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Querverweis auf einschlägige Anmeldungen
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Diese
Patentanmeldung steht auch mit Folgendem in Beziehung: Der am selben
Tag wie diese Anmeldung eingereichten Patentanmeldung mit der Seriennr.
XX/XXX,XXX, dem Titel "MRAM
With Magnetic Via For Storage of Information and Field Sensor" und der Registernr.
I433.123.101; der am selben Tag wie diese Anmeldung eingereichten
Patentanmeldung mit der Seriennr. XX/XXX,XXX, dem Titel "MRAM With Vertical
Storage Element and Field Sensor" und
der Registernr. I433.122.101; der am selben Tag wie diese Anmeldung
eingereichten Patentanmeldung mit der Seriennr. XX/XXX,XXX, dem Titel "MRAM With Vertical
Storage Element in Two Layer-Arrangement and Field Sensor"; und der Registernr.
I433.121.101; mit derselben Übertragung
an denselben Rechtsnachfolger wie den der vorliegenden Erfindung,
wobei durch Bezugnahme ein Einschluss in diese Anmeldung erfolgt.
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Gebiet der
Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft nichtflüchtige
Halbleiterspeicher, und spezieller betrifft sie magnetische Speicherelemente
und einen magnetischen Direktzugriffsspeicher (MRAM) mit diesen
Speicherelementen zur Verwendung in einem integrierten Halbleiter-Schaltkreis.
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Hintergrund
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Ein
magnetischer (oder magnetoresistiver) Direktzugriffsspeicher (MRAM)
bildet eine Technologie für
nichtflüchtige
Zugriffsspeicher, die den dynamischen Direktzugriffsspeicher (DRAM)
als Standardspeicher für
Computereinrichtungen ersetzen könnte.
Insbesondere wird die Verwendung von MRAMs als nichtflüchtigen
RAMs schließlich "direkteinschaltende" Systeme ermöglichen,
die aktiv werden, sobald ein Computersystem eingeschaltet wird, um
so die Zeitspanne einzusparen, die ein herkömmlicher Computer dazu benötigt, während des
Hochfahrens des Systems Bootdaten von einem Festplattenlaufwerk
in einen flüchtigen
DRAM zu übertragen.
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Ein
magnetisches Speicherelement (auch als magnetoresistives Tunnelelement
oder TMR-Element bezeichnet) verfügt über eine Struktur mit ferromagnetischen
Schichten, die durch eine unmagnetische Schicht (Barriere) getrennt
sind und in einem magnetischen Tunnelübergang (MTJ = magnetic tunnel
junction) angeordnet sind. Digitale Information wird im magnetischen
Speicherelement als Richtungen von Magnetisierungsvektoren in den
ferromagnetischen Schichten gespeichert und repräsentiert. Genauer gesagt, wird
das magnetische Moment einer ferromagnetischen Schicht magnetisch
fixiert oder gepinnt (auch als "Referenzschicht" bezeichnet), während das
magnetische Moment der anderen ferromagnetischen Schicht (auch als "freie Schicht" bezeichnet) frei
zwischen derselben und der entgegengesetzten Richtung in Bezug auf
die feste Magnetisierungsrichtung der Referenzschicht geschaltet werden
kann. Die Orientierungen des magnetischen Moments der freien Schicht
sind auch als "paralleler" und "antiparalleler" Zustand bekannt,
wobei der parallele Zustand dieselbe magnetische Ausrichtung der freien
und der Referenzschicht bezeichnet, während der antiparallele Zustand
entgegengesetzte magnetische Ausrichtungen derselben bezeichnet.
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Abhängig vom
Magnetisierungszustand der freien Schicht (d.h. paralleler oder
antiparalleler Zustand) zeigt das magnetische Speicherelement zwei verschiedene
Widerstandswerte, wenn eine Spannung an die Barriere des magnetischen
Tunnel übergangs
angelegt wird. So spiegelt der spezielle Widerstand des TMR-Elements
den Magnetisierungszustand der freien Schicht wider, wobei der Widerstand "niedrig" ist, wenn die Magnetisierung
parallel ist, und er "hoch" ist, wenn die Magnetisierung
antiparallel ist. Demgemäß ermöglicht es,
dass durch Erfassen von Änderungen
des Widerstands eines MRAM im magnetischen Speicherelement gespeicherte
Information erfasst wird, d.h. Information aus dem magnetischen Speicherelement
ausgelesen wird. Außerdem
wird durch Anlegen eines bidirektionalen Stroms in einer speziellen
Richtung in ein magnetisches Speicherelement geschrieben, um die
freie Schicht in einem parallelen oder einem antiparallelen Zustand
magnetisch auszurichten.
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In
einem MRAM ist eine Anzahl magnetischer Speicherelemente und anderer
Schaltkreise integriert, wie eine Steuerschaltung für magnetische Speicherelemente,
Komparatoren zum Erfassen von Zuständen in einem magnetischen
Speicherelement, Eingangs/Ausgangs-Schaltungen sowie verschiedene
Unterstützungsschaltungen.
