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Die
Erfindung bezweckt die Verbesserung einer Isolierglasscheibe mit
den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Eine solche
Isolierglasscheibe ist Gegenstand der
DE 10 2004 020 883.2 .
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In
einer solchen Glasscheibe sind zwei einzelne Glasscheiben durch
einen aus einem Profilstab gebildeten Abstandhalter auf Abstand
gehalten und mit ihm mittels einer Versiegelungsmasse, nachfolgend
auch als primäre
Versiegelungsmasse bezeichnet, verklebt. Die primäre Versiegelungsmasse
verklebt die beiden Flanken des Abstandhalters dicht mit den beiden
Glasscheiben und dichtet den Innenraum der Isolierglasscheibe gegen
das Eindringen von Wasserdampf und gegebenenfalls – im Falle
von mit einem Schwergas gefüllten
Isolierglasscheiben – gegen
Verluste von Schwergas ab. Als primäre Versiegelungsmasse ist vor
allem ein Polyisobutylen (Butylkautschuk) gebräuchlich, mit welchem man eine
hinreichende Abdichtung gegen das Eindiffundieren von Wasserdampf
erreichen kann. Polyisobutylene sind thermoplastische, klebende
Substanzen. Neben ihrer Aufgabe, den Innenraum der Isolierglasscheibe
abzudichten, dienen sie auch der Aufgabe, beim Zusammenbauen einer
Isolierglasscheibe einen vorläufigen
Verbund zwischen dem Abstandhalter und den beiden Glasscheiben herzustellen,
mit denen er entlang ihres Randes verklebt wird.
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Da
Polyisobutylene thermoplastisch sind, eignen sie sich jedoch nicht,
einen dauerhaft festen mechanischen Verbund zwischen den Glasscheiben der
Isolierglasscheibe herzustellen. Der kann vielmehr mit einer aushärtenden
sekundären
Versiegelungsmasse bewirkt werden, indem diese zwischen den Glasscheiben
aufgetragen wird und entweder die gesamte Außenseite des Abstandhalters
abdeckt, so dass sie sich ohne Unterbrechung von der einen Glasscheibe
bis zur anderen Glasscheibe erstreckt, oder indem zwei Stränge aus
der sekundären Versiegelungsmasse
gebildet werden, von denen der eine die eine Glasscheibe mit dem
Abstandhalter verbindet und von denen der zweite die andere Glasscheibe
mit dem Abstandhalter verbindet, wobei die Außenseite des Abstandhalters
ganz oder teilweise unbedeckt bleiben kann. Als sekundäre Versiegelungsmasse
sind aushärtende Zweikomponentenkunststoffe
gebräuchlich,
insbesondere Polysulfide, Polyurethane und Silikone.
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Auf
die Innenseite des Abstandhalters ist bei der Isolierglasscheibe,
welche Gegenstand der
DE 10
2004 020 883 ist, eine Masse aufgetragen, welche ein Trockenmittel,
insbesondere Molekularsiebe (Zeolithe), enthält. Vorzugsweise schließt diese
Masse unmittelbar und dicht an die primäre Versiegelungsmasse an, welche
die beiden Spalte zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter
abdichtet. Die das Trockenmittel enthaltende Masse nimmt Feuchtigkeit
auf und bindet sie, welche im Innenraum der Isolierglasscheibe vorhanden
ist, und fängt
von außen
in die Masse diffundierenden Wasserdampf ab und bindet ihn. Diese
Masse deckt vorzugsweise die dem Innenraum der Isolierglasscheibe
zugewandte Seite des Abstandhalters ab, soweit diese nicht bereits
von primärer
Versiegelungsmasse abgedeckt ist. Nach außen schließt an die primäre Versiegelungsmasse,
vorzugsweise unmittelbar an sie angrenzend, gegebenenfalls eine
aushärtende
sekundäre
Versiegelungsmasse an, welche die beiden Glasscheiben direkt oder
indirekt miteinander verbindet und einen dauerhaften, mechanisch
festen Verbund zwischen den Glasscheiben herstellt. Bei einer direkten
Verbindung erstreckt sich die sekundäre Versiegelungsmasse von der
einen Glasscheibe über
die Außenseite
des Abstandhalters bis zur anderen Glasscheibe. Eine indirekte Verbindung
kann durch zwei getrennte Stränge
aus sekundärer
Versiegelungsmasse erfolgen, von denen der eine die eine Glasscheibe
und der andere die andere Glasscheibe mit dem Abstandhalter verbindet.
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Wenn
die primäre
Versiegelungsmasse so ausgewählt
ist, dass sie auch den für
eine Isolierglasscheibe erforderlichen mechanischen Verbund der Glasscheiben
dauerhaft zu bewirken vermag, dann bedarf es einer sekundären Versiegelungsmasse nicht.
Eine solche Versiegelungsmasse, welche die Anforderungen sowohl
an eine primäre
als auch an eine sekundäre
Versiegelungsmasse erfüllt,
kann man zum Beispiel durch eine Mischung einer thermoplastischen
Komponente welche eine gute Dichtwirkung gegen Wasserdampfdiffusion
aufweist, mit einer dauerhaft aushärtenden Komponente erhalten, welche
für den
festen mechanischen Verbund sorgt.
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Es
ist bekannt, den Innenraum einer Isolierglasscheibe mit einer oder
mehreren Sprossen zu unterteilen, um das Erscheinungsbild eines
Sprossenfensters zu erhalten. Bei Isolierglasscheiben, in denen
der Abstandhalter aus metallischen Hohlprofilstäben gebildet ist, deren Flanken
mit einer Versiegelungsmasse beschichtet und auf diese Weise mit
den beiden Glastafeln der Isolierglasscheibe verklebt sind, ist
es bekannt, einen vorgefertigten Sprossenrahmen mit dem vorgefertigten
metallischen Abstandhalterrahmen mechanisch zu verbinden. Es ist bekannt,
den Sprossenrahmen mit dem metallischen Abstandhalterrahmen dadurch
zu verbinden, dass von der Außenseite
des Abstandhalterrahmens her Schrauben oder Nägel bis in Endstücke aus
Kunststoff getrieben werden, welche an den Enden der Sprossen vorgesehen
sind. Allerdings führt
diese Maßnahme
zu einer Qualitätsminderung
der Isolierglasscheibe, weil an den durchbrochenen Stellen des Abstandhalterrahmens
eine erhöhte
Gefahr für
das Eindiffundieren von Wasserdampf besteht.
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Aus
der
EP 0 857 847 B1 ist
eine Isolierglasscheibe bekannt, welche einen thermoplastischen Abstandhalter
hat, welcher unmittelbar auf eine der beiden Glastafeln der Isolierglasscheibe
extrudiert wird. Erst danach kann ein vorgefertigter Sprossenrahmen
in dem vom Abstandhalter umgebenen Bereich positioniert und dadurch
mit dem Abstandhalter verbunden werden, dass auf den Sprossen verschiebbar
angeordnete Endstücke
gegen den Abstandhalter verschoben werden, bis sie in diesen eingreifen.
