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DE102005023506B4 - Isolierglasscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Isolierglasscheibe und Verfahren zu ihrer Herstellung Download PDF

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DE102005023506B4
DE102005023506B4 DE102005023506A DE102005023506A DE102005023506B4 DE 102005023506 B4 DE102005023506 B4 DE 102005023506B4 DE 102005023506 A DE102005023506 A DE 102005023506A DE 102005023506 A DE102005023506 A DE 102005023506A DE 102005023506 B4 DE102005023506 B4 DE 102005023506B4
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    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B3/00Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
    • E06B3/66Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together
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    • E06B3/667Connectors therefor
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  • Structural Engineering (AREA)
  • Securing Of Glass Panes Or The Like (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Abstract

Isolierglasscheibe, in welcher
• zwei einzelne Glasscheiben (45, 46) durch einen aus einem Profilstab (1) gebildeten Abstandhalter auf Abstand gehalten sind, welcher eine den Innenraum der Isolierglasscheibe begrenzende Wand mit einer Innenseite (5a), eine der Innenseite (5a) abgewandte Außenseite oder Außenwand (2) und zwei Flanken (3, 4) hat,
• die Innenseite (5a) und die Außenseite oder Außenwand (2) des Profilstabes (1) sich von der einen Flanke (3) bis zur gegenüberliegenden Flanke (4) erstrecken,
• in Verbindung mit dem Abstandhalter ein Trockenmittel vorgesehen ist,
• zu beiden Seiten des Abstandhalters zwischen diesem und den beiden Glasscheiben (45, 46) ein Spalt vorgesehen ist, welcher durch eine Versiegelungsmasse abgedichtet ist, welche am Abstandhalter und an den Glasscheiben (45, 46) haftet,
• und eine oder mehrere Sprossen (36) in den Abstandhalter eingesetzt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters eine auf diesem haftende Masse, insbesondere...

Description

  • Die Erfindung bezweckt die Verbesserung einer Isolierglasscheibe mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Eine solche Isolierglasscheibe ist Gegenstand der DE 10 2004 020 883.2 .
  • In einer solchen Glasscheibe sind zwei einzelne Glasscheiben durch einen aus einem Profilstab gebildeten Abstandhalter auf Abstand gehalten und mit ihm mittels einer Versiegelungsmasse, nachfolgend auch als primäre Versiegelungsmasse bezeichnet, verklebt. Die primäre Versiegelungsmasse verklebt die beiden Flanken des Abstandhalters dicht mit den beiden Glasscheiben und dichtet den Innenraum der Isolierglasscheibe gegen das Eindringen von Wasserdampf und gegebenenfalls – im Falle von mit einem Schwergas gefüllten Isolierglasscheiben – gegen Verluste von Schwergas ab. Als primäre Versiegelungsmasse ist vor allem ein Polyisobutylen (Butylkautschuk) gebräuchlich, mit welchem man eine hinreichende Abdichtung gegen das Eindiffundieren von Wasserdampf erreichen kann. Polyisobutylene sind thermoplastische, klebende Substanzen. Neben ihrer Aufgabe, den Innenraum der Isolierglasscheibe abzudichten, dienen sie auch der Aufgabe, beim Zusammenbauen einer Isolierglasscheibe einen vorläufigen Verbund zwischen dem Abstandhalter und den beiden Glasscheiben herzustellen, mit denen er entlang ihres Randes verklebt wird.
  • Da Polyisobutylene thermoplastisch sind, eignen sie sich jedoch nicht, einen dauerhaft festen mechanischen Verbund zwischen den Glasscheiben der Isolierglasscheibe herzustellen. Der kann vielmehr mit einer aushärtenden sekundären Versiegelungsmasse bewirkt werden, indem diese zwischen den Glasscheiben aufgetragen wird und entweder die gesamte Außenseite des Abstandhalters abdeckt, so dass sie sich ohne Unterbrechung von der einen Glasscheibe bis zur anderen Glasscheibe erstreckt, oder indem zwei Stränge aus der sekundären Versiegelungsmasse gebildet werden, von denen der eine die eine Glasscheibe mit dem Abstandhalter verbindet und von denen der zweite die andere Glasscheibe mit dem Abstandhalter verbindet, wobei die Außenseite des Abstandhalters ganz oder teilweise unbedeckt bleiben kann. Als sekundäre Versiegelungsmasse sind aushärtende Zweikomponentenkunststoffe gebräuchlich, insbesondere Polysulfide, Polyurethane und Silikone.
  • Auf die Innenseite des Abstandhalters ist bei der Isolierglasscheibe, welche Gegenstand der DE 10 2004 020 883 ist, eine Masse aufgetragen, welche ein Trockenmittel, insbesondere Molekularsiebe (Zeolithe), enthält. Vorzugsweise schließt diese Masse unmittelbar und dicht an die primäre Versiegelungsmasse an, welche die beiden Spalte zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter abdichtet. Die das Trockenmittel enthaltende Masse nimmt Feuchtigkeit auf und bindet sie, welche im Innenraum der Isolierglasscheibe vorhanden ist, und fängt von außen in die Masse diffundierenden Wasserdampf ab und bindet ihn. Diese Masse deckt vorzugsweise die dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandte Seite des Abstandhalters ab, soweit diese nicht bereits von primärer Versiegelungsmasse abgedeckt ist. Nach außen schließt an die primäre Versiegelungsmasse, vorzugsweise unmittelbar an sie angrenzend, gegebenenfalls eine aushärtende sekundäre Versiegelungsmasse an, welche die beiden Glasscheiben direkt oder indirekt miteinander verbindet und einen dauerhaften, mechanisch festen Verbund zwischen den Glasscheiben herstellt. Bei einer direkten Verbindung erstreckt sich die sekundäre Versiegelungsmasse von der einen Glasscheibe über die Außenseite des Abstandhalters bis zur anderen Glasscheibe. Eine indirekte Verbindung kann durch zwei getrennte Stränge aus sekundärer Versiegelungsmasse erfolgen, von denen der eine die eine Glasscheibe und der andere die andere Glasscheibe mit dem Abstandhalter verbindet.
  • Wenn die primäre Versiegelungsmasse so ausgewählt ist, dass sie auch den für eine Isolierglasscheibe erforderlichen mechanischen Verbund der Glasscheiben dauerhaft zu bewirken vermag, dann bedarf es einer sekundären Versiegelungsmasse nicht. Eine solche Versiegelungsmasse, welche die Anforderungen sowohl an eine primäre als auch an eine sekundäre Versiegelungsmasse erfüllt, kann man zum Beispiel durch eine Mischung einer thermoplastischen Komponente welche eine gute Dichtwirkung gegen Wasserdampfdiffusion aufweist, mit einer dauerhaft aushärtenden Komponente erhalten, welche für den festen mechanischen Verbund sorgt.
  • Es ist bekannt, den Innenraum einer Isolierglasscheibe mit einer oder mehreren Sprossen zu unterteilen, um das Erscheinungsbild eines Sprossenfensters zu erhalten. Bei Isolierglasscheiben, in denen der Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilstäben gebildet ist, deren Flanken mit einer Versiegelungsmasse beschichtet und auf diese Weise mit den beiden Glastafeln der Isolierglasscheibe verklebt sind, ist es bekannt, einen vorgefertigten Sprossenrahmen mit dem vorgefertigten metallischen Abstandhalterrahmen mechanisch zu verbinden. Es ist bekannt, den Sprossenrahmen mit dem metallischen Abstandhalterrahmen dadurch zu verbinden, dass von der Außenseite des Abstandhalterrahmens her Schrauben oder Nägel bis in Endstücke aus Kunststoff getrieben werden, welche an den Enden der Sprossen vorgesehen sind. Allerdings führt diese Maßnahme zu einer Qualitätsminderung der Isolierglasscheibe, weil an den durchbrochenen Stellen des Abstandhalterrahmens eine erhöhte Gefahr für das Eindiffundieren von Wasserdampf besteht.