Infolgedessen sind bestimmte Mikroherstell-Prozessschwierigkeiten
zu überwinden,
bevor MRAMs hoher Kapazität/Dichte kommerziell
verfügbar
werden. Um z.B. den Energieverbrauch eines MRAM zu senken und für verschiedene
Hilfsfunktionen zu sorgen, ist die CMOS-Technik verwendet. Verschiedene
CMOS-Prozessschritte werden bei relativ hohen Temperaturen ausgeführt, während bei
der Herstellung von MRAMs verwendete ferromagnetische Materialien
deutlich niedrigere Prozesstemperaturen benötigen. So werden die magnetischen
Speicherelemente typischerweise so konzipiert, dass sie folgend
auf die CMOS-Bearbeitung am Anfang der Fertigungslinie (FEOL = front-end-of-line)
in die Hinterende-Leiterbahnstruktur
bei der CMOS-Bearbeitung am Hinterende der Fertigungslinie (BEOL
= back-end-of-line) integriert werden.
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Um
in aktuellen elektronischen Einrichtungen von Nutzen zu sein, werden
in magnetischen Direktzugriffsspeichern Arrays sehr hoher Dichte
magnetischer Speicherelemente verwendet. In diesen Arrays hoher
Dichte sind die magnetischen Zellen im Allgemeinen in Zeilen und
Spalten angeordnet, wobei einzelne Zellen für Lese- und Schreiboperationen durch
die Auswahl der geeigneten Zeile und Spalte, die die gewünschte Zelle
enthalten, adressierbar ist. Auch sind herkömmlicherweise orthogonale Stromleitungen
vorhanden, eine für
jede Zeile und eine für jede
Spalte, so dass in eine ausgewählte
Zelle dadurch geschrieben wird, dass ein Strom an die geeignete
Zeilen-Stromleitung und die geeignete Spalten-Stromleitung geliefert
wird.
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In
jüngerer
Zeit hat, insbesondere angesichts moderner tragbarer Einrichtungen,
wie tragbarer Computer, digitaler Stehbildkameras und dergleichen,
die Nachfrage nach billigen Massenspeichern besonders hoher Dichte
drastisch zugenommen. Daher besteht einer der wichtigsten Punkte
hinsichtlich billiger MRAMs hoher Dichte in einer Verringerung der
Größe der MRAM-Zelle.
Jedoch erfordert ein maßstäbliches
Verkleinern von MRAM-Zellen immer kleinere magnetische Tunnelübergänge, so
dass viele schwerwiegende Probleme auftreten, da für ein vorgegebenes
Seitenverhältnis
und eine vorgegebene Dicke der freien Schicht die vom Volumen derselben
abhängige
Aktivierungsenergie entsprechend w herunterskaliert, wobei w die
Weite der magnetischen Zelle ist. Andererseits nehmen die Schaltfelder grob
entsprechend 1/w zu. So wird beim maßstäblichen Verkleinern einer MRAM-Zelle
ein Feld-induzierter Auswähl-Schaltvorgang
noch schwieriger, und gleichzeitig verliert die magnetische Zelle
aufgrund thermischer Aktivierung ihre Information immer schneller.
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Angesichts
des Vorstehenden besteht Bedarf am Bereitstellen eines magnetischen
Speicherelements und eines magnetischen Direktzugriffsspeichers
(MRAM) mit solchen magnetischen Speicherelementen, die ein Herunterskalieren
der Zellengröße ermöglichen,
ohne dass es dadurch zu schwerwiegenden Problemen hinsichtlich einer
Zunahme von Schaltfeldern und einer Verringerung der Aktivierungsenergie
käme.
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Zusammenfassung
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Die
Erfindung betrifft ein magnetisches Speicherelement und einen magnetischen
Direktzugriffsspeicher mit einem oder mehreren Speicherelementen.
Bei einer Ausführungsform
verfügt
das magnetische Speicherelement über
eine magnetische Durchführung
(Via) zum Speichern von Information, aus einem magnetischen Material
mit vertikaler Orientierung in Bezug auf die Waferfläche, auf
der das magnetische Speicherelement ausgebildet ist, wobei diese
magnetische Durchführung über magnetische
Anisotropie verfügt,
wobei ihr Magnetisierungsvektor magnetisch mit mindestens einer
Stromleitung gekoppelt ist, und ein magnetisches Sensorelement mit mindestens
einer magnetischen Schicht mit einem Magnetisierungsvektor, der
magnetisch mit dem Magnetisierungsvektor der magnetischen Durchführung gekoppelt
ist, wobei dieses magnetische Sensorelement leitend mit der mindestens
einen Stromleitung verbunden ist.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
beigefügten
Zeichnungen sind enthalten, um für
ein weiteres Verständnis
der Erfindung zu sorgen, und sie sind in diese Beschreibung eingeschlossen
und bilden einen Teil derselben. Die Zeichnungen veranschaulichen
die Ausführungsformen
der Erfindung, und sie dienen gemeinsam mit der Beschreibung dazu,
die Prinzipien der Erfindung zu erläutern. Andere Ausführungsformen
der Erfindung und viele der vorgesehenen Vorteile der Erfindung werden
leicht erkennbar wer den, wenn sie unter Bezugnahme auf die folgende
detaillierte Beschreibung besser verständlich werden. Die Elemente
der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise wechselseitig maßstabsgetreu.
Gleiche Bezugszahlen kennzeichnen entsprechende, ähnliche
Teile.
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1A ist
ein schematisches Diagramm einer Vertikal-Schnittansicht, geschnitten entlang
einer Wortleitung, zum Veranschaulichen einer ersten Ausführungsform
erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelements.
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1B ist
ein schematisches Diagramm einer Draufsicht zum Veranschaulichen
von Streufeldern von der magnetischen Durchführung sowie deren Erfassung
durch das magnetische Sensorelement bei der in der 1A dargestellten
Ausführungsform.