Da der Abstandhalter in dieser Phase noch weich und klebrig ist,
darf dabei nur eine sehr geringe Kraft auf den Abstandhalter ausgeübt werden,
um ihn nicht zu verformen. Deshalb offenbart die
EP 0 857 847 B1 Schneiden
an den Endstücken,
welche leicht in den weichen Abstandhalter eindringen können. Das
Positionieren des Sprossenrahmens in dem vom Abstandhalter umgebenen
Bereich ist schwierig. Eine Fehlpositionierung verformt den noch
weichen Abstandhalter und kann nicht rückgängig gemacht werden. Dabei
ist die Gefahr einer Fehlpositionierung groß, weil Sprossenrahmern labile,
in sich bewegliche Gebilde sind, die erst durch die Verbindung mit dem
Abstandhalter stabilisiert werden.
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Aus
der
GB 2 242 699 A ist
es bekannt, bei einer Isolierglasscheibe mit einem Abstandhalter
aus thermoplastischem Vollmaterial, welches als Strang vorgefertigt
ist und zur Versteifung ein Metallband enthalten kann, einen Sprossenrahmen
einzusetzen, welcher mittels Fußteilen
mit der Innenseite des Abstandhalters verklebt wird. Die Fußteile sind
verschieblich an den Enden der Sprossen angebracht und haben eine
Fußplatte,
welche gegen die Innenseite des Abstandhalters bewegt und mit ihm
verklebt wird, nachdem der Sprossenrahmen in dem vom Abstandhalter
umgrenzten Raum positioniert worden ist. Auch diese Arbeitsweise
ist aus den zuvor genannten Gründen
aufwendig und mühsam
und das Verkleben ist schwierig, weil nur mit geringem Druck auf
den Abstandhalter eingewirkt werden kann, weil dieser sonst verformt
wird, insbesondere kippt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Isolierglasscheibe
zu schaffen, welche unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile und
ohne Gefährdung
der Dichtigkeit der Isolierglasscheibe für den Einbau von Sprossen besonders
geeignet ist.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch Isolierglasscheibe mit den im Patentanspruch 1 gegebenen Merkmalen.
Verfahren zum Herstellen einer solchen Isolierglasscheibe sind in
den Ansprüchen
24 und 25 angegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
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In
den erfindungsgemäßen Isolierglasscheiben
sind zwei einzelne Glasscheiben durch einen aus einem Profilstab
gebildeten Abstandhalter auf Abstand gehalten, welcher eine den
Innenraum der Isolierglasscheibe begrenzende Wand mit einer Innenseite,
eine der Innenseite abgewandte Außenseite und zwei Flanken hat,
die
Innenseite und die Außenseite
des Profilstabes sich von der einen Flanke bis zur gegenüberliegenden
Flanke erstrecken,
in Verbindung mit dem Abstandhalter ein
Trockenmittel vorgesehen ist,
zu beiden Seiten des Abstandhalters
zwischen diesem und den beiden Glasscheiben ein Spalt vorgesehen
ist, welcher durch eine Versiegelungsmasse abgedichtet ist, welche
am Abstandhalter und an den Glasscheiben haftet, und
eine oder
mehrere Sprossen in den Abstandhalter eingesetzt und mittelbar oder
unmittelbar auf oder in einer auf der Innenseite des Abstandhalters
haftenden Masse, insbesondere Dichtmasse verankert sind, ohne diese
bis zur Innenseite des Profilstabes zu durchdringen, wobei die Masse
vorzugsweise ein Trockenmittel enthält.
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Das
hat wesentliche Vorteile:
- • Die Dichtmasse, welche vorzugsweise
thermoplastisch ist, kann in weichem und klebrigen Zustand auf den
Abstandhalter aufgetragen werden und braucht keinen eigenen Beitrag
zur Formstabilität
des Abstandhalters liefern, da sie von dem aus einem Profilstab
gebildeten Abstandhalter getragen wird.
Beim Verankern der
Sprossen am Abstandhalter kann – anders
als bei einem Abstandhalter, welcher durch Auflegen eines thermoplastischen Strangs
auf eine Glasscheibe gebildet wird, eine wesentlich höhere Kraft
ausgeübt
werden, ohne die Gestalt des Abstandhalters nachteilig zu verändern, denn
die Dichtmasse, welche zur Verankerung der Sprossen herangezogen
wird, ist durch den aus einem Profilstab gebildeten Abstandhalter
gut unterstützt.
- • Da
der Abstandhalter aus einem Profilstab gebildet wird, kann er vorgefertigt
werden, weil er genügend
Eigenstabilität
hat, um unabhängig
von einer Glasscheibe gehandhabt zu werden.
- • Eine
oder mehrere Sprossen können
mit dem Abstandhalter verbunden werden, während dieser sich noch nicht
auf einer Glasscheibe befindet.
- • Gesonderte
Befestigungsmittel wie Schrauben oder Nägel, welche sonst für das Befestigen
von Sprossen in metallischen Abstandhaltern gebräuchlich sind, können entfallen.
Die Dichtmasse kann unmittelbar als Befestigungsmittel dienen.
- • Die
Dichtmasse liefert zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Abdichtung
und damit zur Lebensdauer der Isolierglasscheibe, und zwar insbesondere
dann, wenn sie sich, wie bevorzugt, von der einen Glasscheibe bis
zur anderen Glasscheibe über
die gesamte Innenseite des Abstandhalters erstreckt.
- • Die
Verankerung der Sprossen kann alleine dadurch erfolgen, dass die
Sprossenenden oder gesonderte Fußteile, welche für die Sprossenenden vorgesehen
sind, auf die Dichtmasse gedrückt oder
in sie eingedrückt
werden, jedoch ohne sie bis zur Innenseite des Profilstabes zu durchdringen,
so dass die abdichtende Wirkung der Dichtmasse erhalten bleibt.
- • Die
Fußteile
können
großflächig ausgebildet
und fest in die Dichtmasse gedrückt
werden, so dass sich sowohl durch die großflächige Verbindung als auch durch
den kräftigen
Eindruck eine gute Verankerung ergibt. Die Unterstützung der
Dichtmasse durch den Profilstab, welcher als starr angenommen werden
kann, macht das möglich.