  • Aus der EP 0 857 847 B1 ist eine Isolierglasscheibe bekannt, welche einen thermoplastischen Abstandhalter hat, welcher unmittelbar auf eine der beiden Glastafeln der Isolierglasscheibe extrudiert wird. Erst danach kann ein vorgefertigter Sprossenrahmen in dem vom Abstandhalter umgebenen Bereich positioniert und dadurch mit dem Abstandhalter verbunden werden, dass auf den Sprossen verschiebbar angeordnete Endstücke gegen den Abstandhalter verschoben werden, bis sie in diesen eingreifen. Da der Abstandhalter in dieser Phase noch weich und klebrig ist, darf dabei nur eine sehr geringe Kraft auf den Abstandhalter ausgeübt werden, um ihn nicht zu verformen. Deshalb offenbart die EP 0 857 847 B1 Schneiden an den Endstücken, welche leicht in den weichen Abstandhalter eindringen können. Das Positionieren des Sprossenrahmens in dem vom Abstandhalter umgebenen Bereich ist schwierig. Eine Fehlpositionierung verformt den noch weichen Abstandhalter und kann nicht rückgängig gemacht werden. Dabei ist die Gefahr einer Fehlpositionierung groß, weil Sprossenrahmern labile, in sich bewegliche Gebilde sind, die erst durch die Verbindung mit dem Abstandhalter stabilisiert werden.
  • Aus der GB 2 242 699 A ist es bekannt, bei einer Isolierglasscheibe mit einem Abstandhalter aus thermoplastischem Vollmaterial, welches als Strang vorgefertigt ist und zur Versteifung ein Metallband enthalten kann, einen Sprossenrahmen einzusetzen, welcher mittels Fußteilen mit der Innenseite des Abstandhalters verklebt wird. Die Fußteile sind verschieblich an den Enden der Sprossen angebracht und haben eine Fußplatte, welche gegen die Innenseite des Abstandhalters bewegt und mit ihm verklebt wird, nachdem der Sprossenrahmen in dem vom Abstandhalter umgrenzten Raum positioniert worden ist. Auch diese Arbeitsweise ist aus den zuvor genannten Gründen aufwendig und mühsam und das Verkleben ist schwierig, weil nur mit geringem Druck auf den Abstandhalter eingewirkt werden kann, weil dieser sonst verformt wird, insbesondere kippt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Isolierglasscheibe zu schaffen, welche unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile und ohne Gefährdung der Dichtigkeit der Isolierglasscheibe für den Einbau von Sprossen besonders geeignet ist.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch Isolierglasscheibe mit den im Patentanspruch 1 gegebenen Merkmalen. Verfahren zum Herstellen einer solchen Isolierglasscheibe sind in den Ansprüchen 24 und 25 angegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • In den erfindungsgemäßen Isolierglasscheiben sind zwei einzelne Glasscheiben durch einen aus einem Profilstab gebildeten Abstandhalter auf Abstand gehalten, welcher eine den Innenraum der Isolierglasscheibe begrenzende Wand mit einer Innenseite, eine der Innenseite abgewandte Außenseite und zwei Flanken hat,
    die Innenseite und die Außenseite des Profilstabes sich von der einen Flanke bis zur gegenüberliegenden Flanke erstrecken,
    in Verbindung mit dem Abstandhalter ein Trockenmittel vorgesehen ist,
    zu beiden Seiten des Abstandhalters zwischen diesem und den beiden Glasscheiben ein Spalt vorgesehen ist, welcher durch eine Versiegelungsmasse abgedichtet ist, welche am Abstandhalter und an den Glasscheiben haftet, und
    eine oder mehrere Sprossen in den Abstandhalter eingesetzt und mittelbar oder unmittelbar auf oder in einer auf der Innenseite des Abstandhalters haftenden Masse, insbesondere Dichtmasse verankert sind, ohne diese bis zur Innenseite des Profilstabes zu durchdringen, wobei die Masse vorzugsweise ein Trockenmittel enthält.
  • Das hat wesentliche Vorteile:
    • • Die Dichtmasse, welche vorzugsweise thermoplastisch ist, kann in weichem und klebrigen Zustand auf den Abstandhalter aufgetragen werden und braucht keinen eigenen Beitrag zur Formstabilität des Abstandhalters liefern, da sie von dem aus einem Profilstab gebildeten Abstandhalter getragen wird. Beim Verankern der Sprossen am Abstandhalter kann – anders als bei einem Abstandhalter, welcher durch Auflegen eines thermoplastischen Strangs auf eine Glasscheibe gebildet wird, eine wesentlich höhere Kraft ausgeübt werden, ohne die Gestalt des Abstandhalters nachteilig zu verändern, denn die Dichtmasse, welche zur Verankerung der Sprossen herangezogen wird, ist durch den aus einem Profilstab gebildeten Abstandhalter gut unterstützt.
    • • Da der Abstandhalter aus einem Profilstab gebildet wird, kann er vorgefertigt werden, weil er genügend Eigenstabilität hat, um unabhängig von einer Glasscheibe gehandhabt zu werden.
    • • Eine oder mehrere Sprossen können mit dem Abstandhalter verbunden werden, während dieser sich noch nicht auf einer Glasscheibe befindet.
    • • Gesonderte Befestigungsmittel wie Schrauben oder Nägel, welche sonst für das Befestigen von Sprossen in metallischen Abstandhaltern gebräuchlich sind, können entfallen. Die Dichtmasse kann unmittelbar als Befestigungsmittel dienen.
    • • Die Dichtmasse liefert zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Abdichtung und damit zur Lebensdauer der Isolierglasscheibe, und zwar insbesondere dann, wenn sie sich, wie bevorzugt, von der einen Glasscheibe bis zur anderen Glasscheibe über die gesamte Innenseite des Abstandhalters erstreckt.
    • • Die Verankerung der Sprossen kann alleine dadurch erfolgen, dass die Sprossenenden oder gesonderte Fußteile, welche für die Sprossenenden vorgesehen sind, auf die Dichtmasse gedrückt oder in sie eingedrückt werden, jedoch ohne sie bis zur Innenseite des Profilstabes zu durchdringen, so dass die abdichtende Wirkung der Dichtmasse erhalten bleibt.
    • • Die Fußteile können großflächig ausgebildet und fest in die Dichtmasse gedrückt werden, so dass sich sowohl durch die großflächige Verbindung als auch durch den kräftigen Eindruck eine gute Verankerung ergibt. Die Unterstützung der Dichtmasse durch den Profilstab, welcher als starr angenommen werden kann, macht das möglich. Da die Sprossen in den Abstandhalter eingebaut werden können, solange dieser noch nicht auf eine Glasscheibe geklebt ist, kann der Abstandhalter stets auf voller Länge auf einer seiner Außenseiten durch eine feste Unterlage unterstützt werden, während Fußteile für die Sprossen auf die Dichtmasse gedrückt werden. Der Druck kann so groß sein, dass die Fußteile selbst dann, wenn sie eine Platte haben, mit welcher sie auf die Dichtmasse gesetzt werden, in diese soweit hineingedrückt werden können, dass es nicht nur zu einer Klebeverbindung, sondern auch zu einer formschlüssigen Verbindung zwischen der Dichtmasse und dem Fußteil kommt. Eine solche formschlüssige Verbindung kann dadurch begünstigt werden, dass die Platte Ausnehmungen und/oder Durchbrüche aufweist, welche verdrängte Dichtmasse aufnehmen.