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2 ist
ein schematisches Diagramm einer Vertikal-Schnittansicht, geschnitten entlang
einer Wortleitung, zum Veranschaulichen einer anderen Ausführungsform
erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelements.
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3 ist
eine schematische Diagramm einer Vertikal-Schnittansicht zum Veranschaulichen
eines magnetischen Tunnelübergangs,
bei dem die Magnetisierungen seiner freien und seiner festen Schicht orthogonal
zur Waferfläche
orientiert sind.
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Detaillierte
Beschreibung
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In
der folgenden detaillierten Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen, die einen Teil derselben bilden und in denen zur Veranschaulichung
spezielle Ausführungsform
dargestellt sind, gemäß denen
die Erfindung realisiert werden kann. In dieser Hinsicht wird eine
Rich tungsterminologie, wie "oben", "unten", "vorne", "hinten", "vorderer", "hinterer" usw., unter Bezugnahme
auf die Ausrichtung der Figur(en) verwendet. Da Komponenten der
Ausführungsformen
der Erfindung mit einer Anzahl verschiedener Orientierungen positioniert werden
können,
wird die Richtungsterminologie zu Zwecken der Veranschaulichung
verwendet, und sie ist in keiner Weise einschränkend. Es ist zu beachten,
dass andere Ausführungsformen
verwendet werden können
und strukturmäßige oder
logische Änderungen
vorgenommen werden können,
ohne dass vom Schutzumfang der Erfindung abgewichen wird. Die folgende
detaillierte Beschreibung ist daher nicht in beschränkendem
Sinn zu verwenden, und der Schutzumfang der Erfindung ist durch
die beigefügten
Ansprüche
definiert.
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Die 1A und 1B veranschaulichen eine
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen magnetischen
Speicherelements. Unter Bezugnahme auf die 1A und 1B,
bei denen die 1A eine schematische, vertikal
geschnittene Schnittansicht, geschnitten entlang der Wortleitung (WL),
ist, wird eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen magnetischen
Speicherelements erläutert.
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Auf
Grundlage einer FET-Speicherzelle mit einer Ummantelung entlang
der WL verfügt
das erfindungsgemäße magnetische
Speicherelement über eine
magnetische Durchführung 1 aus
einem ferromagnetischen, leitenden Material, die zwischen einer unterteilten
Schreib-Bitleitung aus einer ersten Schreib-Bitleitung (WBL1) und
einer zweiten Schreib-Bitleitung (WBL2) angeordnet ist. Die magnetische
Durchführung
befindet sich in vertikaler Orientierung in Bezug auf die Fläche eines
Wafers 2, auf der das magnetische Speicherelement ausgebildet ist,
und sie ist dadurch mit magnetischer Formanisotropie versehen, dass
ihr Seitenverhältnis
geeignet so ausgewählt
ist, dass ihre Höhe,
d.h. die Abmessung in einer Richtung orthogonal zur Fläche des Wafers 2,
geringfügig
größer als
ihre Weite, d.h. die Abmessung in einer Richtung parallel zur Fläche des Wafers 2 ist,
und es ist im Bereich von 2 bis 3 ausgewählt und hat insbesondere einen
Wert von ungefähr 2.
Die Formanisotropie der magnetischen Durchführung 1 ist demgemäß orthogonal
zur Fläche
des Wafers 2 orientiert. Insbesondere sind die aufgeteilten zwei
Teile (WBL1, WBL2) der zweiten Stromleitung so voneinander beabstandet,
dass sie einen Abstand aufweisen, der der minimalen Lithografie-Merkmalsgröße F entspricht,
oder kleiner ist, um das Seitenverhältnis (die Formanisotropie)
der magnetischen Durchführung 1 geeignet
auszuwählen.
Im Ergebnis kann der Magnetisierungsvektor 3 der magnetischen Durchführung 1 auf
mit ihm gekoppelte externe Magnetfelder hin zwischen den zwei orthogonal
zur Fläche
des Wafers 2 ausgerichteten Richtungen geschaltet werden.
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Die
magnetische Durchführung 1,
genauer gesagt, ihr Magnetisierungsvektor 3, ist magnetisch mit
den Magnetfeldern der WBL1 und der WBL2 sowie der darauf angeordneten
Wortleitung (WL) gekoppelt. Da durch die WBL1 und die WBL2 zwei
Ströme
in entgegengesetzten Richtungen geschickt werden, erzeugen sie Magnetfelder
in der Ebene der magnetischen Durchführung 1, die an der
Position derselben in derselben Richtung zeigen, während die WL
ein Magnetfeld orthogonal zur Ebene der magnetischen Durchführung 1 erzeugt.
Zum Schalten kann typischerweise das Stoner-Wohlfahrt-Schaltszenarium
verwendet werden, das dem Fachmann gut bekannt ist und daher hier
nicht detaillierter erläutert werden
muss.
