Einschalten und Abschalten
der Stromversorgung der Primärwicklung 11a der
Zündspule 11.
Die Zündspule 11 und
der zweite Schalter 12 sind einem jeweiligen Zylinder der
Brennkraftmaschine zugeordnet, wobei die Betätigung der jeweiligen Schalter 12 von
einem entsprechenden Ansteuersignal B#1, B#2 ... B#n für jeden
Zylinder (n bezeichnet hierbei die Anzahl der Zylinder der Brennkraftmaschine)
gesteuert wird. Der zweite Schalter 12 kann ebenfalls von einem
IGBT-Transistor,
einem Leistungstransistor, einem MOS-Feldeffekttransistor, einem Kontaktschalter
oder dergleichen gebildet werden. Das Primärstrom-Überwachungselement 4 wird
von einem Widerstand gebildet, der die Stromstärke des über die Primärwicklung 11a fließenden Primärstroms
i1 erfasst.
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Die
Treiberschaltung 5 umfasst eine Energiespeicherungs-Steuerschaltung 21,
eine Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 sowie
eine IGf-Signal-Detektorschaltung 23.
Die Energiespeicherungs-Steuerschaltung 21 schaltet
den ersten Schalter 8 während
einer Zeitdauer ein, bei der ein Energiespeichersignal IGt (H-Signal)
von der elektronischen Steuereinheit ECU 6 über eine
IGt-Signalleitung α zugeführt wird.
Die Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 schaltet
den ersten Schalter 8 und den zweiten Schalter 12 während einer
Zeitdauer, bei der ein Entladungsdauersignal IGw von der elektronischen
Steuereinheit ECU 6 über
eine IGw-Signalleitung β zugeführt wird,
abwechselnd in kurzen Intervallen wiederholt ein und aus. Hierbei
umfasst die Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 eine
Funktion zur einmaligen Durchführung
einer EIN-AUS-Betätigung
des ersten Schalters 8 unmittelbar nach Beendigung einer
EIN-AUS-Betätigung
des zweiten Schalters 12. Diese Betätigung erfolgt zur Aufladung des
Kondensators 2 für
den nächsten
Vorgang.
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Die
IGf-Signal-Detektorschaltung 23 führt der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 über
eine IGf-Signalleitung γ ein Normalbetriebssignal
IGf (H-Signal) zu, wenn die von dem Primärstrom-Überwachungselement 4 erfasste
Stromstärke
des Primärstroms
i1 in einem Normalbereich liegt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird das Normalbetriebssignal
IGf abgegeben, wenn der Primärstrom
i1 über einem
in 4 veranschaulichten Bewertungspegel liegt. Dieser
Bewertungspegel ist auf einen Wert eingestellt, der unter einem
Spitzenwert des Primärstroms
i1 bei einem normal verlaufenden Zündvorgang liegt. Die IGf-Signal-Detektorschaltung 23 kann jedoch
auch derart aufgebaut sein, dass das IGf-Signal abgegeben wird, wenn der Primärstrom i1 über dem
Bewertungspegel und unter einem Maximalpegel liegt, der auf einen
höheren
Pegel als der Spitzenwert des Primärstroms bei einem normal verlaufenden
Zündvorgang
eingestellt ist. Wie in 4 veranschaulicht ist, wird
das IGf-Signal abgeschaltet (vom H-Pegel auf den L-Pegel umgeschaltet),
wenn das Energiespeichersignal IGt (H-Signal) von der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 abgegeben wird.
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Die
elektronische Steuereinheit 6 wird von einem bekannten
Mikrocomputer gebildet, der eine Zentraleinheit (CPU) zur Durchführung von
Steuer- und Rechenvorgängen,
einen Speicher (wie z.B. einen Festspeicher (ROM), einen Bereitschafts-Direktzugriffsspeicher,
einen EEPROM-Speicher oder RAM) zur Speicherung von verschiedenen
Programmen und Daten, Eingabe- und Ausgabeschaltungen, eine Stromversorgungsschaltung
usw. aufweist. Verschiedene Daten und Informationen, die Betriebszustände der
Brennkraftmaschine angeben, werden der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 von am Fahrzeug angebrachten Sensoren und Detektoren zugeführt.