Da die Sprossen in den Abstandhalter eingebaut werden können, solange
dieser noch nicht auf eine Glasscheibe geklebt ist, kann der Abstandhalter
stets auf voller Länge
auf einer seiner Außenseiten durch
eine feste Unterlage unterstützt
werden, während
Fußteile
für die
Sprossen auf die Dichtmasse gedrückt
werden. Der Druck kann so groß sein,
dass die Fußteile
selbst dann, wenn sie eine Platte haben, mit welcher sie auf die
Dichtmasse gesetzt werden, in diese soweit hineingedrückt werden
können,
dass es nicht nur zu einer Klebeverbindung, sondern auch zu einer
formschlüssigen
Verbindung zwischen der Dichtmasse und dem Fußteil kommt. Eine solche formschlüssige Verbindung
kann dadurch begünstigt
werden, dass die Platte Ausnehmungen und/oder Durchbrüche aufweist,
welche verdrängte
Dichtmasse aufnehmen.
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Die
Fußteile
haben zweckmäßigerweise
eine von dieser abstehende Verbindungseinrichtung. Diese Verbindungseinrichtung
stellt die Verbindung zu der üblicherweise
hohl ausgebildeten Sprosse her. Zu diesem Zweck steckt in der Sprosse
zweckmäßigerweise
ein Adapter, der im hohlen Ende der Sprosse festgelegt ist und die
von dem Fußteil
abstehende Verbindungseinrichtung aufnimmt, bei welcher es sich
im einfachsten Falle um einen Stab handeln kann, welcher reibschlüssig von
dem Adapter aufgenommen wird. Eine Verbindung des Fußteils mit
dem Adapter durch Stecken und/oder Klippsen ist bevorzugt. Das Fußteil hat
vorzugsweise eine Platte, von welcher die Verbindungseinrichtung
absteht, welche sich auf der Seite der Platte befindet, welche der Dichtmasse
abgewandt ist.
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Die
Verwendung eines Adapters hat den Vorteil, dass dieser für Sprossen
mit unterschiedlicher Querschnittsgestalt hinsichtlich der Aufnahme
für die von
der Platte des Fußteils
abstehende Verbindungseinrichtung stets gleich ausgebildet sein
kann. Man kann dann die selben Fußteile für unterschiedliche Sprossen
einsetzen, was für
eine preiswerte und rationelle Rahmenfertigung günstig ist. Die Verbindungsmittel,
welche der Adapter zum Verbinden mit dem Fußteil aufweist, können auf
mancherlei Weise gestaltet sein. Sie können in eine am Fußteil ausgebildete
Verbindungseinrichtung eingreifen. Es ist aber auch möglich, dass
eine am Fußteil
ausgebildete Verbindungseinrichtung in den Adapter eingreift, welche
zu diesem Zweck eine Ausnehmung als Verbindungsmittel haben kann;
diese Möglichkeit
ist bevorzugt.
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Besonders
wenn sich die auf die Innenseite des Abstandhalters aufgetragene
Dichtmasse von der primären
Versiegelungsmasse auf der einen Flanke des Abstandhalters bis zur
primären
Versiegelungsmasse auf der anderen Flanke erstreckt, wirken sich
etwaige Undichtigkeiten im Abstandhalter nicht oder weniger nachteilig
auf die Abdichtung der Isolierglasscheibe aus. Bei Isolierglasscheiben
mit herkömmlichen
Aufbau ist das anders: Dort wirken sich etwaige Undichtigkeiten,
zum Beispiel Poren oder Risse oder Spalte, welche insbesondere im
Bereich der Ecken und im Bereich der Stoßstelle auftreten können, wo
die Enden eines Profilstabes, aus dem der Abstandhalter gebildet
ist, zusammentreffen, verheerend aus, denn herkömmliche sekundäre Versiegelungsmassen,
welche als einzige im Stand der Technik infragekommen, um derartige
undichte Stellen im Abstandhalter zu überdecken, sind nicht in der
Lage, das Eindringen von Wasserdampf so zu verhindern, wie es erforderlich
wäre, um
eine mehrjährige
Lebensdauer der Isolierglasscheibe zu erreichen.
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Wenn
die trockenmittelhaltige Dichtmasse auf die Innenseite des Profilstabes
aufgetragen wird, können
die Qualitätsanforderungen
an Profilstäbe, aus
denen die Abstandhalter gebildet werden, gesenkt werden, weil die
Profilstäbe
nur noch eine mechanische Aufgabe erfüllen müssen, nämlich die Glasscheiben der
Isolierglasscheibe unter ihren typischen Einsatzbedingungen und
Belastungen auf ihrem vorgegebenen Abstand zu halten und sich mit
einer oder mehreren Dicht- oder Versiegelungsmassen zu verbinden.
Es können
deshalb sehr preiswerte Profilstäbe
eingesetzt werden, die auf eine minimale Wärmeübertragung optimiert werden
können.
Es können
sogar geschäumte
Profilstäbe
eingesetzt werden, die sich durch eine besonders gute Wärmedämmung bei
gleichzeitig guter mechanischer Stabilität auszeichnen.
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Die
Erfindung eignet sich für
Abstandhalter aus unterschiedlichsten Materialien und in vielen
unterschiedlichen Querschnittsformen. Insbesondere kann die Erfindung
auch mit allen herkömmlichen,
für rahmenförmige Abstandhalter
gebräuchlichen
Profilstäben
verwirklicht werden, auch mit den besonders häufig verwendeten kastenförmigen Hohlprofilen
aus Stahl oder Aluminium, aber auch mit im Querschnitt U-förmigen oder
C-förmigen
Metall- oder Kunststoffprofilen oder mit Metallprofilen, wie sie
zum Beispiel aus der
DE
202 16 560 U1 bekannt sind. Besonders bevorzugt ist die
Verwendung von Hohlprofilstäben aus
Kunststoff.
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Die
sich von der einen Glasscheibe bis zur anderen Glasscheibe erstreckende
trockenmittelhaltige Dichtmasse kann so gewählt werden, dass sie alle Aufgaben
erfüllt,
die die primäre
Versiegelungsmasse in einer herkömmlichen
Isolierglasscheibe erfüllt:
Sie kann als primäre
Dichtung eine Wasserdampfsperre bilden. Sie kann auch als Montagehilfe beim
Zusammenbauen der Isolierglasscheibe dienen, indem sie durch Verkleben
des Abstandhalters mit den beiden Glasscheiben einen vorläufigen Verbund
herstellt. Hinzu tritt infolge der Einlagerung des Trockenmittels
noch die Fähigkeit,
Wasserdampf zu absorbieren.
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Die
primäre
Versiegelungsmasse kann zugleich die Grundlage für die trockenmittelhaltige Dichtmasse
sein. Die beiden Massen können
auch übereinstimmen.
So kann als trockenmittelhaltige Dichtmasse das thermoplastische
Material mit integrierter Trockenmittelmatrix verwendet werden,
mit welchem man in TPS®-Isolierglasscheiben den
thermoplastischen Abstandhalter bildet. Dieses Material ist auch
für Zwecke
der Erfindung gut geeignet. Es kann auch zwischen den Glasscheiben
der Isolierglasscheibe und den Flanken des Abstandhalters anstelle
einer trockenmittelfreien Versiegelungsmasse eingesetzt werden.