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Das
magnetische Speicherelement verfügt ferner über ein
horizontales magnetisches Sensorelement 4 als Magnetfeldsensor,
der getrennt von der magnetischen Durchführung angeordnet ist, um in dieser
gespeicherte Information zu erfassen. Es ist leitend zwischen die
WL und ein Auswählbauteil
einge fügt,
das im Verlauf des Wafers 2 ausgebildet und als FET-Transistor mit einem
Drain 5 und einer Source 6 realisiert ist. Zur
elektrischen Verbindung zwischen der WL und dem Drain 5 besteht
eine Reihenverbindung in der folgenden Reihenfolge, aus einer unmagnetischen,
elektrisch leitenden Durchführung 7,
die mit der WL verbunden ist, die z.B. aus TaN besteht, dem magnetischen
Sensorelement 4 selbst, einer unmagnetischen, elektrisch
leitenden Durchführung 9,
die z.B. aus TaN besteht, der leitenden magnetischen Durchführung 1 selbst,
einer unmagnetischen, elektrisch leitenden Schicht 10,
die z.B. aus TaN besteht, und einer mit dem Drain 5 verbundenen unmagnetischen,
elektrisch leitenden Durchführung 11.
Um elektrisch gegen die unterteilten Bitleitungen WBL1 und WBL2
isoliert zu sein, sind die unmagnetische, elektrisch leitende Durchführung 7,
das magnetische Sensorelement 4, die unmagnetische, elektrisch
leitende Schicht 8, die unmagnetische, elektrisch leitende
Durchführung 9,
die leitende magnetische Durchführung 1,
die unmagnetische, elektrisch leitende Durchführung 10 und die unmagnetische, elektrisch
leitende Durchführung 11 in
ein unmagnetisches, elektrisch leitendes Material 12 eingebettet.
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Das
magnetische Sensorelement ist als magnetischer Tunnelübergang
(MTJ) mit einem Seitenverhältnis
von ungefähr
1 realisiert, das über
zwei ferromagnetische Schichten 13 und 15 aus
magnetischem Material besteht, die in paralleler Übereinanderbeziehung
aufgeschichtet sind und durch eine Schicht aus unmagnetischem Material 14 getrennt sind.
Während
seine ferromagnetische Schicht 15 als Referenzschicht konzipiert
ist, deren magnetisches Moment gepinnt ist, ist die ferromagnetische
Schicht 13 als freie Schicht konzipiert, deren magnetisches Moment
in Bezug auf die Richtung der gepinnten Magnetisierung der Referenzschicht
frei zwischen derselben und der entgegengesetzten Richtung geschaltet
werden kann. So kann die Orientierung des magnetischen Moments der
freien Schicht auf das magnetische Streufeld der magnetische Durchführung 1,
wie es durch den MTJ gesehen wird, hin zwischen ihrem parallelen
und ihrem antiparallelen Zustand geschaltet werden. Aufgrund eines
Seitenverhältnisses
von ungefähr
1. kann das magnetische Moment der freien Schicht 13 entsprechend
Streufeldern, die verschiedenen Orientierungen von Magnetisierungsvektoren
der magnetischen Durchführung 1 zugeordnet
sind, zwischen ihrem parallelen und ihrem antiparallelen Zustand
geschaltet werden.
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Da
der MTJ 4 auf eine an die MTJ-Barriere angelegte Spannung
hin zwei verschiedene Widerstandswerte zeigt, kann in der magnetischen
Durchführung 1 gespeicherte
Information durch einen Lesestrom ausgelesen werden, der zwischen
der WL und dem Auswählbauteil
fließt.
Um den parallelen und den antiparallelen Zustand des MTJ auszulesen, ist
eine Lese-Bitleitung (RBL) vorhanden.
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Bei
der in der 1A dargestellten ersten Ausführungsform
der Erfindung ist der MTJ 4 so positioniert, dass er horizontal
in Bezug auf die magnetische Durchführung 1 verschoben
ist.
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Durch
die 1B sind Streufelder von der magnetischen Durchführung 1 und
deren Erfassung durch den MTJ 4 veranschaulicht. Wie es
aus der 1B, linkes Diagramm, erkennbar
ist, führt
dann, wenn der Magnetisierungsvektor 3 der magnetischen Durchführung 1 in
einer Richtung weg von der Fläche des
Wafers 2 gerichtet ist, das vom MTJ 4 gesehene Streufeld
zu einer Orientierung des Magnetisierungsvektors 16 der
freien Schicht 13 des MTJ 4 nach links, während im
anderen Fall, siehe die 1B, rechtes
Diagramm, bei dem der Magnetisierungsvektor 3 der magnetischen
Durchführung 1 in
einer Richtung zur Fläche
des Wafers 2 orientiert ist, das vom MTJ 4 gesehene
Streufeld zu einer Orientierung des Magnetisierungsvektors 16 der
freien Schicht 13 des MTJ 4 nach rechts führt. Das
Schalten des Magnetisierungsvektors 3 der magnetischen
Durchführung 1 führt so zu
einem Schalten des Magnetisierungsvektors 16 der freien
Schicht 13 des MTJ 4.
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Unter
Bezugnahme auf die 2 wird nun eine zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen magnetischen
Speicherelements erläutert.
Um überflüssige Wiederholungen
zu vermeiden, werden nur die Unterschiede zur oben beschriebenen
ersten Ausführungsform
erläutert,
während
ansonsten auf die Erläuterungen
Bezug genommen wird, die in Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform
erfolgten.
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Wie
es in der 2 dargestellt ist, ist, im Gegensatz
zur Ausführungsform
der 1, bei der Ausführungsform
eines magnetischen Speicherelements gemäß der 2, der MTJ 4 in
einer Stapelbeziehung zur magnetischen Durchführung 1 positioniert, d.h.,
er ist in der vertikalen Richtung über der magnetischen Durchführung 1 positioniert.