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Die
elektronische Steuereinheit ECU 6 umfasst eine IGt-Signal-Abgabeschaltung 25,
eine IGw-Signal-Abgabeschaltung 26 sowie
eine IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27.
Die IGt-Signal-Abgabeschaltung 25 führt das IGt-Signal der Treiberschaltung 5 über die
IGt-Signalleitung α für eine vorgegebene
Zeitdauer vor dem Beginn eines Zündvorgangs zu.
Die IGw-Signal-Abgabeschaltung 26 führt das IGw-Signal,
das der auf der Basis von Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine
angebenden verschiedenen Daten berechneten Entladungsdauer w entspricht,
der Treiberschaltung 5 über
die IGw-Signalleitung β zu.
Die IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 beurteilt
auf der Basis des von der Treiberschaltung 5 über die
IGf-Signalleitung γ zugeführten IGf-Signals,
ob ein Zündvorgang
normal verläuft
oder nicht.
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Nachstehend
werden Betrieb und Wirkungsweise der bekannten Zündanlage unter Bezugnahme auf 4 näher beschrieben.
Während
der Zeitdauer, in der das IGt-Signal
der Treiberschaltung 5 zugeführt wird, ist der erste Schalter 8 eingeschaltet,
sodass in der Energiespeicherspule 7 elektrische Energie
gespeichert wird, wie dies in der Figur unter "ie" veranschaulicht
ist. Wenn das IGt-Signal auf einen niedrigen Pegel übergeht,
werden der erste Schalter 8 abgeschaltet und gleichzeitig
der zweite Schalter 12 eingeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt
entlädt
sich die in dem Kondensator 2 und der Energiespeicherspule 7 gespeicherte
Energie über
die Primärwicklung 11a.
Demzufolge fließt
ein hoher Primärstrom
i1 über
die Primärwicklung 11a,
sodass auch in der Sekundärwicklung 11b ein
hoher Sekundärstrom
i2 induziert wird. Hierdurch wird an einer Funkenstrecke einer Zündkerze
ein Zündfunken
erzeugt, sodass eine Zündung
(CDI-Zündung)
stattfindet.
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Andererseits
wird in der Primärwicklung 11a Energie
gespeichert, wenn der Primärstrom
i1 auf Grund der in dem Kondensator 2 und der Energiespeicherspule 7 gespeicherten
Energie über
die Primärspule 11a fließt. Während der
Zeitdauer, in der das IGw-Signal der Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 zugeführt wird,
werden der erste Schalter 8 und der zweite Schalter 12 abwechselnd
in kurzen Intervallen wiederholt abgeschaltet und eingeschaltet. Zum
Zeitpunkt der Abschaltung des zweiten Schalters 12 fließt auf Grund
der in der Primärwicklung 11a gespeicherten
Energie ein hoher Sekundärstrom
i2 in der Gegenrichtung der CDI-Zündung über die
Sekundärwicklung 11b.
Hierdurch wird in der Zündkerze
ein Zündfunken
erzeugt, wobei sich dieser Vorgang während der Entladungsdauer w
wiederholt. Die sich in dieser Weise wiederholende Zündung wird
als Mehrfachzündung
bezeichnet.
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Die
CDI-Zündung
erfolgt somit, wenn das Energiespeichersignal IGt auf einen niedrigen
Pegel übergeht,
während
die Mehrfachzündung
während der
Zeitdauer erfolgt, in der das Entladungssignal IGw einen hohen Pegel
aufweist. Wenn der Primärstrom
i1 während
der CDI-Zündung über dem
kritischen Bewertungspegel liegt, wird von der IGf-Signal-Detektorschaltung 23 der
IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 ein IGf-Signal zugeführt, das
einen normalen Verlauf des Zündvorgangs
angibt. Die IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 stellt somit
bei Vorliegen des IGf-Signals einen normalen Verlauf des Zündvorgangs
fest, sodass der vorstehend beschriebene Zündablauf wiederholt wird.
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Nachstehend
wird unter Bezugnahme auf die 1 und 2 die
erfindungsgemäße Zündanlage
im Vergleich zu der vorstehend beschriebenen Zündanlage des Standes der Technik
näher beschrieben.