  • Die Fußteile haben zweckmäßigerweise eine von dieser abstehende Verbindungseinrichtung. Diese Verbindungseinrichtung stellt die Verbindung zu der üblicherweise hohl ausgebildeten Sprosse her. Zu diesem Zweck steckt in der Sprosse zweckmäßigerweise ein Adapter, der im hohlen Ende der Sprosse festgelegt ist und die von dem Fußteil abstehende Verbindungseinrichtung aufnimmt, bei welcher es sich im einfachsten Falle um einen Stab handeln kann, welcher reibschlüssig von dem Adapter aufgenommen wird. Eine Verbindung des Fußteils mit dem Adapter durch Stecken und/oder Klippsen ist bevorzugt. Das Fußteil hat vorzugsweise eine Platte, von welcher die Verbindungseinrichtung absteht, welche sich auf der Seite der Platte befindet, welche der Dichtmasse abgewandt ist.
  • Die Verwendung eines Adapters hat den Vorteil, dass dieser für Sprossen mit unterschiedlicher Querschnittsgestalt hinsichtlich der Aufnahme für die von der Platte des Fußteils abstehende Verbindungseinrichtung stets gleich ausgebildet sein kann. Man kann dann die selben Fußteile für unterschiedliche Sprossen einsetzen, was für eine preiswerte und rationelle Rahmenfertigung günstig ist. Die Verbindungsmittel, welche der Adapter zum Verbinden mit dem Fußteil aufweist, können auf mancherlei Weise gestaltet sein. Sie können in eine am Fußteil ausgebildete Verbindungseinrichtung eingreifen. Es ist aber auch möglich, dass eine am Fußteil ausgebildete Verbindungseinrichtung in den Adapter eingreift, welche zu diesem Zweck eine Ausnehmung als Verbindungsmittel haben kann; diese Möglichkeit ist bevorzugt.
  • Besonders wenn sich die auf die Innenseite des Abstandhalters aufgetragene Dichtmasse von der primären Versiegelungsmasse auf der einen Flanke des Abstandhalters bis zur primären Versiegelungsmasse auf der anderen Flanke erstreckt, wirken sich etwaige Undichtigkeiten im Abstandhalter nicht oder weniger nachteilig auf die Abdichtung der Isolierglasscheibe aus. Bei Isolierglasscheiben mit herkömmlichen Aufbau ist das anders: Dort wirken sich etwaige Undichtigkeiten, zum Beispiel Poren oder Risse oder Spalte, welche insbesondere im Bereich der Ecken und im Bereich der Stoßstelle auftreten können, wo die Enden eines Profilstabes, aus dem der Abstandhalter gebildet ist, zusammentreffen, verheerend aus, denn herkömmliche sekundäre Versiegelungsmassen, welche als einzige im Stand der Technik infragekommen, um derartige undichte Stellen im Abstandhalter zu überdecken, sind nicht in der Lage, das Eindringen von Wasserdampf so zu verhindern, wie es erforderlich wäre, um eine mehrjährige Lebensdauer der Isolierglasscheibe zu erreichen.
  • Wenn die trockenmittelhaltige Dichtmasse auf die Innenseite des Profilstabes aufgetragen wird, können die Qualitätsanforderungen an Profilstäbe, aus denen die Abstandhalter gebildet werden, gesenkt werden, weil die Profilstäbe nur noch eine mechanische Aufgabe erfüllen müssen, nämlich die Glasscheiben der Isolierglasscheibe unter ihren typischen Einsatzbedingungen und Belastungen auf ihrem vorgegebenen Abstand zu halten und sich mit einer oder mehreren Dicht- oder Versiegelungsmassen zu verbinden. Es können deshalb sehr preiswerte Profilstäbe eingesetzt werden, die auf eine minimale Wärmeübertragung optimiert werden können. Es können sogar geschäumte Profilstäbe eingesetzt werden, die sich durch eine besonders gute Wärmedämmung bei gleichzeitig guter mechanischer Stabilität auszeichnen.
  • Die Erfindung eignet sich für Abstandhalter aus unterschiedlichsten Materialien und in vielen unterschiedlichen Querschnittsformen. Insbesondere kann die Erfindung auch mit allen herkömmlichen, für rahmenförmige Abstandhalter gebräuchlichen Profilstäben verwirklicht werden, auch mit den besonders häufig verwendeten kastenförmigen Hohlprofilen aus Stahl oder Aluminium, aber auch mit im Querschnitt U-förmigen oder C-förmigen Metall- oder Kunststoffprofilen oder mit Metallprofilen, wie sie zum Beispiel aus der DE 202 16 560 U1 bekannt sind. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Hohlprofilstäben aus Kunststoff.
  • Die sich von der einen Glasscheibe bis zur anderen Glasscheibe erstreckende trockenmittelhaltige Dichtmasse kann so gewählt werden, dass sie alle Aufgaben erfüllt, die die primäre Versiegelungsmasse in einer herkömmlichen Isolierglasscheibe erfüllt: Sie kann als primäre Dichtung eine Wasserdampfsperre bilden. Sie kann auch als Montagehilfe beim Zusammenbauen der Isolierglasscheibe dienen, indem sie durch Verkleben des Abstandhalters mit den beiden Glasscheiben einen vorläufigen Verbund herstellt. Hinzu tritt infolge der Einlagerung des Trockenmittels noch die Fähigkeit, Wasserdampf zu absorbieren.
  • Die primäre Versiegelungsmasse kann zugleich die Grundlage für die trockenmittelhaltige Dichtmasse sein. Die beiden Massen können auch übereinstimmen. So kann als trockenmittelhaltige Dichtmasse das thermoplastische Material mit integrierter Trockenmittelmatrix verwendet werden, mit welchem man in TPS®-Isolierglasscheiben den thermoplastischen Abstandhalter bildet. Dieses Material ist auch für Zwecke der Erfindung gut geeignet. Es kann auch zwischen den Glasscheiben der Isolierglasscheibe und den Flanken des Abstandhalters anstelle einer trockenmittelfreien Versiegelungsmasse eingesetzt werden. Vorteilhaft ist es auch, eine primäre Versiegelungsmasse, zum Beispiel ein Polyisobutylen, als Grundlage für die trockenmittelhaltige Dichtmasse zu verwenden und das Trockenmittel in der dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandten Dichtmasse zu konzentrieren, die auf die Flanken des Abstandhalters aufgetragene Dichtmasse aber arm an Trockenmittel oder gänzlich frei von Trockenmittel auszubilden. Das Trockenmittel muß nicht über die gesamte Breite und Länge der Innenseite des Profilstabes in der trockenmittelhaltigen Dichtmasse verteilt sein. Es kann z. B. auf einen Streifen konzentriert sein, der schmaler ist als die Innenseite des Profilstabes.
  • Der Profilstab kann bereits beschichtet werden, bevor er zum rahmenförmigen Abstandhalter geformt wird. Das ermöglicht eine sehr rationelle lineare Arbeitsweise mit einem Minimum an maschinellem Aufwand.
  • Die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse wird am besten in einer Breite auf die Innenseite des Abstandhalters aufgetragen, welche dessen Breite übertrifft, sodass sie sich bis auf die Flanken des Abstandhalters erstreckt, damit sie beim Zusammendrücken der Glasscheiben gestaucht wird und flächig an den Glastafeln haftet. Damit es zu der Stauchung kommt, muß die trockenmittelhaltige Dichtmasse auf der Innenseite des Abstandhalters nicht vollflächig haften. Vorzugsweise wird die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse vielmehr so auf den Abstandhalter bzw. auf einen ihn bildenden Profilstab aufgetragen, dass sie dessen Innenseite, welche dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandt ist, und auch noch einen Streifen der Flanken bedeckt. Damit ist sichergestellt, dass die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse beim Zusammendrücken der Glasscheiben gegen den Abstandhalter jedenfalls im Bereich der Flanken genügend Druck erhält, um lückenlos mit den Abstandhalterflanken auf der einen Seite und mit den Glasscheiben auf der anderen Seite zu verkleben. Die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse stellt auf diese Weise zumindest einen vorläufigen Verbund zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter her. Der Verbund wird erforderlichenfalls vervollständigt durch eine sekundäre Versiegelungsmasse. Diese kann sich von der einen Glasscheibe ohne Unterbrechung über die Außenseite des Abstandhalters hinweg bis zur anderen Glasscheibe erstrecken. Um den erforderlichen mechanischen Verbund dauerhaft herzustellen, genügt es jedoch, die Glasscheiben mit der sekundären Versiegelungsmasse nur indirekt zu verbinden. Dazu kann man sie in Gestalt von zwei getrennten Strängen einbringen, von denen einer den Abstandhalter mit der einen Glasscheibe und der andere Strang den Abstandhalter mit der anderen Glasscheibe verbindet. Das spart sekundäre Versiegelungsmasse ein und verringert den Wärmeübergang im Bereich des Abstandhalters.