Für elektrische Verbindung
zwischen der WL und dem Drain 5 besteht dann, unter Vermeidung
der leitenden Schicht 8, eine elektrische Reihenverbindung
aus der unmagnetischen, elektrisch leitenden Durchführung 7,
die mit der WL verbunden ist, dem magnetischen Speicherelement 4 selbst,
der unmagnetischen, elektrisch leitenden Durchführung 9, der leitenden
magnetischen Durchführung 1 selbst,
der unmagnetischen, elektrisch leitenden Schicht 10 sowie
der mit dem Drain 5 verbundenen unmagnetischen elektrisch
leitenden Durchführung 11.
Die zweite Ausführungsform
der Erfindung ist dahingehend vorteilhaft, dass der MTJ 4 sehr
nahe an der magnetischen Durchführung 1 platziert
werden kann, so dass große magnetische
Streufelder, wie sie vom MTJ 4 gesehen werden, erzeugt
werden können.
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Die 3 veranschaulicht
einen magnetischen Tunnelübergang 4 zur
Verwendung bei der Erfindung, bei dem der Magnetisierungsvektor 16 seiner
freien Schicht 13 und der Magnetisierungsvektor 17 seiner
festen Schicht 15 orthogonal zur Fläche der freien und der Bezugsschicht
orientiert sind, so dass eine orthogonale Orientierung zur Fläche des
Wafers 2 besteht, wenn der MTJ 4 horizontal zu
dieser Fläche
des Wafers 2 liegt. Sowohl die freie als auch die Referenzschicht 13, 15 können aus
einem dünnen Ni-Film
bestehen.
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Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung verfügt
das magnetische Speicherelement über ein
Magnetspeicherelement zum Speichern von Information, das als magnetische
Durchführung 1 konzipiert
ist, und ein magnetisches Sensorelement 4 zum Erfassen
der Magnetisierung der magnetischen Durchführung 1, das räumlich beabstandet
von der magnetischen Durchführung 1 vorliegen
kann oder alternativ mit dieser in Kontakt stehen kann, und mindestens
eine Stromleitung, typischerweise drei Stromleitungen, die eine
Bitleitung, eine Schreib-Wortleitung und eine Lese-Wortleitung sein können. Hierbei
bezeichnet der Begriff "magnetische Durchführung" eine mit (ferro-)
magnetischem Material, wie Ni, Fe, Co und deren Legierungen, gefüllte Durchführung. Wie
im passenden Fall von MRAM-Zellen ist das erfindungsgemäße Durchführung Speicherelement
auf einer Waferfläche
ausgebildet.
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Die
magnetische Durchführung 1 ist
magnetisch mit der mindestens einen Stromleitung gekoppelt, und
bei einer typischen und bevorzugten Anordnung der Erfindung ist
sie magnetisch mit zwei Stromleitungen gekoppelt, die eine Schreib-Bitleitung und eine
Wortleitung sein können.
Der Magnetisierungsvektor der magnetischen Durchführung 1 ist vorzugsweise
im Wesentlichen orthogonal zur Waferfläche orientiert. Für eine magnetische
Kopplung des Magnetisierungsvektors der magnetischen Durchführung 1 an
die mindestens eine Stromlei tung ist die Erstere vorzugsweise benachbart
zur genannten mindestens einen Stromleitung, oder zumindest nahe
bei dieser, positioniert, bei der es sich typischerweise und vorzugsweise
um eine (Schreib-)Bitleitung (WBL) handelt. Es ist sehr bevorzugt,
dass das erfindungsgemäße magnetische
Speicherelement über eine
erste Stromleitung, die eine Wortleitung (WL) sein kann, und eine
zweite Stromleitung, die eine Schreib-Bitleitung (WBL) sein kann,
verfügt,
die beide vorzugsweise orthogonal ausgerichtet sind, d.h. einander
rechtwinklig schneidend, wie im passenden Fall, bei dem gleichzeitig
die zweite Stromleitung in zwei Teile unterteilt ist, die als erste
und zweite Schreib-Bitleitung (WBL1, WBL2) bezeichnet werden können, wobei
die magnetische Durchführung
zwischen diesen unterteilten zwei Teilen (WBL1, WBL2) der zweiten
Stromleitung positioniert ist. Eine derartige Unterteilung der zweiten
Stromleitung ermöglicht in
vorteilhafte Weise eine Verdopplung der Magnetfelder, die die magnetische
Durchführung
für ihren Schaltvorgang
sieht.
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Die
beiden Teile der zweiten Stromleitung (WBL1, WBL2) verfügen vorzugsweise über einen gegenseitigen
Abstand, der sich höchstens
auf die minimale Lithografie-Merkmalsgröße F beläuft, d.h. die minimale Merkmalsgröße, wie
sie durch Fotolithografie (UV) verfahren erzielbar ist und die sich
derzeit auf ungefähr
90 nm beläuft.
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Um
die magnetische Durchführung 1 zu schalten,
werden zwei Ströme
in entgegengesetzten Richtungen durch die zwei Teile der zweiten
Stromleitung geschickt, während
ein orthogonaler Strom durch die erste Stromleitung geschickt wird.
Dann zeigen die Magnetfelder von den zwei Teilen der zweiten Stromleitung
an der Position der magnetischen Durchführung in derselben Richtung
(entweder beide nach oben oder beide nach unten), und sie schalten
diese magnetische Durchführung 1,
wenn gleichzeitig die erste Stromleitung ausgewählt wird und ein Magnetfeld
orthogonal zur magnetischen Durchführung 1 erzeugt. Insoweit
kann ein Feldauswahlkonzept verwendet werden, das dasselbe wie bei
MRAM-Bauteilen ist.