Bei der bekannten Zündanlage
wird die Entladungsdauer w für
die Mehrfachzündung
in Abhängigkeit
von Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine verändert,
wobei auf der Basis des IGf-Signals beurteilt wird, ob ein normaler
Zündvorgang
erfolgt oder nicht. Zu diesem Zweck wird das Entladungsdauersignal
IGw von der elektronischen Steuereinheit ECU 6 der Treiberschaltung 5 über die IGw-Signalleitung β zugeführt. Andererseits
wird das IGf-Signal
von der Treiberschaltung 5 der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 über
die IGf-Signalleitung γ zugeführt. Auf
diese Weise sind bei der bekannten Zündanlage außer der IGt-Signalleitung α zusätzlich die
Signalleitungen β und γ erforderlich.
Bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß 1 findet
dagegen eine gemeinsame Signalleitung δ anstelle der bei der bekannten
Zündanlage
verwendeten Signalleitungen β und γ Verwendung.
Im Rahmen der nachstehenden Beschreibung werden diejenigen Bestandteile
der Zündanlage
näher beschrieben,
die sich von den Bestandteilen der bekannten Zündanlage unterscheiden und
zur Verringerung der Anzahl der Signalleitungen vorgesehen sind.
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Das
einen normalen Verlauf eines Zündvorgangs
bezeichnende Normalbetriebssignal IGf wird beim Übergang des Entladungsdauersignals
IGw auf den L-Pegel (niedrigen Pegel) zurückgestellt. Die IGf-Signal-Detektorschaltung 23 umfasst
eine IGf-Null-Signal-Abgabeschaltung 31,
die bei der Zuführung
des Signals IGf von der IGf-Signal-Detektorschaltung 23 ein verkürztes Normalbetriebssignal IGf-0
abgibt, das eine kürzeste
Entladungsdauer w0 bezeichnet. Dieses Signal IGf-0 (H-Pegel) wird
von einer Inverterschaltung 32 zur Bildung eines Signals IGf-0' (L-Pegel) invertiert.
Das Signal IGf-0' wird
sodann der in der Treiberschaltung 5 vorgesehenen Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 sowie über die
gemeinsame Signalleitung δ der
in der elektronischen Steuereinheit ECU 6 vorgesehenen
IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 zugeführt.
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Die
IGw-Signal-Abgabeschaltung 26 der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 berechnet die Entladungsdauer w in Abhängigkeit
von Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine und gibt ein Entladungsdauer-Verlängerungssignal
IGw-T ab, wenn die berechnete Entladungsdauer w länger als
die kürzeste
Entladungsdauer w0 ist, wobei dieses Signal während einer Zeitdauer abgegeben
wird, die in der Zeitdauer der Abgabe des Signals IGf-0 beginnt
und zum Zeitpunkt des Übergangs
des Signals IGw auf einen niedrigen Pegel endet. Das Signal IGw-T
wird von einer Inverterschaltung 33 zur Bildung eines invertierten
Signals IGw-T' invertiert
(vom H-Pegel auf den L-Pegel). Das Signal IGw-T' wird sodann der in der elektronischen
Steuereinheit ECU 6 vorgesehenen IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 sowie über die
gemeinsame Signalleitung δ der
in der Treiberschaltung 5 vorgesehenen Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 zugeführt.
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Die
Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 umfasst
eine IGw-Signal-Inverterschaltung 34, die das Signal IGf-0' (L-Signal) mit dem über die
gemeinsame Signalleitung δ zugeführten Signal
IGw-T' (L-Signal)
kombiniert und das kombinierte Signal zur Bildung des Entladungssignals
IGw (H-Signal) invertiert. Während
der Zeitdauer der Abgabe des Signals IGw (H-Signal) schaltet die
Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 abwechselnd
den ersten Schalter 8 und den zweiten Schalter 12 in
kurzen Intervallen wiederholt ein und ab.