  • Die Profilstäbe, aus denen die Abstandhalter gebildet werden, können herkömmliche metallische Hohlprofilstäbe sein. Bevorzugt sind Profilstäbe aus Kunststoff, weil bei diesen ausreichende mechanische Stabilität, eine niedrige Wärmedurchgangszahl und niedrige Kosten gleichzeitig verwirklicht werden können. Dabei muß auf das Aussehen des Profilstabes keinerlei Rücksicht genommen werden, da er bei eingebauter Isolierglasscheibe ohnehin unsichtbar ist.
  • Als Querschnittsgestalt der Profilstäbe, aus denen die Abstandhalter gebildet werden, kommen vor allem kastenförmige Hohlprofile und auch Vollprofile infrage. Im einfachsten Fall ist der Profilstab im Querschnitt ein Rechteck mit einer möglichst geringen Höhe, um die Materialkosten und die Wärmedurchgangszahl niedrig zu halten. Die minimale Höhe richtet sich danach, dass für die Schenkel des Abstandhalters die erforderliche Druckfestigkeit und Sicherheit gegen ein Verkippen erreicht wird und dass die auf die Flanken des Profilstabes aufgetragene primäre Versiegelungsmasse oder die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse einen hinreichenden Widerstand gegen das Eindiffundieren von Wasserdampf in die Isolierglasscheibe bietet. Mit einer Höhe des Profilstabes von 4 mm erzielt man bereits gut brauchbare Ergebnisse.
  • Eine günstige Möglichkeit, ein Vollprofil zu verwenden, besteht darin, den Profilstab aus einem geschäumten Kunststoff zu bilden, welcher hinreichende mechanische Stabilität mit niedriger Wärmedurchgangszahl und niedrigen Kosten verbindet.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Abstandhalter aus Profilstäben zu bilden, die im Querschnitt ein U-Profil haben, dessen Rücken aber anders als bei dem aus der US 6,470,561 B1 bekannten Stand der Technik nicht die Außenseite, sondern die Innenseite des Abstandhalters bildet. Wenn auf die Flanken eines solchen U-förmigen Profilstabes erfindungsgemäß nicht nur die primäre Versiegelungsmasse oder ein Teil der Kombination aus primärer Versiegelungsmasse und trockenmittelhaltiger Dichtmasse, sondern auch die sekundäre Versiegelungsmasse aufgetragen wird, kann der Innenraum des U-Profils auf der Außenseite des Abstandhalters von sekundärer Versiegelungsmasse vollständig frei bleiben. Allenfalls an den Ecken des Abstandhalters kann ein nachträgliches Abdichten der Isolierglasscheibe durch Einbringen von Versiegelungsmasse, insbesondere von primärer Versiegelungsmasse, erforderlich sein.
  • Damit man die Stellen, an welchen die Sprossen zu verankern sind, leicht findet, kann man die Oberfläche der das Trockenmittel enthaltende Masse an der vorgesehenen Stelle markieren, zum Beispiel durch einen Eindruck oder mittels eines Tintenstrahldruckers.
  • In einer erfindungsgemäßen Isolierglasscheibe mit rechteckigem Umriss kann der Abstandhalter aus vier Profilstäben gebildet sein, welche durch rechtwinklig abgewinkelte Steckverbinder miteinander verbunden sind. Man muß dann dafür sorgen, dass die primäre Versiegelungsmasse bzw. eine Kombination aus trockenmittelhaltiger Masse und primärer Versiegelungsmasse an den Ecken lückenlos aufgetragen ist. Das erreicht man leichter, wenn der Abstandhalter Ecken hat, welche nicht durch Steckverbinder, sondern durch Biegen eines Profilstabes gebildet sind. Das ist deshalb für Zwecke der Erfindung bevorzugt. Das Biegen von metallischen Hohlprofilen oder von metallischen U-Profilen zu einem rahmenförmigen Abstandhalter für Isolierglasscheiben ist Stand der Technik. Aber auch Profilstäbe aus Kunststoff lassen sich zu einem rahmenförmigen Abstandhalter biegen. Ein Beispiel ist in der DE 10 2004 005 354 A1 und in meiner am selben Tag wie die vorliegende Patentanmeldung eingereichten deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2005 002 284.7 mit dem Titel "Abstandhalter für Isolierglasscheiben und Verfahren zu seiner Herstellung" offenbart, worauf hiermit Bezug genommen wird.
  • Ist der Abstandhalter mit einer Kombination aus trockenmittelhaltiger Masse und primärer Versiegelungsmasse beschichtet und mit eingesetzten Sprossen zusammengebaut, wird er an eine erste Glasscheibe angesetzt, so dass er in der Nachbarschaft des Randes der Glasscheibe an dieser haftet. Dann wird eine zweite Glasscheibe parallel zur ersten Glasscheibe an den Abstandhalter angesetzt, so dass dieser auch an der zweiten Glasscheibe haftet. Die so zusammengesetzte halbfertige Isolierglasscheibe wird auf ihre vorgegebene Dicke verpresst. Das Ansetzen des Abstandhalters kann von Hand oder maschinell geschehen. Dafür geeignete Vorrichtungen sind Stand der Technik. Auch das Zusammenbauen und Verpressen der Isolierglasscheibe sind Stand der Technik. Wenn die Isolierglasscheibe durch die trockenmittelhaltige Masse und/oder die primäre Versiegelungsmasse nur einen vorläufigen Zusammenhalt erhält, wird der Abstandhalter abschließend noch durch Auftragen einer aushärtenden sekundären Versiegelungsmasse mit den beiden Glasscheiben verbunden. Das kann wie im Stand der Technik so geschehen, dass die sekundäre Versiegelungsmasse von der einen Glasscheibe unterbrechungslos bis zur anderen Glasscheibe auf die Außenseite des Abstandhalters aufgetragen wird, siehe zum Beispiel DE 28 16 437 C2 . Es kann aber auch so vorgegangen werden, dass zwei getrennte Stränge der sekundären Versiegelungsmasse in zwei Fugen gespritzt werden, welche zwischen dem Abstandhalter und den beiden angrenzenden Glasscheiben gebildet sind, wie es zum Beispiel in der US 5,439,716 A offenbart ist. Schließlich ist es möglich, eine sekundäre Versiegelungsmasse an die primäre Versiegelungsmasse angrenzend auf die beiden Flanken des Hohlprofilstabes aufzutragen, bevor der Absandhalter zwischen die beiden Glasscheiben eingefügt wird.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Darin sind gleiche oder einander entsprechende Teile mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet. Bei der Beschreibung der Beispiele werden weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung deutlich werden.