Vorteilhaft ist es auch, eine primäre Versiegelungsmasse, zum
Beispiel ein Polyisobutylen, als Grundlage für die trockenmittelhaltige Dichtmasse
zu verwenden und das Trockenmittel in der dem Innenraum der Isolierglasscheibe
zugewandten Dichtmasse zu konzentrieren, die auf die Flanken des
Abstandhalters aufgetragene Dichtmasse aber arm an Trockenmittel
oder gänzlich
frei von Trockenmittel auszubilden. Das Trockenmittel muß nicht über die
gesamte Breite und Länge
der Innenseite des Profilstabes in der trockenmittelhaltigen Dichtmasse
verteilt sein. Es kann z. B. auf einen Streifen konzentriert sein,
der schmaler ist als die Innenseite des Profilstabes.
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Der
Profilstab kann bereits beschichtet werden, bevor er zum rahmenförmigen Abstandhalter geformt
wird. Das ermöglicht
eine sehr rationelle lineare Arbeitsweise mit einem Minimum an maschinellem
Aufwand.
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Die
Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse
wird am besten in einer Breite auf die Innenseite des Abstandhalters
aufgetragen, welche dessen Breite übertrifft, sodass sie sich
bis auf die Flanken des Abstandhalters erstreckt, damit sie beim
Zusammendrücken
der Glasscheiben gestaucht wird und flächig an den Glastafeln haftet.
Damit es zu der Stauchung kommt, muß die trockenmittelhaltige
Dichtmasse auf der Innenseite des Abstandhalters nicht vollflächig haften.
Vorzugsweise wird die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse
und primärer
Versiegelungsmasse vielmehr so auf den Abstandhalter bzw. auf einen
ihn bildenden Profilstab aufgetragen, dass sie dessen Innenseite,
welche dem Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandt ist, und auch
noch einen Streifen der Flanken bedeckt. Damit ist sichergestellt,
dass die Kombination aus trockenmittelhaltiger Dichtmasse und primärer Versiegelungsmasse beim
Zusammendrücken
der Glasscheiben gegen den Abstandhalter jedenfalls im Bereich der
Flanken genügend
Druck erhält,
um lückenlos
mit den Abstandhalterflanken auf der einen Seite und mit den Glasscheiben
auf der anderen Seite zu verkleben. Die Kombination aus trockenmittelhaltiger
Dichtmasse und primärer
Versiegelungsmasse stellt auf diese Weise zumindest einen vorläufigen Verbund
zwischen den Glasscheiben und dem Abstandhalter her. Der Verbund
wird erforderlichenfalls vervollständigt durch eine sekundäre Versiegelungsmasse.
Diese kann sich von der einen Glasscheibe ohne Unterbrechung über die
Außenseite
des Abstandhalters hinweg bis zur anderen Glasscheibe erstrecken.
Um den erforderlichen mechanischen Verbund dauerhaft herzustellen,
genügt
es jedoch, die Glasscheiben mit der sekundären Versiegelungsmasse nur
indirekt zu verbinden. Dazu kann man sie in Gestalt von zwei getrennten
Strängen
einbringen, von denen einer den Abstandhalter mit der einen Glasscheibe
und der andere Strang den Abstandhalter mit der anderen Glasscheibe
verbindet. Das spart sekundäre
Versiegelungsmasse ein und verringert den Wärmeübergang im Bereich des Abstandhalters.
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Die
Profilstäbe,
aus denen die Abstandhalter gebildet werden, können herkömmliche metallische Hohlprofilstäbe sein.
Bevorzugt sind Profilstäbe
aus Kunststoff, weil bei diesen ausreichende mechanische Stabilität, eine
niedrige Wärmedurchgangszahl und
niedrige Kosten gleichzeitig verwirklicht werden können. Dabei
muß auf
das Aussehen des Profilstabes keinerlei Rücksicht genommen werden, da
er bei eingebauter Isolierglasscheibe ohnehin unsichtbar ist.
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Als
Querschnittsgestalt der Profilstäbe,
aus denen die Abstandhalter gebildet werden, kommen vor allem kastenförmige Hohlprofile
und auch Vollprofile infrage. Im einfachsten Fall ist der Profilstab
im Querschnitt ein Rechteck mit einer möglichst geringen Höhe, um die
Materialkosten und die Wärmedurchgangszahl
niedrig zu halten. Die minimale Höhe richtet sich danach, dass
für die
Schenkel des Abstandhalters die erforderliche Druckfestigkeit und Sicherheit
gegen ein Verkippen erreicht wird und dass die auf die Flanken des
Profilstabes aufgetragene primäre
Versiegelungsmasse oder die Kombination aus trockenmittelhaltiger
Dichtmasse und primärer
Versiegelungsmasse einen hinreichenden Widerstand gegen das Eindiffundieren
von Wasserdampf in die Isolierglasscheibe bietet. Mit einer Höhe des Profilstabes
von 4 mm erzielt man bereits gut brauchbare Ergebnisse.
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Eine
günstige
Möglichkeit,
ein Vollprofil zu verwenden, besteht darin, den Profilstab aus einem geschäumten Kunststoff
zu bilden, welcher hinreichende mechanische Stabilität mit niedriger
Wärmedurchgangszahl
und niedrigen Kosten verbindet.
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Eine
andere Möglichkeit
besteht darin, den Abstandhalter aus Profilstäben zu bilden, die im Querschnitt
ein U-Profil haben, dessen Rücken
aber anders als bei dem aus der
US 6,470,561 B1 bekannten Stand der Technik
nicht die Außenseite,
sondern die Innenseite des Abstandhalters bildet. Wenn auf die Flanken
eines solchen U-förmigen
Profilstabes erfindungsgemäß nicht
nur die primäre
Versiegelungsmasse oder ein Teil der Kombination aus primärer Versiegelungsmasse
und trockenmittelhaltiger Dichtmasse, sondern auch die sekundäre Versiegelungsmasse
aufgetragen wird, kann der Innenraum des U-Profils auf der Außenseite
des Abstandhalters von sekundärer
Versiegelungsmasse vollständig
frei bleiben. Allenfalls an den Ecken des Abstandhalters kann ein
nachträgliches
Abdichten der Isolierglasscheibe durch Einbringen von Versiegelungsmasse, insbesondere
von primärer
Versiegelungsmasse, erforderlich sein.
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Damit
man die Stellen, an welchen die Sprossen zu verankern sind, leicht
findet, kann man die Oberfläche
der das Trockenmittel enthaltende Masse an der vorgesehenen Stelle
markieren, zum Beispiel durch einen Eindruck oder mittels eines
Tintenstrahldruckers.