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Die
magnetische Durchführung 1 bei
der Erfindung besteht aus einem (ferro-)magnetischen Material, und
sie ist vertikal zur Waferfläche
orientiert, auf der das magnetische Speicherelement ausgebildet
ist. Die magnetische Durchführung 1 ist
mit magnetischer Anisotropie versehen, was zweckdienlicher Weise
dadurch bewerkstelligt werden kann, dass ihr Seitenverhältnis geeignet
ausgewählt
wird, und/oder durch dem Material innewohnende Anisotropie, wie es
dem Fachmann bekannt ist. Insbesondere kann die Höhe der magnetischen
Durchführung 1 so
gewählt
werden, dass sie geringfügig
größer als
ihre Weite ist, um der magnetischen Durchführung ein endliches Seitenverhältnis in
vertikaler Richtung und damit Formanisotropie mit einer bevorzugten
Ausrichtung orthogonal zur Waferfläche zu verleihen.
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In
der magnetischen Durchführung 1 gespeicherte
digitale Information wird durch ein magnetisches Sensorelement 4 ausgelesen,
das die Magnetisierung der mindestens einen magnetischen Schicht
des Magnetspeicherelements erfasst. Zu diesem Zweck verfügt das magnetische
Sensorelement 4 des erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelements über mindestens
eine magnetische Schicht aus einem magnetischen Material, deren
Magnetisierungsvektor magnetisch mit demjenigen der magnetischen
Durchführung 1 gekoppelt
ist. Die magnetische Kopplung zwischen der mindestens einen magnetischen
Schicht der magnetischen Durchführung 1 und
dem magnetischen Sensorelement 4 kann mittels eines magnetischen
Streufelds der magnetischen Durchführung 1, wie es vom
magnetischen Sensorelement 4 gesehen wird, realisiert werden.
In diesem Fall muss, um für
eine ausreichende magnetische Kopplung zwischen dem Magnetspeicherelement
und dem magnetischen Sensorelement zu sorgen, das magnetische Sensorelement 4 innerhalb des
magnetischen Streufelds der magnetischen Durchführung 1 positioniert
werden, so dass der Magnetisierungsvektor der magnetischen Schicht
des magnetischen Sensorelements 4 ausreichend beeinflusst
werden kann und er insbesondere dem Magnetisierungsvektor der magnetischen
Durchführung 1 folgen
kann. Zu diesem Zweck wird das magnetische Sensorelement 4 typischerweise
in der Nähe
der magnetischen Durchführung 1 platziert.
Alternativ kann eine magnetische Kopplung zwischen der magnetischen
Durchführung 1 und
dem magnetischen Sensorelement 4 auch mittels magnetischer
Austauschkopplung realisiert werden, in welchem Fall die magnetische
Durchführung 1 und
das magnetische Sensorelement 4 in Kontakt gebracht werden.
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Das
magnetische Sensorelement 4 des erfindungsgemäßen magnetischen
Speicherelements ist leitend mit der mindestens einen Stromleitung
verbunden. Insbesondere kann es leitend mit einer aktiven Struktur
verbunden sein, d.h. einem Auswählbauteil
des Wafers, wie einem FET-Transistor, einer Diode und dergleichen.
Alternativ kann es auch, beim Realisieren einer "Schnittstellenarchitektur", auch leitend mit
zwei Stromleitungen verbunden sein, von denen die erste typischerweise
eine Bitleitung ist, während
die andere typischerweise eine Wortleitung ist.
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Das
magnetische Sensorelement 4 ist vorzugsweise als magnetischer
Tunnelübergang
realisiert, der über
zwei magnetische Schichten aus magnetischem Material besteht, die
mit paralleler Übereinanderbeziehung
aufgeschichtet sind und durch eine Schicht aus unmagnetischem Material
getrennt sind.
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Beim
erfindungsgemäßen magnetische Speicherelement
verläuft
die magnetische Schicht des magnetischen Sensorelements 4 im
Wesentlichen parallel zur Waferfläche, d.h., dass die in dieser Ebene
orientierte magnetische Schicht horizontal ausgerichtet ist.
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Gemäß einer
bevorzugten Realisierung des erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelements
ist das magnetische Sensorelement 4 leitend zwischen die
mindestens eine Stromleitung und ein Auswählbauteil eingefügt, wobei
die magnetische Durchführung 1 aus
einem leitenden Material als Teil einer elektrischen Reihenverbindung
zwischen der mindestens einen Stromleitung und dem Auswählbauteil
verwendet wird. Anders gesagt, ist eine elektrische Reihenverbindung
errichtet, die aus der mindestens einen Stromleitung, dem magnetischen
Sensorelement 4, der magnetischen Durchführung 1 und dem
Auswählbauteil
besteht.
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Alternativ
kann bei einer typischen "Schnittstellenarchitektur" das magnetische
Sensorelement 4 des erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelements
leitend zwischen zwei Stromleitungen eingefügt sein, die eine Bitleitung
und eine Wortleitung sein können.
Anders gesagt, ist eine elektrische Reihenverbindung aus der Wortleitung,
dem magnetischen Sensorelement 4, der magnetischen Durchführung 1 und
der Bitleitung errichtet.