  • 1 zeigt einen Abschnitt eines Hohlprofilstabes in einer Schrägansicht, welcher zur Bildung einer rechtwinkligen Ecke eine Ausnehmung aufweist,
  • 2 zeigt den Hohlprofilstab in einer Ansicht wie in 1 nach dem Einsetzen eines Winkelstücks, welches sich noch in gestreckter Lage befindet,
  • 3 zeigt den Hohlprofilstab aus 2 in einer Schrägansicht nach dem Beschichten mit Dichtmasse und Klebemasse,
  • 4 zeigt den Hohlprofilstab aus 3 nach dem Falten einer rechtwinkligen Ecke,
  • 5 zeigt den Eckwinkel aus 2 in einer Seitenansicht, die
  • 6 bis 8 zeigen bei längs geschnittenem Hohlprofilstab, wie man das Winkelstück aus 5 in den in 1 dargestellten Hohlprofilstab einsetzen kann,
  • 9 zeigt das Bilden einer Ecke in dem in 8 dargestellten Hohlprofilstab,
  • 10 zeigt schematisch in einem Längsschnitt durch den Hohlprofilstab einen rahmenförmigen Abstandhalter, welcher mit Winkelstücken gebildet worden ist,
  • 11 zeigt einen Querschnitt durch einen beschichteten Hohlprofilstab gemäß 3,
  • 12 zeigt in einer Darstellung wie in 11 den beschichteten Hohlprofilstab mit einem darauf verankerten Fußteil für eine Sprosse,
  • 13 zeigt den mit einem Fußteil gemäß 12 versehenen Abschnitt des Hohlprofilstabes in einer Seitenansicht,
  • 14 zeigt den Abschnitt des Hohlprofilstabes mit dem Fußteil gemäß 13 in einer Draufsicht,
  • 15 zeigt den Abschnitt des Hohlprofilstabs aus 14 in einer Schrägansicht während des Zuführens einer Sprosse,
  • 16 zeigt einen Längsschnitt durch das untere Ende der Sprosse gemäß 15,
  • 17 zeigt einen Längsschnitt durch das untere Ende der Sprosse gemäß 15 nach dem Aufstecken auf das Fußteil
  • 18 zeigt einen Querschnitt durch einen Randabschnitt einer Isolierglasscheibe mit einem Abstandhalter gemäß 11, und
  • 19 zeigt eine Abwandlung der 18.
  • 1 zeigt einen Abschnitt eines Hohlprofilstabes 1 mit einer Außenwand 2, mit zwei Flanken 3 und 4 und mit einer zur Außenwand 2 parallelen Innenwand 5. Am Übergang von den Flanken 3, 4 zur Innenwand 5 befindet sich jeweils eine Rille 6 bzw. 7. Die Außenwand 2 steht beidseits über die Flanken 3, 4 über. Der überstehende Teil 8 der Außenwand 2 kann entweder den Abstand zweier Glasscheiben bestimmen, welche unter Zwischenfügen eines aus dem Hohlprofilstab 1 gebildeten Abstandhalters zu einer Isolierglasscheibe zusammengebaut werden (19), oder kann dazu dienen, dem Rand der Glasscheiben anzuliegen (18). Vorzugsweise besteht der Hohlprofilstab 1 aus Kunststoff und kann durch Strangpressen hergestellt sein.
  • An den Stellen des Hohlprofilstabes 1, an welchen eine Ecke ausgebildet werden soll, ist der Hohlprofilstab 1 mit einer Ausnehmung 9 versehen, welche sich von der Innenwand 5 bis in die Flanken 3 und 4 erstreckt. In den Flanken 3 und 4 befinden sich zwei einander deckungsgleich gegenüberliegende Teile 10 der Ausnehmung 9, welche die Gestalt eines rechtwinkligen Gehrungsschnittes haben, dessen Spitze in Höhe der Innenseite der Außenwand 2 liegt und die Lage einer Biegeachse 12 bestimmt, um welche die Ecke zu biegen ist. Zu beiden Seiten der Gehrungsschnitte in den Flanken 3 und 4 ist die Innenwand 5 auf einer vorgegebenen Länge in ganzer Breite entfernt, einschließlich der Rillen 6 und 7. Die Länge dieser in der Innenwand 5 liegenden Teile 11 der Ausnehmung 9 ist vorzugsweise übereinstimmend gewählt.
  • Vor dem Biegen einer rechtwinkligen Ecke in dem Hohlprofilstab 1 wird in die Ausnehmung 9 ein faltbares Winkelstück 13 eingesetzt, welches in 2 in den Hohlprofilstab 1 eingesetzt dargestellt ist, wobei sich das Winkelstück 13, was man in 2 nicht sieht, zu beiden Seiten der Ausnehmung 9 noch ein Stück weit unter die Innenwand 5 erstreckt.
  • 5 zeigt das in 2 eingesetzte Winkelstück 13 in einer Seitenansicht. Das Winkelstück 13 besteht aus zwei gleich langen Schenkeln 14 und 15, welche durch ein Foliengelenk 16 verbunden sind, welches an der Außenseite des Winkelstücks 13 angeordnet ist. Unter der Außenseite des Winkelstücks 13 wird diejenige Seite verstanden, welche der Außenwand 2 des Hohlprofilstabes 1 zugewandt ist, wenn das Winkelstück 13 in den Hohlprofilstab 1 eingesetzt ist. Die beiden Schenkel 14 und 15 haben gegen die Außenwand 2 des Hohlprofilstabes gerichtete biegsame Lamellen 17, welche ein wenig über das Foliengelenk 16 vorstehen. Die Innenseite der Schenkel 14, 15 ist – von einer Einführschräge 18 an den Spitzen der Schenkel 14, 15 abgesehen – eben ausgebildet und verläuft in gestreckter Lage des Winkelstücks 13 parallel zur Außenseite des Foliengelenkes 16. Die Höhe der Schenkel 14 und 15 ist so gewählt und auf die lichte Höhe des Hohlprofilstabes 1 abgestimmt, dass das Winkelstück 13 in gestreckter Lage mit seinem Foliengelenk 16 der Außenwand 2 und mit seiner dem Foliengelenk 16 abgewandten Seite seiner Schenkel 14 und 15 der Innenseite der Innenwand 5 anliegt, wie in 8 dargestellt. Da die Lamellen 17 etwas über die Außenseite des Foliengelenkes 16 vorstehen, sind diese bei eingesetztem Winkelstück 13 etwas abgebogen und bewirken dadurch einen spielfreien Sitz der Schenkel 14, 15 zwischen der Außenwand 2 und der Innenwand 5 des Hohlprofilstabes 1.
  • Auf der dem Foliengelenk 16 abgewandten Seite der Schenkel 14 und 15 ist jeweils ein Anschlag 14a bzw. 15a gebildet, indem in der Nachbarschaft des Foliengelenkes 16 die Höhe der Schenkel 14 und 15 stufenförmig ungefähr um die Dicke der Innenwand 5 vergrößert ist. Die Anschläge 14a und 15a sind den beiden Rändern 19 und 20 zugewandt, welche die in der Innenwand 5 verlaufenden Teile 11 der Ausnehmung 9 begrenzen und sich quer zur Längsrichtung des Hohlprofilstabes 1 von der einen Flanke 3 bis zur gegenüberliegenden Flanke 4 erstrecken. Die Lage der Anschläge 14a und 15a ist so auf die Länge der Ausnehmung 9 abgestimmt, dass die Anschläge 14a und 15a dicht vor den Rändern 19 und 20 liegen. Dadurch wird die Mitte des Foliengelenkes 16 auf die vorgesehene Biegeachse 12 zentriert.
  • Jeder der beiden Schenkel 14 und 15 hat auf der einen Hälfte seiner Breite in der Nachbarschaft des Foliengelenkes 16 eine Ausnehmung 21, welche auf ihrer dem gegenüberliegenden Schenkel 15, 14 zugewandten Seite offen ist. Auf der anderen Hälfte ihrer Breite haben die Schenkel 14 und 15 in der Nachbarschaft des Foliengelenkes 16 jeweils einen Haken 22. Die beiden Haken 22 weisen in einander entgegengesetzte Richtungen, nämlich in Richtung zur Spitze der Schenkel 14 und 15. Dem Haken 22 eines jeden Schenkels 14, 15 liegt jeweils die Ausnehmung 21 im anderen Schenkel 15, 14 gegenüber. Die Haken 22 sind so ausgebildet und angeordnet, dass sie in die gegenüberliegende Ausnehmung 21 einrasten, wenn die beiden Schenkel 14 und 15 um das Foliengelenk 16 verschwenkt werden. Durch den formschlüssigen Eingriff in die Ausnehmungen 21 fixieren sie die beiden Schenkel 14 und 15 unter Einschluß eines rechten Winkels. Das Foliengelenk 16 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass es im gebogenen Zustand eine Rückstellkraft erzeugt, welche bewirkt, dass die Haken 22 gegen die Wand der Ausnehmung 21 gedrückt werden, was die Ecke zusätzlich stabilisiert.