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In
einer erfindungsgemäßen Isolierglasscheibe
mit rechteckigem Umriss kann der Abstandhalter aus vier Profilstäben gebildet
sein, welche durch rechtwinklig abgewinkelte Steckverbinder miteinander
verbunden sind. Man muß dann
dafür sorgen,
dass die primäre
Versiegelungsmasse bzw. eine Kombination aus trockenmittelhaltiger
Masse und primärer
Versiegelungsmasse an den Ecken lückenlos aufgetragen ist. Das
erreicht man leichter, wenn der Abstandhalter Ecken hat, welche
nicht durch Steckverbinder, sondern durch Biegen eines Profilstabes gebildet
sind. Das ist deshalb für
Zwecke der Erfindung bevorzugt. Das Biegen von metallischen Hohlprofilen
oder von metallischen U-Profilen zu einem rahmenförmigen Abstandhalter
für Isolierglasscheiben
ist Stand der Technik. Aber auch Profilstäbe aus Kunststoff lassen sich
zu einem rahmenförmigen
Abstandhalter biegen. Ein Beispiel ist in der
DE 10 2004 005 354 A1 und
in meiner am selben Tag wie die vorliegende Patentanmeldung eingereichten
deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2005 002 284.7 mit dem Titel "Abstandhalter für Isolierglasscheiben
und Verfahren zu seiner Herstellung" offenbart, worauf hiermit Bezug genommen
wird.
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Ist
der Abstandhalter mit einer Kombination aus trockenmittelhaltiger
Masse und primärer
Versiegelungsmasse beschichtet und mit eingesetzten Sprossen zusammengebaut,
wird er an eine erste Glasscheibe angesetzt, so dass er in der Nachbarschaft
des Randes der Glasscheibe an dieser haftet. Dann wird eine zweite
Glasscheibe parallel zur ersten Glasscheibe an den Abstandhalter
angesetzt, so dass dieser auch an der zweiten Glasscheibe haftet. Die
so zusammengesetzte halbfertige Isolierglasscheibe wird auf ihre
vorgegebene Dicke verpresst. Das Ansetzen des Abstandhalters kann
von Hand oder maschinell geschehen. Dafür geeignete Vorrichtungen sind
Stand der Technik. Auch das Zusammenbauen und Verpressen der Isolierglasscheibe sind
Stand der Technik. Wenn die Isolierglasscheibe durch die trockenmittelhaltige
Masse und/oder die primäre
Versiegelungsmasse nur einen vorläufigen Zusammenhalt erhält, wird
der Abstandhalter abschließend
noch durch Auftragen einer aushärtenden sekundären Versiegelungsmasse
mit den beiden Glasscheiben verbunden. Das kann wie im Stand der Technik
so geschehen, dass die sekundäre
Versiegelungsmasse von der einen Glasscheibe unterbrechungslos bis
zur anderen Glasscheibe auf die Außenseite des Abstandhalters
aufgetragen wird, siehe zum Beispiel
DE 28 16 437 C2 . Es kann aber auch so vorgegangen
werden, dass zwei getrennte Stränge der
sekundären
Versiegelungsmasse in zwei Fugen gespritzt werden, welche zwischen
dem Abstandhalter und den beiden angrenzenden Glasscheiben gebildet
sind, wie es zum Beispiel in der
US 5,439,716 A offenbart ist. Schließlich ist
es möglich,
eine sekundäre
Versiegelungsmasse an die primäre
Versiegelungsmasse angrenzend auf die beiden Flanken des Hohlprofilstabes
aufzutragen, bevor der Absandhalter zwischen die beiden Glasscheiben
eingefügt
wird.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt. Darin sind gleiche oder einander entsprechende
Teile mit übereinstimmenden
Bezugszahlen bezeichnet. Bei der Beschreibung der Beispiele werden
weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung deutlich werden.
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1 zeigt
einen Abschnitt eines Hohlprofilstabes in einer Schrägansicht,
welcher zur Bildung einer rechtwinkligen Ecke eine Ausnehmung aufweist,
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2 zeigt
den Hohlprofilstab in einer Ansicht wie in 1 nach dem
Einsetzen eines Winkelstücks,
welches sich noch in gestreckter Lage befindet,
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3 zeigt
den Hohlprofilstab aus 2 in einer Schrägansicht
nach dem Beschichten mit Dichtmasse und Klebemasse,
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4 zeigt
den Hohlprofilstab aus 3 nach dem Falten einer rechtwinkligen
Ecke,
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5 zeigt
den Eckwinkel aus 2 in einer Seitenansicht, die
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6 bis 8 zeigen
bei längs
geschnittenem Hohlprofilstab, wie man das Winkelstück aus 5 in
den in 1 dargestellten Hohlprofilstab einsetzen kann,
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9 zeigt
das Bilden einer Ecke in dem in 8 dargestellten
Hohlprofilstab,
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10 zeigt
schematisch in einem Längsschnitt
durch den Hohlprofilstab einen rahmenförmigen Abstandhalter, welcher
mit Winkelstücken
gebildet worden ist,
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11 zeigt
einen Querschnitt durch einen beschichteten Hohlprofilstab gemäß 3,
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12 zeigt
in einer Darstellung wie in 11 den
beschichteten Hohlprofilstab mit einem darauf verankerten Fußteil für eine Sprosse,
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13 zeigt
den mit einem Fußteil
gemäß 12 versehenen
Abschnitt des Hohlprofilstabes in einer Seitenansicht,
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14 zeigt
den Abschnitt des Hohlprofilstabes mit dem Fußteil gemäß 13 in
einer Draufsicht,
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15 zeigt
den Abschnitt des Hohlprofilstabs aus 14 in
einer Schrägansicht
während des
Zuführens
einer Sprosse,
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16 zeigt
einen Längsschnitt
durch das untere Ende der Sprosse gemäß 15,
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17 zeigt
einen Längsschnitt
durch das untere Ende der Sprosse gemäß 15 nach
dem Aufstecken auf das Fußteil
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18 zeigt
einen Querschnitt durch einen Randabschnitt einer Isolierglasscheibe
mit einem Abstandhalter gemäß 11,
und
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19 zeigt
eine Abwandlung der 18.
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1 zeigt
einen Abschnitt eines Hohlprofilstabes 1 mit einer Außenwand 2,
mit zwei Flanken 3 und 4 und mit einer zur Außenwand 2 parallelen
Innenwand 5. Am Übergang
von den Flanken 3, 4 zur Innenwand 5 befindet
sich jeweils eine Rille 6 bzw. 7. Die Außenwand 2 steht
beidseits über
die Flanken 3, 4 über. Der überstehende Teil 8 der
Außenwand 2 kann
entweder den Abstand zweier Glasscheiben bestimmen, welche unter
Zwischenfügen
eines aus dem Hohlprofilstab 1 gebildeten Abstandhalters
zu einer Isolierglasscheibe zusammengebaut werden (19),
oder kann dazu dienen, dem Rand der Glasscheiben anzuliegen (18).