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Das
magnetische Sensorelement 4 der Erfindung kann über eine
beliebig gewählte
Form verfügen,
z.B. kreisförmig,
rund, rechteckig mit abgerundeten Ecken und dergleichen.
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Das
magnetische Sensorelement 4 ist vorzugsweise als magnetischer
Tunnelübergang
(MTJ) realisiert, der über
zwei magnetische Schichten aus magnetischem Material besteht, die
in paralleler Übereinanderbeziehung
aufgeschichtet sind und durch eine Schicht aus unmagnetischem Material
getrennt sind. Beim erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelement
ist das magnetische Sensorelement 4, vorzugsweise in Form eines
MTJ, vorzugsweise so angeordnet, dass es im Wesentlichen parallel
zur Waferfläche
liegt. In diesem Fall kann es von großem Vorteil sein, für eine Magnetisierung
des MTJ zu sorgen, bei der sowohl die freie als auch die Referenzschicht über eine
Magnetisierung orthogonal zur Waferfläche verfügen (während der MTJ selbst immer
noch parallel zur Waferfläche
liegt). Ein derartiger MTJ kann z.B. durch dünne Ni-Schichten (Filme) realisiert
werden, da bei Ni-Filmen die Magnetisierung in natürlicher
Weise orthogonal zur Filmfläche zeigt,
solange die Filme ausreichend dünn
sind. Tatsächlich
sollte eine Dicke gewählt
werden, bei der die Magnetisierung immer noch orthogonal zur Filmfläche ausgerichtet
ist, wobei jedoch die Phase mit horizontaler Magnetisierung ziemlich
nahe liegen sollte, so dass die Magnetisierung von der einen Richtung (insbesondere
senkrecht) auf die Magnetisierung der magnetischen Durchführung hin
leicht in die Entgegengesetzte geschaltet werden kann. Ein derartiger MTJ,
der mit einer freien und einer Referenzschicht mit einer Magnetisierung
orthogonal zur Waferfläche versehen
ist, kann in vorteilhafter Weise für Speicherelemente mit stark
verringerter Gesamtgröße verwendet
werden.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die magnetische Durchführung 1 und das magnetische
Sensorelement 4 in vertikal geschichteter Beziehung angeordnet.
Alternativ ist, bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, die magnetische Durchführung 1 horizontal gegenüber dem
magnetischen Sensorelement 4 verschoben.
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Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung ist das Seitenverhältnis
der magnetischen Speicher-Durchführung
vorzugsweise größer als
1 gewählt,
und es kann insbesondere im Bereich von 1,5 bis 3 liegen, um für eine ausreichend
hohe magnetische Formanisotropie zu sorgen.
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Im
Allgemeinen wird, um für
eine ausreichend genaue Erfassung der Magnetisierung der magnetischen
Durchführung 1 zu
sorgen, die magnetische Anisotropie der magnetischen Schicht des
magnetischen Sensorelements 4 so gewählt, dass sie kleiner als die
der magnetischen Durchführung
ist. Während
dem Grunde nach eine Formanisotropie mit einer dem Material innewohnenden
Anisotropie kombiniert werden kann, d.h., die Formanisotropie (teilweise)
durch eine dem Material innewohnende Anisotropie kompensiert oder
ergänzt
werden kann, ist es deutlich, dass es die sich ergebende magnetische Gesamtanisotropie
ist, die kleiner als diejenige der magnetischen Durchführung gewählt werden
muss. Zu diesem Zweck kann es bevorzugt sein, das Seitenverhältnis des
magnetischen Sensorelements 4, so zu wählen, dass es im Bereich von
1 bis 2 liegt und bevorzugter einen Wert von ungefähr 1 einnimmt.
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Durch
Herunterskalieren des erfindungsgemäßen magnetischen Speicherelements
kann dasselbe mit einer Strukturgröße von ungefähr 8F2 realisiert werden. Ansonsten kann, unabhängig von
der Größe des magnetischen
Speicherelements als solchem, das magnetische Sensorelement 4 vorzugsweise
mit einer Strukturgröße von ungefähr 1F2 realisiert werden.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung handelt es sich um einen magnetischen Direktzugriffsspeicher
mit mehreren magnetischen Speicherelementen, wie sie oben beschrieben
sind.
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Gemäß noch einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung wird ein einfach auszuführender Prozess zum Herstellen
einer magnetischen Durchführung
in einem magnetischen Speicherelement, wie oben beschrieben, in
Verbindung mit einer unterteilten zweiten Stromleitung, bei der
es sich um unterteilte Schreib-Bitleitungen (WBL1, WBL2) handeln kann,
auf selbstausgerichtete Weise ausgeführt, und dazu gehört das Einätzen eines
Grabens zwischen den unterteilten Teilen der zweiten Stromleitung
unter Verwendung unterteilter Teile derselben als Maske. Zum Strukturieren
in der orthogonalen Richtung kann eine zweite Lithografiemaske verwendet
werden. Vorzugsweise erfolgt ein Ätzen bis zum Erreichen eines
nächsten
Metall-Landekontaktflecks. Die Gesamthöhe dieses Grabens muss ungefähr so eingestellt
werden, dass sich schließlich
das gewünschte Seitenverhältnis ergibt.
Dann wird eine Isolierschicht abgeschieden, die die letztere magnetische
Durchführung
gegen die beiden Teile der unterteilten zweiten Stromleitung isoliert.