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Die
in der elektronischen Steuereinheit ECU 6 vorgesehene IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 umfasst
eine IGf-Signal-Abgabeschaltung 35, die das Signal IGw-T' (L-Signal) mit dem über die gemeinsame Signalleitung δ zugeführten Signal
IGf-0' (L-Signal)
zur Bildung des Normalbetriebssignals IGf (L-Signal) kombiniert,
das dann der IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 zugeführt wird,
die wiederum die Feststellung trifft, dass ein normaler Ablauf des Zündvorgangs
erfolgt, wenn das IGf-Signal
(L-Signal) vorliegt.
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Nachstehend
werden Betrieb und Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Zündanlage
unter Bezugnahme auf 2 näher beschrieben. Während der
Zeitdauer, in der das Energiespeichersignal IGt (H-Signal) der Treiberschaltung 5 zugeführt wird,
ist der erste Schalter 8 geschlossen, sodass in der Energiespeicherspule 7 Energie
gespeichert wird. Beim Übergang
des Signals IGt auf einen niedrigen Pegel (vom H-Pegel auf den L-Pegel)
werden der erste Schalter 8 abgeschaltet und gleichzeitig
der zweite Schalter 12 eingeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt
entlädt
sich die in der Energiespeicherspule 7 und dem Kondensator 2 gespeicherte
Energie, sodass ein hoher Primärstrom
i1 über
die Primärwicklung 11a der Zündspule 11 fließt. Hierdurch
wird in der Sekundärwicklung 11b ein
hoher Sekundärstrom
i2 induziert, sodass an der Zündkerze
ein Zündfunken
erzeugt wird und die CDI-Zündung
erfolgt.
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Gleichzeitig
wird in der Zündspule 11 auf Grund
des Primärstroms
i1 elektrische Energie gespeichert.
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Wenn
bei der CDI-Zündung
der Primärstrom i1
in einem Normalbereich liegt (z.B. über dem Bewertungspegel liegt),
gibt die IGf-Signal-Detektorschaltung 23 das Signal IGf
ab, während
die IGf-0-Abgabeschaltung 31 das verkürzte Normalbetriebssignal IGf-0
(H-Signal) abgibt, das die kürzeste Entladungsdauer
w0 bezeichnet. Das Signal IGf-0 (H-Signal) wird hierbei von der
Inverterschaltung 32 zur Bildung des Signals IGf-0' (L-Signal) invertiert, das
dann der in der Treiberschaltung 5 vorgesehenen Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 (d.h., der
IGw-Signal-Inverterschaltung 34) und über die gemeinsame Signalleitung δ der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 zugeführt
wird.
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In
dem Abschnitt (a) gemäß 2 ist
der Zündablauf
in einer Situation veranschaulicht, bei der die auf der Basis von
Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine berechnete Entladungsdauer w länger als
die kürzeste
Entladungsdauer w0 ist. Hierbei gibt die IGw-Signal-Abgabeschaltung 26 der
elektronischen Steuereinheit ECU 6 das Entladungsdauer-Verlängerungssignal
IGw-T (H-Signal)
für eine Zeitdauer
ab, die während
des Vorliegens des Signal IGf-0 beginnt und mit dem Ablauf der Entladungsdauer
w endet. Das Signal IGw-T (H-Signal) wird von der Inverterschaltung 33 zur
Bildung des Signals IGw-T' (L-Signal)
invertiert, das dann über
die gemeinsame Signalleitung δ der
Treiberschaltung 5 und in der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 über
die IGf-Signal-Abgabeschaltung 35 der
IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 zugeführt wird.
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Die
in der Treiberschaltung 5 vorgesehene IGw-Signal-Inverterschaltung 34 kombiniert
das Signal IGf-0' (L-Signal) mit dem über die
gemeinsame Signalleitung δ zugeführten Signal
IGw-T' (L-Signal) und
invertiert das kombinierte bzw. synthetisierte Signal zur Bildung
des Entladungsdauersignals IGw (H-Signal), das dann der Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 zugeführt wird,
die sodann während
der Entladungsdauer w die Mehrfachzündung durchführt. Die
IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 der elektronischen Steuereinheit
ECU 6 stellt hierbei das Vorliegen eines normalen Zündvorgangs
fest, wenn das Signal IGf (L-Signal) vorliegt.