  • Das in 5 dargestellte Winkelstück kann in den Hohlprofilstab 1 eingesetzt werden, wie es in den 6 und 7 dargestellt ist. Dazu wird das Winkelstück 13 am Foliengelenk 16 zwischen einem keilförmigen Widerlager 23 und einem Finger 24 eingespannt. Die beiden Schenkel 14 und 15 werden durch zwei weitere Finger 25 und 26 gegen das Widerlager 23 geschwenkt. Die Spitzen der Schenkel 14 und 15 sind einander dann soweit angenähert, dass sie in die Ausnehmung 9 eingeführt werden können (6). Das Widerlager 23 wird dann entfernt und die Finger 24, 25 und 26 werden in der durch die drei Pfeile in 7 dargestellten Richtung dem Hohlprofilstab 1 angenähert. Dadurch wird das Winkelstück 13 unter gleichzeitiger Spreizung in den Hohlprofilstab 1 gedrückt, wobei die Schenkel 14 und 15 durch die Finger 25 und 26 zeitweise gebogen werden (siehe 7). Das Einführen des Winkelstücks 13 ist beendet, wenn es in gestreckter Lage in dem Hohlprofilstab 1 steckt. Die über die Anschläge 14a und 15a vorstehenden Abschnitte der Schenkel 14 und 15 liegen dann unterhalb der Innenwand 5, wie in 8 dargestellt.
  • Ist in die Ausnehmungen 9 für alle vier Ecken eines Abstandhalters ein Winkelstück 13 in gestreckter Lage eingesetzt, wird der Hohlprofilstab 1, während er noch in gestreckter Form vorliegt, auf der dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandten Seite der Innenwand 5, nachfolgend auch als Innenseite bezeichnet, durchgehend mit einer Dichtmasse 27 und auf den Flanken 3 und 4 durchgehend mit einer sekundären Versiegelungsmasse 28 beschichtet, welche aushärten kann. Dazu wird der Hohlprofilstab 1 linear an einer oder mehreren Düsen vorbeibewegt, aus denen die Dichtmasse 27 und die sekundäre Versiegelungsmasse 28 synchron mit der Bewegung des Hohlprofilstabes 1 gesteuert austreten können. Wie so etwas durchgeführt werden kann, ist zum Beispiel in der DE 10 2004 020 883 beschrieben, auf welche hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird. Die Dichtmasse 27 soll später das Eindiffundieren von Wasserdampf in die Isolierglasscheibe verhindern, in welche der aus dem Hohlprofilstab 1 zu bildende Abstandhalter eingebaut wird. Die Dichtmasse 27 besteht zum Beispiel aus einem Material auf der Grundlage von Polyisobutylen; sie dient erstens als primäre Versiegelungsmasse und zweitens enthält sie vorzugsweise ein Trockenmittel in Pulverform. Die Dichtmasse 27 bedeckt die gesamte Innenwand 5 und erstreckt sich seitlich soweit über diese hinaus, dass sie auch noch über die Flucht der Flanken 3 und 4 hinausragt und wenigstens teilweise auch noch die Rillen 6 und 7 ausfüllt. Die sekundäre Versiegelungsmasse 28, bei welcher es sich vorzugsweise um ein reaktives Hot-Melt handelt, wird lückenlos an die Dichtmasse 27 anschließend auf die Flanken 3 und 4 aufgetragen, und zwar vorzugsweise durch Düsen, welche kurz nach einer Düse für das Auftragen der Dichtmasse 27 zur Anwendung kommen. Das hat den Vorteil, dass die bereits aufgetragene Dichtmasse 27 eine Begrenzung für das Auftragen der sekundären Versiegelungsmasse 28 darstellt und dass das Auftragen der Dichtmasse 27 unabhängig von dem Auftragen der sekundären Versiegelungsmasse 28 gesteuert werden kann, was im Hinblick auf unterschiedliche Eigenschaften wie Zähigkeit und Kompressibilität der Massen von Vorteil sein kann.
  • Ist der Hohlprofilstab 1 mit der Dichtmasse 27 und der sekundären Versiegelungsmasse 28 beschichtet (3), dann kann er an den dafür vorgesehenen Stellen zur Bildung der Ecken eines rahmenförmigen Abstandhalters unter Überwindung einer vom Foliengelenk ausgehenden Rückstellkraft gebogen oder gefaltet werden. Das ist in 9 am Beispiel eines unbeschichteten Hohlprofilstabes 1 dargestellt, um zeigen zu können, wie die Haken 22 in die Ausnehmungen 21 eingreifen und dadurch die Schenkel 14 und 15 unter einem rechten Winkel zueinander fixieren. Der formschlüssige Eingriff des Hakens 22 in die im zugeordnete Ausnehmung 21 verhindert einen größeren Winkel als 90 ° zwischen den beiden Schenkeln 14 und 15. Nach dem Einrasten der Haken 22 in die ihnen zugeordneten Ausnehmungen 21 begrenzen zwischen den Schenkeln 14, 15 wirksame Anschläge eine weitere Verkleinerung des Winkels. Durch das Biegen oder Falten der Ecke werden überschüssige Dichtmasse 27 und sekundäre Versiegelungsmasse 28 teilweise in Hohlräume gedrückt, welche im Bereich der Ecke vorhanden sind und teilweise auf die Flanken 3 und 4 verdrängt, wie es in 4 dargestellt ist. Das ist erwünscht, weil es zur Abdichtung des Abstandhalters im Bereich der Ecken beiträgt. Ein Überschuß an Dichtmasse 27 und sekundärer Versiegelungsmasse 28 auf den Flanken 3 und 4 wird beim späteren Einbau des Abstandhalters in eine Isolierglasscheibe durch deren Glasscheiben gegen die Flanken 3 und 4 und in die Ecke gedrückt, was das Ausbilden einer hermetisch dichten Ecke ein weiteres Mal begünstigt.
  • Sind alle vier Ecken gebogen, liegen Anfang und Ende des Hohlprofilstabes 1 einander gegenüber und werden durch einen geraden Steckverbinder 35 miteinander verbunden, welchen man vor dem Biegen oder Falten in das eine Ende und danach auch in das andere Ende des Hohlprofilstabes 1 steckt. 10 zeigt den inneren Aufbau eines rahmenförmigen Abstandhalters mit Eckwinkeln, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit die Beschichtung mit einer Dichtmasse 27 und mit einer sekundären Versiegelungsmasse 28 nicht dargestellt wurde.