Vorzugsweise besteht der Hohlprofilstab 1 aus Kunststoff
und kann durch Strangpressen hergestellt sein.
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An
den Stellen des Hohlprofilstabes 1, an welchen eine Ecke
ausgebildet werden soll, ist der Hohlprofilstab 1 mit einer
Ausnehmung 9 versehen, welche sich von der Innenwand 5 bis
in die Flanken 3 und 4 erstreckt. In den Flanken 3 und 4 befinden sich
zwei einander deckungsgleich gegenüberliegende Teile 10 der
Ausnehmung 9, welche die Gestalt eines rechtwinkligen Gehrungsschnittes
haben, dessen Spitze in Höhe
der Innenseite der Außenwand 2 liegt
und die Lage einer Biegeachse 12 bestimmt, um welche die
Ecke zu biegen ist. Zu beiden Seiten der Gehrungsschnitte in den
Flanken 3 und 4 ist die Innenwand 5 auf
einer vorgegebenen Länge
in ganzer Breite entfernt, einschließlich der Rillen 6 und 7.
Die Länge
dieser in der Innenwand 5 liegenden Teile 11 der
Ausnehmung 9 ist vorzugsweise übereinstimmend gewählt.
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Vor
dem Biegen einer rechtwinkligen Ecke in dem Hohlprofilstab 1 wird
in die Ausnehmung 9 ein faltbares Winkelstück 13 eingesetzt,
welches in 2 in den Hohlprofilstab 1 eingesetzt
dargestellt ist, wobei sich das Winkelstück 13, was man in 2 nicht
sieht, zu beiden Seiten der Ausnehmung 9 noch ein Stück weit
unter die Innenwand 5 erstreckt.
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5 zeigt
das in 2 eingesetzte Winkelstück 13 in einer Seitenansicht.
Das Winkelstück 13 besteht
aus zwei gleich langen Schenkeln 14 und 15, welche
durch ein Foliengelenk 16 verbunden sind, welches an der
Außenseite
des Winkelstücks 13 angeordnet
ist. Unter der Außenseite
des Winkelstücks 13 wird
diejenige Seite verstanden, welche der Außenwand 2 des Hohlprofilstabes 1 zugewandt
ist, wenn das Winkelstück 13 in
den Hohlprofilstab 1 eingesetzt ist. Die beiden Schenkel 14 und 15 haben
gegen die Außenwand 2 des
Hohlprofilstabes gerichtete biegsame Lamellen 17, welche
ein wenig über
das Foliengelenk 16 vorstehen. Die Innenseite der Schenkel 14, 15 ist – von einer
Einführschräge 18 an den
Spitzen der Schenkel 14, 15 abgesehen – eben ausgebildet
und verläuft
in gestreckter Lage des Winkelstücks 13 parallel
zur Außenseite
des Foliengelenkes 16. Die Höhe der Schenkel 14 und 15 ist
so gewählt
und auf die lichte Höhe
des Hohlprofilstabes 1 abgestimmt, dass das Winkelstück 13 in
gestreckter Lage mit seinem Foliengelenk 16 der Außenwand 2 und
mit seiner dem Foliengelenk 16 abgewandten Seite seiner
Schenkel 14 und 15 der Innenseite der Innenwand 5 anliegt,
wie in 8 dargestellt. Da die Lamellen 17 etwas über die
Außenseite
des Foliengelenkes 16 vorstehen, sind diese bei eingesetztem Winkelstück 13 etwas
abgebogen und bewirken dadurch einen spielfreien Sitz der Schenkel 14, 15 zwischen
der Außenwand 2 und
der Innenwand 5 des Hohlprofilstabes 1.
-
Auf
der dem Foliengelenk 16 abgewandten Seite der Schenkel 14 und 15 ist
jeweils ein Anschlag 14a bzw. 15a gebildet, indem
in der Nachbarschaft des Foliengelenkes 16 die Höhe der Schenkel 14 und 15 stufenförmig ungefähr um die
Dicke der Innenwand 5 vergrößert ist. Die Anschläge 14a und 15a sind
den beiden Rändern 19 und 20 zugewandt,
welche die in der Innenwand 5 verlaufenden Teile 11 der Ausnehmung 9 begrenzen
und sich quer zur Längsrichtung
des Hohlprofilstabes 1 von der einen Flanke 3 bis
zur gegenüberliegenden
Flanke 4 erstrecken. Die Lage der Anschläge 14a und 15a ist
so auf die Länge
der Ausnehmung 9 abgestimmt, dass die Anschläge 14a und 15a dicht
vor den Rändern 19 und 20 liegen.
Dadurch wird die Mitte des Foliengelenkes 16 auf die vorgesehene
Biegeachse 12 zentriert.
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Jeder
der beiden Schenkel 14 und 15 hat auf der einen
Hälfte
seiner Breite in der Nachbarschaft des Foliengelenkes 16 eine
Ausnehmung 21, welche auf ihrer dem gegenüberliegenden
Schenkel 15, 14 zugewandten Seite offen ist. Auf
der anderen Hälfte ihrer
Breite haben die Schenkel 14 und 15 in der Nachbarschaft
des Foliengelenkes 16 jeweils einen Haken 22.
Die beiden Haken 22 weisen in einander entgegengesetzte
Richtungen, nämlich
in Richtung zur Spitze der Schenkel 14 und 15.
Dem Haken 22 eines jeden Schenkels 14, 15 liegt
jeweils die Ausnehmung 21 im anderen Schenkel 15, 14 gegenüber. Die Haken 22 sind
so ausgebildet und angeordnet, dass sie in die gegenüberliegende
Ausnehmung 21 einrasten, wenn die beiden Schenkel 14 und 15 um
das Foliengelenk 16 verschwenkt werden. Durch den formschlüssigen Eingriff
in die Ausnehmungen 21 fixieren sie die beiden Schenkel 14 und 15 unter
Einschluß eines
rechten Winkels. Das Foliengelenk 16 ist vorzugsweise so
ausgebildet, dass es im gebogenen Zustand eine Rückstellkraft erzeugt, welche
bewirkt, dass die Haken 22 gegen die Wand der Ausnehmung 21 gedrückt werden,
was die Ecke zusätzlich
stabilisiert.
-
Das
in 5 dargestellte Winkelstück kann in den Hohlprofilstab 1 eingesetzt
werden, wie es in den 6 und 7 dargestellt
ist. Dazu wird das Winkelstück 13 am
Foliengelenk 16 zwischen einem keilförmigen Widerlager 23 und
einem Finger 24 eingespannt. Die beiden Schenkel 14 und 15 werden durch
zwei weitere Finger 25 und 26 gegen das Widerlager 23 geschwenkt.