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Im
Abschnitt (b) gemäß 2 ist
der Zündablauf
in einer Situation veranschaulicht, bei der die auf der Basis von
Betriebszuständen
der Brennkraftmaschine berechnete Entladungsdauer w im wesentlichen
gleich der kürzesten
Entladungsdauer w0 ist. In dieser Situation wird von der IGw-Signal-Abgabeschaltung 26 der
elektronischen Steuereinheit ECU 6 das Entladungsdauer-Verlängerungssignal
IGw-T nicht abgegeben, sondern die IGw-Signal-Inverterschaltung 34 der
Treiberschaltung 5 invertiert nur das Signal IGf-0' zur Bildung des
Signals IGw. In dieser Situation wird das Signal IGw nur während der
kürzesten
Entladungsdauer w0 erzeugt und der Mehrfachzündungs-Steuerschaltung 22 zugeführt, die
sodann die Mehrfachzündung
während
der kürzesten Entladungsdauer
w0 herbeiführt.
Die IGf-Signal-Bewertungsschaltung 27 der
elektronischen Steuereinheit ECU 6 stellt hierbei das Vorliegen
eines normalen Zündablaufs
fest, wenn das Signal IGf (L-Signal) vorliegt.
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Die
erfindungsgemäß erzielbaren
Vorteile lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Wie vorstehend beschrieben,
werden das Signal IGw-T' (L-Signal)
und das Signal IGf-0' (L-Signal)
in der Treiberschaltung 5 zur Bildung des Entladungsdauersignals
IGw (H-Signal) kombiniert und invertiert, das dann in Abhängigkeit
von den Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine verändert wird.
In ähnlicher Weise
werden das Signal IGw-T' (L-Signal) und das Signal
IGf-0' (L-Signal)
in der elektronischen Steuereinheit ECU 6 zur Bildung des
Normalbetriebssignals IGf (L-Signal) kombiniert, das für die Beurteilung
verwendet wird, ob der Zündablauf
normal erfolgt. Das Signal IGw-T' und
das Signal IGf-0' werden
beide zwischen der Treiberschaltung 5 und der elektronischen
Steuereinheit ECU 6 über
eine gemeinsame Signalleitung δ übermittelt.
Die bei der Zündanlage des
Standes der Technik erforderlichen beiden Signalleitungen β und γ sind bei
dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung durch
die gemeinsame Signalleitung δ ersetzt.
Die erfindungsgemäße Zündanlage
weist somit einen vereinfachten Aufbau auf, was eine Verringerung
der Herstellungskosten ermöglicht.
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Die
Erfindung ist jedoch nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern
kann auch in verschiedener Weise modifiziert werden. So können z.B.
die Inverterschaltungen 32 und 33 entfallen, wobei
die IGw-Signal-Inverterschaltung 34 als IGw-Signal-Synthetisierungsschaltung
ausgestaltet werden kann, die lediglich eine Synthetisierung (Signalkombinierung)
ohne Inversion durchführt.
In diesem Falle werden das Signal IGw-T (H-Signal) und das Signal
IGf-0 (H-Signal) zwischen der Treiberschaltung 5 und der
elektronischen Steuereinheit ECU 6 über die gemeinsame Signalleitung δ übermittelt.
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Bei
der vorstehend beschriebenen Zündanlage
zur Verwendung bei einer Brennkraftmaschine wird somit eine Zeitdauer
(w), bei der eine Mehrfachzündung
erfolgt, in Abhängigkeit
von Betriebszuständen
einer Brennkraftmaschine verändert
und auf der Basis eines die Stromstärke eines in einer Zündspule fließenden Primärstroms
(i1) angebenden Signals (IGf) beurteilt, ob ein normaler Zündablauf
vorliegt. Das die Dauer der Mehrfachzündung angebende Signal (w)
und das den Primärstrom
angebende Signal (IGf) werden zwischen einer Treiberschaltung (5)
und einer elektronischen Steuereinheit (6) über eine
gemeinsame Signalleitung (δ) übermittelt.
Auf diese Weise ergibt sich ein vereinfachter Aufbau der Zündanlage
im Vergleich zu einer bekannten Zündanlage, bei der die beiden
Signale über
jeweilige Einzelsignalleitungen (β und γ) übermittelt
werden.