  • Ein Abstandhalter, der aus einem Hohlprofilstab 1 gebildet wird, dessen Innenwand 5 mit einer Dichtmasse 27 beschichtet ist, so wie es zum Beispiel in der 11 dargestellt ist, eignet sich besonders gut, um eine oder mehrere Sprossen 36 einzubauen. Dazu wird ein Fußteil 37 in die Dichtmasse 27 gedrückt, ohne die auf der Innenwand 5 liegende Schicht aus der Dichtmasse 27 zu durchstoßen, so dass die Innenwand 5 vollflächig beschichtet bleibt, was für einen wasserdampfdichten Abschluß der Isolierglasscheibe vorteilhaft ist. Durch das Eindrücken des Fußteils 37 wird eine entsprechende Menge der Dichtmasse 27 verdrängt und steigt an dessen Rändern hoch, so dass es zu einer Verzahnung zwischen der Dichtmasse 27 und dem Fußteil 37 kommt. Da Dichtmassen wie zum Beispiel Polyisobutylen klebrig sind, tritt zu der Verzahnung zwischen der Dichtmasse 27 und dem Fußteil 37 noch eine erwünschte Klebewirkung hinzu. Die Verzahnung zwischen der Dichtmasse 27 und dem Fußteil 37 ist dann besonders gut, wenn das Fußteil 37 eine Platte 38 aufweist, welche mit Durchbrüchen 39 versehen ist, wie in 14 dargestellt. In diesem Fall wird die Dichtmasse 27 auch in die Durchbrüche 39 hinein verdrängt und führt zu einer besonders innigen Verzahnung mit dem Fußteil 37. Auf der Platte 38 steht eine Verbindungseinrichtung 40, bei welcher es sich um eine zweischenklige Gabel mit in entgegengesetzte Richtungen weisenden Widerhaken 41 handelt. Die Gabel 40 kann in ein dazu passendes Aufnahmeteil 42 eingerastet werden, welches im Ende der hohlen Sprosse 36 steckt. Bei dem Aufnahmeteil 42 kann es sich um ein Kunststoffformteil handeln, dessen äußere Kontur der inneren Kontur der Sprosse 36 angepasst ist und Lamellen 43 hat, welche beim Einschieben des Aufnahmeteils 42 in die Sprosse 36 zum Ende der Sprosse 36 hin abgebogen werden und demgemäß einem Herausziehen aus der Sprosse 36 einen erhöhten Widerstand entgegensetzen. Das Aufnahmeteil 42 hat eine innere Kontur, welche für alle möglichen Sprossen 36 dieselbe ist. Das hat den Vorteil, dass man für alle möglichen Sprossen 36, die sich in ihrem Querschnitt unterscheiden können, mit einem einzigen Fußteil 37 auskommen kann. Das Aufnahmeteil 42 dient dafür als Adapter.
  • In dem Aufnahmeteil 42 ist ein Hinterschnitt 44 vorgesehen, hinter welchen die Widerhaken 41 federnd einrasten können.
  • Während der gestreckte Hohlprofilstab 1 im Durchlauf beschichtet wird, kann die Beschichtung an den Stellen, an denen eine Sprosse 36 fußen soll, markiert werden, zum Beispiel durch einen Tintenstrahldrucker. An den markierten Stellen kann das Fußteil 37 von Hand in die Dichtmasse 27 gedrückt werden, während der Hohlprofilstab 1 noch nicht gebogen ist und noch auf einer stabilen Unterlage liegt. Alternativ können die Fußteile 37 auch automatisch mittels einer numerisch gesteuerten Handhabungseinrichtung gesetzt werden; in diesem Fall ist eine vorherige Markierung der Stellen, an denen die Fußteile 37 gesetzt werden sollen, entbehrlich. Die Sprossen 36 können zum Beispiel kurz vor dem endgültigen Schließen des Abstandhalters auf die Fußteile 37 gesteckt werden, siehe 15 und 16.
  • 18 zeigt einen Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe, bestehend aus zwei einzelnen Glasscheiben 45 und 46, zwischen denen sich ein rahmenförmiger Abstandhalter befindet, welcher aus einem Hohlprofilstab 1 gebildet ist, der zuvor, wie in 11 dargestellt, mit einer Dichtmasse 27 und mit einer aushärtenden Klebemasse 28 beschichtet wurde. Der Hohlprofilstab 1 schließt mit den Kanten der Glasscheiben 45 und 46 ab, wobei die überstehenden Teile 8 der Außenwand 2 die Kanten der Glasscheiben 45 und 46 überdecken, ihnen anliegen und sie vor Absplitterungen schützen.
  • Die in 19 dargestellte Isolierglasscheibe unterscheidet sich von der in 18 dargestellten Isolierglasscheibe darin, dass die überstehenden Teile 8 der Außenwand 2 des Hohlprofilstabes 1 nicht dem Schutz der Ränder der beiden Glasscheiben 45 und 46 dienen. Vielmehr liegen die überstehenden Teile 8 der Außenwand 2 zwischen den beiden Glasscheiben 45 und 46 und begrenzen dadurch deren Abstand und die minimale Dicke der Beschichtung der Flanken 3 und 4 des Hohlprofilstabes 1. Die Außenwand 2 des Hohlprofilstabes 1 schließt bündig mit den Kanten der Glasscheiben 45 und 46 ab, so dass zwischen diesen keine Randfuge verbleibt, welche noch versiegelt werden müßte.
  • 1
    Hohlprofilstab
    2
    Außenwand
    3
    Flanke
    4
    Flanke
    5
    Innenwand
    5a
    dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandte Seite (Innenseite) von 5
    6
    Rille
    7
    Rille
    8
    überstehender Teil von 2
    9
    Ausnehmung
    10
    Teile der Ausnehmung in 3, 4
    11
    Teile der Ausnehmung in 5
    12
    Biegeachse
    13
    Winkelstück
    14
    Schenkel von 13
    14a
    Anschlag
    15
    Schenkel von 13
    15a
    Anschlag
    16
    Foliengelenk
    17
    Lamellen
    18
    Einführschräge
    19
    Rand
    20
    Rand
    21
    Ausnehmung
    22
    Haken
    23
    Widerlager
    24
    Finger
    25
    Finger
    26
    Finger
    27
    Dichtmasse, primäre Versiegelungsmasse
    28
    sekundäre Versiegelungsmasse
    35
    gerader Steckverbinder
    36
    Sprosse
    37
    Fußteil
    38
    Platte
    39
    Durchbrüche in 38
    40
    Verbindungseinrichtung
    41
    Widerhaken
    42
    Aufnahmeteil, Adapter
    43
    Lamellen
    44
    Hinterschnitt
    45
    Glasscheibe
    46
    Glasscheibe

Claims (30)

  1. Isolierglasscheibe, in welcher • zwei einzelne Glasscheiben (45, 46) durch einen aus einem Profilstab (1) gebildeten Abstandhalter auf Abstand gehalten sind, welcher eine den Innenraum der Isolierglasscheibe begrenzende Wand mit einer Innenseite (5a), eine der Innenseite (5a) abgewandte Außenseite oder Außenwand (2) und zwei Flanken (3, 4) hat, • die Innenseite (5a) und die Außenseite oder Außenwand (2) des Profilstabes (1) sich von der einen Flanke (3) bis zur gegenüberliegenden Flanke (4) erstrecken, • in Verbindung mit dem Abstandhalter ein Trockenmittel vorgesehen ist, • zu beiden Seiten des Abstandhalters zwischen diesem und den beiden Glasscheiben (45, 46) ein Spalt vorgesehen ist, welcher durch eine Versiegelungsmasse abgedichtet ist, welche am Abstandhalter und an den Glasscheiben (45, 46) haftet, • und eine oder mehrere Sprossen (36) in den Abstandhalter eingesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters eine auf diesem haftende Masse, insbesondere eine Dichtmasse, angeordnet ist und dass die Sprossen (22) mittelbar oder unmittelbar auf oder in der Masse verankert sind, ohne diese bis zur Innenseite (5a) des Profilstabes (1) zu durchdringen.
  2. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftende Masse ein Trockenmittel enthält.
  3. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprossen (36) mit gesonderten Fußteilen (37) verbunden sind, welche unmittelbar auf oder in der Masse verankert sind, welche auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftet, ohne sie bis zur Innenseite (5a) des Profilstabes (1) zu durchdringen.
  4. Isolierglasscheibe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprossen (36) bzw. ihre Fußteile (37) formschlüssig in der auf der Innenseite (5a) haftenden Masse verankert sind.