Die Spitzen der Schenkel 14 und 15 sind einander
dann soweit angenähert, dass
sie in die Ausnehmung 9 eingeführt werden können (6).
Das Widerlager 23 wird dann entfernt und die Finger 24, 25 und 26 werden
in der durch die drei Pfeile in 7 dargestellten
Richtung dem Hohlprofilstab 1 angenähert. Dadurch wird das Winkelstück 13 unter
gleichzeitiger Spreizung in den Hohlprofilstab 1 gedrückt, wobei
die Schenkel 14 und 15 durch die Finger 25 und 26 zeitweise
gebogen werden (siehe 7). Das Einführen des Winkelstücks 13 ist
beendet, wenn es in gestreckter Lage in dem Hohlprofilstab 1 steckt.
Die über
die Anschläge 14a und 15a vorstehenden
Abschnitte der Schenkel 14 und 15 liegen dann
unterhalb der Innenwand 5, wie in 8 dargestellt.
-
Ist
in die Ausnehmungen
9 für
alle vier Ecken eines Abstandhalters ein Winkelstück
13 in
gestreckter Lage eingesetzt, wird der Hohlprofilstab
1,
während
er noch in gestreckter Form vorliegt, auf der dem Innenraum der
Isolierglasscheibe zugewandten Seite der Innenwand
5, nachfolgend
auch als Innenseite bezeichnet, durchgehend mit einer Dichtmasse
27 und
auf den Flanken
3 und
4 durchgehend mit einer
sekundären
Versiegelungsmasse
28 beschichtet, welche aushärten kann.
Dazu wird der Hohlprofilstab
1 linear an einer oder mehreren
Düsen vorbeibewegt, aus
denen die Dichtmasse
27 und die sekundäre Versiegelungsmasse
28 synchron
mit der Bewegung des Hohlprofilstabes
1 gesteuert austreten
können. Wie
so etwas durchgeführt
werden kann, ist zum Beispiel in der
DE 10 2004 020 883 beschrieben,
auf welche hiermit ausdrücklich
Bezug genommen wird. Die Dichtmasse
27 soll später das
Eindiffundieren von Wasserdampf in die Isolierglasscheibe verhindern,
in welche der aus dem Hohlprofilstab
1 zu bildende Abstandhalter
eingebaut wird. Die Dichtmasse
27 besteht zum Beispiel
aus einem Material auf der Grundlage von Polyisobutylen; sie dient
erstens als primäre
Versiegelungsmasse und zweitens enthält sie vorzugsweise ein Trockenmittel
in Pulverform. Die Dichtmasse
27 bedeckt die gesamte Innenwand
5 und
erstreckt sich seitlich soweit über
diese hinaus, dass sie auch noch über die Flucht der Flanken
3 und
4 hinausragt
und wenigstens teilweise auch noch die Rillen
6 und
7 ausfüllt. Die
sekundäre
Versiegelungsmasse
28, bei welcher es sich vorzugsweise
um ein reaktives Hot-Melt
handelt, wird lückenlos
an die Dichtmasse
27 anschließend auf die Flanken
3 und
4 aufgetragen,
und zwar vorzugsweise durch Düsen, welche
kurz nach einer Düse
für das
Auftragen der Dichtmasse
27 zur Anwendung kommen. Das hat den
Vorteil, dass die bereits aufgetragene Dichtmasse
27 eine
Begrenzung für
das Auftragen der sekundären
Versiegelungsmasse
28 darstellt und dass das Auftragen
der Dichtmasse
27 unabhängig
von dem Auftragen der sekundären
Versiegelungsmasse
28 gesteuert werden kann, was im Hinblick
auf unterschiedliche Eigenschaften wie Zähigkeit und Kompressibilität der Massen
von Vorteil sein kann.
-
Ist
der Hohlprofilstab 1 mit der Dichtmasse 27 und
der sekundären
Versiegelungsmasse 28 beschichtet (3), dann
kann er an den dafür
vorgesehenen Stellen zur Bildung der Ecken eines rahmenförmigen Abstandhalters
unter Überwindung
einer vom Foliengelenk ausgehenden Rückstellkraft gebogen oder gefaltet
werden. Das ist in 9 am Beispiel eines unbeschichteten
Hohlprofilstabes 1 dargestellt, um zeigen zu können, wie
die Haken 22 in die Ausnehmungen 21 eingreifen
und dadurch die Schenkel 14 und 15 unter einem
rechten Winkel zueinander fixieren. Der formschlüssige Eingriff des Hakens 22 in
die im zugeordnete Ausnehmung 21 verhindert einen größeren Winkel
als 90 ° zwischen
den beiden Schenkeln 14 und 15. Nach dem Einrasten der
Haken 22 in die ihnen zugeordneten Ausnehmungen 21 begrenzen
zwischen den Schenkeln 14, 15 wirksame Anschläge eine
weitere Verkleinerung des Winkels. Durch das Biegen oder Falten
der Ecke werden überschüssige Dichtmasse 27 und
sekundäre Versiegelungsmasse 28 teilweise
in Hohlräume
gedrückt,
welche im Bereich der Ecke vorhanden sind und teilweise auf die
Flanken 3 und 4 verdrängt, wie es in 4 dargestellt
ist. Das ist erwünscht,
weil es zur Abdichtung des Abstandhalters im Bereich der Ecken beiträgt. Ein Überschuß an Dichtmasse 27 und
sekundärer
Versiegelungsmasse 28 auf den Flanken 3 und 4 wird
beim späteren
Einbau des Abstandhalters in eine Isolierglasscheibe durch deren Glasscheiben
gegen die Flanken 3 und 4 und in die Ecke gedrückt, was
das Ausbilden einer hermetisch dichten Ecke ein weiteres Mal begünstigt.
-
Sind
alle vier Ecken gebogen, liegen Anfang und Ende des Hohlprofilstabes 1 einander
gegenüber
und werden durch einen geraden Steckverbinder 35 miteinander
verbunden, welchen man vor dem Biegen oder Falten in das eine Ende
und danach auch in das andere Ende des Hohlprofilstabes 1 steckt. 10 zeigt
den inneren Aufbau eines rahmenförmigen
Abstandhalters mit Eckwinkeln, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit die Beschichtung mit
einer Dichtmasse 27 und mit einer sekundären Versiegelungsmasse 28 nicht
dargestellt wurde.
-
Ein
Abstandhalter, der aus einem Hohlprofilstab 1 gebildet
wird, dessen Innenwand 5 mit einer Dichtmasse 27 beschichtet
ist, so wie es zum Beispiel in der 11 dargestellt
ist, eignet sich besonders gut, um eine oder mehrere Sprossen 36 einzubauen.