Dann muss der Boden des Grabens durch diese Isolierschicht hindurch
geöffnet werden,
was z.B. durch einen Prozess mit reaktivem Ionenätzen (RIE) erfolgt. Anschließend wird
das magnetische Material in den Graben eingefüllt. Dann wird die Gesamtstruktur
bis herunter zur Oberseite der beiden Teile der zweiten Stromleitung
poliert, z.B. durch chemisch-mechanisches Polieren (CMP), wodurch
eine magnetische Durchführung
verbleibt, die gegen beide Teile der zweiten Stromleitung isoliert ist.
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Gemäß noch einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung verfügt
ein Verfahren zum Herstellen eines magnetischen Speicherelements über die
oben beschriebenen Verfahrensschritte.
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Der
Begriff "Seitenverhältnis" bezeichnet hier,
und entsprechend seinem typischen Gebrauch, das Verhältnis orthogonalen
Abmessungen, die die Ebene des Magnetisierungsvektors aufspannen,
wobei eine vertikal orientierte Ebene durch das Verhältnis ihrer
Höhe zu
ihrer Weite gekennzeichnet werden kann und eine horizontal orientierte
Ebene durch das Verhältnis
ihrer Länge
zu ihrer Weite gekennzeichnet werden kann. Selbstverständlich bezieht
sich der Begriff "vertikal" hier, und entsprechend
seinem typischen Gebrauch, auf die Ebene der Waferfläche, und er
kennzeichnet so eine Richtung, die orthogonal zu dieser orientiert
ist, während
der Begriff "horizontal" eine parallel zur
Waferfläche
orientierte Richtung kennzeichnet.
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Beim
obigen magnetischen Speicherelement 1 ist es, im Gegensatz
zu herkömmlichen
MRAM-Zellen, bei denen das Magnetspeicherelement und der magnetische
Sensorelement 4 beide in die freie Schicht ein und desselben
magnetischen Tunnelübergangs
eingeschlossen sind, möglich,
Information in der magnetischen Polarisation der magnetischen Durchführung 1 zu
speichern, während
das Auslesen mit einem separaten magnetischen Sensorelement 4,
z.B. einem magnetischen Tunnelübergang,
erfolgt. Da das magnetische Sensorelement 4, das einfach als
Feldsensor dient, von der magnetischen Durchführung 1 getrennt ist,
kann es beliebig klein realisiert werden. Im Gegensatz zur magnetischen
Durchführung 1,
die vertikal orientiert ist, kann das magnetische Sensorelement 4 horizontal
ausgerichtet werden, und so kann es mit einer herkömmlichen
Technologie einer Dünnschichtabscheidung
und Strukturierung hergestellt werden. Das horizontale magnetische
Sensorelement 4 kann sehr klein und mit einem Seitenverhältnis von
ungefähr
1 hergestellt werden. Jedoch kann es dem Grunde nach die magnetische Anisotropie
null aufweisen, um dem Magnetfeld zu folgen, das von der vertikalen
magnetischen Durchführung 1 herrührt. Ansonsten
können,
wie es bereits oben beschrieben ist, das Seitenverhältnis und
damit das Schaltfeld (wenn Formanisotropie verwendet wird) der vertikal
ausgerichteten magnetischen Durchführung 1 durch die
Tiefe des zu ihrer Realisierung einzuätzenden Grabens kontrolliert
werden. Genauigkeit bei der Lithografie ist nur in einer Richtung orthogonal
zur Waferfläche
erforderlich.
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So
kann das tatsächliche
magnetische Speicherelement (magnetische Durchführung) ziemlich groß hergestellt
werden, insbesonders mit einem ausreichend großen Volumen, um thermisch aktiviertes
Schalten zu verhindern. Hinsichtlich des magne tischen Sensorelements 4,
das durch ein magnetisches Streufeld geschaltet wird, ist seine
Aktivierungsenergie durch die Zeemanenergiedifferenz 2HMSV gegeben, wobei H das durch das magnetische
Sensorelement 4 gesehene magnetische Streufeld von der
magnetischen Durchführung 1 ist,
MS die zugehörige Sättigungsmagnetisierung ist
und V das Volumen der zugehörigen
freien Schicht ist. Im Allgemeinen kann die Struktur insgesamt hinsichtlich
der Schaltfelder und der Aktivierungsenergie auf den am niedrigsten
liegenden Fehlerzustand optimiert werden.
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Die
Wechselwirkung zwischen benachbarten magnetischen Durchführungen
ist stark verringert, da alle Magnetfelder größtenteils orthogonal zur Waferfläche zeigen,
vorausgesetzt, dass die magnetische Anisotropie orthogonal zur Waferfläche orientiert
ist. Betreffend die magnetischen Sensorelemente sind ihre magnetischen
Momente und damit ihre Wechselwirkung sehr klein, da sie aufgrund
eines Seitenverhältnisses
nahe bei 1 so realisiert werden können, dass sie über ein
kleines magnetisches Gesamtmoment verfügen.
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Obwohl
hier spezielle Ausführungsformen veranschaulicht
und beschrieben wurden, erkennt es der Fachmann, dass die dargestellten
und beschriebenen speziellen Ausführungsformen durch eine Anzahl
alternativer und/oder äquivalenter
Realisierungen ersetzt werden können,
ohne dass vom Schutzumfang der Erfindung abgewichen wird. Diese
Anmeldung soll alle Anpassungen oder Variationen der hier erörterten
speziellen Ausführungsformen
abdecken. Daher soll die Erfindung nur durch die Ansprüche und
deren Äquivalente
begrenzt sein.