  5. Isolierglasscheibe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass von den Fußteilen (37) eine Verbindungseinrichtung (40) absteht, welche der Verbindung des Fußteils (37) mit der Sprosse (36) dient.
  6. Isolierglasscheibe nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußteile (37) eine Platte (38) haben, mit welcher sie auf oder in der auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftenden Masse (18) verankert sind, und dass die Platte (38) eine von dieser abstehende Verbindungseinrichtung (40) aufweist.
  7. Isolierglasscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (38) Ausnehmungen und/oder Durchbrüche (39) aufweist, welche auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftende Masse aufnehmen.
  8. Isolierglasscheibe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen und/oder Durchbrüche (39) auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftende Masse aufnehmen, welche durch Eindrücken des Fußteils (37) in die Masse verdrängt wurde.
  9. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprossen (36) mittels eines Adapters (42) mit ihrem Fußteil (37) verbunden sind.
  10. Isolierglasscheibe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (42) im Ende der Sprosse (36) vorgesehen ist.
  11. Isolierglasscheibe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (42) im hohlen Ende der Sprosse (36) festgelegt ist.
  12. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an Sprossen (36) mit unterschiedlichen Querschnitten angepaßte Adapter (42) zur Verbindung mit untereinander gleichen Fußteilen (37) mit dazu passenden Verbindungsmitteln ausgebildet sind.
  13. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (40) des Fußteils ein Fortsatz ist, welcher in einen Adapter (42) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12 eingreift.
  14. Isolierglasscheibe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (37) und der Adapter (42) durch Stecken und/oder Klippsen miteinander verbunden sind.
  15. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftende Masse die gesamte Innenseite (5a) des Abstandhalters bedeckt, soweit diese nicht bereits durch sonstige Versiegelungsmasse abgedeckt ist, welche auf die Flanken (3, 4) aufgetragen ist und sich bis auf die Innenseite (5a) des Abstandhalters erstrecken kann.
  16. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftende Masse dicht an die sonstige Versiegelungsmasse anschließt und an ihr haftet.
  17. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Innenseite (5a) des Abstandhalters haftende Masse formschlüssig mit dem Abstandhalter verzahnt ist.
  18. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilstab (1) aus einem Kunststoff besteht.
  19. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstab (1) im Querschnitt ein Rechteck ist.
  20. Isolierglasscheibe nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstab (1) ein hohles Kastenprofil aufweist.
  21. Isolierglasscheibe nach Anspruch 18 der 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstab ein Vollprofil aufweist.
  22. Isolierglasscheibe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilstab aus einem Schaumstoff besteht.
  23. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter Ecken hat, welche durch Biegen des Profilstabes (1) gebildet sind.
  24. Verfahren zum Herstellen einer Isolierglasscheibe mit den Merkmalen nach einem der vorstehenden Ansprüche durch (a) Bereitstellen eines Profilstabes (1), (b) Auftragen einer Masse , welche vorzugsweise ein Trockenmittel enthält, auf den Profilstab (1), und zwar auf der späteren Innenseite (5a) des Abstandhalters, und Auftragen einer Versiegelungsmasse auf die Flanken (3, 4) des Profilstabes (1), (c) Verankern von Fußteilen (37) für eine oder mehrere Sprossen (36) auf oder in der auf die Innenseite (5a) des Profilstabes (1) aufgetragenen Masse, ohne diese bis zur Innenseite (5a) des Profilstabes (1) zu durchdringen, (d) Formen des beschichteten Profilstabes (1) zu einem rahmenförmigen Gebilde. Anbringen von einer oder mehreren Sprossen (36) an den Fußteilen (37) und Schließen des rahmenförmigen Gebildes zu einem Abstandhalter durch Verbinden der Enden des Profilstabes (1) miteinander, (e) Ansetzen des Abstandhalters an eine erste Glasscheibe (45), so dass er in der Nachbarschaft des Randes der ersten Glasscheibe (45) an dieser haftet, (f) Ansetzen einer zweiten Glasscheibe (46) parallel zur ersten Glasscheibe (45) an den Abstandhalter , so dass dieser auch an der zweiten Glasscheibe (46) haftet, (g) Zusammendrücken der beiden Glasscheiben (45, 46) auf die für die Isolierglasscheibe vorgegebene Dicke, (h) gegebenenfalls Verbinden des Abstandhalters mit den beiden Glasscheiben (45, 46) durch Auftragen einer sekundären Versiegelungsmasse (28), wobei die Reihenfolge des Auftragens der auf die Innenseite (5a) aufzutragenden Masse (18) und der sonstigen Versiegelungsmasse vertauscht werden kann oder das Auftragen gleichzeitig oder einander zeitlich überlappend erfolgen kann.
  25. Verfahren zum Herstellen einer Isolierglasscheibe mit den Merkmalen nach einem der Ansprüche 1 bis 23 durch (a) Bereitstellen eines Profilstabes (1), (b1) Auftragen einer Masse, welche vorzugsweise ein Trockenmittel enthält, auf den Profilstab (1), und zwar auf der späteren Innenseite (5a) des Abstandhalters, und Auftragen einer primären Versiegelungsmasse auf die Flanken (3, 4) des Profilstabes (1), (b2) Auftragen einer sekundären Versiegelungsmasse (28) auf die Flanken (3, 4) des Profilstabes (1), (c) Verankern von Fußteilen (37) für eine oder mehrere Sprossen (36) auf oder in der auf der Innenseite (5a) des Profilstabes (1) haftenden Masse, ohne diese bis zur Innenseite (5a) des Profilstabes (1) zu durchdringen, (d) Formen des beschichteten Profilstabes (1) zu einem rahmenförmigen Gebilde und Anbringen von einer oder mehreren Sprossen (36) an den Fußteilen (37) und Schließen des rahmenförmigen Gebildes zu einem Abstandhalter durch Verbinden der Enden des Profilstabes (1) miteinander, (e) Ansetzen des Abstandhalters an eine erste Glasscheibe (45), so dass er in der Nachbarschaft des Randes der ersten Glasscheibe (45) an dieser haftet, (f) Ansetzen einer zweiten Glasscheibe (46) parallel zur ersten Glasscheibe (45) an den Abstandhalter, so dass dieser auch an der zweiten Glasscheibe (46) haftet, (g) Zusammendrücken der beiden Glasscheiben (45, 46) auf die für die Isolierglasscheibe vorgegebene Dicke, wobei die Reihenfolge des Auftragens der primären und sekundären Versiegelungsmasse sowie der vorzugsweise das Trockenmittel enthaltende Masse vertauscht werden oder das Auftragen gleichzeitig oder zeitlich überlappend durchgeführt werden kann.
  26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass für die vorzugsweise das Trockenmittel enthaltende Masse eine Versiegelungsmasse verwendet wird, welche dem Eindringen von Wasserdampf in den Innenraum der Isolierglasscheibe wirksam begegnet, insbesondere auf der Grundlage von Polyisobutylen oder anderer für Isolierglasscheiben gebräuchlicher primärer Versiegelungsmassen.
  27. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass auch die auf die Flanken (45, 46) aufgetragene primäre Versiegelungsmasse ein Trockenmittel enthält.
  28. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Innenseite (5a) des Profilstabes (1) aufzutragende, das Trockenmittel enthaltende Masse und die sonstige Versiegelungsmasse so aufgetragen werden, dass sie aneinander anschließen und dass die vorzugsweise das Trockenmittel enthaltende Masse die Innenseite (5a) des Abstandhalters abdeckt, soweit die sonstige Versiegelungsmasse sie nicht abdeckt,
  29. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise das Trockenmittel enthaltende Masse so aufgetragen wird, dass sie die gesamte Innenseite (5a) des Abstandhalters bedeckt und sich darüberhinaus noch bis auf die Flanken (3, 4) erstreckt.
  30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise das Trockenmittel enthaltende Masse zugleich als primäre Versiegelungsmasse dient.
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