Dazu wird ein Fußteil 37 in
die Dichtmasse 27 gedrückt,
ohne die auf der Innenwand 5 liegende Schicht aus der Dichtmasse 27 zu
durchstoßen,
so dass die Innenwand 5 vollflächig beschichtet bleibt, was
für einen
wasserdampfdichten Abschluß der
Isolierglasscheibe vorteilhaft ist. Durch das Eindrücken des
Fußteils 37 wird
eine entsprechende Menge der Dichtmasse 27 verdrängt und
steigt an dessen Rändern
hoch, so dass es zu einer Verzahnung zwischen der Dichtmasse 27 und
dem Fußteil 37 kommt.
Da Dichtmassen wie zum Beispiel Polyisobutylen klebrig sind, tritt
zu der Verzahnung zwischen der Dichtmasse 27 und dem Fußteil 37 noch
eine erwünschte
Klebewirkung hinzu. Die Verzahnung zwischen der Dichtmasse 27 und
dem Fußteil 37 ist
dann besonders gut, wenn das Fußteil 37 eine
Platte 38 aufweist, welche mit Durchbrüchen 39 versehen ist,
wie in 14 dargestellt. In diesem Fall
wird die Dichtmasse 27 auch in die Durchbrüche 39 hinein
verdrängt und
führt zu
einer besonders innigen Verzahnung mit dem Fußteil 37. Auf der
Platte 38 steht eine Verbindungseinrichtung 40,
bei welcher es sich um eine zweischenklige Gabel mit in entgegengesetzte Richtungen
weisenden Widerhaken 41 handelt. Die Gabel 40 kann
in ein dazu passendes Aufnahmeteil 42 eingerastet werden,
welches im Ende der hohlen Sprosse 36 steckt. Bei dem Aufnahmeteil 42 kann
es sich um ein Kunststoffformteil handeln, dessen äußere Kontur
der inneren Kontur der Sprosse 36 angepasst ist und Lamellen 43 hat,
welche beim Einschieben des Aufnahmeteils 42 in die Sprosse 36 zum Ende
der Sprosse 36 hin abgebogen werden und demgemäß einem
Herausziehen aus der Sprosse 36 einen erhöhten Widerstand
entgegensetzen. Das Aufnahmeteil 42 hat eine innere Kontur,
welche für alle
möglichen
Sprossen 36 dieselbe ist. Das hat den Vorteil, dass man
für alle
möglichen
Sprossen 36, die sich in ihrem Querschnitt unterscheiden
können,
mit einem einzigen Fußteil 37 auskommen
kann. Das Aufnahmeteil 42 dient dafür als Adapter.
-
In
dem Aufnahmeteil 42 ist ein Hinterschnitt 44 vorgesehen,
hinter welchen die Widerhaken 41 federnd einrasten können.
-
Während der
gestreckte Hohlprofilstab 1 im Durchlauf beschichtet wird,
kann die Beschichtung an den Stellen, an denen eine Sprosse 36 fußen soll, markiert
werden, zum Beispiel durch einen Tintenstrahldrucker. An den markierten
Stellen kann das Fußteil 37 von
Hand in die Dichtmasse 27 gedrückt werden, während der
Hohlprofilstab 1 noch nicht gebogen ist und noch auf einer
stabilen Unterlage liegt. Alternativ können die Fußteile 37 auch automatisch mittels
einer numerisch gesteuerten Handhabungseinrichtung gesetzt werden;
in diesem Fall ist eine vorherige Markierung der Stellen, an denen
die Fußteile 37 gesetzt
werden sollen, entbehrlich. Die Sprossen 36 können zum
Beispiel kurz vor dem endgültigen
Schließen
des Abstandhalters auf die Fußteile 37 gesteckt
werden, siehe 15 und 16.
-
18 zeigt
einen Querschnitt durch einen Teil einer Isolierglasscheibe, bestehend
aus zwei einzelnen Glasscheiben 45 und 46, zwischen
denen sich ein rahmenförmiger
Abstandhalter befindet, welcher aus einem Hohlprofilstab 1 gebildet
ist, der zuvor, wie in 11 dargestellt, mit einer Dichtmasse 27 und
mit einer aushärtenden
Klebemasse 28 beschichtet wurde. Der Hohlprofilstab 1 schließt mit den Kanten
der Glasscheiben 45 und 46 ab, wobei die überstehenden
Teile 8 der Außenwand 2 die
Kanten der Glasscheiben 45 und 46 überdecken,
ihnen anliegen und sie vor Absplitterungen schützen.
-
Die
in 19 dargestellte Isolierglasscheibe unterscheidet
sich von der in 18 dargestellten Isolierglasscheibe
darin, dass die überstehenden
Teile 8 der Außenwand 2 des
Hohlprofilstabes 1 nicht dem Schutz der Ränder der
beiden Glasscheiben 45 und 46 dienen. Vielmehr
liegen die überstehenden Teile 8 der
Außenwand 2 zwischen
den beiden Glasscheiben 45 und 46 und begrenzen
dadurch deren Abstand und die minimale Dicke der Beschichtung der
Flanken 3 und 4 des Hohlprofilstabes 1.
Die Außenwand 2 des
Hohlprofilstabes 1 schließt bündig mit den Kanten der Glasscheiben 45 und 46 ab,
so dass zwischen diesen keine Randfuge verbleibt, welche noch versiegelt
werden müßte.
-
- 1
- Hohlprofilstab
- 2
- Außenwand
- 3
- Flanke
- 4
- Flanke
- 5
- Innenwand
- 5a
- dem
Innenraum der Isolierglasscheibe zugewandte Seite (Innenseite) von 5
- 6
- Rille
- 7
- Rille
- 8
- überstehender
Teil von 2
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Teile
der Ausnehmung in 3, 4
- 11
- Teile
der Ausnehmung in 5
- 12
- Biegeachse
- 13
- Winkelstück
- 14
- Schenkel
von 13
- 14a
- Anschlag
- 15
- Schenkel
von 13
- 15a
- Anschlag
- 16
- Foliengelenk
- 17
- Lamellen
- 18
- Einführschräge
- 19
- Rand
- 20
- Rand
- 21
- Ausnehmung
- 22
- Haken
- 23
- Widerlager
- 24
- Finger
- 25
- Finger
- 26
- Finger
- 27
- Dichtmasse,
primäre
Versiegelungsmasse
- 28
- sekundäre Versiegelungsmasse
- 35
- gerader
Steckverbinder
- 36
- Sprosse
- 37
- Fußteil
- 38
- Platte
- 39
- Durchbrüche in 38
- 40
- Verbindungseinrichtung
- 41
- Widerhaken
- 42
- Aufnahmeteil,
Adapter
- 43
- Lamellen
- 44
- Hinterschnitt
- 45
- Glasscheibe
- 46
- Glasscheibe